Der kaputte Reißverschluß

 

Autoren: Svenja und Jessi

Lob und Kritik bitte an: SFrahm500@aol.com (Svenja)
            und an: Kerstin.Westendorf@t-online.de (Jessi)

Kategorie: MSR, Humor

Rating: PG-13

Spoiler: /

Short-Cut: Skinner lädt zur Geburtstags-Feier, doch dort kommt es zu einigen Zwischenfällen…

Disclaimer: Diese Geschichte möchte kein Copyright verletzen.
            Die Charaktere gehören leider nicht uns sondern Chris
            Carter, 1013 Productions und sich selbst.
            Ausserdem wurde die "Geschichte" allein zur Unterhaltung
            geschrieben.


Washington D.C., 13.30 Uhr
Skinner platzte in Mulders unaufgeräumtes Kellerbüro, wo Mulder und Scully gerade dabei waren, über ein Geburtstagsgeschenk für diesen zu rätseln.
   "Scully, Mulder!" begrüßte Skinner die beiden.
   "Sir?" fragte Scully, die fast unbemerkt einen Zettel mit den ersten Vorschlägen dafür in ihrer Tasche verschwinden ließ.
   "Wie Sie ja wissen, habe ich bald Geburtstag..." Mulder konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. "...und ich habe mir vorgenommen, dieses Mal auch mit den mir untergebenen Agenten zu feiern... Deshalb habe ich für übernächste Woche einen Ball organisiert... Sie beide sind herzlich eingeladen... und, ziehen Sie sich ruhig etwas festlich an..." und schon verschwand er wieder aus dem Zimmer.
   "Aha!" Beide schauten sich an.
   "Ok, wenn er sogar eine "Party" veranstaltet, müssen wir uns wohl sputen mit der Geschenkauswahl und dürfen es dieses Jahr nicht wieder vergessen... Zumal ich mich nicht dran erinnern kann, daß Skinner überhaupt mal etwas von einer Geburtstagsfeier hat hören lassen... geschweige denn beim FBI!"
   "Wissen Sie was?!" sie schaute ihn tonlos an. "Ich weiß gar nicht, was ich anziehen soll..."
   "Sie werden wohl etwas anderes haben als graue T-Shirts und schwarze Anzüge..." er schaute sie etwas verlegen an... "Also nicht..." sie seufzte. "Haben Sie wenigstens eine vernünftige Krawatte?!" sie faßte nach seiner Krawatte und wedelte ihm damit vor der Nase herum. Mulder schaute ihr in die Augen und sein Blick verriet ihr, daß er keine hatte...

Irgendein Einkaufscenter, eine Stunde später
   "Wie wäre es mit dieser hier?" Scully hielt ihm eine blau-schwarze Krawatte entgegen, doch er schaute sie nur gelangweilt an. Jetzt liefen sie schon drei Stunden durch irgendwelche Läden und suchten nach einer geeigneten Krawatte für ihn - das wenigstens die stimmte. Doch wie es aussah, mußten sie ihre Suche aufgeben... Doch Mulder fiel doch noch eine auf, die wenigstens ihm gefiel. Er hielt sie ihr entgegen.
   "Mulder, das ist nicht Ihr ernst! Eine Krawatte mit einem Alien drauf?!..." sagte sie genervt.
   "Es ist jedenfalls die einzige heute, die mir überhaupt gefällt!"
   Nach zwei weiteren Stunden des Suchens und es draußen schon dunkel wurde, hatten sie endlich alles komplett. Einen Smoking, eine dazupassende Krawatte, und einigermaßen schöne Schuhe.

Mulders Wohnung
   Scully blickte ihn zufrieden an, als sie in seiner Wohnung ankamen und er sich im zusammenpassenden Dress präsentierte.
   "Ich komme mir vor, wie ein Pinguin ohne richtiges Hinterteil..." Er blickte sie leicht anklagend an.
   "So können Sie sich da wenigstens sehen lassen..." Scully setzte sich geschafft auf sein Sofa und musterte ihn noch einmal ganz genau von oben bis unten und fand das Resultat gut. "Tja, wenn ich nun noch mein schwarz-rotes Kleid anhätte, würde man denken wir würden ZUSAMMEN irgendwo hingehen... Es passt nämlich hervorragend zu ihrem Dress..." er grinste.
   "Also wenn Sie dann genauso bescheuert aussehen wie ich, bin ich einigermaßen entschädigt!" sie schmunzelte und Mulder setzte sich neben sie. "Aber selbst wenn Sie im Nachthemd kommen würden, würden alle Sie bewundern..." <ich ganz besonders... wollte Sie schon immer mal so sehen...> dachte er und mußte unbewußt grinsen.
   Sie schaute ihn schief an und sagte mit leicht melancholischem Unterton "Sie reden gerade wie mein Deutschlehrer, Mulder! Total versaut!"

