Titel: Wenn Liebe wächst
Autor: Trahnfisch
Kontakt: Trahnfisch@gmx.de
Beta: spookydogstar
Kontakt: spookydogstar@gmx.de
Kategorie: MSR, Scully POV
Rating: NC 17
Spoiler: Die Botschaft, Alte Seelen, Sternenlicht
Short Cut: Wie Scully und Mulder ein Paar wurden
Disclaimer: *seufz*! Als wenn es nicht sowieso jeder wüsste! Aber gut, da ich kein Geld habe und es für mich wirklich schrecklich wäre, wenn ich verklagt würde, schreibe ich es auf: Die hier verwandten Charaktere gehören nicht mir, sondern Chris Carter, 1013 Productions, 20th Century Fox Entertainment und den Schauspielern, die ihnen eine Seele geben. *seufznochmal*
Autors Note: Ich schreibe diese Story für spookydogstar, einer ganz lieben Freundin und einer unermüdlichen Betaleserin. Sie hat sich gewünscht, dass ich mal eine Story schreibe, in denen Scully und Mulder noch nicht ein Paar sind, es jedoch im Verlauf werden. Also, spookydogstar, hier ist ein Versuch ganz ohne Tortour (hoffe ich zumindest!) die beiden zusammen zu bringen. Mal sehen, ob es klappt!!
Wenn Liebe wächst
Ich sehe aus dem Fenster und betrachte ein wenig abwesend die vorbeifliegende Landschaft. Trotzdem kann ich den Blick meines Vorgesetzten von Zeit zu Zeit auf mir fühlen.
Er sagt nichts, lässt mich meinen Gedanken nachhängen, die dem Mann gelten, der mir Sorgen bereitet.
Mulder.
Hoffentlich bekommen wir ihn in einem Stück aus der Situation, in der er steckt wieder hinaus. Verdammt. Wie konnte es überhaupt geschehen, dass dieser Mann ihn als Geisel genommen hat?
Warum war Mulder in diesem verdammten Laden, ausgerechnet, als ein Verrückter den Coup seines Lebens landen wollte?
Niemand kann mir diese Fragen beantworten. Denn nach dem, was wir bisher wissen, war es einfach nur Zufall.
Mulder würde mich jetzt mit einem sanften Lächeln ansehen und mir zu verstehen geben, dass es so etwas wie Zufälle nicht gibt.
Und ich würde eine Augenbraue hoch ziehen, vielleicht auch mit den Augen rollen und es würde eine Diskussion über das Leben entstehen.
Ein Seufzer entkommt meinen Lippen und wieder spüre ich den Blick von Skinner auf mir. Ich wende ihm mein Gesicht zu und schenke ihm ein leichtes, entschuldigendes Lächeln.
"Darf ich Sie etwas fragen, Agent Scully?" Die Stimme meines Vorgesetzten ist sanft. Ich spüre, dass es nichts offizielles ist, was er von mir wissen will. Sofort sind alle meine Sinne in Alarmbereitschaft. Dennoch nicke ich.
"Wie kam es zu dieser Veränderung in Ihrer Beziehung?" Ich höre selber, wie ich scharf einatme.
Sofort winkt Skinner ab, lässt seinen Blick einen Moment auf der Straße ruhen, ehe er ihn wieder mir zuwendet.
"Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich *weiß* dass sie sich verändert hat. Schon vor einer ganzen Weile. Wer sonst sollte der Vater ihres ungeborenen Kindes sein? - Und ich bin der letzte, der es Ihnen nicht gönnt. Es wird sich nicht auf Ihren Job auswirken. Aber mich interessiert, wie es dazu kam.
Ich selber hatte in meinem ersten Jahr beim FBI auch eine Beziehung mit meiner Kollegin. Leider waren unsere Vorgesetzten nicht sehr offen, was das anging und sie versetzten Sandra. Nach New Mexico. Wir haben es geschafft, die Beziehung noch ein halbes Jahr aufrecht zu erhalten, dann trennten wir uns. Die Entfernung war einfach zu groß." Der Assistent Director seufzt leise. Offenbar schmerzt ihn die Erinnerung immer noch.
Ich wende meinen Blick wieder der Landschaft zu, als er sich ebenfalls wieder der Straße widmet.
Es scheint schon so lange her zu sein, dass die Grenzen, die wir uns vor Jahren setzten, begannen sich zu verschieben.
Und doch, ich erinnere mich an jede Sekunde, die seitdem verging.
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Mulder und ich hatten von Anfang an eine andere, besondere Beziehung. Ich wusste nicht, was ich getan hatte, dass er mir sein Vertrauen schenkte, doch er tat es, und zwar in dieser ersten Nacht in Oregon, als wir gemeinsam in seinem Hotelzimmer waren. Ich war gerade mal einige Stunden bei den X Akten und verstieß bereits gegen eine Regel, die lautete, dass sich zwei FBI Agenten unterschiedlichen Geschlechtes nicht in ein und dem selben Hotelzimmer aufhalten durften.
Die Wortgefechte, die wir uns im Laufe der Jahre immer wieder lieferten, waren im Grunde ein Zeichen unserer Zuneigung, des Respekts, den wir uns gegenseitig entgegenbrachten.
Wir blieben grundsätzlich auf der sachlichen Ebene, wurden niemals persönlich bei unseren Diskussionen und sie halfen uns, die Gedanken und Ideen des jeweils anderen zu erfahren und zu überdenken.
Bereits nach kurzer Zeit waren unsere Leben so ineinander verflochten, dass es uns nicht mehr möglich war, ohne den anderen zu sein.
Ich erinnere mich an die Angst, die ich empfand, als Luther Lee Bocks Mulder warnte und seine Prophezeiung schließlich in Erfüllung ging. Gott, diesen Mann, der mir so viel bedeutete dort auf dem Boden liegen zu sehen, zumal ich zu dem Zeitpunkt durch den Tod meines Vaters emotional sehr belastet war, brachte mich beinahe um.
Die Schließung der X Akten und unsere damit verbundene Trennung, war für uns beide ein schwerer Schlag.
Als ich damals nach meiner Entführung im Koma lag, spürte ich, wie Mulder vor Angst und Schuld beinahe zugrunde ging. Er war der Grund, warum ich überhaupt noch lebe. Wäre er in dieser Nacht, in der ich bereits an der Grenze stand, nicht bei mir gewesen, hätte ich sie überschritten.
Als Mulder damals in dieser Wüste verschollen war, hatte ich das Gefühl, ich würde ebenfalls sterben. In meinem ganzen Leben, hatte ich mich niemals so einsam gefühlt.
Damals, als diese Pheobe Green, Bambi und Detective Ich-weiß-nicht-mehr-wie-sie-heißt war ich, auch wenn ich es niemals offen zugeben würde, verdammt eifersüchtig. Dabei hatte ich kein Recht dazu.
Natürlich liebte ich Mulder, und spätestens seit ich mit dem Krebs im Endstadium im Krankenhaus lag, wusste ich, wie sehr Mulder mich liebte, doch wir hatten es uns niemals gesagt.
Nicht wirklich zumindest. Gut, er hatte es mir gesagt, nachdem die Jungs und ich ihn aus dem Bermudadreieck geholt hatten, aber er hatte damals starke Medikamente bekommen und ich wusste nicht, was davon auf einen gewissen Rausch zurück zu führen war.
Die Änderung in unserer Beziehung war nicht plötzlich. Es war eher so, als wenn sie langsam gewachsen wäre, und wir mit ihr. Und doch kann ich mich noch genau an den Auslöser erinnern, der uns den Mut schenkte, die Grenzen zu übertreten, die wir uns vor so langer Zeit in diesem Hotelzimmer in Oregon selber und ohne jemals darüber zu reden, gesetzt hatten.
Ich betrat Skinners Büro nach einem leisen Klopfen.
Skinner hielt Mulder eine Standpauke. Wortfetzen waren sogar draußen im Vorraum zu hören und er ließ sich auch von meinem Eintreten nicht unterbrechen.
"Sir?" Ich sprach ihn leise an, woraufhin er sich mit einem wütenden Blick zu mir umdrehte.
"Was ist denn los, Agent Scully?" wollte er genervt wissen.
"Ich würde gerne mit Agent Mulder sprechen." sagte ich mit ruhiger Stimme. Ich erinnere mich, dass meine Stimme viel ruhiger klang, als ich mich fühlte. Ich hasste es, der Überbringer schlechter Nachrichten zu sein, und diese Nachricht war definitiv schlecht.
Skinner drehte sich wieder zu Mulder um.
"Das kann warten." Die Stimme des Assistent Directors klang wie ein Befehl, doch dieses eine Mal musste ich den Befehl offen missachten.
"Nein, das kann es nicht, Sir." warf ich schließlich mit fester Stimme ein.
Mulder sah mich erstaunt und neugierig an. Er schien bereits zu ahnen, dass es keine guten Nachrichten waren, die ich brachte.
"Was ist denn, Scully?" erkundigte er sich. Ich sah ihn still an.
"Mulder, deine Mutter ist tot." antwortete ich schließlich mit sanfter Stimme.
Den Gesichtsausdruck von Mulder werde ich wohl niemals vergessen. Da war Unglaube, gemischt mit Schock und Trauer.
Wir fuhren sofort nach Greenwich, zum Haus seiner Mutter und während ich vor der Tür dem Beamten noch meinen Ausweis zeigte, ging Mulder bereits hinein. Ich folgte ihm schließlich, blieb im Eingangsbereich stehen und beobachtete, wie er auf einige Polizisten zu ging.
"Hallo. Ich bin Fox Mulder – der Sohn von Mrs. Mulder. Können Sie mir sagen, was hier passiert ist?" drang seine ruhige Stimme an mein Ohr.
"Sie sehen ja, das Gas war aufgedreht. Sie hat den Backofen aufgemacht, damit es sich im Raum besser verteilt." Mulder drehte sich um und nahm alles in sich auf.
"Ach übrigens, Mr. Mulder. Das hier haben wir im Badezimmer Ihrer Mutter gefunden." Ein weiterer Polizist trat auf Mulder zu und drückte ihm etwas in die Hand.
Ich ließ meinen Blick durch das Zimmer wandern.
Die Fußleisten waren mit Klebeband abgedichtet, damit das Gas nicht entweichen würde.
Als ich meinen Blick wieder hob, konnte ich Mulder nirgends entdecken.
Langsam wanderte ich durch das Haus und fand ihn schließlich im Schlafzimmer seiner Mutter. Nur zögernd trat ich ein, berührte mit meinen Fingerspitzen sachte den Türknauf und rief leise seinen Namen.
"Mulder?"
Er kam auf mich zu.
"Sieh mal hier." drang seine Stimme an mein Ohr.
"Was ist das?" wollte ich wissen und blickte auf drei kleine Fläschchen in seiner Hand.
"Diazepam. Die hat sie als Schlafmittel genommen." erklärte er.
"Hat sie einen Brief hinterlassen?" erkundigte ich mich.
Er schüttelte in einer kleinen Bewegung den Kopf.
"Sie rief an, als ich in Kalifornien war und wollte reden, aber... ich hab nicht zurück gerufen." sagte er leise.
"Oh Mulder." Ich sah ihn mitleidig an. Wie musste er sich fühlen. Noch ein Punkt auf der Liste dessen, wofür er sich schuldig fühlte.
Verdammt, was hatte dieser Mann nur getan, um so viel Schuld empfinden zu müssen? Ich wünschte, ich könnte ihm einen Teil der Last abnehmen. Gäbe es eine Möglichkeit würde ich ohne zu zögern einen Teil der Schuld, die er mit sich trug auf meine Schultern laden und ihn entlasten. Mulder bedeutete mir so viel, wie kein anderer Mensch auf der Welt und ihn leiden zu sehen, bedeutete für mich beinahe physische Schmerzen.
Ich hörte, wie er tief Luft holte und sah ihn weiter an.
