Autor: Sabine Sturm
E-Mail: freakAThome@t-online.de
Rating: NC-17
Kategorie: MSR und etwas Angst
Stichworte: Gibt es so etwas wie den *richtigen* Zeitpunkt?
Spoiler: Keine
Zusammenfassung: Wie erklärt Mulder Scully, dass er sich erinnert. Und WANN?
Archiv: Überall solange diese Geschichte zusammen mit TEIL 1, meinem Namen und Adresse gepostet wird.
Disclaimer: Sie gehören mir nicht. Ich wünschte es wäre so. Bitte verklagt mich nich ich hab sowieso kein Geld.
Um diese Geschichte zu verstehen muss man Teil 1 gelesen haben. Also, lest erst den anderen. Es lohnt sich.
(Andi's Comment: Hört auf sie. Das stimmt wirklich!)
Mulder ist gegangen. Er ist fort und wird niemals wiederkommen.
Das sagen *sie* jedenfalls. Aber ich glaube *ihnen* nicht. Ich habe ihnen niemals geglaubt, warum sollte ich jetzt damit anfangen?
Doch kann ich meinen Erinnerungen trauen? Kann ich dem trauen, was ich gesehen habe oder lassen *sie* mich nur das sehen was ich sehen darf?
Kann ich mir selber glauben? Ich vermisse dich Mulder. So sehr, dass ich meine ich müsste zerbrechen. An diesem Punkt angekommen merke ich, dass nur du es warst, das mich aufrecht gehalten hat und mir den Mut gab, weiterzugehen.
Auf einem Weg durch die Schmerzen und durch die Dunkelheit. Obwohl ich dabei war glaube ich nicht, dass du...du nicht mehr da bist. Du wirst wieder kommen....wieder zurück zu mir, damit ich dir all die Dinge sagen kann die ich schon längst hätte sagen sollen.
Ich kann dich nicht mehr so sehen. Was bin ich schon?
Hilflos.
Unwissend.
Allein.
Wann bist du endlich wieder bei mir? Lass mich nicht solange allein in dieser stummen Welt...Mulder, komm bald zurück!
Ich höre nicht zu, wenn *sie* sagen, dass du nicht mehr zurück kommst....
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"Mmm... Agent Scully?"
"Ahh... ja?"
Verdammt... was will diese Schlampe noch hier?
"Ich wollte nur sehen, ob... ob alles in Ordnung ist."
"Mir geht es gut... wirklich. Sie müssen sich keine Sorgen um *mich* machen"
Was sollte denn *nicht* in Ordnung sein?
"Kay. Aber wenn irgendetwas... ich... Sie können mit mir reden!"
Da bin ich mir sicher. Verschwinde. Du hast Mulder das angetan.
"Danke Agent Fowley"
Geh doch endlich und lass mich mit *ihm* alleine.
Sie dreht mir den Rücken zu und geht zur Türe.
Wie gerne hätte ich in diesem Augenblick meine Waffe gezogen und sie erschossen. Einfach so... in ihren gottverdammten Rücken. Ich sehe sie auf den Boden sinken und das Blut fließt aus ihr heraus. Ich helfe ihr nicht und sie stirbt. Mitten hier auf diesem beschissenen Krankenhausflur mitten in diesem beschissenen Krankenhaus.
Bin ich eine schlechte Person, nur weil ich bei diesem Gedanken lächle? Das erste Mal seit Tagen.
Die Tür fällt hinter ihr ins Schloss und meine Chance, meinen Schmerz zu lindern ist vorbei. Wenigstens wollte sie nicht bei *ihm* bleiben.
Mein Blick schweift zu ihm hin. Er liegt bleich und mitleiderregend in diesem Bett. Seine Augen sind geschlossen. Er hat sie noch nie aufgemacht seitdem er hier ist. Ich wünsche es mir so. Mehr als alles andere auf der Welt.
Verdammt...Meine Augen wandern langsam zum Fenster. Lichter sind in der Dunkelheit zu erkennen. Ich sehe mein dunkles Gesicht in der Scheibe und Tränen auf meinem blassen Gesicht.
Tränen für ihn. Nur für ihn und niemanden sonst.
Die Erinnerung sticht schmerzhaft in mein Gedächtnis... Mulder und ich waren an dieser Sache dran, es schien alles normal bis... bis wir... bis ich ihn gehen ließ.
Ein Krampf durchläuft meinen Körper. Ich hätte es nicht zulassen dürfen. Warum habe ich nicht aufgepasst? Ich hätte es verhindern können, dann läge er jetzt nicht hier. Er läge jetzt nicht hier und würde mit dem Tod ringen.
Mulder war schon immer stark.
xxxxxxxxxx
Seine Worte kommen mir wieder in den Sinn.
>Damals vor so langer Zeit vor meinem Apartment.
"So, Scully, willst du mich noch einladen oder sehen wir uns dann am Montag?"
Seine Stimme verriet mir, dass dies *nur* ein weiterer Versuch sein sollte, mich irgendwie zu treffen. Mir eine Reaktion abzugewinnen. Wieso war ich so verdammt stolz?
"Ahh, Mulder. Ich...ich denke wir sehen uns am Montag. Ich bin müde und...es war wirklich viel heute..."
Er drehte sich langsam um und trat an den Bordstein.
"Kay! Ganz wie du meinst."
Ich sah ihm kurz nach wie er zu seinem Auto ging. Da keine Lampe in der Nähe war, verschwand er in der schemenhaften Dunkelheit.
Ich war so nah dran, ihn noch in mein Apartment zu nehmen. Doch sein Handy unterbrach meine Gedanken. Der Ton drang schwach zu mir herüber. Mulder wühlte in seinen Taschen und zog sein Handy heraus. >
Ich muss mich zwingen meine Augen wieder zu öffnen. Zu schmerzhaft sind die Bilder, die ich in meinem Kopf sehe. Bilder die ich am liebsten verdrängen würde. Doch ich lasse sie zu. Als Bestrafung.
