Titel: Consequenzes
Autor: Suzanne Schramm
Kontakt: wendyt@ucla.edu & sister-sue@rocketmail.com
Übersetzung: Kim
Kontakt: eternal-flame@gmx.net
Kategorie: MSR, ein bisschen H
Spoiler: Ihr meint, ihr habt den Film nicht gesehen?!
Rating: NC-17, also, wenn ihr minderjährig seid oder euer Geschmack nichts für schamlos zustimmende Erwachsene übrig hat...
Short – Cut: Jede Handlung hat ihre Konsequenzen.Disclaimer: Niemand in dieser Story gehört mir. Sie gehören CC, 1013 Productions und Fox Network. Ich habe das nur getan, weil es auch jeder andere tut und ich habe immer unter Gruppenzwang gelitten.
Widmung: Das hier ist für Rachel – das geduldigste, unterstützendste, kreativste und taktvollste Mädel, das man sich vorstellen kann, um eine Mail von ihr zu erhaschen. Danke Rachel. Du hast mich zu dem gemacht, was ich heute bin (vermutlich nicht der neurotische Teil, aber die Schriftstellerin in mir, atmet jeden Morgen aufs neue aufgrund von dir.)
Thanx: Ich möchte auch Aileen danken, dafür, dass sie meine Fehler und Mistritte entdeckte (und der freundlich formulierte Realitätscheck). Danke, ich habe das gebraucht. Und Alanna, danke für das EBE. Niemand macht das besser (stimmt mich traurig für den Rest ... Baby, du bist die Beste).Feedback wird sehr geschätzt!
Kims Kommentar: Ja, ja der Verkehr (auf der Straße natürlich) bietet wohl eine Menge Theorien.
Consequenzes
********************
Ich gebe dem Verkehr die Schuld.
Eigentlich, anders als gewählte Beamte, kann ich Verantwortung für meine Handlungen übernehmen, ohne dabei in eine Ecke getrieben zu werden. Ich bleibe bei dieser Meinung. Es lag am Verkehr.
Wenn wir nicht im Verkehr stecken geblieben wären, hätten wir diese Unterhaltung nie gehabt. Es war unvermeidbar, dass wir eines Tages hätten darüber diskutieren müssen, aber man muss schon über die Ironie lachen, dass ein Stau die Verzögerung vermindert hat.
Mulder und ich waren auf dem Beltway hängen geblieben, waren untätig mit 10 Meilen in der Stunde, als es passierte. Mulder spielte sein liebstes im Stau feststecken Spiel, eine Art wissenschaftliches Experiment, dass schiefging. Er nannte es "Traffic fluid dynamics" und es ging ungefähr so:
Autos auf dem Freeway sind wirklich wie große Wassermoleküle, also ist Verkehr im Allgemeinen ein Wasserlauf. Wenn ein Auto anhält, oder sich verlangsamt, löst es hinter sich eine Welle aus, gesichert durch all die anderen Moleküle.
Sogar wenn das erste Auto endlich beginnt sich wieder zu bewegen, stauen sich all die anderen Moleküle hinter ihm. Neue Moleküle fahren damit fort sich in den Fluss der schon stoppenden Autos einzugliedern.Seine Theorie ist, dass Staus durch das Fahren mit einer konstanten niedrigen Geschwindigkeit vermieden werden können, so beseitigt man den Stop and Go Verkehr, der das Freeway System blockiert. Die meisten Probleme auf der Straße werden nicht durch Unfälle verursacht, sondern durch Leute, die einander unterbrechen, alle hinter sich dazu zwingen ihre Bremsen durchzutreten, wie ein gigantisches Spiel, wie "Schnapp den Schneebesen".
Er benutzt die meiste Zeit der Rush Hour um wissenschaftliche Daten zu sammeln. Um das zu tun, fährt er ungleichmäßig und katalogisiert die Verwüstung, die er in seinem Kielwasser hinterlässt. Es gibt Tage, da denke ich, alle im Umkreis von D.C. helfen ihm bei diesem Experiment.
"Sehen sie, wenn der Verkehr stark ist, gibt es keinen Grund für die Welle anzuhalten. Stellen sie es sich als eine Verdichtung vor, die schneller verläuft als Verdunstung. Eine kleine Welle kann wachsen und wachsen, wie ein winziger, gesetzter Kristall, der in eine gesättigt Lösung fällt. Wenn nun Verkehr stark und instabil ist, könnte ein einziger Fahrer den Verkehr dazu bringen zu einem riesigen Eiskristall zu werden."
Mulder erklärt mir dies, als er plötzlich in die entfernte linke Spur ausweicht. Es ist circa 7:00 Uhr, aber der Verkehr in D.C. folgt für gewöhnlich nicht den Regeln der Rush Hour.
Ich bin müde. Es war ein langer, heißer Tag, die Rache des Indischen Sommers, und ich komme nicht dagegen an, ihm einen verbalen Stoß zu geben.
"Mulder, ist ihnen schon einmal die Idee gekommen, dass sie Gott mit den Leben all dieser Menschen spielen?"
"In dem großen Plan der Dinge, Scully, beeinflusst das niemanden wirklich besonders. Sie können ihr Leben bis ins letzte Detail durch planen, aber sie sind noch immer unter dem Einfluss der Unberechenbarkeit von Zufall und Schicksal."
"Stimmt. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Zufall und geplantem Unglück. Wie würden sie es nennen, wenn ihr freier Wille jemand anderen zu Nichte macht?"
"Sie sehen über den Unterschied zwischen dem eigenen Willen und jemand anderen seinen Willen aufzwingen herüber hinweg. Nur das Letzte ist unmoralisch."
"Nein. Der Unterschied ist fest. Wenn sie absichtlich die Bremsen durchtreten, um zu sehen, ob sie den Verkehr für Meilen unterbrechen können, ist das freier Wille, zugegeben, aber sie zwingen ihn dem anderen auf."
"Sicher, Scully, wollen sie mir jetzt nicht erzählen, dass sie noch nie die Grenzen von Antrieb und Reaktionen in einem wissenschaftlichen Weg getestet haben?"
"Natürlich habe ich das – unter kontrollierten Umständen."
"Das ist kontrolliert."
Er tritt die Bremse, obwohl er weiß, das wir mehr als eine Autolänge von dem anderen Auto vor uns entfernt sind. Er kontrolliert den Rückspiegel, beobachtet die Verlangsamung hinter uns und kehrt dann zu einem langsamen voran Kriechen zurück.
