Titel: Never destined to be happy
Autor: Sam5484
Kontakt: Sam5484@hotmail.com
Genre: Mulder PoV/ Mulder Torture/ MSR
Rating: R-16 (wegen Gewalt)
Spoiler: William
Disclaimer: Alle hier verwendeten Personen gehören nicht mir, sondern 20th Century Fox, 1013 Productions und Chris Carter. Natürlich will ich mir dieser Story keinerlei Profit machen.
Short – Cut:
Was, wenn es sich bei dem fürchterlich verunstalteten Mann wirklich um Mulder gehandelt hätte?

Anm. der Autorin:
Diese Frage habe ich mir schon ziemlich oft gestellt. Wäre es Scully wirklich so "egal", wie sie es behauptete? Und was ist mit Mulder? Könnte er so leben?

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Never destined for being happy

Ich liege wach im Bett, ihrem Bett um genau zu sein, und starre an die Decke. So sehr sich mein geschundener Körper auch nach ein wenig Ruhe sehnt, irgendetwas hindert mich daran einzuschlafen. Wahrscheinlich sind es meine Gedanken, die mir durch den Kopf spuken. Ich habe mal gelesen, dass es für einen Menschen dann fast unmöglich wäre zur Ruhe zu kommen. Ach, was rede ich da? Mensch? Ich bin weiß Gott kein Mensch mehr, sondern ein Monster! Und genau so werde ich auch von den meisten Leuten angestarrt, wenn ich mich frei bewege. Noch ein Grund, warum ich die Nacht bevorzuge. Sie kann vieles verbergen, was der Tag nur ans Licht bringen würde. Wie Scully mich anstarrte, als ich William, unseren Sohn, in den Armen hielt. Voller Angst. Ich kann es ihr nicht verübeln. Durch meine ganzen Narben und Verbrennungen bin ich vollständig entstellt. Und früher habe ich mich über meine etwas zu groß geratene Nase aufgeregt... Ja, jetzt würde ich die doppelte, oder gar dreifache Größe in Kauf nehmen, nur um mein Gesicht wieder zu haben. Selbst Scully hat mich nicht erkannt. Und das war das Schlimmste für mich. Sogar nachdem die DNA Analysen eingetroffen sind und mich hundertprozentig identifiziert haben, konnte sie es immer noch glauben. Doch ich denke, dass sie es weiß. Ihr Geist weigert sich nur noch zu glauben, dass der Mann, den sie einmal begehrte, sich in eine Art Ungeheuer verwandelt hat. Ich kann es ja selbst nicht. Und das war auch der Grund, warum ich flüchten wollte. Aus Scham und Angst...
Agent Doggett und Reyes sehen das Ganze ein wenig objektiver, versuchen es ihr begreiflich zu machen.
Draußen höre ich immer noch das Geräusch von Stimmen. Wahrscheinlich sitzen die drei noch auf der Couch. Mal wieder übernimmt meine Neugierde die Oberhand- eine der wenigen Dinge, die sich nicht geändert haben. Irgendwie tröstlich, dass sie nicht auch noch meine Seele entstellen konnten.
Ich presse mein Ohr auf das kühle Holz der Tür und lausche angestrengt ihren Worten:
"... wenn er soviel Angst hat, warum läuft er dann weg?" höre ich Scullys Stimme.
" Sie können es wohl immer noch nicht glauben?"
Es entsteht eine kurze Pause.
" Ich kenne Mulder auf so vielfältige Art, wie das ein Test niemals erfassen kann..." Oh, meine Liebe, das ist wohl wahr.
" Also, von mir aus können wir den Test ja wiederholen...aber ich muss Ihnen wohl nicht sagen, wie gering die Chancen sind?"
Natürlich nicht, du Idiot! Sie ist selbst Ärztin…
" Die Übereinstimmung war perfekt!"
" Sie wollten wissen, warum er weglief..." ertönt Monicas Stimme ein wenig zaghaft. " ... überlegen Sie doch einmal, wie schwer das für ihn sein muss, so wie er aussieht."
Langsam schließe ich die Augen. Ja, sie hatte meine Beweggründe durchschaut.
Es entsteht wieder eine Pause.
" Wenn es Mulder wäre, wäre es mir egal..." Langsam laufen mir die Tränen die Wange hinunter und ich kann ihren salzigen Geschmack auf meinen Lippen fühlen. Ihre Stimme war zwar leise, aber entschlossen.
