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Short – Cut:
Mona
spookys_starlight@yahoo.de
Something about Christmas Time
PG – 13
MSR, Fantasy
Weder Mulder noch Scully gehören mir, sondern allein CC, 1013 Productions und 20th Century Fox. Ich möchte keine Rechte verletzen!
Scully ist auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für Mulder. Dabei muss auch sie feststellen, dass Weihnachten etwas ganz Besonderes ist und sich nicht einmal die so rationale Dana Scully dem Geist der Weihnacht entziehen kann, was sie schließlich zu einem ganz außergewöhnlichen Geschenk für Mulder führt . . .




Something about Christmas Time




We waited all through the year
for the day to appear
when we could be together in harmony.
You know the time will come
peace on earth for everyone
and we can live forever in a world where we are free
let it shine for you and me.

There's something about Christmas time,
something about Christmas time
that makes you wish it was Christmas everyday.
To see the joy in the children's eyes
the way that the old folks smile
says that Christmas will never go away.

 
 

Abgehetzt eilte Dana Scully durch die hell erleuchteten Straßen Washingtons. Es war der 23. Dezember und ihr fehlte noch ein Weihnachtsgeschenk – wie anscheinend allen anderen Washingtonern auch. Denn die Geschäfte und Einkaufspassagen war voll mit hektischen Menschen, die mit mürrischen Gesichtern in langen Warteschlangen vor Kassen standen, sich zu fünft durch Türen quetschten, die eigentlich nur für eine Person gemacht waren, oder sich um das letzte Fläschchen des edlen Parfums stritten. Kinder quengelten und schrieen, weil es ihnen zu langweilig war und ihre genervten Mütter versuchten sie mit Schokolade ruhig zu stellen, die die Kleinen dann sowieso nur auf ihren Kleidern und an den Wänden verteilten. Ältere Damen gingen schimpfend durch die Gänge und beschwerten sich über die Jugend, die ihnen in ihrer Eile noch die Tür vor der Nase zuschlug, anstatt sie offen zu halten und die sie durch ihr Gedrängel fast zu Fall brachte. Die Lautsprecherdurchsagen suchten pausenlos nach Eltern für, im Trubel, verloren gegangene Kinder und genervte Verkäuferrinnen versuchten geduldig und freundlich immer wieder dieselben Fragen zu beantworten. Ja, auch das war Weihnachten! So sehr Scully es auch liebte mit ihrer Familie zu feiern, diesen Stress hasste sie einfach! Und sie dachte in keinem Moment daran, dass Weihnachten eigentlich ein ruhiges, besinnliches Fest sein sollte. Aber auf diese Idee, kam heute sowieso wahrscheinlich keiner mehr.

>Wo war hier bloß der Geist der Weihnacht<, schoss es ihr durch den Kopf. Bei ihr jedenfalls nicht.

"Darf ich bitte mal durch!", erklang eine genervte Stimme von hinten und im nächsten Moment spürte Scully einen Ellebogen in ihren Rippen und sie wurde zu Seite gedrängt.

"’Tschuldigung", rief ihr die Gestallt noch nach – ohne, dass sie sich wenigstens einmal umdrehte.

Scully schüttelte den Kopf.

"Weihnachten . . . ", flüsterte sie verächtlich vor sich hin.

Dann betrat sie ein Kaufhaus und wurde sofort in den breiten Menschenstrom, der sich durch die Gänge wälzte aufgesogen und mitgeschwemmt. Sie stand gerade vor einem Tisch mit Büchern über UFOs und Außerirdische und überlegte, ob das wohl etwas für Mulder wäre, als plötzlich eine freundliche Stimme hinter ihr erklang:

"Kann ich Ihnen helfen, Miss?"

Scully drehte sich um und blickte in das hübsche Gesicht eines jungen Mädchens. Lange, blonde Locken fielen weit über ihre Schultern herunter und ihre braunen Augen blickten Scully unheimlich freundlich und offen entgegen.

"Mhhmm, nein, . . . eigentlich nicht", antwortete sie.

"Aber Sie haben mich doch gerufen", sprach das Mädchen freundlich.

Scully runzelte die Stirn.

"Nein, hab ich nicht", sagte sie verwundert.

"Oh, doch, das haben Sie. Sie wissen es vielleicht nur nicht mehr."

Scully Augenbraue rutschte nach oben – wie immer, wenn sie sich über etwas wunderte, oder etwas nicht verstand.

"Ich fürchte, ich verstehe Sie nicht", sagte Scully dann verwundert.

Das Mädchen lachte – ein Lachen, von dem eine unheimliche Wärme und Liebe ausging.