Denn ich hätte es verhindern können.
>"Mulder!"
Seine Stimme war rau, als er sich meldete. Ich wollte meine Türe schon aufschließen als ich das Auto hörte. Ich weiß nicht woher *es* kam, aber ich spürte etwas. Etwas, das gar nicht gut war.
Das Auto war schon auf einige Meter an Mulder herangekommen. Er immer noch in der Dunkelheit. Sein Handy an sein Ohr gepresst und Worte sprechend. Die andere Hand auf sein Ohr gepresst.
"Hallo? Ich kann Sie nicht verstehen. Warten Sie einen Moment... Hallo?"
Er bewegte sich auf die Straße zu. Ich wollte schreien, doch alles was über meine Lippen kam war ein leises
"Oh Gott... Mulder"
Er trat aus dem Dunkeln auf die Straße und genau von dorther kam auch das Auto.
Alles zu spät. Das Auto erfasste ihn und schleuderte ihn durch die Luft. Die Lichtkegel erfassten seinen fliegenden Körper und alles erschien mir plötzlich so...so surreal.
Ich bemerkte nicht, wie das Auto gegen eine Hauswand prallte.
Ich bemerkte nicht, wie der Lärm begann.
Ich bemerkte nicht, wie Fenster aufgerissen wurden.
Ich sah nur noch Mulder. Und ich rannte zu ihm. Mein Gott, ich wusste nicht, ob er tot war. Ich traute mich nicht, ihn zu berühren, es zu prüfen. Die Zeit schien stillzustehen. Meine mir vertraute Welt existierte nicht mehr.
Und dann sah ich *es*. Sein Handy lag abseits auf dem Asphalt und war immer noch an. Ich hob es auf und führte es an mein Ohr...
Und dann hörte ich *ihre* Stimme.
"Fox? Bist du noch dran Fox?"
Ich klappte das Handy zu ließ es achtlos fallen und beugte mich über Mulder...
"Mulder..." flüsterte ich..."Mulder...Mulder...">
"Mulder..."
Ich fand mich neben ihm wieder. In diesem gottverdammten Krankenhaus. Das Ganze war nun eine Woche her. Nachdem er hier eingeliefert wurde, erklärten *sie* mir, dass er keine "schweren" körperlichen Gebrechen hätte...Nur sein Geist war gefangen. Gefangen in einer anderen Welt. Mulder hat mich allein gelassen.
Mulder liegt nun seit einer Woche im Koma.
Die Ärzte sagen er würde vielleicht nicht wieder aufwachen. Ich weiß es besser, denn ich bin auch Ärztin. Wenn auch in einer früheren Welt.
Sie sagen das, das sie immer in solchen Fällen sagen. Wenn er überhaupt aufwacht, dann mit psychischen Problemen oder irreparablen Rückständen. Sie sagen, er war so lang klinisch tot, dass niemand mehr "normal" aufwachen würde.
Ich weiß es besser. Ich bin Ärztin. Mulder kommt zurück.
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Wo ist mein Weg? Hier ist nur Dunkelheit. Was ist passiert? Wieso kann ich meinen Körper nicht spüren? Wieso kann ich mich nicht bewegen? Warum kann ich mich nicht sehen? Wer bin ich überhaupt?
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Die Tage ziehen an mir vorbei. Ich sitze an Mulders Bett und halte seine Hand. Ich glaube, ich tue es nur zu meiner Beruhigung, aber es ist das einzige, das noch hilft. Die Ärzte geben mir Medikamente. Sie sehen mich immer besorgt an. Doch ich bleibe. Ich will das Erste sein, das er sieht, wenn er aufwacht.
Mir geht es schlecht. Ich habe seit diesen letzten zwei langen Wochen kaum geschlafen. Mich oft übergeben. Doch in der letzten Zeit geht es nicht mehr. Ich esse schon lange nicht mehr. Ich kann nicht.
Ich bin schuld.
Ich hätte ihn nur zu mir einladen müssen und alles wäre in Ordnung gekommen. Es wäre das gewesen, was ich gewollt hätte. Doch ich war zu stolz. Und dann rief *sie* an. *Sie*, die mir immer noch etwas vorheuchelt.
Die, die schuld daran ist, dass ich so stolz bin.
Mein Rücken tut weh und ich möchte mich bewegen. Aber dafür müsste ich seine Hand los lassen. Ich werde mich nicht bewegen.
Ich sehe mir oft Mulders Gesicht an. Sein dunkles Haar und seine hohe Stirn. Die markante Nase und sein Kinn. Alles ist so fahl und sieht so zerbrechlich aus.
Meine Hand berührt leicht seine Wange und zieht sich genauso schnell wieder zurück. Ich tue etwas Verbotenes. Ich vergewaltige ihn im Schlaf. Im tiefsten Schlaf, den es gibt.
"Mulder..", flüstere ich und schließe meine Augen.
"Es tut mir so leid."
Einen Moment will mich eine dunkle Welle in den tiefen Abgrund reißen. Meine Barriere fällt langsam. Ich möchte einfach aufgeben und mich der Dunkelheit hingeben. Ich weiß nicht, was mich erwartet, doch ohne Mulder ist alles andere sinnlos...
Doch ich denke an ihn und mein Wille ist wieder wach. Mein Körper zehrt seine letzten Kraftreserven auf. Mein Geist hat schon lange aufgegeben. Ich gebe mir einen Ruck und öffne meine schweren Augen.
Und Mulder sieht mich an.
Eine warme Welle läuft durch meinen kalten Körper und ich spüre wie die Müdigkeit von mir abfällt. Alles, wofür ich jemals gelebt habe, sieht mich an. Seine Augen sind offen und einen Moment denke ich, er ist einfach tot.
Doch seine Brust bewegt sich und er sieht mich an. Meine Tränen fließen wieder, doch nicht mehr aus Trauer und Verzweiflung.
