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Autor: Kontakt: Beta: Cover: Spoiler: Rating: Kategorie: Disclaimer: Short-Cut: Anmerkung der Autorin: |
spookydogstar spookydogstar@gmx.de Mary Melissa_Scully (Melanie) Böses Blut; genau genommen eigentlich alles bis dahin MSR, jedoch nicht im herkömmlichem Sinne; ein klein wenig Humor; spookydogstar POV und vielleicht auch spookydogstar Vignette, kann das diesmal leider nicht so richtig zuordnen *sorry* Und schon wieder muss ich mit Bestürzung feststellen, das Scully und Mulder und alle anderen, bei Akte X auftretenden Charaktere nicht mir, sondern CC, 20th Century Fox und 1013 Productions gehören. Einzig und allein ich gehöre mir hier in dieser FF *lol*. Und dies wird auch bis ans Ende meines Lebens so bleiben, das kein anderer einen Anspruch auf mich oder meine Fantasie haben wird. Ist es wirklich ein normaler Fernsehabend...? So Leute, diese etwas sonderbare Idee kam mir, als ich abends im Bett lag und meinen Gedanken freien Lauf ließ. Nun ich hoffe ich mal, das ich noch alles zusammen bekomme, was mir da in diesem Moment so durch den Kopf gegangen ist *grübelgrübel* |
M i t t e n d r i n
* * * * *
Berlin (Germany); wir schreiben das Jahr 2003
Gemütlich mache ich es mir auf meiner Couch bequem, strecke alle viere von mir und nehme die Fernbedienung von meinem DVD-Player in die Hand. Im Player liegt eine meiner Lieblingsfolgen, in der ich schon längst mitspielen kann.
Nachdem ich die Folge starten lasse sehe ich auch schon eine Gestalt durch den Wald rennen. "Hilfe! Helft mir doch!" schreit sie aus vollem Halse.
>Tja, wenn du wüsstest, was dir in ein paar Minuten blüht.< sage ich scherzend zu mir selbst.
Kaum sind meine Gedanken wieder beim Fernsehbild, kommt auch schon eine zweite Gestalt ins Bild und fällt über die erste Gestalt her. Überwältigt, und von dem Gewicht seines Angreifers auf dem Boden liegend, hört man weiterhin die Hilfeschreie. >Zu spät.< denke ich und schon erkenne ich, wie ein Holzstück in den Mittelpunkt des Fernsehbildes rückt. Im nächsten Augenblick bohrt sich das Holzstück in die Brust des nun gut zu erkennenden Teenagers, während dieser unter Schmerzen aufschreit. Mit voller Wucht wird das Holzstück mit Hilfe eines Steines tiefer in den Körper hinein gehauen.
"Mulder?" höre ich die Stimme von Scully aus den Lautsprechern und sehe, wie sie sich dem Szenario nähert.
Noch ehe ich die nächsten kurzen Einstellungen auf meinem Fernseher sehe fange ich schon an zu lachen. Es ist doch auch einfach zu komisch, wie Scully die falschen Zähne aus dem Mund des Teenagers nimmt und Mulder sich ein "Oh schei..." nicht verkneifen kann.
Und schon erklinkt die Melodie, die mich inzwischen schon seit mehr als neun Jahren begleitet. *döödöödöödöödöö dödödö*
Die nächste Minute verbringe ich damit, mich an der Lehne meiner Couch festzuhalten, damit ich nicht einen Abgang auf den Teppich mache. Jedes mal aufs neue schießen mir die Tränen vor lauter Lachen in die Augen und dies nur, weil Mulder vor lauter Wut auf seinen Mülleimer eintritt. Da fragt man sich doch, wie viele Mülleimer in seiner bisherigen Laufbahn seinen Tritten haben stand halten müssen.
Durch die Stimme Mulders aus dem Fernseher und wie er sagt "...Sie wird viel von Gertrud Stein lesen." bin ich wieder bei dem Geschehen, welches sich auf dem Bildschirm abspielt.
Weitere Minuten vergehen und die Szenen zwischen den beiden, in Mulders Büro, gehen weiter.
"Ja, das ist es wahrscheinlich, Satanische Rituale. Kommen Sie Scully." vernehme ich Mulders Stimme, als ich mein Wohnzimmer mit einem Glas in der Hand wieder betrete.
