Titel: Vergessen
Autor: MelX
MelX@nexgo.de
Disclaimer: Scully, Mulder und alle anderen Charaktere die Akte X betreffen gehören leider nicht mir, sondern CC, Fox, und ganz anderen Leuten. ABER die anderen Personen sind mein!
Rating: ohne
Beta-Read:
DanyX
Spoiler: Ich glaube keiner, wenn doch belehrt mich eines besseren! J
Genre: MSR
Autorenbemerkung: Bitte tut mir den Gefallen und schreibt mir ob euch die Story gefallen oder nicht gefallen hat. THX
Zusammenfassung: Was ist wenn man alles vergisst?

Vergessen


Es war ein ganz normaler Tag. Am frühen Morgen kam Scully pünktlich im ihrem Kellerbüro an, nur um festzustellen das Mulder bereits da war. Er saß hinter einem tatsächlich aufgeräumten Schreibtisch.
"Mulder? Was haben Sie mit Ihrem Schreibtisch gemacht? Haben Sie etwa im Lotto gewonnen und sich daraufhin eine Putzfrau genommen?"
"Wie kommen Sie denn darauf?" fragte er im gespielt beleidigten Ton.
"Na seit wann haben Sie denn einen Putzfimmel?"
"Naja, ich war heute schon sehr früh auf und da dachte ich mir ich könnte ja mal meinen Schreibtisch aufräumen. Ich habe ja langsam selbst nichts mehr gefunden..."
"Aber Mulder! Sonst sagen Sie doch immer‚Ein Genie beherrscht das Chaos’." Sie stellte sich ihm mit verschränkten Armen gegenüber.
"Ja schon, aber ich hatte einfach keine Lust mehr andauernd irgendwelche Akten zu suchen."
"Und warum sitzen Sie dann so gelangweilt herum? Sie hätten doch schon mal den neuen Fall bearbeiten können."
"Welchen neuen Fall denn?"
"Wir haben keinen Fall?"
"Nein."
"Das glaube ich nicht. Sie haben nichts neues herausgefunden? Keine 40 Jahre alte Akte, die wieder bearbeitet werden muss, weil jemand behauptet hat, er habe irgendein grünes Ungeheuer gesehen?"
Langsam schüttelte er den Kopf und griff zu seinem Telefon das gerade angefangen hatte zu klingeln.
Scully sah ihn fragend an.
"Mulder."
<Agent Mulder. Ich dachte Sie sind bereits wieder nach Hause gefahren.>
"Guten Morgen Sir, wie kommen Sie denn darauf?"
<Na ich dachte da Sie keinen Fall zu bearbeiten haben fahren Sie nach Hause.>
"Aber Sir, es hätte doch sein können das im Laufe des Tages ein Fall für uns kommt."
<Ich glaube nicht daran, darum können Sie sich für den heutigen Tag frei nehmen. Agent Scully natürlich auch. Sie haben lange keinen freien Tag mehr gehabt, und falls sich ein neuer Fall ergibt rufe ich Sie an.>
"Vielen Dank Sir." Damit war das Gespräch beendet.
Langsam fing er an zu grinsen. "Wollen wir was frühstücken gehen?"
"Wie kommen Sie denn auf die Idee? Wir haben doch nicht frei."
"Doch das haben wir, das war nämlich eben Skinner und er hat uns für den Rest des Tages frei gegeben."
"Oh.... Es tut mir ja wirklich leid Mulder, aber ich habe zu Hause noch soviel zu tun, dafür hätte ich jetzt endlich mal Zeit. Außerdem habe ich bereits etwas gegessen." Sie sah ihn grinsend an "Daran ändert sich auch nichts wenn Sie Ihren Dackelblick aufsetzen."
Verärgert erwiderte er den Blick. "Dackelblick nennen Sie das? Ich habe jahrelang geübt um diesen Blick zu perfektionieren. Bisher konnte ihm niemand widerstehen."
"Einmal ist immer das erste Mal." grinste sie und ging zur Tür hinaus. "Mulder?" sie blieb stehen und drehte sich noch einmal kurz um.
"Hm...." brachte er grummelnd hervor.
"Bis heute Abend habe ich den ganzen Kram zu Hause erledigt. Wollen wir als Entschädigung für Ihr Frühstück dann zu Abend essen?"
"Gern!" Auf einmal war er nicht mehr eingeschnappt.
"Gut, holen Sie mich doch bitte heute Abend so gegen Acht einfach ab, ja?"
"Kein Problem, und ziehen Sie sich etwas Schönes an, ich habe schon ein gutes Restaurant im Kopf."
"Bis dann!" langsam lief sie durch den dunklen Flur um zum Fahrstuhl zu gehen.
"Ach Scully?! Betrachten Sie sich als eingeladen!" rief er ihr hinterher und er war sich sicher das sie das noch gehört hatte.
‚Ha, ich habe doch gewusst das niemand diesem Blick widerstehen kann.’ Lächelnd sah er sich noch mal um und schaltete das Licht aus. Dann verließ er kurz nach Scully sein Büro.
 