Mein Leben bekommt hier in diesem Zimmer in dieser Sekunde eine neue Bedeutung. Ein Grund zum Weiterleben. Er ist *der* Grund. Mein Grund.
Die Wärme füllt mich aus und lässt mich weinen. Meine Hand immer noch auf seiner. Ich ziehe mich zurück. Er ist wieder *da*.
"Mulder... Oh Gott. Mulder!"
Mehr bekomme ich nicht über meine Lippen. Ein leises Flüstern. Zu mehr bin ich nicht fähig. Ich bin glücklich. Ich bin wieder Scully!
Er sieht mich an und etwas stimmt nicht. Hasst er mich? Etwas Merkwürdiges ist in seinem Blick. Ich habe das noch nie gesehen. Ich erkenne nicht. was dieser Blick bedeuten soll. Mulder, was ist? Du verwirrst mich.
Und er öffnet seinen Mund.
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"Ich...ich...wo zum Teufel bin ich?"
Wo bin ich hier? Wie bin ich hier hingekommen. Mein Gott ich fühle mich so kaputt. So so... leer. Mein Geist wurde unvermittelt aus der tiefen Dunkelheit gerissen.
*Dort* fühlte ich mich verloren. So allein, und ich hatte keine Orientierung. Wohin sollte ich mich wenden? Meine Lippen waren verschlossen und ich konnte nicht sprechen.
Niemand war dort, mit dem ich hätte reden können. Meinen Körper konnte ich nicht spüren, aber etwas hielt mich fest. Eine unsichtbare Macht hielt mich in dieser *anderen* Welt gefangen.
Und je mehr sich mein Geist gegen diese Fesseln gewehrt hatte, um so stärker wurden sie. Ich war bereit aufzugeben. Mich in den tiefen Schlund ziehen zu lassen.
Einfach nur aufgeben. Ich wollte mich nicht mehr wehren. Meine Überlebenswille war am Ende. Es war so lange her, dass ich das letzte Mal gelebt hatte.
Ich war bereit aufzugeben.
Und dann, nach einer endlosen qualvollen Zeit des Wartens und des Umherirrens, wußte ich wohin ich zu gehen hatte.
Ich spürte plötzlich etwas Warmes und Vertrautes was mich....meinen Geist in irgendeiner Weise berührte. Und dann fühlte ich mich geborgen.
Ich konnte meine Augen aufschlagen.
Ich konnte die Hand sehen, die mich hierher geführt hatte. Und ich sah die Person die mir mein Leben wieder zurückgegeben hatte.
Sie sitzt vor mir. Sehr attraktiv, obwohl Tränen ihre Wangen hinunterlaufen. Rote wunderschöne Haare. Im Moment ist sie das Schönste und Engelsgleichste, das ich jemals in meinem Leben gesehen habe.
Und ihre Augen. In ihnen ist Freude und etwas, das ich nicht erkennen kann. Vielleicht Hoffnung?
Nein. Es ist Verzweiflung.
Ich entscheide mich, sie anzusprechen.
"Ähm. Entschuldigen *Sie*!? Wer... wer sind *SIE*?"
In ihren Augen zerbricht etwas. Ich kann es sehen. Fast körperlich spüren. Ihr Körper fällt zusammen und in ihren Augen erlischt das, das ich für Verzweiflung gehalten habe.
Es verlässt ihren Körper um niemals wiederzukommen. Und ich merke, dass ich mich ein weiteres Mal geirrt habe.
Es war keine Verzweiflung....es *war* Hoffnung.
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Er hat mich wirklich gefragt WER zur Hölle ich bin? Das kann einfach nicht sein. Er weiß es nicht. Er erkennt mich nicht.
Zum zweiten Mal in wenigen Tagen bricht für mich eine Welt zusammen. Warum Mulder? Warum tust du mir...*uns* das an?
Und die Wärme verlässt meinen Körper und macht einer grausamen, alles erfassenden Kälte Platz, die sogar mein Herz erreicht.
Er sieht mich ängstlich an.
"Oh, tut mir leid.. ich wollte *Sie* nicht verletzten. Aber ich fühle mich verdammt... neben der Rolle. Mir tut glaube ich alles weh... können sie mir sagen, was passiert ist? Bitte."
Was *passiert* ist? Mulder. Tu es bitte nicht.
"Mh. Du... du hattest einen Unfall. Ein Auto hat dich vor ca. zwei Wochen angefahren. Du wurdest sofort hier eingeliefert... und es... es wurde festgestellt... festgestellt, dass du keine "wirklich" schweren Verletzungen hast. Aber... aber..."
Ich kann das nicht. Ich kann ihm nicht sagen, dass er im Koma lag und nun... redet er so, als ob er mich nicht kennen würde... bitte Mulder hilf mir doch.
"Was aber? Wenn ich keine schweren Verletzungen hatte wieso... wieso liege ich dann schon so lang hier?"
Und wieso kann ich mich nicht daran erinnern, wer ich bin?
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Ich habe *sie* geholt. Sollen sie es ihm erklären. Ich kann nicht mehr. Ich habe ihn allein gelassen. Ich glaube nicht, dass er es verstanden hat. Mein Gott, er sah so verdammt verwirrt aus. Und was ist mit mir?
Seit zwei Stunden sitze ich nun hier im Aufenthaltsraum. Pendle immer zwischen hier und der Toilette hin und her, um meinen sowieso schon leeren Körper noch weiter zu entleeren. Es geht nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Bis jetzt konnte ich die Leiden für uns beide ertragen. Doch auch meine Kräfte sind am Ende.
Ich war nur durch ihn stark.
Ein Räuspern reißt mich aus meinen Gedanken. Ein Arzt kommt auf mich zu.
"Ich denke Sie sollten wieder zu ihm gehen. Er braucht jemanden, mit dem er sprechen kann. Den er *fragen* kann."
Um Himmels Willen ich bin doch nicht seine *fucking* Familie. Holt die doch her. Ach ja, wen hat er schon?
