Aus der Reihe: Yasi’s Tribut an neun wunderbare Jahre Akte X.

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DAS Yasi
ywollmarker@yahoo.de
Natürlich, sie gehören mir, die Welt ist eine Scheibe und ich heiße Gott. So, alles geklärt?
Mulder POV
PG
am Ende von Existence
Jetzt weiß ich, wonach ich mich mein Leben lang gesehnt habe...
es gibt viele Geschichten über das Ende von Existence, bzw. viele Autoren, die sich darüber so ihre Gedanken machen. Nun, gleiches Recht für alle....


Und dennoch gehe ich

Jetzt weiß ich endlich, wonach ich mich mein Leben lang gesehnt habe.
Ich dachte immer es wäre die Suche nach Samantha gewesen, die mich stetig und unnachgiebig vorangetrieben hat. Vielleicht ist das auch zum Teil so gewesen....

Doch dieser Augenblick, hier mit Scully und unserem Sohn, hat mir auf erschreckende Weise noch etwas völlig anderes klar gemacht.
In diesem Augenblick habe ich begriffen, was ich mein ganzes Leben lang vermisst hatte. Etwas, von dem ich noch nicht einmal überzeugt gewesen bin, es überhaupt zu brauchen.

Wärme.
Geborgenheit.
Sicherheit.
Ein warmer Zufluchtsort für Gefühle.
Eine eigene Familie....

Jetzt habe ich das alles, und das nicht erst seit einigen Minuten. Doch erst jetzt bin ich in der Lage, dies auch zu akzeptieren, es zuzugeben. Nicht vor anderen, nicht vor Scully, sondern vor mir selbst.

Mein Weg, oder besser, mein Ziel, hat sich nicht geändert. Ich weiß, welche Richtung ich gehen muss, welchen Weg ich gehen will...

Scully liebt mich. Ich weiß das, denn sie lässt es mich seit Jahren auf unendlich viele Arten spüren. Ich bin wichtig für sie. Es ist eine Art bedingungsloses Vertrauen das uns beide verbindet.
Egal wer am Ende gewinnt, sie hat mich niemals im Stich gelassen.

Und das macht es mir in dieser Situation noch viel schwerer, ihrer Bitte nachzukommen. Nein, es war keine Bitte gewesen, es war – ja, als würde sie mich zwingen wollen, das zu tun, was getan werden musste.

Nun stehe ich hier am Fenster und die Enttäuschung erdrückt mich. Ich möchte nicht gehen, doch ich muss es tun. Ich habe Zweifel, ob dies der richtige Moment ist, das soeben gefundene Gefühl von Stabilität einfach so hinter mir zu lassen. Ich kämpfe einen aussichtslosen Kampf in meinem Herzen, denn tief drinnen, da weiß ich sehr wohl, dass es keinen anderen Weg gibt. Nicht in diesem Augenblick, nicht in dieser Woche...

Die Vergangenheit, alle Fehler und alle schon vor endloser Zeit vorbestimmten Ereignisse haben mich wieder einmal eingeholt. Ich bin verunsichert, hin- und hergerissen von dem Wunsch wegzugehen, oder doch bei den Menschen zu bleiben, die meinem Leben den einzigen Sinn geben.

Ich habe Angst.

Meine Wünsche fliegen leise davon, ich kann sie nicht realisieren, nicht jetzt. Ich bin durcheinander und verunsichert. Mit der Weisheit eines gebrochenen Mannes fühle ich, wie mir der feste Boden unter meinen Füßen weggerissen wird. Die Stabilität, die ich so lange verzweifelt gesucht hatte.

Dennoch ist es das einzig richtige, dass ich tun kann. Scully hat recht, egal wie schmerzvoll es auch sein mochte. Ich muss gehen.

In diesem Moment spüre ich, dass Scully wieder ins Zimmer gekommen ist. Ich spüre sie mit der selben Intensität, wie ich sie seit Jahren wahrnahm. Diese Frau hat mich gelehrt zu lieben, richtig zu lieben.
Doch meine verbohrte Sturheit hindert uns wieder einmal daran, das Glück zu genießen.
Scully tritt nun hinter mich und legte ihre Hände um mich.
So stehen wir einige Augenblicke da, doch ich habe das Gefühl, es wären Stunden.
Ich weiß, ich muss diesen Moment tief in mir drinnen festhalten, um davon in den kommenden Monaten zu zehren.
Wenn es schon für mich schwer ist, wie schwierig muss das alles dann erst für Scully sein?

Langsam drehe ich mich um. Sie hob den Kopf und sieht mir in die Augen. Es bedarf keiner Worte, denn sie liest meine unausgesprochene Bitte in meinem Blick:
"Bitte halt mich fest, gib mir Sicherheit, Halt und deine Liebe. Noch ein letztes Mal..."

Scully lächelt und dann beuge ich mich hinab und küsste sie....


Ende