Als Mulder zu Hause ankam durchsuchte er sofort seinen Schrank nach einem passendem Anzug. Nach kurzer Zeit fand er einen und legte ihn sich schon zurecht.
Den Rest des Tages verbrachte er damit sich auf die Couch zu legen und zu dösen, er war ja heute schon früh wach gewesen. Er wollte für heute Abend fit sein. Um 18:00h klingelte sein Wecker. Er hatte ihn vorsichtshalber gestellt um sicherzugehen nicht zu verschlafen, denn er war schon oft beim Dösen vom Schlaf übermannt worden. Er stand also auf und schaltete seinen Wecker aus. Schlaftrunken lief er ins Bad um sich noch einmal frisch zu machen. Das eiskalte Wasser hinterließ ein prickelndes Gefühl in seinem Gesicht. Als er noch mit halb verschlossenen Augen in den Spiegel starrte traf ihn eine Erkenntnis. Keine Blumen! Verdammt! Er hatte doch vor Blumen zu holen. Also beeilte er sich und zog sich um.
‚Ich wollte doch eine halbe Stunde früher da sein! Und nicht so knapp wie sonst immer!’ Schnell schnappte er sich seine Autoschlüssel und sein Portemonnaie. Er rannte fast aus seinem Apartment, schloss ab und ging schnell zu seinem Auto. Er beachtete nicht einmal sein Handy und seinen Ausweis, die er auf dem Couchtisch hatte liegen lassen.
 
Scully hatte zu dieser Zeit noch immer nicht alles fertig. Sie stand, nur mit einem T-Shirt und einer Short bekleidet, vor ihrem Bügelbrett und pfiff zu der Musik in ihren Kopfhörern mit. Dieser Musiksender gefiel ihr ganz besonders. Sie spielten am laufenden Band Musik und unterbrachen ihr Programm nur für wichtige Durchsagen und für die Uhrzeit. "Hallo da draußen! Es ist jetzt genau 18:00h und die Straßen sind wie leergefegt. Also keine besonderen Vorkommnisse. Und jetzt kommt wieder die beste Musik überhaupt! Viel Spaß!"
‚Oh Gott! Schon 18:00h. So ein Mist, ich muss mich fertig machen.’ dachte sich Scully und nahm die Kopfhörer ab. Sie drehte die Musik wieder leiser und schaltete die Lautsprecher wieder ein. ‚Mulder meinte ich soll was Schönes anziehen. Hm,..., was habe ich denn im Schrank hängen? Mal sehen,..., nein,..., das auch nicht,..., ah! Das nehme ich.’ Sie nahm ein schwarzes Kleid heraus. ‚Das hatte ich ja schon ewig nicht mehr an. Ob das noch passt?’ Sie zog sich um und wollte gerade in ihr Bad gehen um etwas Schminke und Parfum anzulegen. Sehr viel Zeit hatte sie ja nicht mehr, immerhin hatte das Kleid aussuchen schon eine Stunde gedauert. Auf einmal hörte sie eine Radioansage.
"Achtung! Massenunfall auf der Washington Street, die Straße ist ab sofort vollständig gesperrt. Ein LKW ist ungebremst in eine bei rot an der Ampel stehende Autoschlange gerast. Der LKW-Fahrer ist noch am Unfallort gestorben, es gibt 32 Verletzte, davon sind 9 schwerverletzt..."
Als Scully das hörte schaltete sie den Fernseher ein. Und da sah sie es. Ein Hubschrauber für eine Live-Übertragung kreiste bereits über der Unfallstelle.
‚Oh Gott, das da überhaupt jemand lebend rausgekommen ist.’
Sagte sie zu sich und sah auf die Uhr. 19:10h. Sie schaltete den Fernseher aus, kämmte sich die Haare und setzte sich vor ihren Schminkspiegel. Immerhin wollte sie heute Abend schön aussehen und vielleicht könnte sie ja diesen Anlass dazu benutzen Mulder endlich zu sagen was sie für ihn empfindet. Sie hatte ihrer Meinung nach bereits viel zu lange gewartet, und dies war die perfekte Möglichkeit.
 
‚Hoffentlich schaffe ich es noch pünktlich zu Scully.’ Dachte sich Mulder und fuhr los. Er wollte zu einem Blumenladen fahren bei dem er schon einige Male Blumen gekauft hatte. Außerdem war er mit dem Besitzer schon öfter zum Biertrinken gewesen und er war sich sicher das ihn der Mann keine schlechten Blumen andrehte. Als er auf der Washington Street ankam war die Ampel natürlich rot. ‚Verdammt, warum muss diese blöde Ampel auch rot sein?’ Dachte er noch bei sich und stellte die Musik an. Aus einem unguten Gefühl sah er in den Rückspiegel. Das blaue Auto hinter ihm war ihm ziemlich dicht aufgefahren. ‚Wehe du fährst jetzt auch noch gegen meine Stoßstange!’ Dachte Mulder.
<Knirsch...>
‚Oh man.’
"Hey passen Sie doch auf!" rief er seinem Hintermann zu als er sich aus dem Fenster gelehnt hatte. Dieser hob nur beschwichtigend die Hände.
Genau in diesem Moment sah er hinter den anderen Autos einen LKW auftauchen. Dieser wurde einfach nicht langsamer. Weil er nicht nach links oder rechts fahren konnte sagte Mulder laut: "Brems doch! Verdammt brems doch! BREEEEMS!!!!" Ein ohrenbetäubender Lärm von zusammengedrücktem Metall und der Stoß, der gleichzeitig damit kam, nahmen ihm das Bewusstsein. Alles um ihn herum wurde dunkel...
 
