Thanx to:
Also erst mal muss ich an dieser Stelle ganz dolle Kate danken, ohne
die ich diese Story wohl nie geschrieben hätte. Danke auch für
das Korrekturlesen. Ich glaube es ist unverständlich, wie ich bei
meinen Rechtschreibfehlern im Deutsch- Leistungskurs 1 stehen kann. Tun
wir es unter unerklärbares Phänomen ab.
Jedenfalls, Kitty, dass wir uns kennen gelernt haben, buche ich ganz
einfach mal als Schicksal ab, oder auch Destiny.
Danke natürlich auch an Sonja, die mir Mut gemacht hat und an
meine unerschöpfliche Kraftquelle, meinem besten Freund Tom, für
das Gedicht, das ich ihm gemopst habe, für seine Freundschaft, einfach
dafür, dass er ist.
So, jetzt aber genug erzählt, lasst uns anfangen!
Hero?!
by Kimberley Destiny Anderson
(eternal-flame@gmx.net)
Dana Scullys Tagebuch
In den letzten Tagen habe ich mir häufig gewünscht, zurückgehen
zu können. Einfach noch einmal anfangen. Zu welchem Punkt sollte ich
zurückkehren? Zu letzter Woche?
Es wäre ein verlockender Gedanke, noch einmal Hand in Hand mit
Mulder durch die Straßen zu gehen. Wir haben nicht miteinander gesprochen.
Ab und zu fuhr ich mit der Hand über seinen Rücken, es sollte
ihn beruhigen, ihm zeigen, dass ich für ihn da bin , und dass sie
es niemals schaffen würden, uns zu trennen. Vor Allem sollte es ihm
aber zeigen, wieviel er mir bedeutet. Es sollte ihm zeigen, dass ich ihn
liebe.
Das war wieder typisch für mich.
Warum sagte ich es ihm denn nicht einfach direkt ins Gesicht? Warum
machte ich es mir so schwer? Selbst wenn ich ihn mit meinem Geständnis
schockieren würde, wir waren doch zwei erwachsene Menschen, die durchaus
damit umgehen könnten.
Manchmal habe ich das Gefühl zu platzen, wenn ich ihm nicht gleich die Wahrheit sage, manchmal habe ich das Gefühl zu sterben, wenn er nicht bei mir ist. Als ich seine Hand hielt und er so friedlich und in Gedanken verloren neben mir ging, musste ich ihn einfach berühren. Wie konnte ich nur denken, er würde meine Geste verstehen!
Das war typisch für ihn.
An alles glaubte er, es war für ihn nicht schwierig, Geister zu
verfolgen, er zog es durchaus in Betracht, von Außerirdischen umgeben
zu sein, aber dass ich, Dana Scully, einmal in meinem Leben versuchte,
ihm meine Liebe zu zeigen, darauf reagierte er in keinster Weise.
Er sah mich nicht einmal an, war total abwesend.
Wenn ich nur Gedanken lesen könnte.
Eine Woche, ich hätte es ihm einfach sagen sollen. Und wenn er
meinen Versuch doch verstanden hat, wenn er mir nur nicht weh tun wollte?
Nein, Mulder hätte etwas gesagt, seine Offenheit ist eine Eigenschaft,
die ich so an ihm schätze, er würde mir nichts vormachen, nicht
mein Mulder.
Eine Woche, 7 Tage, 168 Stunden, 10.080 Minuten, 604.800 Sekunden. Scheiße,
ich vermisse ihn so furchtbar.
Warum ruft er nicht an, er wollte längst von Marthas Wineyard
zurück sein?! Seit einer Stunde starre ich schon auf dieses verdammte
Telefon, wenn ich noch länger so dasitze, dann drehe ich durch.
Verdammt noch mal, klingle schon!
Dana Scullys Appartement
15.00 Uhr
Ein lautes “Drrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr" zerriss die Stille. Dana wäre beinahe vom Sessel gefallen. Was, in drei Teufels Namen ...
Eigentlich hatte sie das Telefon beschwören wollen, wenn das jetzt ihre Mutter vor der Tür war, sie schwor sich, sie würde sie rausschmeißen, nicht, weil sie sie nicht liebte, nein, Dana wollte einfach nur allein sein, mit sich, ihrem Tagebuch, ihren Grübeleien und dem schweigenden Telefon.
Sie schaute erst gar nicht durch den Spion, egal wer vor der Tür stand, wusste jetzt eh dass sie da war, bei dem Krach, den sie gemacht hatte, als sie das Klingeln vernahm. Und mal ehrlich, wie groß war die Wahrscheinlichkeit um die Mittagszeit überfallen zu werden.
Also auf mit diesem gottverdammten Schloss und den Störenfried
so schnell wie möglich loswerden.
Sie zog die Tür zurück und blieb verdutzt stehen. Ein
bunter Gasluftballon mit dem Gesicht eines unverschämt dreckig grinsenden
Clowns flog ihr entgegen.
Sie konnte nicht umhin, irgendwie erinnerte sie dieses Grinsen an Mulder.
Das Lächeln eines kleinen Jungen, der gerade einen neue Plan ausheckte.
<Ach Mulder, ich würde alles dafür geben, wärst du jetzt hier...>
“Boom!"
“Jesus, Mulder, Sie haben mich fast zu Tode erschreckt! Was hat das zu bedeuten? Ich hätte einen Herzanfall kriegen können, oder ich hätte Sie womöglich erschossen."
“Ich entschuldige mich in aller Form bei Ihnen, Miss Scully, es wird nie wieder vorkommen, aber ich muss wohl anmerken, dass ein Schlaganfall bei Ihrer zarten Jugend eine äußerst seltene Erscheinung wäre, und womit wollten Sie mich denn erschießen? Mit ihrem Kugelschreiber?"
Erst jetzt bemerkte sie, wie krampfhaft sich ihre Hand um den Stift geschlossen hatte. Die ganze Zeit hatte sie sich so nach ihm gesehnt und jetzt, da er da war, musste sie gleich wieder ihre kleinen Giftpfeile verschießen.
<Armer Mulder...>
“Kommen Sie rein, Mulder, es tut mir leid, ich wollte Sie nicht so anfahren, aber schleichen Sie sich nie wieder so an, die Szene eben und die auf dem Hochhaus reichen erst mal für die nächsten paar Monate."
“Sagen Sie mir Bescheid, wenn es mir wieder gestattet ist. Aber ich werde nicht lange hierbleiben, Dana."
“Nicht?"
Sie hoffte inständig, nicht allzu enttäuscht zu klingen.
“Nein, und Yie ziehen sich jetzt am Besten eine Jeans und eines von ihren engen T-Shirts an, die ich so liebe und ..."
“Mulder!", wurde er schroff unterbrochen, doch er fuhr ungehindert fort.
“...und dann bewegen Sie ihren kleinen, süßen Hintern aus der Wohnung und folgen mir unauffällig."
Damit gab er ihr einen Klaps auf den Po und flegelte sich mit Genugtuung
auf ihr Sofa.
Eingeschüchtert, wie ein kleines Mädchen, dass von seinem
Daddy auf ihr Zimmer geschickt wurde, tat sie, was er ihr befohlen hatte.
