Titel: Vergänglich
Autor: Sam
Kontakt: Sam5484@hotmail.com
Rating: PG-13
Spoiler: /
Genre: MSR/ MCR/ CD
Short- Cut :
Die Liebe ist etwas Wunderschönes. Doch es ist schmerzlich zu sehen, wie sie vergeht...

Anm. der Autorin:
Nicht in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir vorgestellt je so eine Story zu schreiben. Doch plötzlich kam ein kleines Hasi daher und stellte mir folgende Bedingungen für eine Story:

Widmung:

Natürlich meinem lieben, kleinen Hasi! HDL, Süße! Mir als hoffnungslosen Shipper und DAGS fällt es zwar unheimlich schwer diese Story zu schreiben, aber für dich tu ich doch alles!!! *ggg* Außerdem hast du mich an einem ganz bestimmten Samstag ja gerettet.... *dirzuzwinker*

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Vergänglich


Liebste Dana,
alles ist vergänglich. Sogar die Liebe. Doch ich habe immer gedacht, dass unsere Liebe für die Ewigkeit ist... Wenn ich sie beschreiben müsste, würde ich sagen, sie ist wie eine Rose: ehrlich und schön. Nur leider fängt selbst die schönste Rose irgendwann einmal an, ihre Faszination zu verlieren.
Das wirklich Tragische an der ganzen Sache ist jedoch, dass wir beide nicht der selben Meinung sind. Ich weiß, du liebst mich noch wie am ersten Tag, fühlst noch die Schmetterlinge im Bauch, wenn wir uns küssen, doch ich fühle nichts mehr. Natürlich liebe ich dich, aber nicht so wie du es vielleicht verdient hättest. Ja, man könnte gar sagen, meine ganze Liebe zu dir basiert nur noch auf Dankbarkeit, für die ganzen wundervollen Jahre, die ich mit dir verbringen durfte.
Auch ich fühlte mich anfangs wie im siebten Himmel, reagierte auf jede kleine Berührung von dir...
Aber diese Situation ließ schnell nach. Vielleicht haben die Anderen ja Recht gehabt mit ihrer Aussage, dass ich kein Mann für eine feste Beziehung sei.
Zu sehen, wie meine Liebe langsam vergeht, ohne etwas dagegen tun zu können, ließ mich Höllenqualen durchleiden und daran habe ich gemerkt, dass ich dich mehr liebte als all die anderen vor dir. Dennoch hat diese Liebe nicht gereicht. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du jemanden findest, mit dem du für immer glücklich werden kannst. Du hast es verdient, denn wenn du liebst, dann mit Leib und Seele. Ich hoffe, dass ich diese Gabe auch eines Tages besitzen werde.
Trotzdem wirst du für immer einen Platz in meinem Herzen haben.
In ewiger Dankbarkeit
Fox

" Fox bist du schon zu Hause?"
Schnell steckte er den so eben geschriebenen Brief in seine Jackentasche.
" Ja, ich bin hier."
" Hey," glücklich ließ sich Scully auf seinen Schoß sinken und gab ihm einen Kuss, der all ihre Liebe für ihn ausdrückte. Doch er fühlte nichts. " Wie war dein Tag?"
Mulder zuckte mit den Schultern.
" Wie immer. Und, wie lief es bei dir so?"
Dana seufzte. " Lass uns jetzt bitte nicht darüber reden. Ich bin einfach erledigt und will am liebsten nur noch schlafen."
Als Mulder nicht antwortete, zog sie eine Augenbraue in die Höhe.
" Was ist? Kommst du auch?"
Er lächelte ihr beruhigend zu. " Sicher."

Nur mit einer Boxershorts bekleidet, betrat Mulder das Schlafzimmer und schaute auf Danas bereits schlafende Gestalt herab. Sie schien so unschuldig wie ein Engel... und ahnte von nichts. Ahnte nicht, dass sie morgen Früh alleine aufwachen würde.
Mulder stiegen die Tränen in die Augen. Was war er doch für ein selbstgerechtes Arschloch. Diese Frau liebte ihn, würde für ihn sterben und er hatte nichts anderes zu tun, als sie zu verlassen. Und dennoch war es ihr gegenüber nur fair. Er wollte sie nicht für den Rest ihres Lebens anlügen.

