Autor: Runy
Kontakt: cs_sg1@web.de
Spoiler: Die Offenbarung(?), Requiem,
Raiting:PG-13
Kategorie: X-Files
Disclaimer: Sie nicht ... sondern ... habe sie ... gestohlen ... äh geborgt meine ich natürlich J (Sparen sie nicht mit Worten...)
Short-Cut: Ein elf Jähriger Junge der verzweifelt versucht seine Eltern zu finden, mit ein bisschen Hilfe von dem X-Team...ob es ihm gelingt... wer weiß...?
Anmerkung: Mulder wurde entführt, aber William gibt es nicht, Doggett und Reyes ebenso wenig...


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Das ISAS Projekt


Es gibt Momente im Leben, die man nie vergisst. Es gibt Momente im Leben, von denen man hofft, dass man sie nie vergisst. Und es gibt Momente im Leben, die man vergessen will. Letzteres ist etwas, das nicht so einfach ist, jedenfalls dann nicht wenn der Moment für eine halbe Ewigkeit andauert.

Ich kann nicht Essen und nicht Trinken ohne mich zufragen ob es Gift ist. Nicht Gift für meinen Körper, Gift für meine Seele. Nur weil es einen körperlich gut geht, heißt es noch lange nicht, dass es einem Seelisch gut geht. Die Narben auf meiner Haut, werden irgendwann behandelt werden und verheilen. Aber was ist mit meinen Narben in meiner Seele, wer behandelt die, oder wie werden sie jemals verheilen?

Es gibt 4 Gruppen von Kindern, die erste ist die, dessen Eltern Reichtum besitzen und ihre Kinder selber Aufziehen und beschützen. Die zweite, dessen Eltern "normalsterbliche" sind, die aber einen eine Zukunft garantieren, ohne viel Reichtum. Die dritte, dessen Eltern nicht für einen Sorgen können, die selber zu viele Probleme haben, um sich um das "kleine" Problem auch noch zu kümmern. Und die vierte, wo ich auch zugehöre, die ihre Eltern nie kennen lernten und es auch nie werden. Wir sind die, so sagen DIE es uns jedenfalls, die gegenmittel für Krankheiten liefern. Na ja nicht ganz, man testet das gegenmittel an uns und wartet ab was passiert, daher habe ich auch diese vielen Narben.

Ich sitze gerade auf meinem Metall Bett und denke nach wie wohl meine Eltern aussehen...Oh nein, nicht schon wieder, bitte....

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Die Eisentür gab ein quietschendes Geräusch von sich, als sie von einem großen starken Mann in Militär Uniform geöffnet wurde.
Chuck zitterte am ganzen leib als er in das eckige Gesicht des Soldaten schaute. Er wusste was jetzt kommen würde, man würde ihn zum vierten Mal an diesem Tage zur Krankenstation bringen und ihn wieder eine Spritze geben. Wie er das hasste, am liebsten würde er einfach Wegrennen. Aber wie?! Er war gefangen, tief unter der Erde in einen alten Atombunker der wohl, wie es scheint, von dem Militär als geheimes Krankenhaus benutzt wird.
"Miller, mit kommen!", waren die einzigen Worte des Soldaten. Felix, Chuck Millers Zimmergenosse, hatte sich unter der Decke versteckt und nur ein kleines Loch zum gucken frei gelassen. Er hatte auch angst, sie würden ihn also auch gleich holen.

Chuck ließ sich ohne wiederstand zur Krankenstation bringen. Er kannte den Weg schon, vorbei an den Gefangenen Zellen der Sechzehn bis Achtzehn Jährigen, die Treppe hinunter und vorbei an den Zimmern der Soldaten und zum Schluss noch mal vorbei an ein paar Räumen die von innen Gepolstert waren.

Er wurde losgelassen, und ein Arzt kam ihm entgegen. Keiner der Leute sprach auch nur ein Wort, es war über all ruhig, und das Zimmer wo Chuck hineingebracht wurde, sah aus wie ein normales Behandlungszimmer. Aber in Wirklichkeit war es das Frankenstein Zimmer, so nannten es alle. Er bekam wieder unzählige Spritzen. Chuck zählte schon nicht mehr. Er hatte schon zu viele bekommen, er schätzte die Zahl auf 100.000 - 450.000 in seinem ganzen Leben. Und er war gerade mal 11 Jahre.

Als er fertig war ging er aus dem Frankenstein Zimmer raus und wartet Geduldig auf den Soldaten der ihn zu seiner Zelle führen sollte. Er wartete Lieber als noch mal die Hölle durch zumachen. Einmal war er einfach gegangen und als es wieder hieß er müsste Spritzen bekommen, haben sie ihn in einen Dunklen Raum geführt, mit schwarzen Tapeten und keine Fenstern. Er wurde Hitze ausgesetzt, man wollte angeblich Testen wie das Gegenmittel auf hohe Temperaturen reagiert.

Als der Soldat endlich kam, ging es zum Essensraum. Jeder bekam ein Teller in die Hand gedrückt und musste sich in einer langen Reihe anstellen. Der Raum war schlicht eingerichtet, Dunkelgrüne Tapeten, in einer Ecke ein Pflanze, es war sowieso ein Wunder das die Pflanze hier unten wuchs, und ein paar Holz Tische und Stühle. Es gab wie jeden Tag Linsensuppe. Linsensuppe, Linsensuppe und Linsensuppe. Es gibt jedes Jahr Suppe, aber immer eine andere, dieses Jahr war also die Linsensuppe dran. Chuck sah sich in dem leicht beleuchteten Raum um und sah das Felix schon einen Platz für ihn Reserviert hatte. Das Mittagessen war die einzige Möglichkeit mit anderen "Gefangenen" zu unterhalten. Plötzlich brach einer der Achtzehn Jährigen in der hinteren Ecke zusammen. Keiner scherte sich wirklich darum, da es wohl fast täglich passierte, dass einer zusammen brach und keine Luft mehr bekam.
"Das war Tom Dune, alle hatten schon vermutet, dass er es nicht mehr lange durchhalten würde..."
"Knock, essen!", unterbrach eine tiefe Stimme Felix in seiner Poredicht. Er drehte sich wieder zu seinem Teller und aß weiter. Die ganze Zeit wurden sie von einer Hand voll Soldaten beobachtet. Es war so als ob man zum Tode verurteilt war, obwohl der Tot, so dachte es Chuck, war gegen das hier ein Luxus.
"Aufstehen und in eine Reihe bilden. Zurück auf eure Zellen, aber Dalli!"

Felix und Chuck machten was ihnen befahlen wurde und reiten sich ein. Das einzige gute war, das man nicht Abwaschen brauchte. Da es hier unter der Erde keine Zeiten gab, wusste auch niemand so genau ob es nun Tag oder Nacht war, Sommer oder Winter, Frühling oder Herbst, Morgens oder Abends. Es gab keine Uhren. Und durch das lern system fanden sie auch nicht gerade durch. Klar wurde ihnen Lesen und Schreiben beigebracht, aber wozu? Einige meinten es kommt daher, dass wenn man Erwachsen ist, das man das Frei gelassen wird. Aber diesem Gerücht schenkte kaum einer Glauben.