Scullys Wohnung
   "Na endlich!" sagte Scully genervt, als sie ihr schwarz-rotes Samtkleid aus ihrem Schrank fischte. Wie hatte sie es nur dorthin legen können? Zu den Strümpfen?! Da gehörte es weiß Gott nicht hin! Sie strich es glatt, stellte sich vor ihren großen Schrankspiegel und hielt es sich zur Anprobe vor ihren Körper. <Sieht eigentlich noch ganz gut aus> dachte sie und machte sich daran, ihren Bläser auszuziehen, um noch einmal ganz in das alte Kleid hinein zu schlüpfen. Nur der Reißverschluß klemmte ein wenig - ein wenig zuviel. Sie hatte Mühe, ihn zuzubekommen. Doch als dies vollbracht hatte, und einen Blick in den Spiegel geworfen hatte, fand sie, daß dies die Mühe wert gewesen war, denn das Kleid saß absolut perfekt und sah auch so aus. <Mal schauen, was Mulder sagen wird!> dachte sie und mußte leicht lächeln.

Washington D.C., 9.30 Uhr
   Am nächsten Tag im Büro verkündete Scully, daß das Kleid perfekt zu seinem Anzug passen würde und sie auch schon ein perfektes Geschenk für Skinner gefunden hätte.
   Nachdem sie ihm erzählt hatte was es war, war er sofort hellauf begeistert und erklärte sich bereit, es zu kaufen - und einzupacken, was er darin mit beinhaltete, er jedoch nicht in Scullys Gegenwart aussprechen wollte.

Scullys Wohnung
   Eineinhalb Wochen später war es soweit. Skinners "Ball", welcher in dessen eigenem Haus stattfand und das Essen von einem der nobelsten Restaurants der Umgebung gebracht wurde.
   Mulder war gerade auf dem Weg zu Scully um sie abzuholen. Er klopfte an ihrer Tür.
   "Moment!" Scully ging zügig, eine Hand an ihrem Reißverschluß, zur Tür und öffnete ihm. "Mulder! Können Sie mir mal ein klein wenig helfen?" sagte sie als er die Tür hinter sich geschlossen hatte... Ihr Blick fiel auf seine Krawatte, welche sie aber einen Moment zurückstellte und sich um ihr eigenes Problem kümmerte. "Ich bekomme diesen blöden Reißverschluß einfach nicht zu... würden Sie vielleicht...?" Mulder hatte schon gehandelt, als sie noch gar nicht zuende gesprochen hatte, hatte die Tüte, die er in der Hand gehabt hatte, mit einem gekonnten Schwung an die nächste Wand befördert und war auf sie zugeschritten.
   "Aber gerne!" sie nahm ihre Hand weg um seiner Platz zu machen. Er machte sich daran den Reißverschluß zu schließen und bemerkte so leise, daß sie es kaum verstand "Sie haben ja gar nichts drunter..." und schmunzelte dabei.
   "Danke."
   Als er es geschafft hatte, wanderte ihr Blick wieder zu seiner Krawatte. "Mulder?! Was haben Sie mit der schönen Krawatte gemacht, die WIR Ihnen nach langem suchen gekauft haben?" sie schaute ihn vorwurfsvoll an.
   "Nun ja... Tja... Also, ich habe Essen geübt ohne zu schlürfen... Und dabei... tja, dabei habe ich gekleckert, und nun liegt die Krawatte in der Wäsche..." <seit nun schon circa einer Woche, aber das sage ich ihr lieber nicht...> dachte er.
   "Soll Ich Sie heute Abend füttern oder was?! Und an Krawatten hatten Sie auch keine bessere als dieses furchtbare Teil..." Leise Wut schwang in ihrem Ton mit.
   "Ähm..." er räusperte sich "Naja, ich hatte jedenfalls keine, die so toll zu diesem Anzug gepasst hätte..." <mindestens drei Stück, aber das sage ich lieber auch nicht...>
   Naja, die Krawatte passte wirklich gut zu dem Anzug! bemerkte Scully etwas aufmunternd.
   "Haben Sie das Geschenk?" Mulder drehte sich einmal um und holte die SPAR-Tüte von der Wand. "Hier drin!" verkündete er stolz.
   "Wenigstens etwas, aber könnten wir die Tüte weglassen?"
   "Äh..." er suchte einen Augenblick nach Worten. "... Das... das ist das - äh - Einwickelpapier?!"
   "Mulder?! Das ist nicht Ihr Ernst!" man sah Scully an, daß sie langsam ziemlich wütend wurde.
   "...Naja, ich - ich habe da noch so eine... Zeitung drum gewickelt..."
   "Mulder - Mulder, das kann doch nicht wahr sein! Jetzt werden wir wegen Ihnen wieder mal zu spät kommen! Geben Sie das Geschenk her, ich werde es selbst einpacken!"