"Sie sollten es einmal mit Spontanität versuchen."
Mein unterer Rücken brennt, wie immer, wenn ich erwäge ein wenig tollkühn zu werden.
"Mulder, ich denke sie bringen genug Spontanität in mein Leben. Ich brauche den Thrill kaum woanders suchen."
"Den Thrill? Scully, ich meinte das nur als eine akademische Frage, kein Eingriff in ihr privates Leben."
Plötzlich führt dieses Gespräch in eine andere Richtung. Mulder hat diesen stichelnden Ton in seiner Stimme und meine Sinne werden aufmerksam. Ich bin still, betrachte das Auto neben uns.
"Nun," zieht er die Worte in die Länge. "Wenn sie die Wahl hätten, etwas absichtlich anzutreiben...."
"Mulder," warne ich ihn.
"Was würde es sein?" Er beendet dies, indem er mir einen Seitenblick zuwirft.
Ich schüttel meinen Kopf. Das ist nicht die Art von Unterhaltung, die ich führen möchte. Wie kommt es, dass immer, wenn ich ihm die Dummheit seiner Handlung vor Augen halte, es damit endet, dass er mir meine zeigt?
"Haben sie nie ihre Grenzen getestet, einfach um zu sehen, was passiert?" provoziert er.
Warum ist er so hartnäckig?
"Mulder, ich habe schon vor langer Zeit gelernt, jede Handlung hat ..."
"Eine identische und eine gegenteilige Reaktion?"
"Nein. Konsequenzen."
Mulder beginnt zwei Spuren zu überqueren, versucht sich seinen Weg zu einer Mittelspur zu quetschen. Das Auto, welches er schneidet hupt und Mulder gibt ihm ein freundliches Zeichen, als er sich vor ihn geschoben hat.
Yeah, Kumpel, danke für das Spiel.
"Wirklich, Scully, Konsequenzen? Das klingt so kirchlich."
Ich erinnere mich, das eines meiner College Lehrbücher eine Abhandlung über Verkehrsmuster beinhaltete.
"Wissen sie, Mulder, ich denke, ich habe ein Physikbuch mit einem Kapitel über ihre "Traffic fluid dynamics""
"Was?" Er ist verstört, kontrolliert seinen toten Winkel um noch eine Spur zu überqueren.
"Ich kann es ihnen morgen mitbringen, wenn sie möchten."
Mulder saust nach rechts, schafft knapp unseren Ausgang. Es sieht nach schlechter Planung seiner Aktion für all die anderen glücklichen Leute aus, die nun hinter uns auf ihre Bremsen knallen, aber ich weiß, er hat es absichtlich getan. Wir schieben uns die Rampe zum George Washington Parkway herauf und plötzlich scheint es, als wäre der Verkehr verschwunden. Mulder schießt den Wagen vorwärts. Für ungefähr zwanzig Sekunden rasen wir dahin, bis wir eine Kurve zu einem See von Schlusslichtern hinter uns bringen, Er muss auf die Bremsen treten und wir halten so schnell, dass ich das Gefühl habe, ich müsse meine Arme gegen den Wurf spannen, der Sicherheitsgurt strafft sich um mich.
"Sehen sie sich das an, Scully. Wir geraten von einem Organismus in den anderen." Er trommelt mit seinen Fingern ungeduldig auf das Lenkrad.
Offensichtlich ist das keine Befriedigung, wenn es jemand anderes tut, während man im Verkehr steckt.Wir schleichen dahin, sagen nichts und ich überlege mir, dass er vielleicht beschlossen hat, den Fall ruhen zu lassen. Ich hätte es besser wissen müssen. Die Autos vor uns beschleunigen und 30 mph geben einem bereits das Gefühl zu fliegen, als er wieder davon anfängt.
"Soll ich ihnen etwas sagen, Scully, ich nehme die Key Bridge und schmeiße sie zu Hause raus, wenn sie mir von einem Beispiel erzählen, bei dem sie die bekannte Wissenschaft ignoriert haben, um einer radikalen Theorie zu verfolgen."
Ich lache. Macht er Scherze?
"Wie ist es mit dem März 1992 auf einem Friedhof in Oregon?"
Mulder erwidert das Lachen und checkt erneut seinen toten Winkel. Er tippt auf die Bremsen und bereitet sich darauf vor, in die nächste Spur vorzustoßen.
"Was ist mit dieser Nacht?" fragt er.
Ich bin verwirrt. Diese Nacht? Gott, bitte lass ihn nicht zu der Stelle zurückdenken, als ich meinen Bademantel vor ihm fallen ließ. Ich war so eingeholt von seiner Theorie und gestraft mit ihm ( das stimmt, mehr darüber später ), dass ich Warnungen und den gesunden Menschenverstand in den Wind geschossen hatte. Schon lange bereute ich diese voreilige Aktion.
"Es hat sich herausgestellt, dass es Moskitobisse waren." Sagte ich.
Er vollendete seinen Spurwechsel und der Fahrer, der früher hinter uns gewesen war, gab Schimpfwörter über Mulders Herkunft ab, als er uns passierte. Er hat unrecht ( es sei denn Mulders Verdacht über den Krebskandidaten, stellt sich als wahr heraus ), aber ich gebe ihm Punkte für Kreativität. Ich hatte bei Gelegenheit ähnliche Dinge erwogen.
"Nein, nicht diese Nacht. Diese Nacht. Die Nacht, in der sie die Biene gestochen hat."
Oh. Diese Nacht.
"Was ist damit?" frage ich.
Das Auto vor uns, hat seinen Blinker angelassen und ich bin beinahe hypnotisiert davon ihn zu beobachten.
"Wollten sie mich küssen? Die Theorie testen, dass Partner nicht mehr als Freunde sein sollten?"
Blink, blink. Blink, blink.
"Mulder, sie zu küssen macht uns nicht notwendigerweise zu mehr als Freunden."
Blink, blink.
"Das war nicht meine Frage."
"Bitte was?" Ich werfe ihm einen Blick zu, einen von der Sorte, der ihm für gewöhnlich zeigen soll, dass er sein Glück herausfordert.
Er ignoriert ihn.
"Ich habe gefragt, ob sie mich küssen wollten."
Blink, blink. Gott, warum stellen sie nicht einfach das verdammte Ding ab?
Können sie es denn nicht klicken hören?Ich kläre meine Kehle.
"Ich habe nicht, es ... es war eine seltsame Nacht."