"Ich hätte nie..." Er stockte und sprach schließlich weiter während er zur Frisierkommode seiner Mutter hinüber ging "...warum sollte sie das tun? Das ergibt einfach keinen Sinn."
"Wir wissen nie wirklich warum." startete ich einen lächerlichen Versuch ihm Trost zu spenden.
"Nein." unterbrach er mich beinahe. "Sie würde sich nicht umbringen. Warum sind diese Fotos weg? Hier haben Fotos gestanden von meiner Schwester und mir." Er ging zum Bett hinüber und setzte sich in einer erschöpften Bewegung darauf.
"Es ist alles, was sie noch von uns hatte und jetzt sind sie weg. Warum nur?" fragte er und holte tief Luft.
Ich ging langsam auf das Bett zu und setzte mich auf die Kante am Fußende. Mulder saß mit dem Rücken zu mir, sein Kopf war leicht in den Nacken gelegt und es sah so aus, als wolle er sich rücklings auf das Bett legen, doch schließlich richtete er sich wieder auf.
"Sie hatte mich in den Nachrichten gesehen und wollte mit mir über das vermisste Mädchen reden. Sie wollte mir etwas über sie erzählen und vielleicht konnte sie... es mir nicht am Telefon sagen, weil sie Angst hatte, dass sie ihr etwas wie das hier antun würden." Er drehte sich leicht zu mir um und ich konnte den Schmerz in seinen Augen lesen. Er versuchte verzweifelt, sein Weltbild aufrecht zu erhalten.
"Wer?" fragte ich erstaunt.
"Diejenigen, die meine Schwester entführt haben. Sieh dir dieses Haus an... – ich meine, es ist alles so inszeniert. Die Pillen, der Gasherd, das Klebeband, das ist wie in einem schlechten Filmdrehbuch." Er stand auf und drehte sich zu mir um. Verwundert blickte ich zu ihm auf, nicht in der Lage, ihm wirklich zu folgen.
"Sie sind vielleicht hergekommen und haben sie bedroht. Sie hat sich aufgeregt und die mussten sie beruhigen. Ich würde nach einem..." er deutete auf seine Armbeuge während er sprach "...nach dem Einstich einer Spritze oder nach etwas anderem in ihrem Organismus außer diesen Pillen suchen."
Ich erhob mich, meine Stirn gerunzelt und blickte ihn flehend an.
"Nein Mulder. Bitte mich nicht das zu tun." bat ich ihn eindringlich.
"Scully, wen soll ich denn sonst fragen?" Er sah mich verzweifelt an.
"Eine Autopsie, Mulder?!" Ich stockte kurz. "Bei einem Fremden ist das eine Sache, aber du bist mein Freund, und sie ist deine Mutter." erklärte ich.
"Ich weiß. Aber wenn du’s nicht tust, erfahr ich vielleicht nie die Wahrheit." Seine Stimme war eindringlich und ich wusste, ich würde es tun. Ich konnte ihm diese Bitte nicht abschlagen und so seufzte ich leise auf.
Ich wusste nicht, was Mulder in der Zwischenzeit getan hatte, wo er war, oder ob er überhaupt irgendwo war.
Ich fuhr direkt, nachdem ich die Autopsie beendet hatte, zu seiner Wohnung und klopfte leicht an.
Stimmen drangen von seiner Wohnung auf den Flur und ich fragte mich, wer bei ihm war. Was ich ihm zu sagen hatte, würde ihn schwer treffen, und ich wollte nicht, dass da noch irgendjemand anderes dabei war.
Gedämpft hörte ich, wie ein Stuhl zur Seite geschoben wurde und dann wurden Schritte lauter.
Die Tür wurde geöffnet und ein erschöpft aussehender Mulder kam zum Vorschein.
"Ich bin froh, dass du hier bist." begrüßte er mich, drehte sich um und ging in die Wohnung hinein. Ich folgte ihm langsam, während er bereits weiter sprach.
"Meine Mutter wollte mir etwas mitteilen und ich weiß auch was. Etwas über meine Schwester, das sie mir nie erzählt hat." Er schaltete den Anrufbeantworter ein, den er zurück gespult hatte, während er redete. Gebannt saß er auf seinem Stuhl und lauschte auf das, was die Stimme seiner Mutter sagte.
Ich blieb in der Tür zu seinem Wohnzimmer stehen und hörte ebenfalls auf das, was die ältere Dame sagte.
"Sie wusste, was ich bei diesem Fall in Kalifornien finden würde." sagte Mulder, nachdem die Aufzeichnung beendet war.
"Wie konnte sie das wissen, Mulder?" Ich wusste, ich klang skeptisch.
"Ein Kind das spurlos verschwindet ohne Beweise und entgegen allen logischen Erklärungsversuchen? Weil sie wusste, was mich angetrieben hat, was ich immer geglaubt habe." erklärte er.
"Mulder..." begann ich, doch er unterbrach mich sofort. Während er sprach, ging ich langsam, Schritt für Schritt auf ihn zu und blieb schließlich vor ihm stehen.
"Scully – diese... diese Eltern... die ihre... die ihre Kinder verloren haben, die haben Visionen von ihren Söhnen und Töchtern gehabt. Szenen, die nie passiert sind, aber die sie in Briefen beschrieben, die automatisch entstanden, mit Worten, die ihnen eingegeben wurden – von alten Seelen, die die Beschützer der Kinder sind." sagte er überzeugt. Ich sah auf ihn hinab und setzte mich schließlich auf einen Stuhl, ihm gegenüber.
"Meine Mutter muss selbst so einen Brief geschrieben haben, in dem sie das Szenario des Verschwindens meiner Schwester beschrieben hat, von ihrer Entführung durch Außerirdische." Er sah mich offen an, seine Augen flehten um das Verständnis, welches ich ihm nicht entgegen bringen konnte.
"Verstehst du denn nicht, Scully? Es ist nie passiert. Alle Visionen die ich hatte, waren bloß... sie haben mir geholfen, mit dem Verlust fertig zu werden, aber ich hab am falschen Ort nach meiner Schwester gesucht. Das ist es, was meine Mutter versucht hat mir zu sagen, und wovor sie mich warnen wollte. Und darum wurde sie getötet."
Ich sah ihn offen an, hielt seinen Blick mit meinem und hoffte, dass ich in seinen Augen die Kraft finden würde, die ich brauchte, um ihm das zu sagen, was ich nun sagen musste.
"Deine Mutter hat sich selbst umgebracht. Das ist das Ergebnis der Autopsie. Sie litt an einer unheilbaren Krankheit – an einer nicht behandelbaren, furchtbar entstellenden Form von Krebs. Sie wusste es. Es gibt ärztliche Unterlagen. Sie wollte nicht mehr leben." Nun war es raus.
Besorgt beobachtete ich, wie Mulder mich anblickte und schließlich tief einatmete. Seine Augen klappten zu und er brachte seine Hände an seine Schläfen.
Er war kurz davor zusammen zu brechen.
Nach einem Moment, in dem er offenbar das von mir Gehörte verarbeitete sprang er auf und rütteltet wie ein wilder an seinem Schreibtisch.
Ich sprang ebenfalls auf und berührte ihn sanft am Unterarm, doch er entzog sich der Berührung, drehte sich weg.
"Mulder." versuchte ich ihn mit sanfter Stimme zu erreichen.
Er beugte sich hinunter und ich hörte, wie er mit verzweifelter Stimme sagte: "Sie wollte mir etwas sagen." Er ließ sich wieder auf den Stuhl sinken und drehte sich leicht zur Seite.
"Sie hat versucht.... mir etwas zu sagen." weinte er schließlich.
Ich ging vor ihm in die Hocke und berührte ihn sanft an seiner Schulter.
"Sie wollte dir sagen, du sollst aufhören. Aufhören, nach deiner Schwester zu suchen. Sie wollte dir nur den Schmerz nehmen." redetete ich auf ihn ein.
Schließlich schlang er seine Arme um meinen Nacken und weinte, war nicht mehr in der Lage etwas zu sagen, klammerte sich lediglich an mir fest, als würde er ertrinken, wenn ich ihn los lassen würde.
Es dauerte lange, bis er sich wieder einigermaßen beruhigte. Als sein Schluchzen nachließ, half ich ihm aufzustehen und zu seiner Couch hinüber zu gehen.
Er war am Ende seiner Kräfte, nicht in der Lage, selbständig zu laufen, weshalb ich ihn führte.
Als ich ihn sanft auf das Sofa drückte, klammerte er sich erneut an meinem Arm fest und blickte mich flehend an.
Sanft löste ich seinen Griff und strich ihm liebevoll mit einer Hand über die Wange.
"Ich werde einen Tee kochen." sagte ich leise und er nickte, in einer abgehackten Bewegung.
Sein Kopf fiel auf die Rückenlehne und seine Augen klappten zu. Ich richtete mich auf und ging hinüber in seine Küche.
Natürlich fand ich mich in seiner Küche ohne große Probleme zurecht. Ich hatte mehr als einmal in den vergangenen Jahren mit ihm in seinem Wohnzimmer über Akten gesessen und uns zwischendurch einen Tee oder einen kleinen Snack bereitet.
Während ich das Wasser aufsetzte, vernahm ich ein leises "Klong, Klong" welches mir zeigte, dass er seine Schuhe auszog. Vermutlich legte er sich hin, einen Arm hinter seinem Kopf, den anderen locker auf seinem Leib liegend und die Augen zur Decke gerichtet.
Ein leises Seufzen verließ meine Kehle bei dem Gedanken und ich öffnete den Schrank um zwei Tassen hinaus zu nehmen.
"Kannst du heute hier bleiben, Scully?" Ich erschrak beim Klang seiner leisen Stimme hinter mir und wirbelte mit einem erstickten Schrei herum.
Er stand am Esstisch und blickte mich aus müden Augen bittend an.
"Tut mir leid." flüsterte er und trat einen unbeholfenen Schritt auf mich zu.
Ich schüttelte den Kopf, um ihm zu sagen, dass ich in Ordnung war und betrachtete ihn aufmerksam.
Sein Gesicht war blass, seine Augen leicht gerötet und seine Schultern hingen locker nach vorne. Er sah vollkommen fertig aus, und so fühlte er sich wohl auch.
"Ja, wenn du es möchtest." antwortete ich schließlich auf seine Frage.
Er nickte, drehte sich um und verließ die Küche wieder.
"Ich hole deinen Übernachtungskoffer rauf." murmelte er und trat in seine Turnschuhe, die neben der Eingangstür lagen.
Ich seufzte erneut, als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel.
Später in der Nacht saß ich auf dem Sofa, Mulder lag lang ausgestreckt und hatte seinen Kopf in meinen Schoß gebettet. Ich fuhr mit sanften Fingern durch seine Haare, während ich ihm lauschte. Er erzählte von seiner Schwester und von seiner Mutter.
Offensichtlich half es ihm, mit dem Schmerz fertig zu werden, und ich lauschte still, war für ihn da, wenn seine Gefühle ihn übermannten und die Tränen liefen.
Seine Stimme wurde leiser und schließlich war er still. Ich sah auf ihn hinunter, dachte er wäre eingeschlafen, doch ich erkannte, dass er mich nachdenklich anblickte.
Meine Hand wanderte zu seiner Wange und ich zeichnete mit dem Zeigefinger seine Linien im Gesicht nach.
Als ich seine Lippen berührte, verzogen sich seine Lippen leicht. Er antwortete auf meine Berührungen und gab meinem Finger einen sanften Kuss, seine Augen weiterhin auf mich gerichtet.
Sein Blick hielt meinen Gefangen, seine Hand legte sich auf meine und hielt sie an seine Lippen, die meine Haut verwöhnten. Himmel, der Mann löste Gefühle in mir aus, von den ich nicht wusste, dass es sie überhaupt gab. Ein Schauer jagte den nächsten über meinen Rücken, und ich fragte mich, ob das wirklich Mulder war, der mich berührte.
