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This woman - This game
Marion Kirchner (DAS WoD)
PG-13
Fowley-P.O.V. , Mythologie, MFR (oder wie man des nennt *ggggg*)
Sie waren unschuldig, recht neu im Geschäft. Sie hatten nichts getan, nichts, nur diesen Raum betreten und das Spiel des Schicksals hatte unaufhaltsam begonnen sie zu seinen Opfern zu machen…

Autorenbemerkung: Ich nehme jetzt etwas an Angriff, von dem ich eigentlich nicht weiß, ob ich es schreiben sollte, oder nicht. Als ich am 11.03.2002 die Wiederholung der Folge "Tausend Stimmen" sah, hätte ich in den Szenen mit ihr noch am liebsten eine Flasche gegen meinen Fernseher geworfen. Aber nach einer Zeit überlegte ich mir: Warum eigentlich? Nur weil sie eine dumme Schlampe ist, die sich, meiner früheren Meinung nach, nur bei Mulder einschleimte, um ihn ins Verderben zu führen? Mit dieser Geschichte werde ich nun versuchen, mich in sie hineinzuversetzen, die andere Seite von ihr zu zeigen und zu hoffen am Ende zu verstehen, warum ich sie hasse oder auch nicht hasse…


This woman - This game


Sie stand da, ihre Arme verschränkt, tief durchatmend. Was sollte sie tun? Sollte sie weiterhin mit ansehen wie sie ihn quälten, nur um an etwas zu kommen, dass sie sowieso nicht erreichen konnten? Sie bewunderte ihn, sie schätze ihn und hatte dies schon immer getan, seit sie ihn kannte. Viele Personen in ihrem Umfeld, hatten ihr keinen Glauben geschenkt, hatten gedacht, dass sie, die stolze Karrierefrau nur so tat, als empfinde sie etwas für ihn. An diese Zeiten erinnerte sie sich nur ungern. Er war frisch aus der FBI-Akademie gekommen, sie hatte schon ein paar Jahre Erfahrung gehabt. Es war vielleicht wie Liebe auf den ersten Blick gewesen, zumindest für sie, er hatte es ihr niemals richtig offenbart. Diese Faszination, die von ihm ausging, diese tiefen, braunen Augen, die unendliche viel Dinge gesehen zu haben schienen. Sie hatte einen Ergeiz verspürt, einen Drang dazu, seine Geheimnisse aufzudecken, zu erfahren, was er verbarg. Damals war es auch recht einfach gewesen an ihn heranzukommen. Sie hatten Beide für die Abteilung Gewaltverbrechen gearbeitet. Sie war nur eine Ermittlerin, er der Profiler. Man hatte ihn damals als das Talent gesehen und das war er auch. Ein Mann der in Richtungen denken konnte, die anderen verborgen blieben. Genau das hatte sie an ihm fasziniert, diese unendliche Tiefe in ihm. Fox Mulder war mehr als bloß irgendein Mann, er hatte ihr Leben geprägt wie vielleicht kein anderer. Seine ruhige, manchmal zurückhaltende Art verbarg soviel von dem was sie nur in ihm finden konnte. Sie hatte es gefunden, für kurze Zeit waren sie beide glücklich gewesen, verliebt. Bis zu dem Tag an dem es passierte.

Diana hatte schon immer geahnt, das dort unten etwas war, etwas das jemand versuchte zu verbergen. Der Keller des FBI-Gebäudes war schon auf der Akademie eine nette Unterhaltung wert, so als sei dort das Geheimnis der Geheimnisse vergraben. Sie hatte erst nicht wirklich gedacht, dass etwas dahinterstecken könnte, schließlich kursierten innerhalb von FBI-Frischlingen die verrücktesten Gerüchte. Mulder jedoch war von Anfang an von dem mysteriösen Keller fasziniert. Es sollte eine Art Abenteuer werden sich hinunter zu schleichen und seinem Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Eines Nachmittags, es war wenig los, entschlossen sie sich Beide scherzeshalber nach unten zu gehen. Sie hatten viele andere Leute gefragt, Leute, die eigentlich verwegen und unternehmungslustig waren, doch man konnte deutlich spüren, dass die meisten von ihnen nur auf einen hohen Rang im FBI aus waren und sich nicht einmal trauten, dieses kleine Risiko auf sich zu nehmen. Erst hatte sie eigentlich selbst die Akten beenden wollen, die sie noch zu erledigen hatte. Doch in seinen Augen war wieder dieses Glänzen gewesen, dieses Glänzen, welches ihnen die Tiefe verlieh die sie so an seinen Augen liebte. Fox Mulder war in manchen Dingen noch ein Kind, das Kind in ihm war das, das dieses Funkeln in seinen Augen entstehen ließ. Schließlich hatte er ihr eine wilde Theorie erzählt, was passieren könnte, würde sie hier weiter sitzen, was sie verpassen könnte und genau das hatte Diana Fowley schließlich dazu überredet nach unten zu gehen, nichtah-nend, dass der Fund sie für immer verändern würde.