Eine unbequeme Stille zieht sich über uns. Die Luft im Auto dick und repressiv. Ich kurbele das Fenster herunter und lasse meine Hand aus dem Auto hängen.
Meine Abfahrt erscheint und Mulder nimmt sie pflichtbewusst. Das Auto vor uns bleibt auf dem Parkway, blinkt sich seinen Weg nach Osten. Wir fahren schweigend mehrere Blöcke.
"Sie könnten nicht mit den Konsequenzen umgehen." Seine Stimme erschreckt mich.
"Was?"
"Sie haben mich gehört."
"Welche Konsequenzen?"
"Uns." Seine Stimme ist fest und ich realisiere, dass er mehr als nur ein wenig böse ist. Ich rege mich auch über die Empörung auf.
"Sie denken, ich könnte sie nicht küssen und noch immer mit ihnen zusammenarbeiten?" Ich suche nach Worten. Ich erröte. Ich erröte und ich hasse ihn dafür. Er sieht mich nicht an, er konzentriert sich auf die Straße, aber ich weiß, meine Röte entgeht nicht seiner Notiz.
Konsequenzen.
Mein Verstand rennt mit den möglichen Konsequenzen dieser Nacht. Vor langer Zeit, bevor unsere Beziehung fester wurde, habe ich mich öfter gefragt, wie es sein würde, Mulder zu küssen. Und mehr. Aber Zeit verging und wir fielen in diese gemütliche Freundschaft, die wir heute haben. Ich habe aufgehört über ihn zu phantasieren.
Nicht wirklich.
Und ich gehe davon aus, dass das o.k. ist und ich will nicht mehr von ihm, solange nicht etwas passiert, was mich aus dieser Gemütlichkeit schüttelt. Neuerdings Diana Fowley. Ich hasse es, dass ich eifersüchtig bin. Ich hasse es, dass ich ihn auf diese Art und Weise will. Ich hasse es, dass er immer so ruhig bleibt und unberührt von der Chemie zwischen uns. Manchmal frage ich mich, ob ich nicht mehr in unserer Beziehung sehe, als vorhanden ist, dass meine Gefühle tiefer sind als seine. Weil er in all seinen beiläufigen Bemerkungen nie wirklich einen Schritt auf mich zu macht.
Bis zu dieser Nacht. Mit nur wenigen Worten und beinahe einem Kuss, drehte er meine Welt um ihre Achse. Seitdem zerreiße ich mich für die bekannten Gefilde. Hoffe auf diese Unterhaltung, doch befürchte sie auch. Ich will nicht, dass sich etwas ändert.
Und jetzt, oh Gott, er bringt es auf den Punkt. Er will darüber reden und ich kann nicht. Da gab es eine bestimmte Sicherheit niemals diese Anziehungskraft einzugestehen, niemals darüber zu sprechen.
Ich erröte für nur eine Millisekunde, in der ich es erwäge. Mulders Lippen auf meinen. Mulders Hände auf mir.
Wir halten an einer Ampel und er dreht sich um, um mich anzusehen. Obwohl ich glühe und nervös errötet bin, weiß ich, er fühlt, dass ich defensiv bin, ihn nicht wegschiebe. Meine Kehle schnürt sich zu.
"Scully..."
Ich gucke geradeaus, will, dass sich das Licht ändert.
"Hey Scully, sehen sie mich an. Bitte?"
"Das Licht ist grün."
"Hmmm?"
"Das Licht ist grün." Ich drehe mich schließlich, um ihn anzusehen, als ich das sage und ich bin irritiert zu sehen, wie fröhlich er ist. Verfluche ihn. Das ist ernst.
"Ich wollte nicht, dass sie sich durch meine Fragen unwohl fühlen. Ich habe mich nur gefragt, wie sie darüber denken."
Fast zu Hause.
"Ich habe nicht wirklich viel darüber nachgedacht." Lügnerin. "So vieles ist seitdem passiert. Ich dachte, sie wollten das vergessen."
Wir halten vor meinem Gebäude an. Mulder sitz, still, und nun vermeidet er es, meine Augen zu treffen. Ich weiß, dass ich ihn verletzt habe.
"Mulder, was sie mir in dieser Nacht gesagt haben, hat mir viel bedeutet. Ich würde nie, werde nie, vergessen, was sie gesagt haben." Ich reiche rüber und drücke seine Hand. Er widmet mir ein ernstes Nicken, seine Augen suchen die meinen.
Ich schaue weg.
"Gute Nacht, Mulder."
"Gute Nacht."
Ich steige aus dem Auto und gehe zu meinem Appartement, ohne mich umzusehen.
Innen werfe ich meinen Mantel und meine Schuhe beiseite, während mein AB verkündet "Keine Nachrichten" Ich bin müde. Ich trete mich selbst mental dafür je diese Unterhaltung begonnen zu haben, obwohl ich nicht herausfinden kann, wann sie von mir geglitten ist. Ich knipse meine Eingangsbeleuchtung an und wäge ab, ob ich ein Bad nehmen, oder einfach ins Bett springen soll.
Es klopft an meiner Tür. Ich schließe meine Augen und atme tief ein. Weniger als fünf Minuten sind vergangen, es konnte niemand anders sein.
Trotzdem checke ich den Spion. Er ist es.
Ich öffne die Tür und er bahnt sich sacht seinen Weg nach innen, schließt die Tür hinter sich. Für einen Moment spricht keiner von uns.
Er beginnt. "Ich habe darüber nachgedacht, worüber wir gesprochen haben."
"Ich hätte ihnen das Buch auch morgen mitgebracht."
Er schüttelt seinen Kopf.
"Wollten sie mich küssen, Scully?" Sein Tonfall ist irreführend fröhlich.
Ich blinzele zu ihm herauf. Bis jetzt hatte ich nie wirklich unseren Größenunterschied bemerkt. Natürlich, normalerweise trage ich diese schweren Absätze. Ohne meine Schuhe, ist er um einiges größer.
"Mulder, unsere Partnerschaft hat sich verteilt. Wir haben seit 48 Stunden nicht geschlafen. Wir ..."
"Wollten sie mich küssen?" unterbricht er mich.
Ich versuche eine andere Taktik.
"Es ist spät. Wir sind beide müde. Sie sollten einfach nach Hause gehen und wir können morgen über das alles reden. Lassen sie mich ihnen das Buch geben und sie können gehen."
Ich haste in mein Schlafzimmer und finde das Buch, zwinge meine Hände nicht zu zittern. Es ist nur Mulder.
