Titel: Akte X "Verlorene Zeiten" Teil 2
Autor: Andreas Krämer
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Kategorie: X-File
Rating: Ab 15 Jahren
Disclaimer: Ich habe mir Mulder, Scully, Mister X, Skinner und weitere bekannte Charaktere aus Akte X nur ausgeliehen und möchte mich dabei höflichst bei 20th Century Fox entschuldigen, ebenso liegt es mir fern auch nur einen Cent mit der Geschichte zu verdienen.
Short-Cut: Die spannende Fortsetzung des ersten Teils... Zwei Monate sind vergangen, die Forschungseinrichtung ist zerstört, Sitec ist übernommen worden und der Fall des Phoenix-Projekts scheint gelöst worden zu sein, nichts dergleichen, Sitec existiert noch, der Japaner plant mit Hilfe der Russen ein neues Experiment und alles scheint auf eine internationale Verschwörung hinzudeuten...
"Verlorene Zeiten Teil 2"
1.Kapitel
Russisches Bergungsschiff "Petrowgrad", Position:220meilen südwestlich der Bermudas.
17.Okt.1996, 3:45Uhr.
Die Petrowgrad, ein modernes Bergungsschiff, kreiste seit mehreren Stunden über eine Stelle des Ozeans und tastete den Grund mit Sonar ab.
Alexji Kutansik, Sonartechniker des Schiffes, saß an seinem Sonargerät und entdeckte schließlich Konturen eines Schiffes auf dem Schallmessgerät.
"Hier Kutansik, Position des Wracks 300m Tiefe bei 27Grad Südwest", sagte dieser.
"Verstanden...wir werden das Tauchboot zu Wasser lassen", erwiderte Captain Grujanew.
Das ferngesteuerte Tauchboot Tugunska II wurde zu Wasser gelassen und zu der Position des Wracks dirigiert. Später wurde es mit seiner Ladung gehoben und an einen unbekannten Ort transportiert.
Professor Renos Wohnhaus/San Francisco, 25.Okt.1996, 9:47Uhr.
Das Wohnhaus des Professors lag auf einen Hügel in der Nähe der Golden Gate Brücke, für einen Mann von seinem Gehalt schien das Haus recht klein.
Professor Reno hatte für die japanische Sitec-Group Forschungsarbeiten übernommen. Von dem versprochenen hohen Gehalt sah er keinen Pfennig. Außer einer kleinen Aufwandsentschädigung erhielt er nichts.
Das Haus machte einen leicht zerfallenen Eindruck, die Eichenplanken waren teilweise zerbrochen und die Dachpfannen waren zersprungen. Doch die Tür war noch intakt und das Haus war noch bewohnt. Und der Hausbesitzer machte sich gerade auf um Einkäufe zu erledigen. Er verließ das Haus, verschloss die Tür hinter sich und machte sich auf den Weg zu seinem Auto, einem alten Ford Escort. Es stand auf der anderen Straßenseite, doch kaum hatte er die Hälfte der Strasse überquert, schoss plötzlich ein schwarzer Wagen auf ihn zu und bremste kurz vor ihm.
Professor Reno erschrak und wich zurück. Drei Männer in schwarzen Anzügen kamen auf ihn zu, einer davon, ein großer schlanker Mann, packte ihn fest an den Arm.
"Sind Sie Professor Reno??!!", fragte er unfreundlich.
"Ähm...ja", stotterte Professor Reno.
"Ok, Sie kommen mit!", befahl der Mann und steckte ihn in das Auto, danach startete der Wagen und verschwand mit hoher Geschwindigkeit.
Mulders Wohnung/Washington D.C, 5.Dez.1996, 8:45Uhr.
Mulder wollte gerade zur FBI-Zentrale fahren, als er plötzlich im Postfach ein UPS-Päckchen entdeckte, es war unadressiert.
Da Mulder keine Zeit hatte, nahm er es mit zur FBI-Zentrale um es Scully zu zeigen.
FBI-Zentrale/Washington D.C, 5.Dez.1996, 9:25Uhr.
In dem weißen Päckchen befand sich eine Videokassette, Mulder legte diese in den Videorecorder und in diesem Moment betrat Scully Mulders kleines Büro.
Er saß vor dem Fernseher und sah sich die Aufzeichnung an.
"Mulder? Was haben Sie denn da?", fragte Scully, als sie die leicht unscharfe Aufnahme sah.
"Ist wohl eine Aufzeichnung von einer Bergung. Ich habe das Band zehnmal zurückgefahren, aber bis jetzt konnte ich nichts entdecken", erklärte Mulder und spulte das Band langsam zurück.
"Halt!! Da Mulder, sehen Sie!", rief Scully aus und wies mit ihrer Hand auf eine leicht verschwommenes, kaum erkennbares Detail.
"Ja, jetzt sehe ich es auch...ja, dort ich erkenne einen Teil eines Schiffwracks und den Namen kann ich auch erkennen...Rising St…"
Auf der Aufnahme konnte man nur schemenhaft den Namen des Schiffes erkennen.
"Vielleicht Rising Star?? Ist die nicht vor zwei Monate mit der Archimedes untergegangen?", fragte Scully verwirrt
"Ja, komisch..., aber sehen Sie sich mal dieses Detail an. Es ist eine kurze Aufnahme von dem Laderaum. Allerdings ist sie sehr schlecht. Wir müssten zum Filmlabor gehen und die Aufnahme vergrößern lassen", schlug Mulder vor.
Scully nickte und begab sich mit Mulder ins Filmlabor, dort wurden Filme auf ihre Herkunft, Qualität und auch zur Beweissicherung hin untersucht.
Ein Spezialist nahm das Band und legte es in einen speziellen Videorecorder, der an einem Hochleistungsrechner angeschlossen war. Er spulte das Band an die Stelle zurück, die Mulder sehen wollte und vergrößerte diese.
"Hmm, wenn Sie mich fragen, hat das Schiff nur Stahlrohre geladen. So sieht mir dieser merkwürdige Kreis jedenfalls aus", sagte Ian McPherson der Spezialist.
"Nein...könnten Sie es noch mehr vergrößern?", fragte Scully.
"Ok", sagte der Spezialist und vergrößerte die Aufnahme auf das Maximum, jetzt konnte man erkennen, dass der merkwürdige Kreis kein Stahlrohr sondern eine Steinscheibe war.
"Eine Steinscheibe...merkwürdig", grübelte McPherson und druckte die Aufnahme aus.
"Danke!" Mulder nickte dem Agenten zu und nahm den Ausdruck, die Aufnahme und die Kassette mit.
Tiang Yantek Restaurant/Washington D.C , 5.Dez.1996, 10:45Uhr.
Das Restaurant lag in einer belebten Seitenstrasse im Nordwesten der Stadt gegenüber von einem Warenhaus.
Die Sitzecken, jeweils für 4 Personen vorgesehen, waren in einem matten Rot Ton gehalten und an der Decke hingen chinesische Glücksdrachen. Das ganze Restaurant wurde nach dem Feng Chui Gesetz gebaut. Es hieß, wenn man dieses alte chinesische Gesetz befolgte, würde der Besitzer Glück und Geld erhalten. Mulder und Scully waren seit ungefähr einer Stunde in dem chinesischen Restaurant, saßen an einen Fensterplatz und unterhielten sich. Draußen schneite es stark.
Mulder versuchte gerade mit Essstäbchen Glasnudeln aufzunehmen. Es gelang ihm aber nicht, die Nudeln fielen wieder in den Teller.
"Also bald reicht’s, ich versuche seit 10 Minuten diese verdammten Nudeln zu essen", fluchte Mulder.
Scully grinste leise und aß mit ihren Fingern ein Stück von dem Hühnchen.
"Ruhig Blut, Mulder...das schaffen Sie schon irgendwann…, aber nun zurück zum Thema", kommentierte Scully die vergeblichen Versuche ihres Partners lächelnd.
Mulder nickte und legte die Essstäbchen weg.
"Wenn es wirklich so sein sollte, dass eine zweite Inkascheibe gefunden wurde, dann müssen wir verhindern, dass sie erneut eingesetzt wird…Die Frage ist nur: Woher kommt die zweite Inkascheibe?", fragte Mulder.
"Aus der Vergangenheit schätze ich mal, die Rising Star wurde möglicherweise in die Vergangenheit geschickt, mit dem Auftrag diese zweite Scheibe zu finden", erwiderte Scully.
"Aber in den Unterlagen steht nichts davon, nur dass die Rising Star kein Frachter, sondern ein Tanker war und ein Tanker ist gewöhnlich dafür vorgesehen Rohöl zu transportieren und keine Steinscheiben", sagte Mulder.
"Was ist, wenn das Schiff extra modifiziert wurde?", fragte Scully.
"Keine schlechte Idee...ich habe den Tanker ja kurz gesehen und es sah mir wirklich so aus, als wären die Aufbauten nur als Tarnung aufgebaut worden, genauer kann ich das Schiff nicht beschreiben, leider", erwiderte er.
Plötzlich wurde ihre Unterhaltung durch das Klingeln von Mulders Handy unterbrochen, dieser holte es aus seiner Jackentasche und aktivierte den Empfangsknopf.
"Mulder", meldete er sich.
"Mr. Mulder? Ich muss mich mit Ihnen noch heute treffen. Sagen wir so um 11:30Uhr am Watergate - Bürokomplex", sagte der Anrufer und legte auf.
"Hey!", schrie Mulder in das Handy.
"Was ist?", fragte Scully verwirrt.
"Merkwürdig, ich soll mich mit jemanden am Watergate - Bürokomplex treffen, so um 11:30Uhr. Mehr hat er nicht gesagt und er hatte einen russischen Akzent", erwiderte er.
"Ein Russe? Ich meine, Sie sollten sich mit ihm treffen, während ich mich mit der Werft in Verbindung setze, die das Schiff gebaut hat", sagte Scully.
"Ok Scully, wir treffen uns dann wieder", erwiderte Mulder und verließ das Restaurant, vom Fenster aus konnte Scully sehen, wie sich Mulder durch das Schneegestöber zu seinem Auto begab, das Auto startete und den Parkplatz verließ.
2.Kapitel
Watergate Hotel- und Bürokomplex/Washington D.C, 5.Dez.1996, 11:28Uhr.
Das Watergate Hotel hat eine gewisse Berühmtheit erlangt, als der so genannte Watergate Skandal aufflog, bei dem Regierungsleute in Wahlbüros eingedrungen waren und wichtige Dokumente entwendet hatten.
Mulder parkte seinen Wagen vor dem Eingang der Tiefgarage und wartete. Im Auto war es kalt, er hauchte in seine Hände, schaltete die Heizung ein und begann Sonnenblumenkerne zu essen.
Die Fensterscheiben des Wagens waren vereist und draußen herrschte eine Temperatur von -17 Grad. Das Schneien hatte noch nicht aufgehört.
Plötzlich klopfte jemand an der rechten Scheibe und bat, die Tür zu öffnen.
"Entschuldigen Sie die Verspätung, darf ich mich in ihr Auto setzen? Da draußen ist es so unangenehm kalt", sagte eine tiefe Stimme.
Mulder musterte erst den Mann, ließ ihn aber rein. Es war ein älterer mit einer Wolljacke bekleideter Mann, seine Gesichtszüge wiesen daraufhin, dass er Russe war.
Der Mann verschloss die Autotür und wärmte sich erstmal auf.
"Wer sind Sie? Wollen Sie ein paar Sonnenblumenkerne?", fragte Mulder skeptisch, aber mit einem ironischen Unterton.
"Ich bin Benedikt Yutakin und komme von der Isakin Bergungsgesellschaft in Kopenhagen", erwiderte er zögernd und schüttelte den Kopf als Mulder ihm die Tüte anbot.
"Von einer Bergungsgesellschaft? Für Schiffe?", fragte Mulder erneut.
"Ja, ich arbeite seit 20 Jahren bei der Gesellschaft, sie ist auf das Bergen von Tankern und gesunkenen Ölbohrinseln spezialisiert. Vor fünf Tagen barg die Petrowgrad einen japanischen Tanker circa 220 Meilen südwestlich der Bermuda-Inseln. Ich bin normalerweise dafür zuständig den Kurs in einem Logbuch für spätere Nachforschungen festzuhalten, doch man verwehrte mir den Zugang zu den Kurskarten der Petrowgrad. Man hat mir aber aus vertraulicher Hand mitgeteilt, dass der Tanker Rising Star eine Steinscheibe als Ladung hatte und zu einem amerikanischen Hafen geschleppt wurde", erwiderte Mr. Yutakin.
"Ja, ich habe eine Videoaufzeichnung von der Bergung gesehen, in der Tat, es ist eine zweite Steinscheibe. Sie muss zerstört werden genauso wie die Erste. Sie darf nicht in fremde Hände gelangen", erklärte Mulder.
"Da gebe ich ihnen Recht, ich kenne das Geheimnis ebenfalls und will ihnen helfen die Scheibe zu finden und zu vernichten. Den einzigen handfesten Beweis, den ich ihnen geben kann, ist diese Aufnahme von einer unserer Satelliten. Die Aufnahme zeigt den Ausschnitt der Bermuda-Inseln und Kubas. Wenn Sie genau hinschauen, können Sie Fahrtwasser erkennen, leider weiß ich nicht ob es die Petrowgrad ist, aber ich denke, mit ihren Verbindungen werden Sie herausfinden wohin der Tanker geschleppt wurde", sagte Mr. Yutakin und übergab Mulder sowohl die Satellitenaufnahme, als auch eine Fotografie der Petrowgrad, dem Bergungsschiff, das die Rising Star an einen unbekannten Ort gebracht hatte.
"Ach und die Bergungsgesellschaft hat seit den letzten Monat einen neuen Besitzer, ein Japaner", warf Mr. Yutakin ein.
"Yutano Takamoto", sagte Mulder ohne zu zögern.
"Genau, am 20.Oktober kam er in das Büro unserer Gesellschaft und versprach uns einen Großauftrag, aber nur, wenn er die Geschäftsleitung übernehmen dürfte", erwiderte Mr. Yutakin nachdenklich.
"Er hat die Leitung übernommen, so wie ich aus ihren Gesichtsausdruck ersehe", sagte Mulder.
Der Russe nickte.
"Außerdem hatte er zwei Geldkoffer dabei, mit dem Geld aus den Notverkauf seines Anteils an der Sitec-Gesellschaft unterstützt er die Gesellschaft, es sind, wenn ich mich nicht irre, über 60 Millionen Dollar", erklärte er.
"Wozu braucht er soviel Geld?", fragte Mulder.
"Seitdem dieser fette unsympathische Japaner die Leitung übernommen hat, ist die Stimmung schlecht und mit dem Geld will er eine Forschungseinrichtung einrichten. Wo weiß ich nicht, aber wie ich erfahren habe, soll diese Einrichtung irgendwo in Alaska gebaut werden", sagte der Russe.
"In Alaska?", fragte Mulder überrascht.
"Ja...mit unserem zweiten Bergungsschiff, der Ocean Star, verließ er am 23.Oktober Kopenhagen mit Kurs auf Alaska. Das Schiff war mit Baumaterialen voll gestopft, kurz vor dem Auslaufen konnte ich mithören, wie der Japaner bedauerte, dass das Geld nicht ausreichen würde um eine komplette Forschungseinrichtung zu bauen. Ich schätze mal, er sucht nach weiteren Investoren, die ihn finanziell unterstützen. Aber entschuldigen Sie mich bitte jetzt, ich muss weg", sagte Mr. Yutakin.
"Wieso brauchten Sie so lange um diese Informationen und mich zu finden?", fragte Mulder.
"Bei meinen Nachforschungen wurde ich mehrmals behindert, deshalb diese Verzögerung", erwiderte er.
"Hey...wo kann ich Sie finden?!", fragte Mulder erneut.
"Ich finde Sie und die Steinscheibe muss zerstört werden", sagte Benedikt Yutakin beschwörerisch, verließ den Wagen und verschwand im Schneegestöber.
Mulder konnte nicht mehr sehen, wohin er verschwand.
Er nahm das Handy und telefonierte mit John Rockwell, einem Hacker, den die beiden FBI-Agenten vor zwei Monaten kennen gelernt hatten.
Auf der anderen Seite meldete sich Darleen Rockwell, Johns Mutter.
"Mrs Rockwell, kann ich ihren Sohn sprechen?", fragte der Agent.
"Ähm...der ist im Moment nicht da"; erwiderte Darleen höflich mit ihrer sanften Stimme.
"Wo ist er?", fragte Mulder.
"Ich schätze mal er ist mit seiner Freundin Diane unterwegs", erwiderte Darleen.
"Wo könnte ich ihn am besten erreichen?", fragte Mulder erneut.
"Im Apollo Billiardcafe in der Westside Road hier in Redmont ", erwiderte Darleen.
"Danke!", sagte Mulder.
"Keine Ursache", sagte Darleen und legte auf.
Mulder steckte das Handy weg, ging zum Auto und fuhr los, aber bei dem starken Schneefall und Eisregen würde es einige Stunden dauern bis er Redmont erreichen würde, und außerdem wurde vor kurzem gemeldet, dass Glatteis auf den Strassen war.
Irgendwo in Alaska, 5.Dez.1996, 12:45Uhr.
Professor Reno arbeitete nun schon seit einem Monat in der streng abgeschirmten Forschungseinrichtung. Seine Aufgabe war es das Geheimnis der zweiten Steinscheibe zu lüften. Diese war doppelt so groß wie die erste Steinscheibe und hatte einen Durchmesser von 40m und eine Breite von 20. In der Mitte befand sich eine blaue Jadescheibe, die ebenfalls mit einem unbekannten Metall umzogen war.
