Liebe ist ein Unfall….

                              den niemand verhindern kann!!!

 

Es begann ganz normal. Unsere Beziehung zueinander war nie irgendetwas Anderes als Freundschaft gewesen. Auch wollten wir im Grunde gar nicht, dass sich das ändert, denn wir schätzten, was wir aneinander hatten!

Sicherlich bestand zwischen uns immer ein gewisses Maß an sexueller Spannung, aber wie sollte man so etwas unterbinden?

Aber es sollte alles anders kommen, denn wie Billy Crystal einmal sagte: „Frauen und Männer können nicht befreundet sein. Der Sex kommt ihnen immer wieder dazwischen!“

Das und andere kleine Dinge, die man seinem Partner verschweigen kann…

                                        ….

 

 

 

 

Autor: Juli

Kontakt: Me_Lylas@web.de

Titel: Liebe ist ein Unfall…

Teil: 1 von ?

Spoiler: Ich bediene mich der 6. Staffel…alles danach ist nie passiert…

Ach und der Titel is auch ein Zitat…hab bloß vergessen woher

Rating:

Kategorie: MSR; SPOV, OPOV,

Desclaimer: *räusper* Sie gehören nicht mir, soviel kann ich versichern. Was mir jedoch gehört ist meine Fantasie und die Fähigkeit  euch diese zu schildern. Verklagt mich nicht!! *fg*

Short-Cut: Was passiert wenn Scullys Vergangenheit ihr ganzes Leben durcheinander bringt, und wenn Mulder von einer 15-jährigen belehrt wird…? Einfach lesen und wenn’s euch gefällt, gibt’s die anderen Teile umgehend hinterher!

Anmerkung: Ich weiß, dass die letzten Storys absolut und wahrhaft kitschig waren…aber hey, hattet ihr etwas Anderes erwartet…? Nun ja, ich kann nicht versprechen, dass diese hier weniger kitschig wird. But I try it!  *rofl*

 

Ach ja und eh ich’s vergesse… diese Story is für WoD, Steffi (meine kleine Sternschnuppe *rofl*) Cat, und Pat (Her name is Bambi….*kuller*)…und ein klein wenig für Thea, dafür dass sie mich ertragen hat!

Hab euch alle lieb…wir sehn uns…. „ Tutti Frutti……..WHOOOOOOO“

 

 

 

 

                                       ….

 

 

Es war ein Tag wie jeder andere auch. Na ja, wir hatten vor einiger Zeit das Kellerbüro verlassen und mit ihm die X-Akten. Aber ansonsten verlief dieser Tag wie fast jeder andere.

Ich war pünktlich und Mulder, weiß der Geier warum, kam schon wieder zu spät.

Ich hatte mich auch daran in den letzten Jahren unserer Partnerschaft gewöhnt. Aber selbst wenn dieser Tag gewöhnlich war, sollte er das nicht bleiben. Ich sollte an diesem Tag von meiner Vergangenheit eingeholt werden. Auf eine Art und Weise, die meine Integrität und Glaubwürdigkeit Mulder gegenüber in Frage stellen würde.

 

Nun gut, ich saß wie so oft in den letzten Tagen an meinem Schreibtisch. Ich hoffte, dass der Tag schnell vorbei gehen würde und ich mich dem widmen könnte, was ich lieber tun würde. Schlafen zum Beispiel, oder ein wenig Joggen. Aber auf keinen Fall länger über diesen Akten brüten. Das hier wäre jedoch nicht das FBI, wenn man nicht mit Überraschungen rechnen müsste. Meine kleine Überraschung am heutigen Tage war die Schikane, die mir mein neuer vorgesetzter Kersh in den Weg warf. Ich sollte das tun, was eigentlich nur Grünschnäbel im FBI tun….ich sollte eine Schulklasse herumführen.

Herzlichen Glückwunsch, Jippie!!

 

Ok, was blieb mir anderes übrig als der Aufforderung von Kersh nachzukommen? Und so begab ich mich auf den Weg ins Foyer, um die Schulklasse aus Kalifornien in Empfang zu nehmen.

Ich war vollkommen in Gedanken als ich um die Ecke bog um zum Fahrstuhl zu gelangen…und *rums* ich stieß mit jemanden frontal zusammen.