Ich stoppe, kurz bevor ich in meinen Flur zurückkehre. Es ist nur Mulder und er steht gerade jetzt in meinem Eingang. Er versperrt mich. Der Ausdruck auf seinem Gesicht ist amüsiert, aber seine Augen sind ernst.
"Antworten sie auf die Frage, Scully."
Mein Mund wird trocken. Ich schlucke um ihn zu befeuchten und meine Stimme wieder klar zu kriegen. Mulders Augen verfolgen die Bewegung meiner Kehle und mein Mund bleibt trocken.
"Da." rasple ich und halte ihm das Buch entgegen.
Mulder tritt dichter und nimmt das Buch von mir. Er schenkt ihm einen flüchtigen Blick und schmeißt es dann hinter sich. Der Bums, als es zu Boden geht, echot in meinem Kopf.
Ruhig. Bleib' ruhig. Ich versuche gelassen zu bleiben, als ich zu ihm aufblicke.
"Beantworten sie die Frage. Wollten sie mich in dieser Nacht küssen?"
O.k.. Panik.
Ich senke meine Augen. "Mulder, das ist keine gute Zeit dafür."
"Wann wird die sein?"
Ich schlucke erneut. Er ist so nah, ich kann die Wärme seines Körpers spüren. Ich kann die schwache Spur seines Aftershaves riechen.
"Es ist eine einfache Frage – ja oder nein?"
Erschreckt springe ich auf, als seine Hand meine Schulter berührt. Mulder erkennt mein Unbehagen und nimmt seine Hand weg, tritt jedoch nicht zurück.
Ich vermisse die Wärme seiner Hand auf mir. Ich erinnere mich daran in seinem Flur zu stehen, als er auf mich zukam um mich zu küssen. Ich kann ihn nicht anlügen. Ich wollte diesen Kuss. Er würde nicht hier stehen, wäre er sich dieser Antwort nicht bewusst.
Aber was war dann. Alles was in dieser Nacht passierte war unerwartet. Meine Kündigung. Sein naher Kuss. Die Biene.
Der Unterschied heute Nacht ist gespannt. Davor war es nicht geplant, ein Impuls auf den Moment. Ich musste nicht nachdenken, es passierte einfach. Es war so spontan, wie unerwartet.
Heute Nacht ist es absichtlich.
Ich versuche gleichmäßig zu atmen, aber ich bekomme keine Luft durch meinen ausgetrockneten Hals. Es macht mich schwindelig. Ich bin mir sicher, ich muss auf meinen Füßen wanken. Nur dieses eine Mal ist Mulder, der Mann mit tausend nervösen Muskelzuckungen, ruhig. Sogar seine Atmung ist stetig, obwohl ich die Spannung fühlen kann, die von ihm ausgeht, sie spiegelt meine eigene Anstrengung wieder.
"Mulder..." Meine Stimme klingt heiser und seine Augen flattern. Ich finde kein Argument. Er will nur eine einfache Antwort. Ich lecke mir über die Lippen, bereite mich darauf vor zu lügen, ihm nein zu sagen.
"Ja."
Es ist ein Flüstern und ich will es zurücknehmen, sobald ich es ausgesprochen habe. Dieses eine Wort steht für eine unwiederbringliche Änderung unserer Partnerschaft. Ich habe plötzlich Angst, alles zu ruinieren.
Seine Hand kehrt zu meiner Schulter zurück und drückt sie sanft. Es macht keinen Unterschied zu jedem andern Mal, da er mich so in Versicherung berührte. Ich realisiere, dass sich nichts geändert hat. Nichts wird sich ändern. Wir sind uns bereits so nahe, dass körperliche Vertraulichkeiten fast nur ein weiterer Gedanke sind.
Fast?
Ich verbessere das zu "noch nicht einmal in der Richtung" als sich seine Hand bewegt um mein Gesicht zu berühren. Sein Daumen streicht leicht über mein Ohr und ich werde unerwartet an die Nacht erinnert, da Penny Northern starb und die Art, wie Mulder mich draußen auf dem Flur vor ihrem Zimmer hielt.
Was hat das nur mit uns und Korridoren auf sich?
Zumindest ist es diesmal ein privater Flur.
"Scully."
Seine Stimme ist vergnügt und ich bemerke, dass ich seinen Mund anstarre. Ich erröte zum zweiten Mal für heute.
Mulder gluckst, doch stoppt, als ich eine Augenbraue als Warnung hebe.
"Letzte Chance." Er ist so nah, ich kann die Worte jetzt eher fühlen als hören.
"Ja." Ich wiederhole es, und in diesem Moment ist all meine Unschlüssigkeit verflogen.
Ich schließe meine Augen und er kommt näher. Unsere Lippen berühren sich, der geringste Kontakt, doch ich zittere noch immer. Ich spüre Mulders Lippen, die sich zu einem Lächeln formen und für eine Sekunde überlege ich zurückzutreten und diesen Unsinn zu stoppen.
Doch nur für eine Sekunde. Nur bis seine Lippen die meinen erneut streifen, energievoller dieses Mal und ich erwidere die Druck instinktiv. Meine Hände gleiten nach oben an seine Brust.
Als seine Zähne leicht gegen meine Unterlippe schaben, kann ich ein Keuchen nicht unterdrücken. Meine Finger straffen sich um seine Schultern um zu versuchen ihn umzuadressieren, bevor seine Lippen zurückweichen, weg von meinen.
Ich öffne meine Augen und er sieht mich an. Seine Augen sind tief und zärtlich und mein Herz stottert, als mir klar wird, dass ich ein Leben lang darauf gewartet habe, jemanden zu haben, der mich so ansieht.
Oder hatte er es von Anfang an getan und ich hatte es nur nicht bemerkt?
Mulder nickt mir zaghaft zu, als würde er meine Gedanken lesen können.
Wer weiß? Vielleicht kann er es.Stumm ziehe ich seinen Kopf herunter und küsse ihn. Es ist nun meine Entscheidung. Meine Konsequenzen.
Unsere Lippen necken einander. Entzündend und lindernd zur gleichen Zeit. Mit jedem Ausatmen kann ich seinen heißen Atem in meinem Mund spüren, aber er macht keine Anstalten den Kuss zu vertiefen.
So rasple ich mit meinen unteren Zähnen gegen seine Oberlippe, beschwichtige sie dann mit meiner Zunge.
Für die Spanne von ein paar rasenden Herzschlägen, bleibt Mulder absolut bewegungslos.