Sie zwängte sich in ihre Lieblingsjeans, die natürlich frisch
gewaschen war.
<Bullshit, verdammter Knopf geh endlich zu!>
Sie fragte sich, was er jetzt schon wieder vorhatte, es war Samstag Nachmittag, sie hatte frei, wenn das der Aufbruch zu einem neuen Fall sein sollte, würde sie ihm gehörig die Meinung sagen. Auch wenn sie ihren Job liebte, vorläufig hatte sie genug davon auch ihre Freizeit damit zu verbringen, Phantomen hinterher zu jagen.
Und sie hatte genug davon, Angst um ihn zu haben.
Sie hatte in den letzten Tagen ununterbrochen Angst um ihn gehabt.
Als er in diesem Getränkeraum zusammen mit der Bombe festsaß,
als sie den Dienst quittieren wollte und ihn allein lassen musste, als
er mitten in der Eiswüste in ihren Armen lag, in völliger Erschöpfung
zusammengebrochen. Sie konnte all die Male schon nicht mehr zählen.
In ihren engen Jeans und einem noch engeren T-Shirt kam sie zurück ins Wohnzimmer. Noch immer lag er auf der Coach, starrte sie an.
“Wow, Scully, wie soll ich mich denn konzentrieren, wenn Sie in diesem Outfit vor mir her laufen?"
“Also Mulder...", sie hatte keine Lust auf irgendwelche Spielchen, sie wollte endlich wissen, warum er sie in Zusammenarbeit mit einem aufgeblasenem Clown überfiel und warum er immer noch nicht aufgehört hatte, sie so wissend anzusehen.
“Also was?"
“Also warum habe ich mich in diese Jeans gezwängt?"
“Weil Sie mir so besser gefallen!"
“Flirten Sie etwa mit mir?"
“Dana, wenn ich flirte, sieht das ganz anders aus! Wenn ich flirte, dann ..."
“Ersparen Sie mir Einzelheiten, Mulder! Nun?"
“Nun, lassen Sie uns gehen!"
“Mulder, ich werde hier nicht weggehen, bevor Sie mir nicht gesagt haben, zu welchem abstrusen Fall Sie mich jetzt schon wieder schleppen"
“Sie denken, wir behandeln einen Fall?"
“Tun wir das nicht?"
“Nicht so lange die Überraschungen des Fox William Mulder nicht in den Zuständigkeitsbereich des FBI fallen."
“Eine Überraschung? Für mich?"
“Mhmh ... also, Miss Scully, wenn Sie bitte dieses Tuch anlegen würden?"
“Wollen Sie blinde Kuh spielen, oder wie?"
“Nein, ich will, dass Sie die letzten Tage vergessen, dass Sie endlich einmal abschalten. Ich verspreche Ihnen, Sie werden diesen Tag nicht vergessen. Geben Sie mir ihre Hand. Keine Angst, ich führe Sie."
“Mulder, ich ..."
“Scully, vertrauen Sie mir?"
“Sie wissen, dass ich das tue."
“Dann geben Sie mir ihre Hand und lassen uns endlich gehen!"
Zögernd ertastete sie seine Hand und ließ sich auf die Straße führen. Normalerweise hasste sie solche Aktionen, aber diese hier liebte sie. Sie saß neben Mulder im Auto. Verfolgte seinen Atem., er ging ein wenig schneller als normal. Sein Duft zog in ihre Nase, sie genoss es in vollen Zügen. Mulders rechte Hand ruhte auf Scullys Knie, als wollte er ihr versichern, dass auch wirklich alles in Ordnung war.
Er wollte sie wohl beruhigen. Wenn er wüsste! Er erreichte einiges mit dieser Berührung, aber wenn er eines nicht schaffte, dann war es, sie damit zu beruhigen.
Sie dachte an die Situation in seiner Wohnung, als sie ihm gesagt hatte, dass sie gehen würde. Sie spürte seine Verzweiflung. In diesem Moment hätte er wahrscheinlich alles getan, um sie davon abzuhalten. Er wollte sie nicht verlieren, er wollte seine Partnerin nicht verlieren. Seine Partnerin, was machte sie sich vor, genau das war sie, vielleicht, nein, ganz sicher auch seine beste Freundin, was kein Kunststück war, wenn man bedachte, wie viele Freunde er hatte.
Aber sie wollte mehr, sie wollte, dass er sie noch einmal so ansah, wie er es in dem Flur getan hatte. Nie zuvor hatte sie diese Mischung in seinen Augen gesehen, Angst, Verzweiflung, Sorge, Liebe? War es Liebe, die sie in seinen Augen gesehen hatte? Er hatte sie küssen wollen und diese verdammte Biene, sie ...
Mulder riss sie aus ihren Gedanken.
“Wir sind da, ich hoffe, Sie platzen nicht schon vor Neugier, dass würde ich nicht überleben."
“Dann sollten Sie sich beeilen, mir dieses Tuch abzunehmen. Wo sind wir?"
“Nur noch eine Sekunde, warten Sie, ich helfe Ihnen aus dem Auto .... Voilá!"
Scully traute ihren Augen nicht, ein riesiger Rummel erstreckte sich vor ihnen.
“Na was ist, hat es Ihnen die Sprache verschlagen?"
“Nein... es ist nur, es ist nur... - Sie laden mich auf den Rummel ein?"
“Yep, kommen Sie schon, Zuckerwatte, Karussell fahren, ich schieß ihnen auch 'nen Teddy!"
“Hey, ich nehm' Sie beim Wort. Wer als erstes bei den Losbuden ist."
Damit lief sie auch schon davon. Ihre roten Haare flatterten im Wind. Er starrte hinter ihr her. Sie war einfach unglaublich, er hatte gedacht, sie würde ihm den Kopf abreißen, diese Idee total bescheuert finden, und nun veranstaltete sie ein Wettrennen mit ihm.
Fox rannte ihr so schnell er konnte nach, als er schließlich außer Atem an den Buden ankam, erwartete sie ihn bereits.
“Ich hätte mehr von Ihrer Kondition erwartet, Agent Mulder!"
“Ja, machen Sie sich ruhig über mich lustig, also, was halten Sie davon wenn ich ihnen bei einer Runde Autoscooter beweise, dass ich es allemal mit Ihnen aufnehmen kann?"
“Ist das eine Herausforderung?"
“Yap"
“Na gut, Sie haben es nicht anders gewollt!"
Mulder kaufte ihnen zwei Chips und sie stiegen in die Autos. Schon nach wenigen Sekunden hätte er am Liebsten die Flucht ergriffen. Gnadenlos rammte Scully seinen Wagen. Es schien ihr sichtlich Spaß zu machen. Nach fünf Minuten war seine Tortur schließlich beendet und mit schwankenden Knien stieg er aus dem Scooter.
“Tun Sie das nie wieder mit mir! Wo haben Sie so fahren gelernt?"
“Auf Ihrem Beifahrersitz. - Nein, Bill und ich sind früher immer gefahren. Er hat mich fertig gemacht. Als ich älter wurde hab ich mich dann gerächt, seitdem weigert er sich noch einmal mit mir so ein `Teufelsgerät` wie er es gerne nennt, zu betreten. Danke, dass Sie mein Opfer waren, ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß."
