Hier ist meine nächste Geschichte – sie folgt “Close without touching" und “Spreading Dreams". Ich denke, es wird die letzte sein, oder zumindest die letzte, die ich versprechen werde. Ein Dankeschön geht an alle, die mir zu diesen Stories geschrieben haben. Kommentare können zu mir unter dettiot@udel.edu (bitte nur auf Englisch) geschickt werden. Ein Dankeschön an Amy, die meine FanFics liest und mich immer ermutigt hat. Du bist eine der Besten, Amy!!!!!
Disclaimer: Mulder und Scully gehören nicht mir. Wenn sie mir gehören
würden, glaubt ihr ich hätte “Pusher" so enden lassen? Natürlich
nicht – sie hätten sich ihre Gefühle gestanden und für immer
glücklich zusammengelebt. Wie auch immer, Mulder und Scully gehören
in Wahrheit Chris Carter (glücklicher Mann), Ten Thirteen und Fox
Broadcasting. Keine Verletzung des Copyright ist beabsichtigt.
“Was ist ein Freund? – Eine Seele, die in zwei Körpern
wohnt."
- Aristoteles -
A Single Soul
by Melissa
Mulder konnte seinen Ohren nicht trauen. Er musste sich verhört
haben – er war so in Danas Augen gefangen gewesen, sie konnte nicht gesagt
haben, dass sie ihn liebte. “Was?" schaffte er hervor zu quetschen, seine
Hand straffte sich um Danas.
Dana fühlte, wie schnell ihr Herz schlug. Sie konnte nicht glauben,
dass das passierte, noch die wundervollen, starken Gefühle, die durch
sie jagten, sie wärmten, sie sich begehrenswert und geliebt fühlen
ließen. Sie wollte, dass auch Mulder es fühlte.
Sie lachte ihr kleines Lächeln und eine Träne erschien in
ihrem Augenwinkel. Sie lehnte sich nahe zu ihm und flüsterte “Ich
liebe dich".
Er fühlte sich schwindelig durch den Klang ihrer Stimme. Es war
unglaublich – er wollte es für wahr halten, aber das war zu viel für
seinen Glauben. Doch sie war immer noch, da und er konnte in ihre Augen
sehen, ihre Worte hören, die Wärme ihrer Hand in der seinen spüren.
Um von der Angst nicht total übermannt zu werden, griff er nach ihr,
schlang seine Arme um ihre Taille. Er ließ ihre Hand entgleiten,
um nach oben zu greifen und die Merkmale ihres Gesichtes mit seinen Fingern
zu erkunden.
Dana fühlte ihr Herz zittern, als er sie an sich zog. Und als
seine langen, zärtlichen Finger begannen, sich über ihr Gesicht
zu bewegen, schlossen sich ihre Augen, ein winziges Seufzen entkam ihren
Lippen.
Er wusste es, durch das zarte Geräusch ihrer Lippen. Es war seltsam,
das ein einziges Seufzen all seine Hoffnungen bestätigen würde,
aber genau das tat es. Dieses kleine Geräusch war die entscheidende
Sache, die ihn wissen ließ, dass sie ihn liebte. Nun nicht mehr grübelnd,
ließ er seine Hand entlang ihren Wange zu ihrem Genick gleiten um
sie noch dichter an sich zu ziehen. Als er in ihre Augen sah, teilte er
ihr stumm mit, dass er sie liebte und immer bei ihr bleiben würde,
bevor er seine Augen schloss und sie küsste.
Sie fühlte sich, als wären seine Lippen, die einzige Sache,
die sie daran hindern würde zu fallen, in Unglaube auf den Boden zu
stürzen. Sie schob ihren Unglauben bei Seite und vertraute in sie,
die Angst vergessend, die noch immer ein verdunkelter Widerhall im Hintersten
ihres Kopfes war. Das Vertrauen, das sie eingenommen hatte, traf auf Mulder.
Seine Lippen und Hände fanden ihren Weg und hinderten sie daran, noch
weiter nachzudenken.
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Langsam wachte er auf. Er schlief nie besonders gut. Er war dieses angenehme,
schläfrige, entspannte Gefühl nicht gewohnt. Dann bemerkte er,
dass Dana zusammengerollt neben ihm lag, ihr Kopf ruhte auf seinem Brustkorb.
Er seufzte, nicht fähig, seine vollkommene Zufriedenheit zu unterdrücken.
Er hatte noch immer Angst. Sich aufeinander einzulassen bedeutete Veränderungen,
andere, als jene, denen sie sich sonst gegenüber sahen. Da war die
Arbeit, das Hauptproblem, plus Dinge wie Samantha, Danas Entführung,
ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten... Er begann sich zu wundern,
welche Funken zwischen ihnen gesprüht hatten, was sie dazu gebracht
hatte, sich ineinander zu verlieben. Doch seine Frage wurde durch eine
geringe Bewegung Danas beantwortet.
