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spookydogstar
spookydogstar@gmx.de
Mary
GabiS
eigentlich nur einen, aber am besten, ihr findet ihn selber raus *lol*
ich würde mal sagen PG 13, wegen ein paar präziser Beschreibungen
ein ganz kleines bisschen Crossover mit C.S.I. ; ein wenig Angst; X-File; und mal schauen, ob ich es diesmal schaffe, aus dieser FF keine MSR zu machen (*totalschwerfallenwird* J)
Oh mein Gott, ich glaube mein Alzheimer hat wieder zugeschlagen, denn ich kann mich einfach nicht mehr daran erinnern, wem Mulder und Scully gehören. Gab es da nicht so einen Mann, der sich mit CC abkürzt oder spielt meine Fantasie mal wieder verrückt. Ich hätte schwören können, dass es da jemanden geben würde, dem sie gehören. Vielleicht fällt es ja keinem auf, wenn ich sage, dass sie mir gehören.
Was ist das?
Schon gut CC, sie gehören nicht mir, sondern dir, 20th Century Fox und 1012 Productions. Du kannst meinen Arm jetzt wieder los lassen. Es war doch nur ein Versuch, der leider in die Hose gegangen ist. Hätte er geklappt, dann könnt ihr euch ja vorstellen, wo ich jetzt wäre. Richtig, ich hätte mal schnell Mulder und Scully einen Besuch abgestattet *träum*.
Ach so, die C.S.I Charaktere gehören mir auch nicht. Mir gehört hier nur Detektive Alison und vielleicht noch ein paar andere, das war es dann aber schon *schade*.
Unsere beiden Agenten sollen eine mysteriöse Mordserie untersuchen und geraten dabei selbst in Gefahr...
So, mal schauen, wo wir da am besten anfangen. Ach ja, ich weiß schon. Als aller erstes möchte ich mich bei Kdala bedanken, die mir auf meine bisherigen, bei SoX erschienen FF's, kräftig Feedback geschrieben hat. Vielen, vielen Dank. So etwas freut doch jeden Autor *lol*.
Als nächstes möchte ich mich wieder mal bei Mary bedanken, die es auch diesmal geschafft hat, mich in einer kleinen Krise wieder aufgepäppelt hat und an meine Ideen und alles andere geglaubt hat. Außerdem dafür, das sie sich als Betaleserin geopfert hat. *gg* *Thanks*
Dann möchte ich mich bei Thranfisch bedanken, in der ich eine weitere neue und liebgewonnene Akte X Freundin gefunden habe.
Und last but not least möchte ich mich bei dem gesamten SoX-Team bedanken, die mich so lieb in ihrer Mitte aufgenommen haben und bei denen ich ein neues zu Hause gefunden habe. Und ich hoffe, das es diese Seite bis an mein Lebensende gibt, da ich sonst nicht mehr wüsste, was ich nur ohne diese Seite tun würde. Das Leben wäre einfach zu öde ohne diese coole Seite. Also, nur nicht unterkriegen lassen *gg*

Widmen möchte ich diese FF der lieben Kdala, die mich mir ihrem Feedback in meiner kleinen Schreibkrise wieder aufgemuntert hat.



In den Straßen von Las Vegas


Las Vegas
05.07. ; 21:15 Uhr

Sie konnte die Schritte ihres Verfolgers deutlich hören, wie sie immer näher kamen und sie fast eingeholt hatten. So schnell ihre Beine sie trugen versuchte sie ihrem Verfolger zu entkommen. Die Minuten, in denen sie nun schon so über den noch heißen Sand hetzte, wollten einfach nicht vergehen. All ihre Alpträume verbanden sich auf einmal zu einem riesigen Knäuel aus dem es kein Entrinnen zu geben schien.

Die Schritte hinter ihr wurden immer deutlicher und sie wusste, dass sie dieses Tempo nicht mehr länger durchhalten würde. Irgendwann würden ihre Füße sie im Stich lassen und der Gedanke daran war erschreckend. Denn sie wusste genau, was dann mit ihr passieren würde. Sie wäre das nächste Opfer, über das man am nächsten Tag in der Zeitung lesen würde.



Seit genau zwei Wochen trieb ein Serienmörder sein Unwesen in den Straßen von Las Vegas. Die örtliche Polizei konnte trotz der vielen Hinweise, die aus der Bevölkerung eingingen, noch keine herausragenden Forschritte vorweisen. Der Täter schien sich an keinen bestimmten Personenkreis zu halten, aus denen er seine Opfer aussuchte. Und auch über den Täter selbst konnte die Polizei bisher nichts Fahndungshelfendes in Erfahrung bringen. Die Tatorte sahen jedes Mal anders aus und eine Tatwaffe konnte bisher auch noch nicht ausgemacht werden. Das einzige was die Polizei jedoch mit Gewissheit wusste war, dass sie den Täter so schnell wie möglich fassen mussten. Seit dem ersten Mord vor zwei Wochen gingen bereits sieben Morde auf das Konto des Täters und fast jeden zweiten Tag kam ein neues Opfer dazu.


Las Vegas; Polizeistation
06.07. ; 09:53 Uhr

Mit Besorgnis las sich Detektive Alison die neueste Polizeiakte zu dem aktuellsten Fall durch.

...Gegen halb sechs morgens wurde eine weibliche Leiche am Stadtrand von Las Vegas von drei Bauarbeitern gefunden. Die bisherigen Untersuchungen des Leichnams und die Umstände, unter denen sie umgekommen ist, lassen alle auf den Serienmörder schließen, dem bereits sechs weitere Morde angelastet werden...

Nachdem Detektive Alison den Bericht kurz überflogen hatte, beschloss er, sich auf dem schnellstem Wege zum Tatort zu begeben. Während seiner 20-jährigen Berufserfahrung hatte er schon das ein oder andere grässliche Verbrechen gesehen, aber die Morde die zur Zeit in Las Vegas verübt wurden, ließen ihn jedes Mal aufs neue zusammenzucken.


Stadtrand von Las Vegas
06.07. ; 10:24 Uhr

Als Detektive Alison den Tatort erreichte wimmelte es nur so von Polizisten und Spezialisten, die den Tatort genau unter die Lupe nahmen.

Das gesamte Team des C.S.I Las Vegas wurde extra zu diesem Fall hinzugezogen, doch die einzelnen Beweise, die an den verschiedenen Tatorten gefunden wurden, ergaben bisher immer noch kein genaues Bild, aus dem man das genaue Vorgehen des Täter ersehen könnte.

Wie bei jedem neuen Tatort führte der erste Weg Detektive Alison auch diesmal zu Gil Grissom, um von ihm den neuesten Ermittlungsstand über die bisher gefundenen Indizien zu erfahren.

"Hallo Grissom. Also, wie sieht es aus? Was haben sie bisher rausfinden können?"

Gil Grissom erhob sich von der Stelle, an der er gerade niederkniete und kam mit einem großen Schritt auf Detektive Alison zu. "Die bisherigen Untersuchen haben noch nicht viel ergeben. Wie auch bei den anderen Opfern konnten vorerst noch keine Fingerabdrücke an der Leiche, oder an umherliegenden Gegenständen sichergestellt werden. Bisher hat unser Täter noch keinen Fehler gemacht, aber er wird Fehler machen und dann werde ich ihm auf die Schliche kommen." sagte er zügig, um schnellstens den Tatort weiter untersuchen zu können.