Als die Eisentür hinter beiden zugemacht und verriegelt worden war, sprachen die beiden das erste mal wieder miteinander, seid dem Mittagessen.
"Oh man ich bin jetzt schon 11 Jahre in diesem Loch und durfte noch kein einziges mal gemütlich aufessen.", stellte Chuck mit einem lächeln fest.
"Ich ja auch nicht, und dann beschwert man sich das wir wieder abgenommen haben, obwohl es uns strengstens Verboten ist."
"Die Typen reden doch gar nicht mit uns."
"Na und, hast du dir schon mal denn Gesichts Ausdruck angeguckt wenn wir wieder gewogen wurden sind?!"
"Nein, nicht wirklich, wird ich aber beim nächsten mal drauf achten. So und jetzt halt die Klappe ich will Schlafen."
"So und jetzt halt die Klappe", gab Felix mit beleidigter Stimme wieder.
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Für mich gibt es nur gute und Böse Menschen, wobei die Bösen Menschen nur die Erwachsenen sind. Ich weiß, dass ich hier nie wirklich Lebend rauskommen werde, jedenfalls nicht ohne fremde Hilfe. Aber wer sollte mir auch schon Helfen, jeder hier hat genug eigene Probleme zu bewältigen.

Warum ich? Diese Frage stellt sich bestimmt jeder mal. Warum muss ich hier liegen? Warum nicht irgen jemand anders? Warum hat man mich ausgewählt? Was habe ich falsch gemacht? Habe ich überhaupt etwas falsch gemacht? Was haben meine Eltern falsch gemacht? Gibt es so was wie Gerechtigkeit auf dieser Welt? Wenn ja, wo ist diese Gerechtigkeit, und wie kann ich sie mir verdienen? Weil du etwas besonderes bist...
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Chuck schreckte hoch, wer hat da gesprochen?
"Hey Felix, hast du was gesagt?"
"Ich sollte doch meine Klappe halten, schon vergessen?!"

Er legte sich wieder hin und schloss die Augen mit der Hoffnung das es nur Einbildung war.
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Du kannst es schaffen... glaube...
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Felix und er wurden du ein kräftiges hämmern gegen die Eisentür wach.
"Oh man die sollen uns mal einen Wecke besorgen, durch das Hämmern bekommt man ja noch Ohrenschmerzen...", fluchte Felix leise.
"Nach dem Duschen vor der Tür wieder aufstellen und Bericht erstatten!", waren die einzigen Worte für diesen...war es Morgen oder Abend?!
Das Duschen ging schnell von Staatteen, nun mussten sie mit nassen Haaren Bericht erstatten wie es ihnen körperlich ginge.
"Jetzt kommt der langweiligste teil eines Tages...", flüsterte Chuck.
"Zag?"
Der auf Gehrufende Junge trat einen schritt vor.
"Etwas Kopfschmerzen und Glieder Schmerzen."
"Route?"
"Gliderschmerzen."
Felix und er waren die letzten in der Reihe, wie immer.
"Miller?"
"Übelkeit und Brustschmerzen."
"Knocke?"
"Etwas Haarausfall."

So nun war das auch erledigt. Sie bekamen frische Anziehsachen und wurde in 4 Gruppen eingeteilt á 7 Kinder. Sie gingen zum Fahrstuhl dessen Türen mit der Aufschrift "Bergwerk" versehen war. Also ging es heute wieder mal ums Arbeiten. Als sich die Fahrstuhltüren hinter ihnen wieder Schloss, wurden allen eine Spitzhacke gegeben. Felix und Chuck machten sich zu ihren Plätzen auf. Und nach einer halben Ewigkeit, so scheint es jedenfalls, sah Chuck das er ein hohles Loch frei gelegt hatte, breit genug das ein Kind hindurch passte. Er sah sich das etwas genauer an und erkannte an der Seite eine art Leiter die nicht nach unten sondern nach oben führte. Er sah kurz zu Felix der genauso überrascht aussehen musste wie er selbst. War das etwa die Chance zu einer Flucht? Von einen Moment auf den anderen schien alles still zuliegen, man hörte den Aufschlag der Spitzhacken nicht mehr, das Stöhnen der anderen Kinder... Chuck ergriff die Gunst der Stunde und kletterte in den "Schacht". Felix folgte ihm. Nach ein paar Meter des Hinaufsteigens, hörte man das wilde Geschrei ein paar Soldaten. Die Alarmanlage wurde betätigt, nun war alles darauf auf die beiden Flüchtlinge wieder ein zu- fangen. Chuck kletterte immer schneller und schneller. Dann sah er, dass der Weg versperrt war durch eine Steinkuppel. Er sah zu Felix, der direkt unter ihm war, an und bekam nur ein Achselzucken als Antwort. Chuck konnte nicht glauben das, das schon das Ende des Weges sein sollte. Er versuchte mit einer Hand das Rad zu bewegen, das wie es scheint, sich nicht bewegen ließ. Es half nicht, sie kamen nicht raus... Felix hatte sein Gesicht nach rechts gedreht, weil er nicht gerade scharf darauf war Erde in sein Gesicht zu bekommen. Als er seine Augen dann öffnete sah er ein blickendes, schimmerndes Ding. Er streckte seine rechte Hand aus um es weiter freizulegen, was er dann sah, veranlasste ihn zu einem Freudenschrei.
"Hey man, was ist?", fragte Chuck besorgt.
"Nichts, ich habe nur unser Ticket aus dieser Hölle gefunden."
Felix drückte das etwas das wie ein Schalter aussah und öffnete so die Steinkuppel. Sie waren Frei, oder besser gesagt auf der Oberfläche. Es war Nacht.
"Chuck hier lang!"
"Wieso da lang?!"
"Komm einfach, oder willst du das die Hunde auf uns loslassen?"
"Woher weißt du das, dass sie Hunde auf uns loslassen werden?"
"Man weil ich es weiß!"

