Liebe ist ein Unfall,
den niemand verhindern kann
Teil 2
Beziehungen bedürfen ständiger Arbeit. Egal welche Form von Beziehung. Seien es Freundschaften, Liebesbeziehungen, Familien oder sogar Affären. All diese Formen der zwischenmenschlichen Beziehungen benötigen mehr oder weniger ständiger Arbeit. Man darf sie nie als etwas Selbstverständliches betrachten, auch wenn man durch bestimmte Lebensbedingungen des Öfteren in diese Versuchung gerät.
Wenn wir uns nicht an die Regeln halten oder, ohne dem besondere Aufmerksamkeit zu schenken, Beziehungen mischen, dann kann das zu einem größeren Problem werden, als wir uns vorstellen wollen.
Ich sehe das so. Das alles ist eine Art Spiel. Man kann Punkte sammeln, wenn man sich für seinen Spieler (in diesem Fall die Form der Beziehung) einsetzt. Man kann auf ein Aussetzen Feld kommen und der Spieler bleibt auf unbestimmte Zeit an diesem Punkt (hierbei ist die Beziehung unverändert, sowohl im Positiven als auch im Negativen, denn es ändert sich nichts).Und dann gibt es Situationen wie bei Mensch-Ärger-Dich-Nicht. Man muss einen andern Spieler rauswerfen. Man zerstört also die Beziehung eines anderen. Manchmal weil man es unbewusst tut, und manchmal weil man es will. Aber dann gibt es diese verflixten Zielsituationen. Man will in sein Häuschen, kann aber nicht weil man dafür nie die richtige Zahl hat. Man darf aber auch den Spieler vor einem nicht rauswerfen, weil es für einen selbst unnütz wäre. Und so würfelt man. Wie lange ist ungewiss. Man darf nur nicht aufhören und das Spiel abbrechen, denn damit verliert man auch die Figuren, die schon im Häuschen waren.
Autor: Juli
Kontakt: Me_Lylas@web.de
Titel: Liebe ist ein Unfall
Teil: 2 von X
Spoiler: Ich bediene mich der 6. Staffel alles danach ist nie passiert , Teil 1( es wäre von Vorteil ihn gelesen zu haben!)
Rating: PG-13
Kategorie: MSR, OPOV, MPOV
Desclaimer: Sie gehören noch immer CC, 20th Century Fox und 1013 Productions. Mir gehört noch immer nur meine Fantasie. Eigentlich schade, was könnte man nicht alles mit ihnen anstellen *hust*?
Short-Cut: Ein Mutter-Tochter Verhältnis, welches um jeden Preis nicht zu Stande kommen soll.
Anmerkungen: Ich möchte diese Zeilen nutzen um mich für das positive Feedback zu bedanken, welches ich für Teil 1 bekommen habe. Ich wollte diese Story nämlich eigentlich nie on stellen lassen! Durch die positiven Einschätzungen und Zusprüche bin ich bereit diese Story weiter zu schreiben. Vielen Dank dafür. Die Personen, die ich meine, wissen es ohne dass ich Namen nenne! *euchalleganzargliebhab*
Ich hatte schon am Tag unserer Abreise ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Und wenn ich ehrlich sein soll, ich war für New York. Demokratie hin oder her. Was hat Washington D.C., was NY City nicht hat? Nun gut, jetzt waren wir hier und wenn noch einmal jemand behaupten sollte, weibliche Intuition ist etwas, das Frauen vorschicken um etwas leichter zu bekommen, dann soll sich dieser jemand nur nicht bei mir blicken lassen!
Es musste eines Tages so kommen. Ich vermisse meine Mum seit ich denken kann. Und die Tatsache in die Stadt zu fahren, in der sie lebt, bereitete mir nächtelanges Kopfzerbrechen. Ich wusste, dass ich nicht versuchen sollte sie zu finden, oder mit ihr in Kontakt zu treten.
Es würde ja doch irgendwie rauskommen. Und dann hätte ich definitiv Ärger, soviel steht fest.
Aber gegen solche Zufälle (ich glaube nicht ans Schicksal) kann selbst ich nichts machen. Hier stehe ich nun. Durchnässt, sicherlich morgen erkältet, und total ahnungslos was ich hier eigentlich mache.
