Titel: Questions
Autor: Mine
Kontakt: muldersbabe@haefft.de
Rating: R
Kategorie: POV other character
Short-Cut: Fragen, die das Leben stellt…
Feedback: wäre schon schön ....
Disclaimer: Keine – Stop - Rechte – Stop – meinerseits – Stop – Alle – Stop – Charaktere – Stop – gehören – Stop – Chris C.
Meine Psychiaterrechnung gehört dir bald auch Chrisilein. J

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Questions

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Die ersten Strahlen scheinen in das düstere Schlafzimmer.
Meine Finger fahren willkürliche Linien auf dem Seidenbettbezug, bis sie an seinem Arm ankommen. Mein Blick wandert weiter hoch.
Sein Gesicht wirkt entspannt, man könnte glatt meinen, ein sanfter Tod hätte ihn ereilt, wenn seine Brust sich nicht bei jedem Atemzug heben würde.
Ist sein Schlaf denn neuerdings immer so ruhig, oder ist es mir zu verdanken, dass er nicht mehr mitten in der Nacht aufschreckt und nach seiner Schwester ruft?
Kann ich ihm die Liebe geben, die er seit Jahren sucht?
Oder ist es nur ein kurzweiliger Zustand?
Ich weiß genau, dass er gestern über das Ganze reden wollte, aber keiner von uns beiden hatte genug Mut dazu gehabt das Hassthema anzusprechen.
Ich will es nicht missen jedes Wochenende in seinen Armen zu liegen, mich verwöhnen zu lassen, mich begehrt zu fühlen.
Aber ich kann nicht weiter mit der Schuld leben, ich will mir gar nicht ausmalen was passiert wenn wir miteinander erwischt werden.
Doch soll ich so weiter leben wie bisher?
Zu Hause hocken und warten? Warten, ja... auf wen eigentlich?
Auf meinen Ehemann, der sich irgendwann wieder einmal dazu bequemt nach Hause zu kommen?
Gut, dass die beiden sich nicht kennen, sie würden sich auch so nicht leiden können.
Ich weiß noch, wie wir uns in dem kleinen Geschäft in Washington kennen gelernt haben. Er stand dort so unbeholfen und suchte nach einem Verkäufer. Es ist sonst eigentlich nicht meine Art, aber ich musste ihn einfach ansprechen, ob er denn Hilfe brauche. Erfreut hat er mich angeblickt und da war es um mich geschehen. Er hatte ein Geschenk für seine Freundin gesucht, aber so ernst scheint diese Freundschaft nicht zu sein. Ich habe ihn beraten, obwohl ich keine Ahnung hatte und ich glaube immer noch, dass er das auch wusste. Dennoch hat er das gekauft, was ich ihm geraten habe. Als wir zusammen aus dem Geschäft traten, fragte er ganz scheu, ob ich denn einen "Dankeskaffee" annehmen würde.
Ich habe angenommen, später hat er mir ein Date in einem Exklusivrestaurant angeboten, auch darauf bin ich eingegangen.
Und ich habe jedes Mal gewusst, dass es nicht das letzte Mal sein wird. Ich hing an seinen Lippen, zuerst haben wir lange Gespräche geführt, über Gott und die Welt, über Dinge, die andere nur als Quatsch abtun würden.
Wir hatten so viel gemeinsam, er hat nie nach meinen Verhältnissen gefragt, den Ehering jedoch hat er gesehen.
Als an einem langen Abend unsere Münder aufeinander trafen war wieder der alte Gedanke mein Begleiter:

"Nur einmal, dann gehst du wieder nach Hause zu deinem Kind und deinem Mann."

Doch einmal ist bekanntlich keinmal...
Ich schaffe es nicht mich von ihm zu lösen und auch wenn ich noch so viele Nächte neben meinem Gatten liege und vor Scham nicht schlafen kann, ich kann dem Ganzen kein Ende machen.
Und er braucht mich ebenso, ich habe das in der ersten Nacht mit ihm bemerkt, sein Körper war so ausgehungert nach Liebe.
Wer ist diese Freundin?
Ist die Frau blind? Warum gibt sie ihm nicht das, was er begehrt?
Ich will ihn nicht verlieren, doch es kann nicht ewig gehen.
Wie kann ich meinem Kind in die Augen sehen? Wie soll ich es weiter mit meinem Gewissen vereinbaren?
Es ist ein ewiger Fluch... ich liebe ihn...
Kann das Liebe sein? Dieses Bedürfnis danach geliebt zu werden? Oder nennt sich das einfach Egoismus?

Er dreht sich um, murmelt etwas und setzt sich schließlich auf.

"Guten Morgen, Tara."


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Sorry, sollte eigentlich länger werden... aber ich hoffe, dass ich den Punkt getroffen habe.
muldersbabe@haefft.de