"Na ja, vielleicht kommen Sie noch dahinter, aber denken Sie daran: kaufen Sie nicht irgendetwas, nur dass sie etwas kaufen. Wichtig ist, dass Sie mit Liebe schenken. Gott schenkte den Menschen an Weihnachten seinen Sohn, weil er sie liebte. Das sollten Sie nie vergessen. Bei jedem Geschenk, das sie kaufen, sollten sie daran denken! Erst die Liebe mit der man etwas verschenkt, macht ein Geschenk zu etwas Besonderem."

Mit diesen Worten drehte sie sich um und ehe Scully sich versah, war sie in der Menge verschwunden. Scully ließ ihre Blicke noch ein paar Sekunden suchend durch die Masse schweifen, dann zuckte sie mit den Schultern und warf einen letzten Blick auf die Bücher. Nein, die waren wirklich nichts für Mulder. Wahrscheinlich hatte er schon Tausende davon. Sie bahnte sich weiter ihren Weg durch vollgestopfte Gänge und suchte in großen Regalen und Wühltischen nach einem Geschenk, doch das passende schien nie dabei zu sein. Immer, wenn sie sich fast dazu entschlossen hatte etwas zu kaufen, spukten die Worte des Mädchens in ihrem Kopf und sie ließ es doch sein. >Wichtig ist, dass Sie mit Liebe schenken<, hallte es immer wieder. Scully musste lächeln. Das klang irgendwie seltsam . . . unpassend romantisch . . . unpassend zu dieser Umgebung in der doch alles so hektisch und auf Konsum ausgerichtet war. Und doch, war etwas in den Worten, das sie faszinierte. Vielleicht gerade die Tatsache, dass es so unpassend schien, obwohl es doch so richtig war. Scully schüttelte den Kopf. Wenn sie so weitermachte, würde sie nie ein Geschenk für Mulder finden. Sie hob den Kopf und atmete tief durch. <Wo sollte sie denn jetzt noch suchen . . . und vor allem wonach?<. Plötzlich fiel ihr ein ungewöhnliches Strahlen ins Auge. Es war kaum wahrzunehmen und schien sich doch deutlich vom hellen Kaufhauslicht abzuheben. Scully runzelte die Stirn. Irgendetwas daran schien sie magisch anzuziehen. Sie kämpfte sich durch die Menschenmassen und ging genau darauf zu und erst, als sie kurz davor stand, erkannte sie was es war: eine kleine hölzerne Grippe die auf einem Tisch in einem Eck des Kaufhauses stand und von einem kleinen Scheinwerfer angestrahlt wurde – umgeben von Regalen, so dass man sie kaum sehen konnte. Und das schienen die Menschen auch nicht zu tun. Sie drehten sich nicht einmal danach um, oder warfen eine kleinen Blick zum Kind in der Grippe. Scully stellte sich davor und sah sie an. Wie fein sie gearbeitet war. Der Stall, die Figuren. Ihre Mienen schienen sich zu verändern – abhängig vom Blinkwinkel mit dem man sie betrachtete. Ihre Gesichter verliehen jeder einzelnen Figur einen eigenen Charakter: Maria, Josef, den Hirten und sogar Ochs und Esel. Sie alle schienen das Kind in der Grippe liebevoll und schützend anzusehen. Und das Kind selbst strahlte – mit einem Lachen, das man wohl als himmlisch bezeichnen würde. So voller Liebe und Wärme. Scully musterte es ein paar Sekunden, doch plötzlich erschrak sie. Sein Gesichtsausdruck schien sich zu ändern und sein Blick schien enttäuscht und traurig genau auf sie gerichtet zu sein.

"Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids", drangen die Worte aus dem Lukasevangelium leise an ihr Ohr.