Felix hatte nun wirklich keine Lust sich zustreiten, also zog er Chuck hinter sich her bis er ein Wald sah.
"Irgendetwas stimmt hier nicht, warum suchen die nicht nach uns?"
"Was weiß ich, komm jetzt Chuck!"
Beide liefen weiter in den Wald hinein, ohne auch nur eine Ahnung wohin sie denn laufen sollten. Man hörte ein entferntes Heulen eines Wolfes und das Knacken einiger Äste die im Wind tanzten. Plötzlich hörte das Heulen auf und Felix drehte sich schreckartig um.
"Man was soll das?!"
"Was soll was?"
"Na warum fummelst du mir am Nacken rum?!"
"Ich tue was? Sag mal bin ich Schwul oder was?"
"Och, jetzt gib es doch zu..."
*Knack*
Beide schreckten auseinander und sahen sich um. Sie suchten nach einem Anhaltspunkt was das Knacken verursacht haben könnte. Plötzlich spürte Felix ein schweres Gewicht auf seinen Schultern das ihn Zwingtee auf die Knie zugehen.
"Man jetzt leg dich auch noch hin, helfe mal mit oder soll ich etwa ganz alleine die Ursache suchen?"
"Ahhhh...", war das letzte was Chuck von Felix hörte, und ein Knacken, das sich anhörte als ob jemand einen Stock zerbrach. Aber als Chuck näher an den am boden liegenden Felix hinging, wurde ihm bewusster, dass es kein Stock war, sonder das Genick...
Chuck wusste warum man sie nicht suchte, man hatte keine Chance Leben davon zu kommen, was auch immer hier war. Er rannte, was seine Beine hergaben, in die gegenentsetzte Richtung die er und Felix gekommen waren. Irgendwann muss doch der Wald zuende sein, dachte er im Stillen. Da endlich, sah er einen Zaun auf dessen Spitze Lampen angebracht waren. Er tippte mit einem Finger an den Zaun um zu sehen ob diese Elektrisch war. Er war es nicht, was für ein Wunder. Er dankte Gott dafür...
Als er ganz oben war sprang er und landete unglücklich. Er fasste sich an seinen Fußknöchel und blickte hinter sich. Als er gerade aufstehen wollte hörte er ein leises Knurren hinter sich, er drehte sich langsam um und dachte es währe ein Wolf, aber das war es nicht wirklich. Es sah ehr aus wie eine Mischung aus. Der Körper wie ein Pferd, der Kopf wie ein Wolf und die Zähne eines Krokodils...
Ich muss hier weg, war Chuck´s Einziger Gedanke. Als er das erste Mal in seinem Leben eine Stadt sah war er etwas ängstlich, aber er hatte gelernt wie man sich benehmen muss und wie man am Schnellsten das nächste Weisenhaus findet.

Scully drückte den Fahrstuhl Knopf für den Keller und blickte noch einmal die Akte durch die sie von A.D Skinner bekommen hatte. Mulder wird sich freuen über den neuen Fall, sie ehr weniger. Als sich die Fahrstuhltüren öffneten, ging Scully in Richtung Büro. Sie Klopfte leicht an den Türrahmen und trat hinein. Mulder der hinter seinen Schreibtisch saß, wirbelte herum und sah Scully an.
"Oh, einen neuen Fall?"
"Ja richtig, EIN neuer Fall."
Scully gab Mulder die Akte und setzte sich auf den Besucher Stuhl.
"Skinner hat uns gebeten diesen Fall zu übernehmen, die Außenstelle kommt nicht wirklich weiter bei diesem Fall. Und da es sich um etwas Übernatürliches handelt, angeblich, hat man uns um Hilfe gebeten."
"Wann gehen unsere Flüge?"
"Morgen, um 12 Uhr 30."
"Ich hole sie um 12 Uhr ab, ist das Okay für sie Scully?"
"Ja klar, immer doch Partner...Übrings für den restlichen Tag haben wir frei."

Mulder blieb noch eine Weile und lass sich die Einzelheiten zu diesem Fall durch. Es gab keine Zeugen, und auch keine Vermissten Meldung. Aber eine ziemlich Verweheste Leiche. Also beste X-Files Vorrausetzungen.

Pünktlich um 12 Uhr stand Mulder vor Scully´s Haustür und klopfte gemäß.
"Na Scully, alles bereit zum Ausschwärmen?"
Scully ließ einen Seufzer los und drücke Mulder ihr Gepäck in die Hand.
"Wir werden so um 15 Uhr in Kansas ankommen.", waren die letzten Worte vor der Fahrt.



"Chuck kommst du Tischdecken?", Slick war der Betreuer in dem Weisenhaus, der für die Dienste zuständig war.
"Ja, komme gleich."
Chuck ging gemütlich die große Wendetreppe hinunter und ging in Richtung Küche. Das Weisenhaus, war ehr wie eine Villa Aufgebaut, nur das mehr Platz für die Schlafzimmer draufgingen, als normal. Die Wände waren alle Weiß gestrichen, und der Keller diente als Spielraum mit Billardtisch. Das Esszimmer war dort wo normalerweise das Wohnzimmer war, mit 6 Gruppentischen á 4 Plätze. Chuck holte den ersten Stapel Teller von dem Servierwagen und deckte die Tische.
Als alles fertig war holte er die anderen. Das gemeinsame Frühstück, Mittagessen und Abendbrot war Chuck´s Lieblingszeit. Endlich konnte er soviel reden wie er wollte. Und keine Spritzen mehr. Nur Slick, der Betreuer, macht sich etwas sorgen um Chuck. Er sprach nie darüber wo er herkam, wie er herkam und warum. Er sah schlimm aus als er vor der Tür des Weisenhauses stand.
Nach dem Essen ging er in sein Zimmer und setzte sich aufs Bett. Er dachte an die Zeit wo Felix noch da war. Er werde niemals jemanden von dem Vorfall erzählen, niemals. Das hatte er sich geschworen. Der Abend kam und er guckte sich, wie immer, den Sonnenuntergang an.

Mulder und Scully hatten sich verabredet um gemeinsam zu Essen. Sie suchten sich ein Schickes Restaurante aus, mit Blick auf einen See. Mulder sprach die ganze Zeit vom Fall, außer beim eigentlichen Essen. Wie und Wo sie denn als erstes Suchen müssten. Scully war weniger dankbar dafür, dass Mulder auch jetzt um 21 Uhr 16 noch vom Fall sprach. Ihre Ermittlungen begannen doch erst Morgen. Aber was soll´s Reisende soll man nicht hindern, oder so ähnlich. Beide einigten sich darauf Morgen um 10 Uhr beim Auto zu treffen.

Als Mulder aufwachte und zum Fenster ging, um zu sehen ob der Wetter bericht gestern Abend recht hatte, fluchte er leise. Es regnete in Strömen. Na ja warum auch nicht mal Regen, dachte Mulder beim gang zur Dusche. Es war bereits 9 Uhr als Scully verschlafen auf den Reisewecker blickte. Sie konnte es kaum glauben, das die Nacht schon wieder rum ist. Sie würden heute sowieso sich nur den Tatort ansehen und spekulieren, die wildesten Theorien ausarbeiten und gemeinsam Essen.