Sie fühlte sich so warm und geliebt und zufrieden und glücklich
und sicher. Sie konnte Mulder fühlen, und dachte daran, wie er sie
berührt hatte, wie er sie gehalten hatte. Und er war noch immer hier,
verdeckt von ihr in einer unglücklichen Position, die ihm einen starren
Hals beschert haben musste.
Sie wollte nicht wach werden, da sie wusste, dass sie weitermachen
mussten. Sie liebte Mulder schon so lange, doch hatte sie nie daran gedacht,
dass etwas zwischen ihnen passieren könnte. Jetzt, wo es eingetroffen
war, wusste sie nicht, was nun geschehen würde. Würden sie ihre
Beziehung wegen der Arbeit geheim halten? Würde einer von ihnen das
Bureau verlassen, damit sie zusammen sein konnten? Konnten sie überhaupt
eine Beziehung haben? Sie hatten so verschiedene Persönlichkeiten,
und trotz dass sie sich so nahe waren, hatten sie beide einen Eindruck
eines eigenständigen Lebens. Aber als Lover? Er konnte sie sich ein
wenig verkrampfen fühlen. Er konnte es nicht ertragen. Auch wenn diese
Fragen sich in seine Gedanken schlichen, brachte er es nicht fertig, sie
ihr zu stellen. Noch einmal einatmend verlieh er seiner neuen, größten
Angst Ausdruck.
“Du bereust es."
Bei dem Klang seiner Stimme brach Dana ein. Sie zog sich zurück
und sah ihn an. Sein Gesicht war so bezaubernd und schön, mit seinen
zerwühlten Haaren und den dunklen Stoppeln auf seiner Wange. Aber
es waren seine Augen, die sie erbeben ließen. Ein brodelnder Topf
Emotionen lag in ihrer Tiefe, und Angst, Trauer, Bedauern und völlige,
komplette Liebe waren Teil dieser Mischung. Sie zwang sich dazu, nachzudenken,
bevor sie sich darüber bewusst wurde, dass ihr Zögern als eine
Art Zustimmung aufgefasst werden konnte. Schnell rollte sie sich auf ihn
und saß nun mit gespreizten Beinen über ihm, nur um ihn festzuhalten,
während sie auf ihn einredete. Ihren Körper dazu nötigend,
seinen Vorschlag, wie sie ihm antworten könnte, zu ignorieren, starrte
sie direkt in seine Augen. Langsam sprach sie:
“Ich bereue nicht eine einzige Sache, die mir je durch dich widerfahren
ist. Seit dem Tag, an dem ich das erste Mal das Kellerbüro betrat,
wusste ich, dass du in einer gewissen Art und Weise die wichtigste Person
in meinem Leben sein würdest. Auch wenn wir getrennt waren, warst
du ein Teil meines Herzens. Du hast mir so viel gegeben, dass ich über
alles hinwegsehen kann, was mir zugestoßen ist." Sie sah seine Augen
ausweichen, und in Verzweiflung beugte sie sich hinab, nahm sein Gesicht
in die Hände und zwang ihn dazu, sie anzusehen. “Fox William Mulder,
du bist nicht an allem Schuld. Ich gebe mir selbst die Schuld für
Missy. Ich war nicht für dich da in Arizona und du wärst beinahe
gestorben. Hättest du es getan, wäre ich jetzt auch tot, weil
ich kleine Dinge das große Bild überfluten ließ. Ich vergaß
unter allem, dass ich dich liebe."
Er lag still da, starrte sie an. Ein wenig verlegen durch ihr offenes
Geständnis, seufzte sie, brach den Augenkontakt jedoch nicht ab.
Sie hatte eine Menge Mauern niedergerissen, die ihre Gefühle umgaben.
Aber auch wenn der Verlust von Kontrolle und Distanz ihr zu schaffen machten,
die Liebe zu Mulder war größer. Mulder konnte nichts sagen.
Sie hatte sich ihm völlig geöffnet, ihre Gefühle gezeigt,
ihr Herz enthüllt. Plötzlich drifteten alle seine Gefühle
davon. Und er wusste, dass sich alle Probleme lösen würden. Sie
mussten es tun, denn er würde sie niemals aufgeben. Schluckend zog
er sie auf sich herunter, nur um sie zu halten, zufrieden in diesem Moment
ihren Kopf auf seinem Brustkorb zu wissen, ihr Ohr an sein schnell schlagendes
Herz gepresst.
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“Eier oder Pfannkuchen?"