"Ihren Enthusiasmus weiß ich zu schätzen Grissom, aber dass, was ich Ihnen jetzt sage, wird sie nicht sonderlich erfreuen. Heute morgen habe ich einen Anruf von der FBI-Außenstelle in Kalifornien erhalten. Man ließ mich wissen, dass durch die letzten beiden Morde das Interesse des FBI's geweckt wurde. Die Bevölkerung von Las Vegas und den angrenzenden Gemeinden sind nur noch mehr verunsichert und da das FBI denkt das die hiesige Polizei den Täter nicht ausfindig machen kann, wird man zwei Agenten aus Washington herschicken. Die beiden Agenten sollen so etwas wie Spezialisten sein. Die Agentin soll Ihnen bei den forensischen Ermittlungen behilflich sein und der Agent soll ein Täterprofil erstellen."

Ehe Alison mit seinen Neuigkeiten zu Ende war, wurde er auch schon von Grissom unterbrochen: "Was soll das denn heißen, sie soll mir und meinem Team behilflich sein? Denkt das FBI denn jetzt etwa, das wir das nicht hinbekommen? Es gibt genug gute Leute bei uns, die das genauso gut können, wie diese FBI Agentin und ich werde nicht zulassen, das sie sich einfach in unsere laufenden Untersuchungen einmischt. Ganz egal, wie gut sie ist."

"Ich weiß ja, wie sie sich jetzt fühlen, aber ich kann nichts dagegen machen. Die Anweisung dafür kam von ganz oben und wenn wir die FBI Agenten bei den Ermittlungen nicht beteiligen, wird das Kommando direkt an die Leute vom FBI übergeben. Und das wollen weder sie noch ich. Und deshalb kann ich sie nur bitten, sich entsprechend zu verhalten, wenn die beiden Agenten hier sind."

Detektive Alison war es genauso wenig lieb, dass sie Unterstützung vom FBI bekommen würden, schließlich war er schon lange in diesem Beruf und er wusste, dass sie diesen Fall auch alleine lösen könnten. Als er den Anruf heute früh bekam, hatte er wirklich alles mögliche versucht, die FBI-Außenstelle davon zu überzeugen, dass sie den Fall selbst lösen könnten, doch seine Bemühungen prallten von seinem Gesprächspartner nur so ab. Schließlich drohte man ihm damit, ihm die Untersuchung vollends zu entziehen und so blieb ihm nichts weiter übrig, als dem FBI seine Zusage für eine Mitbeteiligung zu geben.


Las Vegas; Flughafen
06.07. ; 19:43 Uhr

Seit fast zwanzig Stunden waren Mulder und Scully nun schon auf den Beinen. Man hatte sie am gestrigen Abend davon in Kenntnis gesetzt, dass sie dem Las Vegas Policedepartment bei der Untersuchung eines kniffligen Falles unter die Arme greifen sollten. Keiner der beiden war davon erfreut, schließlich kamen sie gerade erst von ihrem letzten Fall, dessen Untersuchung in Chicago stattfand, wieder und beide wollte nur noch die Beine hochlegen. Doch daraus sollte nichts werden. Das Flugzeug hatte den Boden von Washington gerade mal berührt, da kam schon der Anruf von Skinner der sie von den Morden in Las Vegas und ihrer damit verbundene Mithilfe informierte.

Also machten sie sich beide nur kurz auf den Weg nach Hause, um sich schnell ein paar frische Sachen einzupacken und keine zwei Stunden später betraten sich auch schon wieder die Abflughalle des Flughafens.

Der Flug nach Las Vegas verlief relativ ruhig, abgesehen von ein paar Luftlöchern zwischendurch durch die das Flugzeug das ein und andere Mal ein wenig trudelte. Deshalb war Scully nur allzu froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Während Mulder ihre beiden Taschen vom Gepäckband nahm, hielt Scully schon nach einem Taxi Ausschau.

"Ich schlage vor, das wir erst einmal ins Hotel gehen und uns ein wenig frisch machen!" hörte Scully ein paar Sekunden später Mulder hinter sich. Ehe sie in das gerade eintreffende Taxi stieg, stimmte sie ihm mit einem Nicken zu. Zu mehr als einem Nicken schien sie auch nicht mehr in der Lage zu sein. Durch den unruhigen Flug hatte sie es nicht einmal geschafft, die Augen auch nur für ein paar Minuten zu schließen. Umso glücklicher war sie, das Mulder nicht direkt mit ihr zum Polizeidepartment fuhr.

Während der Fahrt zum Hotel schaffte es Scully dann doch nicht mehr ihre Augen offen zuhalten und so fiel ihr Kopf sachte zur Seite und blieb auf Mulders Schulter ruhen bis sie die Auffahrt zum Hotel erreicht hatten. Zärtlich versuchte Mulder Scully zu wecken, indem er vorsichtig mit seinem Handrücken über ihre Wange strich. Verschlafen öffnete sie die Augen und schaute ihn etwas irritiert an.

"Wo sind wir?" war alles, was sie schläfrig von sich gab.

"Sie können sich gleich ins Bett legen und dort weiter schlafen. Aber vorher sollten sie sich doch noch aus dem Sitz erheben und die paar Stufen hoch gehen." antworte Mulder ein wenig belustigt. Das Bild von Scully, wie sie ihn so verschlafen angeguckt hatte, war einfach zu niedlich. Er hatte sie zwar schon des öfteren so verschlafen gesehen, aber diesmal war ihr Anblick anders als sonst.

Der letzt Fall und die überrumpelte Mitteilung, dass sie gleich zum nächsten Fall mussten, hatten einfach zu sehr an Scullys Kräften gezehrt. Obwohl sie seit der Ankunft gestern und dem erneuten Abflug versucht hatte sich ihre Müdigkeit und Abgeschlafftheit nicht anmerken zu lassen, hatte sich der Körper zum Schluss doch das wieder geholt worauf er solange gewartet hatte.

Nachdem Mulder die noch immer schläfrige Scully zu ihrem Zimmer gebracht hatte und ihr erzählt hatte dass die Kontaktaufnahme mit Detektive Alison bis morgen früh warten könnte, hatte Scully sich unverzüglich in ihr Bett gelegt und es dauerte keine fünf Minuten bis sie auch schon wieder in die Traumwelt davon getragen wurde.

Als Mulder sein eigenes Zimmer betrat, welches direkt neben Scullys lag, und sich auf das Bett gesetzt hatte, merkte er, wie müde er selbst war. Deshalb legte er nur noch seinen Anzug über einen Stuhl und legte sich anschließend auch ins Bett.


Las Vegas; Holiday Inn
07.07. ; 07:46 Uhr

Obwohl sich gerade erst die ersten Sonnenstrahlen am Horizont zeigten, war die Schwüle, die seit Tagesanbruch herrschte, unerträglich. Da es gerade Anfang Juli war und der Sommer somit seinen Einzug hielt, würden es zu der Mittagszeit um die 40 bis 45 °C werden.

Nachdem Scully sich aus ihrem Bett erhoben hatte, nahm sie als erstes eine kühle Dusche. Zum Glück hatte sie gestern noch die richtigen Sachen eingepackt. Das schlimmste, was sie sich in diesem Moment vorstellen konnte war, wie sie mit einem Kostüm durch die Wüste Nevadas nach Spuren suchen würde.

Als sie mit der morgendlichen Dusche fertig war holte sie sich erst einmal eine beigefarbene und nicht zu eng geschnittene Bluse aus ihrer Tasche, gefolgt von einem kurzen Rock, der für diese Hitze, wie sie in Las Vegas herrschte, wahrscheinlich immer noch zu lang war.

Nachdem sie sich fertig angezogen hatte, machte sie sich auf den Weg in das Restaurant des Hotels, wo sie auch schon von Mulder mit einem freundlichen Lächeln empfangen wurde. Trotz der brutalen Hitze hatte Mulder seine Anzughose und ein weitgeschnittenes Hemd an. Und wie es die FBI-Ordnung bei männlichen Agenten vorschrieb, hatte er auch eine von seinen leicht verrückt aussehenden Krawatten um.