Um 10 stiegen beide ins Auto um zum Militärstützpunkt zu fahren. Man hatte ihnen gesagt, dass der leitende Agent dort zu finden sei. Die Riesige Gebäude sah man schon von weiten, mit den großen Fenstern. Das Gelände schien, im Gegensatz zum Gebäude, nicht allzu groß zu sein. Am Eingangstor standen 2 Soldaten und überprüften alles. Mulder und Scully zeigten ihre FBI Ausweise, fuhren weiter und Parkten hinter dem Gebäude. Der Eingang führte zu einem langen Flur, der an jeder Seite 12 Türen aufwies. Mulder fragte einen vorbeilaufenden Soldaten wo er denn Special Agent Rob Webber finden könnte. Der Soldat sagte ihm die Zimmer Nummer und verschwand wieder. Scully trat zuerst in das Schäbig eingerichtete Zimmer. Rechts von der Tür stand ein Stuhl, daneben war ein Fenster mit ein paar pflanzen drauf. Die Tapeten waren eine Mischen aus Schwarz und Grün. Die andere Seite war mit Fotos und Berichten zugehängt. In der Mitte des Raumes stand ein alter runder Tisch mit 3 Stühlen drum. Scully setzte sich und Mulder folgte ihr. Webber, der an dem Fenster stand und rauslugte, saß sich dazu.
"Agent Webber, sie müssen Agent Mulder und Agent Scully sein."
"Ja das ist richtig", antwortete Mulder für seine Partnerin.
"Gut. Wie haben die Leiche erst vor 13 Tagen gefunden und sie Obduzieren lassen. Die Todesursache ist Genick Bruch..." Webber zeigte beiden Agent´s die Fotos. "... Die Eltern haben sich bis jetzt nicht Gemeldet, wir haben auch keine genauen Erkenntnisse wer dieses Kind überhaupt ist. Er ist in keinem Verzeichnis, nicht von der Schule und nicht von Weisenkinder."
"Was weiß man sonst noch?"
"Niemand will was Unauffälliges an dem Tag gesehen oder gehört haben. Die Leiche wurde hier gefunden...", Webber ging zur Karte neben dem Fenster und zeigte mit dem Kugelschreibe auf den Ort, es war ein Militärstützpunkt. "... es ist völlig Isoliert. Ich frage mich wie der Junge da hingekommen ist. Leider hat der Regen etliche Spuren verwischt. Aber wir können uns das trotzdem mal angucken." Webber zeigte mit seiner Hand Richtung Tür. Scully stand als erstes auf und ging hinaus. Mulder betrachtete noch einen kurzen Augenblick die Karte mit dem Fundort. "Agent Mulder, haben sie eine Frage oder ähnliches?", riss ihn Weber aus seinen kostbaren Gedanken. "Nein, keine Fragen."


Chuck war gerade auf dem Heimweg von der Schule, als er zwei Kinder sah die sich um einen Ball stritten. Er dachte nach, er und Felix hatten sich nie gestritten, vielleicht weil sie keine Sachen zum Streiten hatten oder es eben nicht konnten. Er hatte so viel verpasst. Und er weiß nicht einmal wie er das alles nachholen soll, wenn es denn irgendwie ging. Heute stand eine Wanderung auf dem Tagesplan, das hieß nach den Hausaufgaben und dem Mittagessen. Keiner wusste so genau wo es denn hingehen sollte, aber manche meinten es ging zu einer alten Militärbasis. Chuck geriet bei diesem Wort irgendwie in Panik, aber er beruhigte sich selber mit der Überlegung das es mehrere Militärbasen geben muss und das man genau zu der hingeht wo er "herkam" war kaum möglich. So hoffte er es wenigstens.

Die anderen Kinder standen draußen und warteten das es endlich los gingen, sie wollten unbedingt die Militärbasis sehen. Slick versicherte ihnen zwar immer das sie so viel davon gar nicht sehen werden, aber das brachte nicht wirklich viel. Chuck auf seine Uhr und ihm stockte der Atem schon 17 Uhr 34, hatten man etwa geplant eine Nachtwanderung zu machen?! Die Gruppe setzte sich in Bewegung.

Mulder und Scully waren jetzt bereits vier Stunden am Tatort und hatten immer noch nichts brauchbares herausgefunden.
"Das ist wie die Stecknadel um Heuhaufen.", beschwerte sich Scully.
"Also hier werden wir nichts mehr finden, aber Agent Webber, sagen sie was ist so unnatürlich an diesem Fall?", fragte Mulder etwas sauer. Bis jetzt gab es keine wirklichen Anzeichen für eine X-Akte. Aber anstatt eine richtige antwort zubekommen, bekam Mulder nur ein Achselzucken von Webber. Mulder schüttelte unwirklichen seinen Kopf und ging Richtung Auto zurück. Scully kam hinter her und legte eine Hand auf Mulder´s Schulter.
"Mulder, kommen sie vielleicht können wir ja auch mal einen Fall lösen der nicht das Geringste mit einem unerklärbaren Phänomen zutun hat." Mulder gab nur ein brummen von sich und schaute weiter in der Gegend herum. Dann schloss er kurz seine Augen und hörte Kinderstimmen. Als er sie wieder öffnete waren diese Stimmen immer noch da und er fragte Scully ob sie diese Stimmen auch hörte. Agent Webber kam ihnen entgegen und sagte etwas von, das eine Gruppe von Kindern sich hier her verirrt haben müsse.

Slick ging auf die drei Personen zu, stellte sich kurz vor und fragte ob etwas passiert sei.
Der etwas kleinere Mann, in Slick's Augen, nahm ihn beiseite und erzählte was passiert sei. Während dessen gingen Scully und Mulder zu den Kindern hinüber. Beide unterhielten sich eine Weile mit ihnen. Chuck starrte Mulder nur an, er wurde das Gefühl nicht los, das dieser Typ ein Bulle war. Warum er dieses Gefühl hatte wusste er selbst nicht. Als der Betreuer Slick wieder zurückkam rief Webber die beiden Agents zu sich.
"Also der junge Mann hat nichts gesehen, obwohl er sagte, dass er hier öfters mit den Kinder lang ging. Ich habe ihn ein Foto von der Leiche gezeigt, er meinte, dass er das Kind nicht kenne. Also das hat auch nichts gebracht, haben sie vielleicht was von den Kinder erfahren?"
"Ja, was am besten zu einem Glas Orangensaft schmeckt.", antwortete Mulder mit einem grinsen auf den Lippen.
Als alle drei wussten das die nicht das geringste mehr tun konnten heute, gingen alle zu ihren Autos.
"Scully, haben sie diesen einen Blondhaarigen Jungen gesehen?"
"Sie meinen den, der sie die ganze Zeit angestarrt hat?"
"Ja genau, irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das er etwas vermutet oder etwas darüber weiß."
"Mulder, das ist beinahe unmöglich. Vielleicht hat er eben nur noch nie einen FBI Agent ohne Krawatte gesehen."
"Ohne Krawa...?!" Mulder blickte etwas verdutz zu Scully und dann an sich hinunter, und sie hatte recht, er trug wirklich keine Krawatte.
"Oh, wie peinlich..."
"Ach was muss ihnen doch nicht Peinlich sein Mulder. Aber wenn es sie beruhigt, können wir ja Morgen zum Weisenhaus fahren und ihn mal befragen. Aber mit Krawatte."
"Das wird wohl das Beste sein."