Dann erschauert er.
Wie eine gierige Zuschauermenge, die eine Welle macht, erschauert mein Körper als Antwort.
Unsere Lippen berührten sich noch immer, als er endlich diese drei kleinen Worte sprach. Ich gestehe, Worte, von denen ich geträumt hatte, dass er sie sagen würde.
Besonders in diesem zerzausten Flüstern, dass er jetzt nutzte."Oh Gott, Scully."
Konsequenzen.
Ich habe mein Bett gemacht und ich könnte sterben, um in ihm zu liegen.
****
WARNING! WARNING! WARNING!
Bist du minderjährig? Beobachtest du aus den Augenwinkeln deine Eltern, deinen Lebensgefährten, deinen Boss? Wenn das so ist, solltest du nicht hier sein. Es sind Worte vorhanden, die einige und / oder alle der folgenden Dinge beschreiben: Verschwindende Kleidung (Keuch!); verschiedene anatomische Kennzeichen, die sich zum Beispiel mit allgemeiner Sitte, Slang und sogar korrekten medizinischen Fachausdrücken (aiee!) beschäftigen; unbekümmerter, ungeschützter, unentgeltlicher Sex (Du nicht! Ich vielleicht, aber ich werde es leugnen – "Ich habe diese Geschichte nicht geschrieben, Miss Lewinski.") und eine Prämie für OBSSE (ich habe noch immer keine Antwort zu meinem App. Hint, hint.), eine Vielzahl von Orgasmen. Bin ich es wert?
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"Scully."
Mulder flüsterte erneut meinen Namen und ich schloss meine Augen. Ich hörte meinen Namen, schon früher ausgerufen in der Agonie der Leidenschaft, aber niemand benutze jemals meinen Nachnamen. Und sie durchdrangen nie zwei Silben mir so viel unterdrückter Sehnsucht und Liebe, wie Mulder es tat.
Ich bewegte mich um ihm ohne Worte zu antworten, wußte, er würde mich verstehen, so perfekt, wie er es immer tat. Meine Lippen sind leicht geöffnet, als sie seine berühren und ich kann nichts gegen das Stöhnen tun, als seine Zunge so entscheidend meinen Mund einnimmt, wie er vor weniger als 10 Minuten mein Appartement. Er ist eben so hartnäckig bei der Erforschung meines Mundes, wie bei dem Verlangen meines Geständnisses. Für einen Moment kann ich mich nicht bewegen, überwältigt, und ich spüre, dass ich auch den Rest von Mulder kennenlernen will, den, den ich bisher nur erahnt habe.
Er schmeckt etwas bitter, wie Kaffee, und ein wenig salzig. Als meine Zunge seinen Gaumen berührt wird seine dringender, bewegt sich für einen Moment rastlos, bevor sie meinen Gaumen in Vergeltung überfliegt. Seine Hände straffen sich an meinem Haar, ziehen mich hoch, so dass ich auf meinen Zehenspitzen stehe, ich muss mich näher zu ihm lehnen, um meine Balance zu halten und die Auswölbung seine Erektion streift meinen Bauch, sendet eine Hitzewelle durch meinen gesamten Körper.
Er unterbricht den Kuss, erlaubt mir mich zurück auf meine Fersen zu stellen, beugt sich um in mein Ohr zu flüstern. "Weißt du, dass du für eine Regierungsangestellte ziemlich gut hierbei bist."
"Ich habe gerade erst angefangen." Ich sage es ihm, indem ich seinen Kopf zurückziehe um mich zu küssen.
Ich weiß ich sollte das jetzt beenden. Ich sollte ihn nach hause schicken. Wir haben uns geküsst. Nichts muss sich bis jetzt zwischen uns ändern. Morgen kann ich schon ganz anders darüber denken.
Denk nicht darüber nach. Nur dieses eine Mal, werfe Logik in den Wind zugunsten des Abstrakten. Das ist Glück. Das ist berauschend. Das sind Mulders Hände, die über mich wandern. Sein Daumen berührt die Seite meiner Brüste und ich breche ein. Anders als früher nimmt er seine Hand nicht weg. Er bahnt sich ganz langsam seinen Weg über meinen Busen, sein Daumen streichelt mich in breiten Kreisen.
Es ist lange her, seit Intimität für mich eine verträumte, sich halb erinnernde Qualität angenommen hat. Ich bin überrascht ( und zunehmend aufgerüttelt ) darüber, wie natürlich das hier ist.
Ich hatte das Gefühl vergessen, wie es ist so nah gehalten zu werden, auf diese Art berührt zu werden.Mulders Hände sind sanft doch unbeugsam, die Sicherheit seiner Berührungen entzündet mich. Ich will gar nicht wissen, wo er das gelernt hat.
Oder das. Genau wie das. Oh, ja.
Ich stöhne, als sein Mund zu dem Punkt wandert, den seine Finger gerade verlassen haben. Ich kann die feuchte Wärme seines Mundes sogar durch die Lagen von Kleidung fühlen. Ich strafe mich selbst dafür, das ich so funktionelle Unterwäsche an diesem Morgen gewählt hatte. Woher sollte ich auch wissen, dass heute der Tag sein würde. Wenigstens sind meine Beine rasiert.
Ich realisiere jetzt, dass es keinen verdammten Weg gibt, dass ich ihn heute Nacht gehen lasse. Er will Konsequenzen, er ist nahe dran welche zu bekommen.
Ich lasse meine Hände zu seinem Revers gleiten, greife nach dem Stoff und ziehe ihn zurück. Er lässt seine Hände sinken, hebt die Schultern und sein Mantel fällt zu Boden. Mulder kickt ihn in Richtung meines weggeworfenen Buchs.
Ich löse seine Krawatte, bis sie ungeknotet von seinem Kragen hängt. Meine Welt reduziert sich nur auf ihn, als ich beginne sein Hemd aufzuknöpfen, presse Küsse auf seine Brust, sobald sich mir ein Stück enthüllt. Beim letzten Knopf lasse ich meine Zunge um die Kontur seines Bauchnabels fahren, während ich das Hemd aus seiner Hose ziehe. Mulder lässt ein Stöhnen heraus, dass an meinem Kinn, Lippen und Nase vibriert. Ich gebe ihm einen kleinen, zwickenden Kuss auf das Band von Haaren, dass sich von seinem Nabel abwärts zieht.
Mulder bewegt sich, lehnt sich nach Halt suchend, zurück an die Wand.