Lachend waren sie nach unten gerannt, vielleicht hatte sie sich in diesem Moment selbst in solch ein Kind verwandelt, in dessen Inneren ein Feuer brannte. Es war dunkel dort unten. Enge und verstaubte Gänge zogen sich unter der Erde her und waren mit unzähligen, ebenfalls von Staub bedeckten, Kartons vollgestopft. Sie hatten Mühe sich einen Weg durch die Dunkelheit zu bahnen, nicht einmal die Kellerfenster vermochten die Flure zu erhellen. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, als sie durch diese Gänge schlichen. Immer wieder lachte sie, doch er schien es mehr als ernst zu nehmen. Sie spürte, dass er Hoffnungen gehabt hatte, Hoffnungen etwas wirklich Wertvolles zu finden. Schließlich stoppte er abrupt. Sie wäre beinahe gegen ihn gelaufen und hatte zu diesem Zeitpunkt nicht die geringste Idee gehabt, aus welchem Grund er so plötzlich angehalten hatte. Fox, hatte sie gefragt, siehst du hier etwas? Er ant-wortete nur mit einem langsamen Kopfnicken, das genauso gut ein zurückhaltendes Schütteln hätte sein können, wäre er nicht im nächsten Moment zurückgetreten und hätte sie angestarrt. Dann hatte er diese Tür bei Seite geschoben. Eine kleine braune Tür, die man kaum wahrnehmen konnte. Dahinter waren sie gewesen, Aktenschränke, die mit Kunststoffplanen überdeckt waren. In diesem Moment hatte sie es gespürt, die Tatsache dass dort etwas war. Sie hatten sie heruntergerissen und achtlos in die Ecken des kleinen Raumes fallen lassen. Dort lagen sie nun, diese Akten, auf deren Deckel ein rotes X prangte. Obwohl sie sich seltsam gefühlt hatte, sehr seltsam um es genau zu sagen, hatten sie sie geöffnet und verschlungen. In dem Moment als sie dies las, fühlte sie, dass sich etwas in ihr veränderte. Sie wusste zwar nicht was es war, doch es schien, als gebar dieser Raum, dieser Staub, dieses Papier einen neue Seite an ihr. Genau genommen hatte dieser Moment die neue Diana Fowley geboren. Die Dinge, die auf diesen Papieren vermerkt waren, hatten eine Wut in ihr brodeln lassen, eine Wut, die heute immer noch brodelte. Angst und die Tatsache, dass alles was vorher war, nachher war.