Chuck konnte erst wieder Aufatmen als er in seinem Zimmer war. Etwas war da los. Wieso sonst sollte die Polizei dort sein, er dachte anstrengend nach, aber kam nur zu dem Ergebnis das er ziemlich Müde war, und ins Bett gehen sollte. Was er dann auch überschwinglich tat. Vielleicht hatte er dieses mal keinen Alptraum von der Zeit als er dort unten gefangen war. Vielleicht...
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"Tue das Rechte, solange du auf Erden weilst. Beruhige den Weinenden, quäle keine Witwe, verdränge keinen Mann von der Habe seines Vaters. Hüte dich davor, ungerechterweise zu strafen... Erhebe den Sohn eines angesehnen Mannes nicht mehr als einen einfachen Bürger, sondern hole dir den Mann wegen seiner Taten.." (Alter Orient und Hellas)

Niemand kommt aus dem Jenseits zurück, um uns mitzuteilen, wie es ihm erging... Feiere fröhlich den Tag. Sei nicht traurig im Leben. Sieh, niemand nimmt mit, was er besitzt, und niemand kehrt zurück, der dahingeschieden ist.

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Scully spürte schon als sie auf wachte das es heute kein schöner Tag werden würde. Na ja wie auch immer, Scully ging direkt zum Badezimmer um sich fertig zumachen. Sie und Mulder hatten sich auf 11 Uhr 30 geeinigt um noch vor dem Mittagsessen mit der Befragung des Jungen zu starten. Obwohl, Scully musste gestehen das sie Mulder nicht ganz folgen konnte, wegen dem Verdacht, das dieser Junge irgendetwas damit zu tun haben sollte.

Währendessen versuchte man herauszufinden wie das passieren konnte, wie konnte dieser Junge fliehen?!
"Ich will das jeder Zentimeter abgesucht wird!!", schrie ein Mann mit einer ziemlich tiefen Stimme in den Raum. Vor ihm saßen fünf duzend Soldaten, die wohl lieber ihre wenigen freien Stunden mit was anderem verbringen wollten als irgendwelche Hinweise auf Fluchtpläne nachzugehen. Aber was man nicht alles für ein bisschen mehr Geld auf dem Konto tut.

"Also Chuck, dein Schweigen bringt keinen weiter...", versuchte es Mulder ein letztes Mal.
"Die haben ihn umgebracht..."
Mulder und Scully drehten sich um, sie wollten gerade durch die Tür schreiten. Mulder schloss sie wieder.
"Wer sind die?", fragte Scully etwas nachdenklich.
"Die, die mir das angetan haben. Die, die niemals was anderes machen werden. Die, die Kinder entführen und sie Tests unterzeihen...Soll ich fortfahren?"
Die Agenten starrten Chuck fassungslos an. Damit hatten sie nicht gerechnet, aber woher sollte er das alles wissen?
"Chuck, sage mal, woher weißt du das alles?", Mulder wurde langsam "wach".
"Weil ich eins dieser Kinder war", Chuck drehte sich um zog sein T-Shirt etwas hoch und zeigte den beiden Agenten die große, langgezogene Narbe.
Scully's Augenbraun gingen hoch als sie dies sah.
"Die hat jedes Kind bekommen...", fuhr Chuck fort. "... Sie haben uns jeden Tag spritzen gegeben. Wir sind die, an die sie die Gegenmittel für Krankheiten Testen. Man denkt das es das nicht gäbe, das Menschen Tiere zum testen nehmen, aber ein paar Menschen nehmen uns Kinder. Ich habe mit meinen elf Jahren schon so vieles gesehen. Andere Kinder können normal aufwachsen, kennen ihre Eltern, wissen was sie erwartet wenn sie ihre Augen nächsten Morgen öffnen. Ich nicht, ich weiß gar nichts. Ich könnte jeden Moment zusammen brechen und keine Luft mehr bekommen, und warum das ganze? Weil man ausgesucht wurde um die schlimmsten Seiten Menschlicher Verfassung kennen zu lernen."
Chuck fühlte sich jetzt irgendwie besser, als ob er die last die er sein ganzes Leben lang getragen hat einfach losgeworden war. Hier in diesem Zimmer. Er wartete auf eine Reaktion seiner gegenüber. Er hatte immer angst gehabt, wenn er das erzählen würde, das man ihn auslachen würde, aber das war nicht der fall.
"Wir werden jetzt gehen, aber wir kommen Morgen wieder. Dann werden wir das Gespräch fortführen, okay Chuck?"

"Mulder ich möchte den Jungen mal genauer Untersuchen, vielleicht können wir dann auch herausfinden wer seine Eltern sind, solange das Agent Webber noch nicht herausgefunden hat."
"Okay Scully."

"So, jetzt kannst du dich wieder anziehen."
"Was passiert jetzt mit mir Dana?"
"Ich weiß es nicht, ich werde darüber mal mit Agent Mulder reden, einverstanden Chuck?"
"Muss ich zurück ins Heim?"
Scully blickte Hilfe suchend zu Mulder, doch der gab nur ein Achselzucken von sich, als sein Handy plötzlich klingelte. Als Mulder wieder aufgelegt hatte, bat er Scully zu ihm zu kommen.

"Scully, es gab einen zwischen Fall..."
"Was für einen zwischen Fall?"
"Als Slick, der Betreuer des Weisenhaus, mit der Kindergruppe wieder im Haus war, wollte er etwas in Chuck's Zimmer bringen, als er die Tür öffnete sah er das alles durchwühlt worden war. Die Spurensicherung hat keine Fingerabdrücke gefunden, nur ein Stoff Fetzten, der von einer Militär Uniform stammt. Webber hält es für besser wenn Chuck erst mal nicht zurück ins Weisenhaus geht. Er soll bei uns bleiben, bis das da alles einigermaßen geklärt ist."
"Mulder, was heißt einigermaßen?"
"Das man herausfindet, wer und warum dort war."
Chuck hatte das Gespräch mitgehört, und sein Gesicht entspannte sich etwas, mit der Gewiesenheit nicht zurück zu müssen, jedenfalls vorerst nicht.
Die fahrt zurück zum Motel verlief ziemlich ruhig. Es war schon spät und alle drei wollten nur noch ins Bett. Als Mulder das Auto vor dem Motel Parkte, vernahm er ein leises Schnarchen von der Rückbank und ein ebenso leises neben ihm. Er stupste Scully leicht an.
"Scully, wir sind da."
"Oh-ah"
Mulder stieg aus, und streckte sich einmal vor Müdigkeit, ging um den Wagen herum und öffnete die Tür. Er hob Chuck an und der gab ein knurrendes Geräusch von sich, das Mulder lächeln lies. Scully ging ohne weiteres an Mulder vorbei und schloss die Tür von ihrem Zimmer Hinter sich. Das hieß wohl, das der kleine bei Mulder blieb. Als er sein Zimmer betrat legte er Chuck auf die Couch, die neben dem Fenster und dem Eingang zum Badezimmer stand, holte die Decke von dem Bett und legte sie über ihn. Mulder entlegte sich bis zur seiner Boxershorts und hüpfte ebenfalls ins Bett, mit der Hoffnung das Chuck nicht schnarchen würde.
Als er nächsten Morgen langsam aufwachte, blickte er sich im Zimmer um. Die Couch war leer, also beschloss er mal bei Scully zugucken. Mulder versuchte die Verbindungstür geräuschlos aufzumachen, was ihm aber nicht wirklich gelang, und streckte seinen Kopf hindurch. Was er dann sah lies in lächeln. Scully und Chuck saßen gemütlich am Tisch und spielten Karten. Da er wohl doch nicht allzu laute Geräusche gemacht hatte, mit der Tür, schloss er sie wieder und ging Richtung Dusche.