Oder brauchte er einfach nur Trost? Interpretierte ich dinge in diese Berührung, die nicht da waren? Ich versuchte in seinen Augen zu lesen, er gewährte es mir. Zeigte mir die Zuneigung, die Liebe, die er für mich empfand und ich erschauderte erneut. Niemals hätte ich gedacht, dass ein Mensch so intensiv empfinden konnte, wie Mulder es offensichtlich für mich tat.
Und ich für ihn.
Erst nach einer scheinbar unendlich langen Zeit klappten seine Augen zu und er seufzte resigniert in meine Handfläche.
"Ich frage mich, ob sie mich geliebt hat." murmelte er und ich seufzte innerlich auf.
"Sie war deine Mutter." antwortete ich und strich die Träne, die sein Auge verließ liebevoll weg.
"Sie hat mir nie verziehen, dass die meine Schwester mitgenommen haben, und nicht mich." sagte er erstickt.
"Du konntest nichts dafür. Es war dein Vater, der die Wahl traf."
"Ich war da, als sie sie holten, Dana. Ich hätte es verhindern können." Seine Stimme brach und er drehte sich auf die Seite, vergrub sein Gesicht an meinem Leib und schlang seine Arme um meinen Körper.
"Nein, das hättest du nicht. Du warst noch ein Kind, Mulder." versuchte ich, ihm die Schuld zu nehmen.
Die Hand, die zuvor sein Gesicht liebkost hatte und von seinen Lippen verwöhnt worden war, strich nun beruhigend über seinen zuckenden Rücken.
"Ich hatte die Waffe meines Vaters schon beinahe in der Hand. Aber...." Seine Stimme versagte ihm den Dienst und er schluchzte haltlos. Sein ganzer Körper zuckte in Trauer.
"Mulder, sie war deine Mutter. Sie hat dich zur Welt gebracht. Natürlich hat sie dich geliebt." sagte ich mit fester Stimme. Wenn ich ganz ehrlich zu mir war, dann wusste ich nicht wirklich, ob diese Frau ihren Sohn tatsächlich geliebt hatte, oder ob die Fähigkeit zu Lieben mit ihrer Tochter vor vielen Jahren verschwunden war.
Ich nahm an, wenn Mrs. Mulder sich mehr um ihren Sohn gekümmert hätte, nachdem ihre Tochter ihr genommen worden war, dann wäre Mulders Leben anders verlaufen.
Er beruhigte sich nur langsam, und als seine Schluchzer schließlich aufhörten, sein Körper wieder ruhiger wurde, beschloss ich, dass es Zeit war, schlafen zu gehen.
Sanft zog ich ihn hoch und führte ihn ohne ein weiteres Wort in sein Schlafzimmer. Ich wusste immer, dass er über ein vernünftiges Bett mit weichen Laken verfügte und ich hatte mich schon oft gefragt, warum er es sich verwehrte, darin zu schlafen.
In dieser Nacht würde ich mich auf keine Diskussion einlassen. Er würde in diesem Bett schlafen, damit er die Ruhe bekam, die er dringend benötigte.
Mulder ließ es geschehen.
"Zieh dich aus, Mulder. Du musst schlafen." wies ich ihn an und beobachtete, wie er langsam seine Hose aufknöpfte und sie schließlich zu Boden fallen ließ.
Ich zog die Decke zurück und deckte ihn zu, nachdem er sich hingelegt hatte.
Gerade als ich mich erheben und das Schlafzimmer verlassen wollte, griff er nach meiner Hand. Er hielt sie, wie ein Ertrinkender einen Rettungsring halten würde und ich sah ihn erstaunt an.
"Bitte geh nicht weg." flüsterte er und sah mich flehend an.
Ich seufzte leise und beugte mich über ihn. Sanft legte ich meine Lippen auf seine Stirn und erhob mich schließlich wieder.
"Ich werde mich schnell umziehen." erklärte ich und sah im schummrigen Licht seiner Nachttischlampe, wie er müde nickte.
Es dauerte nicht lange und ich setzte mich, nun in einen Seidenen Pyjama gehüllt, neben ihn auf die Bettkante. Mulders Blick glitt über meinen Körper und seine Hand tastete zaghaft nach meiner.
Ohne ein Wort zu wechseln rückte er zur Seit und hob seine Bettdecke einladend an. Unsicher betrachtete ich ihn.
"Bitte." flüsterte er mit einer beinahe tonlosen Stimme.
Ich nickte schließlich leicht und legte mich neben ihn. Sofort breitete er die Decke über mir aus und schob seinen Körper nahe an meinen heran. Seine Arme legten sich um meinen Leib, sein Kopf ruhte auf meinem Bauch.
Ich hörte, wie er leise seufzte, als ich begann, ihn sanft zu streicheln und ein kleines Lächeln legte sich auf mein Gesicht.
Sein Atem wurde ruhig und gleichmäßig und ich nahm an, dass er schlief. Müde schloss auch ich meine Augen, jedoch ließ ich meine Hand weiterhin durch seine Haare wandern.
"Scully, ich liebe dich." drang plötzlich seine dunkle Stimme an mein Ohr. Erstaunt flogen meine Augen wieder auf und ich hob meinen Kopf leicht an, um auf seinen blicken zu können.
Auch er drehte sein Gesicht, so dass er mich ansehen konnte und ich hielt seinen Blick fest.
"Ich meine es." flüsterte er leise und schob sich hoch. Sanft legte er seine Lippen auf meine und zog sich schon im selben Moment wieder zurück. Die Berührung war nicht mehr als ein Hauch.
Ich hielt seinen Kopf fest und beugte meinen zu ihm hinunter. Seine Lippen waren weich auf meinen und ich hielt seinen Kopf mit gespreizten Fingern.
Seine Zunge strich schließlich über meine Lippen und ich öffnete meinen Mund einen Spalt, so dass er hineinschlüpfen konnte.
Unsere Zungen berührten sich und tanzten einen langsamen, zarten Tanz miteinander.
Schließlich zog er sich zurück, blickte mich beinahe scheu an und ich drückte seinen Kopf zurück auf meinen Bauch.
Auch mein Kopf fiel zurück in die Kissen und meine Augen fielen zu.
"Ich liebe dich auch, Mulder." flüsterte ich und ich spürte, wie er seinen Griff um meinen Leib verstärkte, dankbar, dass ich es gesagt hatte.
Ich wusste nicht wie spät es war, als mich ein Geräusch aus dem Schlaf riss. Es dauerte einen Moment, bis ich mich erinnerte, wo ich war und was am vorherigen Tag geschehen war, und schließlich konnte ich auch das Geräusch einordnen.
Es waren Schluchzer. Leise und unterdrückt, trotzdem konnte ich das zittern der Matratze unter mir spüren.
Ich öffnete meine Augen und blinzelte einige Male, ehe sich mein Blick auf meine dämmrige Umgebung eingestellt hatte.
Als ich meinen Kopf drehte, sah ich Mulder, der zusammengerollt auf der anderen Seite des Bettes lag und leise weinte.
Ich war mir nicht sicher, ob er wach war, oder ob er im Traum gefangen war und den gestrigen Tag und die damit verbundenen Empfindungen erneut durchmachte.
Langsam rollte ich mich auf die Seite und legte ihm behutsam eine Hand auf die Schulter.
Sein Kopf schoss hoch und seine Augen suchten durch das milchige Mondlicht meine.
Langsam zog ich ihn zu mir, hüllte ihn in eine schützende Umarmung und streichelte sanft seinen zuckenden Rücken, während er sein Gesicht zwischen meinem Hals und meiner Schulter vergrub. Im Handumdrehen war der Kragen meines Schlafanzuges nass und seine Arme schlangen sich wie schon zuvor fester um meinen Körper.
Ich hatte das Gefühl, als wolle er in mich hineine kriechen.
"Ssht! Es wird alles wieder gut werden." hauchte ich leise und hielt ihn ebenfalls fester.
"Sie ist...." Seine Stimme versagte, ein lautes Schluchzen beendete den Satz.
"Ja, ich weiß. Aber sie wollte es so." sagte ich leise und brachte eine Hand in seinen Nacken.
"Warum hat sie nicht mit mir geredet? Warum habe ich nicht zurück gerufen?" wimmerte er an meinem Hals und ich spürte wie mein Herz zu bluten begann bei der Trauer, die er empfand.
"Du konntest es nicht wissen. Du dachtest, du hättest noch Zeit sie anzurufen." rechtfertigte ich sein Verhalten.
"Ich habe nicht zurück gerufen, Scully." Sein Schluchzen wurde wieder stärker und ich spürte mein Herz brechen, bei der Schuld, die er empfand.
"Vielleicht würde sie noch leben, wenn ich sie angerufen hätte." drang erneut seine Stimme an mein Ohr.
"Aber du kannst es nicht wissen. Vielleicht hätte sie dir nichts gesagt und ihr Leben trotzdem beendet. Wenn sie gewollt hätte, dass du etwas weißt, dann hätte sie noch einmal versucht, dich anzurufen. Oder sie hätte einen Brief hinterlassen." argumentierte ich.
"Was, wenn ich ihn übersehen habe? Wenn er zwischen irgendwelchen Büchern gesteckt hat? Oder in einem Fotoalbum." zweifelte er.
"Die Polizisten haben alles durchsucht. Sie hätten einen Brief gefunden." gab ich als Erklärungsversuch von mir.
"Hatte sie Schmerzen?" drang nach einem Moment des Schweigens seine Stimme an mein Ohr.
Ich seufzte leise.
"Was meinst du?" erkundigte ich mich.
"Durch den Krebs. Hatte sie dadurch Schmerzen?" wollte er wissen.
"Es ist anzunehmen, aber ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen." antwortete ich.
Ich spürte, wie er nickte und sich langsam in meinen Armen entspannte.
"Schlaf jetzt, Mulder." sagte ich mit sanfter Stimme und bekam einen erneuten Seufzer zur Antwort.
"Ich habe Angst zu schlafen." murmelte er und drückte sich fester an mich.
"Warum?" wollte ich wissen und streichelte leicht über seinen Oberarm.
"Ich möchte nicht wieder träumen." gab er leise zu.
"Ich bin hier, Mulder. Du kannst ruhig schlafen." flüsterte ich und küsste seinen Kopf.
Die Nacht war lang und Mulders Schlaf keineswegs ruhig. Immer wieder wachte er schreiend auf, schluchzte gepeinigt wenn die Erinnerungen an seine Mutter und seine Schwester ihn packten. Es war, als wenn er durch den selbstgewählten Freitod seiner Mutter nicht nur sie, sondern auch Samantha verloren hätte.
Um sechs Uhr standen wir schließlich auf. Ich machte Kaffee, während Mulder unter der Dusche stand und wir setzten uns nur wenig später gemeinsam an den Küchentisch.
"Danke, dass du für mich da bist, Scully." Mulder sah mich mit müden Augen über den Tisch hinweg an.
Ich griff nach seiner Hand und drückte sie zärtlich.
"Ich meinte auch, was ich letzte Nacht sagte." flüsterte ich und blickte ihn liebevoll an.
Er nickte und zog meine Hand zu seinem Mund, um seine Lippen auf meine Finger zu drücken.
Rasch ging ich durch den Eingangsbereich auf die Tür zu. Ein erneutes Klopfen zeigte eine gewisse Dringlichkeit.
Ein Blick durch den Spion zeigte mir, dass es Skinner war, der vor der Tür stand und so öffnete ich.
Bereits als ich ihn sah wusste ich, es war nichts gutes, was er wollte, und ich sollte recht behalten.
"Hallo." sagte er reserviert.
"Hallo." erwiderte ich.
"Wie geht es ihm?" erkundigte Skinner sich.
"Es war ne schwere Nacht für ihn." antwortete ich wahrheitsgemäß.
Skinner nickte und senkte kurz seinen Blick.
"Billie LaPierre will ihn sprechen. Sie hat etwas zu sagen und sie will nur mit Mulder reden." sagte er schließlich.