Als Mulder erwachte, war es immer noch stockdunkel. Er umarmte ihre schlafende Gestalt, bevor er sich aus dem Bett erhob. Rasch und leise, um sie nicht aufzuwecken, packte er ein paar Sachen zusammen, zog sich an und stand in wenigen Minuten, mit seinem geschrieben Brief in der Hand, bereits wieder vor ihrem Bett. Vorsichtig legte er diesen auf sein Kopfkissen nieder und strich ihr ein letztes Mal fürsorglich eine ihrer tizianroten Strähnen hinter das Ohr.
" Danke, dass du mir gezeigt hast, was es heißt, geliebt zu werden. Danke für alles."
Mit diesen Worten drehte sich Fox Mulder um und verließ, ohne sich noch einmal umzusehen, ihr Apartment.

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Natürlich war der Brief das Erste, was Dana am nächsten Morgen ins Auge fiel. Verschlafen richtete sie sich auf und öffnete ihn. Zuerst dachte sie an einen Morgengruß von Fox mit einer Entschuldigung, warum er bereits weg war. Doch mit jedem Satz den sie las, wurde sie etwas blasser. Am Ende strömten ihr die Tränen unaufhaltsam die Wangen hinunter. Wie konnte er ihr das antun?

Zum gleichen Zeitpunkt saß Mulder in einer Bar und ertränkte seine Selbstzweifel. Es gab da noch etwas, was er Dana nie erzählt hatte. Was er ihr nicht in diesem Brief geschrieben hatte und ihr auch nie sagen würde. Er liebte eine Andere. Jemanden, den auch sie nur allzu gut kannte. Dabei hatte er nie vorgehabt sie zu betrügen und Mulder konnte sich immer noch dafür in den Arsch treten, dass er damals zuließ, dass die ganze Sache eskalierte. Marita war seine Informantin gewesen. Na, gut, er verleugnete nicht, dass er sie schon immer äußerst attraktiv fand, doch sein Herz gehörte damals nur einer Frau...bis Marita es eroberte. Zuerst hatte er sich geweigert, seine Gefühle verleugnet, doch irgendwann war es selbst für ihn zu viel. Denn wünscht sich nicht jeder Mensch lieben zu dürfen?
" Hey," plötzlich legten sich zwei feminine Arme um ihn. " Hast du es beendet?"
Fox Mulder schaute mit traurigen Augen zu ihr empor. " Ich hätte nie gedacht, dass es so kommen würde..."
" Ich weiß." Zärtlich küsste sie ihn. Und Mulder fühlte etwas... " Bald hast du sie vergessen. Nur Geduld."

Wie unter Schock irrte Scully durch die Straßen. Er hatte sie verlassen...einfach so... Hatte sie etwas falsch gemacht? Zu sehr geklammert?
Auf der anderen Straßenseite erblickte sie plötzlich eine Bar. Alkohol löste Probleme zwar nicht, aber machte sie erträglicher. Doch bevor sie sich überhaupt in Bewegung setzten konnte, flog die Tür auf und ein Mann und eine Frau kamen, eng umschlungen, hinaus. Als sie genauer hinschaute, blieb ihr fast das Herz stehen. Da war er! Mulder... mit ....Marita Covarrubias. Sie schienen sie nicht gesehen zu haben, denn er sagte etwas, woraufhin sie lächelte und ihn küsste. In diesem Augenblick schien Scullys Herz zu gefrieren und blanker Hass auf dieses blonde Flittchen, was ihr den Mann weggenommen hatte, stieg in ihr auf.
Ohne lange zu zögern folgte sie den beiden bis hin zu einer kleinen Gasse.
Wie die beiden lachten und sich küssten... es war unerträglich. Ohne nachzudenken zog sie ihren Revolver aus der Tasche und richtete ihn auf das frisch verliebte Paar. Das Klicken der Entsicherung ließ sie schließlich auseinander fahren und Mulders Augen weiteten sich vor Schock und Unglauben, als er Scully vor sich stehen sah.
" Dana? Was tust du da?"
" Du hast mich betrogen! Du elender Mistkerl...."
" Ich wollte nie, dass es so endet, du musst mir glauben, Dana." Versuchte Mulder sie zu beruhigen, doch sie schrie immer weiter.
" Ich hätte alles für dich getan! Alles! Alles, alles, alles..."
Sie sackte weinend in sich zusammen. Mulder wollte schon zu ihr eilen, doch sie deutete ihm mit ihrer Waffe an, dass er Distanz bewahren sollte.
" Sag mir, was du von mir willst, Dana."
Sie schluchzte nun wie verrückt.
" Gib mir mein Leben zurück."
Dann richtete sie, mit einem nichtgekannten Hass, die Waffe auf Mulders Freundin und drückte ab.

