Titel:
Eine kleine ZunkunftsvisionAutorin: Leni Blue
Kontakt: Leni_Blue@web.de
Rating: G
Kategorie: MSR, future
Spoiler: keine
Disclaimer: Also...*tieflufthol* SIE GEHÖREN NICHT MIR!!!!!! (Weltwunder!)
Zusammenfassung: Wie der Titel schon sagt...
Autorenbemerkung: Zu danken habe ich eigentlich nur meiner Langeweile. Widmen tue ich diese Story wie immer den Spooky Four und dann noch allen Franzosen dieser Welt. (Fragt nicht warum!) Also, viel Spaß!
Eine kleine Zukunftsvision
Er betrachtet die Kette noch ein letztes Mal und nickt dann zufrieden. «Ich nehme diese hier!» Der Verkäufer lächelt bedächtig und zieht eine Augenbraue hoch. «Sie muss etwas ganz Besonderes sein», stellt er fest und seine Stimme klingt dabei angenehm rau und sanft.
Beiden Männern ist klar, dass er damit nicht die Kette meint.
Er nickt bestätigend und seine Augen funkeln bei dem Gedanken an seine Liebe. Dann blickt er den Verkäufer fragend an, denn er hat bemerkt, dass hinter seiner Feststellung eine Geschichte stecken muss. Der Alte beeilt sich daraufhin der Aufforderung nachzukommen : «Ich habe dieses Stück für meine Frau gefertigt… zu unserem ersten Valentinstag. Sie meinte, dass es so schön sei, dass ich es noch einmal machen solle, um es zum Verkauf auszulegen.»
Er macht eine kleine Pause und lässt seine Gedanken in die Vergangenheit bis zu jenem Tage abschweifen. «Das ist jetzt über 50 Jahre her… ja, das gute Stück liegt hier schon so lange.»
Man sieht ihm an, dass er das nicht nachvollziehen kann. Wie ist das möglich, bei der Schönheit dieser Kette? Der Verkäufer aber lacht nur.
«Sie sucht sich seinen Besitzer aus selbst aus», meint er dann belehrend.
Er fragt nicht weiter und beide betrachten die zarte Silberkette. Der herzförmige Anhänger ist aus rötlich schimmerndem Glas gemacht und darin kann man kleine Verzierungen erkennen.
Um ihn in der Mitte zu halten, ist die Kette um den Anhänger etwas dicker.
Schließlich besinnt er sich wieder auf ihre Unterhaltung.
«Sie ist etwas Außergewöhnliches. Heute ist zwar nicht unser erster Valentinstag, aber dafür ein Besonderer.» Der Alte wartet geduldig bis er fortfährt.
«Wir haben vor Kurzem erfahren, dass wir Nachwuchs bekommen«, erklärt er und strahlt jetzt so stark, dass es den Verkäufer auch mit in seinen Bann zieht.
»Es ist jedesmal wie ein Wunder, wenn soetwas geschieht, nicht wahr?» Er nickt und der Alte weiß gar nicht, wie recht er damit hat.
«Jaja, dann ist sie die Richtige !» Und diesmal meint er beide…Frau und Kette.
Als er den Vorgarten des kleinen Hauses betritt, das sie auch erst vor Kurzem zusammen bezogen hatten, fängt sein Herz an zu rasen und das Blut rauscht in seinen Ohren. Kein Wunder, bei dem, was er heute Abend vor hat.
Bevor er seinen Schlüssel aus seiner Tasche holen kann, geht die Tür auf und ihre schlanken Arme legen sich um seinen Hals.
«Du bist spät dran heute!» Ihre warme Stimme klingt nicht ernst oder tadelnd, eher zärtlich und neckend…Necken, denkt er, das war ihr ständiges Hobby.
«Ich musste doch noch meine ganzen Valentinstagskarten abschicken.»
Er erntet von ihr ein Lächeln, das für ihn die Nacht zum Tage macht und kurz darauf einen zarten Kuss. «Wie war dein Tag ?», erkundigt er sich, während die beiden ins Haus gehen.
Sie stößt einen gedehnten Seufzer aus. «Laaaaaangweilig. Seit dem ich drei Tage in der Woche frei habe arbeite ich ja kaum noch…mir fehlt das Büro mehr denn je.»
Er lacht und sie stimmt mit ein. «Dort ist es doch noch viel langweiliger, weil wir kaum noch Außendienst haben!»
Sie scheint ein bisschen beleidigt, überlegt dann kurz und grinst schließlich. «Du hast es selber so gewollt!»
Er schaut sie entschuldigend an und legt seine Hände um ihre Hüften um sie wieder an sich zu ziehen. Seine Stimme ist jetzt leise, aber bestimmt. «Ich bereue auch GAR NICHTS! Und jetzt lass uns das Thema fallen lassen. Ich koch uns jetzt was Schönes und dann habe ich eine Überraschung für dich.»
Sie zieht eine Augenbraue hoch, eine typische Bewegung für sie, und schaut ihn herausfordernd an. «Wir gehen nicht essen?»
«Nein!»
«Muss ja auch nicht sein…»
«Hm hm…»
«Aber du hast eine Überraschung?»
Er nickt. Sie wirft ihm noch einen skeptischen Blick zu und nähert sich dann seinem Gesicht.