"Das ist jetzt kein..." Ich drehte mich zu Mulder um, der in diesem Moment hinter mir auftauchte.
Er sah Skinner fragend an.
"Was ist denn?" wollte er nach einem Moment wissen.
"Der Fall hat sich zugespitzt. Ich hab zwei Flüge für uns gebucht." erklärte Skinner und Mulder nickte.
Langsam drehte er sich um und griff nach seiner Jacke.
"Dann buchen sie lieber noch einen dritten." raunte ich Skinner zu und dieser nickte. Offenbar war ihm klar, dass ich Mulder nicht alleine mit ihm fliegen lassen würde.
Einige Stunden später betraten Mulder und ich das Haus der LaPierres in Kalifornien.
Mr. LaPierre weckte seine Frau, während wir vor dem Schlafzimmer warteten. Schließlich drang die Stimme von Billie zu uns auf den Flur.
"Kommen Sie rein, Agent Mulder." Ich folgte ihm zurückhaltend und beobachtete, wie Billie LaPierre mich argwöhnisch betrachtete.
Mulder deutete auf mich und sah Mrs. LaPierre beruhigend an.
"Keine Sorge, sie will nur helfen." sagte er schließlich.
"Was ist hier passiert, Billie?" wollte er schließlich wissen.
"Ich habe meine Tochter gesehen. Hier in diesem Zimmer. Sie stand genau dort drüben. Ich schwöre bei Gott, dass sie genau da drüben stand, in dem Nachthemd, dass ihr ihre Großmutter geschenkt hat. Sie sagte etwas zu mir." antwortete Mrs. LaPierre mit erstickter Stimme.
"Und was hat sie gesagt?" erkundigte Mulder sich.
"Ich weiß es nicht. Ihre Lippen bewegten sich, aber ich konnte nichts hören." Billie schluckte die Tränen hinunter, die in ihre Augen getreten waren.
"Ich denke sie sagte etwas von vierundsiebzig." erklärte sie.
"Vierundsiebzig. Sie meinen die Zahl?" fragte Mulder nach. Er atmete tief ein, und ich erkannte, dass ihm klar war, was das bedeutete. Langsam verließ ich den Raum.
"Sagt Ihnen das vielleicht irgendetwas?" hörte ich ihn fragen, bevor ich die Haustür hinter mir zu zog.
Mulder folgte nur wenig später.
"Lassen Sie uns gehen." sagte er mit fester Stimme, während er an Skinner und mir vorbei ging.
"Mulder, wir sind gerade hergekommen." meinte ich erstaunt und er drehte sich zu uns herum.
"Wir werden die Tochter dieser Leute nicht lebendig finden." erklärte er müde.
"Woher weißt du das?" verlangte ich zu wissen.
"Was wir hier hören, ist das verwirrte Gerede, von Leuten, die die Wahrheit nicht akzeptieren wollen." sagte er schlicht.
"Die wissen, was mit ihrem Kind geschehen ist?" Skinner war offenbar erstaunt.
"Vielleicht, vielleicht auch nicht, aber man keinen Geist sehen und hoffen, dass der betroffene noch lebt. Beides kann nicht wahr sein und wenn der Geist von Amberlynn ihrer Mutter erschienen ist, dann gibt es dafür nur eine Erklärung." meinte Mulder.
"Sie denken die Tochter ist tot." kombinierte der Assistent Director.
Mulder nickte nur.
"Und was ist mit dem Brief, der hinterlassen wurde?" wollte ich wissen und sah Mulder besorgt an.
"Ich weiß nicht was der bedeutet. Ich weiß nicht, was noch die Wahrheit ist und was nicht mehr. Ich bin viel zu Nah dran an dem Fall, um ein verlässliches Urteil abzugeben..." Er holte tief Luft, blickte vom Boden auf, den er bisher interessiert betrachtet hatte und sah Skinner an.
"...und ich würde gerne von diesem Fall entbunden werden, damit ich ein paar Tage Urlaub machen kann." beendete er den Satz und drehte sich zum Auto.
Langsam ging er darauf zu, während Skinner mir einen erstaunten Blick zu warf.
Ich sah Mulder besorgt nach und verzog leicht mein Gesicht.
Der gestrige Tag und die darauf folgende Nacht waren eindeutig zu viel für Mulder gewesen.
Die Fahrt verlief schweigend. Immer wieder drehte ich mich möglichst unauffällig in meinem Sitz um und warf Mulder einen Blick zu. Er starrte gedankenverloren nach draußen, schien seine Umwelt nicht wahr zu nehmen.
Ich wünschte, ich könnte mich zu ihm nach hinten setzen, seinen Kopf in meinen Schoß betten und ihm Trost spenden, so wie ich es in der vergangenen Nacht getan hatte.
Meine Hände brannten danach, ihn zu berühren und ich ahnte, dass es ihm ähnlich ging.
Doch es sollte noch eine Weile dauern, bis wir uns das nächste Mal berühren konnten.
Durch Zufall entdeckte ich, dass an der Ausfahrt vierundsiebzig die Santa Clause Residenz lag und was wir dort fanden, verschlug uns beinahe die Sprache.
Die Bergung der Kinderleichen war grausam, die Identifizierung langwierig und hinter allem stand der unausgesprochene Wunsch Mulders, hier endlich seine Schwester zu finden, um das Kapitel ein für alle Mal schließen zu können.
Es blieb ihm verwehrt.
Statt dessen trat ein Mann auf ihn zu, der behauptete übersinnliche Fähigkeiten zu haben. Mulder ließ sich darauf ein, folgte ihm zu einem verlassenen Stützpunkt, wo er nicht nur die Handabdrücke von Samantha und Jeffrey Spender fand, sondern auch ein Tagebuch, welches seine Schwester über eine lange Zeit geführt hatte.
Ich wusste nicht, was Mulder gesehen hatte, als er von diesem Feld wieder kam, doch er schien endlich Frieden gefunden zu haben. Den Frieden, den über lange Jahre hinweg gesucht hatte und wir konnten nach Washington zurück kehren.
Erst jetzt, Tage nach dem Tod seiner Mutter konnte er sich um ihre Beerdigung kümmern, und der Tag des endgültigen Abschiedes rückte immer näher.
Ich war in den Tagen, in denen wir wieder in Washington waren, nicht von Mulders Seite gewichen, und ich spürte seine Dankbarkeit in jeder seiner Gesten.
Wir schliefen gemeinsam in seinem Bett, doch außer, dass ich ihn fest in den Armen hielt, ihn streichelte und seine Tränen von seinen Wangen küsste, wenn die Trauer über ihn hereinbrach, kamen wir uns physisch nicht näher.
Mulder war unruhig an dem Abend vor der Beerdigung und ich trat langsam auf ihn zu, als er vor dem Fenster stand und hinaus in die Dunkelheit starrte.
Zärtlich legte ich meine Arme von hinten um seinen Körper und drückte mich gegen ihn, versuchte, ihn aus seinen dunklen Gedanken heraus zu reißen.
Mit einem Seufzer drehte er sich herum und schlang seine Arme ebenfalls um mich, sein Kinn kam auf meinen Kopf zu liegen.
"Würdest du mich morgen begleiten?" drang seine leise Stimme nach einem Moment an mein Ohr.
Erstaunt sah ich zu ihm auf.
"Wenn du es möchtest." erwiderte ich, meine Stimme nicht lauter als seine.
"Ich kann das nicht alleine tun, Scully." flüsterte er und hielt mich fester.
"Ich bin hier." sagte ich sanft und streckte mich, um ihm einen sanften Kuss auf den Mund zu geben.
Mulder hatte sich dazu entschlossen, kein anschließendes Kaffeetrinken abzuhalten und so standen wir schließlich auf dem Friedhof und ich beobachtete aus einigem Abstand, wie entfernte Verwandte, Arbeitskollegen seines Vaters und Freunde seiner Mutter auf ihn zutraten und ihm ihr Beileid aussprachen.
Er ertrug es stumm, doch konnte ich besorgt beobachten, wie sein Gesicht immer blasser wurde, seine Augen einen glasigen Ausdruck bekamen und seine Bewegungen abgehackter wurden.
Als die letzte Person vom Grab zurück trat, sah er sich suchend zu allen Seiten um. Als er mich erblickte sah ich, wie er erleichtert aufatmete und sein Blick ließ mich aus dem Schatten des Baumes heraus und auf ihn zu treten.
Er empfing mich dankbar, griff nach meiner Hand und zog mich dicht an sich heran, während er einen zögerlichen Schritt auf das noch offene Grab machte.
Lange starrte er auf den braunen Sarg hinab, der nun mit Blumen bedeckt war, ehe er schließlich seine Arme um meine Taille schlang, sein Gesicht an meinem Hals vergrub und bitterlich weinte.
Ich zog ihn fort, hielt ihn und führte ihn nach einer Weile zu meinem Auto.
Er sank erschöpft auf den Beifahrersitz und legte seinen Kopf an die Kopfstütze. Seine Augen waren geschlossen, als ich ebenfalls einstieg und den Wagen startete.
Ich fuhr zu mir, hoffte, dass es Mulder leichter fallen würde zur Ruhe zu kommen, wenn er in einer anderen Umgebung war.
Seine Bewegungen, als er aus dem Auto stieg und die Treppen zu meiner Wohnung hinaufging, waren schwerfällig und langsam.
Ich überlegte, ob es sinnvoll war, ihn direkt ins Bett zu legen und entschied, dass er selber entscheiden sollte, was er wollte.
Er lehnte sich gegen die Wand neben meiner Tür, während ich den Schlüssel in das Schoss schob und die Tür schließlich öffnete.
Mit einem leisen Klicken flog sie nur wenig später hinter uns zu und Mulder blieb ein wenig unsicher im Eingangsbereich meiner Wohnung stehen.
"Möchtest du dich hinlegen?" erkundigte ich mich und bedeutete ihm, sich den Mantel auszuziehen.
"Ich bin so müde." murmelte er, als hätte er meine Frage nicht gehört. Ich half ihm den Mantel abzulegen, ließ ihn über die Lehne meiner Couch fallen und brachte ihn in mein Schlafzimmer.
Immer noch machte er keine Anstalten, selber zu handeln, stand nur passiv vor dem Bett und ich beschloss, dass es wohl besser wäre, wenn ich ihn ausziehen würde, damit er nicht einfach zusammen brach.
Nach einem Blick in sein Gesicht trat ich auf ihn zu und löste den Knoten seiner Krawatte. Nachdem ich sie unter seinem Kragen hervor gezogen hatte, schob ich sie über seinen Kopf und ließ sie schließlich auf den Boden fallen. Aufräumen konnte ich die Kleidungsstücke später, wenn Mulder schlief.
Sein Jackett folgte der Krawatte und ich machte mich daran, ihm das Hemd aufzuknöpfen. Meine Augen waren auf seine Brust gerichtet, verfolgten meine Hände bei ihrer Tätigkeit.
"Was tust du da, Scully?" drang seine Stimme leise an mein Ohr und ich hob meinen Blick, sah ihn an und schenkte ihm eine Lächeln.
"Ich ziehe dich aus, Mulder. Du musst dich hinlegen, bevor du mir zusammenklappst." erklärte ich. Er nickte und legte seine Hände auf meine Hüfte. Seine Daumen kreisten leicht auf meinen Hüftknochen, als ich sein Hemd aus seinem Hosenbund zog und es seine Arme hinab gleiten ließ.
Mulder beugte sich leicht zu mir hinunter und legte seine Lippen nach einem Blick in mein Gesicht scheu an meinen Hals.
Ich hörte, wie mir ein leises Stöhnen entwich und Mulders Arme schlangen sich um meinen Körper, zogen mich zu sich heran und ich schlang meine Arme um seinen Hals.
Seine Hände wanderten zu dem Bund meines Rockes und schoben sich schließlich unter meine Bluse. Sanft ließ er sie über meinen Rücken wandern, streichelte meine Haut und strich über meine Wirbelsäule.
