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DAS Yasi

ywollmarker@yahoo.de

Doggett P.O.V.

keines

Die Prophezeiung

Wie sagte Doggett so schön?? Da war eine Stimme, und sie sagte mir, ich müsse Scully vor der Gefahr warnen....
Doggett liegt im Koma, nur ist ihm das auch bewusst?

Ich tu mir verdammt schwer, mich in den Kopf den Ohrenheinis hinein zu denken. Habt also erbarmen und schenkt SoX ein paar FF für die Kategorie "Andere Romanzen", damit da nicht ewig an mir hängen bleibt. Ich kann sowas einfach nicht!!! Ich mag diese Geschichte einfach mal der Nadia widmen, also der Ex von der Konkurrenz, einfach weil ich weiß, das sie diesen Kerl auch mag, genau wie Wod, auch wenn mit die Logik an der Sache völlig unklar ist! Doch heute war einfach ein beschissener Tag und nach dem Leitspruch auf unseren Kalender in der Arbeit "Carpe diem" mach ich jetzt einfach das beste draus und schreib was für Euch.



Was es noch zu erledigen gibt...




Die Straße schien kein Ende zu nehmen. Ich öffnete das Fenster, es war sehr heiß. Die Sonne brannte, und etwas Fahrtwind konnte nicht schaden. Ich hatte das Gefühl, ganz allein unterwegs zu sein, doch ich konnte wirklich nicht sagen, wohin ich eigentlich fuhr. Ich drückte das Gaspedal etwas nach unten, die Tachonadel kletterte weiter nach oben. Ein Blick auf die Tankanzeige sagte mir, nicht mehr all zu lange mit dem Tanken zu warten. Ich war aber gerade erst an einem Schild vorbeigefahren, welches auf eine Tankstelle in etwa zehn Kilometer Entfernung hinwies, also dachte ich nicht weiter darüber nach.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, als wäre mir alle Last von den Schultern genommen worden. Ich fühlte mich unbeschwert und glücklich.

Die Musik aus den Lautsprechern vermischte sich mit dem Säuseln des Windes. Mir kam kein Auto entgegen, und wann ich das letzte Auto in meine Richtung fahrend gesehen hatte, wusste ich auch nicht mehr. Ganz allein unterwegs, es war fast richtig unheimlich, dennoch hatte ich das Gefühl, das Richtige zu tun.

Ich musste wohl schon seit langem unterwegs sein, denn mein Nacken tat weh, und es würde sicher nicht schaden, mir an der kommenden Tankstelle die Beine etwas zu vertreten. Nach einer scharfen Rechtskurve musste ich stark bremsen, fast wäre ich an der Tankstelle vorbeigefahren. Versteckt lag sie hinter der Kurve. Zwei Zapfsäulen standen vor einer Holzhütte, von der Straße aus fast gar nicht zu erkennen. Nur ein kleines Schild an der Straße wies diese Holzhütte als Tankstelle aus

An der Zapfsäule hielt ich an und stellte den Motor ab. Ich stieg aus, froh, mir die Füße etwas vertreten zu können.

"Volltanken?"

Die Stimme, die plötzlich die Stille durchbrach, erschreckte mich und ich drehte mich zu dem Mann um. Die Stimme gehörte zu einem sehr alten Mann. Er war klein und hatte schneeweißes Haar. Er trug einen alten, dicken Pullover und eine verrissene Jeans. Diese waren so kurz, dass ich unschwer erkennen konnte, dass der Alte verschiedenfarbige Socken trug, die in alten Turnschuhen steckten.

"Volltanken?"

Geduldig wiederholte er seine Frage, und es schien ihn nicht zu stören, dass ich ihn anstarrte.

"Ja bitte, Super", antwortete ich knapp. Ich bemerkte, dass der Mann sehr routiniert die Tankanlage bediente. Die Anzeige der Tanksäule begann sich zu drehen.

"Ihr Ziel ist das Ende?"