«Fox William Mulder, ich liebe dich!» Die beiden küssen sich sanft, aber leidenschaftlich. Als sie sich wieder voneinander trennen, lächelt er seelig und schaut sie verträumt an. «Und ich dich erst!»
Er hat darauf bestanden, den Tisch zu decken und es ist ihm auch gelungen sich gegen ihren heftigen Protest durchzusetzen.
Als er den letzten Bissen gegessen hat, bemerkt er ihren forschenden Blick. Er schaut sie an und ihm fällt auf, dass sie im Licht der Kerzen noch schöner ist als sonst.
Sie sitzen im Esszimmer, das Licht ist leicht gedämpft und im Hintergrund ist leise Musik zu hören. Sonst ist es still.
Er hält es nicht mehr aus, lächelt verlegen und zaubert die Schatulle der Kette hervor.
«Ich hab hier etwas für dich.»
Ihre Augen fangen an zu strahlen, aber es ist nicht nur die Vorfreude auf ihr Geschenk, sondern vielmehr die Tatsache, dass er sich solche Mühe macht und gemacht hat. An diesem Abend scheint etwas Besonderes in der Luft zu liegen. Allerdings ist es ihr auch etwas unangenehm, dass er sie so umsorgt…das ist sie nicht gewöhnt. Auch nach der Zeit, in der sie schon zusammen sind, nicht.
Unwillkührlich streicht ihre Hand über ihren Bauch, als er aufsteht und zu ihr herüber kommt. Er öffnet die Schatulle und sie zieht die Luft scharf ein, um nicht vor Rührung in Tränen auszubrechen.
Er sieht sie erwartungsvoll an und ihre Sprachlosigkeit bringt ihn zum Lächeln. Sprachlosigkeit ist ein gutes Zeichen. Das ist ihre Art zu zeigen, wie sehr sie sich freut.
Sie sucht seinen Blick und scheint zu fragen : «Darf ich?»
Er nickt ihr zu und schon hat sie das kostbare Stück in der Hand und liest die Gravur. «Für meine Liebe. FWM » (Autorenbemerkung: NICHT die Fußball Weltmeisterschaft!)
Eine einsame Träne bahnt sich nun doch ihren Weg über ihre Wange und als er sie wegwischt, lacht sie zaghaft und schließt kurz die Augen um sich zu besinnen.
Schließlich bringt sie ein heiseres «Danke» über die Lippen. Oh, wenn er nur wüsste, wie glücklich sie in diesem Moment ist. Aber er weiß es und das Glück der beiden ist beinahe greifbar. Dieses Gefühl lässt die Herzen beider schneller schlagen.
Es sind keine Worte nötig, als er ihr die Kette um den Hals legt. Sie schließt ein weiteres Mal die Augen und spürt mit wieviel Liebe dieses Stück gefertigt wurde. Er betrachtet sie und sieht zufrieden aus. Die Kette passt ausgezeichnet zu ihrem Teint und ihrem kupferrotem Haar.
Er weiß jetzt, was der Verkäufer gemeint hat. Diese Kette steht einfach nicht allen.
«Das ist noch nicht alles!» flüstert er leise und grinst bei ihrem erstaunten Gesichtsausdruck vor Aufregung und Vorfreude.
Er zaubert noch eine kleinere Schatulle hervor und kniet sich vor ihr hin.
Sie weiß gar nicht wie ihr geschieht und registriert trotz der Offensichtlichkeit der Situation nicht, was folgen wird.
«Du weißt, dass ich in solchen Dingen nicht gerade gut bin und da ich nicht irgendeinen vorbereiteten Text aufsagen will, improvisiere ich einfach…Ich liebe dich über alles und ich weiß, dass ich nicht mehr ohne dich leben kann und will. Und jetzt bekommen wir auch noch Nachwuchs und es ist nicht nur ein Wunder, sondern macht mich auch noch zum glücklichsten Menschen auf der Welt.»
Er lächelt kurz verlegen. Das ist wirklich nicht so seine Sache. «Ich…ich kann gar nicht in Worten ausdrücken, was ich dir so gerne sagen möchte. Vielleicht ist dieser Schritt auch vorhersehbar gewesen…aber bevor es einfach nur noch eine Formalität wird, mache ich es so… das finde ich romantischer…» Er stockt kurz, weil er bemerkt, dass er sich schon wieder in irgendwelchen Erklärungen verstrickt, die eigentlich gar nicht nötig sind. «Möchtest du meine Frau werden ?»
Es ist raus…es ist doch tatsächlich und endlich raus. Aber er kann gar nicht länger darüber nachdenken, denn sie schmeißt sich ihm um den Hals und drückt ihn fest an sich. «Ja…ja…ja… » flüstert sie immer wieder leise in sein Ohr.
Da liegen sie jetzt…auf dem Esszimmerboden ihres kleinen Häuschens, lachen und weinen gleichzeitig, küssen sich immer wieder und können nicht fassen, dass sie jetzt, nach all den Jahren, hier sind. An diesem Punkt, von dem sie eigentlich niemals geglaubt hätten ihn zu erreichen.
Und als er in ihre Augen schaut, die so funkeln und strahlen, wie noch nie zuvor, weiß er, dass sie die Richtige ist und schon immer war…und damit meint er beide…seine Dana UND die Kette.
«Ich liebe dich!»
The End
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