"Morgen Scully, und, haben Sie gut geschlafen?" war das erste, was Mulder sie fragte, nachdem sie sich an den Tisch gesetzt hatte.

"Sagen wir mal es ging. Bei solch einer Hitze ist es einfach unmöglich richtig gut zu schlafen."

"Ja, ich weiß was Sie meinen. Und deshalb, damit wir so schnell wie möglich wieder nach Washington zurück können, schlage ich vor dass Sie schnell etwas frühstücken und anschließend werden wir uns dann auf den Weg zum hiesigen Polizeidepartment machen."


Las Vegas; Polizeidepartment
eine halbe Stunde später

Das Polizeidepartment war nicht einmal fünf Kilometer von Mulder und Scullys Hotel entfernt. Als die beiden das Polizeirevier betraten waren schon eine Menge Polizisten anwesend die nur so durch das Revier wuselten. Vorsichtig bahnten sie sich einen Weg zu Detektiv Alisons Büro. Durch die geschlossene Tür konnte man schon deutlich seine Stimme hören, wie er jemandem übers Telefon Anweisungen gab. Als sein Gesprächspartner nicht einverstanden damit war, konnte man hören wie seine Stimme immer lauter wurde. Scully rechnete schon damit dass in jedem Augenblick die Glasscheibe in der Tür bersten würde, doch das Glas hielt seinem Geschreie stand.

Es dauerte keine zwei Minuten und sie wurden auch schon von Detektiv Alison hereingebeten.

"Guten Tag. Sie müssen also die beiden Agenten aus Washington sein. Ich bin Detektive Alison. Damit wir keine Zeit verlieren, werde ich sie über den aktuellen Ermittlungsstand auf dem Weg zum C.S.I. Department aufklären. Wenn Sie beide mir dann zum Auto folgen würden."

Kaum hatte er seinen letzten Satz beendet, stand Alison auch schon in der Tür und schnappte sich die Autoschlüssel, die auf einer kleinen Kommode lagen.

Mulder und Scully schauten sich ein klein wenig irritiert an und folgten Alison anschließend.

"Da ich nicht genau weiß, wie viel Sie über den Fall bisher schon wissen, gebe ich Ihnen jetzt kurz einmal die Zusammenfassung dessen was wir bisher heraus gefunden haben.
Der erste Mord geschah vor ca. drei Wochen. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 24jährige Studentin, die alleine die Semesterferien in Las Vegas verbrachte. Die Leiche wurde von einem Touristen neben einer Landstraße gefunden, die an der Stadtgrenze verläuft. Als man sie fand war sie nur mit einem BH und einem Slip bekleidet. Die Untersuchungen haben ergeben das sie jedoch nicht sexuell misshandelt worden ist. Bei der Obduktion wurde festgestellt das der Mörder sie erstickt hatte, des weiteren wurde ihr ein größeres Stück Haut an ihrer linken Hüfte entfernt. Bisher konnte noch nicht ermittelt werden, warum ihr ein Stück Haut entfernt worden ist. Die Eltern konnten uns in dieser Sache leider auch nicht weiterhelfen. Und nach Auskunft der Eltern gibt es auch keine Freunde oder irgendeinen anderen Bekanntenkreis, der uns dabei behilflich sein könnte.
Seit dem Fund der ersten Leiche ist im Abstand von ca. 36 Stunden jedes Mal ein weiteres Opfer entdeckt worden. Wie auch schon bei der ersten Leiche wurden auch die anderen Opfer erstickt. Doch das ist nicht das einzige was alle Opfer gemeinsam haben, bei jeder Leiche wurde an verschiedenen Stellen ein Stück Haut entfernt.
Bei drei, der bisher sieben Toten, wissen wir dass sie an der Stelle, an der die Haut entfernt wurde, eine Tätowierung hatten. Daraufhin haben wir alle in Las Vegas befindlichen Tattoo-Läden unter die Lupe genommen aber bisher ist keiner der dort Beschäftigten irgendwie negativ in dieser Richtung aufgefallen.
Mehr konnten meine Kollegen und ich nicht heraus finden, deshalb hoffe ich, dass sie vielleicht den ein oder anderen Hinweis in dieser Sache für uns parat haben." Mit diesen Worten beendet Detektive Alison seine Ausführungen, während er das Fahrzeug auf den Parkplatz vor dem C.S.I. Gebäude parkte.

"Agent Mulder und ich werden unser Bestes geben um Ihnen und ihrem Team bei der Lösung dieses Falles zu helfen, doch als erstes würde ich mir gerne mal die Leichen der Opfer ansehen." gab Scully von sich als sie aus dem Wagen, in die sengende Hitze von Las Vegas, stieg. Am liebsten wäre sie sofort wieder ins Auto gestiegen, da dieses über ein gut funktionierende Klimaanlage verfügte.

"Natürlich, kein Problem, Mr. Grissom und die anderen seines Teams erwarten sie schon." war alles was Detektive Alison Scully erwiderte, als er die Tür zum Eingang in das Gebäude öffnete.

Mulder und Scully folgten Alison zu einer Bürotür, an dessen Glasscheibe der Name -Gil Grissom- zu lesen war.

Alison klopfte kurz an und öffnete anschließend die Tür ohne irgendeine Reaktion von drinnen abzuwarten.

Ein älterer Mann, so um die Mitte 40, schaute von einem Schreibtisch auf, auf dem sich verschiedene Bücher über Forensik befanden. Das Büro an sich war nicht sehr aufgeräumt, was Scully gleich an Mulders Büro in Washington erinnerte. Aber so wie es aussah hatte trotzdem alles eine gewisse Ordnung, jedenfalls für denjenigen, der genau wusste wo er zu suchen hatte. Bei der Ähnlichkeit, die zwischen Mulders Büro und diesem hier herrschte musste Scully unwillkürlich grinsen. So wie es aussah, war Mulder nicht der einzige der mit seiner Arbeit verheiratet war.

"Grissom, das sind Special-Agent Mulder und Special-Agent Scully vom FBI. Ich habe sie über unseren bisherigen Erkenntnisse informiert. Agent Scully hier würde sich jetzt gerne einmal die Leichen anschauen."

Gil Grissom erhob sich von seinem Stuhl, ging um seinen Schreibtisch herum und begrüßte die beiden Agenten erst einmal. Anschließend trat er einen Schritt in den Flur und wartete darauf, das die beiden ihnen folgen würden.

Als sie das Ende des Flures erreicht hatten, drehte sich Grissom nach links um und deute auf die Tür, vor der sie nun standen.

"Die entsprechende Kleidung finden sie in einem der hinteren Schränke. Ich werde unserem Pathologen Bescheid sagen, er wird ihnen dann die Leichen zeigen. Sobald ich mit meinen gerade laufenden Untersuchungen fertig bin, werde ich mich dazu gesellen, wenn sie nichts dagegen haben." Nachdem er ein Nicken von Scully vernahm entschuldigte er sich, drehte sich um und ging den Flur in die gleich Richtung entlang aus der sie gerade vorher gekommen waren.

Mulder, Scully und Detektive Alison standen immer noch vor der Tür, als Mulder sich an Alison wandte: "Da Agent Scully mit der Untersuchung der Leichen für die nächsten Stunden beschäftigt sein dürfte, könnten sie mir ja in der Zwischenzeit schon einmal die verschiedenen Tatorte zeigen, an denen sie die Opfer gefunden haben."

"Ja natürlich, am besten wir fangen bei dem letzten Tatort an."

Bevor Mulder Detektive Alison folgte, drehte er sich noch einmal zu Scully herum und meinte nur: "Sobald Sie etwas entdeckt haben, lassen Sie es mich bitte wissen."

"Geht in Ordnung Mulder, aber Sie sollten sich jetzt lieber daran machen den Tatort zu untersuchen."