“Und genau den sollen Sie heute auch haben. Na, was ist, wollen Sie vielleicht ein Eis, Zuckerwatte, einen Kuss?"
Dana starrte ihn an, sie hatte sich wohl verhört. Das war nicht
der Mulder den sie kannte. Das war... das war Fox. Sie hatte ihn in all
den Jahren nie so erlebt, entspannt, überschwänglich, er schien
unheimlich glücklich.
Und doch, sie musste sich verhört haben.
“Was?", fuhr sie ihn an, energischer als sie beabsichtigt hatte.
“Haben Sie Ihren Sinn für Humor im Auto liegen lassen, Scully? Das war doch nur ein Scherz."
Er wollte sich seine Enttäuschung nicht anmerken lassen. Seit des
Szene auf dem Flur vor einer Woche wünschte er es sich mehr als alles
andere, sie zu halten, ihr nahe zu sein. War das so verkehrt? Manchmal,
da war es als hätte sie sich in ein Schneckenhaus verkrochen auf dem
stand - Vorsicht Mulder, bis hier und nicht weiter! -. Doch Fox wollte
weiter, er wollte in dieses Schneckenhaus vordringen. Es knacken, endlich
Dana kennenlernen, wie sie hinter all der Fassade war.
Warum machte sie es ihm so schwer? Richtig, weil sie vielleicht nicht
so für ihn fühlte, wie er für sie.
Bei diesem Gedanken schloss er die Augen, sein Herz schmerzte und er
wollte diesen Einfall so schnell wie möglich vergessen.
“Sorry, Fox, es tut mir leid. Fox?"
Verdammt, was hatte sie denn jetzt schon wieder getan?!? Als wäre
es so schwer über seinen kleinen Witz zu lachen. Aber genau das war
es. Er konnte ja nicht ahnen, dass es genau das war, was sie die ganze
Zeit wollte, ihn küssen, bei ihm sein.
Er lächelte sie kurz an, so als wollte er ihr damit sagen, dass
alles in Ordnung war.
“Mulder, ich wollte Sie wirklich nicht so anfahren, es ist nur, die letzte Zeit, die Arbeit, das FBI, das alles hat mich sehr mitgenommen."
“Ich weiß, Scully, ich weiß, lassen Sie uns die Sache vergessen. Also, worauf haben Sie Lust?"
Mit einem verschmitzten Grinsen starrte Scully in Richtung Achterbahn.
“Oh nein, nein ... vergessen Sie es gleich wieder!"
“Ich glaub es nicht, ist das wirklich der Mann, der sich immer über meine Flugangst lustig macht, der Mann, der mir ständig erklärt, ich müsse aus mir raus gehen, ich müsse mehr Spaß haben?"
“Das hab' ich nie gesagt"
“Aber Sie wollen es mir sagen, immer und überall, immer dann, wenn ich mich zurückziehe, nicht wahr? Immer dann, wenn ich zu rational denke. Kommen Sie Mulder, fliegen Sie mit mir zu den Sternen!"
“Sehen Sie mich nicht so an!"
“Wie seh' ich Sie denn an?"
“Wie ein kleiner Hund, der einen Knochen will."
“Tja, vielleicht sollten sie mir dann auch einen geben. Kommen Sie, oder ich erzähle im FBI herum, dass sie ein Feigling sind"
“Das würden Sie nicht ..."
“Wollen Sie riskieren, es herauszufinden?"
“Sie lassen ja doch nicht locker, aber ich warne Sie, Sie wollen mich nicht wirklich von dieser Seite kennen lernen!"
Alles, was er auf diese Antwort erntete, war ein kleines gurgelndes
Lachen aus Scullys Kehle. Es war eine dieser Achterbahnen, die durch eine
Geisterstraße führten. Na toll, auch das noch. Er konnte sich
noch genau an seine letzte Fahr in einem solchen Ding erinnern. Er war
ungefähr 13 gewesen und wollte diese Mädchen neben ihm zu einem
Kuss bewegen. Er hatte nicht mit ihren Karatekünsten gerechnet. Und
ehrlich gesagt, so ein Looping fühlt sich noch um einiges schöner
an, wenn man erst ein paar Sekunden zuvor eine Faust in seine Magengegend
bekommen hatte.
Oh Mann, allein bei dem Gedanken daran wurde ihm schon schlecht. Das
war so was wie ein Pubertäts-Trauma, oder so.
Wie war er nur auf die Idee gekommen, auf den Rummel zu gehen?! Er hatte
gedacht, sie würden ein bisschen losen, er würde ihr einen Teddy
schießen und dann würde sie ihm ein Lebkuchenherz kaufen als
ein kleines Dankeschön.
Eines von den großen mit so vielsagenden Texten wie “Mein Schmusebär"
oder “Ich hab' dich ganz doll lieb". In seinem Traum hatten sie sich dann
geküsst und sich ihre Liebe gestanden. In seinem Traum, da war alles
so einfach gewesen. In seinem Traum hing er nicht in einer finsteren Ecke
des Rummels und musste sich übergeben, weil Scullys Abenteuerlust,
ihr Drang nach Nervenkitzel, zuviel für ihn geworden war.
Aber es war nun einmal nicht sein Traum, sondern die Realität, und in der Realität würde er Dana beweisen, dass er kein Feigling war. Er würde diese Fahrt durchstehen. Es wurde schon langsam dunkel, er würde die Loopings nicht mal richtig sehen, und wenn er sie bemerkte, würden sie auch schon wieder hinter ihm liegen.
“Dann wollen wir also", quetschte er noch gerade so hervor, als sich der Sicherheitsrahmen über ihm schloss.
Scully saß belustigt neben ihm. Er dachte, etwas Schadenfreude in ihren Augen zu lesen. Ihre Augen, so blau wie das Meer, so tief wie die Weiten des Alls ....
Die Bahn setzte sich in Bewegung.
... ihre Augen, ihre Lippen, seine Dana, seine Liebe, seine...
“AAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!"
Ich dachte, ich müsste sterben als sich der erste Looping näherte, ich starb, als wir mitten drin waren und ich löste mich auf, als der nächste Looping folgte. Ich schrie. Oh, ich kam mir so lächerlich vor. Dana saß neben mir, lachte, kreischte, hatte den Spaß ihres Lebens. Ich wurde grün, vielleicht auch violett, mein Magen stülpte sich nach außen. Ich hatte Pasta zum Mittag. Wie würde sich wohl die rote Soße auf Scullys T-Shirt machen?
Warum, zum Teufel, tat sie mir das an? Hatte sie ihre Freude daran,
mich leiden zu sehen? Wollte sie sich für irgendetwas rächen?
Was hatte ich getan? Egal was es war, ich bin mir sicher, eine solche Tortur
hatte ich nicht verdient.
Gott, ich hatte eine Scheißangst. Zu den Sternen fliegen? Hey,
Dana, darunter versteh' ich aber etwas anderes!
Oh nein, noch so ein Teufelsding. Wo ist deine Hand? Gott, Scully, halt
mich fest! Ich werde fallen, wir alle werden hier raus fallen, wir werden
sterben. Scully, ich, gib mir doch deine Hand, siehst du nicht, wie ich
leide?