Ich zog mich ein Stück zurück und betrachtete ihn. Vor nur kurzer Zeit hatten wir seine Mutter zu Grabe getragen und ich war mir nicht sicher, ob das, was hier geschah, richtig war.
Gott wusste, ich liebte ihn, genauso wie auch er mich liebte, doch wollte ich nicht, dass wir es später bereuten, dass es zu übereilt war.
Mulder blickte mich ebenfalls an. Ich sah eine tiefe, beinahe alles verschlingende Liebe in seinen Augen und erkannte, dass er den physischen Kontakt brauchte, dass er daraus Kraft ziehen konnte. Er schien meine Gedanken lesen zu können, denn er seufzte und nickte schließlich in einer winzigen Bewegung.
"Bitte. Ich brauche dich. Ich liebe dich. Lass mich dich berühren." flüsterte er und ich senkte kurz meinen Blick. Er lag auf seinen Lippen und ich erkannte, wie sie sich nach einer Weile zu einem Lächeln verzogen.
"Ich liebe dich auch!" gab ich ebenso leise zurück und drückte meine Lippen auf seine.
Sanft strich ich mit meiner Zunge über seine Lippen und er öffnete seinen Mund ein Stück, damit ich seine Zähne erforschen konnte.
Meine Zunge berührte seine, forderte sie auf, sich dem zarten Spiel anzuschließen und er folgte meiner Einladung.
Immer noch strichen seine Hände über meinen Rücken und wanderten schließlich langsam über meine Rippen zu meiner Brust. Er streichelte das empfindliche Fleisch durch den BH hindurch und ich drückte mich ihm entgegen.
Kurz löste ich meine Lippen von seinen, doch er folgte mir umgehend und wir versanken erneut in einem berauschenden Kuss.
Ich nahm meine Hände von seinen Wangen, strich mit meinen Fingern über seinen Hals hinab zu seiner nur noch von einem T-Shirt bedeckten Brust und schob meine Hände schließlich unter den Stoff, welchen ich langsam nach oben schob.
Wieder zog ich mich zurück und brachte meine Lippen an seine Brust, verteilte kleine zarte Küsse darauf, während ich sein T-Shirt über seinen Kopf schob und es neben mir fallen ließ.
Mulder zog seine Hände unter meiner Bluse hervor und machte sich an den Knöpfen zu schaffen.
Sanft ließ er sie wenig später meine Arme hinab gleiten, senkte seinen Kopf und küsste meine rechte Schulter. Seine Lippen nippten an meiner Haut, wanderten über mein rechtes Schlüsselbein, über die kleine Vertiefung oberhalb des Brustbeines, zum linken Schlüsselbein und strichen zärtlich über meine linke Schulter.
Ich hatte meinen Kopf gehoben um ihm besseren Zugang zu gewähren, doch machten sich meine Finger in der Zwischenzeit am Knopf seiner Hose zu schaffen.
Mulder ließ seine Finger erneut über meine Rippen wandern, gelangte zu meinem Rücken und nestelte an dem Verschluss meines BHs. Er schaffte es schließlich ihn zu öffnen und ließ auch dieses Kleidungsstück meine Arme hinab rutschen.
Kaum lag der BH zu unseren Füßen, brachte Mulder seine Hände wieder an meine Brust. Sanft streichelte er darüber, umfasste jeweils mit Daumen und Zeigefinger eine Brustwarze und rollte sie mit leichtem Druck zwischen den Fingern hin und her.
Wieder hörte ich ein leises Stöhnen meine Kehle verlassen und ein Blick in Mulders Gesicht sagte mir, dass es ihm nicht entgangen war.
Seine Augen, vor wenigen Minuten noch müde und voller Trauer , zeigten nun seine Liebe und sein Verlangen für mich.
Ich stellte mich auf meine Zehenspitzen und drückte meine Lippen erneut auf seine. Sofort spürte ich seine Zunge über meine Lippen streichen und ich öffnete meinen Mund für ihn, passte meine Zunge seinen Bewegungen an und ließ sie mit seiner spielen.
Meine Hände hatten seine inzwischen offene Hose verlassen und strichen über seinen Rücken, spielten seine Rippen hinauf und hinunter und umrundeten seinen Leib, um schließlich auf seiner Brust zum liegen zu kommen.
Mulder zog sich zurück, nahm seine Hände von meinen Brüsten und betrachtete mich einen winzigen Moment, ehe er sich an dem Reißverschluss meines Rockes zu schaffen machte.
Mit einem leisen Rascheln glitt dieser zu Boden und blieb dort um meine Füße geschlungen liegen. Mulder tat einen Schritt zurück und zog mich mit sich, so dass ich aus dem Rock hinaustrat. Mit einem leichten Kicken meiner Füße entledigte ich mich meiner Schuhe und reichte Mulder nun noch gerade bis zu seinen Schultern.
Ich stand nun nur noch mit meinem Höschen bekleidet vor ihm und meine Hände wanderten zu seinem Hosenbund, um den leichten Sommerstoff über seine Hüften und seine Beine hinab zu schieben.
Mulder hielt sich einen Moment an mir fest, seinen Blick auf seine Füße gerichtet und zog sich seine Schuhe aus.
Schließlich trat er aus seiner Hose, bückte sich und zog seine schwarzen Socken aus, ließ sie neben seiner Hose liegen und richtete sich anschließend wieder auf.
Sein Blick blieb an mir hängen, ich konnte eine gewisse Ratlosigkeit in seinen Augen entdecken und steuerte ihn auf das Bett zu.
Mit einem kleinen Ruck zog ich die Bettdecke zur Seite und drückte ihn auf die Matratze.
Unsicher saugte sich sein Blick an meinem fest und er zog mich mit sich, bis ich schließlich neben ihm saß.
Offensichtlich hatte Mulder Angst, den nächsten Schritt zu tun, die letzten Tage hatten ihn deutlich mehr verwundet, als ich anfangs geahnt hatte.
Er hatte durch den Tod seiner Mutter und durch das was er auf diesem Feld entdeckt hatte, viel von seiner Selbstsicherheit eingebüßt und ich konnte nur hoffen, dass diese bald zurück kehren würde.
In seiner Position beim FBI brauchte er diese dringender, als jeder andere Agent.
Ich ließ mich zurück sinken, ihn mit mir ziehend und krabbelte schließlich in die Mitte des Bettes.
Sanft streichelten meine Hände seine Oberarme und ich rollte mich auf den Bauch, mein Kinn auf seiner Brust und betrachtete ihn von unten.
Mulder hatte seine Augen geschlossen, kaute leicht auf seiner Unterlippe herum und seine Hände lagen locker auf meinem Rücken.
Ich schob mich hoch und legte meine Lippen in einer federleichten Berührung auf seine.
"Ich liebe dich, Mulder." flüsterte ich und küsste seinen Hals.
"Danke!" gab er zurück und ich sah ihn fragend an.
"Danke, dass du mich liebst." erklärte er und zog mich eng an sich.
Seine Brust an meiner zu spüren, raubte mir beinahe den Atem.
Niemals hätte ich gedacht, dass ich zu so intensiven Empfindungen fähig sein könnte, doch spürte ich, wie sich ein Kribbeln in meinem Körper ausbreitete und sich langsam abwärts bewegte.
Auch Mulder konnte sein Verlangen nicht leugnen und ich küsste noch einmal sein Kinn, ehe ich mich hinab schob, seine Brust mit kleinen Küssen bedeckte, bis ich seinen Bauchnabel erreichte.
Ich griff nach dem Gummi seiner Boxershorts und schob sie seine langen Beine hinab und ließ sie schließlich neben das Bett fallen.
Mulder drehte sich leicht auf die Seite, zog mich zu sich hoch und nahm meine rechte Brustwarze in seinen Mund.
Ich keuchte, als mein Fleisch von seinen warmen Lippen umgeben war, seine heiße Zunge um meine Knospe spielte und er schließlich begann, langsam und zart daran zu saugen.
Gott, dieser Mann schaffte es, mich im Handumdrehen um den Verstand zu bringen.
Einen Arm hatte er um meinen Körper geschlungen, seine Hand lag mit breit gespreizten Fingern auf meinem Rücken und drückte mich an sich, die andere Hand suchte sich ihren Weg zu meinem Slip und schlüpfte hinein.
Ich stöhnte erneut.
Sanft fuhr er durch meine Locken und schob schließlich meinen Slip über meine Hüften und meine Beine hinab.
Seine Lippen verließen meine Brust, wanderten über meinen Bauch und folgten seinen Fingern, die mein Höschen bis zu meinen Füßen hinab geschoben hatten.
Nur Sekunden später lag es neben seiner Boxershorts auf dem Boden und ich lag nackt vor dem Mann, den ich mehr liebte, als mein eigenes Leben.
Mulder betrachtete mich, während er sich langsam wieder hoch schob und ich spürte, wie meine Haut unter seinem Blick zu prickeln begann.
Er rutschte zwischen meine Beine, seine Erektion stand stolz vor ihm empor und ich schlang meine Beine um seine Hüfte.
Seine Hände kamen an meinem Hintern zu liegen und ich zog mich langsam auf seinen Schoss, schlang meine Arme um seinen Hals und zog mich hoch, so dass ich schließlich auf ihm saß.
Leicht hob ich mich an und ließ mich dann auf ihn sinken.
Mein Kopf fiel in den Nacken, bei dem Gefühl, welches er in mir verursachte, einfach nur, weil er in mir war.
Mulder brummte tief in seiner Kehle und seine Lippen legten sich erneut um meine Brust.
Wir verspürten beide offenbar nicht den drang, uns zu bewegen, genossen statt dessen diese perfekte Vereinigung und ließen unsere Hände über die Haut des anderen wandern.
Noch nie hatte ich etwas so intensives gefühlt.
Erst nach einer scheinbaren Ewigkeit begann ich mich zu bewegen. Mulder passte sich sofort meinem Rhythmus an und ich konnte seinen Blick auf mir spüren, als er seinen Kopf von meiner Brust wegnahm.
Ich öffnete meine Augen, um ihn ebenfalls zu betrachten.
"Ich liebe dich!" hauchte ich leise und sah, wie sich auf seinem Gesicht ein scheues Lächeln bildete.
Unsere Bewegungen wurden schneller, unsere Hände erforschten nach wie vor des anderen Körper und genossen das Gefühl von Haut, die gegen Haut rieb.
Als ich von den Wellen des Orgasmus ergriffen wurde, legte ich meine Hände an Mulders Wangen und drückte meine Lippen in einem stillen Dank auf seine. Ich schrie nicht, das hatte ich noch nie getan, und auch Mulder schien ein stiller Genießer zu sein. Er kam zur selben Zeit wie ich, ergoss sich in mir und erwiderte meinen Kuss.
Erschöpft atmend hielt ich mich schließlich an Mulder fest, nahm die Arme, die er um meinen Leib geschlungen hatte, dankend an und spürte schließlich, wie Mulder uns beide hinlegte, die Verbindung zwischen uns jedoch noch nicht löste.
Auch sein Atem ging keuchend, seine Augen waren geschlossen und seine Brust war, genauso wie meine von Schweiß bedeckt.
"Ich liebe dich, Scully." flüsterte er, nachdem er wieder einigermaßen zu Atem gekommen war und ich küsste sanft sein Kinn, bevor ich meinen Kopf auf seiner Brust ablegte.
"Das ist gut." erwiderte ich murmelnd und hörte ein leises Lachen in seiner Brust.
Ich war es, die schließlich unsere Verbindung trennte und nach der Decke langte, die zum Fußende hinunter gerutscht war.
Mulder brummte seinen Unwillen, als ich von ihm hinab glitt, doch ich drückte ihm einen Kuss auf die Brust und kuschelte mich dicht an seinen Körper.
"Scully?" vernahm ich ein wenig später seine müde Stimme.
"Mmh?" brummte ich und streichelte leicht seine Brust.
"Wird jetzt alles komplizierter werden?" wollte er wissen.
Ich küsste erneut seine Brust.