Schnellen Schrittes folgte Mulder Alison zum Ausgang und ehe er sich versah verließen sie auch schon wieder den Parkplatz und fuhren in Richtung Süden .


Las Vegas; Highway 51
gegen Mittag

Mulder und Alison untersuchten den Tatort nun bestimmt schon seit anderthalb Stunden. Die Sonne brannte immer unaufhörlicher vom Himmel und Mulder hatte das Gefühl gleich in seinen durchnässten Sachen zu ertrinken. Jeder vernünftige Mensch würde sich jetzt einen schattigen Platz suchen und die Zeit einfach an sich vorüber ziehen lassen. Aber nicht so Mulder, er würde solange weitermachen bis er eine winzig kleine Spur, die ihnen bei der Lösung dieses Falles helfen würde, gefunden hätte.

Als er auch eine viertel Stunde später immer noch nichts entdeckt hatten, hielt er es nicht mehr länger in dieser Hitze aus und gesellte sich zu Alison in den Polizeiwagen. Alison hatte die Suche schon vor einer Weile eingestellt und sich in das klimatisierte Gefährt begeben. Schließlich wusste er nur zu gut wie unerträglich die mittägliche Hitze sein würde.

Nachdem Mulder sich wieder einigermaßen von den draußen herrschenden Temperaturen erholt hatte, lenkte Alison den Wagen wieder auf die Straße und gemeinsam fuhren sie zu den anderen Tatorten. Auch dort konnten sie keine neuen Spuren entdecken.

An den Tatorten konnten die beiden weder eine Tatwaffe noch Schleifspuren bzw. Abdrücke von Autoreifen entdecken, da diese Spuren durch jeden noch so kleinen Wind verweht worden waren, wenn es denn welche gegeben haben sollte. Mulder hatte ungeachtet dieser Tatsachen trotzdem irgendwie das Gefühl, das der Tatort auch gleichzeitig der Ort war, an dem das Verbrechen verübt wurde. Es ging davon aus, dass der Mörder die Frauen direkt an der Stadtgrenze von Las Vegas umgebracht hatte und nicht irgendwo anders. Nur leider konnte er dies nicht beweisen.


Las Vegas; C.S.I. Department
am frühen Abend

Abgespannt durch die Hitze Nevadas, in der er an jedem Tatort verfolgt wurde und mit durchgeschwitzter Kleidung saß Mulder auf einem Stuhl vor Grissoms Büro im C.S.I. Gebäude.

Auf der Fahrt vom letzten Tatort zurück zum C.S.I. Gebäude hatte er mit Scully telefoniert und ihr enttäuscht mitgeteilt, dass er keinen Erfolg hatte. Das war vor ca. 1 Stunde gewesen und nun saß er hier und wartete auf Scully, die vielleicht bei den Untersuchungen der Leichen mehr Glück hatte.

Es dauerte keine zehn Minuten bis Mulder sanft von einer Hand an der Schulter berührt wurde. Durch das grelle Licht, das von der Decke strahlte, wurde er ein klein wenig geblendet und schaute Scully mit verkniffenen Augen an.

Scully setzte sich auf den Stuhl neben Mulder und entspannte ihre Füße ein klein wenig. Während der Zeit, seitdem sie dieses Gebäude betreten hatte, stand sie nur auf den Beinen. Daher war es sehr wohltuend die Füße mal von sich zu strecken.

"Und, haben sie etwas herausgefunden?" fragte Mulder sie von der Seite.

"Nein, jedenfalls nichts, was uns Detektive Alison nicht schon gesagt hätte."

"Na schön, ich schlage vor dass wir zurück in unser Hotel fahren, uns erst einmal frisch machen und anschließend zu Abend essen. Ich habe uns vorhin noch ein Auto gemietet. Der Wagen steht direkt vor der Tür."

Mulder erhob sich vom Stuhl und wartete darauf, dass Scully es ihm gleich tat. Scully zögerte ein paar Sekunden, da sie nicht wusste ob ihre Füße sie schon wieder tragen würden, aber so wie es aussah, blieb ihr keine andere Wahl. Schließlich wollte sie hier ja nicht übernachten.

Die beiden liefen nebeneinander zum Ausgang, als Mulder Scullys Stimme vernahm und wie sie sagte: "Ich kann nur hoffen das der Wagen eine Klimaanlage hat."

Mulder musste bei ihrer Äußerung schmunzeln und meinte nur trocken: "Was anderes hätte ich auch nicht genommen, höchstens einen Eiswagen." In diesem Moment öffnete Mulder die Tür, beide sahen sich an und mussten auf Mulders letzte Aussage erst einmal laut loslachen.


Las Vegas; Holiday Inn
abends

Frisch geduscht, mit trockenen und frischen Sachen fühlte sich Mulder wie neu geboren. Nie im Leben würde er hier jemals Urlaub machen oder sogar noch leben wollen, dachte er so bei sich, während er sein Zimmer verließ und eine Tür weiter anklopfte.

"Es ist offen. Kommen Sie rein, Mulder." vernahm er die Stimme von Scully.

Vorsichtig drehte er den Türknauf nach links und schaute durch den kleinen Spalt, der entstanden war. Aus dem Augenwinkel konnte er Scullys Gestalt erkennen, wie sie etwas suchte. Mit einem leisen Knarren ließ er die Tür ins Schloss fallen, nachdem er in Scullys Zimmer getreten war.

"Kann ich Ihnen vielleicht behilflich sein?" fragte er nach, da sie immer noch etwas zu suchen schien.

"Ja vielleicht. Ich habe einen meiner Ohrringe verlegt und finde ihn nun nicht mehr. Er muss hier irgendwo sein." war alles was sie auf seine Frage erwiderte, während sie im Vierfüßlergang über den Boden kroch.

"Na, mal schauen was ich tun kann." sagte er ein wenig belustigt, da es einfach nur göttlich aussah, wie Scully so über den Boden robbte, auf der Suche nach ihrem Ohrring.

Es dauerte eine Weile, bis Mulder auf einmal ein "Autsch" von sich gab und Scully sich irritiert zu ihm umdrehte.

"Ich glaube, ich habe ihn gefunden." gab Mulder mit einem leicht schmerzverzehrtem Gesicht von sich.

Das Ende des Ohrringes hatte sich in Mulders Handfläche gebohrt und war dort stecken geblieben. Vorsichtig zog er den Ohrstecker aus seiner Hand und reichte ihn Scully.

Nachdem Scully den Ohrstecker erst einmal zur Seite gepackt hatte, schaute sie sich behutsam Mulders Hand an.

An der Stelle, wo der Stecker ihn ins Fleisch gestochen hatte, hatte sich ein kleiner Blutstropfen gebildet.

"Warten Sie, ich werde Ihnen ein Pflaster holen."

"Das ist nicht nötig, es ist doch nur ein kleiner Pieks. Es hat doch auch schon längst aufgehört zu bluten."

"Nur zur Sicherheit. Nachher verschmieren sie noch ihr Hemd damit und ich muss es dann noch waschen. Nichts hier. Sie kriegen jetzt ein Pflaster drauf und basta."

Sie mussten beide über die Situation grinsen und machten sich anschließend auf den Weg nach unten in das Restaurant.


Las Vegas; Holiday Inn
08.07. ; kurz nach Sonnenaufgang

Es kam Mulder so vor, als hätte er die ganze Nacht kein Auge zugetan. Eigentlich hätte er ausgeruht sein müssen, jedenfalls ein wenig, aber das Gegenteil war der Fall, er fühlte sich noch matter als den Abend zu vor. >Schließlich ist das ja auch kein Wunder< sagte er zu sich selbst, als er feststellte das der Deckenventilator über Nacht den Geist aufgegeben hatte. die Klimaanlage, die zwar die ganze Zeit lief, schaffte es trotzdem nicht die angestaute, schwüle Luft zu entsorgen.