Die Verbindungstür öffnete sich ein weiteres mal und ein frisch geduschter Mulder betrat den Raum.
"Na Agent Mulder, haben sie den Weg aus dem Bett gefunden?"
"Ja, das habe ich. Und um es nur mal so zu erwähnen, ich habe gestern nicht im Auto eine halbe Stunde vorgeschlafen, wie sie es taten. Also bitte verschonen sie mich mit ihren Kommentaren, danke für ihr Verständnis."
"Redet ihr zwei immer so miteinander?", fragte Chuck etwas perplex.
"Ja, fast immer"
"Ich werde dann mal zu Agent Webber fahren, und ihn fragen ob es was neues gibt", als Mulder auf keinen Wiederspruch stieß, fuhr er los.

Nach dem doch etwas kuriosen Gespräch, fragte sich Mulder ob das eine gute Idee war, Webber's Ermittlungsmethoden zu kretisieren. Zu seinem Glück wurde Webber, kurz bevor er Mulder Achtkant hinaus geschmissen hätte, bei einer anderen Sache gebracht. Er ging langsam zu seinem Mietwagen zurück und bemerkt erst beim Einsteigen, das jemand einen Zettel unter den Scheibenwischer geheftet hatte. Er entfaltete ihn und begann zu lesen.

37° n. B.
100° w. L.
Wer suchet, der findet.


Na klasse mehr ging wohl nicht, dachte Mulder. Er stieg wieder in das Auto und holte aus den Handschuhfach eine Karte.
"Siebenunddreißig Grad nördliche Breite und Hundert Grad westliche Länge....Ugh, Wald, nichts als Wald ist dort."
Mulder fluchte etwas, als sein blick auf ein kleines eingerahmtes Feld hinwies. Dort war mitten im Wald eine Militärbasis. Er fuhr ohne zu zögern los. Mulder wusste nicht was ihn erwarten wird.

Scully sah sich Chuck's Untersuchungsergebnisse an. Körperlich ging es ihm ziemlich gut, musste sie feststellen, aber was Seelisch ist, das konnte kein Arzt der Welt feststellen.
Sie drehte sich um und sah zu Chuck hinüber der seelenruhig aus dem Fenster guckte.
"Möchtest du reden?"
"Worüber?", kam es gleich von Chuck.
"Ich bin zwar kein Psychologe aber ich weiß, dass es dir danach sichtlich besser geht."
"Als ob ich das nicht selber wüsste."
Scully drehte sich wieder weg und ging ins Badezimmer.

Mulde sah sich um, wie er vermutet hatte nichts als Bäume, da einer, und dort einer... Hey, und dort auch noch einer. Er ging schnurstracks weiter in den Wald hinein, die Straße, oder besser gesagt, der Weg hat schon vor ein paar 100 Metern geendet. Das er hier etwas zum Fall finden würde, da war er sich ziemlich sicher. Nach ein paar Minuten trat er auf etwas hartes, er blickte nach unten und sah durch das Laub ein "Betreten Verboten" Schild. Als er das Laub etwas zur Seite schob bekam er einen liegenden Zaun zu Gesicht. Mulder atmete einmal tief durch und ging weiter.
Zwei Soldaten unterhielten sich über die Arbeitsteilung, und beschwerten sich über zu wenig Freizeit. Mulder konnte bei diesen Verhältnissen nur lächeln. Da sieht man mal das, das FBI doch nicht so schlecht ist.
Er blickte sich eine Weile um, versuchte anstrengend einen Weg in das Gebäude, das sich vor ihm erstreckte zu finden. Er versuchte es auf einer Altmodischen art. Er warf einen Stein in Richtung der Vögel, die das übrige taten, mit wildem Geschrei wegfliegen.
"Hey lass uns mal nach gucken was da los ist", rief der ein Soldat.
Das war Mulder Chance, er schlich sich aus dem Gebüsch hinaus, und blieb in geduckter Haltung bis zur Kellertür. Diese zuöffnen erwies doch etwas schwieriger als angenommen, aber letzt endlich gewann Mulder den Kampf gegen das Material. Wie schon erwähnt, es war ein Riesen Gebäude, mit vielen Räumen. Und das war erst der Keller. Mulder ging langsam weiter, so genau wusste er nicht nach was er suchen solle. Er bog rechts ab und fand sich in einem weiteren Flur voller Türen wieder. Keine war auch nur gekennzeichnet. Er versuchte sein Glück bei der vierten Tür, auf der linken Seite. Die Tür war offen, und als er eintrat fielen ihm die vielen Akten Schränke auf. Er trat an einen heran und lies die Kennzeichnung. Er suchte die Akte von Chuck. Mulder schätze die Akten Anzahl auf Hundertfünfzigtausend, und nur eine wollte er.

Nach einer weile des vergeblichen Suchens, wollte er schon Aufgeben als er endlich das fand wonach er gesucht hatte. Er wollte die Akte gerade aufschlagen, als er hörte wie jemand die Tür zu diesem Raum aufmachte. Gefolgt von wildem Soldaten Geschrei, die nichts gutes bedeuteten. Mulder klemmte sich die Akte unter den Arm und lief weiter nach hinten durch. Er hoffte, nein betete, das man ihn noch nicht eindeckt hatte.
"Halt, bleiben sie wo sie sind!"
Mulder hörte darauf nicht sonder lief aus dem Raum hinaus den Flur entlang links abgebogen ins Freie. Die Soldaten die er vorher abgelenkt hatte standen jetzt mit gezogener Waffe hinter ihm. Mulder rannte weiter ohne sich umzudrehen, also bekam er auch nicht mit wie Hunde losgeschickt worden. Er hoffte noch rechtzeitig das Auto zu erreichen.