Der Professor saß an seinem Computerterminal, das hinter einer dicken Glasscheibe lag. Hinter der Glasscheibe stand auf einer Plattform die Steinscheibe, die mit einer fahrbaren Klammer umgeben und mit Sensoren bestückt war. Die Sensoren tasteten die Ränder der Scheibe ab, die beschriftet waren.
Er gab gerade Steuerbefehle in die Tastatur ein, worauf sich die Sensoren in Bewegung setzten und anfingen die Schrift zu scannen und mit denen in der Datenbank zu vergleichen.
Die Datenbank hatte die Daten der ersten Steinscheibe gespeichert, die jetzige Steinscheibe konnte der Professor auf 3.000Jahre datieren. Also war sie rund tausend Jahre jünger als die Erste.
Auf den Computerbildschirm erschienen die Schriftzeichen in einem Kasten und verglichen diese mit den gespeicherten Schriftzeichen, bis jetzt gab es immer Übereinstimmungen. An der unteren Seite der Scheibe befand sich eine kleine Steinplatte mit weiterer Inschrift, aber der Computer konnte diese Schriftzeichen nicht identifizieren.
Während Professor Reno aufmerksam auf den Monitor blickte, öffnete sich plötzlich die silberne Aluminiumtür und ein Mann mit schweren Schritten trat ein, es war der Japaner, der sich auf einen Stuhl neben den Professor setzte und sich eine Pfeife ansteckte.
"Sie arbeiten bereits seit einem Monat daran den Schlüssel zu finden, ich vermute mal diese Scheibe arbeitet genauso wie die Erste", sagte Yutano Takamoto und zog an seiner Pfeife.
Reno drehte sich dem Japaner zu und antwortete ihm schließlich.
"Diese Scheibe ist tausend Jahre jünger und wahrscheinlich arbeitet sie anders als die Erste. In der Datenbank fand der Computer keine Übereinstimmung, um die Inschrift auf der kleinen Steinplatte zu identifizieren", erwiderte er.
Im Gesicht des Japaners machte sich Missmut breit.
"Ich kann für Sie hoffen, dass Sie bald den Schlüssel finden...", sagte der Japaner drohend.
"Ich habe gehört, dass Sie Probleme bei der Finanzierung und Beschaffung von spaltbaren Atommaterial haben...und ohne dieses Material läuft der Fusionsreaktor nicht", murmelte Professor Reno fragend.
"Darüber haben Sie sich keine Sorgen zu machen. Jonathan Litchfield arbeitet jetzt für uns, er wird morgen eintreffen. Meine Investoren werden aber weiterhin Kapital zur Verfügung stellen, weil Sie von meinen Plan überzeugt sind", erwiderte der dicke Japaner.
"Diese ganze Einrichtung hier hat einen Wert von über drei Milliarden Dollar. Ich wüsste gerne, wer ihre Investoren sind...", sagte Professor Reno skeptisch.
Der Japaner stand auf, klopfte die Pfeife aus und gab dem Professor eine kurze und knappe Antwort.
"Meine Investoren sind ehemalige russische Funktionäre des KGB, die gute Verbindungen zur russischen Diamant- und Goldindustrie haben. Die Gelder fließen über Konten meiner ehemaligen Firma, die jetzt Townsend Construction & Air Service Group. heißt", erklärte der Japaner und verschloss die Tür hinter sich.
Professor Reno wendete sich wieder seiner Arbeit zu und dachte über das nach, was man ihm soeben gesagt hatte.
Apollo Billiardcafe/Redmont bei Washington D.C, 5.Dez.1996, 14:20Uhr.
Das Apollo-Billiardcafe befand sich gegenüber eines Einkaufszentrums und hatte eine ovale Bauform, ähnlich einem Ufo.
Oberhalb der gläsernen Eingangstür flackerte in blau-roter Schrift der Name des Cafes, neben dieser befand sich ein circa zwei Meter großes Modell der Apollo 11 Weltraumkapsel, mit der Louis Armstrong und Buzz Aldrin die erste bemannte Mondlandung der Geschichte gemacht hatten.
Mulder parkte seinen Wagen auf dem großen Parkplatz, zurzeit herrschte wenig Betrieb, es standen nur 5 Autos und ein Motorroller auf dem Parkplatz.
Er stieg aus und machte sich auf den Weg zum Eingang, doch nur mit Mühe konnte er die Tür erreichen, denn der Boden war vereist und Mulder wäre beinahe gestürzt, hätte er sich nicht rechtzeitig abgestützt, doch nach ungefähr fünf Minuten erreichte er endlich den Eingang und öffnete diesen.
Das Cafe war modern eingerichtet, die Wände wiesen Poster und Aufnahmen von der Mondlandung auf. An der Decke hing ein zwei Meter großes Modell der Saturn V Rakete und in einem leicht beleuchteten Glaskasten hing ein Weltraumanzug, unter diesem stand auf einer Metallplatte wie der Raumanzug funktionierte und dessen Ausmaße.
Nicht weit entfernt vom Eingang lag die große geschwungene Bar, gegenüber von dieser befanden sich die runden Sitzgruppen, wo jeweils vier Leute sitzen konnten.
Im hinteren Bereich standen die Billardtische, insgesamt drei.
Mulder schaute sich um, in einer Sitzecke gegenüber von einem Billardtisch, im hinteren Bereich, saßen sich zwei Jugendliche gegenüber, John und Diane.
Beide flirteten und lächelten sich an, John erkannte man an seiner Baseballjacke.
Diane, seine Freundin, trug eine blau-gelbe Jacke, hatte schwarze Haare und ein kleines süßes Gesicht. Wenn sie lächelte konnte man Grübchen erkennen.
Die beiden aßen Pommes Frites und tranken Cola.
Jedes Mal wenn John hoch schaute, funkelten Dianes Augen, John schaute ihr ebenfalls in die braunen Augen, die beiden lächelten und grinsten sich an.
John ergriff diesen Moment, umschloss seine Hand um Dianes linke, beugte sich über den Tisch und gab ihr einen Kuss.
Obwohl Mulder diesen romantischen Moment nicht unterbrechen wollte, ging er dorthin und klopfte auf Johns Schulter.
Er erschrak und drehte sich um.
"Hey! Sind Sie bescheuert? Ach, Sie sind’s, Mulder", sagte John leicht sauer.
"Entschuldige wenn ich dich störe, aber ich brauche deine Hilfe, darf ich mich hinsetzen?", fragte Mulder.
"Wenn Diane nichts dagegen hat", sagte John freundlich und lächelte sie an.
"Ähm...eigentlich nicht", sagte Diane freundlich.
Mulder setzte sich neben John und unterhielt sich mit ihm.
"Also was ist Mulder?", fragte John.
Der Agent holte die Satellitenaufnahme hervor und zeigte diese John.
"Hmm.....das dort, dieser kleine Punkt, könnte ein Schiff sein", sagte John.
"Ich weiß, könntest du mir vielleicht sagen welchen Kurs das Schiff genommen hat, es soll einen amerikanischen Hafen angelaufen haben?", fragte Mulder.
"Klar...zuhause habe ich ein Programm mit dessen Hilfe ich den Kurs bestimmen könnte", erwiderte John.
Während des ganzen Gesprächs wurde John durch die romantischen Blicke von Diane abgelenkt, die sich wohl gelangweilt fühlte und wieder mit ihrem Freund allein sein wollte.
John drehte sich zu ihr um.
"Diane, du kannst ja mit nachhause kommen, wenn du willst", schlug John vor.
"Ähm.. danke für das Angebot, aber du kannst mich ja anrufen, wenn du wieder Zeit hast, dann komme ich und hole dich ab", sagte Diane, gab ihrem Freund einen Abschiedskuss und verschwand aus dem Cafe.
John schaute nachdenklich hinterher.
"Nettes Mädchen, deine Freundin!", kommentierte Mulder.
"Danke, ich habe Diane Anderson zufällig in der Schulbücherei kennen gelernt und dann hat es plötzlich zwischen uns gefunkt, wir passen zusammen, so ein nettes und einfühlsames Mädchen trifft man nicht alle Tage", erwiderte John grinsend.
"Wie lange seid ihr zusammen?", fragte Mulder.
John begann an zu grinsen und in seinem Gesicht schien sich eine heimliche Freude breitzumachen.
"Morgen in einer Woche sind wir einen Monat zusammen", erwiderte John lächelnd.
"Kommen Sie, fahren wir zu ihnen nach Hause", sagte Mulder erneut.
John begab sich mit Mulder zu dem Wagen, nachdem sie nach einigen Schwierigkeiten das Glatteis überquert hatten.
Im Wagen war es kalt und er wollte erst gar nicht anspringen, der Motor stotterte, doch nach dem dritten Versuch lief er endlich. Sie verließen den Parkplatz und fuhren zu Johns Wohnhaus.
The Rockwell House/Redmont bei Washington D.C, 5.Dez.1996, 15:07Uhr.
Das Haus der Rockwells war eine Luxusvilla mit Swimmingpool und großem Garten. Die Rockwells konnten sich dieses große Haus nur leisten, weil sie beide bei Microsoft arbeiteten.
John war 17 Jahre alt und absolvierte gerade ein Informatikstudium, um später bei der gleichen Firma zu arbeiten. In seiner Freizeit saß er häufig am Computer, aber seit einiger Zeit vernachlässigte er immer öfter sein Hobby, um mit seiner Freundin unterwegs zu sein.
Mulder parkte seinen Wagen vor der Garage des Hauses und stieg mit John aus, zum Glück war der Weg zur Tür nicht vereist und die beiden konnten ohne Gefahr die Tür erreichen.
John hatte einen Haustürschlüssel bei sich, um die Tür zu öffnen, seine Eltern würden erst heute Abend wiederkommen.
Mulder folgte ihm in sein Zimmer. Die Tür war inzwischen schon repariert worden und John hatte sich gut von seinen Verletzungen erholt.
Der PC stand immer noch am gleichen Platz wie vor zwei Monaten, aber etwas hatte sich doch verändert, neben dem PC stand ein eingerahmtes Foto seiner Freundin.
"Hat sich nicht viel verändert!", sagte Mulder.
"Kommen Sie, hier ist ein Stuhl, setzen Sie sich", sagte John etwas mürrisch und wies mit seiner Hand auf den Drehstuhl, der vor dem Bett stand.
Mulder nahm den Stuhl, schob ihn vor den Schreibtisch und setzte sich hin.
John schaltete den PC ein, fuhr Windows hoch und aktivierte das Programm.
"Das ist Picture Analysis 1.0, mein eigenes Bildanalyseprogramm", präsentierte John stolz.
Auf dem Monitor baute sich eine Art Zeichenprogramm auf, auf einen Balken waren die Bildbearbeitungswerkzeuge aufgelistet.
John legte die Satellitenaufnahme in einen Flachbrettscanner, kurz danach erschien die Kopie auf dem Monitor.
Er klickte das Schiff an und vergrößerte es, danach klickte er unter dem Menüpunkt Analysis an und rahmte das Schiff ein.
Es wurde mit einem grünen Kreis umrahmt, schließlich rechnete der Computer.
"Was macht der PC jetzt?", fragte Mulder.
"Nun....nachdem ich ihn spezifische Informationen über das Bild und über das Schiff gegeben habe, rechnet er aus, welchen Kurs das Schiff nehmen könnte, er geht alle Möglichkeiten durch, wohin das Schiff hingefahren sein könnte und wenn er das Unmögliche gefunden hat, dann haben wir die Lösung", erwiderte John.
"Wie lange werden die Berechnungen dauern?", fragte Mulder erneut.
"Ungefähr 20 Minuten", erklärte John.
Auf dem Monitor erschien ein grüner Balken, der das ganze Schiff und die Umgebung scannte, nach und nach erschienen Linien, die vom Schiff ausgingen und in verschiedenen Richtungen zeigten. Insgesamt waren es fünf an der Zahl. Oberhalb des Fotos erschien in Prozentzahlen, welchen Kurs das Schiff genommen haben könnte und tatsächlich, die Linie Nr.5 zeigte 86.4% an und damit war dies die richtige Route.
"86.4%!! Das Schiff hat San Fransisco angelaufen", sagte John und druckte das Foto aus.
"Danke, hast du eventuell vor das Programm zu vermarkten?", fragte Mulder.
"Vielleicht, es ist aber noch nicht ganz fehlerfrei. Ich schätze so in einem Jahr ist es marktreif und ich kann es verkaufen", erwiderte John und schaltete den PC aus.
"Entschuldigen Sie, ich muss Diane anrufen, damit sie mich abholen", sagte John und ging ins Wohnzimmer.
Mulder verließ die Luxusvilla, stieg ins Auto und telefonierte mit seinem Handy.
Es meldete sich Scully.
"Scully! Ach Mulder, Sie sind es!“
"Scully, ich bin weitergekommen, die Details können wir ja im Apollo Billardcafe hier in Redmont besprechen, wie weit sind Sie?", fragte Mulder.
"Laut Aussage der Werft war die Rising Star ein Tanker, allerdings....", sagte Scully.
"Was?", fragte Mulder.
"Allerdings wollte der Auftraggeber eine Sonderausstattung, nämlich dass ein bestimmter Teil der Frachtabteilung mit einer Blei-Titan Legierung ausgestattet sein sollte", erwiderte die Agentin.
"Gut, wir sollten uns wirklich in dem Billardcafe treffen", sagte Mulder.
"Ok, wir sehen uns dann in einer Stunde", erwiderte Scully.
Mulder startete seinen Wagen und begab sich zu dem Billardcafe, um auf Scully zu warten.
3.Kapitel
Silent Village Forschungseinrichtung/ Socorro in NewMexico, 5.Dez.1996, 15:58Uhr.
Die Silent Village Forschungseinrichtung war staatlich und wurde vom Energieministerium unterhalten, die Forschungen, die diese Einrichtung betreibt, befassen sich mit Energieforschung, insbesondere mit der Kernfusion.
Sie lag in einem Canyon. Circa fünf Meter unter der Erde befanden sich die Beschleunigerröhren, in deren inneren zwei Atome, ein Elektron und ein Proton auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wurden. Wenn diese aufeinander stießen, setzten sie eine enorme Energie frei, auch genannt Kernfusion, so wie es in der Sonne jeden Tag passiert.
Die zwei Röhren waren kreisförmig angeordnet, in der Mitte, dort wo sie sich kreuzten, geschah in einer kleinen abgeschirmten Kammer die Kernfusion.
Niemand durfte die Einrichtung betrete. Sie ist hermetisch abgeriegelt und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Sie lag 20 Kilometer entfernt von Socorro mitten in der Wüste.
Jonathan Litchfield war Leiter dieser Einrichtung und gleichzeitig zuständig für den Forschungsbereich Kernfusion.
Seit ungefähr acht Jahren versuchte Jonathan Litchfield und sein 15-köpfiges Forscherteam den Durchbruch in der Kernfusion.
Der Forschungsbereich Kernfusion unterlag der höchsten Sicherheitsstufe 5, war daher von den anderen Bereichen abgeschirmt und nur denen zugänglich, die vorher eine Genehmigung eingeholt hatten.
Hinter einer vierzig Zentimeter dicken Stahltür, die mit einem Codeschloss versehen war, befand sich der Kontrollraum. Dieser ist ungefähr fünf Meter breit und zehn Meter lang. Die Wände waren weiß, eine Videokamera überwachte die Arbeiten des Forscherteams.
Innen überwachten mehrere Hochleistungsrechner, die in einem Schaltpult aus blankem Stahl eingelassen waren, das Geschehen.
Auf den Monitoren liefen die letzten Berechnungen, das Forscherteam unter Leitung von Jonathan Litchfield überwachte die ganze Sache.
Er war ein Forscher mit Erfahrung. Er hatte Atomphysik und Energietechnik am Massachussets Insitute of Technology studiert.
In dem kleinen Raum herrschte unruhige Stille, nur das Surren der Rechner konnte man hören, alle Beteiligten schauten gebannt auf den Bildschirm.
"Noch sieben Minuten", sagte Richard Morris, ein junger Techniker.
Jonathan nickte, verschränkte die Arme und starrte weiter auf die Monitore.
"Hoffentlich klappt es diesmal, die Fusion muss mindestens eine Minute lang aufrechterhalten werden", sagte Jonathan.
"Dann ist ihnen der Nobelpreis sicher!", kommentierte jemand.
"Noch drei Minuten...die Beschleunigerröhren werden in Position gebracht, ebenso der Laser, schauen Sie auf den Bildschirm", sagte Jonathan und wies mit seiner Hand auf die zwei Monitore oberhalb des großen Schaltpultes.
Dort konnte man sehen, wie die zwei Teilstücke der Röhren in Position gebracht wurden, die Automatik-Klammern rasteten ein, die Röhren waren so ausgerichtet, dass sie nach dem ersten Durchlauf der Atome beide in Richtung der Kollisionskammer gesteuert wurden.
Jetzt, wo die Röhren an richtiger Stelle waren, lief der Generator an, der den Laser mit Energie versorgte. Dieser war dazu da, die Atome auf Lichtgeschwindigkeit zu bringen. Alle 20 Meter waren an den Röhren Magnetspulen angebracht, um die Atome noch schneller zu beschleunigen.