Mulder war keine fünf Minuten unter der Dusche, als er das Klingeln seines Handys vernahm. Mit der linken Hand griff er nach dem Wasserhahn, während seine rechte Hand damit beschäftigt war nach dem Handtuch, welches es über die Kommode geschmissen hatte, zu fischen. Halb stolpernd schaffte er es dann doch noch sich das Handtuch um seine Hüften zuschwingen und lief mit fünf großen Schritten zum Nachttisch, auf dem sein Handy lag.

"Mulder" meldete er sich ein wenig abgehetzt.

"Morgen Agent Mulder. Hier ist Detektive Alison. Heute Morgen wurde eine neue Leiche entdeckt. Ich befinde mich gerade auf dem Weg zum Tatort. Die Leiche wurde in der 33 Straße gefunden."

Bevor Alison auch nur mit seinen Ausführungen fertig war, wurde er auch schon von Mulder unterbrochen: "Agent Scully und ich werden uns sofort auf den Weg machen!"

Mulder beendete daraufhin das Gespräch und zog sich schnell ein paar frische Sachen über. Anschließend nahm er seine Waffe und sein Handy und machte sich auf den Weg zu Scullys Zimmer. Nach dreimaligem Klopfen öffnete Scully die Tür und bat Mulder herein.

"Ich hoffe, Sie haben schon geduscht, Scully. Ich habe nämlich gerade einen Anruf von Detektive Alison erhalten, man hatte eine weitere Leiche entdeckt."

"Ich bin gleich fertig und dann können wir uns auf den Weg zum Tatort begeben. Sie können ja schon mal zum Auto gehen."

"Okay, abgemacht. Aber trödeln Sie nicht so lange rum."

"Ich trödele nie Mulder!" rief Scully ihm noch hinterher, während er sich schon auf den Weg nach unten machte.


Las Vegas; Stadtrand
gegen die Mittagszeit

Mulder und Scully waren nun schon seit fast drei Stunden am Tatort und suchten nach Hinweisen, die ihnen helfen würden, den Täter zu ermitteln.

Wie am Tag zuvor schien die Sonne unaufhörlich vom Himmel und nicht eine Wolke war zusehen, hinter der sich die Sonne für die ein oder andere Minute hätte verstecken können.

Gemeinsam mit den Leuten vom C.S.I untersuchten sie die Spuren. Wie auch schon bei den anderen Morden handelte es sich wieder um eine Frau, die erstickt worden war. Durch das Hautstück, welches ihr entfernt worden war klaffte eine große Wunde an ihrem linken Oberarm.

Mulder hatte sich inzwischen an das Erstellen eines Täterprofils gemacht. Für Mulder sah es so aus, als ob der Täter an tätowierten Frauen Gefallen hatte. Wenn er schon nicht die Frau an sich besitzen konnte so wollte er doch auf alle Fälle das Tattoo, welches ihren Körper zierte, besitzen. Selbst wenn das zur Folge hatte, dass er die Frauen dafür umbringen musste.
Soweit war sich Mulder seines erstellten Profils schon einmal sicher, die andere Sache war jetzt nur noch, heraus zu finden zu welchem Personenkreis er den Täter zählen musste. War er vielleicht selbst Tätowierer oder Angestellter in solch einem Laden. Mulder spielte die verschiedensten Möglichkeiten in seinem Kopf durch, aber es half nichts, er schaffte es einfach nicht den entscheidenden Punkt zur Lösung des Falles aus den Tiefen seines Gehirns hervor zu holen.

Scully war in der Zwischenzeit damit beschäftigt sich den Leichnam genauer anzuschauen. Durch die diesmal am Tatort gefundenen Blutspuren bestätigte sich auch Mulders Verdacht, das dass Verbrechen an Ort und Stelle stattgefunden haben musste. Durch die Art und die Ausführung der Schnitte und die Tiefe der Schnittstellen konnte Scully davon ausgehen, das die Tat an sich nicht überstürzt vonstatten gegangen war.


Um sich die Wunde am Oberarm genauer anschauen zu können kniete sich Scully ein wenig nach vorne. Aber durch die Sonne, die sich in den umherliegenden Sachen, die zur Untersuchung des Tatortes dienten, wiederspiegelte, wurde sie nur geblendet und so beschloss sie den Leichnam auf schnellstem Wege in die Pathologie zu bringen und ihn dort weiter zu untersuchen.


Las Vegas; C.S.I. Department
später Nachmittag

Die Untersuchungen der Leiche ergaben, dass die Haut am Oberarm nicht fachmännisch entfernt worden war. Die anliegenden Blutgefäße wurden zum größten Teil durch die Entnahme beschädigt. Somit musste man davon ausgehen, dass es sich nicht um einen Chirurgen oder einen anderen Arzt handeln würde.

Während Scully mit der Untersuchung des Leichnams beschäftigt war fuhr Mulder zurück ins Hotel, um weiter an seinem Täterprofil zu arbeiten. Da der Deckenventilator in seinem Zimmer noch immer nicht funktionierte setzte er sich einfach kurzer Hand in Scullys Zimmer.


ca. eine dreiviertel Stunde später

Scully war mit den Untersuchungen an der Leiche fertig und machte sich auf den Weg zurück ins Hotel. Da Mulder den Mietwagen genommen hatte, blieb ihr nichts anderes übrig als sich ein Taxi zurufen.


Las Vegas; Holiday Inn
eine halbe Stunde zuvor

Mulder war gerade damit beschäftigt sich die Einzelheiten der verschiedenen Tatorte noch einmal anzuschauen, als es ihm auf einmal wie Schuppen aus den Haaren fiel. Es gab eine Sache die bei allen Morden gleich war, abgesehen von der Art wie sie umgebracht worden waren.

Mit den neuen Erkenntnissen machte er sich sofort auf den Weg zu Detektive Alison in das Polizeidepartment. Jede Minute war entscheidend, da zwischen den letzten beiden Morden nicht einmal 24 Stunden lagen. Der Mörder konnte seinen Drang zum Töten nicht mehr länger unterdrücken. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis der nächste Mord geschehen würde.


Las Vegas; Polizeidepartment
etwa zehn Minuten später

Nachdem Mulder Detektive Alison über die Neuigkeiten, die er heraus gefunden hatte, informiert hatte, war das gesamte Polizeirevier auf den Beinen um jeden möglichen Hinweis in dieser Richtung nachzugehen.

Ein Teil der Polizisten suchten am Polizeicomputer nach mögliche Personen, die auf Mulders Täterprofil passen würden. Andere wiederum telefonierten durch die Gegend, um die Informationen die sie von ihren Kollegen an den PC's erhielten, zu überprüfen.

Nach einer geschlagenen dreiviertel Stunde hatten sie endlich den entscheidenden Treffer gelandet.

Jeder Polizist schnappte sich seine Waffe und die kugelsichere Weste und stürmte auf den Parkplatz, um so schnell wie möglich den entlarvten Täter festzunehmen.

Mulder wollte Scully natürlich gleich von den neuen Erkenntnissen unterrichten, schnappte sich sein Handy und wählte ihre Nummer. Es dauerte keine fünf Sekunden, da klingelte es auch schon am anderen Ende.

Es klingelte und klingelte. >Nun geh schon ran.< dachte er angespannt.

Als auch nach dem zehnten Klingeln noch niemand abnahm wusste Mulder sofort, dass etwas nicht stimmen konnte.

Ohne ein Wort zu Alison darüber zu verlieren machte sich Mulder auf schnellstem Wege zum C.S.I. Gebäude.