Sie hatte es nicht ausgehalten, die Tatsache, dass sie dies lesen konnte, dass dies dort unten lagerte. Ein unendlicher Kampfgeist war in ihr erflammt. Sie hielt die Dinge, die in diesen Akten schlummerten zwar für seltsam, unheimlich um genau zu sein, doch irgendetwas machte ihr klar, dass dies alles wahr sein musste. Warum versteckte das FBI diese Akten hier unten? Was war so wichtig daran?
"Fox, wir müssen hier raus.", hatte sie damals mit zitternder Stimme gesagt.
Er hatte nur gelacht.
"Ich meine das ernst, Fox. Weißt du was das hier ist?"
Er lächelte wieder, das Glitzern nahm ihn vollkommen ein.
"Ja, ich weiß was das ist, das ist…" Er stockte, als er eine weitere Akte, die er soeben aus dem Schrank genommen hatte, aufblätterte, "…großer Gott, Diana, weißt du was das ist?" Er hielt ihr mit entsetzen Blick die Akte entgegen. Sie schien älter zu sein, mit Schreibmaschine ge-druckt. Sie sah auf das Titelblatt. Es sagte ihr nichts, es war ein Fall, in dem mehrere Men-schen zerfleischt aufgefunden worden waren. Doch als ihr Blick weiter nach unten wanderte, weiteten sich ihre Augen, dieser Name, das war unmöglich.
"Du willst damit sagen, dass diese Akte von J. Edgar Hoover persönlich angelegt worden ist?" Hier stimmte eindeutig etwas nicht, ihr Gefühl drückte immer mehr auf ihren Magen. Sie mussten hier verschwinden.
"Diana, ich glaube, wir sind nicht bestimmt zu wissen, was das hier ist. Soweit ich das erse-hen kann, ist das die erste Akte, die von dieser "Reihe" angelegt wurde. Hoover war sicher nicht betrunken, als er das gemacht hat. Warum bitte versteckt das FBI diese Akten vor ihren eigenen Rängen?" Sie zuckte mit den Schultern, sie erkannte, dass er in Rage war. Sie legte vorsichtig ihre Hand auf seine Schulter.
"Vielleicht, vielleicht sind sie ihnen peinlich. Ich meine, wer glaubt so was schon?" Ja, war tat das, sie erwischte sich zumindest dabei.
"Mache dir bitte nichts vor. Das FBI tut viele Dinge, aber es hat immer seine Gründe, und die gehen weiter, als nur ihren Ruf zu wahren. Vielleicht war es einer, aber ich glaube, hier steht irgendetwas, das niemand lesen SOLL." Er starrte sie an, als sei sie ein Wild, das er soeben erlegt hatte. Dieses zarte, mit dem er sie immer ansah, war verschwunden. Kalte, krankhafte Neugier beherrschte seine Augen. Sie zitterte.
"Fox, wir sollten nicht hier unten sein. Du sagtest, die Akten SOLLTE niemand lesen, und ich denke wir sind eingeschlossen. Wer weiß, was diese Papiere zu bedeuten haben. Vielleicht sind sie gefährlich, vielleicht sind wir gerade dabei in ein riesiges Wespennest zu treten aus dem wir nie wieder rauskommen. Wir arbeiten beim FBI, und nicht in irgendeinem Supermarkt. Ich denke, du solltest eigentlich wissen, dass es hier Dinge gibt, die uns einfach nichts angehen sollten." Ihre Stimme war trocken, verbarg die Angst, die in ihr hochkam. Sie hatte ihn nicht so anreden wollen, verspürte den Drang ihn in ihre Arme zu nehmen, doch sie ver-harrte in ihrer Position.
"Ach ja, und was sollen wir deiner Meinung nach tun, die Augen und Ohren schließen und Dinge geschehen lassen, die es gilt zu verhindern?" Er ging zu weit eindeutig zu weit.
"Was redest du da? Soweit ich das verstanden habe, handeln diese Akten von paranormalen Phänomenen. Was denkst du schon, steht da drin, der Beweis für eine weltweite Verschwörung?" Sie baute sich vor ihm auf.
Er schüttelte den Kopf.
"Ich weiß es nicht. Und genau das reicht, um diese Fälle zu untersuchen. Was verbirgt sich dahinter. Wer hat an diesen Fällen gearbeitet und was veranlasst das FBI diese Akten zu verstecken?"
"Vielleicht hat man sie einfach hier unten vergessen." Sie grinste in sich hinein, ein wirklich sehr tragendes Argument…
"Ach…" Er schnappte sich einen Stapel Akten und war dabei den Raum zu verlassen.
"Fox, wo willst du hin?"
"Ich werde sie mir ansehen.", sagte er ohne jegliche Betonung und verschwand, ohne dass sie ihn aufhalten konnte. Ihr fuhr es eiskalt den Rücken hinunter. Was war nur mit ihm geschehen?

Es vergingen Monate an denen er an diesen Akten arbeitete. Es war, wie ein Hobby. Und dieses Hobby machte ihr mehr Angst, als alles andere. Irgendwie freute sie sich für ihn, dass er etwas gefunden hatte, dass sein Interesse derartig erweckte. Doch er war anders geworden. Er war nicht mehr der Fox Mulder, den sie kannte, nicht mehr der, den sie liebte. Sie liebte ihn immer noch, verdammt mehr als jemals zuvor, doch sie fürchtete sich gleichzeitig vor ihm. Es gab Tage, an denen er sie vollkommen ignorierte, nur über diesen Akten brütete, und sogar jeden anderen ihm zugeteilten Fall, nicht beachtete. Er habe das Gefühl auf etwas Unglaubliches gestoßen zu sein, hatte er ihr eines Morgens mitgeteilt. Sie hasste ihn dafür, sie hasste diese Akten. Denn so interessant sie seine Beschäftigung erst gefunden hatte, so unheimlich und erschreckend war sie ihr jetzt. Er war besessen davon. Aß kaum noch etwas, redete mit kaum jemanden und sie hatte sogar das Gefühl, dass er niemals schlief. Er schlief immer nach ihr ein und wachte immer vor ihr auf, doch die dicken Ringe unter seinen Augen, seine Abwesenheit, verrieten ihr, dass er an Schlafstörungen litt. Was hatten diese Papiere für eine Kraft?