Normalerweise ist es für Mütter und Töchter sicherlich nicht so schwierig miteinander umzugehen. Nur weiß ich nicht wirklich wie ich das hier nun weiterführe.
Gut.
Also.
Ach ich hab keine Ahnung.
Ich bin jetzt wahrscheinlich die letzte Etage sechs Mal rauf und runter gegangen, nur um doch wieder vor der Tür stehen zu bleiben und auf dem Absatz wieder kehrt zu machen.
Ich bin ein Feigling, ich weiß.
Ok, ich tu´s.
Ich klopfe.
Ganz leise, in der Hoffnung, dass sie es nicht gehört hat.
Auf der anderen Seite der Tür höre ich leise Schritte.
Oh man, es gibt so Momente, in denen ich einfach weglaufen will, es aber doch nicht kann, weil meine Füße so schwer wie Blei werden.
Jetzt ist gerade wieder so ein Moment.
Als die Tür sich öffnet, blicke ich in 2 Augen, die weit aufgerissen sind und ungläubig über das, was sie erblicken, ihre Farbe verändern. Sie schaut mich erst ungläubig und dann total verwirrt an.
(Jetzt weiß ich aber wenigstens von wem ich das mit der Augenbraue habe!)
Tut mir leid, dass ich so spät noch störe, aber Mir versagen die Worte und ich stehe einfach nur noch da und trete von einem Fuß auf den anderen um meine inneren Spannungen irgendwie abzubauen.
Ich hatte irgendwie erwartet, dass sie anfangen würde zu weinen oder wenigstens versuchen wurde etwas zu erwidern, aber sie tut keines von beiden. Sie kommt lediglich einen Schritt auf mich zu und schließt mich in ihre Arme.
Es ist irgendwie merkwürdig. Ich hatte sie noch nie wirklich gesehen, auf jeden Fall kann ich mich nicht daran erinnern, aber es ist total normal, als ob wir das jeden Tag machen würden!
Ich will nicht kitschig werden, nein das sicher nicht, aber kennt ihr das, wenn ihr genau wisst dass das, was ihr tut, genau das ist, was ihr in diesem Moment tun sollt? Dass der Platz, an dem ihr euch gerade befindet, genau der ist wo ihr sein soll? Irgendwie fühlte sich das gerade so an.
Komm rein., ihre Stimme ist flacher als bei unserer ersten Begegnung und ich bin etwas verunsichert. Die Tür fällt leise hinter mir ins Schloss und alles nimmt seinen Lauf.
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Wie ein Tiger in seinem Käfig laufe ich bei den Jungs hin und her. Ich wusste nicht wo ich zuerst hingehen soll.
In die nächst´ beste Kneipe und mich hemmungslos betrinken?
Nach Hause und im Selbstmitleid versinken?
Es scheint keines von beidem eine vernünftige Option zu sein. Und deshalb bin ich zu den Gunmen gefahren in der Hoffnung hier würde ich etwas Raum zum denken und reagieren haben. Aber im Gegenteil. Frohike, Langley und Byers starren mich nun schon seit fast einer Stunde an und beobachten wie ich von einer Ecke des Zimmers in die nächste Laufe.
Sie haben keine Ahnung, was ich bei ihnen will und warum ich so aufgebracht bin. Aber ich denke sie ahnen, dass es etwas von Bedeutung ist, und lassen mich so lange in ruhe, bis ich von selber den ersten Schritt tue.
Stille.
Ich bin stehen geblieben. In der Ecke des Zimmers habe ich einen Stapel Zeitschriften entdeckt unter denen ein Foto hervorlugt.
Mit großen Schritten gehe ich darauf zu und ziehe es hervor.
Es zeigt ein Bild von Scully und mir während eines Einsatzes. Ich kann mich nicht mehr erinnern an welchen, aber ich merke, dass sich irgendetwas verändert hat.
Scully hat eine Tochter!
Die Jungs starren mich an. Ich merke wie sie sich anschauen und da fällt es mir wieder ein.
Nein, nicht Emily.
Ja wen denn noch?, stellt Frohike die Frage die, die anderen Beiden wahrscheinlich denken.