Scully malte sich unterdessen aus, wie sie ihre nächsten freien Tage verbringen könnte. Wenn das hier endlich vorbei war. Sie vernahm auf dem Flur ein lautes Getrappel, sie wollte gerade gucken was denn da los sei, als Mulder durch die Tür gestürmt kam, und 3 Schritte hastig von der Tür wegging und sich umdrehte. Scully schaute ich etwas besorgt an und gab ihm zu verstehen das er leise sein solle, den Chuck hatte sich hingelegt und wollte schlafen.
"Hier Scully, das habe ich gefunden", Mulder reichte ihr die Akte.
"Woher, Warum und Wie, Mulder?"
"Das ist nicht so wichtig. Ich hatte nur leider keine Zeit sie anzugucken. Aber ich denke daraus erfahren wir wer Chuck's Eltern sind."
Scully und Mulder setzten sich an den Tisch. Sie begann zulesen, vorbei an der Geburtsurkunde, bis sie schließlich zu den ärztlichen Attests kam. Und was sie da las, lies sie erschaudern.
"Hey Scully was ist?", fragte Mulder etwas irritiert.
"Lesen sie"
Scully übergab Mulder die Akte der sie sorgsam Studierte, und die gleiche Reaktion zeigte wie Scully.
"Er i-ist HIV p-positiv ... Oh mein Gott."
Beide schwiegen eine weile, um das zu verarbeiten was sie gerade aus diesem Stück Papier, eingehüllt in Pappe, erfuhren hatten.

Chuck bewegte sich unruhig in dem viel zu großen Bett hin und her. Er fand einfach keinen Schlaf. Er hatte noch so viele Fragen, die eben nicht bis Morgen warten konnten. Also stieg er aus dem Bett und ging Richtung Verbindungstür. Er hielt ein Ohr daran um zu hören ob Mulder und Scully miteinander sprachen, aber zu seiner Enttäuschung hörte er nichts. Mulder blickte gedankenversunken zur Verbindungstür, bis diese geöffnet wurde und er sich schnell ein anderes Objekt suchte. Chuck schaute zu den beiden rüber und sah das sie einen traurigen Gesichtsausdruck hatten.
"Was ist denn los?", fragte Chuck beim näherkommen. "Was ist das für eine Akte auf dem Tisch?"
"Das ... Das ist eine Akte über dich", brachte Scully zögernd hervor.
"Über mich? Was steht da denn alles drin?", Chuck nahm sie dich Akte und begann zu lesen.
Nach einer Weile legte er sie wieder beiseite und sah die Agenten fragend an.
"Und was bedeuten diese ganzen Zahl und diese komischen Ausdrücke?"
"Du weißt es nicht?", fragte Mulder etwas vorsichtig.

"Nein, woher sollte ich? Man hat uns zwar schreiben, lesen und rechnen beigebracht, aber so was hier nicht." Er zeigte auf ein paar Wörter. "Was kannst du uns über deine Zeit dort sagen? Vielleicht finden wir so mehr raus und können herausfinden wie und wo wir anfangen sollen nach deinen Eltern zu suchen. Einverstanden?" Jetzt war es Scully die fragend zu Chuck blickte. Natürlich wollte man dem heiklen Thema so gut es geht aus dem Weg gehen, man würde es ihm sagen, wenn er bereit dazu wäre.
"Die Soldaten die uns überwachten nannten es das ISAS Projekt. Ein Projekt, das gegenmittel zu verschiedenen Krankheiten liefern sollte. Wir wurden verschiedenen Vieren ausgesetzt, und man hat versucht ein gegenmittel zu finden, das ohne oder kaum Nebenwirkung haben sollte..." Das Gespräch ging noch sehr lange, Mulder nahm jeden für ihn wichtige Information um den Schweinen das Handwerk zulegen auf.

"Team zwei ihr werdet von hinten in das Gebäude eindringen und den Fluchtweg sichern. Team ein kommt mit mir mit, wir werden zur Kontrollebene vordingen und dort die Lüftungsschächte manipulieren, so das es keine Chance zum überleben gibt. Jeder der uns gesehen hat, wird auf der Stelle ausgeschaltet und beseitigt. Die ganze Aktion sollte nicht länger als 10 Min. dauern, wer fehler macht muss damit rechnen das er dran glauben muss. Noch fragen?!..."
"Gut, auf geht's, bringen wir es hinter uns."

Mike, der grade zum "Frankenstein Zimmer" gebracht wurde, wusste nicht genau ob es an den Medikamenten lag oder ob es was anderes war, jedenfalls wurden seine Beine immer schwerer, und auch sein Begleiter musste sich an der Wand abstützen. Ein grünlicher Rauch kam aus den Lüftungsschächten, die einzelnen Wächter wurden alle bewusstlos. Das war es also, das ISAS Projekt. Und niemand würde auch nur etwas finden was auf was anderes hinweißt, als auf eine simple Militär Basis, man müsste nur noch die Akten Verbrennen und der Befehl würde Perfekt ausgeführt worden sein.

Mulder und Scully hatten beschlossen Webber von ihrem vorhaben zu erzählen, der jedoch war nicht gerade angetan von der Idee, die Stillgelegte Militärbasis zu Stürmen. Was wäre denn wenn da überhaupt nichts ist, und ihr Sprössling nur zu einer Phantasie Reise mitgekommen ist, meinte Webber als gegen Argument. Mulder hatte angedroht, das er auch notfalls alleine dahin gehen würde, und Webber dann verantwortlich macht, wenn ihm was zustoßen sollte, weil er nicht den Befehl zum Stürmen gab. Dies brachte Webber dazu doch einzuwilligen und schnellstens ein Trupp zusammen zu stellen.

Man schickte Mulder voraus um keinen Verdacht zu erwecken. Er ging langsam und konzentriert auf das Gebäude zu, das Gebüsch wo er das letzte mal sich versteckt hatte, war immer noch da. Kurz blieb er stehen und lies sein Blick über die Leere schweifen, niemand war zu sehen, weder Wachposten noch Militärlastwagen. Dann zögerte er ein bisschen, doch schließlich ging er schnurstracks auf den Haupteingang zu, gefolgt von schleichenden FBI Agents. Mulder signalisierte, dass er alleine in das Gebäude gehen würde, nicht gerade zur Freude von Agent Webber. Scully jedoch vertraute Mulder's Instinkten voll und ganz, er wusste schon was richtig war und was nicht. Als Mulder das Gebäude betrat vernahm er einen komischen Geruch, sein Verstand versuchte diesen einzuordnen und kam zu dem Ergebnis, das es Sprengstoff war. Er ging weiter den dunklen Flur entlang, die meisten Lampen waren zerschossen und überall lagen Patronhülsen rum. Er hob eine auf um festzustellen aus welcher Waffe diese stammte. Steyr Aug, dachte Mulder und damit hatte er gar nicht mal so unrecht. Diese Waffe wurde ausschließlich von dem Militär benutzt, zwar ist sie auch auf dem Schwarzmarkt sehr im kommen, aber wer kauft so viele Waffen um in eine leere Militärbasis einzudringen. Mulder machte sich weiter keine gedenken sondern ging weiter.