Der Klang von Danas Stimme weckte ihn auf. “Huh?", murmelte er in ihr
Haar, nicht begreifend, dass er eingeschlafen war. Er vernahm ihr Kichern
an seiner Brust und wie sie sagte: “Ähm, es ist 11 Uhr, bist du nicht
hungrig?"
“Um ..." Er war sich nicht sicher, ob er ihr Zimmer, ihr Bett verlassen
wollte. Was ist, wenn alles ein wundervoller, schrecklicher Traum gewesen
war von dem er allein aufwachen würde. <Komm schon Mulder, das
ist dämlich.> Noch immer war er sich darüber bewusst, dass sie
reden mussten, und er konnte sich nicht vorstellen, dass sie das während
des Frühstücks, wie jedes andere normale Paar tun würden.
Sie waren gewiss nicht normal.
“Dana, was willst du machen?"
“Was du immer denkst, Agent Mulder..."
Bei dem Geräusch ihrer Stimme wäre er beinahe errötet.
Diese lachende, stichelnde Scully war jemand, den er noch nicht so gut
kannte. <Aber das war *Dana*, nicht Scully>, erinnerte er sich. Er öffnete
seine Augen um sie ansehen zu können. Sie war wunderschön, ihre
klassischen Merkmale geändert durch das Lachen, das auf ihrem Gesicht
und in ihren Augen spielte. Er zwang sich zum Nachdenken – er wusste, es
würde dumm klingen, wenn er Dana sagte, wie er sich fühlte. <Aber
vielleicht nur für mich>, dachte er hoffnungsvoll.
“Es ist so ... es scheint alles wie ein Traum. Und wenn ich aufstehe,
wird dieser Traum enden, und ich werde allein sein, im Unklaren über
meine Gefühle, werde ich diesen Schmerz wieder erdulden müssen."
Er brachte sich dazu, seine wahren Gefühle zu offenbaren, wie sie
es getan hatte. Als er sie ansah, wusste er, dass sie verstand – vielleicht
fühlte sie genauso. Sie setzte sich aufs Bett, bevor sie irgendetwas
sagte. “Ich weiß Mulder – Gott, ich kann in keiner anderen Weise
an dich denken", sagte Dana seufzend, in einem geringen Anflug von Frustration.
“Es ist auch für dich seltsam, hier zu sein – aber wenn das hier wirklich
ein Traum ist, dann will ich nicht aufwachen. Und ich weiß genau,
was immer es ist und was immer auch passiert, ich will bei dir sein."
Auch er seufzte, setzte sich auf, um sie ansehen zu können. Er
griff nach ihren Händen und massierte sie mit seinen Daumen.
“Dana, wir wissen beide, dass es schwierig werden wird. Ob wir es nun
geheim halten, es Skinner beichten, sodass einer von uns oder auch beide
neu zugeteilt werden, oder wir ganz den Dienst quittieren. Keine von denen
erscheint mir als besonders verlockende Aussicht."
“Mir auch nicht" sagte sie und ihre Stimme verlor sich, als sie zustimmte.
Ihr Gesicht hellte sich ein wenig auf. “Hey, ich weiß. Was hältst
du davon, wenn wir beim Frühstück darüber nachdenken?" Er
sah sie erstaunt an. Er versuchte ernst zu bleiben, und sie hatte nur eins
im Kopf: Essen. Auf einmal sah er sie lachen und er merkte, dass sie nur
die allzu düstere Stimmung auflockern wollte. Er hatte keine andere
Wahl – er griff nach ihrer Taille, zog sie neben sich und lachte. Er blickte
in ihre tanzenden Augen und hob eine Augenbraue. “Hungrig, huh?" Sie kicherte
und nickte zaghaft. “Yep – ich hab' Appetit", sagte sie, im gleichen Moment
grinsend und ein wenig errötend. Sie drückte sich schnell aus
dem Bett und stellte sich daneben. Dann, mit einem kleinen, schwerwiegendem
Lächeln, streckte sie ihm ihre Hand entgegen. “Komm schon Mulder –
ich verspreche dir, ich werde hier sein, auch wenn du aufstehst." Er fühlte,
wie sein Herz Purzelbäume machte. Mit einem leichten Zögern setzte
er sich auf, schwang seine Beine über die Bettkante in Richtung Fußboden.
Dann sah er sie einfach nur an und streckte seine Hand der ihren entgegen.
Sie hatte gesagt, dass sie zu ihm gehörte, und er wusste, dass er
ihr Eigen war. Ihr Augen schienen zu sagen “Du bist sicher, du musst mir
nur vertrauen." Und er ließ seine Hand in Danas gleiten.
ENDE
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Übersetzt von Kim eternal-flame@gmx.net
Überarbeitet von KIT-X kit-x@yahoo.com