Eines Nachmittags, es war ein trüber Herbstsonntag war sie, von Foxs Besessenheit geflüchtet durch Washington gelaufen. Ziellos und planlos. Sie hatte nicht verstehen können, was passiert war, wie es überhaupt so weit hatte kommen müssen. Die Blätter fielen tänzelnd von den Bäumen, wehten ihr hinterher. Ihre Tränen liefen hinab, wurden vom Wind davongetragen, dessen seufzendes Pfeifen in ihren Ohren widerhallte. Sie wollte rennen. All dies verfluchen. Soe hatte es Fox nicht sagen wollen, doch sie hatte gespürt, dass sie in ein gigantisches Wespennest getreten waren. Der Tod folgte ihnen, er war ihr Schatten und sie hörte förmlich wie er jeden Schritt nachahmte, den sie machte.
Auf einmal zuckte sie zusammen. Waren dort nicht wirklich Schritte? Erschrocken fuhr sie herum. Die Blätter wirbelten raschelnd durch die enge Gasse in der sie sich befand, ansonsten Stille. Sie musste sich das eingebildet haben. Sie schüttelte den Kopf, als sie die Schritte wieder hörte. Sie drehte sich erneut um, keuchte vor Schreck als sie im Schatten ein leichtes rotes Glimmen vernahm. Der Gestank von Rauch stieg ihr in die Nase.

"Ich wusste, dass Sie Ihr Weg heute Abend hierher führen würde, Agent Fowley."
Sie kramte nach ihrer Waffe, als die Person näher an sie herantrat. Das Licht fiel auf einen älteren Mann in einem Anzug.
"Was…was wollen Sie von mir?", fragte sie unsicher.
Er lachte nur.
"Sie davor waren ihre langen Finger nicht zu tief in alte Risse zu bohren."
Sie wusste nicht wovon er redete, sie wollte es nicht wissen, doch in ihrem Kopf hallte dieses Wort wieder…X-Akten.
"Tun Sie nicht so, als wüssten Sie von nichts. Sie und Mulder haben sich da auf eine gefährliche Reise eingelassen. Aber ich sage Ihnen eines, Sie machen einen Fehler, wenn Sie weiter-machen."
Sie sah ihn nur an, wusste nicht, was sie sagen sollte. Redete er wirklich von dem, was sie dachte.
"Glauben Sie mir, ich kenne den Inhalt dieser Akten…ich bin gewisser Maßen dafür verantwortlich, dass einige von Ihnen geschrieben werden mussten." Sie begann zu zittern und trat einen Schritt zurück. "Und ich kann Ihnen versichern, Agent Fowley, das die netten Leute aus diesen Papieren Ihnen nach dem Leben trachten." Er ging auf sie zu, sie wollte wieder nach hinten, doch eine seltsame Faszination brachte sie dazu stehen zu bleiben. Seine kalten brau-nen Augen fesselten sie. Sie erkannte Sünden darin, unbeschreibbare Sünden.
"Ich mache Ihnen ein Angebot. Werden Sie eine von uns und Sie werden den morgigen Tag überleben. Spielen Sie jedoch weiter Mulders kleines Spielchen, können Sie sich sicher sein, dass Zeugen vernichtet werden."
Sie schluckte, starrte auf ihre Waffe, konnte sie jedoch nicht ziehen.
"Ich gebe Ihnen zwei Stunden Bedenkzeit. Kommen Sie oder sterben Sie."
Er nahm eine letzten langen Zug aus seiner Zigarette und schmiss schließlich den Stummel auf den Boden. Er zertrat ihn.
"Es liegt in Ihren Händen.", sagte er und verschwand im hinteren Teil der Gasse.

Sie war gegangen, nach Europa, um Antworten zu finden. Sie hatte sich gefragt, was dies eigentlich für einen Sinn hatte. Sie war niemals ein Mensch gewesen, der Dingen nicht ihren Lauf ließ, doch die Tatsache, dass es solche Dinge wirklich gab, machte sie wahnsinnig.