Ich spürte, wie sich Mulders Finger um meine Hand schlossen, er klammerte sich geradezu an sie. Und ich, ich bekam schreckliche Gewissensbisse. Vielleicht hätte ich seine Angst doch etwas ernster nehmen müssen.
Ich gebe es ja zu, ich dachte, er wolle mich nur auf den Arm nehmen,
immerhin stand seine Rache für die Sache mit der Dachtür noch
aus.
Er war so süß, ganz blass, aber so unheimlich süß.
Ich finde kein anderes Wort dafür, dass seinen verängstigten
Gesichtsausdruck beschreibt.
Er sah aus, wie einer dieser kleinen Dackel aus der Hundefutterwerbung,
die sich ängstlich hinter ihrer Mutter verstecken und nicht die ersten
Schritte in die große weite Welt wagen wollen.
Bei jedem neuen Looping fing ich an zu jubeln, ich konnte nicht anders. Seit ich klein war hatte ich das hier geliebt, Missy und ich waren so oft auf dem Rummel gewesen. Die Jungs mochten das nicht, er war romantischer Kitsch, wie sie es immer nannten. All die Pärchen, wie sie umherturtelten. Aber für uns war es genau das Richtige.
Das mit dem "zu den Sternen fliegen" war vollkommen ernst gemeint, früher dachte ich wirklich, dass ich das könnte. Ich hoffte jedesmal von Neuem, dass sich die Bahn lösen würde und sie mich zu den Sternen in ein anderes Reich tragen würde. Gerade jetzt in diesem Moment hatte ich wieder dieses Gefühl, ich genoss es und ich genoss es, Mulders Hand in der meinen zu halten, auch wenn ich manchmal dachte, er würde meine Blutzufuhr unterbrechen. Alles, was zählte, war dieser Mann neben mir und das Prickeln in meinem Bauch bei jeder Umdrehung.
Während ich nun also lachte und vollkommen zufrieden war, brüllte
sich Fox die Seele aus dem Leib. Einmal glaubte ich ihn so gar schreien
zu hören, er würde mich umbringen, wenn er hier jemals wieder
lebend raus kam.
Gott, wie ich diesen Mann liebe!
20:12
Rummelplatz / Achterbahn
Die Bahn verlangsamte schließlich ihr Tempo und verschwand gemächlich im Geistertunnel. Dana hörte Fox aufatmen. Noch immer war seinem Gesicht alle Farbe entwichen. Er tat ihr furchtbar leid.
“Mulder, werden Sie mir das jemals verzeihen?"
“Das kann ich Ihnen sagen, wenn mein Herz wieder an seinem Platz ist."
“Es tut mir leid"
“Es ist in Ordnung!"
“Sicher?"
“Na klar, die Geister hier werden Sie schon ordentlich erschrecken. Ich hab' sie bestochen. Alle Untoten werden sich nur auf Sie konzentrieren."
“Oh Mulder, beschützen Sie mich, ich hab ja solche Angst!", gluckste sie an seinen Hals und drängte sich näher an ihn, so als würde er ihr wirklich Schutz bieten müssen.
Er legte einen Arm um sie und sie schloss die Augen.
“Oh Fox, Hilfe, Hilfe, ich kann gar nicht hinsehen, oh Hilfe"
Noch immer kicherte sie vor sich hin, und Mulder verzieh ihr in diesem Augenblick. Allein diese Minuten, Arm in Arm, waren all die Übelkeit, die Angst und die Schweißausbrüche wert gewesen.
“Keine Angst, kleine Dana, ich beschütze dich!"
Ihr Kichern verstummte, langsam blickte sie auf.
“Mulder, warum tun wir das?"
“Warum tun wir was? Achterbahn fahren? Weil Sie mich gezwungen haben, mit vorgehaltener Waffe haben Sie mich genötigt, einzusteigen, Sie sind knallhart und erbarmungslos, Agent Scully!"
“Nein, das meine ich nicht. Wie lange kennen wir uns jetzt? 5 Jahre?
Wir sind Partner, wir riskieren unsere Leben für einander, ich vertraue
Ihnen mehr als irgendwem sonst, mehr als Bill, mehr als meiner Mutter,
Sie sind mein bester Freund...
Warum, zum Teufel ... Warum haben Sie mir noch nie das ‚Du' angeboten?"
“Warum haben Sie es nie getan?"
“Das ist eine Gegenfrage und nicht fair. Ich hab als erstes gefragt!"
“Nein, ich war erster!"
“Nein ich .... Wollen Sie mich auf den Arm nehmen, Mulder?"
“Mehr als alles andere!"
“Mulder?"
“Ich weiß nicht, warum ich es nie getan habe, es schien mir nicht wichtig, es ändert doch nichts an unserer Freundschaft, dieses eine Wort. Ich habe nie darüber nachgedacht. Dana?"
“Hm?"
“Hören Sie... hörst du mir zu?"
Nein, das tat sie nicht wirklich. Sie betrachtete seine Lippen, wie sie sich bewegten, den kleinen Leberfleck auf seiner rechten Wange, der bei jedem Wort zu tanzen schien.
“Dana? Erde an Scully, hallo, alles in Ordnung?"
“Hm, was? Ja, ich höre zu. Hey Mulder, da vorn ist der Ausgang, wir haben es geschafft."
Seine Knie waren wie Pudding, aber er hielt sich tapfer. Fox William Mulder war ein Kerl, so ein bisschen durchgerüttelt werden, würde ihm doch nichts ausmachen.
Mittlerweile war es dunkel. Dana tippte ihm sanft auf die Schulter.
“Ich muss mal schnell für kleine FBI-Agenten, bin sofort wieder da. Nicht weglaufen!"
“Scully, selbst wenn ich wollte, ein Dreijähriger würde mich in diesem Zustand einholen."
“Na dann bin ich ja beruhigt!"
Etwa fünf Minuten später legte sich eine zarte Hand über seine Augen. “Wer bin ich?"
“Diana?"
“Sehr witzig!"
Er drehte sich um, vor ihm stand eine zierliche Person, die ihn wütend anfunkelte.
“Vielleicht, hätte ich mir die Gläser Champagner sparen sollen und Sie würden lieber mit ihrer Freundin Di Brüderschaft trinken!"
“Sind Sie böse auf mich?"
“Nicht wirklich."
“Also bekomme ich meinen Brüderschaftskuss doch noch?"
“Eigentlich dachte ich, wir stoßen an!"
“Schließt das eine das andere denn aus?"
“Vielleicht solltest du das herausfinden?"
Sie stießen auf ihr Wohl an und genossen den Champagner, der ein Kitzeln in ihrer Kehle hinterließ.
“Mulder, ich hab da noch was."
“Für mich?"
Sie nickte. “Schließ deine Augen."
“Aber ... Scully, wollen Sie mich etwas verführen?"
“Sie?"
“Du, also willst du mich verführen?!"
“Sollte ich? ... Also Mulder, mach die Augen zu!"
Er gehorchte - und fühlte, wie ihre Hände seinen Nacken entlang strichen, er hielt den Atem an, ihre Berührung war so zart, so leicht, er wusste nicht, ob er sie sich vielleicht sogar nur einbildete. Er fühlte, wie sie etwas Schweres um seinen Hals legte.
“Augen auf!"