"Dumm di duuh, di dumm…" Scullys Laune wurde immer besser. Es war jetzt 19:30h und sie erwartete jeden Moment Mulder. Sie überlegte bereits wie sie ihm gegenüber ihre Gefühle ausdrücken konnte.
‚ "Mulder, ich liebe Sie." Nein, ich kann ihn doch nicht in einer solchen Situation siezen.
"Fox, ich liebe dich." Nein, auch nicht. Er hasst es doch Fox genannt zu werden.
"Mulder, ich liebe dich über alles." Oh verdammt das hört sich alles zu dumm an, ich glaube ich werde es einfach auf mich zukommen lassen.’
Sie trat noch einmal vor den Spiegel und sah sich von oben nach unten an. Sie drehte sich von links nach rechts und als sie meinte sie sähe gut aus trat sie ans Fenster und sah hinaus. Weit und breit kein Mulder. Dabei war es nun schon fünf Minuten vor acht. ‚Wahrscheinlich kommt er wieder einmal zu spät. Wie immer.’ Deprimiert darüber das er einfach nie pünktlich sein konnte setzte sie sich auf ihre Couch und überlegte doch noch einmal ob sie nicht eine passende Formulierung für ihr Liebesgeständnis finden würde.
 
"Sir? Sir, können Sie mich hören?" Die Frau sah sich den Mann noch einmal genauestens an. Er war gut angezogen, als wenn er gerade zu einer Verabredung fahren wollte. Noch einmal versuchte sie es.
"Sir? Können Sie mich hören?" Als der Mann versuchte die Augen aufzuschlagen fing sie an zu lächeln. "Sir? Können Sie mir sagen wie sie heißen?" Der Mann sah sie an. Sein Gesicht verzog keine Miene. Er wirkte abwesend. "Sir? Wie heißen Sie?" Die Frau musterte ihn genauer. "Mike? Hatte er irgendwelche Papiere bei sich?"
"Nein. Nichts, nicht einmal ein Handy und das hat doch heutzutage jeder."
"Sir, wissen Sie welchen Tag wir haben?" Erleichterung machte sich auf dem Gesicht der Frau breit als sie sah das der Mann endlich reagierte. Auch wenn es nur ein verneinendes Kopfschütteln war, das mit der Halskrause etwas gering ausfiel. "Wissen Sie was passiert ist?"
"Un...fall?" brachte der Mann hervor als er sich umsah und erkannte das das Gebäude aussah wie ein Krankenhaus und die Frau angezogen war wie eine Ärztin.
"Ja, genau. Sie hatten einen Autounfall. Können Sie mir jetzt sagen wie Sie heißen?" Sie erkannte das der Mann nachdachte. Sie beobachtete ihn. Es sah so aus als ob er im tiefsten Innern seiner Gedanken nach einer Antwort suchte.
"Nein."
‚So ein Mist!’ Dachte die Frau sich. "Haben sie irgendwelche Beschwerden? Tut Ihnen etwas weh?"
"Meine Schulter."
"Ja, Sie haben sich die Schulter ausgerenkt und wir haben sie gleich wieder eingerenkt. Das wird Ihnen noch ein wenig wehtun. Sonst tut nichts weh?"
"Mein Kopf."
Mike kam angerannt und sagte zu der Frau: "Dr. Hamleigh. Die Röntgenbefunde sind da."
"Danke, na dann wollen wir mal sehen ob wir Sie von der Halskrause befreien können....,....hmmm,.... ja. Mike nimmst du dem Herrn bitte die Halskrause ab?"
Als sie ab war sah man das sich der Mann wesentlich besser fühlte. Dr. Hamleigh stellte den Kopfteil des Bettes hoch damit der Mann sie besser sehen konnte und setzte sich auf einen Stuhl um weiter mit ihm zu reden.
"Haben Sie Angehörige? Kinder?" Der Mann zuckte nur mit den Schultern.
"Fällt Ihnen irgendetwas ein? Auch wenn es für Sie noch so unbedeutend klingen mag." Als er auch jetzt wieder seinen Kopf schüttelte sagte sie: "Ok, na dann werde ich Sie jetzt erst einmal in Ruhe lassen damit Sie sich etwas ausruhen können. Sie können sich wirklich glücklich schätzen das Ihnen fast nichts passiert ist. Ihr Auto sieht aus wie eine Ziehharmonika." Sie stand auf, lächelte ihn noch einmal an und ging aus dem Raum zurück in den Flur.
Sie sah sich die Akte des Mannes an und schrieb in das Feld für den Namen: John Doe
 