" Aber ihm vielleicht nicht.... sogar ganz sicher nicht..."
" Vielleicht schämt er sich." Wirft Doggett ein.
" Wofür?" ertönt wieder die Stimme meiner fürchterlich süßen, naiven Scully. Wofür ich mich schäme ist ja wohl mehr als sichtbar. Aber da ist noch etwas anderes...
" Vielleicht nicht nur für sein Aussehen. Sie haben ihn gehen lassen, um sie zu schützen...aber er konnte sich noch nicht einmal selber schützen..." Lautlos sinke ich zu Boden. Was war ich doch nur für ein Versager?
Sie reden weiter, doch ich will nichts mehr hören... kann nichts mehr hören...
Unter größter Anstrengung schleppe ich meinen müden Körper wieder ins Bett. Das Letzte, was ich will ist von ihnen erwischt und gleich ins Kreuzverhör genommen zu werden, was ich dort auf dem Boden suchen würde.
Das war wohl alles ein wenig zu viel für mich, denn ich merke, wie mir langsam die Augen zufallen und ich langsam, unter Tränen, in den Schlaf drifte.

Helle Sonnenstrahlen scheinen freundlich durch das Zimmer. Erst bin ich recht orientierungslos. Wo bin ich?
Als es mir einfällt gerate ich für einen Moment in Panik.
Wieso bin ich bei Scully? Ich bringe sie doch nur in Gefahr... Wo ist...? Dann bricht alles wie eine Sturzwelle über mich zusammen. Die ganzen Tests, Qualen... es ist vorbei. Niemand ist mehr hinter mir, Scully oder William her. Sie hatten ihre Aufgabe vollbracht. Hatten Fox Mulder aus dem Rennen genommen.
Auf wackeligen Beinen erhebe ich mich vorsichtig und öffne die Tür. Frischer Kaffeeduft steigt mir in die Nase. Etwas, was ich schon lange nicht mehr gerochen habe.
Ich bleibe im Türrahmen stehen und erblicke Scully, wie sie dort sitzt an dem Küchentisch, mit ihrem Morgenmantel und William auf dem Arm.
Als sie mich sieht zuckt sie leicht zusammen.
" Guten Morgen."
Ich ringe mir ein kleines Lächeln ab und bleibe unschlüssig stehen.
Sie scheint es zu bemerken.
" Setz dich doch."
" Ähm...danke." Ich fühle mich ein wenig unwohl unter ihren Blicken. Schweigend reicht sie mir eine Tasse Kaffee, die ich mit langsamen Schlücken genieße. Keiner von uns weiß so recht, was er sagen soll und die Stille wird unerträglich.
" Wo sind Agent Doggett und Agent Reyes?" unterbreche ich schließlich das Schweigen.
Sie wiegt William vorsichtig in ihren Armen.
" Die sind gestern Abend schon wieder nach Hause gefahren... ich habe ihnen gesagt, dass ich mit der... Situation allein klarkommen würde."
Wieder Schweigen, doch diesmal ist es sie, die anfängt zu reden.
" Ich habe heute Morgen weitere medizinische Berichte bekommen, die ich angefordert habe und..." sie stockt einen Moment. " ... und die Ergebnisse sagen alle das gleiche aus..."
Ich nicke. Jetzt weiß sie es.
" Oh, Gott, Mulder..." sie streckt ihre Hand nach mir aus, doch ich zucke zurück. Verständnislos schaut sie mich an.
" Versteh mich bitte. Ich kann es nicht ertragen berührt zu werden..."
Und das ist die Wahrheit. So sehr ich sie auch in meine Arme schließen will, das Schamgefühl bleibt. Das Gefühl der Wertlosigkeit...
Sie nickt.
" Was haben die nur mit dir gemacht?"
" Tests... ich... ich kann darüber nicht reden. Noch nicht... lass mir einfach Zeit. Kannst du das?"
Natürlich kann sie. Mein Blick fällt auf William, der nichtsahnend vor sich herbrabbelt.
" Möchtest du ihn mal halten?"
" Ja." Flüstere ich und sie gibt ihn mir vorsichtig.
Voller Ehrfurcht schaue ich auf das kleine Wesen in meinen Armen hinab. Das Wunder... unser Wunder... Er lacht und streckt seine Finger in meine Richtung. Zärtlich umschließe ich seine winzige Hand. Er ist noch so unbekümmert. Weiß nicht, dass er einen entstellten Vater hat. Weiß nicht, dass er nie mit ihm auf die Straße gehen kann, ohne wie ein Insekt angestarrt zu werden. Plötzlich verzieht er das Gesicht und gibt klägliche Laute von sich. Hilfesuchend sehe ich zu Scully hinüber, die mich wissend anlächelt.