Auf einem Computerbildschirm war ein Diagramm des Röhrensystems aufgezeigt, zwei Punkte, der Eine grün, der Andere gelb, schossen langsam aufeinander zu. Der erste Umlauf dauerte eine Stunde, danach wurden die Röhren auf die Kollisionskammer gelenkt.
Die beiden Punkte auf dem Monitor kamen sich immer näher.
"Geschwindigkeit?", fragte Jonathan.
"Circa 275.000km/s, Generator läuft stabil", erwiderte Richard.
"Gut...noch zwanzig Minuten bis zur Kollision", sagte Jonathan.
Die Stimmung unter dem Team wurde nervöser und unruhiger, einige von dem 15-köpfigen Team liefen im Raum umher, wieder andere kauten auf ihren Kugelschreibern herum.
Währendessen drehten sich die Röhren der Kollisionskammer zu, die beiden Atome schossen aufeinander zu, trafen sich in der Kammer, verschmolzen und auf einem Schwarzweiß-Monitor konnte man einen hellen Blitz erkennen. Zur gleichen Zeit maß eine Uhr die Dauer der Fusion.
"Wir sind schon über 20 Sekunden!", schrie Richard.
"Schön und gut.....hoffentlich bleibt das Magnetfeld stabil", sagte Jonathan nachdenklich.
"30 Sekunden... 40 Sekunden....50 Sekunden.....60... Sekunden...70 Sekunden...80 Sekunden...", sagte Richard nervös.
Einige konnten sich kaum beherrschen und begannen zu jubeln, das Experiment war erfolgreich.
"Wow!!!!! 120 Sekunden!", jubelte Richard.
Jonathan Litchfield machte einen kleinen Luftsprung und klopfte einigen Leuten auf die Schulter.
"Na...dann sollte ich mal Mr. Townsend vom Energieministerium anrufen und ihn unseren Durchbruch mitteilen", sagte Jonathan Litchfield erleichtert.
Jonathan ging zum Telefon in einer Ecke des Raumes und wählte die Nummer des Energieministeriums in Washington.
Am anderen Ende meldete sich James Townsend, Chef der Abteilung Zukunftsenergien.
Er war Texaner, arbeitete seit zwei Monaten im Energieministerium ,aber erst nachdem er ein Aktienpaket der Firma Sitec von einem gewissen Yutano Takamoto gekauft hatte und sich bereit erklärte seinen Namen für die neue Firma zu geben, die nun anstatt Sitec Group Inc. Townsend Construction&Air Service Group Inc. hieß.
Seine 25-prozentige Beteiligung an der neuen Gesellschaft sicherte ihm ein zusätzliches Einkommen, was der Japaner genau vorhat weiß selbst er nicht, dieser gab ihn nur den Auftrag, ihn zu informieren wenn ein Durchbruch in der Kernfusion stattgefunden hatte.
"Townsend!", meldete er sich mit seiner tiefen rauchigen Stimme.
"Mr. Townsend...wir haben den Durchbruch geschafft!!!", jubelte Jonathan.
"Schöner Erfolg nach acht Jahren Forschungsarbeit...faxen Sie mir die Ergebnisse noch heute Abend rüber, Ok?", erwiderte Townsend.
"Keine Ursache, mache ich!", erwiderte Jonathan.
"Nicht zu danken!", sagte Townsend, legte auf und kramte einen kleinen Zettel hervor, worauf die Nummer des Japaners stand, die er anrief.
"Mr. Takamoto, es gab einen Durchbruch, mehr wollten Sie ja nicht wissen und die Ergebnisse habe ich bereits nach Alaska gefaxt", sprach er in das Telefon.
"Danke, ich werde sofort veranlassen, dass Sie eine Prämie in Höhe von zwei Millionen Dollar bekommen und einen Flug nach Cordova", erwiderte der Japaner und legte auf.
Townsend lehnte sich zurück in den Sessel, verschränkte seine Arme hinter dem Kopf und begann zu träumen.
Jonathan ging zu seinem Team zurück und schaute zu, wie die Forschungsergebnisse ausgedruckt wurden.
"Es gibt Probleme Jonathan", sagte Frank.
"Probleme?", fragte Jonathan.
"Ja, kurz nachdem du zum Telefon gegangen bist...brach das Magnetfeld nach weiteren dreißig Sekunden zusammen", erwiderte Frank.
"Verdammt, aber wenigstens arbeitet der Fusionsreaktor für 150 Sekunden stabil", erwiderte Jonathan besorgt.
"Sollen wir die Ergebnisse nach Washington faxen?", fragte Richard.
"Ja", erwiderte Jonathan zögernd.
Richard ging zum Computer, speicherte die Daten und faxte diese zu einem Büro im Energieministerium.
"Geschafft, die Daten sind jetzt rübergefaxt und wir haben uns einen ruhigen Feierabend verdient", sagte Jonathan und verließ den Kontrollraum, die Anderen würden erst später die Einrichtung verlassen.
Nachdem er mehrere Sicherheitskontrollen durchlaufen hatte, begab er sich zum Parkplatz vor dem Hauptgebäude, das gegenüber von dem abgeschirmten Bereich lag.
Der Tag war anstrengend gewesen und Jonathan öffnete die Türen seines blauen Mercedes 280e und wollte gerade den Schlüssel umdrehen...doch plötzlich kam ein schwarz gekleideter Mann aus dem Haupteingang des Hauptgebäudes und ins Auto.
"Dr. Litchfield...ich habe von ihrem Durchbruch erfahren und möchte ihnen ein Angebot machen", sagte der Mann, dessen Akzent italienisch war.
Jonathan wendete sich dem Mann zu und musterte ihn, in seinen dunklen Augen konnte man erkennen, dass er seine Anfrage ernst meinte.
"Sie sind Italiener nicht wahr?", fragte Jonathan.
"Ja, mein Name ist Stefan Kolyewitsch und komme direkt aus Puerto Rico", erwiderte er.
"Puerto Rico?", fragte Jonathan.
"Genau...vor ungefähr zwei Monaten wurde ich von einem Japaner eingeladen bei einem neuen Experiment mitzuarbeiten, ich bin Archäologe", sagte Kolyewitsch streng.
"Archäologe? Bei einem neuen Experiment? Warum brauchen Sie meine Hilfe?", fragte Jonathan erneut.
"Das Experiment hat mit Zeit zu tun, ihre Hilfe brauchen wir, da Sie sich mit Kernfusion auskennen. Wir haben in Alaska eine baugleiche Einrichtung wie diese, um das Zeitexperiment durchzuführen brauchen wir enorme Energie, daher die Anfrage", erwiderte der Russe.
Jonathan begann zu lachen.
"Machen Sie Scherze? Zeitreisen...sind unmöglich!", sagte Jonathan zynisch.
Der Russe holte ein Foto aus seiner Jacke und gab diese Jonathan.
"Das ist die Rising Star...eines von 8 Schiffen, das in die Vergangenheit teleportiert wurde, um eine zweite Inka-Scheibe zu bergen", erwiderte Lugano.
"Eine Scheibe? Wo fand das Experiment statt und wer hat es durchgeführt?", fragte er.
"Das Experiment lief unter dem Namen Phoenix-Projekt und fand auf hoher See statt, der Leiter des Projekts war Fabian Steinberg, ein deutschen Wissenschaftler, leider kam er bei dem Experiment ums Leben, als die Archimedes mit der Rising Star kollidierte und schließlich versank. Ein zweiter Mann Yutano Takamoto will jetzt das Projekt reaktivieren und sich rächen, weil er der Geldgeber war und dadurch sein ganzes Vermögen verloren hat. Das Einzige, was ihm geblieben ist, sind Beziehungen zu Regierungskreisen, 60 Millionen Dollar und neuerdings auch Beziehungen zu den Russen", erwiderte Kolyewitsch.
"Hört sich interessant an! Welche Aufgabe haben Sie? Und wer finanziert das Ganze? So eine Forschungseinrichtung kostet erheblich mehr als 60 Millionen Dollar!". sagte Jonathan.
"Mein Fachgebiet sind die Inka, die Leute in der Einrichtung kommen mit der Bestimmung eines Textes nicht weiter und die Finanzierung geht Sie nichts an, Ok!!", erwiderte er und holte ein Flugticket und eine Landkarte hervor.
"Was soll das? Ich habe noch nicht zugestimmt!", sagte Jonathan.
"Sie werden zustimmen oder wollen Sie, dass ihnen was passiert?", fragte Kolyewitsch.
Jonathan schüttelte den Kopf.
"Na also! Wir sehen uns dann in Alaska!", sagte Kolyewitsch und verließ das Auto.
Der Flug war für morgen gebucht, Jonathan hatte keine Wahl, er musste diesen Flug nehmen und dieses unheimliche Experiment unterstützen.
4.Kapitel
Apollo Billardcafe/Redmont bei Washington, 5.Dez.1996, 16:10Uhr.
Das Cafe war voll besetzt und verraucht, im hinteren Bereich, dort wo Mulder saß, spielten einige Jugendliche Billard.
Mulder hatte sich in einer hinteren Sitzgruppe gemütlich gemacht, aß an seinen Hamburger weiter und wartete auf Scully.
Jedes Mal wenn er in den Hamburger biss, lief etwas Ketchup und Remouladensoße heraus.
Mulder war ein Fan von Fast Food und aß sein Leben gern Hamburger.
Kaum hatte er die Hälfte des Hamburgers gegessen, kam Scully ins Cafe und schaute sich um. Mulder entdeckte sie sofort und winkte ihr zu. Scully lief zu ihm hin und setzte sich zu ihm.
"Wussten Sie schon, dass zuviel Fastfood schlecht für die Gesundheit ist?!", sagte Scully sarkastisch.
"Klar Scully, aber es schmeckt halt!", erwiderte Mulder.
"Ich bestelle mir lieber einen Salatteller, der ist gesünder und billiger", sagte Scully.
Scully winkte dem Kellner zu, dieser hatte im Moment viel zutun und würde erst später zu Scullys Platz kommen um ihre Bestellung aufzunehmen.
"Na...das kann ja lange dauern, wie weit sind Sie mit ihren Nachforschungen?", fragte Scully.
"Der Russe hat mir einiges gesagt, zum Beispiel, dass eine zweite Steinscheibe vor zwei Monaten geborgen wurde mit Hilfe eines Bergungsschiffes 220meilen südwestlich der Bermuda-Inseln", erwiderte Mulder.
"Wer ist dieser Russe und wo liegen seine Interessen?", fragte Scully erneut.
"Sein Name ist Benedikt Yutakin und kommt von einer Bergungsgesellschaft in Kopenhagen, sein Interesse ist die Zerstörung der Steinscheibe und er sucht mich auf!!, erwiderte Mulder.
In diesem Moment kam der Kellner und ging zu der Sitzgruppe.
"Einen Salatteller bitte!", sagte Scully, der Kellner verschwand in der Küche und kam mit einer kleinen Portion Salat wieder.
Scully aß etwas davon, wendete sich aber wieder dem Gespräch zu.
"Was ich neues erfahren habe ist, dass die Rising Star ein Frachter war mit einer Länge von 180m", sagte Scully.
"Sie sagten doch etwas von einer Blei-Titan Legierung", sagte Mulder.
"Ja, es gab einen Ladebereich in der Mitte des Frachters, der mit eben dieser Legierung ausgestattet war, der zuständige Konstrukteur sagte mir auch, dass der Auftraggeber 20% mehr für das Schiff gezahlt hätte, als nötig gewesen wäre", sagte Scully.
"Die Sitec-Gesellschaft war der Auftraggeber, stimmt’s?", fragte Mulder erneut.
"Genau...der Auftragswert des Schiffes betrug 180Mio.Dollar, Sitec jedoch bezahlte über 210Mio.Dollar, also wenn Sie mich fragen, das hört sich gewaltig nach einer Schmiergeldaffäre an", sagte Scully.
"Konnten Sie nicht mehr herausfinden?", fragte Mulder erneut.
"Nein...man hat mich gebeten nicht weiter nachzufragen...warum Sitec 20% mehr für das Schiff bezahlte", erwiderte sie.
"Dieses Bergungsschiff hat übrigens San Francisco angelaufen mit der Rising Star im Schlepptau und der Japaner Yutano Takamoto hat Kopenhagen mit Kurs auf Alaska verlassen mit 60Mio.Dollar im Gepäck", sagte Mulder.
In diesem Moment kam ein Mann in das Cafe und setzte sich an den Tisch von Mulder und Scully.
Mulder kannte diesen Mann, es war Benedikt Yutakin.
"Mr. Yutakin...was suchen Sie denn hier?", fragte Mulder.
"Falls es Sie interessiert, ich habe Neuigkeiten für Sie, Guten Tag Ms Scully", sagte der Russe, der sich gerade einen Kaffee bestellte.
"Guten Tag...was haben Sie denn neues?", fragte Scully neugierig.
"Professor Reno ist entführt worden und es gab einen Durchbruch in der Kernfusion", erwiderte Yutakin.
Scully nahm die Gabel und aß weiter ihren Salat, während Mulder sich weiter mit dem Russe unterhielt.
"Der Professor wurde entführt? Wann? Und von wem?", fragte Mulder.
"Ja, er wurde vor einen Monat entführt von ehemaligen KGB-Leuten, wie ich erfahren habe", erwiderte der Russe.
"Vom KGB? Der ist doch aufgelöst worden und wohin wurde Professor Reno entführt?", fragte Mulder erneut.
"Das stimmt...aber es gibt noch abtrünnige Funktionäre, die alles tun würden um den Sozialismus wieder aufleben zu lassen", erwiderte Yutakin nachdenklich.
"Wenn der Japaner in Alaska ist, dann muss der Professor auch dort sein", kombinierte Mulder.
"Kann sein, man hat mir mitgeteilt, dass er irgendwo in die Nähe der Stadt Cordova gebracht worden ist", erwiderte der Russe.
"Das liegt in Alaska...Wer hat Sie geschickt?", fragte Mulder.
"Den Namen darf ich ihnen nicht nennen, aber Sie kennen ihn!", sagte der Russe, verließ das Cafe ohne einen Schluck Kaffee genommen zu haben und ohne Worte.
Mulder konnte nur noch zu sehen wie er in ein Auto stieg und wegfuhr.
"Mulder...was wollen Sie jetzt machen?", fragte Scully.
"Danny anrufen!", erwiderte Mulder.
"Und weswegen?", fragte Scully erneut.
"Ich weiß, wer sein Informant ist", sagte Mulder, holte sein Handy und einen kleinen verknitterten Zettel aus seiner Jackentasche.
Auf der anderen Seite meldete sich Danny, der Mulder gegen ein paar Eintrittskarten jede Autonummer beschaffen kann.
"Danny! Hier ist Mulder könntest du folgende Adresse raus finden rausfinden?", fragte Mulder.
"Wenn ich die Eintrittskarten bekomme, dann ja", erwiderte Danny.
"Also gut...die Nummer lautet TMA 30-20", sagte Mulder.
"Ich schau mal im Computer nach und melde mich wieder", erwiderte Danny.
Mulder legte das Handy auf den Tisch und wartete.
"Während Sie diesen Informanten aufsuchen, werde ich mehr über Kernfusion in Erfahrung bringen", sagte Scully.
"Ok", erwiderte Mulder, doch in diesem Moment klingelte das Handy.
"Danny! Hast du die Adresse?", fragte Mulder und klopfte auf den Tisch.
"Das dazugehörige Auto ist abgemeldet worden, allerdings konnte ich die Adresse des letzten Besitzers ausfindig machen", erwiderte Danny.
"Und der Name des Besitzers?", fragte Mulder.
"In der Datenbank fand sich kein Name, aber die Adresse lautet Peakwood Avenue.23 in Raleigh", erwiderte Danny.
"Danke", sagte Mulder.
"Keine Ursache und danke für die Eintrittskarten", sagte Danny und legte auf.
Mulder steckte das Handy weg, legte 20 Dollar auf den Tisch und begab sich nach draußen zu seinem Auto, Scully folgte ihm.
"Ich setze Sie am Flughafen ab, Scully", sagte Mulder und startete den Motor.
Am Flughafen angekommen, setzte er sie dort ab und fuhr mit dem Auto weiter zu der Adresse, die Danny ihn gegeben hatte.
Peakwood Avenue.23/Raleigh in South Carolina, 5.Dez.1996, 2 Stunden später.
Die lang gezogene Straße führte Mulder durch eine Wohnbausiedlung, in einer Seitenstrasse entdeckte er, hinter einer großen Hecke, ein altes Landhaus mit der gesuchten Hausnummer.
Seinen Wagen parkte Mulder vor diesen Zaun, stieg aus und öffnete das weiße Tor.
Jetzt konnte er das Haus genau sehen.
Eine kleine Treppe führte ihn zu der Eingangstür, diese war aber nicht, wie vermutet, verschlossen, sondern nur angelehnt, zur Vorsichtsmaßnahme holte er seine Pistole hervor und öffnete die angelehnte Tür....der Flur war dunkel, nur das einfallende Licht der soeben geöffneten Tür spendete etwas Helligkeit.
Um besser sehen zu können, holte Mulder seine Taschenlampe hervor und leuchtete in den Flur, erst jetzt fiel ihn auf, dass die Luft muffig war und nach Staub schmeckte.
An den Wänden des Flures hingen halb zerrissene Tapeten und mehrere Bilder, größtenteils Landschaften. Mit der Taschenlampe leuchtete er herum, um vielleicht eine Tür zu finden...nach einigen Minuten sah er ein kleines Licht an der linken Seite kurz am Ende des Flures.