Dann sind seine Hände überall. Ziehen mein Shirt aus meinem Bund, streifen es über meinen Kopf. Seine Finger verfolgen sanft die Kante meines BH's. Meine bereits harten Brustwarzen straffen sich noch mehr, es ist hervorragend und ich biege mich ihm entgegen um ihn zu ermutigen. Er versteht den Hinweis und seine ganze Hand bedeckt meinen Busen. Seine andere Hand gleitet meine Taille herunter, umwölbt meine Hüften und begründet mich auf ihm.
Als sich sein Kopf nach unten biegt um der Spur seiner Finger zu folgen, vergrabe ich meine Finger in seinen Haaren, halte ihn bei mir. Er bewegt sich um meinen BH zu öffnen und macht dann eine Pause. Ich ziehe seinen Kopf dichter.
Ja. Oh, ja.
Er öffnet meinen BH, schmeißt den Stoff und die Spitze beiseite. Ich will nicht, dass er von mir weicht, auch wenn es nur für den Moment ist, meinen BH wegzuschieben. Seine Finger straffen sich um meine Hüfte, während sein Mund nach meinen Brustwarzen sucht.
Oh. Oh Gott.
Er saugt sanft daran, und widmet dann der anderen Brust die selbe Aufmerksamkeit. Ich wickle praktisch seine Haare ein, ich will mehr. Ich presse mich an ihn, ziehe ihn näher und er antwortet, indem er mich tiefer in seinen Mund holt, verstärkt den Druck bis ich mir sicher bin, dass dies den unleugbaren Beweis hinterlassen wird, dass Mulder hier war.
Ich beginne zu zittern, kleine, gutturale Geräusche entfliehen meiner Kehle und Mulder zieht sich zurück. Wir sind beide außer Atem und für einen Moment, stehen wir da, unsere Stirnen aneinander gepresst, nach Atem ringend.
Ich will gleichwertige Rechte. Ich will auch sein T-Shirt loswerden. Es vergrößert den wachsenden Stapel auf dem Boden und ich untersuche leicht seine Brust. Seine Haut schmeckt warm und maskulin.
Als meine Hände einmal zu seiner Taille gefunden haben, stocke ich für einen Moment.
Ich sehe zu ihm auf und seine Augen sind ernst und groß. Warten. Aber ich habe bereits entschieden, dass es keinen Weg zurück gibt und ich denke nicht, dass Mulder in diesem Punkt widersprechen wird. Aufknöpfen, das Gleiten eines Reißverschlusses und seine Hosen gleiten hernieder zu seinen Knöcheln.Seine Hände wandern zu meinem unteren Rücken. Er findet den Reißverschluss und es entsteht ein flüsterndes Geräusch, als mein Rock zu Boden geht. Seine Augen haben den Kontakt zu meinen nicht verloren, wir führen eine wortlose Unterhaltung.
Ist es wirklich das, was du willst?
Es ist das, was ich will.
Unsere Hüften haben einen unbewußten Rhythmus angenommen, kreisen langsam aneinander. Mulder beginnt mich leicht in Richtung Schlafzimmer zu dirigieren. Unsere Beine verwirren sich und wir fallen in einem würdelosen Haufen auf den Boden. Wir beide gackern und ich finde es schwer zu begreifen, dass das passiert. Das wir auf diese Art hier beisammen sind.
"Ruhig Mulder. Hast Du diese Bewegung trainiert?"
"Sieht es so aus? Ich hatte gehofft, es würde natürlich wirken."
"Ich hätte es fast gekauft, aber der selbstgefällige Ausdruck auf Deinem Gesicht hat Dich verraten."
Ich bewege mich so, dass ich auf seiner Leiste zu sitzen komme. Mulders Augen weiten sich noch mehr. Seine Lippen bewegen sich, doch kein Ton entweicht ihnen. Ich weiß auch so, was er meint.
Ich lange zurück, lege meine Hand auf sein erhobenes linkes Knie. Es ist knorrig, absolut Mulder und ich drücke es zärtlich.
"Kniescheibe", flüstere ich.
Mulder zieht einen tiefen Atemzug ein, Das Heben und senken, hebt mich ein wenig, bevor ich mich wieder auf ihm niederlasse.
Meine Hände gleiten mutig zu seinem Oberschenkel.
"Oberschenkelknochen. Soll ich weiter machen?"
"Ich habe schon immer Frauen mit einer bestimmten wissenschaftlichen Loslösung gemocht."
Ich drücke noch einmal zu, lasse meine Hand über die angespannten Muskeln in seinem Oberschenkel kreisen.
"Rectus femoris, vastus lateralis, vastus medialis, vastus intermedius."
"Oooh, Scully, sag mir schmutzige Dinge." Seine Stimme ist ein schwachen Grollen, verführt mich erneut aus allen Richtungen.
"Dein Oberschenkelknochen passt in diese Pfanne hier." Ich streiche entlang der Falte zwischen seinem Bein und seinem Becken.
"Kommt daher das Wort Arsch?"
Ich lächele und schüttel meinen Kopf.
"Du solltest wahrscheinlich wissen, dass ich deine gluteus maximus, medius und minimus untersuchen wollte." ich sage es ihm, während ich mit der Hand seine Hüften entlang fahre. "Hüftknochen. Haupthüftmuskel." Ich verfolge seinen iliac crest.
"Hey, Doc, sie werden mich doch nicht in einer Minute bitten mich umzudrehen und zu Husten, oder?"
"Du weißt wie gründlich ich normalerweise bin."
Wir versuchen beide ein Pokerface zu bewahren, doch ich finde es zunehmend schwerer, als sich der Beweis seiner Erregung gegen mich presst.
Ich bewege meine Hände zu seinen Schultern, spanne mich an, als ich mich zu ihm lehne um ihn zu küssen."Entspannen sie sich, Mister, es wird in einer Minute vorbei sein."
"Oh, ich hoffe nicht."
Unsere Lippen treffen sich erneut. Dieses Mal, als Mulder gegen meinen Mund lächelt, erwidere ich das Grinsen. All die sanfte Zuneigung unserer ersten Küsse wird schnell durch Hunger ersetzt. Ich kann nicht genug davon kriegen, ihn zu schmecken. Das Gefühl von ihm. Das hartnäckige Schlagen seiner Zunge gegen meine steigert den Schmerz in mir. Das feine, reizende Heben seiner Hüften gegen meine feuchte Mitte droht mich zu töten. Nur Mulder kann mich darauf verringern.