Erschrocken fuhr sie herum und für einen flüchtigen Moment schien sie eine helle Gestalt zu erkennen. Scully zuckte zusammen, doch . . . .es war nichts und auch das Jesuskind lächelte fröhlich in die Welt. Sie schüttelte den Kopf. >Und da bezeichnen die Mulder als paranoid<, dachte sie. Dann drehte sie sich um und ging weiter, hinaus aus dem Kaufhaus in die hellen Straßen. Es war kalt geworden und es hatte begonnen zu schneien. Dicke Flocken rieselten vom Himmel und bedeckten die Straßen. Scully setzte sich auf eine Bank und dachte nach. >Was sollte sie Mulder nur schenken?< Doch dann drifteten ihre Gedanken wieder zum Kind in der Grippe. Hatte sie sich das alles nur eingebildet? Sie tastete nach ihrem kleinen Kreuz am Hals und drehte es unschlüssig zwischen den Fingern. Hörte sie jetzt schon Stimmen und hatte sie Wahnvorstellungen? Andererseits: vielleicht war es ein Zeichen. Doch Scully schob den Gedanken wieder weg. Ihre Rationalität ließ ihn einfach nicht zu. Sie hob ihren Blick und sah in die Menge aus Menschen, die sich immer noch durch die Straßen schob. Doch etwas war anders. Scully betrachtete das Ganze eine Weile, und dann fiel es ihr auf. In der ganzen Hektik schien doch irgendetwas Besonderes zu liegen. Eine Stille – trotz der vielen Worte und dem vielen Gerede der Menschen. Ein Friede und eine Ruhe – trotz all der Hektik. Und Liebe – trotz all des rücksichtslosen Verhaltens und des Streits. Die ganze Atmosphäre war anders. Der Schnee glitzerte im bunten Licht der Weihnachtsdekoration. Der große Weihnachtsbaum strahlte hell. Und die Augen der Menschen schien etwas Besonderes zu liegen, ein Ausdruck, der nur an Weihnachten da war. Es war das besondere Gefühl, dass diese Zeit immer wieder in ihnen erweckt. Ein Gefühl der Vorfreude, der Zusammengehörigkeit, der Liebe. Und, wenn sie es auch immer wieder einmal vergaßen - diesem Geist der Weihnacht konnte sich niemand völlig entziehen. Auch, wenn sie manchmal nicht an den wahren Sinn des Festes, oder des Schenkens dachten; sie taten es zumindest dann, wenn sie am Heiligen Abend in der Kirche saßen und die Weihnachtsgeschichte hörten. Dann fühlten sie ihn – den Geist der Weihnacht – der eigentlich schon die ganze Weihnachtszeit über in ihnen ist, sie ihn nur viel zu wenig Beachtung schenkten. Wie Scully. Sie hatte einfach zu viel Stress gehabt in den letzten Tagen. Ihr wurde gar nicht so richtig bewusst, dass Weihnachten war. Und wenn, dann hat sie damit nur Hektik, Eile und die Hast beim Geschenke kaufen in Verbindung gebracht. Sie hatte ihn verloren – den Geist der Weihnacht. Wie wahrscheinlich viele Menschen des öfteren. Es war ein trauriges Mitbringsel unserer Gesellschaft – in der nur Tempo und Leistung zählten. Plötzlich merkte sie, wie sich jemand neben sie auf die Bank setzte. Scully drehte sich zu ihr und erkannte das junge Mädchen aus dem Kaufhaus.

"Wie ich sehen, haben Sie gefunden, was Sie gesucht haben", sagte sie, fröhlich lächelnd.

Scully sah sie fragend an.

"Jetzt fühlen sie ihn auch", fügte das Mädchen hinzu.

"Und jetzt wissen Sie auch, dass Sie Mulder nichts schenken können, das mit Geld zu bezahlen ist. Er", und damit deutete sie leicht nach oben, " ist eben immer noch bei uns – auch wenn wir ihn meistens nicht sehen, oder er uns Zeichen in Form von kleinen Grippenfiguren gibt", lächelte sie.

Scully runzelte die Stirn.

>Woher wusste sie von der Sache mit den Grippenfiguren?<

"Wer?", fragte sie dann.

Doch das Mädchen lächelte nur.

"Sie wissen schon. Wenn Sie Ihre verdammte Rationalität einfach einmal bei Seite lassen, dann wissen Sie es – tief in Ihrem Herzen. Und dann wissen Sie auch, was Sie ihrem Partner schenken können."

Scully blickte das Mädchen durchdringend an. Sie lächelte immer noch und obwohl sie nur mit einer leichten weißen Jacke und dünnen Stoffhosen bekleidet war, schien sie nicht zu frieren. Und da war noch etwas. Das Mädchen erinnerte sie an etwas. Es war . . . ihr Lächeln. Und da fiel es Scully ein. Es war das Lächeln des kleinen Babys aus der Grippe.

"Wer sind Sie?", fragte sie verunsichert.

Das Mädchen lächelte noch mehr. Es strahlte regelrecht und schien die ganze Straße in helles Licht zu tauchen.

"Ich bin das, was Sie verloren hatten."

Damit stand sie auf und ging weg. Scully starrte ihr noch eine Weile hinterher, dann rief sie ihr zu.

"Aber, was hab ich denn verloren?"

Das Mädchen drehte sich noch einmal um und grinste Scully an.