Langsam blickte er hinab, an seinem Hals hing ein großes Lebkuchenherz mit der Aufschrift “Mein Held".
“Na das ist ja fast so schön wie Knuddelbär", nuschelte er.
“Was?"
“Nichts, danke Scully."
“Ich hab' es auf dem Weg hierher an einem Stand hängen sehen, ich konnte einfach nicht anders. Wo du mich in der Geisterbahn doch so beschützt hast."
Er lächelte dieses gewisse Mulderlächeln und sie wusste, es war die richtige Entscheidung gewesen, das Herz mitzunehmen.
“Ich will einen Teddy!"
“Bitte was?"
“Ich will 'nen Teddy, du hast mir einen Teddy versprochen. Und ich will, dass du dein Versprechen einlöst."
“Was bekomme ich denn dafür?"
“Wie wär's, wenn ich nachher für uns koche? Oder wir könnten uns einen Film ausleihen und den Rest des Abends auf der Coach rumlümmeln und Popcorn essen."
“Rumlümmeln?"
“Na ja, einfach nichts tun, morgen ist Sonntag, wir müssen nicht ins Büro!"
“Na dann, Agent Scully, darf ich bitten!"
Er bot ihr seinen Arm entgegen und sie schlenderten Richtung Schießbuden. Die Nacht hüllte sie ein. Es gab nur sie, die glitzernden Lichter um sie herum und den Teddy, den Dana hoffentlich bald in ihren Armen halten würde.
Sie war nicht wirklich scharf auf ein weiters Stofftier. Viele dieser Kreaturen fristeten ihren Lebensabend mittlerweile auf dem Dachboden ihrer Mutter. Aber sie wollte ein Andenken an diesen Tag. Diesen Tag mit Mulder, mit Fox, dem Mann den sie liebte, ihrem besten Freund, ihrem Partner. Dem Mann, dem sie nie ihre Gefühle gestehen würde, weil es falsch war. Sie durfte nicht so fühlen, sie sollte das wirklich nicht tun. Aber sie konnte nichts dagegen machen. Und sie wollte etwas, das sie daran erinnerte, wie nah sie sich heute waren. Vielleicht könnten sie nie wieder diese lockere Stimmung zwischen ihnen genießen.
Ja, sie wünschte sich diesen dummen Stoffbären mehr als alles andere.
Mit einem breiten Grinsen drückte Mulder ihr einen Teddy in die Arme. Sein braunes weiches Fell kitzelte an ihren Fingern und seine Augen blickten ihr gutmütig entgegen. Der Bär erinnerte sie an jemandem - und sie wusste auch genau an wen.
Vier Teddyaugen starrten sie an. Zwei davon aus Plastik, die anderen
zwei gehörten diesem Mann vor ihr. Dem Mann ihrer Träume, den
Mann, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen wollte. Dem Mann, der
nur seine beste Freundin in ihr sah. Aber vielleicht war das auch genug.
Sie musste nur wissen, dass er da war.
Das war alles was zählte.
“Na, hat unser kleiner Freund schon einen Namen?"
“Mhm!"
“Und?"
“Darf ich vorstellen, das ist Fox!"
“Nein Scully, das willst du dem armen Kerl doch nicht antun? Glaub mir, ich weiß, was er mit diesem Namen durchmachen wird. Seine Bärenmitschüler werden ihn damit aufziehen sobald er 6 Jahre alt ist, und während des Studiums werden ihm die kleinen Bärinnen Löcher in den Bauch fragen, ob er wirklich so ein Fuchs ist und... und wenn er nicht aufpasst, landet er beim FBI mit einem Spitznamen wie Spooky. Scully, willst du das wirklich?"
“Er heißt Fox, keine Widerrede, er gehört mir, also nenne ich ihn, wie ich will. Zufällig finde ich den Namen sehr schön und passend!"
“Wie du meinst, also, was ist jetzt mit dem Film? Gilt dein Angebot noch?"
“Aber immer."
Er legte lachend seinen Arm um sie und sie liefen zurück zu ihrem Wagen.
“Einsteigen, Prinzessin Dana, ihre Kutsche ist vorgefahren!"
“Oh danke sehr, Kutscher Fox, nach Georgetown bitte, die königliche Residenz wartet."
“Mit dem größten Vergnügen!"
Auf dem Weg zu Scullys Wohnung erzählte Mulder einen Witz nach dem anderen. Es waren diese dreckigen Witze von denen er hunderte zu kennen schien. Sein fotografisches Gedächtnis hatte die irgendwo ganz hinten in seinem Gehirn gespeichert und von Zeit zu Zeit hatte ein Schwall von ihnen das Bedürfnis ans Tageslicht befördert zu werden. Heute war wohl so ein Tag.
Sie amüsierte sich prächtig. Dana Scully konnte sich nicht
mehr daran erinnern, jemals so ausgelassen gewesen zu sein.
Es war ein perfekter Tag, die perfekte Situation. Und auf einmal wusste
sie, dass es keine Liebesgeständnisse benötigte, um glücklich
zu sein. So lange er nur da war, solange er nur da war.
21:04
Vor Dana Scullys Appartement
“Scully, aufwachen, wir sind da!"
“Wer? Wie? Wo?"
“Du hast geträumt, die ganze Zeit hast du gestrahlt wie ein Baby. Du bist süß, wenn du schläfst!"
Scully räkelte sich.
“Also trägst du mich jetzt nach oben, oder mssß die Prinzessin wirklich laufen?"
“Leg es nicht drauf an!"
Fox schloss den Wagen ab und kam auf sie zu. Mit einem gekonnten Griff
schmiss er sie über seine Schulter und rannte die Treppen hoch.
Dana schrie und strampelte, doch dann brach sie in ein gluckerndes
Gelächter aus. Sie kniff ihm in den Po und hatte sichtlich Spaß
daran, als er vor Schmerz aufschrie.
Vor ihrer Tür setzte er sie schließlich ab.
“Wir sind da, Prinzessin Scully, ich hoffe, Sie hatten einen angenehmen Weg, ich kann Ihnen versichern, ich hatte ihn nicht. Ein schweres Bündel lag auf meiner Schulter und ich glaube, ich habe Flöhe. Jedenfalls hat mich andauernd etwas in meinen Allerwertesten gebissen."
“Sollte das eben eine versteckte Anspielung sein? Willst du mir etwa sagen, ich sei fett?"
“Nun, wenn ich dich mir so ansehe ... ein paar überflüssige Pfunde kann ich schon hier und da ...."
“Oh Mulder!"
Sie knallte ihm die Faust vor die Brust.
“Unter diesen Umständen kann ich dich wohl nicht mit hinein nehmen, da kein Platz mehr ist, ich fülle die Wohnung schon alleine aus."
Lachend schloss sie die Wohnung auf und er folgte ihr ins Innere.
“Was hältst du davon, wenn du in etwas Bequemeres schlüpfst und ich das Popcorn mache?"
“Was hältst du davon, wenn ich das Popcorn mache und du das Video einlegst? Haben wir überhaupt ein Video?"
“Ja, ich hab unterwegs eins besorgt."
“Und, was ist es?"
“Wird nicht verraten!"
“Komm schon!"
“Nein, kümmer' dich lieber um unsere Verpflegung, kleines Frauchen!"