"Nein, das wird es nicht. Wir haben etwas gewonnen, unsere Beziehung um einen Punkt ergänzt. Das macht die Sache nicht komplizierter. Schlaf jetzt." sagte ich sanft und Mulder brummte seinen Dank bevor er endlich in einen wohlverdienten Schlaf glitt.
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Ich spüre, wie sich ein leichtes Lächeln auf meinem Gesicht ausgebreitet hat, während ich mich erinnere.
Offenbar hat Skinner es auch gemerkt, denn er sieht mich mit wissendem Blick an, bevor er sich wieder der Straße widmet.
Es scheint, als erwarte er keine Antwort mehr auf seine Frage, und ich frage mich, wie lange ich jetzt schon schweigend neben ihm sitze, ohne ihm geantwortet zu haben.
Unwillkürlich gleitet meine Hand zu meinem mittlerweile prallen Bauch und streicht darüber.
"Wir werden in fünf Minuten da sein. Ich hoffe nur, wir sind noch nicht zu spät." dringt Skinners Stimme an mein Ohr und ich nicke matt.
Unser Ziel ist eine Blockhütte, mitten im Wald.
Die Polizeifahrzeuge, die vor uns herfahren, haben bereits vor einer langen Zeit ihre Sirenen und das Blaulicht ausgeschaltet.
Die Männer parken die Autos schließlich so, dass es für Mulders Geiselnehmer keinen Fluchtweg mehr gibt und ich beginne zu beten, dass der Mann einsieht, dass er keine Chance hat zu entkommen.
Auch Skinner stellt den Motor aus und wirft mir noch einen raschen Blick zu, bevor er aussteigt.
Ich folge ihm, lasse die Tür lose ins Schloss fallen und verschaffe mir einen Überblick.
Das Gelände rund um das Haus ist unwegsam und eignet sich nicht für eine Flucht zu Fuß. Das Haus sieht einfach aus, Gardinen verdecken die Sicht durch die Fenster in das Innere der Hütte, was die Situation nicht einfacher macht, da wir keine Möglichkeit haben, zu sehen, was drinnen vor geht.
Ein Mann in Uniform tritt auf Skinner zu.
"Director Skinner? Ich bin Officer Bishop. Ich bin bereits seit einigen Stunden hier. Es ist uns gelungen, ein Mikrofon an einem der Fenster anzubringen und so konnten wir hören, was da drin vor sich geht." erklärt der Mann und Skinner nickt, während er mir einen nervösen Blick zu wirft.
"Wissen Sie, was mit Agent Mulder ist?" erkundigt der Assistent Dirctor sich und ich merke, wie ich unwillkürlich die Luft anhalte.
"Er scheint verletzt zu sein, doch er lebt." höre ich den Officer sagen.
Erleichtert atme ich aus.
Mulder lebt. Das ist alles, was im Moment zählt.
"Können Sie sagen, wie schwer seine Verletzungen sind, oder welcher Art?" will ich schließlich wissen.
Bishop sieht mich an, als wenn er mich erst jetzt wahr nimmt. Sein Blick gleitet von meinem Gesicht zu meinem prallen Bauch und wieder hoch zu meinem Gesicht.
"Sind sie die Frau von Agent Mulder?" stellt er eine Gegenfrage.
"Nein, ich bin seine Partnerin." Meine Stimme ist kühl und ich höre neben mir Skinner scharf einatmen.
"Es tut mir leid, aber wir können es nicht genau sagen. Er stöhnt zwischendurch, was darauf schließen lässt, dass er starke Schmerzen hat. Mehr wissen wir auch nicht." sagt er schließlich.
Ich nicke stumm.
"Können Sie sagen, wo sich der Entführer und Agent Mulder aufhalten?" fragt Skinner nach. Sein Blick gleitet über die Fassade des Hauses und ich bin mir sicher, er sucht nach einem Weg, wie er und einige Polizisten unbemerkt in das Gebäude gelangen können.
"Den Geräuschen nach zu urteilen müssen sie sich in dem Bereich ganz hinten aufhalten." Officer Bishop deutet auf den hinteren Teil des Hauses.
"Aber wir haben keine Sichtkontrolle und können es daher nicht genau sagen. Es sind reine Spekulationen." erklärt er. Skinner nickt, seine Augen zu zwei Schlitzen verengt, während er nachzudenken scheint.
"Also gut. Gibt es einen Grundriss von dem Haus?" fragt er nach einem Moment, in dem er offensichtlich nachgedacht hat.
Bishop nickt und dreht sich zum Gehen um.
Skinner und ich folgen ihm zu einem der Polizeiwagen und die beiden Männer beugen sich schließlich über ein Blatt Papier, welches auf der Motorhaube ausgebreitet liegt.
Ich betrachte das Szenario, welches sich mir bietet.
Etwa zwanzig Polizisten kauern hinter ihren Wagen oder den offenen Türen der Autos.
Sie halten ihre Waffen ausnahmslos schussbereit in den Händen und sie scheinen lediglich auf einen Befehl zum Stürmen der Hütte zu warten.
Ich bin mir sicher, der Mann, der Mulder da drin in seiner Gewalt hat, hat längst bemerkt, dass er nicht mehr alleine in dem Wald ist.
Keines der Autos steht versteckt, alle stehen vollkommen offen, direkt vor den Fenstern.
Ein unbemerkter Zugriff wird auf keinen Fall mehr möglich sein. Wir haben noch zwei Möglichkeiten.
Entweder wir stürmen die Hütte, oder wir treten in Verhandlungen.
Ich würde die zweite Möglichkeit vorziehen, denn sie bietet die größere Wahrscheinlichkeit, dass wir Mulde lebend aus der Hütte heraus bekommen.
Doch ein Gefühl sagt mir, dass diese Männer die erste Möglichkeit bevorzugen werden.
"Sir, wir kommen niemals unbemerkt in die Hütte hinein. Nach diesem Aufgebot hier, ist der Entführer längst gewarnt. Wir könnten versuchen, mit ihm in Kontakt zu treten und ihn zur Aufgabe bewegen." wende ich mich schließlich an Skinner.
Skinner hebt seinen Blick und sieht mich einen Moment lang an.
"Agent Scully, sie wissen genauso gut wie ich, dass wir nicht mit solchen Menschen verhandeln. Auch dann nicht, wenn die Geisel Agent Mulder ist." sagt er mit sachlicher Stimme.
Ich seufze leise und nicke schließlich.
"Was wollen sie tun? Die Hütte stürmen? Was ist, wenn er Mulder dann einfach erschießt?" will ich wissen.
"Nein, das Risiko ist zu hoch. Wir können nicht stürmen." Der Assistent Director reibt sich in einer verzweifelten Geste die Stirn.
"Was wollen sie dann tun? Solange hier draußen warten, bis er aufgibt? Was ist, wenn Mulder dann längst tot ist?" frage ich.
Skinner zuckt die Achseln.
"Ich schätze, wir werden doch in Verhandlungen treten müssen, wenn wir Mulder lebend da raus bekommen wollen. Lassen sie es uns versuchen, Regeln hin oder her." brummt mein Vorgesetzter und wendet sich wieder dem Officer zu.
Ich höre mich selber erleichtert ausatmen.
Eine halbe Stunde später sind alle Polizisten eingeweiht, ich stehe mit meiner Arzttasche und mit dem neuesten Minimikrofon ausgestattet neben einem Polizeiwagen und warte auf das Zeichen von Skinner, dass ich auf die Haustür zugehen soll.
Der Plan ist einfach.
Ich werde da rein gehen, mir Mulder ansehen und mit dem Entführer in Verhandlungen über Mulders Freilassung treten.
Trotzdem klopft mein Herz hart gegen meine Rippen. Was ist, wenn Mulder schon tot ist? Was ist, wenn der Mann sich auf keine Verhandlungen einlässt? Was ist, wenn er es vorzieht, mich ebenfalls als Geisel da zu behalten und uns beide schließlich einfach umbringt?
Ich schlucke hart und recke mein Kinn. Meine Lippen habe ich zu einem schmalen Strich zusammen gepresst und ich bin sicher, alle Männer, die hier um mich herum stehen und sich fragen, warum ausgerechnet eine hochschwangere Frau diese Aufgabe übernehmen muss, sehen meine Entschlossenheit.
Skinner kommt auf mich zu und mustert mich eingehend.
"Sind sie bereit, Agent Scully?" fragt er leise. So leise, dass die umstehenden Polizisten ihn nicht gehört haben können.
Ich nicke leicht.
"Funktioniert das Mikrofon? Können sie mich hören?" erkundigt er sich.
"Ja, Sir. Ich höre sie laut und deutlich. Und sie werden hoffentlich in der Lage sein, uns zu hören." antworte ich.
"Also gut. Ich möchte, dass sie da drin kein Risiko eingehen. Wenn sie merken, dass sich die Situation zuspitzt, dann benutzen sie ihre Waffe." gibt mir mein Vorgesetzter letzte Anweisungen.
Wieder ist ein Nicken meinerseits die Antwort für ihn.
"Na, dann los. Wir haben Kontakt zu dem Mann aufgenommen, und er ist bereit, sie rein zu lassen." erklärt Skinner und nach einem letzten tiefen Atemzug, den ich nehme, gehe ich langsam auf die Haustür der Hütte zu.
Ich klopfe dreimal kräftig an, die Tür wird sofort geöffnet und eine große Hand greift nach meinem Oberarm.
Rasch werde ich in die Hütte gezogen und die Tür hinter mir ins Schloss geworfen.
"Stellen sie die Tasche da ab." ordnet ein großer, athletisch gebauter Mann mit Dreitagebart schroff an. In seiner rechten Hand hält er eine Waffe, die er auf mich richtet.
Ich tue, was er verlangt und noch ehe ich wieder aufrecht stehe, wirbelt er mich herum, drückt mich gegen eine Wand, meine Arme erhoben und tastet mich brutal nach einer Waffe ab.
Auch meine Haare durchkämmt er, offenbar auf der Suche nach einem Funkgerät oder einer Minikamera. Das Mikrofon, mit dem ich ausgestattet bin, ist winzig und sitzt direkt in meinem Ohr. Ich höre Skinners Stimme, die mir leise zuflüstert, dass ich ruhig bleiben soll, und tun soll, was der Mann mir sagt.
Nachdem er mit meinem Oberkörper fertig ist, spreizt er mit seinem Fuß meine Beine und klopft diese ab.
"Öffnen sie die Tasche!" befiehlt er, nachdem er nichts gefunden hat.
Ich schlucke und tue was er sagt.
Meine Waffe liegt ganz unten in der Tasche, verborgen unter Verbandsmull und Binden, und ich kann nur hoffen, dass er sie nicht entdeckt.
Während der Mann einen flüchtigen Blick in die Tasche wirft, sehe ich mich in dem dunklen, kleinen Flur um.
Außer der Haustür gibt es nur eine weitere Tür, die von diesem Raum in einen nächsten führt.
Ich erinnere mich, dass laut Grundriss der angrenzende Raum das Wohnzimmer sein muss, welches mit einer offenen Küche verbunden ist.
Der Mann gibt mir ein Zeichen, dass er fertig ist und ich bücke mich erneut, um die Tasche zu schließen und sie aufzunehmen.
"Wie ist Ihr Name?" erkundige ich mich. Irgendwie muss ich den Mann schließlich ansprechen.
Er zuckt die Achseln.
"Hören Sie, irgendwie muss ich Sie doch nennen." Ich merke selber, dass meine Stimme leicht zittert. Wieder vernehme ich Skinners Stimme, der mich zur Ruhe auffordert.
"Nennen Sie mich Robert. Das muss reichen." sagt er nach einem Moment, in dem er mich anstarrt. Sein Blick fällt auf meinen prallen Bauch und er sieht mich fragend an.
"Haben die beim FBI keine anderen Leute die sich umbringen lassen wollen, oder warum schicken sie eine hochschwangere Frau?" verlangt er zu wissen.