Mulder begab sich dorthin und entsicherte seine Waffe...mit dem Fuß stieß er die Tür auf und fand eine hell erleuchtete Küche mit Sitz- und Kochgelegenheit vor. Er schlich ruhig dahin, doch plötzlich wurde er von hinten angegriffen, auf den Boden gestoßen und landete mit Wucht auf dem Boden, wobei seine linke Kniescheibe leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Er konnte sich mit den Händen rechtzeitig abstützen, bevor er sich noch mehr verletzte. Seine Pistole rutschte unter Tisch, er wollte gerade danach greifen, als sich ein Schuss löste und die Waffe traf, diese rutschte weiter weg.
"Stehen Sie auf Agent Mulder!!", sagte eine ernste Stimme.
Mulder erkannte diese, sie stammte von Mr. X, seinem undurchsichtigen Informanten.
Er stand auf drehte sich um, wobei Mr.X mit seiner Waffe auf Mulders Kopf zielte.
"Keine besonders schöne Begrüßung für einen Freund", sagte Mulder nachdenklich, wobei er sein schmerzendes Knie massierte um den Schmerz zu lindern.
"Schmerzen? Die könnten noch größer werden! Wie haben Sie mich gefunden?", fragte Mr. X streng.
"Durch einen Freund! Benedikt Yutakin wurde von ihnen geschickt, stimmt´s?", fragte Mulder.
Der Informant senkte die Waffe.
"Er arbeitet für mich und ist nur ein Laufbursche, das Päckchen, das sie erhalten haben, stammt von mir", erwiderte Mr. X.
"Eine zweite Steinscheibe wurde gefunden.....", sagte Mulder.
"Ja, sie wurde irgendwo in Alaska, in einer Forschungseinrichtung versteckt, Sie müssen die Scheibe zerstören", erwiderte Mr. X.
"Das weiß ich bereits...nennen Sie mir Fakten!!", schrie Mulder ihn an, wobei Mr. X sich den Fenster zu wand und rausschaute.
"Die Forschungseinrichtung wurde durch ein russisches Diamant- und Goldkonglomerat aufgebaut...russische Funktionäre planen mit Hilfe von Yutano Takamoto und der zweiten Steinscheibe einen Zeitsprung....in welches Jahr, weiß ich nicht, aber vor fünf Tagen lief ein russisches Atom-U-Boot mit Kurs auf Alaska aus mit hoch angereichertes Atommaterial an Bord, wahrscheinlich für einen Kernfusionsreaktor, der sich in der Einrichtung in der Nähe von Cordova befinden soll", erwiderte Mr. X.
"Interessant...ihr Laufbursche hat mir mitgeteilt, dadd ein Durchbruch in der Kernfusion stattgefunden hat", schlug Mulder vor.
"Ja, das Atommaterial ist dafür vorgesehen", sagte Mr. X und holte einen Ausdruck hervor und übergab ihn Mulder.
"Was ist das?", fragte Mulder und nahm die Ausdrucke entgegen.
Der Informant guckte Mulder streng in die Augen.
"Firmen, genauer gesagt Technologiegesellschaften, meistens Mittelständische, die teilweise von der US-Regierung kontrolliert werden", erwiderte Mr. X
Mulder blätterte sich durch den dreiseitigen Computerausdruck und fand eine mit einem Textmarker markierte Firma.
"Townsend Construction & Air Service Group?", fragte Mulder.
Der Informant drehte sich zu Mulder um, kam ihm sehr nahe und schaute ihn streng an.
"Nein, diese Firma heißt in Wirklichkeit Sitec, die Nachrichtensendung, die Sie vor zwei Monaten gesehen haben, war inszeniert...Sitec existiert noch und zwar unter diesem Namen, Yutano Takamoto verkaufte sein gesamtes 25-prozentiges Aktienpaket an einen gewissen James Townsend mit der Bedingung, dass er seinen Namen für die neue Firma nutzen dürfe. Dieser erklärte sich einverstanden, aber nur nachdem ihn der Japaner einen Posten im Energieministerium verschafft hatte", erwiderte der Informant wissend.
Mulder bekam einen Schock und wurde unruhig.
"Wenn Sitec in Wirklichkeit noch existiert und das was Sie mir sonst noch alles erzählt haben wahr ist, stehen wir einer amerikanisch-russischen-japanischen Verschwörung gegenüber mit dem Ziel die Geschichte zu verändern", sagte Mulder mit wissenden Blick, wobei er sich durch die Haare fuhr.
"So in etwa und deshalb sollen Sie auch diese verdammte zweite Steinscheibe zerstören bevor diese aktiviert wird", erwiderte Mr. X und begab sich in den dunklen Flur.
"Hey! Warten Sie! Warum geben Sie mir jetzt so viele Informationen?", fragte Mulder und lief ihm hinterher, worauf Mr. X stehen blieb und ihm eine merkwürdige Antwort gab.
"Ich verfolge keine besonderen Interessen in diesem Fall, deshalb diese vielen Informationen und außerdem werde ich und Mr. Yutakin seit einiger Zeit beschattet, wir werden uns also erst wieder sehen, wenn Sie die Scheibe zerstört haben...", erwiderte Mr. X und verließ mit schnellen Schritten das Haus.
Mulder blieb mit den Ausdruck in den Händen im Flur stehen, dachte einige Zeit nach und verließ mit pochenden Herzen das Haus und stieg ins Auto.
5.Kapitel
FBI-Zentrale/Washington D.C, 5.Dez.1996
Scully saß im Warteraum vor Skinners Büro, die Sekretärin sah gerade Akten durch und schrieb auch manchmal etwas dort hinein.
Plötzlich öffnete sich die Tür, Skinner erschien zwischen Tür und Angel.
"Ms Scully...kommen Sie", sagte Skinner und wies mit seiner Hand ins Büro, Scully ging dorthinein und Skinner schloss die Tür hinter ihr.
Schon im ersten Moment fiel Scully ein merkwürdiger Geruch auf, als sie in Skinners Aschenbecher eine Zigarette entdeckte, stellte sie Skinner zu Rede.
"Der Krebskandidat war hier! Oder liege ich da falsch?", sagte Scully.
"Ja, das stimmt aber, Sie sollten besser selber mit ihm sprechen", sagte Skinner nachdenklich, kaum hatte er diesen Satz beendet, öffnete sich die Tür zum Konferenzraum und der Krebskandidat erschien im Büro und setzte sich auf einen Sessel, worauf er sich eine seiner Morley-Zigaretten ansteckte.
Scully drehte sich zu ihm um und sah den Krebskandidaten streng an.
"Was wollen Sie von mir?!", fragte Scully, wobei sie ebenfalls Skinner anblickte, dieser jedoch hielt sich geschlossen und spielte mit dem Kugelschreiber um seine Nervosität zu verbergen.
"Sie und ihr Partner sind dabei einen großen Fehler zu begehen, stellen Sie sofort alle Ermittlungen ein oder ich muss zu härteren Mitteln greifen....", erwiderte der Krebskandidat.
"Nein!! Dazu sind wir schon zu tief in die Materie eingedrungen und jetzt aufzuhören, hieße die Suche nach der Wahrheit aufzugeben...", sagte Scully.
Der Gesichtsausdruck des Krebskandidaten wurde streng.
"Ich kenne die Wahrheit bereits, auch was die zweite Steinscheibe betrifft, die erste Scheibe wurde bei der Bombardierung der Forschungseinrichtung vollständig zerstört, die zuständigen Behörden wurden angewiesen das Areal nicht zu betreten und darüber zu schweigen, was dort passiert ist....", sagte der Krebskandidat und zog an seiner Morley.
"Es würde mich interessieren, welches Ziel Sie verfolgen!!", sagte Scully streng.
"Mein Konsortium und ich sind an eine militärische Nutzung der zweiten Steinscheibe interessiert, ihr Kollege wurde angewiesen, diese zu zerstören, ich bitte Sie daher, Mulder aufzuhalten, oder wollen Sie, dass ihnen was passiert?", fragte der Krebskandidat streng.
"Ich lasse mich von ihnen nicht benutzen, Sie und ihre Killer haben meine Schwester Melissa auf den Gewissen.“ Der Krebskandidat stand auf, ging näher an Scully heran und sah sie streng und mit beherrschendem Blick an.
"Es tut mir leid um ihre Schwester, aber tun sie das, was ich ihnen sage oder es passiert wirklich etwas Schlimmes, im übrigen sind wir Mulders Informanten auf den Fersen, es wird nicht mehr lange dauern und wir haben ihn eliminiert....", sagte der Krebskandidat und übergab Scully eine Miniatur-Wanze in Größe eines Knopfes.
"Gut...ich werde für Sie arbeiten, wenn Sie mir versprechen, dass meinem Kollegen nichts passiert", erwiderte Scully und drehte sich zu Skinner um, dieser nickte dem Krebskandidaten zu, worauf dieser aufstand und auf den Weg zum Ausgang machte.
"Ich habe ihn doch auch bis jetzt immer beschützt.....", sagte der Krebskandidat und verließ Skinners Büro.
In diesem Moment stand Skinner auf, ging zu Scully und tröstete sie, denn diese stand kurz davor zu weinen.
"Ich weiß Agent Scully, dass ist schwierig für Sie, aber bitte tun Sie es für ihren Kollegen und für ihre Sicherheit, denn wenn Sie es nicht tun, kann ich für nichts mehr garantieren", sagte Skinner und klopfte Scully aufmunternd auf die Schulter.
"Soll ich diese Wanze wirklich bei mir tragen?", fragte Scully schnupfend.
Skinner nickte mit einem leichten Mitgefühl in den Augen.
"Ok, ich werde jetzt erstmal nach Hause fahren und über die Sache nachdenken", erwiderte Scully, verließ die FBI-Zentrale und fuhr nach Hause.
McCarran International Airport/Las Vegas in Nevada, 6.Dez.1996, 8:35Uhr.
Jonathan hatte sich den Abend zuvor auf die unbekannte Reise Richtung Alaska vorbereitet und die notwendigsten Dinge zum Leben eingepackt.
Am Flughafen herrschte noch Nebel, er stieg aus seinen Mercedes Benz aus und begab sich zur Abfertigungshalle, dabei fiel ihm auf, dass ihn ein jüngerer Zigaretten rauchender Mann beobachtete und auf ihn zukam.
"Dr. Litchfield? Mein Name tut nichts zur Sache, ich soll ihnen nur diesen Zettel mitgeben", sagte der jüngere Mann und übergab Dr. Litchfield einen DIN A4 Blatt mit Anweisungen.
"Hey! Warten Sie, was soll ich damit?", schrie Dr. Litchfield ihm hinterher.
"Lesen Sie den Zettel.....", erwiderte der Mann und verließ mit schnellen Schritten die Halle.
Jonathan konnte noch sehen, wie dieser mit einem Jeep wegfuhr.
Er steckte den Zettel vorerst weg und schaute sich erstmal um, er suchte nach dem Schalter von Canadian Air, fand ihn auch und begab sich dorthin, es herrschte wenig Betrieb in der Halle.
Er zeigte der Angestellten das Ticket, diese schaute in den Computer nach und gab ihn eine Antwort.
"Begeben Sie sich zur Gangway 7, der Flug nach Anchorage startet in 10min, ich würde mich also beeilen, wenn ich Sie wäre", sagte Juliana Calton ruhig und gab ihn das Ticket wieder zurück.
"Danke", erwiderte Jonathan und rannte zur Gangway, dort angekommen wurde das Ticket markiert und Jonathan ein Platz zugewiesen...in der ersten Klasse.
Das Flugzeug, eine Boeing 707-200 war nur halbvoll, Jonathan begab sich zu einem Fensterplatz und stellte den Koffer in die Ablage über seinem bequemen Sitz und setzte sich hin. Draußen versuchte die Flughafen-Feuerwehr die vereisten Tragflächen des Jets mit einem Spezialmittel zu enteisen, schließlich liefen die Turbinen an und die Boeing rollte auf das Rollfeld, obwohl es stark schneite hatte die Maschine die Starterlaubnis erhalten.
"Meine Damen und Herren, wir begrüßen Sie zum Canadian Air Flug 134...wir werden in Kürze starten, ich wünsche ihnen einen guten und bequemen Flug", sagte der Captain.
Die Maschine gewann an Geschwindigkeit und stieg mit Kurs auf Anchorage auf, es würde gut drei Stunden dauern, bis der Jet landen würde.
6.Kapitel
Scullys Wohnung/ Washington D.C, 6.Dez.1996, 9:42Uhr.
Scully, die die ganze Nacht geweint hatte und nicht für den Krebskandidaten arbeiten wollte, rief am frühen Morgen Mulder an, worauf sich dieser auf den Weg zu Scully machte.
Er schellte an der Tür, worauf Scully die Tür öffnete.
"Ich bin so schnell gekommen wie ich konnte, was ist denn passiert?", fragte Mulder, als er Scullys traurigen Blick sah.
"Kommen Sie erstmal rein...dann erzähle ich Ihnen alles", erwiderte Scully, verschloss die Tür und führte Mulder in die kleine Küche, kochte Kaffee und holte aus einem Schrank Donuts heraus.
"Bedienen Sie sich!", sagte Scully.
Mulder schüttete etwas Kaffee in seine Tasse, nahm sich einen Donut und biss herzhaft hinein.
"Sie sehen mir nicht gerade fröhlich aus....", kommentierte Mulder als Scully mit ihrer Tasse Kaffee aus dem Fenster blickte.
"Ich wurde zu Skinner gebeten, als ich gerade ein Ticket kaufen wollte", erwiderte Scully.
"Was hat er denn gesagt, dass Sie so fertig sind?", fragte Mulder.
"Nicht er, sondern der Krebskandidat...", sagte Scully traurig.
"Der Krebskandidat...was wollte dieser Typ denn von ihnen?", fragte Mulder erneut.
Scully wendete sich wieder Mulder zu und schaute ihn in die Augen.
"Er kennt das Geheimnis der Scheibe und will alles versuchen, damit Sie die Scheibe nicht zerstören", erwiderte Scully.
"Und Sie wurde angewiesen mich aufzuhalten...", kombinierte Mulder.
"Ja, ich muss es machen, sonst passiert dem Rest meiner Familie das Gleiche wie Melissa und dieser Typ steckt dahinter und noch was Mulder, er ist Mr. X auf die Schliche gekommen", erwiderte Scully wissend.
Mulder schlürfte an seinen Kaffee und biss in den zweiten Donut.
"Mr. X hat mir einiges verraten, ich habe ihn in einem alten Landhaus gefunden!!", sagte Mulder.
"Und was hat er gesagt?", fragte Scully.
"Nun....er hat mir geraten die zweite Steinscheibe zu zerstören und eine neue Forschungseinrichtung wurde von einem russischen Diamant- und Goldgesellschaft aufgebaut und finanziert...hinter dieser Gesellschaft stehen ehemalige KGB-Funktionäre, die der alten Riege noch angehören und für ein Wiederaufleben des Sozialismus alles tun würden und da käme ihnen die Zeitsprung-Technologie der Scheibe gerade recht....", erwiderte Mulder.
"Ehemalige KGB-Leute...mein Gott, Mulder, wenn die wirklich die Steinscheibe für einen Zeitsprung benutzen, dann...", sagte Scully nachdenklich.
"Eben, deshalb soll ich die Scheibe zerstören, die Leitung des ganzen Unternehmens hat Yutano Takamoto und Sitec existiert noch unter falschem Namen", erwiderte Mulder sauer.
"Takamoto, Sitec...ich denke, Sitec wurde von einem amerikanischen Konzern übernommen oder irre ich mich da?", fragte Scully.
"Nein, die Nachrichtensendung war inszeniert, wahrscheinlich um uns weiß zu machen, dass das Zeit-Experiment zu den Akten gelegt wurde", erwiderte Mulder.
"Das ist unglaublich...wir stehen einer Verschwörung gegenüber, die nur ein Ziel verfolgt, die Benutzung der Steinscheibe für ihre eigenen Zwecke", sagte Scully.
"Einer gigantischen Verschwörung, die Japaner sind ebenso darin verwickelt, wie die Amerikaner und natürlich die Russen, aber die Russen scheinen sehr stark an der Nutzung der Zeit-Technologie der Scheibe interessiert zu sein", erwiderte Mulder.
"Ja…die Russen… aber unter welchen Namen existiert Sitec jetzt weiter?", fragte Scully, als sie ihre Tasse unter dem Wasserkran abspülte.
"Der Name der Firma ist Townsend Construction & Air Sevice Group Inc.", erwiderte Mulder und holte den Ausdruck hervor, den er von Mr. X erhalten hatte und gab ihn Scully, die sogleich ihre Brille nahm und den Ausdruck studierte.
"Procton Technologies, Intel, EG & G, Allied Signal, Sumitomo Electric…alles das Who is Who der amerikanischen und japanischen Technologieindustrie", sagte Scully erschrocken, als sie die die drei Seiten überflog und grob zählte, es waren circa 30 Firmen. "Ja, erschreckend nicht? Dass fast die ganze Technologieindustrie in dieser Verschwörung verwickelt sind...wahrscheinlich sind das alles Lieferanten für die Forschungseinrichtung, die in der Nähe der Kleinstadt Cordova existieren soll", erwiderte Mulder.
"Sie sagen es Mulder, wenn es wirklich so ist, wie es ist, dann sollten wir schnellstmöglich dafür sorgen, dass diese Tatsache ans Tageslicht kommt", schlug Scully vor.