Der alte Mann schaute mich fragend an. Ich war leicht irritiert. Ich hatte keine Ahnung, was ich antworten sollte, denn ich wusste mit der Frage nichts anzufangen. Der Alte bemerkte meinen fragenden Blick und wartete deshalb keine Antwort ab.

"Meine Tankstelle ist die letzte vor dem Ende", fuhr er fort. "Sie müssen nicht mehr weit fahren, dann ist alles vorbei. Schluss, Ende, Aus".

Langsam glaubte ich zu verstehen. Die Einöde und die Hitze, die Langeweile, dies schien sich auf das Gemüt des alten Mannes auszuwirken. Vermutlich hatte hier schon lange niemand mehr Halt gemacht. Ich ging davon aus, dass viele schon die Einfahrt zur Tankstelle übersehen hatten, so wie es auch mir fast passiert wäre. Der Alte war wohl einfach etwas verrückt.

"Sie glauben mir nicht". Er ließ sich nicht davon irritieren, dass er keine Antwort erhielt. "Niemand glaubt mir. Alle haben mich nur angeschaut, so wie Sie jetzt gerade. Und dann sind sie wieder in ihr Auto eingestiegen und weitergefahren. Weiter bis zum Ende. Keiner ist jemals zurückgekehrt. Oder fast keiner. Aber wie auch, wenn Sie am Ende sind, ist alles vorbei. Da gibt es kein zurück mehr. Ich gebe Ihnen einen guten Rat. Hören Sie auf mich, drehen Sie um, jetzt können Sie noch wenden. Aber es ist Ihre letzte Chance. Drehen Sie um, fahren Sie zurück, und vergessen Sie, dass Sie jemals hier gewesen sind."

Mein Tank war voll und nun säuberte er noch sorgfältig die Fenster des Wagens.

"Oder halten Sie mich für einen spinnenden Alten, fahren Sie weiter, und wenn Sie es dann bereuen, wird es für Sie zu spät sein."

Ich hatte darauf keine Antwort. Was sollte man einem Verrückten auch antworten, ihn einfach reden lassen, das würde das Beste sein. Spinner gab es überall, sogar beim FBI, warum nicht auch hier, wer weiß, vielleicht würde ich ebenfalls so werden, wenn ich bei meiner Arbeit noch lange irgendwelchen fanatischen Besserwisser hinterher jagen sollte. Kein Wunder also, dass Mulder alle für verrückt hielten. Gut, ich hatte das anfangs auch gedacht doch jetzt, nach all der Zeit, die ich nun schon für die X Akten zuständig war, schien es mir einfacher, sich mit dem Ruf eines Spinners abzufinden, als sich mit den Antworten, die man nur selten erhielt, zufrieden zu geben.

Der Alte hier schien auch einer dieser Sorte zu sein und eigentlich tat er mir ja nichts, er hatte meinen Wagen vollgetankt, und die Scheibe war sauber wie lange nicht mehr.

Ich wollte eigentlich nur weg hier, wer weiß, was dieser Spinner mir sonst noch für Storys auftischen wollte. Ich stieg in mein Auto, bezahlte, nicht ohne auf das Trinkgeld zu vergessen.

"Schade", sagte der Alte. "Ich hatte gehofft, dass Sie mir glauben werden.

"Eine Frage", fragte ich ihn nun doch, "Wie kommen Sie darauf, dass hier das Ende ist?"

"Ganz einfach. Die Erde ist hier zuende. Nicht mehr weit, Sie werden sehen, dann geht es nicht mehr weiter, aber dann ist es für Sie zu spät. Doch sie sind noch nicht dazu bereit zu gehen, das wäre nicht richtig. Sie müssen ihr noch sagen, dass sie in Gefahr ist und niemanden trauen soll... sie werden zu ihr kommen, aber sie darf denen nicht trauen"

Ich nickte dem Alten noch einmal zu und trat das Gaspedal nieder. Der Wagen setzte sich in Bewegung, sehr sicher lenkte ich wieder zurück auf die Straße.