 

„Hey, Scully. Sie haben es aber heute wieder eilig.“

Ich war wohl für einen kurzen Moment ohnmächtig gewesen als ich auf den Boden aufschlug. Und nun beugte sich jemand über mich und half mir aufzustehen. Ich begriff erst nach ein paar Sekunden, dass es sich hierbei um Mulder handelte.

„Au, verdammt.“

„Na, na Scully, seit wann fluchen Sie denn?“

Ich musste unwillkürlich lachen, als ich sein gespielt empörtes Gesicht sah.

„ Seit dem Moment, in dem Sie in mich reingelaufen sind!“

Punkt für mich, er lachte!

„ Sie sind unverschämt spät dran Mulder, ist Ihnen das vielleicht schon mal aufgefallen?“

„ Ja, schon…“, er suchte anscheinend nach einer Erklärung, die der Wahrheit am nächsten kommen würde, „ ich stand im Stau.“

OK, das war eine schlechte Lüge, aber ich hatte es eilig und wollte Mulder noch schnell erklären, dass ich ins Foyer musste. Jedoch hatte ich vergessen, wie gut ich ihn kannte, und so wollte er mich diese „Qualen“ nicht alleine durchstehen lassen.

 

Im Nachhinein betrachtet war es wohl mein Schicksal, dass wir zusammen stießen und er sich schuldig fühlte. Ansonsten hätte er es wahrscheinlich nie erfahren.

Wahrscheinlich hätte es niemand erfahren!

 

Im Erdgeschoss angekommen waren die Massen von Schülern weder zu übersehen, noch zu überhören. Sheila, die Empfangsdame, deutete dem Lehrer, dass er sich an uns beide wenden sollte. Er kam auf uns zu mit einem Blick, der uns verriet, dass dies ein harter Tag werden würde.

Mulder und ich schauten uns noch einmal an und wünschten uns gegenseitig Glück, dass wir heil aus dieser Sache rauskommen würden.

„ Hallo, guten Tag. Sind Sie Agent Scully?“ Der Mann, der sich uns als Mr. Mason vorstellte, streckte mir fragend die Hand entgegen. Ich nickte auf seine Frage hin und stellte ihm Mulder als meinen Partner vor.

„ Also, wie haben Sie sich die Führung vorgestellt, Mr. Mason? Sollen wir erst ein paar geschichtliche Fakten erläutern oder sollen wir gleich mit dem Rundgang beginnen?“

Er war sich noch nicht ganz schlüssig, aber eine seiner Schülerinnen meldete sich zu Wort.

„ Ich würde lieber erst den Rundgang machen und dann die Fragen stellen, sonst stehen wir hier ja noch länger rum.“

Stille…

„ Hmmm, was sagt der Rest der Klasse? Seit ihr mit dem Vorschlag, von wem auch immer er war, einverstanden?“ Er drehte sich um und ich konnte erkennen, dass die gesamte Klasse nickte.

 

Au ja, das würde ein Spaß werden.

 

„ Nun gut, dann fangen wir einmal an.“ Mulder ergriff das Wort und stellte uns erst einmal vor. Ich war dann doch dankbar, dass er mitgekommen war. Denn so musste ich das nicht alleine durchziehen. Jedoch wurde er nach 3 Sätzen schon wieder unterbrochen, als Mr. Mason die Anwesendheitsliste hervorkramte.

„ Tut mir leid, Agents, aber ich muss das machen, nicht dass mir dann die Hälfte stiften geht.“

Großes Gelächter brach aus und auch wir mussten ein Grinsen unterdrücken.

„Jason Peters?“

„Hier.“

„ Sarah Johnson?“

„ Anwesend.“

Taylor McDougall?“

„ Leider ja“, und wieder Gelächter, jetzt wusste ich wieder, warum ich kein Lehrer geworden war…

„ Cinderella Waterston?“

„ Ja, hier.“

 

Da war er, der Moment, der alles auf den Kopf stellen sollte!

 

Ich versuchte einen Blick auf das Mädchen zu werfen. Da stand sie, und bei Gott sie hätte nicht mal ihren Namen sagen müssen und ich hätte gewusst, wer sie ist.

In dem Moment, als ich sie ansah, hatte auch sie Notiz von mir genommen.

Es war eine beklemmende Situation. Wir starrten uns an.

Ich war nicht im Stande etwas zu sagen, jedoch bemerkte ich, dass nun auch alle anderen mitbekommen hatten, dass wir einander ansahen.