Kein Denken mehr, nur noch Gefühl. Es ist ein notwendiges Übel lange genug von ihm zu gleiten um meine Panties und Strumpfhosen loszuwerden. Seine Hände wandern, um seine Boxers wegzuziehen. Seine Erektion liegt frei, hebt sich von seinem Körper und ich umfasse sie leicht, teste sein Gewicht und seine Bedeutung. Ich streichle, über seine Länge, es bereitet ihm Freude, bringt ihn dazu, sich in meiner Hand auszudehnen.
"Oh Gott, Scully", keucht er.
Wieder diese Worte. Ich kann nicht länger warten. Ich setzte mich rittlings auf ihn, bringe mich in Position. Mulders Hände ruhen auf meinen Hüften, führen mich, als ich beginne mich auf ihm niederzulassen.
Wieder bin ich beeindruckt davon, wie natürlich das ist. Ich entscheide, dass es besser ist, es schnell zu tun, wie der Sprung in einen kalten Swimmingpool. Mein Körper sträubt sich leicht gegen den Eindringling, aber ich schere mich nicht darum.
"Mulder." Ist alles was ich sagen kann, als er nach Hause gleitet.
Meine Hände suchen Halt an seiner Brust. Ich kann das schnelle Schlagen seines Herzens gegen meine rechte Hand spüren. Das ist echt. Das ist Mulder.
Ich erhebe mich ein Stück und gleite zurück, teste meine Grenzen. Genauso wie er es erfragt hatte. Mulder stöhnt und stößt zurück. Ich gebe ihm ein antwortendes Ächzen, während er tiefer wandert. Tiefer als irgendjemand jemals war. Und ich meine nicht unbedingt körperlich.
"So gut", murmelt er und ich nicke ihm zu.
Ja, das ist es.
Wir starten einen langsamen gleichmäßigen Rhythmus. Ich erhebe mich, gebe einen leichten Druck mit meinem Becken und rutsche nieder. Auf, Druck, ab. Ab, Druck, auf. Mulder hebt sich bei jedem Abstrich, steigert den Druck meines Kitzlers. Für mehrere Minuten sind die einzigen Geräusche im Appartement die Klänge unserer Seufzer und das entfernte, ohnmächtige Ticken der Uhr an der Küchenwand.
Ich beschleunige etwas und meine Beine protestieren. Ja, ich habe eine gute Kondition, aber ich benutze hier Muskeln, die nicht gerade sehr häufig beansprucht werden. Ich beginne zu zittern. Es ist zuviel, das Gefühl von Mulder in mir, an mir, unter mir, während seine Augen meine absolute Verwunderung darüber wiederspiegeln, dass das wirklich passiert.
"Ah. Schule." Sein Gesicht verschob sich wie Schmerz verzerrt und er stoppte seine Bewegungen, seine Hüften brannten. Sein Anblick wandte sich in Freude und veranlasste mich eine Pause zu machen, mich nieder an ihn ziehend. Ich fühlte mich selbst die Schwelle der Kontrolle herunter rollen.
"Mach weiter. Hör nicht auf." Er keuchte und wetterte unter mir. Ich ließ einen kleinen Schrei erschallen als meine Knie den Boden sanft verloren.
Das ist es.
Ich bewegte mich schneller auf ihm, verwarf das Geschick zu Gunsten des Tempos. Meine Nervenden wurden überstrapaziert und begannen verschiedene Nachrichten auszusenden. Heiß, kalt, heiß, kalt. Und dann brannte ich. Meine Beine vergaßen ihre Müdigkeit, meine Augen schlossen sich und jeder Muskel meines Körpers spannte sich.
Weißglühend.
Wie eine dieser alten Kameras mit den riesigen, bestäubten Blitzlichtern, machte meine Welt "poof". Ich war zeitweilig geblendet und total benommen.
Ich lag auf ihm, erschöpft und zitternd. Mein halber Verstand war verschwunden, sayonara, bis dann – doch die andere Hälfte konnte nicht glauben, dass Mulder den Weg nicht mit mir gegangen war. Ich kann ihn in mir fühlen, noch immer hart.
Liegt es an mir? Hab ich etwas falsch gemacht?
Ich schaffe es, mich soweit zu erheben, dass ich ihn ansehen kann. Mulder streicht mein Haar zurück und lächelt mich an.
"Hi."
"Mulder, ich ..."
"Nein." Er presst einen Finger an meine Lippen und schüttelt seinen Kopf. "Ich wollte ... dich sehen." Wir beide erröten. Mein Herz taumelt, nicht weit entfernt von meinen vaginalen Muskeln. Mulder gibt einen ungewollten Stoß.
"Gib mir eine Minute." Sage ich ihm, mich noch immer windend.
Mulder zieht mich zurück an seine Brust, er reibt leicht meinen Rücken, bevor er uns auf die Seite dreht.
"Nee. Ich bin dran." Er macht eine erwägende Pause.
"Was hältst du davon, wenn wir das im Schlafzimmer beenden? Ich denke nicht, dass meine Knie deinen Flurfußboden mögen."
Schlafzimmer? Ich habe ein Schlafzimmer?
"Deine Knie? Was ist mit meinen? Ich habe auch Knie."
"Scully, ich denke, wir werden deine Knie schon zufriedenstellen."
Er zieht sich von mir zurück, fährt aus mir heraus, und ich fühle mich plötzlich leer. Betty Friedan würde einen Anfall bekommen.
Mulder versucht aufzustehen, aber er stolpert und ich denke mir 'Ha! Ich. Das war mein Werk.' Dann wieder, seine Hosen befinden sich um seine Knöchel. Er bückt sich um sich zu befreien als ich mich erhebe, meine Beine sind wacklig, meine Knie pochen.
Seine Sachen sind weg, Mulder steht gerade auf und ich erhasche meinen ersten richtigen Blick auf ihn. Seine Erektion ist groß, glänzend von ihrem Aufenthalt in mir und ich kann mir nicht helfen mich zu fragen, wie das gepasst hat. Ich werde morgen bestimmt wund sein.
Trotzdem war es für eine gute Sache.
Ich bemerke, dass Mulder mich auch ansieht. Ich will meine Augen zu seinem Gesicht erheben, aber ich fühle mich plötzlich beschämt. Was sagt man zu seinem Partner für sechs Jahre, wenn ihr beide nackt seid, keuchend und dabei seid in deinem Schlafzimmer zu verschwinden und es noch einmal zu versuchen?