Nun stand sie also da, sah wie diese Verrückten mal wieder versuchten, ihren Nutzen aus etwas zu ziehen, das sie nicht fähig waren zu kontrollieren. Warum nahm der Mensch nicht das so hin, was ihm bevorstand. Warum glaubte der Mensch immer noch etwas zu sein, das seine Umgebung kontrollieren konnte, so weiterverlaufen lassen konnte, wie er wollte. Sie wusste, dass dies nicht möglich war. Nicht auf diesem Weg.

Es gab Menschen, die eine Aufgabe hatten, eine Aufgabe, die nicht von irgendwelchen dunkeln Männern bestimmt worden war, sondern einfach zu der Existenz dieser bestimmten Menschen gehörten. Wurde er nun auf diesem Tisch liegen, hätte er niemals eine solche Aufgabe erlangt? Warum ließ man sie ihn nicht ausführen? Diana Fowley erkannte zum wiederholten Male, dass dies hier bloß ein falsches Versprechen war, eine hole Gemeinschaft, die glaubte alles erreichen zu können, indem sie das vernichtete, das ihnen nicht in den Kram passte und indem alles versuchte so zurecht zu rücken wie es ihr lieb war. Doch was hatte dies für einen Sinn? Hatte der Mensch das Recht Schicksal zu spielen? Mit Sicherheit nicht, doch der Mensch war dazu da, dem Schicksal zur Seite zu stehen. Diana erkannte den Sinn, den Sinn, aufgrund dessen sie hier stand. Sie hatte ebenfalls eine Aufgabe, eine, die zu seiner gehörte. Sie drehte sich weg, ging aus diesem Raum, um dies nicht mehr ansehen zu müssen, dieses Spiel mit der Unschuld und dem Tod. Sie wusste dies zu verhindern, sie wusste dieses Spiel aufzuhalten. Doch warum sollte sie das tun? War es nicht wahnsinnig von ihr einem Menschen etwas anzuvertrauen, den sie hasste? Doch was war Hass überhaupt? War Hass nicht auch ein Spiel mit dem Schicksal, ein Spiel mit ihrer Aufgabe? Sie streifte den OP-Kittel und den Mundschutz ab und ließ ihn in einen dafür bereit gestellten Container fallen. Beweise vernichten, das war das einzige, das ihnen einfiel. Sie schüttelte den Kopf. Sie verließ das Gebäude, achtete nicht auf die Wachposten, die ihr erstaunt hinterher blickten. Zu oft war sie hier gewesen und hatte ihre Hände mit der Schuld gewaschen, ohne es wahrzunehmen.

Gut eine halbe Stunde später saß sie in ihrer Wohnung und starrte aus dem Fenster. Die Sonne begann langsam unterzugehen. Sie betrachtete das wohlige Spiel der letzten Straßen auf den Wänden. Sie wusste, dass ihre letzten Stunden geschlagen hatten und sie sich mit dieser Entscheidung selbst de Stecker ziehen würde. Doch Hass und Vernunft lagen in diesem Fall, ob-wohl sonst so weit entfernt, nahe beieinander. Sie könnte jetzt zu ihr gehen und ihr eine Kugel in den Kopf jagen, zumindest war ihr danach. Sie könnte aber auch das einzige tun, das Mulder retten konnte. Nämlich die Aufgabe weitergeben. Sie musste den Menschen, dem sie es am wenigsten gönnte, dieser kleinen nichtsahnenden Pute…sie schüttelte den Kopf. Er mochte sie und wenn er sie mochte, konnte sie so schlimm nicht sein. Sie war eine intelligente, gewiefte Frau und sie würde es schaffen ihn zu beschützen. Diana starrte zitternd auf die kleine Chipkarte, die sie von einer Hand in die andere wandern ließ. Schließlich stand sie auf und verließ ihre Wohnung.
Als sie eine Stunde später zurückgehrte, rasselte ihr Atem. Sie knallte die Tür hinter sich zu, wollte sie verschließen, entschied sich dann jedoch sie sperrangelweit offen zu lassen. Er sollte wissen, dass sie wusste, was sie getan hatte. Sie ließ sich in einen Sessel fallen und starrte gegen die Wand. Sie sah wie das Licht des Mondes auf ihr tanzte. Sie hörte die schnellen Schritte im Flur. Sie hörte den Mann, der ihre Wohnung betrat. Sie hörte das Entsichern der Pistole…Sie hörte...den Schuss…

Ende

So, des war also der Versuch mich in Diana Fowley hineinzuversetzen. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, aber hey, es war immerhin ne Erfahrung wert *gg* Ich bitte euch jegliche Kommentare, ob gut oder schlecht, an Marion.Death@tonline.de zu schicken…