„ Hy.“

Ihre Stimme war flach und heißer. Aber ich verstand sie.

Nun war alles zu spät, denn Mr. Mason wollte wissen, ob wir uns kennen würden.

„ Nein. Das tun wir nicht. Sie sah nur jemandem ähnlich, den ich kenne“, ich log und Mulder war das als Einzigem nicht entgangen. Er warf mir einen verstohlenen Blick von der Seite zu, dem ich nicht standhalten konnte. Er beließ es dabei und auch der Rest wandte sich wieder von uns ab.

 

Die Führung und auch der Rest verliefen, wie ich es mir gedacht hatte: Katastrophal!

4 Stunden später saßen Mulder und ich wieder an unseren Schreibtischen und versuchten krampfhaft unsere Kopfschmerzen zu ignorieren.

„Scully, was halten Sie davon, wenn wir beide uns jetzt heimlich hier raus schleichen und uns einen gemütlichen Nachmittag machen?“

OK, das schockierte mich dann schon ein wenig, aber ich ging auf seinen Vorschlag ein und keine Stunde später saßen wir auf meiner Couch und tranken Kaffee, sahen einen schlechten Film und taten nichts. Zumindest sah es so aus, als ob wir nichts tun würden.

 

 

Ich wunderte mich, dass er mich noch nicht auf die Sache heute angesprochen hatte und nahm daher an, dass er es vergessen, oder nicht so wichtig genommen hatte.

Nun gut, aber ich wusste irgendwie, dass auch dies nicht der Fall sein würde.

Irgendwann in der Werbepause drehte er sich zu mir, um mich mit einem fragenden Blick anzusehen.

„ Ok Scully, was verschweigen Sie mir, und warum?“, mir war klar, dass er die Stille brechen würde wenn er es wollte, und er tat es dann auch.

„ Was sollte ich Ihnen verschweigen?“

Ich gebe zu, das war nicht sehr überzeugend. Denn mein Tonfall verriet mich eigentlich schon.

„ Was war das heute im Foyer? Woher kannten Sie dieses Mädchen, und warum leugnen Sie sie zu kennen?“ Seine Stimme war flach und ohne Emotionen. Er war enttäuscht und wusste nicht, wie er auf eine Antwort von mir reagieren sollte.

„ Es ist besser, wenn Sie nicht wissen, wer sie war, und woher ich sie kenne.“ Ich brach kurz ab und blickte aus dem Fenster. „ Besser für mich und für dieses Mädchen.“

Er hatte wohl fast damit gerechnet.

„ Sie vertrauen mir nicht. Warum?“

Er war verletzt. In seinem Stolz und in seinem Denken über mich. Ich wusste, dass es irgendwann einmal dazu kommen würde. Nur hatte ich gehofft, dass die Dinge bis dahin etwas anders liegen als sie es im Moment taten.

Ich dachte, wir würden einander dann schon soviel mehr vertrauen, dass uns dies nicht mehr erschüttern würde.

„ Mulder, …. ich vertraue Ihnen. Aber es ist zu kompliziert und zu… schwierig um es Ihnen zu erklären. Sie wissen, dass ich Ihnen meine Seele anvertrauen würde. Nur würde ich Ihnen die ganze Geschichte erzählen, dann würden Sie anders über mich denken und mich vielleicht verurteilen. Und das möchte ich nicht.“ Wieder trat Stille ein.

Ich war mir im Klaren darüber, dass ich mir im Grunde selber widersprach, aber was sollte ich anderes tun? Ich konnte es ihm nicht sagen.

 

Als ob ich es geahnt hätte stand er auf, griff nach seiner Lederjacke und wollte gehen. Mein Stolz und die Achtung vor mir selbst wollten ihn gehen lassen. Doch konnte ich es nicht. Ich griff reflexartig nach seinem Arm und er musste sich unwillkürlich umdrehen.

„ Wissen Sie Mulder, ich bin nicht immer die gewesen, die ich heute bin. Ich war nicht immer so kühl und berechnend. Es gab eine Zeit in der ich Vollkommenheit verspürte und diese in die Ewigkeit hinaustragen wollte. Aber, ich habe alles riskiert und doch alles verloren. Und ich will nicht, dass dieses Spiel von vorne beginnt.“

Ich hatte sein Handgelenk in der rechten Hand und nahm ihm somit die Chance sich mir zu entziehen.