Las Vegas; C.S.I. Department
kurze Zeit später

Stürmisch stieß Mulder die Eingangstür auf und ließ seinen Blick durch den Eingangsbereich wandern. Aber von Scully war nichts zu erkennen. Den erst besten, der ihm über den Weg lief, hielt er an. Wie der Zufall es so wollte, handelte es sich dabei um Gil Grissom.

"Verzeihung, aber können Sie mir vielleicht sagen wo ich Agent Scully finde?" ließ Mulder nur so aus seinem Mund fliegen.

"Die ist vor ca. einer viertel Stunde gegangen. Sie meinte, dass Sie zurück ins Hotel gehen würde. Mehr weiß ich leider auch nicht."

"Vielen Dank."

Genauso schnell, wie er das Gebäude betreten hatte, verließ er es auch wieder. Als er beim Wagen angekommen war, kramte er in seiner Hosentasche nach seinem Handy und tippte Detektive Alisons Nummer ein. Nach zweimal Klingeln hob dieser ab und wollte wissen was los sei.

"Alison, wissen Sie wo ich Agent Scully finden kann? Laut Mr. Grissoms Aussage war sie auf dem Weg zum Hotel. Aber als ich auf dem Weg hierher dort angerufen hatte, war sie noch nicht da. Vielleicht haben Sie seit dem mit ihr telefoniert?"

"Nein tut mir leid. Ich habe Agent Scully seitdem wir heute Mittag den Tatort besichtigt haben nicht mehr gesehen."

"Okay, aber sagen Sie mir bitte Bescheid wenn Sie sie sehen sollten. Sie soll sich dann bitte unbedingt bei mir melden."

Mulder wollte das Gespräch schon beenden, als er Alisons Stimme noch einmal vernahm: "Halt, warten Sie einen kleinen Augenblick, Agent Mulder. Ich habe neue Informationen über unseren Verdächtigen. Laut Auskunft der Taxizentrale hat Robertson seinen letzten Fahrgast vor ca. zehn Minuten aufgenommen. Die einzige Information, die sie mir außerdem noch geben konnten, war dass es sich bei dem Fahrgast um eine weibliche Person gehandelt hat. Den genauen Ort, wo die Frau abgeholt werden wollte, konnten sie mir bisher noch nicht sagen da in dem Moment, als ich mit der Zentrale telefonierte, da ihr Hauptserver ausgefallen ist."

Mulder lief es in diesem Moment heiß und kalt den Rücken runter, als er Alisons Worte im Kopf Revue passieren ließ. Er wusste auch so, ohne Auskunft der Taxizentrale, welchen Fahrgast Robertson als letztes aufgenommen hatte.

"Alison, hören Sie mir gut zu. Wir müssen Robertson auf dem schnellsten Wege festnehmen."

Mit einem "Darauf wäre ich nie gekommen." wurde er von Alison unterbrochen.

"Alison, das Leben von Agent Scully hängt davon ab. Scully ist der letzte Fahrgast den er aufgenommen hat. Fragen Sie mich jetzt nicht woher ich das weiß, ich weiß es einfach. Wir müssen alles mögliche versuchen um Robertson zu finden."

"Ich verstehe. Sobald ich etwas neues habe, melde ich mich bei Ihnen."

Mulder hatte sich während des Telefonats schon hinter den Fahrersitz geschwungen und startete den Motor so schnell er konnte. Mit quietschenden Reifen fuhr er vom Parkplatz auf die Straße. Wohin könnte er mit Scully nur gefahren sein, spukte es ihm durch den Kopf.

Er war noch keine fünfhundert Meter gefahren, als sein Handy auch schon klingelte.

"Scully, sind Sie es?" war das einzige, was er vor Aufregung heraus bekam.

"Nein Agent Mulder, hier spricht Detektive Alison. Ein Streifenwagen hat das Taxi von Robertson vor ca. fünf Minuten in Richtung Westen fahren sehen. Alle zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte wurden von mir angewiesen so schnell wie möglich die Verfolgung des Taxis aufzunehmen."

"Auf welcher Straße fährt er im Moment?" Während er dies fragte, ging Mulders Blick auf den Beifahrersitz auf dem eine ausgeklappte Straßenkarte lag.

"Sie müssen die Long Road in nördliche Richtung nehmen, an der Kreuzung Long Road/Boulevard müssen Sie nach rechts abbiegen. Damit befinden Sie sich auf direktem Wege zur Stadtgrenze von Las Vegas."

"Okay."

Mulder beendete das Gespräch und konzentrierte sich wieder auf die Straße und den fließenden Verkehr. Er folgte den Anweisungen von Alison und fuhr nun der Stadtgrenze von Las Vegas entgegen.


Las Vegas; Stadtrand
ca. zehn Minuten später

Mulder konnte das Fahrzeug von Detektive Alison schon aus fünfhundert Meter Entfernung erkennen. Langsam fuhr er näher heran und ließ ein paar Metern hinter Alisons Wagen das Auto zum Stillstand kommen.

Alison stand neben dem Fahrzeug als Mulder auf ihn zukam.

"Man hat das Taxi abseits dieser Straße entdeckt. Von Robertson und Agent Scully fehlt jedoch jede Spur. Ich habe bereits ein paar Leute losgeschickt das Gelände unter die Lupe zunehmen, aber bisher haben wir sie noch nicht gefunden."

Nachdem sich Mulder die Ausführungen von Alison angehört hatte, beschloss er die andere Richtung zu untersuchen. Bei der Größe der Fläche die sie abgehen mussten, wäre es wahrscheinlich einfacher gewesen eine Nadel im Heuhaufen zu finden.

Die Wüste erstreckte sich in beiden Richtungen bis zum Horizont. Es würde bestimmt Stunden dauern den gesamten Bereich, den sie bei der Suche einbeziehen mussten, abzulaufen.

Mulder wurde immer unruhiger, je mehr die Zeit verging. Was, wenn man sie nicht rechtzeitig finden würde? Er konnte sich gar nicht ausmalen, was mit ihm in diesem Moment passieren würde. Alleine schon der bloße Gedanke daran, ließ ihm ein Schauer über den Rücken laufen.

Ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran weiter zu verschwenden lief er auf dem sandigen Untergrund weiter.

Sein Kopf und seine Augen drehten sich in alle Himmelsrichtungen, aber es schien aussichtslos.

Doch auf einmal sah er ein Blitzen etwas weiter draußen. Auf die Entfernung konnte er jedoch nicht sehr viel erkennen und so ging er langsam in die Richtung, aus der er das Blitzen gesehen hatte. Als er näher kam erkannte er woher dieses Funkeln und Blitzen kam. Die Sonne, die langsam am Horizont verschwand spiegelte sich in einem Messer wieder, welches durch Robertson gehalten wurde.

So leise wie möglich nährte er sich immer mehr dem Ort, an dem er Scully vermutete. Als er noch näher heran trat konnte er sehen das Robertson Scullys Hände auf dem Rücken zusammengebunden hatte. Auf dem Mund hatte Scully ein Stück silbernes Klebeband. In ihren Augen, die regungslos in die Weiten der Wüste starrten konnte er pure Angst erkennen. Was mag wohl jetzt in ihrem Kopf vor sich gehen? Hatte sie ihn womöglich schon gesehen, wie er langsamer immer näher kam oder hatte sie alle Hoffnung auf Rettung schon längst aufgegeben? Was auch immer in ihrem Kopf vor sich ging, Mulder musste es ignorieren. Das einzige was im Moment wichtig für sie beide war, war, dass Robertson seine Gegenwart nicht mitbekam.

Robertson wollte gerade das Messer, welches er in der Hand hielt, an Scullys Rücken anlegen als Mulder in einer schnellen Reaktion seine Waffe auf ihn richtete und schrie: "Hände hoch Robertson, das Spiel ist vorbei!"