"Genau, ich werde mich dann auf den Weg machen....", sagte Mulder und verließ die Küche.
"Wohin?!!", rief Scully ihm hinterher.
Doch Mulder hatte die Wohnung schon verlassen, worauf Scully mit ihrer Mutter telefonierte.
"Dana...was ist?", fragte ihre Mutter sorgenvoll.
"Mum, bitte sei in den nächsten Tagen vorsichtig, man hat es auf unsere Familie abgesehen", erwiderte Scully.
"Und warum?", fragte Scullys Mutter besorgt.
"Das kann ich dir leider nicht sagen, Mum. Aber versprich mir bitte, vorsichtig zu sein, okay?", sagte Scully.
"Ja Dana…und lass dich nicht unterkriegen!", sagte sie und legte auf.
Nachdem Scully ebenfalls den Telefonhörer aufgelegt hatte, ging sie zu ihrem Computer, kontrollierte ihre E-Mail Post und fand folgende Mail:
From: JohnRockwell@micronet.com
To: DanaScully@starnet.com
Betreff: Ihr Fall
Hallo Dana!
Ich melde mich bei ihnen, weil ich etwas Wichtiges mit ihnen zu besprechen habe, es geht um die zweite Steinscheibe und Sitec.
Unter diesem neuen Namen führt Sitec jetzt seine Geschäft weiter, aber darüber können wir uns ja unterhalten… ich habe mir vorgestellt, dass wir uns so gegen 11:00Uhr in der Schulbücherei bei der Redmont Highschool treffen könnten. :-)
Gruß
John Rockwell
Scully hatte die Mail gelesen und der Verabredung zugesagt, aber bevor sie sich auf den Weg machen würde, setzte sich Scully hin und dachte über ihr weiteres Vorgehen nach, was das Überwachen von Mulder betraf.
Russisches Atom-U-Boot "Potemkin", Position:150km vor der Küste Alaskas, 6.Dez.1996
Die Potemkin war ein Unterseeboot der Typhoon-Klasse und hatte eine Länge von 200m, sie war mit 16 Atomraketen bestückt und war beziehungsweise ist das Rückgrat der Schwarzmeerflotte.
Das Boot befand sich in 400 m Tiefe und war seit 5 Tagen unterwegs mit dem Auftrag hochbrisantes Atommaterial nach Alaska zu transportieren.
Admiral Jurij Trijakov hatte das Kommando über das Boot und war ehemaliger KGB-Funktionär, der sich nichts sehnlichster wünschte, als die Rückkehr der alten Sowjetunion.
Die Kajüte des Admirals war klein aber luxuriös eingerichtet, die Wände waren mit Eichenholz vertäfelt, worauf ein Bild Stalins prangte. Eine kleine Schreibkonsole befand sich an der oberen Wandseite und in der Mitte stand ein circa 50cm großer silberner Tisch mit einem Stuhl.
Der Admiral saß an diesem Tisch und trank Tee, als sich plötzlich über einen Lautsprecher eine junge Stimme meldete.
"Admiral Trijakov, die Alaska-Forschungsstation meldet sich!", sagte der Funktechniker.
"Danke…Dimitri, legen Sie es in meine Kabine und bitte verschlüsselt", erwiderte Trijakov.
Die Funkmeldung wurde auf das Telefon des Admirals verlegt, verschlüsselt.
Der Admiral stand auf, ging zu der Schreibkonsole, öffnete eine Schublade und öffnete diese und holte ein schwarzes Telefon hervor, das mit drei Knöpfen versehen, einer davon war mit Encode markiert, er drückte diesen und nahm den Hörer ab.
"Hier New Century Forschungsstation, Alaska...haben sie verschlüsselt?", fragte Yutano Takamoto.
"Ja...wir befinden uns circa 150km vor der Küste Alaskas und warten auf weitere Anweisungen von ihnen", erwiderte Admiral Trijakov.
"Gut...haben Sie Ladung Atommaterial an Bord?", fragte Yutano Takamoto.
"Wir haben die Ladung, allerdings war die Beschaffung schwieriger als gedacht, aber das hat jetzt keine Bedeutung mehr, denn wenn das Experiment Erfolg hat, dann sind alle Mühen und Kosten bezahlt!", erwiderte der Admiral.
"Unser jetziges Projekt, das unter dem Namen Lost Times läuft, wird ein Erfolg werden und die Kosten rechtfertigen, nehmen Sie bis auf 20km Kurs auf die Küste Alaskas und halten Sie das Boot in zweihundert Meter Tiefe, das Auftauchsignal werden Sie frühzeitig erhalten, wenn unser neuer Mitarbeiter eingetroffen ist!", befahl der Japaner streng und legte auf.
Der Russe konnte nicht mehr antworten und telefonierte mit der Brücke.
"Dimitri, Turbinen auf volle Kraft Kurs 25Grad Nord. Tiefe 200m und achten Sie darauf, dass wir unentdeckt bleiben, falls notwendig schalten Sie die Raupe ein, um das Schraubengeräusch zu verbergen!!", befahl Admiral Trijakov streng.
"Jawohl! Verstanden!", erwiderte Dimitri Talin, der 1.Offzier, darauf legte der Admiral auf und wendete sich wieder seinen Tee zu und las ein Buch mit dem Titel 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne.
Das Unterseeboot nahm Fahrt auf und änderte den Kurs, dadurch schwankte es stark, worauf die Tasse Tee vom Tisch fiel und auf den Boden in tausend Stücke zerbrach, doch dies bemerkte Admiral Trijakov nicht, er war zu sehr in seinen Roman vertieft.
Anchorage Airport/Anchorage in Alaska, 6.Dez.1996, 10:47Uhr.
Das Flugzeug befand sich im Landeanflug, als Dr. Litchfield den Zettel aus seinem Jackett nahm und ihn las, dort stand folgendes:
Sehr geehrter Dr. Litchfield,
Ihr Durchbruch in der Kernfusion bedeutet für unser Vorhaben einen großen Schritt Richtung Erfolg, in diesem Projekt mit dem Namen "Lost Times" geht es um, wie Sie durch Stefan Kolyewitsch bereits erfahren haben, die Möglichkeit Zeitreisen mit Hilfe einer zweiten Steinscheibe zu ermöglichen. Die Erste wurde durch unglückliche Umstände vollständig zerstört.
Vor zwei Monaten wurde eine zweite Steinscheibe geborgen, die sich im Frachtbereich der Rising Star befand, und zu unserer Einrichtung "New Century" in der Nähe der Kleinstadt Cordova gebracht. Ihre Aufgabe besteht darin unseren Kernfusionsreaktor in Gang zu bringen, für ein Mann von ihrer Erfahrung mit Sicherheit kein Problem. Nähere Einzelheiten was das Ziel des Projektes betrifft, erfahren Sie sobald Sie eingetroffen sind.
Am Airport von Anchorage wird Sie Stefan Kolyewitsch im Empfang nehmen, der mit ihnen zu einer kleinen Übernahme von Atommaterial fliegen wird. Näheres darüber wird ihnen Kolyewitsch erzählen, im Übrigen erhalten Sie für ihre hoffentlich gute Mitarbeit eine Prämie in Höhe von 7.500.000 Dollar, die auf ein Konto ihrer Wahl überwiesen werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Yutano Takamoto James Townsend Gen. Jurij Tuwalski
CEO of Sitec Department of Energy KGB
Obwohl Jonathan etwas gegen dieses bevorstehendes Experiment hatte, reizte ihm doch das Geld, das er für seine Arbeit erhalten sollte. Er könnte es gut gebrauchen, denn er plante eine eigene Firma zu gründen und da käme ihm das Geld gerade recht. Plötzlich meldete sich der Flugkapitän.
"Meine Damen und Herren, wir befinden uns im Landeanflug, ich dürfte Sie bitten sich anzuschnallen und zurückzulehnen, meine Crew und ich wünschen ihnen einen schönen Aufenthalt in Anchorage"; sagte der Captain.
Jonathan schnallte sich fest und lehnte sich zurück, die Maschine sank langsam, draußen schneite es stark, man könnte hören wie die Räder einrasteten.
Das Flugzeug rüttelte leicht und das gleichmäßige Surren der Triebwerke hatte eine beruhigende Wirkung auf Jonathan, doch schließlich landete die Maschine und Jonathan begab sich von der Gangway in den die Abfertigungshalle. Sie war groß, auf dem durchsichtigen halbrunden Dach lag Schnee und es herrschte wenig Betrieb.
Mit langsamen Schritten lief Jonathan Richtung Ausgang, doch er wurde von einem Mann aufgehalten, der ihn von hinten am Arm packte, es war Stefan Kolyewitsch.
"Jonathan, danke, dass Sie hier sind, kommen Sie, ich nehme ihren Koffer!", sagte Stefan freundlich und ging Richtung Ausgang, Jonathan folgte ihm, die Automatik-Tür öffnete sich und die Beiden liefen zum gegenüberliegenden Parkplatz zu einem schwarzen Jeep Cherokee mit goldenen Streifen an den Seiten.
Stefan öffnete die rechte Tür, stieg ein, worauf Jonathan das Gleiche tat.
"Wir fahren nach Cordova...wenn Sie den Zettel gelesen haben!", antwortete Stefan auf Jonathans fragenden Blick und setzte den Jeep in Bewegung.
"Und was hat es mit dieser Übernahme auf sich?", fragte Jonathan.
"Das erfahren Sie erst, wenn wir in Cordova angekommen sind, Ok?", erwiderte Stefan ruhig.
"Wo genau in Cordova?", fragte er erneut.
"Auf einen Helikopter-Flugplatz…so, jetzt sage ich nichts mehr, Sie werden alles früh genug erfahren", erwiderte Stefan streng und konzentrierte sich aufs Fahren, Jonathan dachte sich seinen Teil und nickte ein, Stefan würde ihn wohl aufwecken, wenn sie angekommen waren.
7.Kapitel
Redmont Highschool/Redmont bei Washington, 6.Dez.1996, 11:05Uhr.
Scully befand sich in der Bücherei der Schule. Sie hatte sich ein Buch über Alaska besorgt und war nun darin vertieft. Einige Schüler, die ebenfalls in der Bücherei saßen, beachteten Scully kaum, da diese glaubten, sie wäre eine Lehrerin.
Plötzlich setzte sich John ihr gegenüber mit dem Laptop in der Hand.
"Guten Tag, Scully!", begrüßte er die Agentin.
"Tag John, was ist so wichtig, dass Sie mich hier treffen wollten?", fragte Scully.
"Seit einiger Zeit häufen sich die Ufo-Sichtungen über Cordova in Alaska!?", stotterte John nervös.
"Und warum stottern Sie?", fragte Scully.
"Nun...sehen Sie selbst!", erwiderte John und übergab Scully eine Data-Disk.
Sie nahm die Disk entgegen und klopfte mit ihren Fingern darauf.
"Was ist da drauf?", fragte Scully erneut.
"Ein interner Geheimbericht der U.S Airforce über die Sichtungen", erwiderte John.
Scully drehte die Data-Disk in der Hand.
"Zeigen Sie mir doch mal die Datei", sagte Scully neugierig und übergab John die Disk.
"Genau das wollte ich gerade vorschlagen!", sagte John nahm die Disk entgegen und legte diese in ein spezielles Laufwerk für Digitalbänder.
Er schaltete den Laptop ein, wechselte auf das Laufwerk und rief die Datei auf und drehte den Bildschirm zu Scully, diese sah folgendes:
United States Airforce
<TOP SECRET>
Betreff: Häufung von Ufo-Sichtungen über den Sherman-Glacier in der Nähe des Städtchens Cordova.
Der Cordova-Zwischenfall
-Bericht-
Seit ungefähr vier Wochen häufen sich die Sichtungen von Ufos in der Nähe der Kleinstadt Cordova, die meisten Augenzeugen berichteten von leuchtenden ovalen Objekten, die über dem Gletscher kreisten. Ein außergewöhnlicher Zwischenfall ereignete sich am 29.November 1996 bei einem Überwachungsflug mit einer F16-Falcon, das Kommando über das Flugzeug hatte Stephen McTagget, ein erfahrener Pilot mit fünfzehnjähriger Flugerfahrung. Ein Auszug über den Funkverkehr mit dem Jet folgt. Bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Objekten befand sich der Jet in 3.000m Höhe und ca. 30km südlich von Cordova über den Sherman Glacier. Die Begegnung dauerte nur zehn Minuten, allerdings hatte sie die vollständige Zerstörung des Flugzeuges zur Folge.
Funkaufzeichnung Nr.12 Überwachungsflug Datum: 29.Nov.1996 Zeit:8:45-8:55Uhr
Capt. McTagget: "Hier McTagget, befinde mich ca.30km südlich von Cordova, halt sehe hell glühendes Objekt am Himmel".
Bodenstation: "McTagget, Sie haben Genehmigung sich dem Objekt zu nähern, over!".
Capt. McTagget:" Roger, erhöhe Schub, befinde mich jetzt über Sherman Glacier, ca.5km vom Objekt!".
Bodenstation: "Können Sie das Objekt näher beschreiben?"
Capt. McTagget: "Ja, es ist soweit ich sehen kann, 30 Meter groß und oval, es leuchtet orange, an den Seiten blinken in sporadischen Abständen blaue Lichter, sehr intensiv!".
Bodenstation: "Wollen Sie ein Ufo melden, McTagget?".
Capt. McTagget: "Roger...halt! Ähm.....Objekt schießt auf mich zu, beginne Ausweichmanöver, es ist hinter mir!!"
Bodenstation: "Fliegen Sie hoch, Richtung Atmosphäre!!".
Capt. McTagget: "Beginne mit Steigflug, erhöhe Schub auf Maximum, nützt nichts Objekt kommt näher, vom Objekt geht ein Strahl aus...es schießt direkt auf mich zu, ist grellweiß, versuche dem auszuweichen".
Bodenstation: "Sie haben Genehmigung ihre Waffen zu benutzen, over!".
Capt. McTagget: "Roger, nehme Objekt ins Visier, aktiviere Sidewinder, Fox One!".
Bodenstation: "Rakete ist mit Objekt kollidiert...aber nicht zerstört!!"
Capt. McTagget: "Objekt deaktiviert Strahl...befindet sich aber auf Kollisionskurs mit mir, ausweichen nicht möglich.....Ahhhhh......" <Rauschen>
Bodenstation: "McTagget, Sie sind vom Radarschirm verschwunden, können Sie mich noch hören, over?".
Zu diesem Zeitpunkt verschmolz die F16-Falcon komplett mit dem Objekt. An der letzten Position des Jets fand man Trümmer, aber der Pilot konnte sich nicht retten. Das merkwürdige an diesem Fall ist, dass kurze Zeit danach das Objekt Kurs auf einen Gletscher in der Nähe der Stadt Cordova nahm und anscheinend etwas suchte, aber nicht fand. Von Augenzeugen wissen wir, dass es dasselbe Objekt war wie von das Capt. McTagget Gesichtete.
Was das Objekt gesucht hat, können wir mit Sicherheit nicht sagen, auf jeden Fall muss es etwas sehr Wichtiges gewesen sein, denn es kreiste mehr als zwei Stunden über dem Gletscher. Danach schoss es in den Himmel und verschwand spurlos.
Es gibt eine Videoaufzeichnung von dem Objekt, das mit der eingebauten Kamera der F16-Falcon aufgezeichnet wurde und zur Untersuchung zur Wright-Patterson-Airforce Base in Dayton/Ohio zu unserer Spezialabteilung geschickt wurde. Bis jetzt erhielten wir keinen Ergebnisbericht und außerdem wurden die Radaraufzeichnungen von hohen Regierungsbeamten beschlagnahmt.
Fazit: Dieser Fall ist noch nicht geklärt, aber wir haben geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen und die Überwachungsflüge verstärkt. Ob dieser Zwischenfall im Zusammenhang mit einem Geheimprojekt steht ist unklar.
Das Energieministerium, dem das Projekt unter dem Codenamen "Lost Times" unterliegt, verwehrte meinem Stab und mir den Zugriff zu den Akten des Projektes. Wir wissen nur, dass dort mit Zeit (lächerlich) gearbeitet wird.
Frank Drews
Executive Officer of N.O.R.A.D Cheyenne Mountain/Colorado
Scully drehte den Laptop wieder zu John dachte nach.
"Und was meinst du sollten wir jetzt unternehmen?", fragte Scully.
"Zum Sherman Glacier und das Rätsel lösen, wenn Sie nichts dagegen haben!", erwiderte John.
"Gut...Mulder fährt wohl auch dorthin, ich hole mir aber vorher noch meine Kamera und warme Winterkleidung", sagte Scully.
"Nein!! Jetzt fahren wir Ok? Warme Sachen und eine Kamera können Sie auch kaufen!! Diane will nämlich mit", sagte John streng.
So etwas hatte Scully noch nie erlebt, sollte sie sich von einem kleinen Studenten
rumkommandieren lassen?
"Diane? Schön und gut Kleiner, wir fahren zu Bloomingdales und kaufen uns dort warme Sachen", erwiderte Scully erstaunt.
John schien beeindruckt von Scullys Gegenantwort und wurde klein, zögerte.
"Diane...ähm...das ist meine Freundin und wir sollten nicht nach Bloomingdales, sondern zum Atlas Shopping Center fahren, das ist ein Discounter!!", sagte John zögernd.
"Du hast eine Freundin??? Ok...lassen wir Bloomingdales links liegen!!", erwiderte Scully erstaunt.