>Na toll, eine der besten Szenen mal wieder verpasst.< sage ich zu mir selbst und nehme die Fernbedienung des DVD-Players in die Hand, stelle nebenbei das Glas auf den Tisch und gehe ein paar Minuten in der Folge zurück.
Gerade als ich die richtige Stelle erreiche, in der Mulder Scully mit diesem Blick anschaut, bei dem er die Augen ein klein wenig verdreht und ich mich jedes Mal totlachen könnte, erhellt sich mein Wohnzimmer und alles um mich herum verschwimmt.
* ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ * ~ *
"Wer sind Sie denn?" höre ich eine mir bekannte Stimme.
>Oh mein Gott....<
"Ich... ich..." fange ich in einem kaum zu verstehenden Deutsch an zu stottern.
"Was ist das denn für eine Sprache?" fragt Mulder nun Scully, nachdem er mich kurz betrachtet hat.
"Vielleicht ist sie ja ein Außerirdischer, der zu Besuch ist.!." gibt Scully belustigt von sich.
"Na klar, ein Außerirdischer mit rötlichen, kastanienfarbenen Haaren. Das ich nicht lache. Es sein denn..." Mulder mustert erst mich und dann Scully von oben bis unten. "...Sie sind auch eine Außerirdische Scully. Das würde auf alle Fälle die roten Haare erklären." Ein schelmisches Grinsen umspielt Mulders Gesicht.
"Stimmt Mulder, Sie haben es erraten. Ich habe Ihnen die ganzen Jahre was vorgemacht. Passen Sie gut auf, nicht dass ich Sie gleich mit meinem Raumschiff, welches gerade in der Tiefgarage parkt, entführe."
Die beiden schauen sich an und fangen schließlich an zu lachen. Fasziniert von dem ganzen stehe ich da und lasse meinen Blick von Scully zu Mulder und wieder zurück schweifen.
"Spaß beiseite..." höre ich Mulder reden. "...wer sind Sie denn nun wirklich? Und vor allem, wie kommen sie auf einmal in dieses Büro?"
>Da hab ich ja was angestellt. Das ist doch alles bestimmt nur ein Traum. Das kann doch gar nicht war sein. Mulder und Scully sind nur zwei erfundene Figuren. Sie existieren nicht wirklich.<
Mit einem kleinen Zwick in meinen Arm überzeuge ich mich davon, ob ich wirklich wach bin.
>AUTSCH. Na toll, jetzt tu ich mir schon selber weh.<
Während ich mir immer noch einrede, dass das ganze nur ein Traum sein muss, schauen mich Mulder und Scully weiterhin mit einem fragenden Gesichtsausdruck an.
>Was sage ich den beiden nur?
Hey mein Name ist Manuela und vor nicht einmal fünf Minuten habe ich noch gemütlich auf meiner Couch gesessen. Wie ich hier hergekommen bin weiß ich leider nicht. Eigentlich dürfte das ganze hier gar nicht wirklich passieren. Ihr seit beide bloß Figuren der beliebtesten Fernsehserie der neunziger Jahre.
Dafür würden die mich doch glatt in die nächste Psychiatrie einweisen.<
Mit dem bisschen Englisch, das ich in diesem Moment aufbringen kann sage ich schließlich: "Ähm... also mein Name ist..."
>Manuela... stimmt, so heiße ich. Reiß dich zusammen, du träumst nur und sitzt eigentlich zu Hause in deinem Wohnzimmer.<
"...Manuela, mein Name ist Manuela."
"Schön, ... wissen wir ... zwar wie ... heißen, aber was Sie ... machen haben Sie uns immer ... nicht gesagt." kann ich ein paar der Wortfetzen aufgreifen, die Mulder mir entgegen bringt.
>Kann der nicht ein bisschen den Mund beim Sprechen öffnen. Wie soll denn ein normaler Mensch dieses Genuschel verstehen.<
Wie durch einen Geistesblitz sehe ich den eigentlichen Ablauf der Folge vor meinen Augen.
Die Diabilder betrachtend sage ich schließlich: "Also der El Chupacabra steckt jedenfalls nicht hinter dem Tod der Kühe."
>Kann mir mal einer verraten, wie ich nur auf diese blöde Idee gekommen bin. Sofort aufhören dort oben mit dem Denken.< befehle ich mir selbst und gebe mir einen kleinen, sachten Schlag gegen den Kopf.