Erschrocken über die plötzliche Stimme hinter sich drehte Robertson sich um und schaute nun genau in den Lauf von Mulders Waffe. Doch völlig unbeeindruckt davon drehte er sich wieder Scully zu und setzte das Messer erneut an.

"Ich sagte Hände hoch, oder ich schieße!" gab Mulder nun energischer von sich.

Scully lag immer noch wie in Trance auf dem Bauch und zeigte keinerlei Reaktion auf das was gerade neben ihr ablief.

Doch auf einmal verkrampften sich ihre Augen ein bisschen, wodurch Mulder aus seiner Sekunden andauernden Starre wieder in der Wirklichkeit zurück geholt wurde. Scullys Augen hatten ihn einfach hypnotisiert.

In den paar Sekunden, in denen Mulder in Scullys Augen geschaut hatte, hatte Robertson bereits damit angefangen den ersten kleinen Schnitt in Scullys Rücken zu machen.

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren setzte Mulder seine Waffe an und drückte ab. Mit einem lauten Stöhnen fiel Robertson auf die rechte Seite.

Durch den Schuss aus Mulders Waffe, den man bestimmt bis in das kleinste Casino von Las Vegas hören konnte, eilten die anwesenden Polizisten und Detektive Alison in die Richtung, aus der der Schuss kam.

Die Kugel hatte Robertson im rechten Oberkörper getroffen und war ein glatter Durchschuss. Gekrümmt vor Schmerzen lag er nun auf der Seite, hatte das Messer fallen gelassen und schnappte nach Luft.

Nachdem Mulder Scully erst einmal ein klein wenig zur Seite gezogen hatte und sie somit vorerst in Sicherheit war, drehte er sich um und rief den ihn entgegenkommenden Polizisten zu das sie schnellstens einen Krankenwagen rufen sollten.

Während die Polizisten auf Robertson zu stürmten machte sich Mulder über die Verletzung an Scullys Rücken einen Überblick. Der Schnitt von Robertson war seinem Anschein nach nicht allzu tief, trotzdem blutete die Stelle sehr stark. Geistesgegenwärtig zog Mulder sein Hemd aus und drückte es auf die blutende Wunde. Scully verzog kurz das Gesicht als sie den Stoff auf ihrem Rücken spürte. >Hoffentlich sind keine großen Blutgefäße betroffen< Sprach Mulder immer wieder in Gedanken vor sich hin, bis die ersten Sanitäter endlich eingetroffen waren.


Las Vegas; städtisches Krankenhaus
kurz vor der Mittagszeit; 09.07.

Nachdem man Scully am Abend zuvor ins Krankenhaus gebracht hatte, hatte Mulder die Untersuchungen abgewartet, um sich zu vergewissern, dass es Scully auch gut ging.

Die Ärzte teilten ihm mit, dass es Scully den Umständen entsprechend gut ginge, dass sie außer Lebensgefahr sei und der Blutverlust, den sie erlitten hatte, nicht lebensgefährlich wäre. Die Wunde wurde mit ein paar Stichen genäht. Zur Sicherheit, um eine Infizierung der Wunde auszuschließen, wollte der Arzt sie jedoch noch über Nacht im Krankenhaus behalten.

Mulder wollte am liebsten gleich zu ihr ins Zimmer, doch der Arzt sagte ihm das sie im Moment Ruhe bräuchte und er daher am nächsten Tag zu den Besuchszeiten kommen solle.

Eigentlich wollte Mulder sich dagegen sträuben, doch bevor er den Arzt überreden konnte stand Detektive Alison auch schon neben ihm. Er bat Mulder darum, den Bericht über den gesamten Ablauf des Tatherganges am nächsten Morgen bei ihm im Polizeidepartment vorbei zubringen. Also blieb ihm nichts andere übrig, als sich auf den Weg ins Hotel zu begeben und den Bericht fertig zu stellen.

Nachdem er den Bericht bei Alison abgegeben hatte , fuhr er noch mal ins Hotel um ein paar Sachen für Scully zusammenzupacken, die er mit ins Krankenhaus nehmen würde.

Anschließend rief er noch kurz in Washington an um Skinner über die Aufklärung des Falles zu informieren. Als er mit dem Telefonat fertig war machte er sich auf dem schnellstem Wege zum Krankenhaus.

Vor Scullys Tür blieb er noch einmal kurz stehen, um seine Gedanken ein wenig zu ordnen.

Vorsichtig klopfte er an und vernahm ein schwaches "Herein" von der anderen Seite der Tür.

Scully saß auf einem Stuhl und schaute aus dem Fenster als er das Zimmer betrat.

"Na, wie geht es Ihnen?" sagte er, als er auf Scully zu ging.

"Ganz gut. Bis auf Schmerzen, die ich habe, wenn ich mich auf den Rücken lege oder mich z.B. hier an die Suhllehne lehne."

Während Scully redete nahm sich Mulder einen zweiten Stuhl und setzte sich neben sie.

Scully hatte anscheinend die Nacht nicht sehr gut geschlafen, da sie starke Augenränder hatte. Des weiteren sah ihr Gesicht ein wenig eingefallen aus. Außerdem hatte sie einen leichten Sonnenbrand in ihrem Gesicht und an ihren Armen.

"Woher wussten Sie eigentlich das dieser Taxifahrer der Mann war, nach dem wir gesucht haben?" erkundigte sich Scully mit kraftloser Stimme.

"Als Sie gestern im C.S.I. Department das letzte Opfer untersuchten ging ich noch einmal alle Einzelheiten der Morde durch. Schaute mir die Tatortfotos an und ließ die Bilder, die ich mir bei der Besichtigung der Tatorte gemacht hatte, im Kopf noch einmal Revue passieren. Ich überlegte warum die Leichen immer am Stadtrand ermordet worden sind. Es musste irgendeine Verbindung dafür geben. Und dann erinnerte ich mich daran wie ich mit Detektive Alison den Tatort untersucht hatte, nachdem wir hier angekommen waren. Jedes sechste Auto, das dort vorbei fuhr, war ein Taxi. In Gedanken malte ich mir die verschiedensten Möglichkeiten aus, die passen würden. Und als ich mir dann noch einmal die Polizeiberichte durch las, wusste ich dass ich den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Jedes der Opfer war hier nur zu Besuch. So, dass sie sich ein Taxi rufen würden um von der Innenstadt in den Randbereich zu gelangen, da alle in billigen Hotels abgestiegen waren, die alle am Stadtrand lagen. Und so zählte ich eins und eins zusammen."

"Aber woher wusste dieser Robertson das alle diese Frauen eine Tätowierung hatten?" unterbrach Scully ihn.

"Hundertprozentig kann ich es nicht sagen, ich kann nur annehmen, das er sie irgendwie gesehen haben muss. Und das ist bei solche einer Hitze, wie sie hier herrscht, auch nicht schwer. Die meisten Frauen tragen hier doch ärmellose Tops und kurze Shorts. Daher gehe ich mal davon aus das er es gesehen hat, als die Frauen sein Taxi betreten haben. Bei allen Frauen waren die Tattoos an einer Stelle, die durch solch eine Kleidung nicht verdeckt wurden."

Mulder unterbrach kurz seine Erzählung und schaute Scully für ein paar Sekunden an. Er konnte deutlich erkennen was jetzt in ihrem Kopf vor sich ging. Und ehe Scully ihre Frage auch nur stellen konnte erzählte er mit leiser und sanfter Stimme weiter: "Ich nehme an, dass er uns bei der Untersuchung des letzten Tatortes beobachtet haben muss. Als sie sich nach unten gebeugt hatten um sich das Opfer an zu sehen, muss ihre Bluse vielleicht ein bisschen nach oben gerutscht sein. So wird er wahrscheinlich das Tattoo auf ihrem Rücken entdeckt haben. Anders kann ich es mir nicht erklären.
Als Sie dann vor dem C.S.I. Gebäude in sein Taxi gestiegen sind, wird er Sie wieder erkannt haben."