"Kommen Sie, Dana! Das wissen Sie! Hören Sie auf ihre Gefühle!"

Damit verschwand sie. Scully konnte nicht sagen, wie. Ob sie in der Menschenmasse unterging, oder ob sie einfach weg war, doch sie starrte noch eine ganze Weile auf den Punkt, wo sie sie zuletzt gesehen hatte.

"Der Geist der Weihnacht?", flüsterte sie dann vor sich hin und senkte den Kopf. Und wie eine Antwort, fuhr plötzlich ein leichter Windstoß über den Platz und brachte die Glöckchen an den Hälsen der Dekorenntiere zum klingen.

Scully schüttelte langsam den Kopf, als sie plötzlich eine vertraute Stimme hinter sich hörte:

"Hey, Scully! Haben Sie sich die Füße platt gelaufen, oder warum sitzen Sie hier so verloren rum?"

Mulder sah sie aufmerksam an und ließ sich neben ihr auf die Bank fallen.

"Alles in Ordnung?", fügte er etwas besorgt hinzu, als Scully nicht sofort antwortete.

Scully hob den Kopf und sah ihn an. Seine braun – grünen Augen blitzen im Licht des Weihnachtsbaumes auf und musterten sie aufmerksam. Und in seinen dunkelbraunen Haaren hatten sich kleine Schneekristalle verfangen.

"Ja, alles okay", sagte sie dann sanft.

Mulder nickte, sah sie aber weiterhin durchdringen an.

"Wirklich? Sie sehen aus, als hätten Sie einen Geist gesehen", bohrte er nach.

Scully musste grinsen. >Wie nah er doch der Wahrheit war!<

"Nein, . . .mmhhh . . . , ich habe noch nach einem Weihnachtsgeschenk für Sie gesucht", sagte sie dann."

"Für mich?", fragte Mulder erstaunt.

"Aber wie wollten uns doch dieses Jahr nichts schenken."

Scully lächelte.

"Jetzt sagen Sie bloß, Sie haben nichts für mich!", nörgelte sie gespielt empört und verschränkte demonstrativ die Arme vor der Brust.

Mulder sah sie ein paar Sekunden an.

"Na ja, ich habe nicht das, das Sie sich vielleicht vorstellen", sagte er sanft und strich ihr eine Strähne tizianroten Haares aus dem Gesicht.

"Ich habe lange überlegt, was ich Ihnen schenken soll und bin dann zu dem Schluss gekommen, dass es kein Geschenk für Sie gibt, das man mit Geld bezahlen könnte. Schließlich soll man nicht etwas kaufen, nur dass man etwas kauft. Es soll von Herzen kommen."

Scully runzelte die Stirn und sah Mulder in die Augen. Hatte sie so etwas heute nicht schon einmal gehört? Aus dem Mund eines Engels? Der Gedanke schien immer noch so abwegig, aber Scully fühlte, dass er richtig war – wie alles, was er gesagt hatte. Und Mulder brauchte keinen Engel um das zu wissen. Vielleicht ein erneutes Zeichen dafür, dass er etwas Besonderes war.

"Ich weiß nicht, ob Sie das, was ich Ihnen schenken will auch als Geschenk betrachten, aber - "

In diesem Moment legte Scully ihren Finger sanft auf Mulders Lippen und blickte ihm tief in die Augen. Und kurz bevor sich ihre Lippen berührten, konnte sie es sehen: das Aufblitzen in den Augen, das man nur wahrnimmt, wenn man ein Geschenk bekommt, das von Herzen kommt. Wenn einem Liebe geschenkt wird. Und welche Zeit ist da besser geeignet als Weihnachten - das Fest der Liebe.

 

 



We're all as one tonight
makes no difference if you're black or white
'cause we can sing together in harmony.
I know it's not too late,
the world would be a better place
if we can keep the spirit more than one day in the year
send a message loud and clear.
It's the time of year when everyone's together
we'll celebrate here on Christmas day
when the ones you love are there
you can feel the magic in the air - you know it's everywhere.

There's something about Christmas time,
something about Christmas time
that makes you wish it was Christmas every day
To see the joy in the children's eyes
the way that the old folks smile
says that Christmas will never go away.

 


 

The End

Hoffe, die story hat euch gefallen – eigentlich waren es ja zwei Storys in einer! *g*

Na ja, über Feedback würde ich mich natürlich sehr freuen!

Ansonsten Euch allen ein frohes Fest und `nen guten Rutsch und denkt bei all den Geschenken mal dran, was Weihnachten wirklich bedeutet! J