"Ich bin ausgebildete Ärztin. Deshalb bin ich hier." antworte ich und bemühe mich darum, meiner Stimme einen festen klang zu geben.
Robert nickt und greift erneut nach meinem Oberarm. Grob schubst er mich durch die Tür und ich bemühe mich darum, mir einen ersten Überblick zu verschaffen.
Der Raum ist groß, größer, als man nach dem Grundriss annehmen würde. Er ist nicht besonders prachtvoll eingeräumt. In der Mitte des Raumes steht ein altes Sofa und ein gammeliger Holztisch. Die Küche besteht aus alten, schäbig aussehenden Schränken und einem Gaskocher. Es ist kalt in dem Haus, nicht viel wärmer als draußen, und da wir gerade mal Ende Februar haben, herrschen auch draußen keine hohen Temperaturen.
Letzte Nacht hatte es sogar noch einmal gefroren.
Mulder liegt im hinteren Bereich des Raumes unter einem Fenster.
Seine Arme scheinen auf seinem Rücken gebunden zu sein, seine Augen sind geschlossen und sein Atem geht schnell und stoßweise.
Sein T-Shirt ist an seiner rechten Schulter Blutdurchtränkt. Ich spüre, wie mein Herz einen Schlag aussetzt und schließlich schmerzhaft wieder zu schlagen beginnt.
Mit raschen Schritten gehe ich auf ihn zu und lasse mich neben ihm in die Hocke sinken.
Meine Hand findet ihren Weg automatisch zu seiner schweißnassen Wange und streichelt darüber.
Nur aus dem Augenwinkeln nehme ich wahr, dass Robert uns genau beobachtet, und dass die Waffe nach wie vor auf mich gerichtet ist.
Mulders Augen fliegen auf und er sieht mich erschrocken an.
"Nein!" stöhnt er und schüttelt entsetzt den Kopf.
"Ssh. Lass mich deine Wunde ansehen." versuche ich ihn zu beruhigen.
"Was tust du hier? Bist du verrückt geworden?" will er mit rauer Stimme von mir wissen und versucht verzweifelt, sich aufzurichten.
"Bleib liegen Mulder. Du solltest dich beruhigen." weise ich ihm mit sanfter Stimme an und taste nach seinem Puls.
Er fliegt beinahe.
Auch ohne seinen Blutdruck gemessen zu haben weiß ich, dass er unter Schock steht.
"Scully, verdammt, sieh zu dass du hier raus kommst." krächzt er und blickt mich von unten her bittend an.
Ich schüttele meinen Kopf und streiche ihm durch seine Haare.
"Es ist alles in Ordnung." versuche ich ihn zu beruhigen. Kurz wende ich mich von ihm ab und öffne die Arzttasche. Nur kurz muss ich suchen, ehe ich gefunden habe, was ich brauche. Das Stethoskop.
Ich schiebe sein T-Shirt hoch, und lausche seiner Atmung. Das Mikrofon in meinem rechten Ohr behindert mich nur wenig. Ein hoch auf die Technik.
Erleichterung macht sich in mir breit, als ich feststelle, dass seine Lunge nicht getroffen ist. Trotzdem hat er offenbar furchtbare Schmerzen und ich reiße sein T-Shirt kurzerhand kaputt, um mir seine Wunde genauer anzusehen.
"Lass das. Ich will das du gehst." höre ich erneut Mulders Stimme, als ich mich über ihn beuge um die Wunde betrachten zu können.
"Ich werde dich hier nicht alleine lassen. Ich hole dich hier raus." versichere ich ihm.
"Nichts wirst du. Du packst jetzt deinen Kram zusammen und verschwindest. Du bringst dich und unser Kind in Gefahr." keucht er.
Beruhigend fahre ich ihm erneut durch seine Haare und blicke ihn ernst an.
Seine Augen saugen sich in meinen fest und ich kann sein Flehen in ihnen lesen, doch es wird nichts nützen. Nicht dieses Mal.
Bestimmt schüttele ich erneut den Kopf.
"Ich lasse dich nicht alleine." erkläre ich und er schließt resigniert seine Augen.
"Was soll das? Warum tust du das?" will er nach einem Moment wissen, in dem er still da liegt.
"Ich liebe dich, Mulder." flüstere ich leise, damit nur er es hören kann. Er und ein ganzer Haufen Polizisten, einschließlich unseres Vorgesetzten Assistent Director Walter Skinner. Aber das ist mir egal.
"Dann geh`" bittet er erneut.
"Das kann ich nicht. Genauso wenig wie du es könntest, wenn ich hier liegen würde." erwidere ich.
"Was soll das da werden, wenn es fertig ist?" Robert tritt auf uns zu und fuchtelt drohend mit der Waffe herum.
Erschrocken sehe ich auf und ihn an.
"Ich versuche Agent Mulder zu beruhigen. Er steht unter Schock." erkläre ich und greife nach Mull und Verband, darauf achtend, dass die Waffe darunter nicht zum Vorschein kommt. Routiniert beginne ich, seine Wunde zu verbinden, doch werde ich behindert, da Mulders Arm in einem ungünstigen Winkel steht.
"Können Sie ihn nicht los machen. Ich kann ihn so nicht richtig versorgen." wende ich mich an Mulders Peiniger.
Robert grinst mich kalt an.
"Es tut mir leid, das kann ich nicht tun. Agent Mulder war wenig kooperativ." erklärt der Mann und schüttelt seinen Kopf.
"Könnten Sie ihn die Hände nicht vor seinem Körper binden? Ich kann ihm die Schulter so nicht verbinden. Es wird nicht aufhören zu bluten." lasse ich nicht locker.
Robert hockt sich neben Mulder und dreht ihn Grob auf den Bauch. Ein gequältes Stöhnen verlässt Mulders Kehle und ich merke, wie ich trocken schlucke.
Mit erstaunlich geschickten Fingern löst der Mann Mulders Fessel, dreht ihn zurück auf den Rücken und bindet seine Handgelenke vor seiner Brust erneut zusammen. Ich seufze erleichtert, denn nun habe ich die Möglichkeit, die immer noch stark blutende Wunde vernünftig zu verbinden.
Auch nachdem ich Mulders Schulter verbunden habe, drücke ich weiterhin darauf, um die Blutung zu stillen. Langsam hebe ich meinen Blick und sehe den Mann mit der Waffe an.
"Er muss in ein Krankenhaus. Ein Schock ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie wollen doch nicht für den Tod eines Bundesagenten verantwortlich sein, oder?" beginne ich mit meiner zweiten Aufgabe – der Verhandlung. Skinner lobt mich für den gemachten Anfang und ich fange an, diesen Knopf in meinem Ohr zu verfluchen. Er bringt mich aus dem Konzept.
Ein lautes, dröhnendes Lachen ist die Antwort auf meine Frage.
"Sehen Sie, Ma’m, ich habe in meinem Leben vermutlich mehr Menschen umgebracht, als sie in ihrer Laufbahn als Agentin es im Namen des Landes getan haben. Wenn ich ehrlich sein soll, kommt es auf ein oder zwei, auch auf drei weitere Personen nicht mehr an. Und ich habe dieses Aufgebot an Polizei da draußen durchaus gesehen. Denken Sie, ich habe überhaupt eine Chance lebend heraus zu kommen?" erwidert er.
Ich nicke überzeugt.
"Wenn Sie jetzt aufgeben, dann werden Sie lebend hier raus kommen." erkläre ich.
"Und die nächsten acht Jahre in einer Todeszelle zubringen, bis man mich abholt und auf den Elektrischen Stuhl schnallt oder auf eine andere Art und Weise tötet. Im Namen des Landes." sagt er sarkastisch.
Ich schlucke hart.
Der Mann hat recht.
"Was wollen Sie dann tun? Uns töten? Und dann?" versuche ich seine Pläne zu erfahren.
"Nun, ich denke noch darüber nach. Und solange ich mir noch nicht sicher bin, werde ich Sie beide hier behalten." Er tritt einen weiteren Schritt auf Mulder und mich zu.
Ein wenig erschrocken rutsche ich zurück, meine Hände nicht von Mulders Wunde nehmend und knie schließlich hinter seinem Kopf.
Mulders Augen sind bereits seit einiger Zeit wieder auf mich gerichtet, und er verfolgt die Situation mit einem ängstlichem Blick.
Immer noch ist sein Atem zu schnell und zu flach, sein Gesicht und auch seine Brust sind nach wie vor schweißnass und ohne Zweifel sind seine Schmerzen kaum noch auszuhalten.
"Nehmen Sie ihre Hände auf den Rücken, Agent." weist Robert mich an.
Ich ziehe scharf die Luft in meine Lungen und mein Blick wandert zwischen Mulder und dem Mann hin und her.
"Bitte, ich muss weiter auf die Wunde drücken, um die Blutung in den Griff zu bekommen." versuche ich Robert zu überzeugen, dass das keine gute Idee ist.
Wie soll ich denn an die Waffe kommen, wenn meine Hände auf meinem Rücken gefesselt sind.
Es scheint, als wenn unser Geiselnehmer darüber nachdenkt und zu meiner größten Überraschung nickt er schließlich.
"Also gut, dann werde ich sie vor Ihnen zusammen binden." erklärt er.
Ergeben strecke ich ihm nur wenig später meine Hände entgegen und er bindet meine Handgelenke straff zusammen.
Mulders Augen weiten sich vor Schreck, als er beobachtet, wie ich kurz mein Gesicht verziehe, da die Seile sehr stramm sind.
"Das ist zu stramm, Sie Schwein." keucht er und ich sehe voller Schreck, wie Robert ihn mit einem kalten Blick ansieht und sich schließlich zu Fox hinab beugt. Grob fasst er ihn am Kinn und zwingt ihn so, ihn anzusehen.
"Und, was willst Du dagegen tun, hä?" stichelt der Mann.
Mulder schluckt, antwortet jedoch nicht und ich werfe ihm einen flehenden Blick zu.
"Hören Sie, Robert. In meiner Manteltasche ist ein Handy. Nehmen Sie es und wählen Sie die Drei. Sie werden dann mit dem Assistent Director Walter Skinner sprechen. Sagen Sie ihm, was Sie wollen und wir werden sehen, ob wir die ganze Sache nicht ohne einen weiteren Verletzten zu Ende bringen können." versuche ich Robert sanft in die richtige Richtung zu lenken.
Der Mann sieht mich nachdenklich an und kommt auf mich zu. Grob zerrt er mich auf die Füße und wühlt anschließend in den Taschen meines Mantels herum.
Tatsächlich wählt er nur Sekunden, nachdem er das Handy gefunden hat die Drei und ich höre in meinem Ohr ein leises Klingeln.
Skinner meldet sich und ich habe die Möglichkeit beide Seiten des Gespräches mitzuverfolgen.
Mein Blick richtet sich wieder auf Mulder, der mich unverwandt ansieht.
Rasch hocke ich mich wieder hinter ihn, ziehe ihn unter Aufbietung meiner Kräfte mit dem Kopf auf meinen Schoß und sehe ihn liebevoll an, während meine Hände sich erneut auf seine Wunde legen. Auch der Verband ist bereits rot gefärbt.
"Ich verlange einen Hubschrauber, damit ich verschwinden kann. Dafür werde ich Agent Mulder hier lassen, dann können Sie ihn in ein Krankenhaus bringen." höre ich Robert auf Skinners Frage nach seinen Wünschen antworten.
"Hören Sie, Mr.. Sie wissen doch genauso gut wie ich, dass hier kein Hubschrauber landen kann. Wir können darüber reden, Ihnen freien Abzug mit dem Auto zu gewähren." erwidert Skinner gelassen.
"Wissen Sie, Skinner, ich habe zwei ihrer Leute in meiner Gewalt und deshalb denke ich, dass ich die Forderungen bestimmen kann, es sei denn, Se legen keinen Wert darauf, die beiden lebend wieder zu bekommen." Robert trennt die Verbindung und läuft unruhig vor uns auf und ab.