Sein Gesicht war neutral. Er dachte anscheinend über die Bedeutung meiner Worte nach und nahm jedes einzelne auseinander. Als ob er versuchen wollte, das Puzzle allein durch meine Worte zusammenzufügen.

„ Ich dachte immer, dass Sie mir soweit vertrauen, und mich soweit kennen, dass Sie wüssten, dass ich Sie niemals verurteilen würde. Ich weiß nicht viel über ihre Vergangenheit, aber auch nur aus dem Grund, weil Sie mich nie daran teilhaben lassen!“

 

In seiner Stimme schwang ein Hauch von Vorurteil, der mir nicht entging. Ich gab gegen meinen Willen nach. Ich wusste, würde ich jetzt standhaft bleiben, würde ich noch mehr zerstören als es eh schon war.

 

„ Setzen wir uns. Und lassen sie mich bitte erst einmal erzählen, ehe Sie etwas erwidern. Ok?“

 

 

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Es ist schon verdammt spät, als wir alle wieder in unsere Zimmer und dazugehörige Betten kommen. Der Tag war lang und ich habe schreckliche Kopf und Nackenschmerzen.

Alles dreht sich um mich herum und ich habe Mühe mich auf einen Gedanken zu konzentrieren.

Ich wusste von Anfang an, dass es keine gute Idee war nach Washington zu fahren. Allein, weil wir fliegen mussten. Und jetzt auch das noch.

Ich war mit der Situation sie wieder zu sehen total überfordert. Es ergab keinen Sinn.

Und eigentlich durfte ich sie ja gar nicht sehn.

Alle waren verwirrt, als ich ihnen erklärte, wer die Frau war, die uns durch das Hoover Building geführt hatte.

Gott, ich selber war verwirrt!

Das einzige, was mich an meine Mutter erinnerte, waren die Sommersprossen, die mich jeden Tag anlächelten, wenn ich in den Spiegel blickte.

Ich hatte nie die Chance sie kennen zulernen. Nie die Möglichkeit ihr nahe zu sein.

Alles, was ich hatte, waren die Geschichten, die mir meine Nanny erzählte, wenn es mir schlecht ging.

 

Ich hasste meinen Vater dafür, dass er das alleinige Sorgerecht besaß.

Nur um sich zu rächen.

Ich verstehe meine Mutter. Sie hatte ja keine Wahl. Und sie hat auch jetzt keine.

Denn sollte herauskommen, dass wir beide uns ohne Einwilligung meines Vaters treffen würden, wäre das dann der Anfang vom Ende.

Ich müsste zurück nach Paris ins Internat und sie würde mächtigen Ärger mit dem Gesetz bekommen.

Es ist ein Teufelskreis, aus dem wir nicht in der Lage sind heraus zu brechen.

 

Das Leben im Goldenen Käfig ist das letzte. Vor allem wenn dieser Käfig dazu dient den schein nach außen zu waren. Nur deshalb besitzt er das Sorgerecht. Damit niemals jemand erfährt, dass er eine Affäre/ Beziehung/ - was weiß ich - mit einer seiner Studentinnen hatte.

 

Aber ich wäre nicht Cinderella, wenn mir das nicht absolut und vollkommen egal wäre...

 

 

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Es war still im Raum.

Keiner wagte etwas zu sagen.

Nur ich rutschte nervös auf der Couch herum. Mulder war etwas blass im Gesicht. Die ganze Geschichte hindurch hatte er keine Miene verzogen, noch irgendwelche Geräusche von sich gegeben.

Nun war ich fertig und hoffte, dass er sich wenigstens ein kleine wenig regen würde. Aber er tat nichts. Er starrte bloß vor sich hin.

 

Ich war es Leid zu warten, und auf eine Reaktion seinerseits zu hoffen.

„ Mulder, Sie wollten die Wahrheit wissen. Ich habe sie Ihnen gesagt. Und nun sind Sie nicht fähig mir in die Augen zu sehen? Ich bitte Sie.“

Ich stand auf und schaute ihn von oben herab an.

Es sollte wirken, denn er hob langsam seinen Kopf.

„ Meinen Sie nicht, dass das einer Verurteilung gleich kommt, was Sie hier tun?“

 

Nun war es an ihm aufzustehen.