Skinners Haus
   Eine halbe Stunde zu spät - aber immerhin - kamen sie bei Skinner an, beide gratulierten ihm und Mulder übergab ihm ihr GEMEINSAMES Geschenk - wobei Scully beim wieder einpacken gemerkt hatte, daß Mulder es wenigstens hinbekommen hatte, das richtige zu besorgen. Sie entschuldigten sich für die Verspätung  - mit der Erklärung, daß Mulders Wagen eine Panne hatte -  und Skinner legte das Geschenk erstmal auf den kleinen Haufen von anderen noch nicht ausgepackten Geschenken. "Nette Krawatte!" bemerkte er. Scully konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als Skinner auf Mulders Alien wies und seine Gesichtsfarbe eine Spur rot wurde.
   Skinner bot beiden ein Glas Sekt an und erzählte dabei, daß auch viele der anderen geladenen Leute noch nicht eingetroffen seien.
   Als er sie wieder alleine ließ und wenig später eine langsame, romantische Melodie aus den Boxen drang, forderte Mulder Scully zum Tanzen auf und nach einigem Sträuben es in Anwesenheit von Skinner zu tun, willigte sie ein.
   Sie wollte sich schon fast nicht mehr von Mulders zärtlicher Berührung an Hand und Schulter trennen, als das Lied zur Neige ging, doch sie sah, wie Skinner mit einem anderen Assistant Director redete und ihr seltsame Blicke zuwarf.
   "Na endlich haben die beiden es auch gemerkt... Jedenfalls hat es den Anschein!" Skinner und der andere Mann lachten und drehten sich weg.
   Scully und Mulder waren wieder an die Seite gegangen und tranken noch ein Glas Sekt. Es war inzwischen Mulders drittes und Scullys zweites, wobei sie ihm versicherte, es würde das letzte sein und er könnte ruhig noch eines trinken, sie würde ihn fahren.
   Kurze Zeit später verabschiedete sich Scully für einen Moment und verwand die Treppe hoch um das Badezimmer zu suchen. Als sie es nach einer kleinen Verwechslung endlich gefunden hatte, stellte sie sich erst einmal vor den Spiegel und betrachtete ihr Make-Up - nicht, daß sie es nötig hatte... danach machte sie sich daran, ihren Reißverschluß an ihrem Kleid zu öffnen, doch leider klemmte er - mal wieder. Genervt und geniert ging sie langsam wieder nach unten und flüsterte Mulder etwas zu. Grinsend folgte er ihr die Treppen hoch und unauffällig kurze Zeit nach ihr ins Badezimmer.
   "Aber IMMER!" lächelte er und machte sich wieder an ihrem Reißverschluß zu schaffen. Langsam und stockend öffnete er sich.
   Nach einer Minute, wo Mulder weiterhin am Reißverschluß gezerrt hatte - obwohl er schon offen war - sah Scully ihn schief an.
   "Sie können jetzt gerne draußen warten!"
   "Aber ich wollte Ihnen doch das Klopapier reichen..." sagte er im Gehen.
   "Mulder... Raus!" er stellte sich ohne ein weiteres Wort vor die Tür und hörte, wie diese abgeschlossen wurde.
   "Ich warte dann hier ja?!"
   Als Mulder nach ungefähr zwei Minuten die Klospühlung hörte, klopfte er leicht an die Tür und wenig später wurde sie von der anderes Seite geöffnet. Mulder betrat das Bad und schloß die Tür hinter sich wieder ab. Er schaute sie amüsiert an.
   "Eigentlich könnten Sie den Reißverschluß auch offen lassen..."
   "Mulder!" ermahnte sie ihn genervt. "Helfen Sie mir nun oder nicht?!"
   "Aber sicher!" Mulder wendete seine Aufmerksamkeit wieder dem Reißverschluß zu - jedenfalls sah es so aus!
   "Ups..." Mulder schaute sie betroffen an.
   "Was ist Mulder?!"
   "Ähm..." er hielt ihr ein kleines Teilchen entgegen. "Ihr - Ihr, ähm,  Reißverschlußverschluß..."
   "Mulder das... Mulder das kann doch nicht wahr sein!!!" sie riß ihm den Verschluß aus der Hand und warf ihm einen bösen Blick zu.
   "Sie sehen richtig süß aus, wenn sie so sauer sind!" Er trat auf sie zu und blickte ihr tief in die Augen. Sie blickte zurück.
   "Mulder..." krächzte sie, es war ein kaum hörbares Flüstern als er seine Arme um ihre Taille legte.
   "Mulder wir..." hauchte sie, doch ihre Worte erstickten unter seinem zärtlichen Kuss. Nach einem kurzen Moment des Anstandes - sie standen immerhin in Skinners Badezimmer und durften dies sowieso nicht tun - erwiderte sie seinen Kuß mit Leidenschaft. Sie legte ihre Arme um seinen Hals.