“Na, das nenn ich Aufstieg, von einer Prinzessin zum kleinen Frauchen, und das alles hab ich dir zu verdanken, Mulder!"
“Man tut, was man kann."
Zehn Minuten später saßen die Beiden auf der Coach und Scully
starrte gespannt auf dem Bildschirm. Fox hatte seine helle Freude daran,
sie noch ein wenig zappeln zu lassen, das war ihr durchaus bewusst.
Dann endlich der Vorspann. Nein das gab es ja nicht.
“Harry und Sally?"
“Ich dachte, der wäre irgendwie, irgendwie ..."
“Passend?"
“Yap!"
“Ich hätte ja alles vermutet, aber nicht diesen Film!"
“Warum, hältst du mich für so unromantisch? Zufällig liebe ich diesen Film, auch wenn mich das jetzt vielleicht zu einem Weichei macht."
“In meinen Augen wirst du das niemals sein!"
“Nein?"
“Nein! Ich danke dir für diesen wunderschönen Tag und für diesen Film. Ich liebe ihn nämlich auch:"
“Ich weiß."
“Woher?"
“Von deiner Mutter, sie hat es mal erwähnt, glaube ich."
“Hat sie das?"
“Ja."
Scully sah ihn verwundert an.
“O.k., wo ist das Popcorn?"
“Genau hier!"
Schweigend lauschten sie dem Film. Ihr Atem ging parallel zueinander, die Zeit schien still zu stehen. Stille, und doch... irgendetwas lag in der Luft. Sie konnten es sich nicht erklären, aber sie fühlten es beide.
Langsam näherte er sich Sallys Gesicht. Sie verschmolzen miteinander,
sie wurden eins. Scully hielt den Atem an.
Mulder war es nicht entgangen, er beobachtete sie aus den Augenwinkeln,
ihr rotbraunes Haar schimmerte im Dunkel des Raumes. Ihre Augenlider flatterten.
War das eine Träne?
Weinte sie?
Ich traute meinen Augen nicht, sie saß neben mir, ein Kissen auf ihrem Schoß, die Hände zu Fäusten geballt... und da war diese einsame Träne, die sich ihren Weg über ihre Wange bahnte, ganz allein. Nicht für lange, eine zweite folgte und sie vereinten sich zu einem kleinen See in ihrem Mundwinkel.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen, es war so, ich weiß nicht,
was ich sagen soll, ich finde nicht die passenden Worte. Sie war so stark,
und nun brachte sie ein einfacher Film zum Weinen. Ich konnte es nicht
verstehen. Ich glaubte, sie zu kennen und nun wurde mir bewusst, dass ich
nichts wusste. Ich wusste gar nichts über sie.
War sie doch so viel mehr, als die Scully, die ich aus dem Büro
kannte. War sie doch soviel mehr als die Partnerin von Spooky Mulder. War
sie doch alles für mich.
Sie löste Empfindungen in mir aus, die ich vorher nie gekannt hatte.
Ich wollte sie beschützen. Ich wollte sie abschirmen von all den schrecklichen
Dingen, die in der Welt passierten und war mir doch der Tatsache bewusst,
dass ich es war, der ihr diesen Schrecken immer wieder vor Augen führte.
Sie saß neben mir und versuchte doch tatsächlich ihre Tränen
zu verstecken. Unbeholfen wie ein kleines Kind. So, als würde ich
es nicht sehen können, als würde ich ihr keine Beachtung schenken.
So, als wäre sie mir egal.
Oh Dana, warum weinst du?
Verdammt, ich hasse diesen Film. Ich habe ihn immer geliebt. Vor allem hasse ich diese verdammte Szene. Super, warum kann er nicht das tun, was Harry tut. Ich will, dass auch er mich so in den Armen hält. Ich will, ich will, dass Fox mich küsst, ich will ...
Ich will nicht, dass er meine Tränen sieht. Er wird mich für
total bescheuert halten. Dr. Dana Kathrine Scully weint bei einer billigen
Hollywoodschnulze.
Warum verschwindet diese doofe Träne nicht?
Ich spüre, wie Mulder mich beobachtet. Ich hasse ihn dafür.
- Ich liebe ihn so sehr.
22:24
Dana Scullys Appartement
Noch immer versuchte Dana die Tränen zu beseitigen, ohne Erfolg.
Fox sah sie an, sein Blick ruhte auf ihr, was sollte er tun?
Langsam umfasste er ihr Gesicht und zwang sie damit, ihm in die Augen
zu sehen.
“Hey, Prinzessin nicht weinen!"
“Verdammt Mulder, lass mich in Ruhe!"
Damit sprang sie auf und rannte in ihr Schlafzimmer. Die Tür knallte ins Schloss. Er war allein. Nur der leichte Abdruck im Sofa zeugte davon, dass sie einmal neben ihm gesessen hatte. Was hatte er getan? Was war los mit ihr? Sie verschwieg ihm etwas, nur hatte er keine Ahnung, was das hätte sein können. Sollte er gehen? Was erwartete sie von ihm?
Nein, das war nicht der Abend, wie er ihn sich vorgestellt hatte. Bis vor wenigen Sekunden war ihm das egal gewesen, denn auch wenn alles anders gelaufen war und er sich mehr als einmal beinahe zum Charlie gemacht hätte, so war er doch mit ihr zusammen gewesen und nur das hatte gezählt. Zögernd stand er auf und stellte sich vor die geschlossene Schlafzimmertür. Er vernahm ein leises Schluchzen.
“Scully?"
Keine Antwort, nur das monotone Weinen.
“Dana? - Dana, wenn du willst, dass ich gehe, dann sag es mir. Wenn ich was falsch gemacht habe, wenn ich dir irgendwie weh getan habe, Gott, das ist das Letzte, was ich wollte. - Dana? Hörst du mich? Ich - ich will, dass du etwas weißt: Das heute, war der schönste Tag in meinem Leben. Dich so zu erleben, du ahnst gar nicht, wie viel mir das bedeutet. Ich wollte nur diesen Film sehen, ich wollte ihn mit dir sehen. Ich weiß nicht, warum du so traurig bist, aber bitte schließ mich nicht aus. Lass mich dir helfen. Ich will nicht einfach zusehen müssen, wenn es dir schlecht geht. Bitte schließ mich nicht wieder aus, nicht wo du gerade erst diese verdammte Mauer um dich herum abgerissen hast. Dana? Dana, ich komm jetzt rein, o.k.?"
Er wartete noch ein paar Sekunden, dann öffnete er die Tür. Was er sah, brach sein Herz. Dana saß zusammengekauert auf ihrem Bett, die Beine fest an sich gezogen, den Kopf vergraben und doch konnte er ihren Schmerz sehen.
“Es tut mir leid, Fox, es tut mir leid, ich ..."
“Psssssst, hey, alles in Ordnung, darf ich dich in den Arm nehmen und trösten? Versprichst du mir, nicht wieder wegzurennen?"
Sie antwortete nicht, aber sie widersprach auch nicht. Er setzte sich zu ihr aufs Bett, legte vorsichtig seinen Arm um sie.
“Psssssssssssssst, siehst du Prinzessin Dana, alles wird wieder gut."