Langsam machte sich Scully Sorgen. Es war nun schon 21:00h.
‚Also eine ganze Stunde war Mulder bisher noch nie zu spät gekommen. Was war nur los?’ Sie ging zu ihrem Esstisch und nahm ihr Handy. Dann wählte sie Mulders Nummer.
"tuuut...tuuut....tuuut...tuuut... Dies ist die Mailbox von Fox Mulder bitte...." Sie legte auf und ging zum Fenster. ‚Warum nimmt er nicht ab?’ Sie rief im Büro an, aber auch dort nahm niemand ab. Sie wollte noch eine halbe Stunde warten und dann bei ihm zu Hause vorbeischauen.
Als die Zeit vorbei war zog sie sich etwas bequemeres an und nahm ihre Sachen. Dann fuhr sie bei Mulder vorbei. Langsam beschlich sie ein ungutes Gefühl. Als sie an Mulders Apartment vorbeifuhr entdeckte sie sein Auto nicht. Sie ging zur Wohnung und als ihr niemand öffnete schloss sie die Tür auf. ‚Nur gut das wir vor einigen Wochen unsere Schlüssel ausgetauscht hatten.’
Sie sah sich in der Wohnung um. Auf dem Couchtisch entdeckte sie seinen Ausweis und sein Handy. ‚Kein Wunder das ich ihn nicht erreiche’ dachte sie sich und sah sich noch etwas in seinem Appartement um. ‚Irgendwo muss sich doch ein Hinweis finden!’
Sie sah auf seinem Schreibtisch nach und entdeckte an seinem Computermonitor einen Zettel. <
Blumen kaufen!!!> stand darauf.
‚Na toll! Es gibt ja auch so wenig Blumenläden hier.’
Sie war schon verzweifelt als sie sich erlaubte in seiner Adressenliste nachzusehen. Sie entdeckte nach einigen Minuten die Adresse eines Blumenladens an der Washington Street. ‚Oh nein!!’ dachte sie noch und rannte runter zu ihrem Auto. ‚Ich hoffe es ist nichts passiert.’ Sie schnappte sich ihr Handy und rief im Washington Memorial Hospital an. Ihrer Meinung nach hatte sie in den Nachrichten gehört das die Verletzten des Autounfalls dort hingebracht wurden. Allerdings hoffte sie Mulder dort nicht zu finden.
"Ja, Special Agent Scully vom FBI. Ich hätte gerne gewußt ob bei dem Autounfall heute ein Fox Mulder eingeliefert wurde."
"Nein, das tut mir leid. Hier wurde kein Fox Mulder eingeliefert. Aber wir haben hier 2 Männer die als John Doe eingeliefert wurden. Können Sie mir eine Beschreibung des Mannes geben?"
"Ja. Er hat braune kurze Haare und..."
"Danke das genügt mir vorerst. Der eine John Doe ist nämlich blond. Würden Sie bitte vorbeikommen und sich vergewissern das er Mr. Mulder ist?"
"Aber natürlich, ich komme sofort." Damit legte sie auf und fuhr sofort los.
 
Im Krankenhaus rannte Scully zu einer Ärztin und fragte sie sofort aus. Sie fragte sie nach einem Ausweis und dann stellte sich die Ärztin erst einmal vor. "Ich bin Dr. Hamleigh. Ich habe den Mann den Sie eben beschrieben haben versorgt."
"Wie geht es ihm?"
"Nun, im Verhältnis zu den anderen Patienten hat er Glück gehabt. Er hatte sich die Schulter ausgerenkt, außerdem ist er mit seinem Kopf an den Seitenholm des Autos geprallt und hat sich dadurch eine Gehirnerschütterung zugezogen."
Scully merkte das Dr. Hamleigh noch nicht zu Ende gesprochen hatte, das verrieten ihr die Züge ihres Gesichtes das noch immer sehr angespannt aussah.
"Außerdem leidet er an Gedächtnisverlust."
"Was weiß er denn nicht mehr?" Scully war noch voller Mut, sie dachte er hatte nur einen kleinen "Aussetzer" und er würde sich bald wieder an alles erinnern.
"Er weiß nichts mehr. Gar nichts. Er kennt weder seinen Namen noch weiß er wo er ist und die Antwort auf meine Frage ob er weiß was passiert sei hatte er nur durch die Räumlichkeiten erraten."
Scully musste sich setzen. Das konnte einfach nicht wahr sein.
Er weiß gar nichts mehr? Das konnte sie sich einfach nicht vorstellen.
"Kann ich ihn sehen?"
"Ja, aber Sie sollten ihn nicht überfordern, ich glaube auch nicht das er sich an Sie erinnern kann. Und bitte fragen Sie ihn nicht zuviel. Wir hatten schon mal jemanden der durchgedreht ist weil er sich nicht mehr erinnern konnte."
Scully nickte nur. Sie wusste wie man mit diesen Patienten umgehen musste, sie ist ja schließlich Ärztin. Aber das hatte sie ganz vergessen zu sagen und so erklärte ihr Dr. Hamleigh alles haargenau.
Allerdings hörte sie nicht wirklich zu, das Einzige was sie wollte war Mulder zu sehen.
 