" Ich denke, er hat Hunger."
Sie erhebt sich, holt die Babyflasche und wärmt sie auf, nur um sie mir zu reichen.
" Füttere ihn."
Sachte, um ihm nicht wohlmöglich wehzutun, führe ich die Flasche an seinen Mund, den er schon erwartungsvoll öffnet. Innerhalb weniger Minuten ist sie leer und William schaut mich zufrieden und müde an.
" Ich glaube, er will schlafen."
Scully reicht mir ein Handtuch, welches ich mir über die Schulter lege.
" Aber zuerst muss er noch ein Bäuerchen machen." Mit dem Baby auf dem Arm muss ich wohl einen ziemlich hilflosen Eindruck machen, denn sie gibt mir weitere Anweisungen.
" Geh am besten ein bisschen mit ihm durch die Wohnung... erzähl oder sing etwas. Das beruhigt ihn."
Ich erhebe mich mit dem Baby und schreite, unter ihren achtsamen Blicken, in der Küche auf und ab. Dann gehe ich mit ihm durchs Wohnzimmer, sowie den restlichen Teil der Wohnung.
" Joy to the world... all the boys and girls…" singe ich mit meiner fürchterlich schiefen Stimme. Doch William scheint das nichts auszumachen. Ich beginne dieses Baby immer mehr zu lieben und merke, wie sich der Vaterstolz langsam bemerkbar macht.
"... joy to the fishes in the deep blue sea. Joy to you and me…" Plötzlich vernehme ich einen kleinen Rülpser.
" Hey," ich streichle vorsichtig seine Wange. " Das ging aber schnell."
William schaut mich mit seinen großen, blauen Kulleraugen interessiert an. Ich vernehme ein leises Schluchzen und drehe mich augenblicklich um.
Scully steht dort, an den Türrahmen gelehnt, und weint. Sofort habe ich Angst, etwas falsch gemacht zu haben.
" Was ist los?" ich gehe vorsichtig, um sie nicht wohlmöglich zu erschrecken, auf sie zu.
" Habe ich etwas falsch gemacht?"
Sie schüttelt nur den Kopf, während immer mehr Tränen über ihr hübsches Gesicht laufen.
" Dana, rede mit mir! Bitte..."
" Ich..." lausche ich ihren vom weinen undeutlichen Worten. " Es kam mir auf einmal nur so wie... früher. W-wie du mit William... Ich... kann es immer noch nicht glauben, dass ich dich... wiederhab. Das...ist alles."
Durch den Schleier von Tränen lächelt sie mich tapfer an. Mein Magen zieht sich schmerzhaft zusammen.
" Dana, du schuldest mir nichts." Ich hole einmal tief Luft. " Ich möchte, dass du weißt... ich wäre dir nicht böse, wenn du so nicht mit mir leben kannst... Ich würde dir keine Vorwürfe machen. Nur..." ich sehe auf das bereits schlafende Baby in meinen Armen hinab. "... lass mich ihn bitte manchmal besuchen."
Sie hat aufgehört zu weinen. Ihr Gesicht spiegelt nur Entsetzen wieder.
" Was denkst du eigentlich von mir, Mulder? Glaubst du etwa, dass ich nur dein Äußeres geliebt habe?" Unbeabsichtigt wird ihr Stimme immer lauter. " Glaubst du das?" Ihre Augen sind auf mich gerichtet. Sie erwartet eine Antwort.
Betroffen schüttle mit dem Kopf. " Nein."
Ihre Gesichtszüge werden wieder etwas weicher.
" Jeden Tag hab ich zu Gott gebetet..." erzählt sie mir gebrochen. " Ich wollte einfach nur, dass du wieder hier bist, bei mir und William... zu Hause."
Ich kann nichts anderes tun, als sie, gerührt von ihren Worten, anzusehen. Etwas unschlüssig schaut sie mich an.
" Darf ich... darf ich dich umarmen? Nur ein Mal?"