Der Alte war also doch ein Spinner. Redete vom Ende der Welt und von jemandem, den ich beschützen sollte. Was wusste der alte Mann schon von meinem Leben?

Ich drehte das Autoradio an und bemerkte nicht, dass mir der Alte lange hinterher-schaute. Natürlich hatte ich nicht gewendet, ein Spinner in der Einöde, die Erde ist hier zu ende, ja, ich musste sogar etwas grinsen. Auch wenn ich noch immer keine Ahnung hatte, wohin ich eigentlich unterwegs war, trieb irgendetwas mich stetig voran.

Ich war schon wieder einige Minuten unterwegs. Ob ich wollte oder nicht, immer wieder musste ich an die Worte des alten Mannes denken. 'Keiner ist jemals zurückgekehrt. Fast keiner. Aber wie auch, wenn Sie am Ende sind, ist alles vorbei. Da gibt es kein zurück mehr'.

Sollte sein Gerede doch irgendeinen Sinn ergeben?

Immer noch kam mir niemand entgegen, und auch in meiner Richtung war ich wohl der Einzige, der im Moment unterwegs war. 'Ihr Ziel ist das Ende?' Aus den Lautsprechern tönte der Song: "We`ve got a friend" und ich drehte das Radio etwas lauter.

Warum dachte ich überhaupt über die Worte nach? Ein Verrückter, nicht mehr daran denken, ich kann ihm ja auch nicht helfen, aber warum sollte ich auch, wahrscheinlich ist er mit seinem Leben sehr zufrieden.

'Die Erde ist hier zuende. Nicht mehr weit, Sie werden sehen, dann geht es nicht mehr weiter, aber dann ist es für Sie zu spät. Doch sie sind noch nicht dazu bereit zu gehen, das wäre nicht richtig. Sie müssen ihr noch sagen, dass sie in Gefahr ist und niemanden trauen soll...sie werden zu ihr kommen, aber sie darf denen nicht trauen '.

Wieder trat ich das Gaspedal weiter nach unten, fuhr noch etwas schneller, die Musik aus den Lautsprechern, die Tankstelle, der alte Mann, die Sonne brannte immer noch heiß herunter.' Alle haben mich nur angeschaut, so wie Sie jetzt gerade. Und dann sind sie wieder in ihr Auto eingestiegen und weitergefahren. Weiter bis zum Ende. Und keiner ist jemals zurückgekehrt. Fast keiner.....`

Stopp.

Mulder ist zurückgekehrt! Und es war Mulders Leitspruch zu sagen, vertraue niemanden! Ich bremste und lehnte den Kopf ans Lenkrad. Was verdammt noch mal hatte mir der alte Mann eigentlich sagen wollen? Wohin fuhr ich überhaupt? Und warum hatte ich plötzlich das Gefühl, tausend Engel singen zu hören?

Ich schloss die Augen und vor mir sah ich Scully mit ihrem Sohn, Monica an ihrer Seite. Ein plötzlich aufkommendes Gefühl der Sicherheit ließ mich die Augen wieder öffnen denn plötzlich wusste ich mir Sicherheit, WER in Gefahr war.....


*****************


"Agent Scully" Ich öffne meine Augen.

"Agent Doggett, oh..." Ich sehe Scully an meinem Bett sitzen. Ich bin im Krankenhaus?

"Ich..ich habe jemand reden gehört."

Scully nickt. "Ja, das bin ich gewesen."

Ich versuche meine Kopf zu schütteln, doch es gelingt mir nicht. Ich weiß nicht was passiert ist und wie ich plötzlich hierher komme, wo ich doch eben noch auf dieser Straße in Richtung Nirgendwo unterwegs gewesen bin. Doch es ist jetzt keine Zeit, darüber nachzudenken. Ich muss Scully sagen, dass sie in Gefahr ist.

"Nein, das waren nicht Sie...Hören Sie, sie werden zu Ihnen kommen, aber Sie dürfen denen nicht trauen, verstehen Sie das?"....


ENDE