"Wo... woher wissen Sie etwas von dem El Chupacabra?" kommt es von Mulder und Scully fast zeitgleich.
>Vielleicht sollte ich jetzt lieber meinen Mund halten, bevor ich noch was falsches sage.< denke ich, doch irgendwie scheint mein Mund in diesem Augenblick schneller zu sein und schon höre ich mich sagen: "Ich weiß eine Menge über Sie beide. Mehr, als sie sich vorstellen können."
>Sag mal tickst du da oben noch ganz richtig!?! Willst du, dass man mich nachher wirklich noch in die Psychiatrie steckt. Aufhören mit dem Reden, aber sofort. So wie es aussieht hat der kleine Schlag gegen dich da oben seine Wirkung verfehlt.< Langsam scheine ich durchzudrehen.
Mit offenen Mündern werde ich von Scully und Mulder angestarrt.
>Hey, wo du schon mal hier bist, könntest du doch mal den Amor für die beiden spielen.< fängt auf einmal mein Gehirn an mit mir zu kommunizieren.
>Wieso eigentlich auch nicht. Schließlich gibt es so viele Akte X Shipper da draußen, die nur davon träumen, dass die beiden endlich zusammenkommen. Wer weiß, ob sich solch eine Möglichkeit noch mal bietet.< rede ich mir jetzt schon selbst ein, doch der Drang, meinem Gehirn diesen Wunsch zu erfüllen ist größer als mein Verstand.
"Sie werden es wahrscheinlich nicht verstehen, aber ich... ich bin nicht aus dieser Welt."
>Hey, das mit dem Englisch geht ja besser als gedacht.< stelle ich auf einmal fest.
"In der Welt, in der ich lebe gibt es sie nicht wirklich. Sie existieren nicht als Menschen. Eigentlich sind sie die Hauptfiguren in einer Fernsehserie." fahre ich mit meiner Erzählung fort.
Immer noch bestaunt von den beiden, die sich in der Zwischenzeit, durch dass Gehörte von mir, ich würde mal sagen geschockt, auf einen Stuhl gesetzt haben, rede ich weiter.
"Okay, ich versuche am besten, Ihnen dies irgendwie zu beweisen."
Nachdem ich mich gegenüber der beiden auf einen Stuhl gesetzt habe und mit meinem Kopf ein leichtes Nicken in Richtung Mulder andeute sage ich schließlich: "Ihr Name ist Fox William Mulder. Am 13. Oktober 1961 wurden sie geboren."
Bevor ich weiter spreche, überlege ich mir, ob ich wirklich jedes bedeutsame Ereignis, sprich z.B. die Entführung von Samantha, erwähnen sollte. Die Pro und Contra in meinem Kopf abwägend entscheide ich mich für die leichtere Version.
"Sie haben in Oxford Psychologie studiert und haben anschließend eine Ausbildung beim FBI begonnen. Eine Zeit lang haben sie in der Abteilung für Gewaltverbrechen gearbeitet. Unter Kollegen galten Sie als der beste Profiler, den Quantico jemals hervor gebracht hat. Schließlich haben sie die X-Akten entdeckt und seit dem gilt diesen Akten ihre ganze Aufmerksamkeit. Außerdem sind Sie rotgrünblind."
An dieser Stelle abbrechend wende ich meinen Blick Richtung Scully.
"Und ihr Name ist Dana Katherine Scully. Sie wurden am 23. Februar 1964 geboren. Bevor Sie 1990 zum FBI gekommen sind haben Sie Medizin studiert. Eine Arbeit, die von Ihnen stammt trägt den Namen "Einstein’s Twin Paradox: A New Interpretation". Unter anderem haben Sie auch schon mehrmals an der FBI-Akademie in Quantico als Dozentin Gerichtsmedizin gelehrt."
"STOPP!" werde ich von Mulder unterbrochen. "Am besten Sie sagen uns jetzt sofort, wer vom Konsortium sie geschickt hat."
War seine Stimme vorhin noch etwas erstaunt und trotzdem dabei noch freundlich, so habe ich in diesem Augenblick das Gefühl, dass die Aggressivität, die ich nun vernehme, sich mit jeder Sekunde, die verstreicht, noch weiter steigt.
"Ich wurde von niemandem geschickt. Und ich gehöre auch keinem Konsortium an." versuche ich mich aus der schlechten Lage, in der ich mich gerade befinde, zu befreien, in dem mein Tonfall jetzt auch etwas lauter wird.