Nervös beobachte ich ihn, nicht in der Lage vorauszusagen, wie er weiter vorgehen wird.
"Er wird uns beide töten." murmelt Mulder leise und ich sehe ihn an.
"Ich hoffe nicht." flüstere ich und beuge mich ein Stück zu ihm hinunter und drücke ihm einen sanften Kuss auf die Stirn.
Robert hält in seinem Weg inne und sieht uns grinsend an.
"Ich fass es nicht. Schicken die hier die hochschwangere Schnalle von dem Agenten rein." grölt er und ich ziehe es vor, ihn nicht anzusehen. Statt dessen bemühe ich mich, Mulder nicht meine Angst sehen zu lassen.
"Leute, Ihr müsst verdammt entbehrlich für die da draußen sein." spottet Robert und geht in die Küche.
"Was haben die Ihnen angeboten?" versuche ich, mit unserem Geiselnehmer in Kontakt zu treten.
"Freien Abzug. Angeblich kann hier kein Helikopter landen." antwortet er und dreht sich wieder zu mir um.
"Der Wald ist sehr dicht hier. Ich nehme an, die haben recht. Warum nehmen Sie das Angebot nicht einfach an?" frage ich.
"Weil ich mein Leben darauf verwette, dass der Wagen nach ein paar Metern den Geist aufgeben wird. Wissen Sie, auch wenn es nicht so aussieht, ich hänge an meinem Leben. Ich habe keinen Bock, die nächsten Jahre in einer Todeszelle zu verbringen und irgendwann hingerichtet zu werden." sagt Robert kalt.
"Meinen Sie nicht, dass die Menschen, die Sie getötet haben, nicht auch an ihrem Leben gehangen haben?" rutscht es mir raus. Ich höre sowohl Mulder, als auch Skinner zischend einatmen.
"Scully, halten Sie sich zurück. Sie dürfen ihn auf keinen Fall verärgern." wispert mein Vorgesetzter eindringlich in mein Ohr.
Ich unterdrücke den Impuls zu nicken und senke statt dessen den Blick kurz auf Mulder. Auch in seinen Augen kann ich die Warnung erkennen, vorsichtiger zu sein.
Robert lacht dröhnend und tritt langsam und Schritt für Schritt auf uns zu.
"Gott, diesen Spruch habe ich schon tausend Mal gehört, und glauben Sie mir, er berührt mich nicht." grinst er schließlich und bleibt direkt vor mir stehen.
Ich lege meinen Kopf in den Nacken, um ihn ansehen zu können.
"Dann handeln Sie doch aus, dass der Tank voll sein soll, und der Wagen in Ordnung sein muss." schlage ich vor.
"Und wer sagt mir, dass die meinen Forderungen nachkommen? verlangt er zu wissen.
"Welche Alternative haben Sie denn? Wollen Sie sich hier bis zum Sankt Nimmerleinstag verschanzen? Was denken Sie, werden die Polizisten tun? Abwarten bis Sie keine Lust mehr haben oder verhungert sind?" Ich entschließe mich, ihm die Pistole auf die Brust zu setzen. Sekunden später verfluche ich mich dafür, denn der Mann richtet drohend die Waffe auf mich und sieht mich aus kalten Augen an.
Ehe ich eine Möglichkeit habe, zu reagieren, holt er mit der Waffe in der Hand aus und schlägt sie mir gegen meine linke Wange.
Mein Kopf fliegt zurück und ich schmecke Blut in meinem Mund.
Entfernt höre ich, dass Mulder erschrocken aufschreit und meinen Namen ruft.
Ich blinzele einige Male, bis sich mein Blick wieder klar einstellt.
"Agent Scully? Sind Sie in Ordnung?" vernehme ich Skinners besorgte Stimme in meinem Ohr.
Ich brumme eine leise Antwort und versuche gleichzeitig, Mulder zu beruhigen, der verzweifelt versucht, sich aufzurichten und sich zu mir umzudrehen.
Meine Wange puckert leicht und warmes Blut läuft an ihr hinunter und mir wird mit einem Schlag klar, dass ich die Sache bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit beenden muss, wenn ich nicht will, dass Mulder und ich bei dieser Sache drauf gehen.
Robert hat sich zurück gezogen und stapft aufgebracht hinter dem Sofa hin und her.
"Verdammt, willst du dich umbringen?" faucht Mulder und ich kann die Angst in seinen Augen lesen.
"Nein, das will ich nicht aber ich werde diese Sache hier beenden, sobald ich die Möglichkeit dazu habe." flüstere ich und Mulders Augen weiten sich. Sein Blick wandert fragend zu meiner Arzttasche. Offenbar wird ihm erst jetzt klar, dass in der Tasche mehr als nur medizinische Instrumente sind. Unauffällig nicke ich ihm zu.
Die Möglichkeit kommt schneller, als ich es zu Hoffen gewagt hatte.
Offenbar habe ich Robert durch meine Aussage stärker aus dem Gleichgewicht gerissen, als es mir anfangs klar gewesen ist. Seine Schritte hinter dem Sofa werden länger, und gröber. Die ausgelatschten Cowboystiefel knallen immer härter auf das Holz des Fußbodens und sein Gesicht verhärtet sich immer mehr.
"Scully, was ist da drinnen los? Die Männer sind auf Angriffsposition. Ein Wort von Ihnen, und wir werden stürmen." höre ich Skinners Stimme erneut in meinem Ohr.
"Ein Geräusch." murmele ich und nur Sekunden später kommt Skinners Bestätigung. Er hat verstanden.
Ich sehe kurz zu Mulder hinunter, der mich immer noch mit ängstlichem Blick fixiert und wende meinen Blick dann erneut Robert zu.
Ein Krachen aus einem der angrenzenden Räume, nach dem Grundriss muss es das Schlafzimmer sein, lässt den Mann inne halten.
Gehetzt sieht er sich zu allen Seiten um und kommt mit großen Schritten auf mich zu.
"Die kommen. Ihr scheint wirklich entbehrlich zu sein." keucht er und greift nach meinem Oberarm.
Grob zieht er mich auf meine Füße und hält mich vor seinen Körper. Mulders Kopf landet hart auf dem Fußboden und er schreit erneut ängstlich auf.
Robert schiebt mich langsam auf die Tür zum Schlafzimmer zu, presst mir die Waffe an die Schläfe und zischt mir in mein Ohr.
"Zeit zu sterben."
Leise seufze ich und nicke.
"Ja." antworte ich mit fester Stimme und gebe damit Skinner das Okay für einen Zugriff.
Robert schiebt mich gerade durch die Tür in das Schlafzimmer, als dort das Fenster bricht und drei Polizisten hinein springen, über den Boden rollen und auf uns zu kommen.
Der Griff unseres Geiselnehmers wird fester und auch der Lauf seiner Waffe drückt sich fester an meine Schläfe.
Die Polizisten kommen in den Stand und richten ihre Waffen auf den Mann.
"Was wollt ihr tun, eure Kollegin erschießen?" grinst er und bleibt offen im Raum stehen.
Die Männer fixieren ihn mit seinem Blick, warten darauf, dass er einen Fehler macht, einen Moment unachtsam ist und sie zugreifen können.
Doch Mulder kommt ihnen zuvor.
Ich höre einen Schuss von hinten, zucke erschrocken zusammen, und spüre, wie Robert hinter mir gegen mich fällt. Ich gerate aus dem Gleichgewicht und stolpere nach vorne. Geschickt drehe ich mich zur Seite, um nicht auf meinem Bauch zu landen.
Ein stechender Schmerz durchzuckt meinen Arm, als ich aufkomme, doch schaffe ich es einen Aufschrei zu unterdrücken.
Benommen rolle ich mich auf den Rücken und schließe kurz die Augen. Zwei Polizisten treten über mich hinweg und entwenden Robert die Waffe. Mulder kommt neben mir zum Stehen und lässt sich keuchend in die Hocke sinken.
"Bist du in Ordnung?" fragt er mit ängstlicher Stimme. Ich nicke und stemme mich auf meine Ellenbogen.
Mein Blick fällt auf Robert, der mich aus wütenden und erschrockenen Augen anblickt, während ihm Handschellen angelegt werden. Die Polizisten ziehen ihn auf die Füße und ich sehe, wo er verwundet ist.
Mulder hat einen sauberen Schuss in sein linkes Bein gelandet. Der Schock hat ihn offenbar davon abzuhalten, mich zu erschießen.
Ich seufze erleichtert auf und erhebe mich, soweit dies mit den zusammen gebundenen Händen möglich ist.
Skinner erscheint in der Tür und ich sehe ihn erleichtert ausatmen. Rasch kommt er auf Mulder und mich zu und bindet unsere Hände los. Ich erhebe mich und wende mich umgehend Mulder zu, der blass und erschöpft vor mir steht und wankt.
Rasch stütze ich ihn, werde jedoch von Skinner zur Seite gedrückt, der Mulder nun zum Ausgang führt.
Sanft streiche ich über Mulders Brust und sehe ihn mit einem Lächeln auf den Lippen an.
Vor drei Stunden sind wir endlich zu Hause eingetroffen. Skinner hatte darauf bestanden, uns beide in das nächste Krankenhaus zu bringen, wo Mulders Wunde vernünftig versorgt wurde und ich mich einer gründlichen Untersuchung unterziehen musste.
Die Ärzte waren jedoch der Meinung, dass kein Grund bestehen würde, uns über Nacht da zu behalten.
Nun liegen wir gemeinsam im Bett und genießen das Gefühl von weicher warmer Haut an weicher warmer Haut.
Mulders Hand legt sich sanft auf meinen Bauch, seine Augen bekommen einen verträumten Ausdruck, bevor er sie schließt und seufzt.
"Ich dachte, ich würde euch verlieren." dringt seine leise, zarte Stimme an mein Ohr.
"Hast du aber nicht." murmel ich und küsse seine Brust.
"Das ist wahr. Aber ich möchte, dass du mir versprichst, dass du nie wieder so leichtsinnig bist." Seine Augen öffnen sich wieder und er blickt mich bittend an.
"Wenn du mir versprichst, dass du dich von schießwütigen Idioten fern hältst." sage ich mit einem Lächeln.
"Ich meine es ernst, Dana." erwidert er eindringlich.
"Ich auch. Wie kannst du von mir verlangen, dass ich nichts tue, wenn du verletzt bist? Du weißt das ich das nicht kann. Du hättest nicht anders gehandelt." erkläre ich und nehme meinen Worten die Schärfe in dem ich ihn erneut sanft küsse.
"Nein, das hätte ich nicht." gibt er zu und zieht mich näher zu sich.
"Siehst du. Also, warum hörst du nicht auf, dir unnötig Sorgen zu machen und schläfst statt dessen ein wenig."
Er lacht leise und versucht, ein Gähnen zu unterdrücken.
"Ich hab es gesehen!" necke ich ihn und merke, wie auch meine Augen zufallen.
"Dir entgeht auch nichts." nuschelt er und schließt seine Augen.
"Richtig." grinse ich und lege mein Ohr auf seine Brust.
Mit dem stetigen Klopfen seines Herzens und den ruhigen gleichmäßigen Atemzügen, die er macht und die mir zeigen, dass er schläft, drifte auch ich langsam in einen wundervollen Schlaf, frei von Entführern oder anderen Monstern.
ENDE
Also gut, wie ihr seht, ist es mir nicht gelungen, die Story ganz ohne Tortour zu schreiben, aber ich habe es wirklich versucht und es ist ja auch nur ein ganz kleines bisschen.
Irgendwie entwickeln sich diese Dinge immer irgendwie von selbst und ich stehe zum Schluss als Verlierer da!
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, sind die Szenen aus Alte Seelen wortgetreu aus der Folge übernommen. Ich habe lediglich das *Sie* durch das *Du* ersetzt und den Satz angepasst.
Ich hoffe trotzdem dass Euch die Geschichte gefallen hat und würde mich über Feedback natürlich sehr freuen!