Als sie an Mulders Zimmer ankam klopfte sie an. Seine vertraute Stimme ertönte: "Herein!"
"Guten Abend" sagte sie "Darf ich?" Fragend zeigte sie auf einen Stuhl.
"Aber klar." Er starrte sie an. ‚Wow! Eine so hübsche Person habe ich ja noch nie gesehen.’ dachte er bei sich ‚und außerdem sieht sie mich so liebenswürdig besorgt an’. Er musste unwillkürlich lächeln. "Kennen wir uns?"
‚Oh Gott! Ich hatte gehofft er würde diese Frage nicht stellen.’ Dachte sich Scully und sah ihn an.
"Ich bin Dana Scully."
Er sah sie immer noch fragend an.
"Ich bin vom FBI."
"Oh, habe ich was angestellt?" geschockt sah er sie an, er dachte wirklich das er etwas getan hätte an das er sich nun nicht mehr erinnern konnte.
"Nein, Sie haben nichts angestellt." Sagte sie beruhigend und lächelte ihn an.
"Und was machen Sie dann hier?" Er konnte nichts mit dieser Situation anfangen. Was wollte sie von ihm?
"Ich wollte mich erkundigen wie es Ihnen geht."
‚War das alles was diese Frau wollte? Oder verschwieg sie ihm etwas?’
"Es geht mir einigermaßen. Wenn Sie vom FBI sind dann können Sie mir doch sicher verraten wie ich heiße?"
"Ja. Sie heißen Fox William Mulder. Und..." gerade als sie weitersprechen wollte kam Dr. Hamleigh in das Zimmer und sagte: "Ich muss Sie bitten zu gehen. Es ist spät und Mr. Mulder muss sich noch ein wenig erholen." Damit verschwand sie und ließ sie wieder allein.
Scully lächelte und sah Mulder an. Er war ihr so vertraut und trotzdem empfand sie ihn als einen Fremden der nichts über sie weiß, obwohl er im tiefsten Innern fast alles über sie wusste.
"Ich werde dann mal gehen." Sagte sie und stand auf.
Mulder empfand einen merkwürdigen Schmerz als die Frau aufstand um zu gehen.
"Kommen Sie morgen wieder?"
"Wenn Sie es wollen?"
"Ja, bitte." Sagte er und er spürte ein Kribbeln auf seiner Hand als die Frau sie kurz drückte. Dann ging sie.
"Dana Scully." Sagte er leise als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte.
 
Gleich am Morgen danach rief Scully bei Skinner an um ihm zu berichten was passiert war. Er gab ihr frei und sagte ihr das er zwei andere Agenten für die Zeit an die X-Akten setzen würde.
Sofort nach dem Anruf fuhr Scully ins Krankenhaus.
Als sie in Mulders Zimmer ankam sah sie ihn vor dem Fenster stehen. Er hatte einen Krankenhausbademantel an und starrte auf einen imaginären Punkt außerhalb des Fensters.
"Guten Morgen." Sagte sie leiser als gewohnt, dennoch hörte Mulder sie.
"Oh, guten Morgen Agent Scully."
"Wie geht es Ihnen heute?" sie sah ihn von oben nach unten an und war froh das ihm bei diesem Unfall fast nichts passiert war.
"Es geht mir gut."
Bei dieser Antwort musste Scully unwillkürlich lächeln. Mulder sah sie ratlos an.
"Was ist? Habe ich etwas falsches gesagt?"
"Nein, das hat mich eben nur an etwas erinnert."
Er sah sie immer noch ratlos an, änderte aber das Thema
"Haben Sie schon etwas gefrühstückt?" fragte er sie.
"Nein."
"Wollen wir in die Cafeteria gehen? Mir hat vorhin Dr. Hamleigh verraten, das es dort leckere Hörnchen geben soll." Er grinste sie an und sie gingen los.
 
In der Cafeteria war es recht leer. Sie setzten sich an einen Tisch am Fenster und Scully ging los um etwas zum Essen zu holen.
Mulder starrte wieder aus dem Fenster. ‚Wieso kann ich mich nicht erinnern? Ich glaube es einfach nicht. Und wieso kümmert sich diese Frau um mich?’
"So. Hier haben wir ein leckeres Hörnchen, einen Orangensaft und Erdbeermarmelade... Mulder?...Hey?!"
"Oh, entschuldigen Sie bitte, ich war in Gedanken"
"Kein Problem, wie gefällt Ihnen das Essen?"
"Oh ja, es sieht wirklich lecker aus. Aber ich hatte gehofft das Sie mir etwas über mich erzählen."
"Sicher, aber Sie müssen auch etwas essen."
"Hm... na gut." Er stippte sein Hörnchen in die Erdbeermarmelade und biß ab.
"Also, wie gesagt. Sie heißen Fox William Mulder..."
"Das weiß ich bereits, ich möchte aber gerne wissen was Sie mit mir zu tun haben." Neugierig sah er sie an.
"In Ordnung. Also wir waren, nein, sind Partner beim FBI, seit 8 Jahren."
Er freute sich anscheinend jemanden gefunden zu haben der ihn kannte, das konnte sie an seinem freudigen Gesichtsausdruck sehen.
Er fing an zu lächeln.
"Habe ich Ihnen in diesen 8 Jahren jemals gesagt das Sie wunderschön sind?"
"Ähhm..." Scully wurde rot. Sie hoffte das er darauf keine Antwort hören wollte.
Anscheinend nicht.
Er wechselte lieber schnell das Thema. Er hatte gesehen das sie rot wurde und er wollte sich nicht unbeliebt machen.
"Dr. Hamleigh hat mir gesagt das ich morgen entlassen werde. Außer meinem Gedächtnisverlust und meinem Arm, der aber kaum noch wehtut, geht es mir wieder bestens. Würden Sie mir den gefallen tun und mich Morgen nach Hause bringen?"
"Aber sicher."
‚Oh Gott!’ dachte sich Scully ‚seinen Dackelblick hat er aber nicht vergessen.’
"Vielen Dank. Ich muss dann leider zurück in mein Zimmer. Gleich ist Visite. Wir sehen uns dann Morgen?"
"Natürlich. Um wieviel Uhr soll ich Sie denn abholen?"
"So um 12 Uhr wäre es gut."
"Ok. Bis dann." Sie stand auf und lächelte ihm noch einmal zu. Dann ging sie zu ihrem Auto.
 