Als Scully noch studiert hat, hatte sie eine Affäre, oder von mir aus auch eine Beziehung, zu einem ihrer Professoren. Dr. Daniel Waterston um genauer zu sein.
Ich blickte jeden einzelnen der 3 direkt an.
Ich habs immer gewusst, die kleine distanzierte Scully hat´s doch faustdick hinter den Ohren! sprach Frohike und fing sich noch im gleichen Moment einen Seitenhieb von Langley ein.
Und weiter ? Byers hatte Feuer gefangen und spornte mich an weiter zu erzählen.
Nun ja, jedenfalls ist sie dann wohl schwanger geworden. Da man das ja auch nicht wirklich lange verheimlichen kann, ist ihre Beziehung aufgeflogen. Die Ehefrau von diesem Professor hat die Beiden erpresst. Entweder sie trennen sich oder sie lässt die Beiden auffliegen.
Lass mich raten, Mulder, Scully hat sich für ersteres entschieden?
Langley sprach das ohne großartige Überraschung.
Ja, genau das hat sie. Und da das Daniel sehr verletzt hat, hat er irgendwie das alleinige Sorgerecht für die Kleine bekommen. Wie hat sie mir nicht verraten. Frohike unterbrach mich mit einer Handbewegung,
Wie kann er das machen? Das ist so gut wie unmöglich. Ich zuckte mit den Schultern, zeigend, dass auch ich keine Erklärung dafür hatte.
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(zur selben
Zeit in Georgetown)
Vollkommen nervös sitzen wir beide an ihrem Küchentisch und wissen nicht was wir sagen sollten. Sie starrt mich einfach nur an und lächelt.
Um ganz ehrlich zu sein weiß ich nicht wie ich das deuten soll. Ich kenne sie nicht und sie kennt mich nicht. Über was sollten wir nun reden?
Also, war das dein Partner, den ich da eben über den Haufen gerannt habe?
Sie blickt auf und weiß anscheinend nicht so recht, ob sie lachen oder weinen soll.
Ich nehme mal an, dass er es war, du hast ihn ja schon im Building gesehen.
Nun lächelt sie wieder, aber anscheinend noch immer nicht begreifend was gerade um sie herum passiert. Sie nimmt meine Hand, wahrscheinlich um sich zu vergewissern, dass ich keine Halluzination bin. Sie legt ihren Kopf schief und lächelt noch ein bisschen mehr als eben.
Es tut mir so Leid, Cinderella, so unsagbar leid!
Ein schiefes Grinsen zierte nun mein Gesicht. Und sie starrt mich verdutzt an. Ok, ich gebe zu, es ist schon gemein jetzt nicht darauf einzugehen.
Wieso grinst du? frug sie etwas unsicher.
Nun ja es ist so, dass mich nie jemand Cinderella nennt. Es sei denn ich habe Mist gebaut oder irgendjemand will mich aufziehen. Mein Grinsen wird immer breiter und ich stecke sie an. Sie versteht worauf ich hinaus will.
Ok, und wie soll ich dich sonst nennen?
Kate!, antworte ich trocken und immer noch mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht. Ihr geht anscheinend ein Licht auf, denn sie lehnt sich wissend zurück.
Ah ja. Cinderella Kathrine Waterstone. Ich verstehe.
Ich nicke. Genau. Oder eben ganz einfach Kate!
Das Telefonklingeln reißt uns aus unseren Gedanken. Sie steht auf, läuft ein paar Schritte zum Telefon und nimmt ab. Ihr Gesicht verfinstert sich augenblicklich. Es ist keine große Hellseherische Fähigkeit notwendig, um herauszufinden wer am anderen Ende ist.
Dad?, forme ich mit meinen Lippen, ohne es auszusprechen, und sie nickt geistesabwesend.
Ich schnappe mir meine Jacke und meinen Schirm, und ohne mich umzusehen, bin ich aus der Tür raus. Aber ich unterschätze sie, unterschätze ihren Willen. Ich bin noch nicht ganz an der Treppe angekommen, als ich eine kleine kalte Hand an meiner Schulter fühle. Als ich in ihr Gesicht sehe, sehe ich etwas, was mich zutiefst erschreckt.
Es ist Verzweiflung. Und das wissen über die Situation, in der wir uns befinden.
To be
continued