" Gib mir mein Leben zurück."
Binnen einer Sekunde nahm Mulder wahr, was sie vorhatte und stürzte sich in die Schusslinie. Er konnte es nicht zulassen, dass Marita für seine Fehler bestraft wurde.
Die wucht der Pistolenkugel ließ in rückwärts taumeln und ein stechender Schmerz breitete sich in der nähe seines Herzens aus.

Scully sah, wie er in sich zusammensackte. Jetzt erst begriff sie, was sie getan hatte und wollte ihm zu Hilfe eilen, doch Marita, in Tränen aufgelöst, stellte sich ihr in den Weg.
" Fassen Sie ihn ja nicht an! Lassen Sie ihn in Ruhe!"

Vage nahm Mulder die Auseinandersetzung der beiden Frauen noch wahr.
" Lass sie..." krächzte er schließlich und sofort schwebte Scullys Gesicht über seinem.
Der Schock stand ihr ins Gesicht geschrieben und sie weinte bitterlich.
" Oh, Gott, was habe ich getan?"
" Du hast ihn getötet!" schrie Marita hasserfüllt. " Ich werde dafür sorgen, dass du nie mehr aus dem Knast herauskommst."
Scully wehrte sich nicht.
" Ich werde jetzt einen Krankenwagen rufen."
" Das wird ihm nicht helfen..." wisperte Scully, die mit ihren Händen versuchte die Blutungen zu stoppen. "...sein linker Lungenflügel wurde getroffen..."
" WAS? Du Mörderin!" Marita war außer sich, während Scully nur alles über sich ergehen ließ. Mulder sah in ihrem Gesicht, dass sie es bereute und im selben Augenblick wurde ihm bewusste, dass er selbst mitschuldig war.
" Marita..." seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. "... lass sie laufen....H-ändige sie nicht der Polizei aus..."
" Aber sie trägt die Schuld. Sie hat unser Leben zerstört..."
" Nein," Mulder schüttelte, soweit es noch ging, den Kopf. " Ich habe ihres zerstört. Ich habe ihr alles genommen...deswegen will ich nicht, dass ihr...dass ihr wegen mir auch noch die Freiheit genommen wird..."
Marita schaute ihn verständnislos an.
" Bitte, versprich es mir...es...es ist mein letzter Wunsch..."
" Ok." Sie nickte schließlich.
" Es tut mir so leid..." hörte er Scullys tränenerstickte Stimme sagen. Er griff nach ihrer Hand und drückte sie aufmunternd.
" Mach dir keine...ah...Vorwürfe...Ich will, dass du mir einen Gefallen tust..."
" Jeden."
"...lauf...lauf so weit du kannst und lass dich nie von ihnen fangen..."
" Das werde ich nicht. Ich verspreche es dir."
" Dann geh...jetzt..."
Mit zitternden Beinen stand Scully auf und lief, ohne ein weiteres Wort, betäubt vom Schmerz, fort. In ein ihr unbekanntes Leben...

Ende
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Da dies meine erste Story solcher Art ist, würde ich mich über ein wenig Feedback, ganz egal ob positiv oder negativ, riesig freuen.
Bye eure Steffi aka Sam