"Ja, etwas dagegen? Gut bei mir hat es etwas gedauert, aber wir passen zusammen, Ok??", erwiderte John, zog seine Jacke an, nahm den Laptop und verließ die Bücherei Richtung Ausgang, Scully rannte hinter ihm her und entdeckte John neben ihrem Wagen.
Dana Scully öffnete die Autotür und startete den Wagen, John stieg ebenfalls ein.
"Und wohin jetzt??", fragte Scully.
"Ich hole meine Freundin eben, sie macht gerade eine Meldung für unsere Schülerzeitung, danach fahren wir zu diesem Discounter, Ok?", sagte John, rannte in das Redaktionsbüro, das im oberen Stockwerk der HighSchool lag und kam in Begleitung von Diane wieder, die eine warme Wolljacke trug und mit John Händchen hielt.
Scully erblickte die Beiden und schmunzelte leicht, als er Johns glücklichen Gesichtsausdruck sah.
"So ihr Beiden, wir sollten uns auf zu diesem Kaufhaus machen!!", schmunzelte Scully.
Diane grinste und verließ mit ihrem Freund die Bücherei, Scully lief den Beiden hinterher, öffnete die Autotür, ließ die Beiden einsteigen und fuhr los.
20km vor Alaskas Küste, 6.Dez.1996, 11:57Uhr.
Jonathan und Stefan hatten in Cordova einen Hubschrauber gechartert, um die Ladung des U-Bootes entgegen zu nehmen. Seit mehr als 20 Minuten schwebte der Hubschrauber über eine Stelle und wartete geduldig auf das Auftauchen des Unterseebootes, dieses hatte eine Stunde zuvor den Auftauchbefehl durch Yutano Takamoto erhalten.
"Worauf warten wir?", fragte Jonathan, der gerade seine Forschungsunterlagen studierte.
"Auf die Potemkin, einem russischen Atom-U-Boot der Typhoon-Klasse, wir sollen eine Ladung hochbrisantes Atommaterial an Bord nehmen, es sind 500kg soweit ich weiß", erwiderte Stefan.
"Oh...das wird genügen um den Reaktor zum laufen zubringen!", erwiderte Jonathan.
"Dieses Material haben wir aus Murmansk.....", sagte Stefan, in diesem Moment schoss eine Wasserfontäne aus der rauen See. Das Unterseeboot tauchte auf, mit dem Bug voraus schoss es mindestens in 50m Höhe und prallte mit seinem ganzen Tauchkörper wieder auf das Wasser. Das Boot kam nach einigen Minuten zum Stehen und aus dem Turm stiegen einige Offiziere, die dem Hubschrauber zuwinkten. Einer dieser Offiziere hatte ein tragbares Funkgerät und nahm Kontakt mit dem Hubschrauber auf.
"Hier Admiral Jurij Trijakov, wir müssen sicher gehen, dass Sie der sind, der Sie zu sein scheinen. Meine Parole lautet: Der Phoenix erwacht. Wie heißt ihre?", fragte Adm. Trijakov.
"Die Verlorenen Zeiten kommen wieder!", erwiderte Stefan.
Jonathan betrachtete das U-Boot, in der aufgewühlten See prallten immer wieder hohe Wellen gegen den Tauchkörper des Bootes.
"Ihre Parole ist ok, die Ladung haben wir hier ebenfalls, bitte kommen Sie mit ihrem Hubschrauber und nehmen Sie die Ladung entgegen!", schnarrte Adm. Trijakov streng.
Auf dem Boot brachen plötzlich Aktivitäten los, vom Turm verschwanden bis auf den Admiral die Offiziere im Inneren des Bootes. Im Heck öffnete sich plötzlich eine Klappe, einige Matrosen kamen heraus. Einer davon trug ein Runden und winkte den Hubschrauber zu. Stefan dirigierte den Hubschrauber mit ausgefahrener Seilwinde in der Nähe des Hecks. Er musste vorsichtig sein, doch nach einigen Minuten hängte einer der Matrosen den Behälter an die Seilwinde, worauf der Hubschrauber leicht schwankte, denn die plötzliche Gewichtszunahme hatte das Gleichgewicht verschoben. Mit dem Steuerknüppel jedoch konnte Stefan die Lage des Hubschraubers stabilisieren, doch plötzlich schwankte die Seilwinde erneut und traf einen Matrosen, der ins kalte Wasser fiel, jedoch von seinen Kollegen gerettet wurde.
Stefan erhöhte den Schub des Hubschraubers und erhöhte die Flughöhe.
"Hier Admiral Trijakov noch mal, wir müssen tauchen, um nicht entdeckt zu werden und viel Erfolg bei dem Projekt, möge Russland neu erwachen!!", sagte Adm. Trijakov, verschwand vom Turm, das Unterseeboot begann an zu tauchen, die Tauchzellen wurden mit Wasser geflutet und das Boot verschwand im tiefen Ozean, am Ende konnte man nur noch den Turm erkennen, der langsam völlig mit Wasser überflutet wurde.
Mit der schweren Ladung unter an der Seilwinde war die Steuerung des Hubschraubers noch schwieriger.
"Nicht leicht zu steuern!", sagte Jonathan besorgt.
"Ja…deshalb werden wir auch etwas länger für den Rückflug brauchen, so um die drei Stunden!", erwiderte Stefan.
"Verstanden, dann kann ich mich ja ausruhen und schlafen", sagte Jonathan, lehnte den Kopf zurück und schlief ein.
Wright-Patterson AirforceBase/Dayton in Ohio, 6.Dez.1996, 12:35Uhr.
Das Büro des Colonels war schwer verraucht. An einen langen Konferenztisch saßen mehrere hohe Tiere des Verteidigungsministeriums.
Der Raum war abgedunkelt und auf einer Leinwand lief ein Schwarzweißfilm mit Aufnahmen des Cordova-Zwischenfalls, der vor neun Tagen stattgefunden hatte. Als die Aufzeichnung endete, schaltete sich wieder Licht ein und ein rauchender Mann stand auf und ergriff mit rauchender Zigarette in der Hand das Wort, es war der Krebskandidat.
"Gentleman, unser zweites Zeit-Experiment mit der zweiten Steinscheibe, das unter dem Namen Lost Times läuft und unter Leitung von Yutano Takamoto steht, ist durch solche Zwischenfälle wie diesen gefährdet", erklärte er.
Im Saal herrschte Getuschel, die drei Gentleman, allesamt hohe Tiere der Regierung, taten sich zusammen und diskutierten über die Aufzeichnung. Jim Hunter, ein hoher Beamter, ergriff das Wort und schaute den Krebskandidaten fragend an.
"Was ist mit Fox Mulder??", fragte Jim Hunter, Chef der NSA.
"Das Problem habe ich soweit in Griff, Agent Scully wird ihn aufhalten, bevor er die Scheibe zerstören kann!", erwiderte der Krebskandidat, ein älterer hoch dekorierter Airforce-Colonel ergriff plötzlich das Wort.
"Unsere Leute von Area51 sagen, dass das Auftauchen der zweiten Steinscheibe eine Gefahr für die globale Sicherheit darstellt, da unsere alten Freunde Die Grauen diese Technologie aus ethischen Gründen nur einmal zum Einsatz gebracht haben und zwar dem Volk der Anasazi, die spurlos verschwunden sind.....", sagte Colonel Anderson.
"Aber warum haben Sie Mr. Takamoto erlaubt diese Scheibe für ein weiteres Experiment zu benutzen?", fragte Gregory Capland, Finanzabgeordneter des US-Kongreßes, der nervös mit einem Kugelschreiber auf seine Finanzunterlagen klopfte.
Der Krebskandidat stand auf und ging an den langen Tisch entlang.
"Wer konnte denn ahnen, dass die Rising Star Erfolg hatte und eine zweite Scheibe gefunden wurde, die leider durch ein russisches Bergungsschiff vor drei Monaten geborgen wurde und zu NewCentury gebracht wurde?“.
Capland, ein junger karrieresüchtiger Kongressabgeordneter, stand auf und stellte sich dem Zigarettenraucher in den Weg.
"Es gibt Gerüchte, dass die Russen mit Takamoto zusammenarbeiten und starkes Interesse an der Nutzung der Zeit-Technologie der Scheibe zeigen…", sagte Capland.
Mit einem strengen und bewussten Blick schaute er Capland in die Augen, dieser setzte sich sofort wieder in seinen Stuhl.
"Ich habe zwar die Genehmigung für das Lost Times Projekt gegeben und auch die nötigen Finanzmittel bereitgestellt, aber es ist unmöglich, dass mich Takamoto hintergeht!", erwiderte der Krebskandidat nervös.
"Diese Finanzmittel in Höhe von 4,7 Milliarden Dollar stammen größtenteils aus dem Blackbudget des CIA....", sagte Capland.
"Wir sollten den Lauf des Geldes zurückverfolgen...", schlug Anderson vor.
"Ein vernünftiger Vorschlag", stimmte Jim Hunter zu.
"Ebenfalls", sagte Capland.
" Was ist mit ihnen?", fragte Capland.
Der Krebskandidat wurde leicht nervös und steckte sich eine zweite Zigarette an.
"Mit mir? Ja...machen Sie es, während ich mich um Mr. X kümmere", sagte der Krebskandidat nervös und setzte sich wieder in seinen Bürostuhl oberhalb des Tisches.
8.Kapitel
In der Nähe des ShoppingCenters/Washington D.C, 6.Dez.1996, 12:57Uhr.
Auf dem Rücksitz des Wagens herrschte Unruhe, John und Diane surften im Internet. Diane kicherte ab und zu und machte manchmal komische Bemerkungen über John.
Scully klopfte auf das Lenkrad des Wagens und schaute auf die Strasse, es herrschte Stau und ihr Wagen befand sich kurz vor der Haupteinfahrt des Shopping-Centers, doch ein umgekippter Transporter versperrte vorerst das Weiterkommen.
"Ihr benimmt euch wie kleine Kinder, ich denke, ihr seid erwachsen!", kommentierte Scully.
Diane fing leise an zu grinsen.
"Ähmm, dass sind wir nicht!", sagte sie und schaute John beim Abruf der Homepage http://ourworld.compuserve.com/homepages/none über die Schulter.
"Verdammt, was ist das???", fragte John, als auf den Bildschirm des Laptops sich urplötzlich ein Chatraum aufbaute.
"Hey!! John, ich wollte noch weiter lesen, warst du das?", fragte Diane sauer.
Scully schaute zu den Beiden rüber.
"Gibt´s Probleme?", fragte sie.
"Ähm.....ja, hier will jemand mit mir chatten, obwohl ich keinen Chatraum aufgerufen habe!!", erwiderte John.
"Wer ist dieser jemand??", fragte Scully erneut.
John blickte Scully an.
"Er sagt, er sei Russe, soll ich mit ihm chatten??", fragte er.
"Ein Russe? Ja, chatte mit ihm!!", erwiderte Scully und wendete sich wieder der Strasse zu. John blickte auf den Bildschirm, vor ihm erschien jetzt das Chatfenster:
Chatroom
-Private-
*System* John trat in den Raum ein.
*System* Ben trat in den Raum ein.
John: Wer sind Sie?
Ben: Scully ist bei ihnen, stimmts?
John: Ja, woher wissen Sie das?
Ben: Ich bin Benedikt Yutakin und habe deine E-Mail an Scully zurückverfolgt und will nun mit dir chatten.
John: Also, worum gehts?
Ben: Ich muss euch zwei persönlich sprechen. Wo seid ihr gerade?
John: Wir befinden uns in der Nähe des Atlas-ShoppingCenters in Washington.
Ben: Mein Leben ist in Gefahr...ich muss mit euch reden.
John: Ok...geht klar. Wo treffen wir uns?
Ben: Ich schätze mal ihr steckt im Stau.
John: Ja, aber ich sehe vor uns eine Bäckerei.
Ben: Gut...dort treffen wir uns dann. Wie ist der Name des Ladens?
John: Die Bäckerei heißt "Juliana´s Backery & Cafe“ gegenüber des ShoppingCenters.
Ben: Gut...ich bin in fünfzehn Minuten da und werde eine rote Winterjacke tragen!!!
*System* Ben hat den Raum verlassen.
John verließ den Chatraum und klappte den Laptop zu.
"Mrs. Scully? Ein gewisser Benedikt Yutakin sagt, dass er Sie kennt!", sagte John.
"Ist er noch da?", fragte Scully.
"Nein, aber er will sich mit uns treffen in diesem Laden dort!“ , erklärte John und wies mit der Hand auf die Bäckerei.
"Gut, der Transporter liegt immer noch flach, ich fahre den Wagen rechts an den Bürgersteig!!", erwiderte Scully und parkte das Auto auf diesem.
"Schön...dann wollen wir jetzt aussteigen und den Laden besuchen!!", sagte Diane und stieg auf der rechten Seite aus, dort wo die Autos fuhren.
John stieg ebenfalls aus und hielt Diane fest.
"Vorsicht Diane!! Du wärst beinahe überfahren worden!!", kommentierte John.
"Ist ja gut Mann!! Aber danke!!", erwiderte Diane und gab ihren Freund einen Kuss, gemeinsam, Hand in Hand gingen die Beiden zu den Laden.
Vor diesem standen mehrere Zeitschriftenständer, Scully jedoch begab sich sofort in den warmen Laden.
Das Liebespaar John und Diane ignorierten ebenfalls die Ständer und folgten der Agentin in den Laden, dieser war brechend voll.
John ging zu Scully, die gerade einige Magazine durchblätterte und sich zu John umdrehte, dieser flüsterte ihr etwas ins Ohr.
"Er trägt eine rote Winterjacke!!", flüsterte John und entdeckte in der Nähe der Kasse einen rot gekleideten Mann, der an einen kleinen runden Tisch stand und Kaffee trank.
"Dort ist er ja!", flüsterte John und zeigte auf diesen, dies sah Scully und ging auf den Mann zu.
John und Diane begaben sich währenddessen in eine Ecke des Ladens und schauten sich die Zeitschriften an.
Der Mann, Benedikt Yutakin, drehte sich zu Scully um.
"Scully! Wo ist ihr junger Freund??", fragte Yutakin neugierig.
"Dort...ähmmm er hat seit einen Monat eine Freundin", deutete Scully an und wies mit der Hand in eine kleine Ecke des Ladens.
"Die scheinen ja schwer verliebt zu sein!!", kommentierte er.
Scully nickte zustimmend.
"Sie wollten mir doch etwas mitteilen, oder??", fragte Scully.
"Ähm...ja, ich wollte ihnen nur sagen, dass die Airforce zwei Staffeln nach Alaska verlegt hat", erwiderte der Russe zögernd.
"Sie machen mir einen nervösen Eindruck. Wieso?", kommentierte Scully.
"Diese zwei Typen, die dort an diesem Tisch stehen, verfolgen mich seit einiger Zeit", erwiderte Yutakin.
Die zwei Typen, auf die der Russe gezeigt hatte rauchten, tranken Kaffee und lasen Zeitung, ab und an schauten sie zu Scully und Yutakin rüber.
"Sehen mir aus wie CIA-Agenten", kommentierte Scully.
"Was hat es mit diesen zwei Staffeln auf sich??", fragte Scully.
"Soweit ich weiß wurde das 215th und 85th Jagdgeschwader zu einem Zivilflughafen in Russian Jack Springs verlegt!", erwiderte Yutakin.
"Warum?", fragte Scully.
"Seit einiger Zeit häufen sich die Ufo-Sichtungen über den Sherman-Glacier!!", erwiderte er.
"Es scheint alles mit diesem Experiment in Verbindung zu stehen!!", kombinierte Scully.
Der Russe wurde langsam unruhig und schaute zur Tür.
"Deshalb soll Mulder die Scheibe auch zerstören, aber entschuldigen Sie, ich muss jetzt weg", sagte der Russe und verschwand aus der Bäckerei, die beiden Herren folgten ihm unauffällig.
Scully rannte den Beiden hinterher und konnte nur noch sehen wie diese in einer Seitengasse verschwanden. Mit gezogener Waffe folgte Scully den Agenten in die Gasse, versteckte sich hinter einem Container und schaute zu. Der kalte Boden ließ Scullys Hände kalt werden und sie musste sich gelegentlich in die Hände hauchen, damit sie nicht noch kälter wurden.
Sie beobachtete die beiden Typen, die den Russen zur Rede stellten.
"Wer sind Sie??!!!!!", schrie ihn der Jüngere an.
Doch der Russe hielt inne und schaute seinen Kontrahenten böse an, der andere, etwas dickere und ältere Mann packte den Russen, schlug ihn mit seiner Pistole in den Magen, packte ihn am Kragen und hielt seine Waffe unter sein Kinn.
"Hören Sie zu!!! Sind Sie Mulders Informant oder nicht???", fragte der dickere Kerl zornig, der Russe entdeckte in diesem Moment Scully, die dem ganzen Geschehen hilflos zuschaute.
"Ich warte auf eine Antwort!!!", schrie der dicke Kerl ihn an.
"Ja...ich bin…Mulders Informant!!", antwortete Yutakin durch Schmerzen gezeichnet.
Der andere, der neben seinen Kollegen stand, holte seine Waffe raus, zielte auf Yutakins Bauch und drückte ab, drei Schüsse folgten und hatten zur Folge, dass der Russe blutend zusammenbrach. Die Schüsse hallten durch die Gasse, doch der aufkommende Nebel verschluckte das Meiste.
"So, das hätten wir geschafft!!", kommentierte der jüngere Kerl heroisch, steckte seine Pistole weg und ging in Begleitung des Anderen auf die andere Seite der Gasse und sie verschwanden in der Menschenmenge.
