Aus der Reihe: Yasis Tribut an neun wunderbare Jahre Akte X.


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DAS Yasi
ywollmarker@yahoo.de
niemand gehört mir, außer ich mir selber
other, Gedanken...
PG
nach Audrey P.
Es wird sich niemals ändern...
beim updaten, also beim Lesen der neuen FFs kam mir plötzlich ein komischer Gedanke.....


Und doch....


John hat mir eben Gute Nacht gesagt. Er hat mich noch bis zur Türe begleitet, doch auf seinen fragenden Blick hin habe ich einfach den Kopf geschüttelt. Ich wollte jetzt alleine sein.
So sehr ich auch Johns Gegenwart zu schätzen wusste, in diesem Moment war mir nicht nach Gesellschaft zumute.

Ich bin dem Tod nur knapp entronnen. Ich wusste das, auch ohne das John oder Dana mir das hätten sagen müssen. Als ich da im Krankenhaus lag, da hatte ich das Gefühl, völlig alleine zu sein.
Doch ich war nicht allein.
Zu keiner Zeit.
John war da.

Ich schlüpfte in bequemere Kleidung, schaltete das Licht aus und zündete eine Kerze an. Nur eine, denn ich wollte kein Licht, nicht jetzt, nicht wirklich.

Ich war enttäuscht von John, wirklich enttäuscht.
Ich hätte nie gedacht, dass es so weh tun würde, doch genau das tat es. Es war nicht das, was er gesagt hatte, nein, sondern das, was er nicht gesagt hatte. Diese unausgesprochenen Worte drehten Kreise in meinem Kopf. John brauchte nichts zu sagen, denn eigentlich wusste ich es doch.
Dennoch verletzte mich sein Schweigen...

All die Jahre über hatte ich dich Hoffnung, dass John anders wäre, anders als manch andere Männer in meiner Vergangenheit.

Ja, er war anders, aber dennoch war ich nicht glücklich.
Das erste mal seit langem sehnte ich mich nach einer Familie, einem glücklichen und ausgefüllten Privatleben. Doch beides hatte ich nicht....

Ich habe immer gedacht, an Johns Seite könnte ich alt werden, doch heute hatte ich das erste Mal Zweifel.
Würde es mir genug sein, immer nur AN seiner Seite zu sein?
Würde ich damit umgehen können, niemals die Nummer Eins in seinem Leben zu sein?
Würde ich....

Was tat ich eigentlich?
Ließ ich mein Leben an mir vorbeiziehen?

Ich stand auf und wanderte ziellos durch die leere Wohnung.

All diese Gedanken, die Gefühle, dieses "nicht sicher sein können" – irgendwie war ich damit nicht mehr zufrieden.
Ich wollte mehr.

Doch – nein, ich war John nicht egal! Auch wenn ich nicht der Mittelpunkt seines Lebens war, ich war immerhin ein sehr wertvoller Teil davon.

Ich musste lächeln, denn es kam mir in den Sinn, was für ein jämmerliches Bild ich in diesem Moment abgeben musste.

War ich wirklich unzufrieden? Nein, eigentlich nicht.
War ich wirklich allein? Nein, John war da, und auch Dana.

Vielleicht lag es einfach nur daran, dass ich dem Tod so nahe gewesen war. Da ist es doch nur verständlich, sich Gedanken über sein Leben zu machen, versuchen zu erkennen, an welcher Kreuzung man sich gerade befindet.

Ich konnte das Ziel nicht erkennen, dennoch war ich tief in mir drinnen davon überzeugt, ich würde den richtigen Weg gehen, mit John an meiner Seite.

Alles würde gut werden und irgendwann, ja, irgendwann, da werde ich erkennen, dass Selbstzweifel in stillen Momenten keinen Weltuntergang bedeuten....

Ende