Ich will nur sterben. Was habe ich getan? Was habe ich dir nur angetan Mulder? Was habe ich uns angetan?
Es tut mir so leid...
"Sie können doch nichts dafür!"
Rede ich schon mit mir selber? An seinem Bett habe ich es mir wohl angewöhnt. Aber ich habe mit uns beiden... für uns beide geredet.
"Also. Bitte kommen sie. Agent Scully, sie sind doch selbst Ärztin und wissen. wie wichtig Gespräche in so einem... Fall sind. Er muss Schritt für Schritt wieder in die Welt eingeführt werden. Er hat sonst keine Verletzungen. Nur sein Gedächtnis ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Er kann sich an verschiedene Dinge nicht mehr erinnern."
Ich traue mich fast nicht zu fragen.
"An *was* erinnert er sich denn nicht mehr?"
Bitte sag es nicht... bitte... bitte... BITTE.
"Nun, er weiß nicht mehr, wer er ist. Erinnerungsfetzen an seine Vergangenheit hat er wohl noch. Aber die sind nur sporadisch. Und Agent Mulder kann sich an sein Umfeld nicht mehr erinnern. Er weiß nicht, wer seine Familie oder Freunde sind... es tut mir leid.."
*Er* hat es gesagt. Es ist wahr. Er weiß nicht, wer ich bin. Wer bin ich denn noch ohne ihn? Wer...
Das ist das letzte, das ich noch in meinen Gedanken schreien kann, bevor mich eine gnädige Dunkelheit umfängt, die mich vergessen lässt.
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Ich liege hier auf diesem Bett und starre an die Decke. Ich kann nichts anderes mehr tun, nachdem sie *es* mir gesagt haben. Mir gesagt haben, was geschehen ist und warum ich so eine Leere in mir spüre.
Nun verstehe ich warum meine Worte dieser Frau so weh getan haben. Sie hatte nicht erwartet mich so zu sehen. Wie hatte sie mich erwartet? Wie bin ich?
Ich würde sie gerne fragen, doch sie hat mich vor Stunden verlassen. Sie haben mir nichts gesagt. Nur, dass *sie* SCULLY heißt. Scully...ein schöner Name. Schön, ihren Namen zu kennen. Ich würde ihn gerne zu ihr sagen.
Wie heiße ich?
Sie sagten mir, dass Scully die ganze Zeit hier war. Wer ist Scully, dass sie das getan hat? Für mich. Für WEN hat sie es getan? Für mich? Wer bin ich?
Scully, komm zurück. Du kannst mir Antworten geben.
Es ist wieder dunkel. Die Ärzte geben mir noch einige Medikamente. Aber sie sagen ich sollte bald in eine Klinik die sich richtig um mich *kümmern* kann.
Manchmal fliegen Fetzten von Visionen an meinen Augen vorbei. Visionen aus meinem Leben. Ist es meins? Visionen, die ich nicht verstehe. Sie entziehen sich mir sofort wieder. Diese Leere in mir bringt mich um.
Und doch als ich in den Sternenhimmel blicke, kann ich langsam einschlafen. Und vergessen. Mich in eine trügerische Ruhe flüchten. Doch ich weiß meine Visionen werden einen Weg zu mir finden.
Warum kann ich schlafen?
Ich habe doch schon so lange geschlafen.
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Scully?
Ich schrecke hoch. Der Schlaf hält mich noch einige Sekunden gefangen, gibt mich dann aber ganz frei. Ich hatte wieder einen Traum. Einen dieser Träume, die ich nicht verstehe. Doch etwas ist anders.
Zum ersten Mal habe ich von Scully geträumt.
Leise flüstere ich ihren Namen.
"Scully.....Scully.....bitte."
Und höre ein unterdrücktes Schluchzen aus der Zimmerecke.
Ich drehe überrascht meinen Kopf und sehe Scully in der Dunkelheit sitzen. Zusammengekrümmt auf einem Stuhl. Sie hält ihren Kopf in ihren kleinen Händen und sieht auf den Boden. Ein Zittern durchläuft ihren schmalen Körper.
Ich kann an nichts mehr denken. *Sie* ist wieder hier. Sie kam wieder zu mir. Obwohl es schmerzhaft für sie ist. Oh Gott, wie gerne würde ich ihr helfen. Aber ich kann mir ja nicht mal selber helfen.
Langsam richte ich mich auf.
"Scully. Willst.....willst.....du dich nicht zu mir setzen?"
Bitte sag doch ja. Ich möchte nicht, dass du da hinten sitzt und weinst. Bitte verzeih mir. Was habe ich dir angetan?
Sie blickt langsam auf und beißt auf ihre Unterlippe.
"Oh, Mulder. Es tut mir leid ich....ich wollte dich nicht wecken. Ich sollte wohl gehen."
Ich hatte es ganz vergessen. Alle nennen mich Mulder. Sie sagt es am schönsten.
Komischer Name. Ob ich wohl wirklich so heiße? Hoffentlich nicht.
"Aber Scully. Als du weggegangen bist...ich wollte mich unterhalten. Ich wollte dich nicht verletzten. Es tut *mir* leid."
Soll ich's noch einmal versuchen? Sie sieht so zerbrechlich aus.
Ich werde es versuchen.
"Können...können wir uns jetzt unterhalten?"
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Warum bin ich wieder gekommen? Es tut so weh. Nachdem die Dunkelheit kam, wachte ich auf einem Krankenbett auf und eine Schwester gab mir gerade eine Spritze. Nicht noch mehr Medikamente.
Einige Zeit später konnte ich wieder aufstehen.
Es war schon dunkel draußen. Ich wollte nach Hause, doch statt dessen bin ich zu ihm gegangen.
Und nun bittet er mich um Entschuldigung und möchte sich mit mir unterhalten.
Ich denke, ich sollte ihm helfen zu verstehen. Ich denke, ich sollte uns beiden helfen.
"Du musst dich nicht entschuldigen Mulder. Es...es war einfach etwas viel für mich."