Ich sehe, dass es ihr wichtig ist. Also nicke ich, obwohl mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken ist, jemanden so nah an mich ran zu lassen. Wahrscheinlich ist es die Angst, dass sich jemand vor mir ekeln könnte, mich wegstoßen würde. Doch als Scully vorsichtig, um William nicht zu wecken, ihre Arme um mich schlingt und ich ihr glückliches, immer noch von kleinen Schluchzern unterbrochenes, Seufzen höre, entspanne ich mich.
Wie sehr sie mir doch gefehlt hat.
Es stimmt, dass man immer erst merkt, was man hatte, wenn es einem genommen wurde. Ich liebte sie zwar schon vorher, sonst hätte ich auch sicherlich nie ein Kind mit ihr in die Welt gesetzt, aber als ich mit blutigem Körper auf diesen Operationstischen lag, wurde es mir erst richtig klar. Die Tests waren grausam. Ja, schier unerträglich. Ich musste spüren, wie es sich anfühlt, wenn Hunderte von Nadeln und Spritzen meinen Körper durchbohrten. Musste am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn sie, nur um Antworten, die ich ihnen aber nie gab, zu bekommen, meinen nacktes Fleisch mit einer tausend Grad heißen Flamme versengten. Ich war manchmal nah dran, ihnen alles zu sagen, nur damit sie aufhörten. Aber ich tat es nie. Denn, was war schon mein Leben im Vergleich zu sechs Milliarden?
Oft versuchte mein Körper durch Ohnmacht den Qualen zu entgehen, doch sie gestatteten mir keine Pause. Schütteten mir eiskaltes Wasser über den Leib, welches in meinen Wunden schmerzte, und holten mich somit immer wieder zurück. Also flüchtete ich in meine Traumwelt, weit entfernt von den Qualen, die mir meine Peiniger zufügten und träumte von einem ganz normalen Leben, ohne Außerirdische, Regierungsverschwörungen oder das FBI. Träumte von einem kleinen Haus am Meer, träumte davon mit Scully zu sehen, wie unser Sohn aufwuchs, seine ersten Schritte machte, sich mit anderen Jungs prügelte, zum College ging, die große Liebe fand und schließlich heiratete.
Doch selbst das konnte mich die Schmerzen nicht vergessen lassen. Es machte sie nur erträglicher.
" Alles in Ordnung?" reißt sie mich aus meinen Gedanken und schaut mich aus verheulten Augen an.
" Vielleicht waren wir nie dazu bestimmt glücklich zu sein..." flüstere ich ihr zu und ihre Augen weiten sich. Ahnend, dass ich einen Entschluss gefasst habe...

Fröstelnd ziehe ich meinen Mantel enger um mich und William. Halte meinen Schatz noch ein letztes Mal in den Armen. Es ist gerade mal drei Uhr morgens und wir stehen hier am Bahnhof und warten auf den Zug. Meinen Zug, der mich weit weg von Washington, in ein anderes Leben bringen soll. Nicht für immer, nur solange, bis ich mir wirklich darüber im Klaren bin wer ich bin, bis ich alles verarbeitet habe. Es war schwer gewesen es ihr beizubringen. Sie hat eine Menge geweint, sich selbst die Schuld gegeben, doch ich habe versucht es ihr zu erklären.
Nervös und sichtlich angeschlagen kaut sie auf ihrer Unterlippe. Wippt mit den Fußspitzen auf und ab. Ihr Gesicht ist leichenblass und ihre Augen, vom Weinen und dem Schlafmangel, geschwollen.
Das laute Rattern des ankommenden Zuges lässt uns aufschrecken.
" Dana?" beginne ich vorsichtig.
" Ich weiß..." sie versucht tapfer zu sein, doch es will ihr nicht gelingen. Zu viel Kummer hatte sie schon ertragen müssen und es tut mir beinahe körperlich weh zu wissen, dass es größtenteils meinetwegen war.
Ich küsse meinen Sohn ein letztes Mal auf sein blondes Haar, worauf er mit einem Lachen antwortet. Er versteht es noch nicht.
Ich gebe ihm Scully, die sich wie an einem rettenden Anker an ihn klammert. Ich umarme sie einmal, traue mich nicht sie zu küssen. Vielleicht würde sie es gar nicht wollen?!
Doch zu meinem Erstaunen zieht sie meinen Kopf in ihre Richtung zu einem langen, zärtlichen Kuss. Als wir uns schließlich voneinander lösen, benetzen wieder Tränen ihre Wangen.
" Bitte pass auf dich auf."
Beruhigend streichle ich ihr ein letztes Mal über die Wange.