   <KlopfKlopf> "Ist da wer drin?" beide erschraken, lösten sich voneinander und nach einem Moment der ratlosen Blicke antwortete Mulder schnell "Bitte... Gehen Sie aufs Gäste WC, mir ist nicht so gut - ich glaube, ich habe zu viel Sekt getrunken... Es könnte dauern!" Mulder und Scully konnten sich ein Lachen kaum verkneifen und Mulder gab einen seltsamen Kotzlaut von sich, doch der Mann an der Tür war schon wieder verschwunden. Beide lachten, doch verstummten schnell wieder. Was, wenn noch jemand kommen würde?! Mulder öffnete die Tür und trat als erster auf den Flur. Als er keine andere Person ausmachen konnte, zog er Scully an seiner Hand hinterher.
   "Mulder!!!" Scully klang panisch. "Mein Reißverschluß ist noch offen!" zischte sie leise. Trotzdem mußten beide unentwegt grinsen und Mulder zog sich kurzerhand sein Jackett aus und legte es ihr über die Schultern, es verdeckte den Reißverschluß zwar, aber Scully war sich nicht wohl bei dem Gedanken, daß er immernoch nicht geschlossen war... Außerdem, was machte Mulder jetzt schon wieder? DAS war nicht der Weg nach unten! Er zog sie in ein Nebenzimmer mit hinein, was sich als Skinners Schlafzimmer erwies.
   "Mulder, was machen wir hier?!"
   "Eigentlich suchte ich den Billiardraum..." sagte er verscherzt "Aber es ist doch eigentlich ganz schön hier - findest DU nicht?" Scully legte erstmal Mulders Jackett ab und blickte sich um - dann fiel ihr Blick wieder auf ihren kaputten Reißverschluß. Mulder fuhr mit der Hand unter ihr Kinn, hob es leicht an und zog so ihren Blick wieder auf sich.
   Man hörte die Musik von unten und er zog sie ganz eng an sich heran. Erst tanzten sie eine Weile, bis sich ihre Lippen ganz sanft ein weiteres Mal trafen, dieses Mal noch leidenschaftlicher als zuvor.
   "Ah!" Scully hielt sich ihre Arme vor ihre Brust - ihr Kleid war heruntergerutscht. "Mulder, drehen Sie sich um!"
   "Wieso?! Eigentlich finde ich Dich so noch viel attraktiver!!!"
   "Mulder, drehen Sie... dreh dich um!" sie blickte ihn mit großen, leicht verärgerten Augen an.
   <DU! Dreh Dich um hat sie gesagt! Dich...> Mulder drehte sich langsam um, während Scully versuchte, ihr Kleid wieder zu richten - so weit es ging ohne Reißverschluß!
   "Mulder, hörst du das?" Er drehte sich wieder zu ihr um. Sie hatte ihr Kleid inzwischen wieder hochgezogen - doch wer weiß, wie lange es so bleiben würde, wenn sie ihre Hand wieder davon entfernte.
   "Soll ich Dir festhalten helfen?" Er grinste.
   "Gleich Mulder, hör' mal auf die Schritte und Stimmen..." Nach einer kleinen Pause des stummen Lauschens verzogen sich beide schnell in den großen Wandschrank mit dem Spiegel drin.
   Kurze Zeit später hörten beide, wie sich die Tür mit leisem Knarren öffnete und zwei oder sogar drei Personen eintraten.
   Mulder kümmerte sich nicht weiter drum. "Darf ich nun festhalten?"
   "Ich glaube, ich habe etwas gehört - in dem Schrank..." Diana Fowley drehte sich von Agent Spender weg, mit dem sie eben noch wild rumgeknutscht hatte. "Mach ihn mal auf..." sagte sie zu Jeffrey.
   "Aber da war doch nichts!" er wollte sie wieder küssen, als er auch ein kurzes Pochen hörte. "Ist da wer?!" Spender griff gerade nach dem Schranktürknauf, als die Zimmertür wieder aufgemacht wurde.
   "...Ich werde es nur kurz holen..." sagte Skinner bevor er das Zimmer betrat.
   "Agent Fowley, Agent Spender... Was machen Sie hier?!"
   "Sir..." Fowley war aufgesprungen.
   "Ich glaube, Sie haben mir einiges zu erklären!!!" Er klang wütend.
   "Ähm... Da im Schrank..."
   "Wollen Sie sich auch noch lustig machen über mich?! Raus, und kommen Sie Morgen früh in mein Büro!" was Skinner nicht wußte - im Schrank befand sich ja tatsächlich jemand. Alle drei verließen das Zimmer - Spender griff aus Reflex nach Mulders Jacke - obwohl er seine eigene noch anhatte - und nahm diese mit.
   Scully atmete hörbar aus. "Puh!... Mulder, was machst du da eigentlich die ganze Zeit? Sie trat den Schrank mit dem Fuß auf und sah ihn an. Er saß halb hinter ihr, hatte seine Arme um sie geschlungen und seine beiden Hände am Saum ihres Kleides.
   "Naja... Sollte ich Dir nicht festhalten helfen?!" Er küßte sie auf die Wange, beide grinsten und stiegen aus dem Schrank.
   "Das war knapp..." Scully sah ihn an. Und er sah zurück. "Was soll ich denn jetzt mit meinem Kleid machen? Ich kann so doch nicht runtergehen..." Mulder grinste sie an. <Warum eigentlich nicht...> doch hätte er dies laut gesagt, wäre sie wahrscheinlich sauer gewesen.