Langsam rücke ich meinen Stuhl ein Stück näher zu ihm heran.
Er lächelt mich aufmunternd an und ich werde warm. Verdammt, warum muss er so lächeln? Ich hatte vergessen, was er mit mir getan hatte.
Bevor ich ihn fast umgebracht hätte.
"Also. Du bist dir sicher, dass ich dich fragen kann?"
Bin ich mir sicher?
Ich nicke.
"Kay. Ja...ich würde gerne wissen, was damals...kurz bevor ich...angefahren wurde, passiert ist. Mir wurde etwas erzählt. Auch, dass du dabei warst. Ich würde es gerne von dir hören."
Er möchte diese Geschichte von mir hören? Gerade diese Story. Na wenigstens hat er mich nicht nach *uns* gefragt. Was sollte ich ihm antworten?
"Ahhhh........um....."
Ich erzähle ihm die ganze Geschichte. Von Anfang an. Bis zum Ende. Mit allen Einzelheiten.
Ich erzähle ihm aber nicht, was ich gefühlt hatte. Oder was ich fühle.
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Nachdem ich geendet habe, schwieg er einen Moment. Mulder hat mich nicht einmal unterbrochen. Nur zugehört. Ich wünschte, er hätte etwas gesagt.
Ich wünschte ich müsste nicht zweifeln, dass Mulder vielleicht doch nicht wiedergekommen ist.
"Scully. Ich kann mich daran erinnern....erinnern an meine...unsere Arbeit. An manches. Einige Erinnerungen sind verschwommen, aber ich sehe ein Büro und immer nur Akten.......und Geheimnisse.....so viel ist noch im Dunklen. Scully kann ich....darf ich dich etwas Persönliches fragen?"
Bitte, Mulder tu es nicht. Es tut so weh. Wenn du mich fragst, muss ich innerlich sterben. Nicht dass es noch etwas ausmachen würde. Bitte, frag mich nicht.
"Mhhh. Sicher."
Oh. Ich hasse es. Warum tue ich uns das an? Warum tue ich mir dies an? Ich sollte gehen. Einfach gehen und ihn sein Leben wiederfinden lassen. Ich helfe ihm nicht zu leben.
Wenn er mir doch nicht helfen würde.
"Wie lange kennen wir uns schon?"
Ich denke, ich kann sie das fragen.
"Wir kennen uns nun schon seit mehr als s....sechs Jahren."
"Und....wie verstehen wir uns?"
Verdammt Mulder, wenn du diesen Weg weitergehst wird es zu schwer für mich.
Ich denke ich weiß, wohin das führt.
"Um...wir hatten immer unterschiedliche Auffassungen der Dinge und wir haben oft diskutiert. Aber im Grunde verstanden wir uns......gut. Wir konnten gut zusammen arbeiten."
Warum rede ich in der Vergangenheitsform?
Warum sage ich ihm nicht die Wahrheit?
"Scully?"
"Ja?!"
"Kannst du mir etwas über mich erzählen? Ich meine *shit*. WER bin ich überhaupt?"
Ich kann ihr nicht sagen, dass ich mich nicht mehr *richtig* an unsere Zusammenarbeit erinnere.
Einen Moment dachte ich sie würde es merken und mich hassen. Sie würde weggehen. Wie vorher. Scully, es tut mir leid.
Ich werde mich erinnern.
Hilf mir, mich zu erinnern.
Und sie beginnt zu erzählen.
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Nachdem sie mir geholfen hatte mich selber ein bisschen besser kennen zu lernen, ging sie fort. Es war schon nach Mitternacht.
Aber ohne sie ist es immer Nacht.
Kann ich ihr vertrauen? Sie war immer bei mir. Und ich spüre, dass da etwas ist. Eine Verbindung mit mir. Aber diese Verbindung berührt einen Teil von mir der im Dunklen liegt. Der Teil, der immer noch im Schlaf liegt.
Ich halte mich nicht für besonders wichtig. Aber was Scully mir erzählt hat über unsere Arbeit.
Meinen Kampf gegen die Regierung.
Ihren Kampf gegen den Krebs.
Und gegen mich.
Ich kann einfach nicht glauben, was sie gesagt hat. Es ist so schwer. So unwahrscheinlich schwer. Und es verwirrt mich.
Aber ihre Worte haben noch etwas anderes in mir berührt. Meine Gedanken. Die, die ich dazu zwingen will, sich zu erinnern. Mir etwas davon wiederzugeben. So, dass ich sie und mich verstehen kann.
Ich kann verstehen, wenn sie mir gegenüber zurückhaltend ist. Aber ich verstehe nicht, warum sie in meiner Gegenwart immer diesen Schmerz in ihren Augen hat. Und in ihren Worten.
Was war geschehen?
Ich würde sie so gerne verstehen. Ihr bei ihrem Schmerz helfen. Aber dazu muss ich mich erst einmal selber finden.
Ich muss hier heraus. Meine Erinnerungen würde ich vielleicht draußen finden. In einer anderen *vertrauten* Umgebung.
Diesen Vorsatz fasste ich kurz bevor meine Träume kamen.
Die Visionen.
Und Scully.
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Zum ersten Mal seit langem fiel ich in einen traumlosen Schlaf. Erholsam war er nicht, da meine Gedanken sich nur um Mulder drehten. Noch vor einigen Stunden dachte ich für wenige Sekunden, dass das Leben wieder begonnen hätte. Für diese kurze Zeit schöpfte ich Hoffnung. Mein Leben, mein Dasein hatte wieder einen Sinn.
Bis Mulder mich fragte WER ich *verdammt noch einmal* wäre.
Mein Leben stürzte so schnell und unaufhaltsam zusammen wie es in wenigen Augenblicken aufgebaut wurde.
Aufgebaut von ihm und abgerissen von ihm.
Ich bin schuld.
Kurz nachdem ich aufwache, will ich mich anziehen und zur Arbeit. Ein Reflex. Ich habe mir Urlaub genommen. Ich muss nicht arbeiten.