"Aber das sieht Ihnen ganz ähnlich Agent Mulder. Immer in jedem einen Feind sehen, nur niemandem vertrauen. Abgesehen von Scully," erzähle ich nach einer kurzen Denkpause wieder ruhig weiter.
"Hören Sie, ich kann Ihnen beiden nicht sagen, wie ich in dieses Büro gekommen bin! Nicht einmal ich selber kann Ihnen erklären, wie es möglich ist, das ich hier vor Ihnen stehe.
Selbst wenn ich Ihnen meinen vollen Namen nennen würde, könnten Sie ihn nicht in Ihrem schlauen PC finden, da ich in dieser Welt überhaupt nicht existiere.
In meiner Welt, bin ich eine ganz normal arbeitende Angestellte, die jeden Morgen um kurz nach halb sechs das Haus verlässt, um pünktlich auf Arbeit zu sein."
"Sie behaupten also, wir existieren in Wirklichkeit gar nicht!?! Doch mit dem, was Sie bisher von uns beiden erzählt haben, bin ich nicht davon überzeugt, dass Sie die Wahrheit sagen. Das alles hätten Sie nämlich genauso gut, entweder in unseren Personalakten, wie auch immer Sie daran gekommen sein mögen, oder aber auch durch ein paar andere Unterlagen heraus bekommen können. Sie müssen mir schon etwas mehr bieten, als das." klinkt sich Scully auf einmal ein.
>Typisch Scully, die Skeptikerin, die nur glaubt was sich durch die Wissenschaft beweisen lässt.<
"Na schön." fange ich an.
>Dann wollen wir mal.< sage ich in Gedanken, um die letzte Ungewissheit von alle dem zu vertreiben.
"Es gibt Sachen, die im Zusammenhang mit diesen Akten stehen, die außer Ihnen eigentlich niemand wissen dürfte. Unausgesprochene Gefühle, die keinen Platz in den Akten haben."
Alle möglichen Momente, in denen die beiden sich näher gekommen sind flitzen auf einmal an meinem inneren Auge vorbei. Donnie Pfaster, Leonard Betts, John Lee Roches sind nur ein paar der Augenblicke. Selbst wenn das, was ich Scully und Mulder jetzt erzählen werde ängstigen oder gar schocken sollte, kann ich nicht anders. Nur so habe ich die Chance, meine Behauptungen zu untermauern.
"Als Sie damals von Donnie Pfaster entführt worden sind und man Sie schließlich befreit hat, haben Sie wieder einmal versucht, Mulder gegenüber, Ihre Verletzlichkeit nicht zu offenbaren.
Sie beide haben um ihre Gefühle eine Mauer gebaut, damit niemand im Stande ist zu sehen, wie es in Ihrem Inneren wirklich aussieht. Sie haben Angst davor, dem anderen zu zeigen, wie verletzlich Sie in manchen Situationen sind.
Doch Sie beide haben auch die unglaubliche Fähigkeit dem anderen diese Verletzlichkeit anzusehen. Sobald sie einander in die Augen schauen, können Sie sehen, wie es in dessen Inneren aussieht.
Es ist jedes Mal aufs neue faszinierend, diese Momente mit erleben zu können."
In meiner Erzählung kurz innehaltend betrachte ich die Reaktion von Mulder und Scully. In ihren Gesichtern kann ich Erstaunen, aber auch eine Art von Angst sehen. Erstaunen über Einzelheiten, die nicht einmal sie selber im Grunde genommen bisher wahrhaben wollten. Und Angst über die Erkenntnis, dass ich wirklich mehr über sie weiß, als sie anfangs angenommen hatten.
"Sie brauchen einander mehr, als Sie die Luft zum Atmen brauchen. Nur miteinander sind Sie stark genug, um den Kampf gegen das Konsortium aufzunehmen." führe ich meine Erzählung fort.
"Es gab Zeiten in Ihrer beider Leben, die niemand gerne erleben würde. Doch egal, wie schwer diese Zeiten auch gewesen sein mochten, solange Sie einander hatten, haben Sie auch das durchgestanden.
Selbst, als die X-Akten geschlossen waren haben Sie sich einander halt gegeben. Habt gewusst, dass der andere immer da sein wird, wenn man ihn braucht. Und gerade diese Zeit der 'Trennung' hat Sie beide nur noch gestärkt."
