Autor: Juli
Kontakt: Me_Lylas@web.de
Titel: My point of view
Teile:1/2
Spoiler: AX im Allgemeinen8. Staffel wegen der Schwangerschaft
Rating: das liegt im Auge des Betrachters ;)
Kategorie: MSR; Scully- POV
Desclaimer: Mulder und Scully gehören einem braungebrannten kalifornischen Surfer namens Chris Carter. Ich vergöttere diesen Mann und würde ihn von daher niemals bestehlen. Ich leihe mir seine Geschöpfe lediglich aus!!!
Short-Cut: Eine kleine Story über das, was ich denke, über das, was nie angesprochen wurde. Aber doch alle interessiert
Widmung: Ich widme es Pat, dem größten Shipper den, ich kenne *knull* Du weißt, was ich damit sagen willich weiß es nicht, aber du bist ja eh Teil meiner DNS von daher wirst du es wissen! *rofl*
Und natürlich meiner besten Freundin Evi, die sich mein AX Gelaber immer ohne zu murren anhört! *knuff* *drück*
My
point of view
Part
1
Die Frage nach dem, was uns verbindet habe ich schon Tausende, wenn nicht schon Abertausende Male gehört. Und um ehrlich zu sein, ich weiß es gar nicht so genau.
Ich kann nicht erklären, was mich an diesem Mann so fasziniert. Oder was ihn so an mir fasziniert. Vielleicht will ich es auch lieber gar nicht wissen. Denn diese Dinge sollten uns vorbehalten sein. Was uns aber verbindet ist dieses Kind, das ich unter meinem Herzen trage. Ich spüre, dass es tritt, wenn er den Raum betritt oder wenn wir uns unterhalten. Dieses kleine Wesen scheint zu spüren, was ich fühle und zu spüren, was niemand sonst wissen soll. Dass wir uns lieben, aber zu feige sind uns das einzugestehen.
Eigentlich wissen wir es. Und ich nehme an, dass es jeder, der uns kennt, auch weiß. Nur sind wir einfach nicht bereit den nächsten Schritt zu tun. Das hinter uns zu lassen, das uns daran hindert weiter zu gehen. Wir waren schon einmal an diesem Punkt angelangt. Nur hatten wir damals einen Faktor weniger zu beachten. Vor fast genau 7 Monaten waren wir kurz davor, unserer Liebe eine Chance zu geben sich in unser beider Herzen auszubreiten. Aber dann ist alles anders gekommen. Mit seinem Verschwinden wurde uns der Mut genommen. Ich wusste die ganze Zeit, die er nicht da war, die er verschollen war und für Tod erklärt wurde, dass ich ihn lieben würde, bis zum Ende meiner Tage.
Es war alles so verwirrend.
Ich bekomme ein Kind. Allein diese Tatsache grenzt an ein Wunder. Ein Wunder welches ich Gott zuschreibe. Obwohl ich weiß, dass ich damit womöglich falsch liegen könnte!
Als er dann wieder auftauchte, war es, als ob mir Gott ein weiteres Wunder geschenkt hätte. Jedoch kamen zusammen mit ihm auch die Zweifel wieder. Er wusste ja noch nichts von meiner Schwangerschaft. Und genau an diesem Punkt fängt die Sache an kompliziert zu werden. Wir sind noch nicht dazugekommen darüber zu reden. Ich bezweifle, dass er es als unser Kind betrachtet. Wie auch, wenn ich ihm nicht sage, dass nur er der Vater sein kann?
Unsere Freundschaft ist ein Segen. Seit dem Zeitpunkt an dem wir beide anfingen einander zu vertrauen. Wir vertrauten einander unser Leben an. Er hat mein Testament gegengezeichnet und ich seines. Wir sind in einem gewissen Maße abhängig voneinander.
Ich gab meine Leben für ihn auf.
Ich wählte die Einsamkeit.
Wir beide wählten sie.
Wir ertranken in Worten, die unsere Einsamkeit füllen sollten.
Und das war alles, was ich zu diesem Zeitpunkt meines Lebens wollte.
Auch wenn mir das nicht viele glauben, ich war und bin es. Ich bin glücklich.
Sicher, ich räume ein, dass nicht jeder Tag der Himmel auf Erden war. War ich doch mit meiner kleinen Welt zufrieden.
Und nun sitze ich hier. Mit einem täglich größer werdenden Bauch und spüre wie ein kleines Wesen in mir heranwächst. Ich weiß wie dieses Kind zustande kam. Obwohl es mein kleines Geheimnis ist, glaube ich, dass es einige erahnen. Ihre Blicke verraten mir, dass sie wissen, dass es ein Kind der Liebe ist. Ich hatte es zwar nicht geplant, aber wie bitte plant man so etwas!?
Um aber wieder auf das zurückzukommen, was mich eigentlich mehr beschäftigt.
Die Tatsache, dass wir nicht über die Entstehung dieses Kindes sprechen macht mich traurig. Es macht mich traurig, weil ich nicht weiß, was ich fühlen soll.
Es stand nie zur Debatte, dass ich es nicht bekomme. Ich frage mich nur, wie es nach der Geburt weiter gehen soll zwischen uns beiden. Ich hatte mich ihm geöffnet, ihn in mein Herz gelassen. Und nun ist es so, als ob das nie geschehen wäre.
Mein Körper droht zu zerbrechen, aber ich will stark bleiben. Wenn ich ihn unter Druck setze, wird es bestimmt noch viel schlimmer. Wenn es das überhaupt werden kann !
Ich weiß nur, dass wir darüber sprechen müssen. Darüber wo wir stehen.
Ob wir auch diesen Weg gemeinsam gehen oder ob sich unsere Wege trennen werden!
Aber tief in meinem Inneren weiß ich, dass er das niemals zulassen würde.
Denn auch wenn es nicht den Anschein macht, liebt er mich und diese Tatsache lässt mich manchmal meine Zweifel vergessen.
Das war schon immer so. Egal in welche Gefahr er uns mit seinen eigensinnigen Aktionen auch gebracht hat. Wenn es hart auf hart kam, ließ er alles stehen und liegen um bei mir zu sein. Diese Form von Sicherheit hielt ich bis dato für ein Gerücht. Aber sie war real.
Aber nicht nur das war es, was uns beide bis zum heutigen Tage verbindet.
Es sind die kleinen Dinge. Dinge, die mir ein Gefühl von Normalität und Routine vermitteln in einem Job oder einem Leben, das alles andere als gewöhnlich ist.
Die Tatsache, dass wir alles aber auch nichts gemeinsam haben. Ich weiß es ist nicht leicht zu verstehen, aber es ist so. Tief in unserem Inneren sehnen wir uns beide nach einer normalen Familie. Auch wenn wir wissen, dass wir diese nie bekommen werden. Irgendwie werden wir immer auf der Suche nach der Wahrheit sein. Aber im Laufe der Jahre hat sich diese Wahrheit verändert. Die Wahrheit ist nicht mehr nur eine Verschwörung. Es ist die Suche nach dem, was alle Menschen suchen. Sicherheit, Vertrauen Liebe. Halt das ganze Paket!
Und wir stehen so kurz davor wenigstens einen Teil der Wahrheit zu erkunden. Und doch wagen wir den Sprung nicht.
Und so sitze ich hier im Park und warte.
Warte auf ihn. Um zu reden. Um unsere Standpunkte zu klären...
Ende Part 1