Ohne Mulder kann ich nicht arbeiten.
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft aufbringe und heute zu ihm gehen kann. Ich habe einfach nicht mehr die Kraft seinen Fragen auszuweichen. Aber ich kann sie auch nicht länger beantworten. Welche verdammten Antworten kann ich ihm schon geben?
Mulder, bitte erinnere dich.
Nach einer Dusche gehe ich zum Küchentisch und setzte mich vor eine Tasse Kaffee. Mein Magen ist immer noch zu geschnürt. Was kann ich noch tun, damit er sich erinnert und mir vergibt? Er weiß nicht, was ich getan habe, denn er kann sich nicht erinnern.
Nein. Heute werde ich nicht zu ihm gehen. Er muss sich erholen und vielleicht langsam wieder zu sich finden. Zu seinem Leben. Und zu mir.
Mulder was habe ich getan. Hätte ich dir doch nur geholfen.
Eines weiß ich nun. Ich darf ihn nicht mehr mit meinen eigenen Problemen belästigen. Ich sah die Angst und Sorge in seinem Blick. Ich sehe sie immer wenn er mich ansieht. Ich muss ihm helfen, gesund zu werden.
Ich darf ihn nicht ängstigen. Aber ich finde es ein schönes Gefühl, dass ich ihn ängstigen kann.
Er hat vielleicht keine Erinnerungen, aber er hat Gefühle. Ich traue mich nicht, daran zu denken.
Gefühle für.....für mich?
Ich sollte wirklich nicht daran denken, sonst werde ich verrückt.
Und das kann ich uns beiden nicht antun. Ich denke ich werde vielleicht doch fahren. Nur um für *ihn* dazu sein. Nur um ihm zu helfen. Um ihm helfen, sich selbst zu finden und sich zu erinnern.
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Soll ich es tun? Will sie mich überhaupt sehen? Sie ist nicht zu mir gekommen. Vielleicht möchte sie allein sein. Sie ist doch *nur* meine Kollegin.
Ich denke ich werde es tun. Nein. Lieber nicht. Ich sollte mich wohl erst selbst verstehen, bevor ich anderen vielleicht zu nahe trete.
Und Mulder entschied sich noch einmal um.
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Es ist Mittag. Skinner hat angerufen. Er wollte wissen, wie es mir geht. Und er hat nach Mulder gefragt. Ich habe ihn belogen.
Über mich. Langsam macht es mir nichts mehr aus. Ich habe schon aus so vielen Gründen gelogen. Um Mulder zu helfen, um mir zu helfen, um Dinge zu verstecken und aus vielen anderen Gründen. Langsam bin ich richtig gut.
Skinner hat nichts bemerkt.
Gerade entschließe ich mich zu *ihm* zu fahren, als es an meiner Türe klopft.
Ich blicke durch den Spion und sehe Mulders schmales Gesicht. Er sieht erschöpft und verwirrt aus.
Dann höre ich seine Stimme durch die Tür.
"Entschuldigen Sie die Störung. Ich bin auf der Suche nach einer Dana Scully."
Er sieht nach unten. Mein Gott. Was soll ich tun? Was macht er überhaupt hier?
"Ähh. Hallo?"
Sein Räuspern reißt mich aus meinen Gedanken. Ich denke ich sollte es tun.
Meine Finger lösen das Schloss und die Kette. Ich kaue nervös auf meiner Lippe. Meine Hand legt sich auf die Klinke und ich bewege sie.
Er sieht mich an und er scheint erleichtert. Aber auch etwas.....etwas unbehaglich.
"Hi, Scully. Ich habe schon an verschiedenen anderen Türen geklingelt. Ich wusste nicht, wie du mit Vornamen heißt. Dana....."
Ich kann es nicht fassen. Niemals vorher habe ich ihn verlegen gesehen. Doch nun schien es wirklich so zu sein. Er überrascht mich immer wieder.
Ach, ja. Er ist ja nicht wirklich wie *immer*.
"Komm....komm doch rein." Ich gab den Weg frei.
Ich habe es gesagt...ich habe es gesagt, hämmert es immer wieder in meinem Kopf und er zögert eine Sekunde.
Er scheint überrascht.
Angenehm überrascht.
"Aber nur wenn du wirklich willst...D...Scully."
"Los Mulder. Komm schon. Setzt dich....auf's Sofa."
Ich schließe die Tür hinter ihm. Und kann es immer noch nicht glauben.
"Möchtest du etwas trinken?"
"Um. Nein, danke."
Ich lasse mich neben ihm auf dem Sofa nieder. Ein paar Augenblicke schien alles wie immer und doch ganz anders. Alles viel, viel besser. Doch dann sehe ich seinen Blick, der neugierig durch meine Apartment schweifte.
Er sieht alles zum ersten Mal....lass ihm Zeit...du musst ihm helfen...beschwöre ich mich. Doch als sein Blick mich trifft, muss ich hart schlucken. Wie kann ich ihm helfen? Er sieht so verwirrt aus.
Ich möchte nichts mehr als ihn in meine Arme schließen und ihn halten. Einfach nur festhalten.
Und ihn nie, nie wieder gehen lassen.
"Ich...ich verließ das Krankenhaus und fuhr zu mir nach Hause. Doch mein Zuhause....versteh mich richtig...es war so...so unpersönlich. Ich habe gedacht, dass wenn ich nach Hause komme, würde ich mich wenigstens an etwas erinnern...aber...aber ich habe nichts gesehen..."
Ich sehe ihn und seinen Schmerz. Und die Tränen steigen in mir hoch.
"Mulder....es..es tut mir so leid. *Das* braucht Zeit....und es kann wirklich schlimm werden. Ich...ich meine, ich kann mir nicht vorstellen wie es ist nicht zu wissen, wer ich bin oder wer die anderen sind, die mich kennen.....ich....es tut mir so weh Mulder dir nicht helfen zu können....es tut mir leid was ich getan habe...es tut mir leid."