Scully sprang auf, rannte zu Yutakin und beugte sich über seinen Kopf.
"Geh...Sie nach Alaska", flüsterte der Russe und starb in Scullys Händen.
"Scheiße!!", schrie Scully, nahm ihr Handy und telefonierte mit der Ambulanz, diese würde in einigen Minuten kommen, Scully jedoch verschwand früh genug aus der Gasse und begab sich wieder zu der Bäckerei.
John und Diane, die die ganze Zeit geflirtet hatten, entdeckten die aufgewühlte Scully.
"Was denn mit ihnen los??", fragte Diane sorgenvoll.
"Nichts…erzähle ich euch alles hinterher, aber nun kommt, wir müssen schnellstens nach Alaska!!", erwiderte die abgehetzte Scully, worauf die Beiden Scully in ihr Auto folgten und sich auf den Weg zum Flughafen machten.
9.Kapitel
500 m über ShermanGlacier/Alaska, 6.Dez.1996, 14:02Uhr.
Der Helikopter mit Stefan Kulyewitsch und Jonathan Litchfield an Bord, schwebte seit einigen Minuten über Sherman Glacier. Jonathan war total ausgelaugt von dem langen Flug und wachte gähnend auf, er reckte und streckte sich, Stefan drehte sich daraufhin zu ihm um.
"Wach?", fragte Stefan.
"Ja, ich bin total…müde...", sagte Jonathan gähnend.
"Das legt sich schon, wenn wir gelandet sind", erwiderte er.
"Gelandet? Wo? Vor mir sehe ich nur eine Gletscherwand.....", kommentierte Jonathan erstaunt, als er vor sich nur eine schräg abfallende Gletscherwand sah, die in einen weiten Canyon lag.
"Sie werden es gleich sehen!", sagte Stefan.
Jonathan nickte und schaute weiter auf die weiße Gletscherwand.
"New Century...das Paket ist gesichert und steht zur Abholung bereit!!", sprach Stefan ins Funkgerät.
"Hier...NewCentury, das Tor wird geöffnet, sobald Sie bereit sind!!“, schnarrte es zurück.
"Sind bereit!", erwiderte Stefan.
"Ok...das Tor wird jetzt geöffnet!!", schnarrte eine junge Stimme zurück und schon erschien auf einem Plateau unterhalb der Gletscherwand eine Landerampe, die gerade ausgefahren wurde.
Mit etwas Geschick steuerte Stefan den Helikopter mit seiner Ladung über diese Rampe, nachdem unten Techniker erschienen, die Stefan zuwinkten, die Ladung zu lösen, drückte er einen Knopf worauf sich die Seilwinde löste und der runde Behälter mit dem Atommaterial auf die Rampe sank und sich die Techniker dieser annahmen und mit Hilfe eines Elektrohubwagens in den Berg führten.
Jetzt war die Rampe frei und der Helikopter landete mit einem Rumms auf der Rampe. Die Beiden stiegen aus und gingen über einen kleinen Steg. Der kalte Wind pfiff den Männern um die Ohren und die Höhe des Steges trug noch dazu bei, dass die Angst noch größer wurde, doch schließlich kamen sie an einer kleinen Aluminiumtür an, die sich sogleich öffnete und ein kleiner dicker Mann erschien, der Japaner. Nachdem die Beiden drin waren, verschloss sich die Tür wieder und der Japaner führte seine beiden Kollegen durch den Komplex, wobei eine kleine Treppe zu einer weiteren Tür führte. Diese öffnete sich automatisch, die Sicherheitsstandards wurden wohl aus Kostengründen klein gehalten, nachdem die drei die Tür durchschritten hatten, fanden sie einen langen weißen halbrunden Gang vor, der teilweise noch schmutzig war.
"Willkommen in NewCentury, meine Herren!!", sagte der Japaner stolz.
"Dieser Gang ist wohl noch nicht ganz fertig, oder??", fragte Jonathan.
"Wegen Zeitknappheit hatten die wichtigen Einrichtungen wie Labors, der Kernfusionsreaktor und die Kammer, wo die Scheibe beherbergt wird, Vorrang", erwiderte der Japaner streng.
"Wie viel hat die Einrichtung gekostet??", fragte Stefan.
"Über 4 Milliarden Dollar, die meine Investoren, ein russisches Gold- und Diamantkonglomerat, zur Verfügung gestellt haben, der CIA stellte zwar 4,7 Milliarden Dollar zu Verfügung, dieses Geld jedoch überwies ich größtenteils an die Russen zurück", erwiderte der Japaner.
"Und was ist mit den restlichen 700 Millionen Dollar geschehen?", fragte Jonathan, doch der Japaner schwieg.
"So meine Herren, hinter dieser Tür befindet sich der Konferenzraum, bitte treten Sie ein!!", befahlt Yutano und begab sich mit den Beiden in den Saal, Licht schaltete sich ein und zwei Herren erschienen, die am runden Konferenztisch saßen.
Der Raum war groß und wies oberhalb des runden schwarzen Tisches eine Leinwand auf.
"Gentleman, setzen Sie sich!!", sagte der Japaner.
Stefan und Jonathan setzten sich in zwei leere Bürostühle und schauten die drei Herren fragend an.
"Guten Tag, mein Name ist General Juri Tuwalski und bin ehemaliger KGB-Funktionär!", erwiderte ein schmächtiger Russe in Gala-Uniform und Schnurrbart.
"Was für eine Aufgabe haben Sie?", fragte Jonathan.
"Ich habe außerdem die Kontrolle über das 43th Bombengeschwader der GUS, die sobald die Scheibe einsatzbereit ist, hierher kommen werden und das Zeittor passieren werden, Sie Mr. Litchfield, haben die Aufgabe den Reaktor zu bedienen und in Gang zu setzen!", erwiderte Gen. Tuwalski, der sich sogleich eine Zigarre ansteckte.
Der Japaner stand auf und bediente ein Videogerät, auf der Leinwand lief sogleich ein Film über Alaska ab.
"Alaska...kein anderes Land ist so unwirtlich und kalt wie dieses, um die Jahrhundertwende hatte Alaska eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für Amerika, denn der Klondike und andere Gebiete dieses Landes wiesen große Goldvorräte auf. Unser Plan sieht folgendes vor, wir teleportieren das Bombergeschwader in das Jahr 1867, in diesem Jahr erfolgte die Übergabe Alaskas an die USA", kommentierte Yutano Takamoto.
Jonathan Gesichtsausdruck verzog sich zu einer nachdenklichen Mine.
"Sie wollen die Unterzeichnung der Übergabe an die USA mit Hilfe einer Atombombe verhindern, stimmt’s??", fragte Jonathan bedauernd.
"Alaska... wäre diese Übergabe nicht gewesen...dann wären unsere Truppen schon längst in die USA einmarschiert und Alaskas hätten Rohstoffvorkommen für sich beansprucht!!", erwiderte der General grinsend, Jonathans Reaktion auf die Antwort des Generals führte dazu, dass er mit den Fäusten auf den Tisch schlug.
"Sie wollen Menschen für diese Sache opfern!!", maulte er den General an.
"Nun...wenn die Bomberpiloten nicht zurückkehren, wissen wir, dass das Projekt ein Erfolg war!", erwiderte Gen. Tuwalski streng.
Der Japaner erhob die Hand.
"Apropos Projekt...es wird langsam Zeit, dass ich ihnen die Scheibe zeige, meine Herren, General! Wenn Sie mir bitte folgen würden!!", sagte Yutano, stand auf und ging zur Tür, die anderen Drei folgten dem Japaner und begleiteten ihn durch den langen geschwungenen weißen Gang, an dessen Ende eine kleine Aluminiumtür lag, die durch einen Codeschalter und einen Handscanner gesichert war. Der Japaner legte seine Hand auf den Scanner, worauf ein grünes Licht seine Handfläche scannte und ein klickendes Geräusch in der Tür die erste Sicherung löste, danach gab Yutano einen Code innerhalb der Tür ein, worauf sich eine zweite Sicherung löste und die Tür sich öffnete.
Beim Eingeben konnte Jonathan dem Japaner über die Schulter schauen und entdeckte an der Seite des Codeschalters ein Firmenzeichen EG & G.
"EG & G? Dieselbe Firma schützt auch Area51!", rief Jonathan aus, Yutano Takamoto drehte sich um und schaute ihn in die Augen.
"Ja...diese Firma hat mir die Sicherheitssysteme und Personal zur Verfügung gestellt, das Personal habe ich auf zehn Techniker beschränkt aus Sicherheitsgründen, aber nun folgen Sie mir!!", erwiderte der Japaner und betrat den Raum. Sofort entdecke Stefan einen älteren Mann an der Computeranlage, die sich hinter einer dicken Glasscheibe befand, dieser starrte konzentriert auf den Bildschirm und bemerkte die Anwesenheit der Anderen nicht.
Stefan begab sich zu Professor Reno und klopfte ihn auf die Schulter, Reno erschrak augenblicklich.
"Müssen Sie mich so erschrecken?!", kommentierte Professor Reno mit starrem Gesichtsausdruck.
"Sorry...ich bin Stefan Kolyewitsch, Archäologe und Experte für Inkaschrift.", räusperte Stefan, der Professor stand und begrüßte ihn mit einem Handschlag.
"Endlich!! Setzen Sie sich, ich komme einfach nicht weiter! Der Schlüssel zum Erfolg muss diese kleine Steinplatte knapp unterhalb der Jadescheibe sein, leider konnte der Computer die Schrift bis jetzt nicht identifizieren", kommentierte Reno, wobei er das Digitalbild auf den Bildschirm holte.
"Hmmm....scheint eine viel ältere Inkaschrift zu sein, vielleicht hilft diese Data-CD weiter!", erwiderte Stefan, holte eine kleine CD hervor und legte diese in das CD-Romlaufwerk des Hochleistungsrechners, gab Steuerbefehle ein und führte die Sensoren zu der kleinen Steinplatte unterhalb der Jadescheibe. Professor Reno schaute Stefan bei der Eingabe zu.
"Was befindet sich auf der CD??", fragte er.
"Einige tausend Aufzeichnungen von Inschriften der Inka...habe viel Geld dafür hingelegt", erwiderte Stefan und wendete sich wieder dem Computer zu, Reno nickte und unterstütze Stefan.
"So, die sind beschäftigt! Sie, Mr. Litchfield, folgen mir bitte!!", befahl der Japaner und öffnete die linke Tür, die mit -Danger- Fusionsreaktor markiert war und in der Nähe der Computeranlage lag.
"Ok...ich komme!", sagte Litchfield und betrat den Raum, wo sich der Fusionsreaktor befand. Der Japaner verließ den Raum wieder und ließ Litchfield allein mit zwei Technikern.
Jonathan kannte diese Anlage, es war genau dieselbe wie in New Mexico. Genau wie in New Mexico lag der Reaktor in einem runden Stahlbetonbehälter, wovon zwei Energieleitungen zu der Steinscheibe führten, das hochbrisante Atommaterial wurde gerade in eine Kammer neben dem eigentlichen Reaktor eingelassen und die Kammer wurde verschlossen. Die zwei Techniker waren gerade damit beschäftigt das eben eingeführte Atommaterial für die Kernfusion aufzubereiten. Einer der Techniker sah Jonathan und begrüßte diesen, wobei Jonathan ein blauer Technikerkittel mit der Aufschrift EG&G auffiel, einem Unternehmen, das ausschließlich hochbrisante Regierungsanlagen schützte und ebenso die Technologien für diese Anlagen zur Verfügung stellte.
Dieses Unternehmen war anscheinend hauptverantwortlich für die Sicherheit der Anlage.
Jonathan setzte sich an einen der Terminals und gab entsprechende Daten für die Kernfusion ein.
"Wie lange wird die Aufbereitung dauern??", fragte Litchfield.
"Circa 8 Stunden", erwiderte der Techniker, mit dieser Antwort gab sich der Professor zufrieden und wendete sich wieder seinem Terminal zu.
Atkins Helicopter Services/Anchorage in Alaska, 6.Dez,1996, 15:27Uhr.
Scully, John und Diane hatten sich während der letzten drei Stunden im Flugzeug über
die Möglichkeit von Zeitreisen und den Tod von Mr. Yutakin unterhalten.
Die Drei mussten unter allen Umständen nach New-Century, der geheimen Forschungsstation des Japaners.
Da der Weg dorthin nur über den Luftweg führt, musste Scully einen Weg finden um mit ihren zwei Freunden dorthin zu gelangen. Durch einen Zufall fanden die Drei einen Mann, der ihnen gegen ein hohes Entgelt zum Sherman-Glacier bringen würde. Der Mann stellte sich als Frank Atkins vor. Scully vertraute ihn sofort und fuhr mit den Dreien zu seiner eigenen Firma weit am Ende der Stadt.
Allerdings, so versicherte Atkins, würde der Hubschrauber erst in 4 Stunden einsatzbereit sein, da der Helikopter einen Getriebeschaden hatte.
Die drei Freunde mussten sich damit abfinden und in einem kalten Aufenthaltsraum abwarten, der Raum wies noch nicht mal eine Heizung auf und überhaupt sah das ganze Gebäude heruntergekommen aus. Durch ein Fenster konnte Scully direkt in die Servicehale gucken und Frank bei der Reparatur zuschauen, John und Diane kuschelten sich währenddessen auf einer Couch zusammen, um sich gegenseitig zu wärmen.
WrightPattersonAirforceBase/Dayton in Ohio, 6.Dez.1996, 16:34Uhr.
Im Konferenzraum herrschte eine beunruhigende Stille, denn Capland und der Colonel hatten eine schlechte Mitteilung loszuwerden.
Capland, ein Finanzabgeordneter, ergriff das Wort, stand auf und übergab den Krebskandidaten einen Computerausdruck.
"Wir konnten den Lauf des Geldes zurückverfolgen....", kommentierte Capland.
"Und wo ist das Geld??", fragte der Krebskandidat drängend.
"Von den 4,7 Milliarden Dollar flossen 3,8 Milliarden auf das Geschäftskonto eines russischen Gold- und Diamantkonglomerats mit Sitz in Leningrad, 28Millionen Dollar flossen auf verschiedene Schweizer Konten, wahrscheinlich Schmiergelder", erklärte Capland.
"Schmiergelder?", fragte Jim Hunter, Chef der NSA.
"Wahrscheinlich, dieses Geld wurde dann erneut auf Privatkonten hier in den USA geleitet", kommentierte Capland, während er seinen eigenen Ausdruck studierte.
"Das war aber noch nicht alles, oder?", fragte Anderson.
"Nein!! Über 800Millionen Dollar wurden nach Japan überwiesen...zu einem großen Konzern, dessen Name ihnen allen bekannt sein müsste!!", berichtete Capland, während er nervös mit dem Ausdruck spielte.
"Sitec! Was vermuten Sie??", erkundigte sich der Krebskandidat besorgt mit rauchender Zigarette in der Hand, Capland erhob sich, ging an den Herren vorbei und blieb stehen. Er tippte mit dem Kugelschreiber auf seinen Mund.
"Nun...was vermuten Sie?", fragte der Krebskandidat erneut.
"Sitec schien vor zwei Monaten vor den Ruin zu stehen....was unsere Experten vermuten, ist dass mit den 800 Millionen Dollar ein Offshore-Unternehmen gegründet wurde und mit diesem ein Rückkauf der Aktien geplant ist...", erwiderte Capland nervös.
"Wenn es so ist, dann können wir nichts machen", kommentierte der Krebskandidat müde.
"Es gibt es viel Wichtigeres als dieses. NORAD registrierte vor ungefähr zwei Stunden ein größeres Objekt in der Atmosphäre, es nähert sich langsam mit Kurs auf New-Century!", berichtete Col. Anderson beunruhigt.
"Welchen Durchmesser hat dieses Objekt?", fragte Jim Hunter, der Colonel zögerte, sein Gesichtsausdruck verzog sich fragend.
"500 Meter im Durchmesser, soweit ich unseren Experten trauen kann, wird das Schiff Alaska in fünf Stunden erreichen, ich habe unsere beiden Geschwader bereits in Alarmbereitschaft versetzt!", erwiderte Colonel.
"Das kann böse enden, Sie sprachen von einem Schiff!", fragte Capland.
Der Colonel stand auf und zeigte eine Infrarotaufzeichnung herum.
"Sieht mir aus wie ein Mutterschiff von unseren Freunden den Grauen, die wollen wohl verhindern, dass die Scheibe je eingesetzt wird", kommentierte der Krebskandidat besorgt.
"Wir werden angreifen...falls Sie angreifen!!", sagte der Colonel.
"Gut, belassen wir es dabei und warten ab!!", sagte der Krebskandidat und lehnte sich in seinen Stuhl, schlug die Beine übereinander und wendete sich von den Anderen ab.
In der Nähe von NewCentury/Alaska, 6.Dez.1996, 19:37Uhr.
Mulder hatte durch Mr. Xs Informationen und durch eigene Nachforschungen herausgefunden, wo sich NewCentury genau befand, also charterte er einen Hubschrauber und ließ sich zum Sherman-Glacier fliegen. Der Hubschrauber schwebte vor einer Gletscherwand und wartete.
"Hier ist doch nichts!!! Wir sollten zurückfliegen und außerdem wird der Treibstoff knapp", schrie der Pilot streng.
"Warten Sie noch einige Minuten!!", erwiderte Mulder.