Wieder im Erdgeschoss
   "Bitte lassen Sie mich durch... entschuldigen Sie... darf ich mal..." Mulder hatte Scully auf dem Arm - ihren kaputten Reißverschluß an seiner Bauchseite - und trug sie durch die Menge.
   Viele Augen waren auf sie gerichtet.
   "Was ist denn mit Agent Scully?" Skinner war an Mulders Seite getreten.
   "Ihr... ihr war nicht so gut, und dann ist sie einfach umgekippt..." Scully konnte sich ihr Lachen fast nicht verkneifen, doch sie mußte. "Ich werde sie nach Hause bringen... Schöne Feier noch, Sir. Wiedersehen..."
   Skinner blieb an der Tür stehen und sah zu, wie Mulder Scully auf den Rücksitz seines Autos legte. "Soll ich nicht lieber einen Krankenwagen rufen?"
   "Nein danke, es geht schon, ich möchte... Ihnen Ihre Feier nicht verderben..."
   <Tja, wo die beiden wohl so lange waren...> dachte Skinner, der nicht übersehen hatte, daß Scullys Kleid mehr als ein wenig schief saß.
Mulder setzte sich hinters Steuer und fuhr los. Als sie um die nächste Ecke waren, konnten beide nicht mehr anders, sie prusteten los.
Scully schlug Mulder vor, daß sie jetzt wieder übernehmen könnte, da sie nicht so viel getrunken hatte, und es daher besser wäre, wenn sie führe.
Gesagt getan. Als sie vor Mulders Haustür ankamen, hatte sie sich einigermaßen beruhigt, als sie sich gerade von einander verabschieden wollten merkten sie, daß sie ja nun ein Problem hatten, wie sollte Scully nach Hause kommen, sie waren schließlich mit Mulders Auto gefahren? Außerdem, wie sollte sie fahren, ohne daß ihr Kleid rutschte? Eben hatte er es ja noch sanft zusammengehalten...
Nachdem sie eine Zeit darüber debattiert hatten, welche Vorzüge es hatte ,wenn sie bei ihm bliebe, beschlossen sie, daß Scully bei ihm übernachten würde. Mulder hatte mal wieder gesiegt!
   "Ich werde mich dann auf ihrer Couch hinlegen!" beschloß Scully.
   "Das könnte ihnen so passen! Wenn, dann übernachten Sie in meinem Bett und ich auf der Couch!" <Du hast ein Bett Mulder??!?> Scully machte ein erstauntes Gesicht.
Als sie auch dieses Debakel abgeschlossen hatten, und Mulder abermals "Sie" sagte, gab Scully für diesen Abend auf sich bei ihm durchzusetzen.
                        ENDE

                             - by Svenja Frahm und Jessi Westendorf -