Mehr bringe ich nicht mehr über meine Lippen. Und langsam beginnen die Tränen zu fließen. Endlich kommt alles heraus was ich so lang vergraben hatte.
Vergraben unter einer Lüge. Der Lüge, ihm helfen zu können. Ich kann ihm nicht helfen.
"Oh, Scully. Sag so etwas nicht. Du bist nichts schuld. Du hast nichts falsch gemacht. Du...du bist diejenige, die bei mir ist. Mir hilft, mich zu finden und mich zu erinnern. Du hast dir Sorgen gemacht....bitte Scully, du hast keine Schuld. Glaube mir...."
Ich habe das starke Verklangen zu ihr zu rutschen und sie in meine Arme zu nehmen. Sie weint und zittert.
Und ich erkenne, was sie für ein Problem hat. Es ist auf einmal so völlig klar. Wie ein Bild vor meinem geistigen Auge. Ein deprimierendes Bild.
Sie gibt sich die Schuld an allem. Die Schuld an meinem Unfall. Aber wie soll ich ihr erklären, dass nur ich allein die Schuld daran trage. Sie hätte nichts verhindern können. Ich war einfach zu unvorsichtig.
Fuck! Ich fange gleich auch an zu weinen. Es ist alles so schlimm. Mit meinem Schmerz wäre ich noch fertig geworden aber Scully so zu sehen ist einfach zu viel. Sie ist so schön. Aber sie gibt sich die Schuld für etwas, wofür sie nichts, gar nichts kann.
Ihre Tränen fließen immer schneller und ich weiß nicht, was ich machen soll. Eigentlich weiß ich schon, was ich gerne machen würde. Aber wie würde sie reagieren. Verdammt. Ich weiß so wenig.
Darf ich mir erlauben, sie in meine Arme zu nehmen oder wäre es unangebracht?
Warum kann ich mich nicht erinnern?
"Scully....bitte...weine doch nicht..."
Sie hört nicht auf. Scheiße.
"Mulder?"
"Ja?"
Sie sieht mich so traurig an. In ihren Augen ist so viel Schmerz und eine Vergangenheit, die ich nur erraten kann.
Haben wir eine gemeinsame Vergangenheit?
"Mulder? Könntest.....könntest du....?"
"Was soll ich tun Scully? Ich tue es sofort!"
Bitte sag nicht, dass ich gehen soll. Bitte.
"Könntest du mich in den Arm nehmen...?"
Stieß sie unter Tränen hervor.
Ich glaube mein Herz bleibt für einen Augenblick stehen bevor es doppelt so schnell weiterschlägt. Oh, mein Gott!!
Danke.
Ich sehe sie an und rücke langsam zu ihr hinüber. Keine schnellen Bewegungen. Vielleicht habe ich Angst, dass das ihre Bitte zerstören würden. Ich würde eher sterben als sie zu verletzen.
Nun sitze ich neben ihr und sie blickt auf ihre Schuhe. Ein Zittern geht durch ihren Körper und ich lege langsam meine Arme um sie.
Ich erwarte jeden Moment einen Protest und speichere alles ab. Diese Erinnerung werde ich nie mehr vergessen. Ich schwöre zu Gott.
Sie lässt sich in meine Arme ziehen. Ihr Körper ist warm und passt so gut zu meinem. Scully legt ihren Kopf an meine Brust und schließt ihre Augen. Zwar ist sie noch immer verkrampft, aber sie versucht, es sich nicht anmerken zu lassen.
Ich merke es und möchte ihr helfen. Leise flüstere ich in die Stille.
"Es kommt alles wieder in Ordnung Scully. Es wird alles wieder gut. Mach dir keine Vorwürfe mehr...."
Ihre Weinkrämpfe legen sich langsam.
Danke.
Mein Kinn berührt ihren Kopf und ich halte sie fest. Einfach nur fest.
Ich möchte sie nicht erschrecken oder verärgern. Ich möchte für immer hier sitzen und sie in meinen Armen halten. Egal wer ich bin oder wer *wir* waren.
Und ich möchte am liebsten weinen, als sie sich entspannt und in meiner Umarmung bleibt.
Ich kann nicht anders, aber ich erschauere als ich ihren wunderbaren Duft rieche. Warum muss sie nur so verdammt sexy sein, selbst wenn wir vor Traurigkeit und Verzweiflung fast sterben?
xxxxxxxxx
Ich spüre ihn.
Er fühlt sich so gut an. Ich hatte vergessen, wie gut *es* sich anfühlt. Wir hatten uns schon ein paar Mal umarmt. Doch das hier ist neu.
*Er* ist neu.
Und ich spüre wie ein Gefühl in mir aufwallt was ich lange Zeit unterdrückt habe. Und auch jetzt noch unterdrücke.
Ich habe mich vor vier Jahren in meinen Partner verliebt. Es war so...so falsch. Es durfte niemals sein.
Mein Gott!
Ich darf nicht daran denken, was ich alles durchgemacht habe. Es gab Momente, in denen ich ihn berühren wollte. Es gab Zeiten, da habe ich ihn gehasst. Dafür, dass er mich liebend gemacht hat.
Mit Worten ist es sehr schwer zu beschreiben. Ich habe mein Leben lang gesucht....anders als Mulder...nach etwas ganz anderem. Selbst ich wusste nicht wonach.
Bis ich ihn traf.
Er hat mich sehend gemacht und er war es, der mich zu der Scully gemacht hat, die ich heute bin. Ich liebe Fox Mulder. Kann es ihm aber niemals sagen.
Er sieht mich manchmal so an, dass ich denke, er könnte genauso fühlen. Doch das sind Ausnahmen. Ich habe mich damit abgefunden, ihn zu teilen. Zu teilen mit seiner Arbeit.
Seinem Kreuzzug.