Agent Webber wurde ungeduldig, er gab Mulder noch zehn Minuten, dann würde er die wartenden FBI Agents hinterher schicken und das Gebäude in Schott und Asche legen, oder so in der Art.

Mulder war währenddessen an einem Fahrstuhl angekommen, dessen Türen offen standen. Er ging zögernd rein und betätigte den Knopf für das Erdgeschoss. Als das Signal kam, das der Fahrstuhl im gewünschten Geschoss angekommen war, zog Mulder seine Waffe und wartete darauf das sich die Türen öffneten. Diese Etage sah genauso aus wie die andere, nur war sie heller beleuchtet. Ein Schuss zeriss die Stille und Mulder ging instinktiv in die Hocke. Mulder hatte nun zwei Möglichkeiten weiter zu gehen, eine geradeaus und eine nach Links. Er entscheid sich für geradeaus. Noch immer mit gezogener Waffe schlich er vorwärts, um leise und schnellst möglich, die Ursache des abgegebenen Schusses zu finden. Die Wand wechselte die Farbe jetzt war es kein dunkel Grün mehr, sondern Schwarz.

Die Helligkeit ließ auch langsam nach und die Türen wurden weniger. Plötzlich blieb Mulder verduzt stehen, der Flur endete, nur eine Tür war vor ihm, die einen Spalt breit offen stand, so das ein Mann normal durch gehen konnte. Er schritt langsam auf die Tür zu und gab ihr einen Stoß, damit er in den ganzen Raum hineingucken konnte. Der Raum war spärlich beleuchtet, rechts in der hinteren Ecke stand ein Metal Tisch, über dem Tisch hangen Poster an der Wand. Schräg gegenüber, als links neben der Tür, stand ein Sofa mit einem Tisch davor, der unter Bergen von Zetteln und Dokumenten begraben war. Er ging auf den Tisch zu und sah ein paar dieser Dokumente durch, bis er auf den Namen "Chuck Miller" traf. Er betrachtete dies etwas genauer und kam zu dem entschloss, dass es das gleiche Dokument war, wie in der Akte, die er vorher hier gefunden hatte.
Jetzt erst bemerkte Mulder, dass jemand auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch saß. Er ging langsam mit gezogener Waffe auf die Person zu und drehte den Stuhl langsam um. Den Mensch, oder besser gesagt die Gestalt, die er zu Gesicht bekam ließ ihn zusammen zucken. Der Kopf zur Seite geneigt, der Mund halb offen als ob er noch um Hilfe schreien wollte, die Augen entfernt und in den Händen eine Metal Box. Ein gleichmäßiges Ticken ging von dieser Box aus. Mulder öffnete sie und fand viele Kabel und eine Uhr vor. Nun wurde ihm bewusst was dieser Sprengstoff Geruch ausgemacht hatte. Er schaute auf die Uhr und sah, dass diese bei sieben Minuten abwärtslaufend stand. Ohne zu zögern schnappte er sich das Dokument über Chuck und lief zum Fahrstuhl zurück. Wer auch immer hier gewesen war, hatte ihm eine perfekte Falle gestellt. Na komm schon, komm schon, dachte Mulder. Wie noch nie in seinem Leben, hatte er so auf das Signal des Fahrstuhls wartet wie jetzt. Er rechnete aus, wie lange er Zeit hatte, um das Gelände weiträumig zu sperren.

Agent Webber wollte nicht länger warten und beachtete Scully's warnenden blicke nicht wirklich. Gerade als Webber die Restlichen Agents los schicken wollte, kam Mulder aus dem Haupteingang gerannt und rief ihnen etwas zu, was man aber nicht verstehen konnte.
"Agent Webber verschwinden sie von ihr, alle! Da unten ist eine Bombe und sie wird in zwei Minuten hoch gehen!"
"Agent Mul..."
"Tun sie was ich ihnen gesagt habe!"
Mulder schnappte sich Scully und rannte Richtung Straße. Er hatte die Vermutung das noch mehr Bombe oder Sprengsätze in dem Gebäude deponiert waren.

Als sie an der Landstraße ankamen, ging das Gebäude in Feuerball auf, und somit waren Mulder's Vermutungen Richtig gewesen. Was auch immer dort gemacht wurde, was auch immer dort aufgehoben wurde nun war es alles zerstört nichts war mehr übrig, nur das eine original Dokument über Chuck in Mulder's Hosentasche. Er beschloss zurück zum Hotel zufahren und zu Duschen. Die Feuerwehr und die Spurensicherung werden das alles schon Richten, meinte er zu Scully, die ihn auf sein vorhaben hin etwas schief angeguckt hatte.

Der Fall war so gut wie unmöglich zu lösen, sie müsste ihn fallen lassen. Das war Skinner's einzige Idee dazu. Scully beschloss dennoch einen Bericht zuschreiben, Mulder dagegen wollte sich endlich mit den Eltern von Chuck in Verbindung setzten. Das Dokument das Mulder mitgenommen hatte, war nicht nur das Original, sondern enthielt auch andere Informationen die bei der Suche nach den Eltern Ausschlaggebend waren. Chuck würde endlich seine Familie haben und die Welt war um einen Unglücksfall leichter.

Scully lag in ihrem Bett und dachte nach, ob es ein Fehler war diese eine Sache in dem Bericht weg zu lassen. Auch nach mehrmaligen durchsehen der Test Ergebnisse wusste sie nicht wie sie es erklären sollte. Chuck war immun gegen das AIDS Virus, und herauszufinden warum, würde viele Menschenleben retten. Aber sie wusste nicht wo sie hätte Anfangen sollen, es waren so viele Möglichkeiten, warum und wie. Dann muss eben weiter nach einem Gegenmittel geforscht werden.

"Chuck, kommst du Essen?"
"Ja gleich, Mom."
Chuck klappte das Schulbuch zu, worin er eben gelesen hatte und ging Richtung Tür. Er war zum ersten Mal in seinem Leben wirklich Glücklich. Als er unten am Essen war, bewegte sich der Bleistift der auf dem Schreibtisch, der neben dem Fenster stand, lag wie von Geisterhand zu einem Stück Papier. Der Stift wurde wie von einem Maler bewegt, und hinterlies die Botschaft:

Du kannst es schaffen... glaube...

*Ende*

Anmerkung: Okay, ich muss sagen das ist nicht gerade ein Meisterwerk, aber was Besseres ist mir wirklich nicht eingefallen. Und den Schluss zum dritten Mal umzuschreiben war mir nicht gerade geheuer. Ich bettel trotzdem mal um FEEBACK J
Also immer daran denken... Du kannst es schaffen ... glaube... J