Plötzlich erscheint in meinen Gedanken ein Krankenhausflur. Immer wieder laufen die Bilder aus ''Memento Mori'' vor meinen Augen ab. Wie Scully das Zimmer von Penny Northern verlässt. Und Mulder, mit der Erkenntnis, die er in der Zwischenzeit gemacht hat, im Flur auf sie wartend.
"Mulder, ich kann mir nichts vormachen. Es gibt Menschen, die mit Krebs leben, wissen Sie. Sie machen weiter. Und das werde ich auch tun. Ich muss noch ein paar Dinge beenden, verstehen Sie? Ich muss mir noch ein paar Dinge beweisen- auch meiner Familie. Aber aus ganz persönlichen Gründen." Mit einem Lächeln auf den Lippen sagt Mulder: "Willkommen zurück."
An diese Szene denkend bahnt sich eine einzelne Träne an meiner Wange den Weg nach unten.
"Als man Sie vor ca. einem Jahr gegen Ihren Krebs behandelt hat, war es nicht nur der Krebs, den Sie in diesem Moment verflucht haben, sondern auch die Erkenntnis, dass Sie Mulder bei der Suche nach der Wahrheit nicht helfen konnten."
Waren die Augen der beiden die gesamte Zeit über schon weit aufgerissen, so denke ich jetzt, dass sie ihnen jeden Augenblick aus den Höhlen fallen.
So schwer mir der innere Kampf auch fällt, die Gedanken, die Scully zum damaligen Zeitpunkt durch den Kopf gegangen sind auszusprechen, um so sicherer bin ich mir, dadurch meine Glaubwürdigkeit zu gewährleisten.
Mit leiser und tränenerstickter Stimme erzähle ich weiter: "Der wiedergewonnene Glaube an Gott hat Ihnen in dieser schweren Zeit geholfen die Schmerzen und die Ungewissheit im Hinblick auf die Zukunft zu überstehen.
Doch nicht nur alleine der Glaube an Gott hatte Sie kämpferisch nach vorne blicken lassen. Auch die Gewissheit, dass es jemanden gab, mit dem sie den Kampf gegen den Krebs gemeinsam ausfechten würden half Ihnen dabei, nicht aufzugeben."
Während der letzten Worte von mir deute ich ein leichtes Nicken in Mulders Richtung an.
Mulder wendet daraufhin Scully sein Gesicht zu und betrachtet sie eingehend. In ihren Augen sehe ich, wie sich das Licht der Lampe in den Tränen, die sich inzwischen einen Weg an die Oberfläche gebahnt haben, wiederspiegelt.
Es ist faszinierend und unglaublich zu gleich für mich mit anzusehen, wie sie nur durch den Blick in die Augen des anderen anfangen miteinander zukommunizieren.
Obwohl es mir unmöglich ist, die stumme Kommunikation der beiden zu verstehen, so kann ich mir doch denken, was ihre Augen sich einander in diesem Moment sagen.
Gerade als Mulder seinen Mund öffnen will, um etwas zu Scully zu sagen fängt das Licht an der Decke kurz an zu flackern, ehe es sich in einen gleißend hellen Lichtstrahl umwandelt.
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Mit einem lauten Knall, den ich selber verursache, komme ich auf dem Boden meines Wohnzimmer zu mir. Ausgestreckt liege ich vor dem Fernseher und reibe mir mit der einen Hand über mein Knie, welches ich mir bei dem Sturz leicht verletzt habe.
Irritiert und nicht wissend, wo genau ich mich eigentlich befinde lasse ich meinen Blick erst einmal durch das Zimmer wandern.
Nach ein paar Sekunden, in denen mein Gehirn das eben Erlebte halbwegs geordnet hat, erhebe ich mich langsam vom Boden.
Als ich schließlich eine Stimme wahrnehme, drehe ich meinen Kopf nach rechts und mein Blick bleibt auf dem Bildschirm meines Fernsehers haften.
Noch immer einen Schleier vor meinen Augen habend erkenne ich Mulder und wie er auf dem Boden liegt.
>Genauso bescheuert muss ich eben auch ausgesehen haben.< stelle ich mit verdrehten Augen für mich selber fest.
"...halt die Klappe, so redet man nicht über Shaft." kommt es aus den Lautsprecherboxen meines Fernsehers.