Auf dem Weg zu ihrem Auto dachte sich Scully sie könnte ja nochmal bei Mulder zu Hause vorbeischauen.
Sie fuhr also vorbei und als sie sein Apartment betrat war sie wie vom Blitz getroffen stehen geblieben. ‚Oh Gott, was für ein Chaos! Das habe ich ja gestern in der Eile gar nicht gemerkt. Ich werde hier erst einmal aufräumen. Sonst bekommt Mulder einen Schock.’
Das gesamte Zimmer war vollgekramt mit Büchern, Videos (wer weiß was für Videos?), und überall lagen irgendwelche Kleidungsstücke herum.
Scully krempelte ihre Ärmel hoch und fing an. Als erstes nahm sie jegliche Kleidung und stopfte sie in die Wäschetruhe. Dann machte sie sich an den Abwasch. Die Videos und Bücher räumte sie in die Regale und als letztes warf sie den Staubsauger an.
Nach 5 Stunden hatte sie es geschafft. Alles blitzte vor Sauberkeit.
‚Gut, dann kann ich Mulder guten Gewissens hierher bringen.’

Sie fuhr wieder nach Hause und machte es sich für den Rest des Tages gemütlich. Sie dacht noch eine Weile an Mulder und daran wie er sie heute angesehen hatte und das er ihr gesagt hatte das er sie wunderschön findet. ‚Das hätte der ‚alte’ Mulder nie gesagt.’
Darüber dachte sie noch lange nach. Bis sie darüber einschlief.
 
Als Scully Mulder im Krankenhaus zurückließ ging er erst einmal zurück um für die Visite anwesend zu sein. Gerade als er sich auf sein Bett gesetzt hatte kam Dr. Hamleigh in das Zimmer. "Guten Tag Mr. Mulder. Wie geht es Ihnen?"
"Sehr gut, danke."
"Also wie bereits gesagt. Sie sind gesund. Bis auf Ihren Gedächtnisverlust. Ich denke das der Arm noch ein bis zwei Wochen schmerzen wird. Zu Ihrem Gedächtnisverlust kann ich leider nichts sagen. Er kann von kurzer Dauer sein, oder leider auch andauernd." Sie musterte ihn. ‚Grausam das jemand so gestraft werden muss. Aber vielleicht ist es für ihn auch ein neuer Anfang.’
"Agent Scully hat mir erzählt das sie auf Sie achten wird. Ist das in Ordnung für Sie?"
"Ja, natürlich. Ich scheine ansonsten keine Verwandten zu haben. Und Agent Scully ist ja nicht gerade die unangenehmste Aufpasserin." Er grinste schelmisch.
‚Ich wusste doch sofort das zwischen den beiden etwas ist.’ Dachte Dr. Hamleigh und lächelte zurück.
"Gut, dann werden Sie morgen das Krankenhaus 100%ig verlassen können."
"Na das ist dann doch mal eine sehr gute Nachricht."
"Ja, das sagen Sie jetzt so einfach. Ich will Ihnen mal etwas sagen. Es wird für Sie sehr schwer werden. Sie müssen daran denken das Sie höchstwahrscheinlich niemanden wiedererkennen, und das Sie auch Ihre Umgebung erst wieder kennenlernen müssen. Das wird sehr schwer werden."
"Das kann ich mir denken, aber ich muss irgendwann sowieso rausgehen, und ich glaube es ist besser wenn ich so schnell wie möglich wieder unter die Leute komme."
"Gut, dann werde ich Sie Morgen noch mal besuchen."
Damit drehte sich Dr. Hamleigh um und ging.
Mulder sah sich noch einmal genauestens um und hoffte das ihm der morgige Tag nicht zu schwer fallen würde.
Aber etwas gutes hatte der Tag. Er würde endlich Dana wiedersehen.
 
Am nächsten Morgen wachte Scully schon recht früh auf. Sie konnte es nicht erwarten Mulder wiederzusehen. Sie aß Frühstück und packte eine Art "Willkomen-zurück-Korb" für Mulder. Als sie sich dann fertig gemacht hatte fuhr sie zu Mulders Apartment und stellte dort den Korb ab. Sie sah auf die Uhr: 11:30h. Sie machte sich auf den Weg zum Krankenhaus.
 