"Fünf und nicht mehr!!", schrie der Pilot.
Plötzlich erschien auf einen Plateau unterhalb der Wand eine Landeplattform.
"Da soll ich landen!!??", sagte der Pilot.
"Nein!! Ich seile mich ab!!", erwiderte Mulder.
"Gut...wie Sie wollen!!", schrie der Pilot unfreundlich zurück und dirigierte den Hubschrauber über die Plattform, während Mulder die Cockpittür öffnete und sich abseilte. Der kalte eisige Wind schlug Mulder ins Gesicht und ließ ihn auch schwanken, zu seinem Glück jedoch erschienen auf der Plattform Leute und hielten ihn fest, als er drohte von dieser zu fliegen. Der Hubschrauber entfernte sich und Mulder wurde von den Leuten mit Gewehren herumgestoßen und in den Berg geführt, dort empfing ihn der Japaner in seinem Büro und stellte ihn zur Rede.
Der Japaner schaute Mulder streng an und musterte ihn, es war schön warm in diesem Büro und Mulder konnte sich erholen.
"Kalt nicht wahr?? Wie haben Sie mich gefunden??", fragte Takamoto streng.
Zitternd vor Kälte antwortete Mulder.
"Wenn Sie mir vielleicht ein Kaffee geben könnten, dann erzähle ich ihnen alles!!", erwiderte Mulder, Takamoto ging zu einem kleinen Schränkchen und holte eine Flasche Sake heraus.
"Das ist zwar kein Kaffee, aber es wärmt wenigstens", kommentierte der Japaner und goss etwas Sake in ein Glas, dieser trank ein Schluck, wovon er sich sofort besser fühlte.
"Ich habe Sie durch Mr. X gefunden und Sie haben kein Recht die Geschichte zu verändern", sagte Mulder trocken, der Gesichtsausdruck des dicken Japaners blieb stur.
"Wir werden drei russische Bomber, Typ Tupolev 23 "Bear" mit Geleitschutz in das Jahr 1867 teleportieren und die...", berichtete der Japaner, Mulder sprach dazwischen.
"Die Unterzeichnung der Übergabe Alaskas an die USA verhindern", sagte Mulder.
Im Gesicht des Japaners machte sich etwas Begeisterung breit.
"Ich bewundere ihre Kombinationsgabe Agent Mulder, wenn Sie wollen, zeige ich ihnen die Scheibe", sagte der Japaner.
"Gerne", erwiderte Mulder und dachte nur an das, was ihn sein Informant gesagt hatte. Die Beiden verließen das kleine Büro und begaben sich zu den Raum, wo sich die Scheibe befand. Sofort entdeckte Mulder Professor Reno, der seinem Kollegen half.
"Professor Reno?", fragte Mulder.
"Ja...ich wurde entführt, aber nun habe ich Verstärkung bekommen, darf ich ihnen Stefan Kolyewitsch vorstellen??", fragte Professor Reno, wobei er Mulder mit einem Handschlag begrüßte. Doch plötzlich machte Stefan einen kleinen Luftsprung und zeigte auf den Bildschirm.
"Was ist?", fragte Mulder, Professsor Reno schaute Stefan fragend an.
"Die Inschrift ist identifiziert!", freute sich Stefan.
"Und wie lautet Sie??", fragte der Japaner.
"Wenn der Mond die Sonne völlig bedeckt und die Erde in Dunkelheit hüllt, so wird ein Lichtstrahl das Unbekannte auslösen...Aber hüte dich vor der Gefahr", sagte Stefan in Gedanken versunken und wies mit der Hand auf den Monitor, wo eine Digital-Aufnahme der Steintafel erschien.
Es herrschte kurze Zeit Stille in dem Raum. Nur das Surren der Computer konnte man hören, bis der Japaner das Wort ergriff.
"Klasse, Mr. Kolyewitsch und Professor Reno...jetzt müssen wir nur noch abwarten bis die nächste Sonnenfinsternis einkehrt!", sagte der Japaner streng, der sogleich den Russen herbeirief und ihn das Ergebnis mitteilte.
"Die nächste Sonnenfinsternis wird es heute Nacht um 1:00Uhr geben......", sagte Mulder.
"Sehr gut.....Sie können Professor Reno über die Schulter schauen und dann nur abwarten Agent Mulder", sagte der Japaner, während der Russe und der Japaner sich zurückzogen.
Jetzt musste Mulder nur noch abwarten bis die Sonnenfinsternis beginnt und sie die Scheibe in Betrieb setzen würden.
10.Kapitel
Atkins Helicopter Services/Anchorage Alaska, 6.Dez.1996, 20:07Uhr.
Der Helikopter war endlich repariert worden, Frank Atkins ging in den kleinen Aufenthaltsraum und weckte seine drei Freunde.
Scully wachte auf, legte ihre Wolldecke weg und weckte John und Diane auf, John hatte seinen Arm um Dianes Schulter gelegt.
"Uaaahhhh.....ist der verdammte Hubi endlich fertig?", fragte John müde, durch Johns Gähnen wachte seine Freundin auf und entfernte ebenfalls die Wolldecke und schaute John müde an.
"Kommt ihr Beiden, Frank wartet schon auf uns!", sagte Scully und begab sich nach draußen. Außerhalb der Servicehalle stand die MD-500 startbereit, ein kleiner wendiger Helikopter.
John begab sich nach draußen mit seiner Freundin und sie stiegen in den Helikopter, Scully saß vorne neben Frank, John und Diane saßen hinten und schauten Frank über die Schulter. Der Helikopter startete und würde erst in einigen Stunden Sherman-Glacier erreichen.
Außerhalb von Bellingham/Kanada, 6.Dez.1996, 22:15Uhr.
Die Bürger von Bellingham waren aufgeregt und nervös. Sie standen auf den Straßen und starrten in den Himmel. Eine Reporterin des lokalen Fernsehsenders kommentierte das Ereignis.
"Hier ist Sandra Trend von KLAS-TV, wie Sie hinter mir sehen können sind die Leute total aus dem Häuschen. Der Grund der Aufregung fliegt langsam über uns....", kommentierte Sandra aufgeregt, während ihr Kameramann Ricky das Objektiv auf das UFO richtete, damit die Zuschauer die ganzen Ausmaße des UFOs sehen konnten. Es war über 500m groß, rund und hüllte das Städtchen zur Hälfte in einen orangen unheimlichen Farbton, dessen Quelle die Unterseite des UFOs war, ansonsten wies das Objekt einen Grauton auf.
"Verehrte Zuschauer, wir werden dran bleiben und das Objekt verfolgen!!", kommentierte Sandra nervös und folgte dem UFO langsam mit einem Wagen.
Zivilflugplatz/Russian Jack Springs in Alaska, 6.Dez.1996, 23:56Uhr.
Auf den Flughafen herrschte Chaos, die beiden Staffeln, jeweils bestehend aus vier F16-Falcon, wurden in Alarmbereitschaft versetzt, da das UFO bereits Cordova passiert hatte und sich geradewegs auf den Weg zum Sherman-Glacier machte.
Die Staffeln stiegen auf und folgten dem UFO in sicherem Abstand in Diamond-Formation, jetzt mussten sie nur noch den Feuerbefehl abwarten. Randy "Fire" Foxwell flog eines dieser Flugzeuge und wartete gebannt auf den Feuerbefehl.
New-Century Forschungseinrichtung/Alaska, 6.Dez.1996, 0:53Uhr.
Scully und ihre drei Freunde wurden, nachdem sie unwirsch empfangen wurden, zu dem Raum mit der Scheibe geführt, wo auch Mulder wartete und sie begrüßte.
Der Raum war voll, die zwei Professoren gaben Befehle in ihre Computer ein und schauten gleichzeitig zu der Scheibe.
"Die Scheibe wird in 7 Minuten einsatzbereit sein", kommentierte der Japaner froh, sein Kollege, der Russe stand mit verschränkten Armen neben diesem und schaute zu, wie die Scheibe in 45 Grad Position gebracht wurde und sich eine kleine runde Kuppel öffnete. Etwas Schnee und Eis bröckelte von der Kuppel ab und fiel auf die Scheibe, der Raum erhellte sich, als die Kuppel völlig geöffnet war und die Leute hinter der Glasscheibe blendete.
Mulder schaute ebenso gebannt zu, wie Diane, die völlig weggetreten war und sich vor Aufregung kaum beruhigen konnte, ihr Freund klopfte ihr beruhigend auf die Schulter.
Ein lautes Geräusch ertönte plötzlich, der Reaktor lief an, ein beständiges gleichmäßiges Surren trug nun noch zu der angeheizten Atmosphäre im Raum bei, über einen Lautsprecher ertönte die Stimme von Dr. Litchfield.
"Mr. Takamoto, ich muss darauf aufmerksam machen, das der Reaktor nur eine Laufzeit von ungefähr zehn Minuten hat, ob das reicht um den Bomber durchs Zeitloch zu führen, ist fraglich!!", schnarrte es aus dem Lautsprecher.
"Die Bomber befinden sich über uns...wir müssen nur auf das Öffnen des Zeitlochs warten!", kommentierte Gen. Tuwalski, im Raum wurde es unruhig.
"Da sehen Sie, der Mond schiebt sich vor der Sonne!!", berichtete Takamoto und wies mit seiner Hand auf den Mond, durch die geöffnete Kuppel konnte man nun sehen wie sich der Mond vor der Sonne schob, wobei am Ende nur noch eine Corona, ein flacher Lichtkreis, den Mond umgab. Von dem Lichtkreis schoss ein oranger heller Strahl direkt auf die Scheibe zu und erhellte die Umgebung in einen blauen Farbton. Nachdem der Strahl die blaue Jadescheibe in der Mitte passiert hatte, wurde das Surren des Reaktors stärker. Der Lichtstrahl hatte die Leistung des Reaktors verdreifacht, die aufkommende Hitze unter der Kuppel ließ Eis und Schnee schmelzen. Ein großer Eiszapfen prallte auf den kalten Boden und zersprang in tausend Stücke. In diesem Augenblick öffnete sich draußen in der Nähe der Sonnencorona das Zeitloch, es war rund und leuchtete in einen in Orange. Die Silouhetten der Bomber und Kampfjäger konnte man im Schein der Corona und der Zeitlochs erkennen. Diese nahmen Kurs darauf, plötzlich meldete sich ein Kommandant des 1.Bombers.
"Hier Captain Kutanew, es ist einfach phantastisch...New Century, passieren jetzt das Zeitloch, um uns...halt was ist das...etwas erfasst uns…es ist blau und.......", in diesem Augenblick verstummte der Lautsprecher. Die Leute unten konnten jedoch beobachten wie ein intensiver blauer Strahl den ersten Bomber erfasste und die rechte Tragfläche wie Butter zerschnitt. Eine grelle weiße Explosion ging plötzlich von der Mitte des Bombers aus, die Atombombe war explodiert und zerriss die Maschine in tausend Stücke. Das Zeitloch jedoch blieb stabil, die anderen zwei Bomber stürzten ebenfalls brennend zu Boden, der Geleitschutz nahm die Flucht auf.
Über Sherman-Glacier in einiger Entfernung kreisten die F16-Falcons, diese konnten beobachten wie das riesengroße UFO über den Berg schwebte und wohl auf etwas wartete. Unten im Berg ergriff Mulder seine Pistole und schoss zweimal auf die Computeranlage. Funken sprühten, Scully ergriff Mulders Hand und hielt dabei seine Pistole nach oben.
"Scully!!! Lassen Sie das!!!“, schrie Mulder sie an, in diesem Moment zuckten grüne Blitze um die Scheibe, erfassten das Sicherheitsglas, das sofort zersprang. Die zwei Professoren wichen zurück und standen auf. Die Anderen erstarrten vor Angst, Diane sackte etwas zusammen, John fing sie ab und hielt Diane fest. Einer der Blitze erfasste den Russen und den Japaner, diese schrieen, doch das nützte nichts. Eine grüne intensive Aura umschloss ihre Körper, sie lösten sich auf und brachen zusammen. Zurück blieb nur eine schwarze, schlecht riechende Substanz, eine geisterhafte Gestalt in Form eines Ansazi-Indianers erschien nach diesem Desaster und sprach leise:
"Geht...die Schuldigen sind von uns gegangen...verschwindet von hier!!! Bevor alles um euch zusammenbricht!"
Die geisterhafte Erscheinung verschwand, die Überlebenden flüchteten in den Gang und rannten zu der Landeplattform. Über ihnen schwebte das riesige UFO, an dessen Unterseite sich eine runde facettenartige Öffnung langsam öffnete. Blaues Licht und Blitze konnten die Überlebenden Mulder, Scully, John und Diane und die beiden Professoren und Frank Atkins sehen. Auf der Plattform stand ein Helikopter, sie hechteten zu diesem und stiegen ein.
Sie mussten sich eng zusammensetzen, damit genug Platz für alle blieb. Frank startete den Motor des MD-500 Helikopters, doch das hohe Gewicht verhinderte ein schnelles starten, also erhöhte er den Schub. Er stieg auf, entfernte sich vom UFO und flog in einer sicheren Entfernung. Dabei konnten die Überlebenden sehen, wie die Jäger auf Angriffsformation gingen, denn die Facettenöffnung hatte sich bereits ganz geöffnet und schien sich wohl darauf vorzubereiten zu feuern.
Die Piloten hatten den Befehl erhalten, das Feuer zu eröffnen, sobald das Ufo aggressive Handlung zeigte. In einer Entfernung von 400 Metern ereignete sich das Unfassbare. Ein großer breiter grün-blauer Strahl erfasste die Einrichtung und somit den gesamten Gletscher, die nun folgende Salve zerstörte zuerst die Landeplattform. Es folgte eine gewaltige Feuerwalze, die den gesamten Gletscher umschloss und in einer empirischen Explosion endete. Das hatte zur Folge, dass über 20 Quadratmeilen des umliegenden Landes in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Dieser Angriff war der Auslöser für den nun folgenden Angriff der F16-Falcons.
In Angriffsformation griffen die zwei Staffeln an, das Kommando über diese zwei Staffeln trug Randy "Fire" Foxwell, ein junger aufstrebender Pilot.
"Foxwell an Deltastaffel...Sidewinder aktivieren und ohne Befehl feuern!!", befahl Randy.
Vier Jäger nahmen Kurs auf das Objekt und erfassten mit ihren Raketen das UFO.
"Hier Thunder One....erfasse Objekt...nehme Sidewinder....Feuer!!", schrie Thunder One, von seinem Cockpit aus konnte er sehen, wie die zwei Sidewinder Kurs auf das UFO nahmen, doch ohne Wirkung prallten die zwei Raketen an einem Schutzschild ab. Als Gegenreaktion schossen grüne Laserstrahlen aus den UFO und erfassten die zwei Staffeln, diese stürzten zu Boden und explodierten. Danach raste das Raumschiff gen Himmel und verschwand spurlos.
Der Helikopter mit den sieben Überlebenden landete einige Stunden später auf einer Strasse.
WrightPattersonAirforceBase/Dayton in Ohio, 6.Dez.1996, 1:25Uhr.
Der Krebskandidat war außer sich vor Wut und lief nervös im Saal herum, mit rauchender Zigarette begann er zu sprechen.
"Verdammt! Wer konnte denn ahnen, dass das Los Times Projekt so ein Ende nimmt!!", schrie er vor Wut.
"Das war eine Warnung!! Bitte entschuldigen Sie uns, wir haben noch etwas Anderes zu tun!!", sagte der Colonel trocken, verließ mit den Anderen den Saal und ließ den Krebskandidaten allein, dieser telefonierte mit dem Weißen Haus.
Weißes Haus/Washington D.C, 8.Dez.1996, 9:30Uhr.
In einer Sitzgruppe gegenüber vom Schreibtisch des Präsidenten saßen der Verteidigungsminister, der Vize-Präsident und der Commander der Area 51. Der US-Präsident saß hinter seinem Schreibtisch und begann seine Rede, die anderen schauten ihn fragend an.
"Meine Herren.....es ist etwas passiert, was niemand von uns erwartet hat, die Grauen haben einen ganzen Gletscher zerstört und dies ist wohl als ernst zu betrachten und daher habe ich beschlossen, diesen Zwischenfall der amerikanischen Öffentlichkeit in den nächsten Monaten zu präsentieren. Vorerst jedoch sollten wir es dementieren. Mr. Perry, Sie und ihr Stab werden dieses Unglück als eine aus versehen gezündete Nuklearbombe deklarieren", sagte der Präsident nachdenklich.
"Es gibt eine bessere Lüge...vor kurzem stürzte einer unserer Satelliten zur Erde, ob es nun Zufall ist oder nicht, dieser stürzte in Alaska ab", erwiderte Verteidigungspräsident Perry, der Präsident und die Anderen nickten.
"Und was die Aufnahmen dieses Ufos betrifft, der zuständigen TV-Station haben wir bereit die Sendelizenz entzogen und die Aufnahmen beschlagnahmt!!", kommentierte der Vizepräsident. Die Anderen sowie der Präsident stimmten zu, danach ging der Präsident seinem Tagesgeschäft nach.
FBI-Zentrale/Washington D.C, 8.Dez.1996, 9:47Uhr.
Scully und Mulder saßen gemeinsam vor einem PC und verfassten den Fallbericht. Mulder hatte kurze Zeit vorher von Mr. X erfahren, dass er für einige Zeit untertauchen werde, da ihn der Krebskandidat schon zu nahe gekommen war.
E N D E
by
(c) 1997 Andreas Krämer