“Tu nicht so, als sei ich ein Kind, Mulder!", brachte sie mit Tränen erstickter Stimme vor.
“Bin ich das für dich, ein Kind, eine schwache Person, die deinen Beschützerinstinkt weckt?"
Wieder sprang sie auf.
“Bin ich das für dich , Fox Mulder, ja? Da muß ich dich aber enttäuschen. Ich brauche dich nicht, ich brauche dein Mitleid nicht, ich brauche niemanden, niemanden, hörst du, und am wenigsten... am wenigsten brauche ich dich!"
Erneut brach ihre Stimme. Mulder sah sie an, nicht mehr fähig, etwas zu sagen. Dann war alles umsonst gewesen, er war ihr egal, er hätte es wissen sollen. Vergiss den Nachmittag Mulder, sie wird dich niemals lieben.
Wahnsinnige Wut schäumte in ihm auf.
“Bist du fertig? Ja, darf ich dann auch mal was sagen? Es tut mir leid, wenn du diesen Nachmittag als so lästig empfunden hast, es wird nie wieder vorkommen. Du verstehst gar nichts Dana, nicht wahr? Warum hab' ich dich heute eingeladen, warum rufe ich dich mitten in der Nacht an, warum hatte ich so eine Scheißangst um dich, als dich diese Biene gestochen hat und du in meinen Armen zusammengebrochen bist?"
“Hör auf zu schreien, Fox!"
“Nein, ich höre erst auf, wenn ich fertig bin! - Du denkst, es sei Mitleid? Dana, verdammt, wann merkst du es endlich! Du bist der wichtigste Mensch für mich, seit unserem ersten Fall, weißt du noch, als du dachtest, du hättest diese Male, seit diesem Tag, fühlte ich mich für dich verantwortlich, du wurdest nicht nur meine Partnerin, du wurdest meine beste Freundin, du wurdest die Frau, die ich ..."
Er musste Luft holen um nicht auf der Stelle zusammenzubrechen.
“Vergiss es, ich hätte nicht hierher kommen sollen. Ich will nur
das du eins weißt. Egal was du mir da gerade gesagt hast, egal was
du damit bezwecken willst, du wirst es nicht schaffen, etwas an meinen
Gefühlen zu ändern.
Oh ja, Sie sind so stark Agent Scully, tut mir leid, ich bin es nicht,
ich bin nun mal nicht so kalt wie ein Fisch, ich kann meine Empfindungen
nicht hinter einer Fassade abschotten. Mitleid? Oh ja, du tust mir leid,
wenn du noch immer nicht gemerkt hast, wie sehr ich dich liebe!"
Damit drehte er sich um und rannte aus dem Zimmer.
Dana blieb zurück in ihrem Zimmer, in ihrer Wohnung, hinter ihrer
Mauer. Und sie weinte, sie weinte wie noch nie in ihrem Leben.
Er empfand wie sie, und sie hatte ihn verletzt.
“Oh Mulder, es tut mir leid"
Immer wieder sagte sie diesen Satz, bis ihre Worte zu einem leisen Wispern
wurden und schließlich erstarben.
Mulders Appartement
23.30 Uhr
Ein leises Klopfen riss ihn aus seinen Gedanken. Er öffnete die Tür, vor ihm stand ein Bote mit einem großen Paket in der Hand.
“Eilzustellung für Agent Fox William Mulder! Wenn ich eine Unterschrift von Ihnen bekommen kö..."
“Ja, ja, geben Sie schon her! Wo?"
“Da unten. Einen schönen Abend noch, Sir!"
“Grummel."
Wer zum Teufel schickte ihm um diese Uhrzeit Präsente? Wenn das schon wieder von Diana war, er würde sie sich mal vorknöpfen müssen, so ging es nicht weiter. Warum klemmte der verdammte Deckel?
Sollte das ein Scherz sein? Eine Schachtel Styroporkügelchen? Nein,
da war ein Zettel!
Was sollte das denn werden?
Fox begann zu lesen:
Als du da warst
War es, als wärst du nie fort gewesen
Als du da warst
War ich frei von düsteren Gedanken
Als du da warst
Und ich dich lächelnd glücklich sah
Doch erst als du fort warst
Ward ich wahrhaft mir bewusst
Wie schön es war
Als du da warst
Ich weiß, ich kann nicht das alles nicht ungeschehen machen,
Aber bitte gib mir noch eine Chance und öffne mir
Die Tür zu Deinem Herzen!
Dana
Seine Augen füllten sich mit Tränen. Langsam ging er zur Tür und öffnete sie. Dana stand vor ihm, den Bären auf dem Arm. Sie stand einfach so da, total verloren und blickte zu ihm auf.
“Es tut mir so leid, Fox du musst mir glauben, ich meinte nicht, was ich sagte, ich war wütend, wütend auf mich selbst, und du hast Recht, da ist diese Mauer um mich herum und ich wollte nie jemanden hinein lassen. Ich war wütend, weil du sie trotzdem durchdrungen hast, und jetzt sitzt du da, eingenistet in meinem Herzen und ich dachte... ich dachte, dass du mich auslachen würdest wenn ich, wenn ich es dir sagen würde und ich..."
“Wenn du mir was sagen würdest?"
“Wenn ich... wenn ich dir sagen würde, dass ich, wenn ich dir sagen würde, Fox Mulder, du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben, seit unserem ersten Fall, du bist, Gott, Fox, ich bin nicht gut in so was. Was ich dir sagen möchte ist einfach nur, dass es mir leid tut und... und dass ich dich liebe."
“Du weißt genau, dass ich dir schon längst verziehen habe! ... Dana? Du weinst ja schon wieder... Komm her!"
Er schloss sie in seine Arme, so wie schon einmal, er sah sie an und sie küsste seine Stirn.
“Dana, ich habe das Gefühl, dass schon einmal mitgemacht zu haben, wenn ich dich jetzt küsse, wird dich dann wieder eine Biene stechen, werden sie dich mir wieder wegnehmen und ich werde alleine sein und nicht wissen, ob ich dich jemals wiedersehe..."
“Wie wär's, wenn du es einfach riskierst?"
Langsam senkte er seinen Kopf, die Augen geschlossen, die Gedanken nur
auf das eine, auf die eine Frau konzentriert, nach der er sich so lange
gesehnt hatte.
Ihre Lippen trafen sich, sanfter als ein Hauch, der leicht durch den
Wipfel eines Baumes streift. So zaghaft, als würden sie noch immer
fürchten, aufzuwachen, um zu bemerken, dass alles nur ein Traum war.
Zärtlich nahm er ihr Gesicht in seine Hände.
“Hab ich dir heute schon mal gesagt, dass ich dich liebe?"
“Als du da warst!"
“Und ich werde nie wieder gehen, es sei denn du willst es!"
“Darauf kannst du lange warten, Fox Mulder?"
Wieder küsste er sie, noch sanft, doch immer leidenschaftlicher tanzten ihre Zungen, neckten sich und sogen den Geschmack des anderen in sich auf. Eng umschlungen standen sie noch immer auf dem schmalen Flur. Langsam zog Mulder sie mit sich in die Wohnung.
“Augen zu Prinzessin!"
“Noch eine Überraschung?"
“Ähm, yap, ich denke schon."