"Guten Morgen Mulder!" Fröhlich lächelnd ging sie auf ihn zu.
"Guten Morgen." Er war froh sie wiederzusehen.
"Wie geht es Ihnen?"
"Um ehrlich zu sein,..., ich bin aufgeregt."
"Das kann ich sehr gut verstehen."
Er betrachtete sie von oben bis unten. Ihre Haare, ihr Mund, aber vor allem ihre Augen wirkten hypnotisch auf ihn.
"Wollen wir gehen?" fragte sie ihn als sie seine Blicke merkte.
Er nickte und sie gingen los.
Außerhalb vom Krankenhaus hatte er das Gefühl als würden alle Menschen um ihn herum ihn anstarren. Es war ihm sehr unangenehm so beobachtet zu werden. Allerdings bildete er sich diese Blicke nur ein. Dr. Hamleigh hatte ihn am Morgen erneut gefragt ob er sich an etwas erinnern kann. Als er das verneinte sagte sie ihm das sie trotz allem noch glaubt das er sein Erinnerungsvermögen wiederfinden würde.
<Wenn Sie in eine von früher bekannte Umgebung kommen und sich mit Personen unterhalten die Sie früher einmal gekannt haben werden Sie sich bald wieder erinnern, da bin ich mir sicher.>
"Mulder?" Scully sah ihn ratlos an. Er lief ihr die ganze Zeit hinterher und stand nun hinter ihr an ihrem Auto. "Mulder wir sind da."
"Oh." Er sah sie an als wenn er gerade aus einem Traum aufgewacht wäre.
"Ich fahre Sie jetzt nach Hause."
"Ja, vielen Dank." Er sah die ganze Fahrt über aus dem Fenster. Als sie bei seinem Appartement ankamen beobachtete Scully ihn und wartete auf eine Reaktion. Er sah sich nur wortlos um und sah dann zu Scully.
"Lassen Sie uns raufgehen." Sie nickte ihm aufmunternd zu und sie gingen hoch.
Als sie sein Zimmer aufschloß und die Tür öffnete war er angenehm überrascht.
"Wow!" sagte er und ging sofort hinein. "Ich hätte nicht gedacht das ich ein so ordentlicher Mensch bin."
Sie lächelte und dachte sich‚ gut wenn er das denkt, vielleicht wird er ordentlicher als vorher. Aber ob das fair ist? Ach was Dana, wozu gibt dir Gott diese Chance Mulder von neuem kennen zu lernen? Und vor allem die Chance das er dich von neuem kennen lernen kann?’
"Und? Wie gefällt Ihnen Ihr Apartment?"
"Es ist recht dunkel hier." Er ging zum Fenster und sah hinaus. Dann drehte er sich um und entdeckte Scullys "Willkomen-zurück-Korb". Er nahm die Karte in die Hand und öffnete sie. Darauf stand;
"
Herzlich Willkommen zurück Mulder! Scully"


"Vielen Dank!" er ging ohne zu zögern auf sie zu und umarmte sie.
Scully stand da wie gelähmt. Als er seine Arme um sie schloß fing ihr Herz an zu rasen, ihr Blutdruck schoß in die Höhe und sie konnte ihr Glück kaum fassen.
Auch Mulder ging es wenig anders. Er war so froh jemanden zu haben der da war wenn er ihn brauchte das er sie einfach umarmen musste.
Als sie sich voneinander lösten sagte Mulder unvermittelt: "Was sagt eigentlich Skinner dazu das sie hier sind und nicht arbeiten?"
Scullys Gedächtnis fing an zu rasen. Hatte sie Skinner in seiner Nähe erwähnt? Nein, das hatte sie nicht.
"Mulder? Wie kommen Sie auf den Namen Skinner?"
"Ich weiß es nicht. Wieso?"
"Das ist unser Vorgesetzter beim FBI."
Mulder fing an zu lächeln. Dr. Hamleigh hatte Recht behalten. Auch wenn ihm bisher nur ein Name eingefallen war er hatte wieder Hoffnung.
Die Zeit verging wie im Flug. Sie hatte ihm kurz bevor sie ging noch ihre Handynummer und die Nummer von zu Hause aufgeschrieben. "Sie können mich jeder Zeit anrufen." Hatte sie ihm noch gesagt. Sie war sich sicher das er sie anrufen würde.
 
Es war bereits Abends als sie Mulders Apartment verließ. Sie war froh das ihm schon nach dieser kurzen Zeit ein Name eingefallen war. ‚Er wird sich bald wieder an alles erinnern. Da bin ich mir sicher,’ dachte sie sich und fuhr nach Hause.
 
Als Mulder allein zu Hause war sah er sich noch einmal genau um. Er ging ins Bad und nahm sich seine Zahnbürste. ‚Wo verdammt noch mal ist die Zahnpasta?’ Er ging zum anderen Ende des Raumes und wollte gerade in das Schränkchen sehen als er ein Geräusch wahrnahm.
<quirscht>
Er sah nach unten und was klebte da unter seinem Schuh?
"Oh verdammt!" Er nahm sich ein wenig Toilettenpapier und wischte die Zahnpasta von seiner Schuhsohle ab. Er sah nun doch noch in das Schränkchen und was lag da? Eine neue Tube Zahnpasta. Er nahm sie also heraus und putzte sich die Zähne.
Danach ging er in sein Schlafzimmer und suchte nach einem Schlafanzug. ‚Hm, wo könnte er sein?’ Er sah in den Schrank. Dann unter das Kopfkissen. ‚Ah!’ Oh Gott, was soll das denn sein? Es war kein wirklicher Schlafanzug sondern eine Boxershort und ein T-Shirt.
Er zog sich um und ließ sich dann genüsslich auf das Wasserbett fallen. Kurz darauf schlief er ein.
 