>Hoffentlich habe ich eben nicht auch so was beklopptes von mir gegeben.< rede ich mit mir selber und bin froh darüber, das mich niemand sehen kann. Mit dem Gesichtsausdruck, den ich im Moment habe, würde jeder normale Mensch denken, ich bin eben der nächsten Klapse entkommen.
Nachdem ich mich wieder auf meine Couch setze und mein Blick weiterhin auf dem Bildschirm haften bleibt, gehe ich mir mit meinen Händen durch die Haare.
Völlig verwirrt lehne ich mich zurück und versuche das alles, was mir noch vor kurzem widerfahren ist, zu verarbeiten.
Als ich mich schließlich wieder dem Geschehen auf dem Fernseher widme, habe ich das Gefühl, nun endgültig verrückt zu werden.
>Mulder lag doch eben noch auf dem Boden in diesem Hotel?< fass ich mir fragend an den Kopf. Doch die Bilder, die eben noch über den Fernseher flimmerten sind verschwunden, anstatt sehe ich die Szene, die vor geraumer Zeit lief, als ich das Wohnzimmer mit dem Glas in der Hand betreten hatte. Das einzige, was anders ist, ist, dass die Szene während meiner "Abwesenheit" weitergelaufen ist.
Als ich jedoch die beiden genauer betrachte, glaube ich meinen Augen kaum. Auf dem Bildschirm sehe ich auf einmal genau die gleiche Szene, die ich gesehen habe, als ich im Büro der beiden gestanden habe. Nur diesmal kann ich erkennen, wie der Ablauf der Einstellung weiter geht.
Mulder, inzwischen die eine Hand von Scully in der seinen und mit der anderen Hand eine Träne von ihrer Wange wischend beugt sich langsam nach vorne. Die Sekunden, ehe sich die Lippen der beiden berühren werden für mich zu Minuten und diese wiederum zu Stunden.
Gerade, als es zwischen den beiden zum entscheidenden Moment ihrer Beziehung kommt, verschwinden die Gesichter von Scully und Mulder vom Bildschirm und statt dessen schaue ich nun auf eine schwarze Bildröhre.
Mir mit den Händen kurz über die Augen fahrend, blicke ich erneut auf meinen Fernseher. Und was ich nun erblicke erstaunt mich noch mehr als dass, was mir am heutigen Tage bis dato widerfahren ist.
In der Mitte der schwarzen Bildröhre lese ich auf einmal in weißer Schrift die Worte - Thank You -
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Durch eine Hand, die mich leicht an meiner Schulter berührt, öffne ich irritiert die Augen und schaue in das Gesicht meiner Mutter.
"Komm schon, wir müssen jetzt aussteigen. Es sei denn, du willst weiter fahren!?!" fügt sie anschließend grinsend hinzu.
Noch etwas verschlafen erhebe ich mich vom Sitz und sammle dabei so langsam meine Gedanken.
"Was hast du eigentlich schönes geträumt?" werde ich von meiner Mutter erneut in die Realität zurück geholt.
"Was?" verlasse ich fragend die S-Bahn.
"Na du hast so verträumt ausgesehen, während du eingenickt warst. So wie es aussah muss es sich dabei um was wirklich schönes gehandelt haben." beantwortet meine Mutter mir die Frage.
An meinen Traum denkend lache ich sie verschmitzt an und sage schließlich: "Tja, wenn du wüsstest."
Mit diesen Worten machen wir uns auf den Weg ins Kino.
Immer noch die Bilder aus meinem Traum vor mir sage ich in Gedanken zu mir >Es wäre auch zu schön gewesen um wahr zu sein!<
F i n e
Und wieder einmal habt ihr eine meiner FF’s überlebt *gg*. Ich gebe zu, sie ist nicht die Wucht, und ich habe mir auch ein anderes Ende vorgestellt, aber im Laufe des Schreibvorganges habe ich mich einfach verrannt, was mir leider nun schon des öfteren vorgekommen ist. Da ich aber die FF trotzdem irgendwie zu einem Abschluss bringen wollte, müsst ihr mit dem Leben, was ich hier fabriziert habe.
Und außerdem habe ich euch hier fast mein gesamtes Privatleben offenbart.
;-)Daher würde ich mich riesig über ein bisschen Feedback von dem ein oder anderen freuen.
Ihr werdet nie wieder so viel über mich erfahren, wie in dieser FF. J J J