Bevor er weitersprach nahm er vorsichtig Scullys linke Hand in seine und schaute ihr in die Augen.

"Es tut mir leid Scully. Ich würde alles dafür geben die letzten vierundzwanzig Stunden zurückzudrehen, um Ihnen das alles zu ersparen."

Über Mulders Worte ein wenig verwundert schaute Scully ihn irritiert an. "Aber... aber Sie können doch nichts dafür Mulder. Es ist nicht Ihre Schuld. Niemand hätte das ahnen können. Ich möchte nicht, dass Sie sich dafür die Schuld geben."

"Es ist aber meine Schuld Scully..." unterbrach er sie. "...ich hätte Ihnen den Wagen überlassen sollen und mich von Detektive Alison zum Hotel fahren lassen sollen. Dann hätten Sie sich nie ein Taxi gerufen und wären nicht in solcher Gefahr gewesen."

Scully konnte erkennen, wieviel Sorgen sich Mulder machte. >Was für schreckliche Stunden muss er wegen dir gehabt haben.< schoss es ihr durch den Kopf. Während die Polizei nach ihr gesucht hatte musste er die Hölle auf Erden erlebt haben.

Wie von einem inneren Drang rückte Scully auf ihrem Stuhl ein wenig nach vorne und legte vorsichtig ihre Arme um Mulder. Dieser erwiderte die freundschaftliche Geste, indem er sanft seine Arme um ihre Taille legte. Nach einer Weile, die den beiden wie eine Ewigkeit vorkam, lösten sie sich wieder voneinander.

Mulder schaute Scully ins Gesicht und erkannte, das sie geweint haben musste während sie sich umarmt hatten. Sachte wischte er die letzten Tränen, die sich noch auf ihrer Wange befanden, mit seinen Daumen weg.

Nachdem sich Scully wieder einigermaßen gefangen hatte fragte sie Mulder: "Wie sind Sie nun eigentlich auf diesen Robertson gekommen und warum hat er die Frauen umgebracht?"

"Als ich heraus gefunden hatte das es ich bei dem Täter um einen Taxifahrer handeln musste, sagte ich Alison Bescheid und daraufhin haben wir die Taxifahrer, die in Las Vegas registriert sind, genauer unter die Lupe genommen. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben dass wir ihn finden würden, aber letztendlich spuckte der PC dann doch einen Namen aus -Martin Robertson-. Wir hatten alle Namen der registrierten Taxifahrer in den Polizeicomputer eingegeben und bei Robertson blieb er stehen. Robertson war bereits schon einmal vorbestraft, wegen Körperverletzung und leichten Vergehens. Die Anklage wegen Köperverletzung wurde zwar fallen gelassen, aber sie war der entscheidende Hinweis.
Vor sechs Jahren hatte er versucht eine Frau, die gerade aus einem Casino kam, zu vergewaltigen. Passanten, die die Hilferufe der Frau hörten, konnten ihr helfen. Dieser Vorgang kam zu einer Aufnahme in den Akten. Die Umstände, warum es nie zu einer Verurteilung kam, waren nicht aufgeführt.
Wie dem auch sei, nachdem wir nun einen Namen hatten machte ich mich auf den Weg zu Ihnen, um Sie über die neuen Erkenntnisse zu unterrichten, aber als Sie nicht auf das Klingeln Ihres Handy reagierten wusste ich sofort das Ihnen etwas zugestoßen sein musste."

Mulder stockte kurz ehe er weiter sprach: "Während ich mich auf den Weg zum C.S.I. Department machte, telefonierte Alison mit der Taxizentrale. Von der erfuhr er das Robertson gerade einen neuen Fahrgast aufgenommen haben musste. Eine Polizeistreife entdeckte schließlich das Taxi wie es in Richtung Westen fuhr und daraufhin verfolgte der Großteil der Polizei das Taxi bis zu dem Ort, an dem man Sie dann gefunden hatte."

"Aber warum war er so an den Tätowierungen der Frauen interessiert?" Für Scully machte die Geschichte bisher noch keinen Sinn.

"Soviel wir bisher herausfinden konnten, war sein Stiefvater Tätowierer in San Francisco. Wie auch immer, dort muss er eine Vorliebe für tätowierte Frauen entwickelt haben. Durch irgendeinen Vorfall muss diese Vorliebe jedoch so stark geworden sein dass er Frauen dafür umbrachte um an die Tätowierungen zu kommen.
Die entfernten Hautstücke mit den Tätowierungen konnten in seinem Apartment sichergestellt werden. Er hatte sie sorgfältig zum Trocknen *aufgehängt*. So wie die Philatelisten Briefmarken sammeln hat er anscheinend damit angefangen Tätowierungen, die sich auf weiblicher Haut befanden, zu sammeln.
Außerdem wurden Müllbeutel sichergestellt, von den man annimmt, das er damit die Frauen erstickt hat. Das einzig merkwürdige ist nur, warum er bei Ihnen anders vorgegangen ist."

Mulder hatte den Satz gerade beendet, als es an der Tür klopfte.

Ehe Scully auch nur "Herein" sagen konnte, steckte Detektive Alison seinen Kopf ins Zimmer.

"Wie geht es Ihnen Agent Scully?"

"Danke, es geht mir schon besser. Noch ein paar Schmerzen, aber die werden schon vorbeigehen."

"Das hört man gerne. Ich wollte Sie nur darüber informieren, dass man Robertson inzwischen von der Intensivstadion auf die normale Station verlegt hat. Er ist soweit außer Lebensgefahr, jedoch noch nicht vernehmungsfähig. Das war wirklich ein klasse Schuss." sagte er an Mulder gewandt.

"Ich wollte mich außerdem für Ihre Mithilfe an dem Fall bedanken. Ohne Sie wären wir Robertson wahrscheinlich nicht so schnell auf die Spur gekommen.
So, nun will ich Sie beiden aber nicht mehr länger belästigen. Ich wünsche Ihnen noch eine angenehme Zeit hier in Las Vegas.
Ich würde Ihnen aber raten die Finger von Glücksspielen zu lassen." sagte er belustigt, ehe er das Zimmer verließ.

"Schade, deswegen bin ich ja gerade her gekommen." gab Mulder daraufhin mit einem Lächeln von sich und schaute Scully von der Seite an.

"Tja Mulder, wie sagt man immer so schön -entweder Glück in der Liebe oder Glück im Spiel-. Sie können sich aussuchen was eher etwas für sie wäre." Als Scully das sagte grinste sie Mulder an, konnte aber den Ausdruck in seinen Augen nicht deuten.

"Wenn das so ist, dann habe ich schon längst eine Entscheidung getroffen." war alles, was Mulder daraufhin erwiderte, während er vorsichtig seine Hand auf Scullys Hände legte, welche ineinander verschränkt auf ihrem Schoß lagen.

Fini



Oh mein Gott, ich habe es doch tatsächlich geschafft und diesmal keine schmalzige MSR daraus gemacht *aufdieschulterklopf*. Na ja, im entferntesten jedenfalls. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welche Überwindungskraft mich das gekostet hat.

Ich hoffe trotzdem, dass euch die FF gefallen hat.

Und gut, zugegeben, so ein richtiges Crossover ist auch nicht daraus geworden, aber ich habe mein Bestes versucht und bin leider doch gescheitert. *michselbstdarüberärger*

Würde mich jedenfalls freuen, wenn ich ein bisschen Feedback von irgendjemanden bekommen würde. Egal ob negativ oder positiv, Hauptsache mein Mailbriefkasten bekommt Feedback. Der schaut nämlich immer so traurig aus, wenn er keine neue Mail bekommt *gg*