In dieser Nacht wurde er von Alpträumen gequält.
‚Was war das?’ Mulder schreckte auf. Er sah sich um aber er entdeckte nichts. ‚Es war wohl nur ein Traum.’
Danach konnte er nicht mehr einschlafen. Er wälzte sich hin und her. Immer wieder hörte er etwas. Er sah auf die Uhr. 2:32h.
‚Ob ich Scully anrufen kann? Sie hatte ja jeder Zeit gesagt.’
Zögerlich griff er zum Telefon und wählte die Nummer, die Scully ihm gegeben hatte.
<tuuut,..., tuuut>
"Scully?" meldete sie sich verschlafen.
"Hi, hier ist Mulder. Sie hatten doch gesagt ich darf Sie jeder Zeit anrufen."
"Was gibt es denn?"
"Ich kann nicht mehr schlafen. Ich habe Alpträume und ich fühle mich in dieser Wohnung unwohl."
"Wie kann ich Ihnen helfen?"
"Ich habe Angst."
"Soll ich vorbeikommen?"
"Das würden Sie für mich tun?" Sie merkte wie er anfing zu lächeln. Das hörte sie an seiner Stimme.
"Ok, ich komme vorbei."
"Danke."
Damit legte er auf. Er schaltete das Licht im Wohnzimmer ein. Irgendwie war ihm das Dunkle unheimlich. Er setzte sich auf die Couch und wartete auf Scully.
 
Scully zog sich einen Jogginganzug an und ging zum Auto. Dann fuhr sie los. Irgendwie freute sie sich das Mulder sie angerufen hatte. Sie hatte ihn ihrer Meinung nach schon viel zu lange nicht mehr gesehen auch wenn es nur ein paar Stunden waren.
 
Als sie bei ihm ankam war sein Apartment hell beleuchtet. Er hatte ihr die Tür geöffnet und sah sie erstaunt an.
"Was ist?" fragte sie erstaunt.
"Sie sind wirklich gekommen?"
"Ja, was dachten Sie denn?"
"Ich hätte nicht gedacht das Sie um diese Uhrzeit herkommen. Kommen Sie doch bitte rein."
Sie gingen ins Wohnzimmer und setzten sich auf die Couch.
"Wenn Sie wüssten wie oft Sie mich früher um unmenschliche Zeiten aus dem Bett geklingelt haben. Was haben Sie denn geträumt?"
"Ich,..., ich habe auf einem großen Platz gestanden. Um mich herum standen sehr viele Menschen. Zuerst starrten sie mich an, dann zeigten sie mit dem Finger auf mich. Ich bin daraufhin losgerannt und habe eine Treppe übersehen. Als ich heruntergefallen bin, bin ich aufgewacht."
"Das ist normal Mulder. Tief in Ihrem Unterbewusstsein haben Sie sehr große Angst davor rauszugehen weil Sie sich nicht mehr erinnern können. Aber es wird sich geben. Da bin ich mir sicher. Außerdem schlafen Sie heute das erste Mal wieder bei sich zu Hause."
Er sah sie an und sie bemerkte die Angst in seinen Augen.
"Soll ich die Nacht über hier bleiben?"
"Das würden Sie für mich tun?"
"Aber natürlich."
Sie saßen noch einige Zeit ohne ein Wort da. Nach ein paar Minuten sah Scully zu Mulder. Er schlief.
Kurz danach schlief auch sie ein.
 
Am nächsten Morgen wachte Scully früh auf. Sie dachte zwar es sei schon hell aber dann fiel ihr auf das die Deckenlampe ja noch an war. Draußen war es noch dunkel. Sie hatte tatsächlich im Sitzen geschlafen. Mulder hatte sich an sie gelehnt. Sie traute sich nicht, sich zu bewegen. Er hatte anscheinend ruhig schlafen können. Sie freute sich, ihn so nah bei sich zu haben.
Nach ein paar Minuten wachte er auf.
"Ich erinnere mich an etwas." Sagte er und sah zu ihr auf.
"Ja? An was denn?" Interessiert sah sie ihn an.
"An Gefühle."
Sie schluckte, sollte sie ihn jetzt fragen ob diese Gefühle für sie sind? Oder nicht? Sie wusste nicht was sie tun sollte. Dann aber hörte sie auf ihr Herz.
"Für mich?" eine kurze Pause entstand. Sie hoffte er würde ja sagen.
Dann öffnete er seinen Mund um zu antworten.
"Ja." Langsam hob er seinen Kopf hoch. Ihre Lippen näherten sich.
Genau in dem Moment in dem sich ihre Lippen berührten machte es <pling>.
Die Glühbirne war kaputt. Sie saßen im Dunkeln.
"Viel besser." hörte sie ihn noch sagen als er sie wieder küsste.
Als sie sich dann wieder voneinander lösten sagte er: "Ich kann mich wieder erinnern. An alles." Er versuchte ihre Augen zu erkennen. Sie funkelten im restlichen Licht das von den Straßenlaternen von draußen kam.
"Und ich kann es nicht fassen das ich in dieser langen Zeit meine Gefühle für dich verdrängt habe." Er machte eine Pause und nahm Scullys Hand. Sie zitterte aber er war sich sicher das es nur aus Aufregung war und nicht weil es unangenehm für sie war.
"Ich liebe dich Dana Katherine Scully. Und das werde ich nie vergessen."
Dann versanken sie in einem ewigen Kuss...
 

Ende