Mit einer Hand ihre Augen verdeckend dirigierte er sie durch die Wohnung. Dana glaubte ihn eine weitere Tür öffnen zu hören, sie hatte nicht gewusst, dass diese Wohnung noch mehr Räume als die Küche und das Wohnzimmer besaß. Na gut, sie war sich darüber bewusst, dass es noch irgendwo ein Bad geben musste, aber er würde sie ja wohl kaum dorthin führen.
“Du kannst deine Augen wieder öffnen – nein, lass sie noch geschlossen, ich muss noch etwas erledigen."
Sie hörte ihn rumoren, irgendetwas raschelte. Musik? War das etwa leise Musik? Die Klänge von Chris Isaaks “Shadows in a mirror" erfüllte die Luft. Ganz sanft, nur der Hauch einer Melodie.
Diese Spannung war einfach zu groß. Verschämt öffnete sie das rechte Auge einen Spalt breit. Sie sah ihn direkt vor sich. Was zum Teufel machte er da? Zündete er etwa Kerzen an. Sie wagte noch einen Blick. Das ganze Zimmer erstrahlte schon im leichten Schimmern der Lichter, die Schatten an die Wände warfen. Scully ließ ihren Blick durch den Raum gleiten.
“Oh, du besitzt ein Bett?"
“Dana, verdammt, du solltest doch nicht gucken!"
Dana biss sich auf die Lippen. Ihre verdammte Neugierde.
“Es tut mir leid. Das hier, das alles, ... Fox, es ist wundervoll."
“So wie du!"
Sie spürte, wie ihr die Röte in die Wangen stieg.
“Darf ich um diesen Tanz bitten?"
“Tanzen? Hier?"
“Ja, genau hier, genau jetzt, für heute und für immer!"
Starke Arme schlossen sich um ihre Taille. Sie konnte ihn mit jeder
Faser ihres Körpers spüren. Zum ersten Mal nach so langer Zeit
fühlte sie sich wieder geborgen.
Sie blickte auf, und alles was sie sah, war die unendlich Liebe in
seinen Augen, bedingungsloses Vertrauen, den Mann, den sie liebte.
Langsam senkte er den Kopf, küsste sanft ihre Stirn, ihren Hals. Seine Lippen fanden die ihren und sie verschmolzen zu einem Kuss, der mehr sagte als tausend Worte. Die brauchten sie in diesem Moment nicht. Alles was sie brauchten, war einander. Zärtlich strich er ihr eine Strähne aus ihrem Gesicht, fuhr ihre Wange entlang, über ihre Schultern und ihren Rücken herab. Sie war so zierlich, so zerbrechlich... und doch so... so stark. Alles, was er zum Leben brauchte, vereinte sich in dieser kleinen Person in seinen Armen, in diesem Moment.
Im Takt der Musik bewegten sie sich in Richtung Bett. Kleider fielen, Hände streichelten, forschten, liebkosten. Er beugte sich über sie, wanderte mit der Zunge ihren Bauchnabel entlang, spielte an ihrem Ohrläppchen, war hier und dort zugleich. Sie hatte das Gefühl, als hätte er hundert Hände.
Ihre Finger streiften seinen muskulösen Rücken, tasteten sich
tiefer und kneteten sanft seinen Po.
Ein wohliges Stöhnen entfuhr seiner Kehle, doch er wollte noch
nicht den letzten Schritt tun, noch nicht. Sie hatten fünf Jahre gewartet,
er wollte diesen Moment in vollen Zügen genießen, kein schnelles
Abenteuer, wie er es während seiner Zeit in Oxford so oft gehabt hatte.
Sie war nicht die Frau dafür. Sie war anders, besonders, sie war sein
Engel, der ihn aus seinem tiefen, schwarzen Loch geholt hatte.
Irgendwann hatte sie sich in sein Herz geschlichen, hatte alle anderen
verdrängt, sie war alles für ihn geworden, nur sie zählte.
Er würde es überleben, seine Schwester vielleicht niemals
wiederzusehen, doch sie, Dana, zu verlieren, würde ihn innerlich zerreißen.
“Darling, versprich mir, dass das alles kein Traum ist!"
“Ich verspreche es dir, Fox."
Voller Verlangen und Erleichterung fand seine Zunge erneut die ihre,
kämpfte mit ihr einen Kampf, bei dem es zwei Gewinner gab.
Er schmeckte ihre Haut, sog ihren zarten Vanilleduft ein.
Er wollte diese Frau, er wollte sie mehr als alles andere. Er wollte
ihr alles geben, was er besaß, wollte sie glücklich machen,
für immer festhalten.
Und er tat es, mit einer Intensität, von der er selbst nicht gewusst
hatte, dass er sie besaß. Zwei Körper wurden eins, vereinigten
sich zu einem Vulkan, der jeden Moment auszubrechen drohte.
Tausend Stromstöße durchzuckten sie, Wellen schwappten über
sie und rissen sie mit sich. Trieben sie bis zur völligen Erschöpfung,
ließen sie unter dem Gefühl der völligen Befreiung zusammenbrechen.
Dana schmiegte sich an seinen Körper, als wolle sie in ihn hineinkriechen, ihn für sich einnehmen. Sie war glücklich, und ein kleines unschuldiges Lächeln huschte über ihre Lippen.
“Hat dieses Zucken deiner Mundwinkel irgend etwas zu bedeuten?"
“Vielleicht!"
“Ja?"
“Ja, ... weißt du, als ich noch klein war, da hab ich immer dieses
Märchenbuch gelesen. Ich weiß nicht mehr, wie es hieß,
aber ich habe es geliebt. Es ging darum, dass jeder Mensch ein Schicksal
hat, dieses Schicksal vereinigt sich in einer Person, in einem anderen
Menschen und das Leben sei unser Pfad. Wenn wir ihn entlang gehen, treffen
wir irgendwann diesen Partner, auf den wir all die Jahre warteten, den
wir gesucht haben ohne es eigentlich zu wissen. Das ist die Erfüllung.
Mir ist gerade bewusst geworden, dass ich diesen Menschen bereits vor
5 Jahren gefunden habe."
Er konnte nichts mehr sagen, sah sie einfach nur an, ertrank in dem Blau ihrer Augen, überwältigt von der Bedeutung ihrer Worte.
Heute Nacht war etwas passiert, das seine kühnsten Träume überstieg, und doch, es war Realität. Heute Nacht. Die nächste Nacht, der Rest ihres Lebens.
“Dana, danke, dass du bist!"
Nicht mehr als ein Flüstern, das sie schon nicht mehr hörte, denn sie schlief zufrieden in seinen Amen.
“Ich liebe dich, Dana Kathrine Scully, und wenn du ohne die Mauern um dich herum nicht leben kannst, dann schließ mich mit ein. Solange du nur bist!"
Die letzte Kerze im Raum war abgebrannt. Stille erfüllte den Raum,
gebrochen von dem gleichmäßigem Atem zweier Liebender. Dunkelheit
senkte sich über die Wohnung und auf der Coach in seinem Wohnzimmer
saß einsam Fox der Bär mit einem großen Lebkuchenherz
um den Hals. “Mein Held!"
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THE END
Comments to Kimberley Destiny
Anderson
(eternal-flame@gmx.net)
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