" Ich werde wieder kommen. Ich lass euch nicht allein."
Sie nickt und ich drehe mich schweren Herzens um, steige in den wartenden Zug.
Ich setze mich an einen Fensterplatz. Sie steht, mit dem Baby auf dem Arm, direkt davor und drückt ihre Handfläche gegen das kühle Glas. Ich tu es ihr gleich und meine für einen Moment ihr Wärme zu spüren.
Dann fährt der Zug an.
Sie läuft wie eine Irre neben meiner Scheibe her, so dass ich Angst bekomme, sie könne, mit William auf dem Arm, stürzen. Doch schon bald kann sie der Geschwindigkeit nicht mehr standhalten und ich muss sehen, wie ihre Gestalt immer kleiner wird, bis sie ganz aus meinem Sichtfeld verschwindet.

Die ersten Stunden verläuft die Zugfahrt recht ruhig und ich bekomme die Gelegenheit, meinen Gedanken nachzuhängen. Vielleicht soll ich einfach wieder umdrehen? Nach Hause fahren zu meiner Familie, die mich braucht?
Es besteht doch keine Gefahr mehr, nichts, was mein Verhalten rechtfertigen würde. Ja, es wird mir klar, dass ich es ohne ihre Hilfe nicht schaffen würde, damit fertig zu werden. Jeder Mensch braucht jemanden zum Reden.
Angespornt durch meine Entscheidung stehe ich auf, will einfach bei dem nächsten Halt aussteigen und nach Hause fahren.
Langsam fährt der Zug im Bahnhof von Oregon ein und die Türen öffnen sich.
Hastig steige ich ins Freie. Doch bevor ich überhaupt eine Chance habe, zu schreien, fliehen oder mich zu wehren, werde ich von vier maskierten Männern festgehalten. Mich mit Händen und Füßen wehrend, versuche ich ihnen zu entkommen, doch mein Körper ist von den ganzen Tests noch zu geschwächt, um gegen sie anzukommen. Der größte von ihnen schlägt mir in den Magen, um mich ruhig zu stellen. Ächzend sacke ich in mich zusammen, woraufhin ein anderer mir mit einer Spritze in den linken Unterarm sticht und ich merke, wie die Welt langsam vor meinen Augen verschwimmt...

Als ich wieder zu mir komme, werde ich von einem grellen Neonlicht beblendet. Das erste, was ich registriere, ist, dass meine Arm- und Fußgelenke gefesselt sind. Ich liege auf einer Art Zahnarztstuhl und eine schreckliche Vorahnung macht sich in mir breit. Das darf nicht sein! Das kann nicht...
Just in diesem Moment nehme ich einen starken Zigarettengeruch wahr.
" Sie haben doch nicht tatsächlich geglaubt, wir wären schon fertig mit Ihnen." Es klingt eher wie eine Aussage, als eine Frage. Wütend drehe ich meinen Kopf in die Richtung des Zigarettenrauchenden Schweinehundes.
" Sie sind tot!"
Er gibt ein hämisches Lachen von sich.
" Mr. Mulder, Sie sollten doch wissen, dass man den Teufel nicht töten kann."
" Was wollen Sie von mir?"
" Antworten." Erwidert er schlicht.
" Wofür?"
Sein Gesicht schwebt nun bedrohlich über mir. " Ich stelle hier die Fragen. Also?"
" Von mir werden Sie nie etwas erfahren, Sie verlogener Mistkerl." Schreie ich und spucke ihm ins Gesicht.
" Ich hatte gehofft, dass wir die ganze Angelegenheit in Ruhe regeln könnten..." seine Stimme ist ruhig. Zu ruhig. " Aber Sie geben mir ja keine andere Wahl." Er bläst mir seinen Qualm direkt ins Gesicht, so dass ich husten muss. " Sorgt dafür, dass er auch sonst niemandem etwas erzählen kann."
Drei weitere Männer, die ich vorher nicht registriert habe, kommen aus der anderen Ecke des Raumes auf mich zu. Der eine hält eine lange, spitze Nadel in seiner Hand.
Ich weiß, was er damit vorhat.
" Ich werde euch nichts sagen ihr elenden Schweinehunde. Niemals!" brülle ich, meine Stimme erfasst von Panik.
Ja, denke ich, bevor sich die lange Nadel unter wahnsinnigen Schmerzen in mein Gehirn bohrt, vielleicht waren wir wirklich nie dazu bestimmt, glücklich zu werden...

Ende