Ich war anscheinend einen Schritt zu weit nach vorn gegangen.

„ Es tut mir leid, wenn Ihnen das so vorkam. Aber es würde Ihnen ähnlich gehen, wenn man Ihnen so etwas vorenthalten würde.“

Seine Stimme war ruhig und gelassen. Seine Worte jedoch waren geladen.

Mit Zorn, Verachtung und Enttäuschung.

 

„ Was meinen Sie mit „so etwas“?“

Ich merkte wie ich mich selbst in Rage redete.

 

„ Ich meine damit, dass Sie mir dieses wichtige Detail aus ihrem Leben vorenthalten. Die Tatsache, dass Sie eine Tochter haben. Ich dachte, Sie würden mir alles anvertrauen, was Sie belastete und dass wir einander trauen.“

Er brach für einen kurzen Moment den Blick zu mir.

„ Wieso lassen Sie mich nicht an Ihrem Leben teilhaben? Wir sind schon lange soviel mehr als Partner, Scully!“

 

Das war zuviel. Zuviel für meine Nerven, die heute schon zum zerreißen gespannt waren.

„ Vielleicht ist es wirklich besser, wenn Sie jetzt gehen, Mulder!“

 

Ich war wütend. Wütend darauf, dass er nicht verstand, warum ich es für mich behielt die ganzen Jahre. Ich konnte ihn nicht länger um mich haben.

Er ging, ohne ein weiteres Wort zu sagen.

 

 

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Das Leben ist schon verrückt, wenn man beginnt darüber nachzudenken.

In dem einen Moment ist alles noch so, wie es immer war und im nächsten, nur einen Wimpernschlag später, ändert sich alles.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich gehen soll.

Ich sitze in meinem Hotelzimmer und ringe mit mir selbst.

Gehen oder bleiben?

Gehen oder bleiben?

Es ist ein innerer Kampf, aber letztendlich entschließe ich mich doch dazu zu gehen.

 

Es regnet.

Irgendwie überrascht mich das jetzt nicht.

Klischee trifft Klischee.

Und wo bin ich?

In einem Taxi auf dem Weg nach Georgetown.

Ich wusste, dass ich jetzt eh nicht mehr zum einschlafen gekommen wäre.

Da hätte ich sonst wie viele Schafe zählen können.

 

Ich hoffe, dass sie da ist.

Nein.

Eigentlich hoffe ich, dass sie nicht da ist.

 

Aber was soll ich machen? Umdrehen kann ich jetzt nicht mehr.

Denn was habe ich den eigentlich zu verlieren.

 

Ich fahre noch eine weitere halbe Stunde durch den Regen ehe ich vor dem Appartementhaus stehe. Ich zögere immer noch, denn es scheint mir noch immer nicht richtig hinauf zu gehen und zu klingeln.

 

Der Regen prasselt unaufhörlich auf meinen Schirm, aber mir ist trotzdem unsagbar kalt.

 

Kurz bevor ich mich entschließe hinein zu gehen, wird die Tür aufgerissen. Ich kenne diesen Mann. Und seinem Gesicht zu urteilen, scheint er auch mich zu kennen.

Und dann schießt es mir durch den Kopf, dass er der Agent von heute Morgen ist.

Mum´s Partner.

Er scheint es allerdings ziemlich eilig zu haben, denn er sucht wild gestikulierend nach seinen Autoschlüsseln.

 

Meine innere Stimme sagt mir, dass hier irgendetwas nicht so verläuft, wie es hätte sein sollen.

„ Kann ich Ihnen behilflich sein?“

Er schaut mich erschrocken an, als er bemerkt, dass ich ihn unter meinen Schirm verfrachtet habe.

„ Sie sind Agent Mulder, nicht wahr?“

Er nickt.

„ Ja und du musst demnach die Tochter meiner Partnerin sein.“

Er scheint irritiert als ich ihn anlächle.

„ Ich dachte, du dürftest deine Mutter gar nicht besuchen. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?“

„ Das haben sie richtig verstanden aber wieso interessiert sie das?“

 

Er wich meinen Blicken aus und wandte sich mir ab. Er stieg in sein Auto ein und ohne ein weiters Wort fuhr er los.

Nun gut, wenn er denn nicht mit mir reden wollte… Ich hatte Wichtigeres zu tun!

 

(Ende Teil 1)