Mulders Hand reicht nach mir und berührt meine Brust, hält vorläufig mein Herz. Sein Daumen verfolgt die Unterseite meiner Brustwarze und ich gehe auf ihn zu.
Er läßt seine Hand gleiten, bewegt sie zu meinem Rücken, zwingt mich sanft mich umzudrehen und beginnt zu meinem Zimmer zu gehen. Die Scham verlässt mich. Da ist so surrealistisch. Seine Berührung ist so bekannt, aber die Umstände nicht. Ich weiß er wird mich nie wieder an dieser Stelle berühren, ohne dass ich mich an diesen Moment erinnern werde.
Wir sind am Bett. Ich greife nach der Bettdecke und dem Laken und ziehe sie runter. Ich setzte mich, rolle herüber und sehe Mulder an. Das Licht im Flur ist hinter ihm, taucht sein Gesicht in Schatten. Ich kann nicht in seinen Augen lesen, aber ich kann seine Gedanken erraten.
"Komm her." Ich winke ihm zu, rolle mich weiter. Er kniet auf dem Bett und beginnt langsam auf mich zu zukrabbeln. Er mag sich langsam bewegen, doch treibt sicher meinen Puls in die Höhe.
Mulder schmiegt sich neben mich, seine Arme umfangen meine Taille und meinen Rücken um mich nahe zu ziehen. Er lässt ein einzelnes, zärtliches Schnauben hören und ich merke, dass er lacht, es aber zu unterdrücken versucht.
"Was?", frage ich.
"Ich habe mich nur gerade gefragt, wie ich dich am besten verführe. Was immer Du davon hältst, fertig, oder nicht fertig, hier bin ich?"
Ich schnaufe meine eigene Belustigung heraus.
"Mulder, ist dir denn nichts heilig?"
"Das." Er umarmt mich inniger. "Das ist mir heilig.
Ich neige mein Gesicht nach oben und küsse die Unterseite seines Kinns.
"Dann komm und bete den Altar an."
Ich sehe das Blitzen seiner Zähne kurz bevor sein Mund auf meinen trifft.
Während wir uns küssen, rollt er mich auf meinen Rücken. Ich ziehe an seinen Hüften, meine Hände kreisen über sein Gesäß, drängen ihn vorwärts. Mulder fügt sich, positioniert sich zwischen meinen noch immer geschwächten Beinen. Und dann ist er zurück. Mein ganzer Körper wölbt sich in Wiedererkennung als er in mich zurückkehrt."Das ist mir heilig", flüstere ich ihm zu.
"Ja." Sein Tonfall ist ehrfürchtig.
Ich bewege meine zitternde Beine um ihn zu umfangen und er beginnt mit langsamen, überlegten Stößen. Er umfängt jede Seite meines Gesichts mit seinen Händen und atmet bei jedem Stoß sanft aus. Zuerst bin ich in der Lage mit ihm mitzuhalten, doch ein paar Minuten später beschleunigt er, bewegt seine Hüften und sucht nach dem richtigen Winkel. Ich entspanne meine Beine, ziehe meine Knie hoch, um ihm tieferen Eintritt zu gewähren.
"Scully, ich kann nicht..." Seine Augen sind fiebrig, seine Stirn faltig vor Konzentration.
"Es ist in Ordnung. Ich will dich sehen."
Das beschert mir ein weiteres Grinsen. Sein Haar flattert um seine Stirn, also bewege ich meine Hand um es wegzustreichen. Er dreht und küsst mein Handgelenk, kurz bevor er beginnt so hart und tief in mich zu stoßen, so dass sich die Atmung von meinen Lungen löst.
Viel wurde über die Unwahrscheinlichkeit, dass eine Frau in dieser Position ihren Höhepunkt erreicht, geschrieben. Doch keine dieser Studien zog den Fakt in Betracht, dass das Gehirn unsere erogenste Zone ist. Gerade in diesem Moment arbeiten mein Verstand und meine Sinne auf Hochtouren, begreifen alles. Mulder schärft seine Hüften ein letztes Mal an meinen. Er keucht "scuh", was gut meinen Namen als ein sexuelles Stenogramm bedeuten kann. Sein charakteristischer Gesichtszug verzieht sich, sein Mund öffnet sich zu einem tonlosen Schrei, bevor sein Kopf auf mein Schulter sinkt und sich seine Zähne an meiner Haut weiden. Sein ganzer Körper zittert an mir und ich lache beinahe vor Entzücken.
Wieder einmal hat Mulder bekannte Wissenschaften ignoriert und eine radikale Theorie hervorgebracht. Ich komme kurz nach ihm. Es mag nicht so intensiv gewesen sein, wie sein eigener, oder der, den ich vorhin gehabt hatte, aber es war gewiss etwas, um darüber zu schreiben. Vermutlich würde ich meiner Mutter diese Dinge erzählen.
Ich bin total erschöpft und nur noch halb wach, als Mulder schließlich zu seinen Sinnen zurückfindet und sich aus mir drückt. Er sammelt mich an sich, mein Rücken passt sich an seine Vorderseite an, seine Arme halten mich sicher und ich beginne davon zu treiben.
Draußen hört man das Quietschen von Reifen auf der Straße und dann das Geräusch von deformiertem Metall und zersplittertem Glas.
"Ich habe da diese neue Theorie", murmelt Mulder, "über Verkehr ..."
Wir sind beide eingeschlafen, bevor er ausgesprochen hat.
****
END
Notiz der Autorin:
Ich spielte Aussuchen mit den Fakten in meiner Geschichte. Ich beginne mit dem eigentlichen Datum des Piloten, aufgrund dessen sie zusammen arbeiten, im März 1992. Im Film sagt Mulder, sie wären nur 5 Jahre zusammen ( Also spielt es in der Vergangenheit? Das Telegramm am Ende ist schon auf den September 1998 datiert. Warteten sie ein Jahr um die Files wieder zu öffnen?). Trotz des Fehlers im Urteil, lag CC richtig damit, dass Scully ihr Leben streng an ihrer Arbeit konzentriert (im Film lebt sie in Georgetown und das ist das, was ich für diese Geschichte vermutete). Ich konnte nicht glauben, dass sie wirklich von Annapolis (wie ich habe munkeln hören) jeden Tag fährt. Stellt euch nur den Verkehr vor!
Ich muss mich bei William Beaty entschuldigen, dessen Website ich vorsätzlich wegen der Verkehrstheorie kopiert habe. Es ist eine wirklich coole Seite, schickt mir Feedback und ich werde euch die URL senden.