Und manchmal habe ich das Gefühl, dass mir das nicht reicht. Er wird niemals seine Arbeit aufgeben. Ich will das auch nicht. Aber meine Wahrheit habe ich schon lange, sehr lange gefunden.
Ich lebe für meine Arbeit.
Aber Mulder hält mich am Leben.
Und er ist meine Arbeit.
Wie lange liege ich schon in seinen Armen? Die Zeit scheint nicht mehr wichtig zu sein. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich ihn gefragt habe. Ich wusste nicht, ob er es tun würde. Der *alte* Mulder hätte es sofort getan.
Mein Gott, wie gerne würde ich nun meine Hände über seinen Körper fahren lassen. Ihn einfach nur berühren. Nach so langer Zeit. Doch vorerst gibt es wichtigere Dinge. Ich muss Mulder seine Erinnerungen zurückgeben.
Ich bin es ihm schuldig, denn er gibt mir das Gefühl zu Hause angekommen zu sein.
xxxxxxxx
Die Umarmung hat lange gedauert. Doch nun ist es Zeit. Zeit für Mulder zu gehen. Ich kann mich nicht mehr beherrschen. Warum kann ich ihm nicht helfen?
Warum?
Fast hätte ich ihn gebeten, länger zu bleiben. Bei mir. Doch das muss alles warten. Er hat mir versprochen, gesund zu werden. Und ich halte es nicht länger aus, wenn er so neben mir sitzt und ich nicht sicher bin, welcher Mulder *er* ist.
Er hat mir versprochen, gesund zu werden.
Ich vertraue *ihm*.
xxxxxxxxx
Vertraut Scully mir?
Warum wirft sie mich aus ihrer Wohnung? Ich dachte unsere Umarmung wäre das erste Zeichen eines neuen Anfangs. Eine gemeinsame Zukunft, die ich niemals vergessen würde.
Ich habe sie niemals danach gefragt, wer der Autofahrer war, der mir....uns das angetan hat. Ob er noch lebt oder tot ist. Vielleicht ist es nicht wichtig. Für mich ist es das nicht. Ist es das für sie?
Verdammt. Ich weiß nicht, was ich tun kann um mich zu erinnern. Manchmal konzentriere ich mich minutenlang auf eine bestimmte Sache und erhoffe mir Antworten.
Seltsam, die Dinge schweigen.
Ich bin in *meinem* Apartment. Sehe auf die Uhr. Gerade erst 19.00 Uhr. Vor vier Stunden habe ich sie verlassen. Nicht weil ich es wollte, sondern weil sie mich darum bat. Und ich würde niemals etwas gegen ihren Willen tun.
Ich kann ihre Verzweiflung verstehen. Ich spüre sie selber. Ich bin eine fremde Person für sie. Ich bin eine fremde Person für mich. Aber wenn ich eine Sache gelernt habe, dann dass Scully etwas verbirgt.
Ob sie sich immer noch die Schuld an den Geschehnissen gibt? Oder gibt es noch etwas anderes, das sie mir nicht sagen will. Oder erst, wenn ich mich erinnern würde?
Dieser Gedanke macht mir Angst, denn es gibt viel Fälle in denen Menschen mit Amnesie niemals mehr ihre Erinnerungen zurückerlangen. Würde ich jemand für diese Statistik sein?
Wenigstens fühle ich mich in meinem Apartment nicht mehr so *fremd* wie zuvor. Jetzt fühle ich mich wie ein Eindringling.
Ich hatte begonnen *meine* persönlichen Sachen zu untersuchen. Ich hatte gehofft, dass sie mir ein Zeichen geben würden. Doch nachdem ich einige *bestimmte* Dinge fand, wollte ich nicht mehr weitersuchen.
Ich glaube ich bin verrückt. Wie kann mir so etwas gehören?
Ich werde niemals mehr an die Schränke gehen. Ich fühle mich, als ob ich mich selbst betrügen würde. Auf eine Weise, die so primitiv ist, dass ich mich fast übergeben muss. Ich habe meine Toilette auf Anhieb gefunden.
Mein Schlafzimmer suche ich noch immer....
xxxxxxxx
So liege ich nun auf meinem Sofa. Ein weiterer kurzer Blick auf die Uhr sagt mir, dass wir es erst 19.19 Uhr haben. Ich fühle mich einsam. Ich glaube, dieses Gefühl ist mir vertraut.
Plötzlich überkommt mich ein Verlangen nach....nach etwas. Ich kann nicht genau sagen nach was, aber mir ist so, als ob ich hier an diesem Ort immer etwas Bestimmtes tun würde. Außer schlafen, essen, und mein Leben leben.
Verzweifelt suche ich in meinem Kopf nach einer Antwort. Ich spüre, ich bin kurz davor. Und ein Bild zieht durch meine Gedanken. War das eine Erinnerung?
Aus einem Impuls heraus lege ich mich auf die Seite und fahre mit der Hand unter mein Sofa. Ein knisternder Gegenstand stoppt mein tastendes Suchen. Ich hole einmal tief Luft und ziehe den Gegenstand hervor.
Es ist eine Tüte. Eine Tüte voller Sonnenblumenkerne.
Sonnenblumenkerne?
Mein Gott. Ich muss ja wirklich einen guten Eindruck auf andere Leute machen.
Aber komischerweise ist mir diese Vorstellung ganz egal. Nur nicht bei einem Menschen.
"Scully...."
Was passiert hier mit mir? Ich bin auf dem besten Weg, mich in meine Partnerin zu verlieben. Oder meine Liebe zu ihr wiederzuentdecken.
Shit. Ich glaube, ich kann ihr nicht mehr unter die Augen treten ohne daran zu denken, wie sehr sie mich anmacht.
Ich sag's ja. Ich bin verrückt.....!
Schnell an etwas anderes denken. Mein Gott, wieso gehen diese *Scheißteile* so schwer auf? Und auf einmal habe ich den Bogen raus und es geht so gut, als ob ich es schon sehr lange uns sehr oft getan hätte.
19.47 Uhr. Ist es zu spät, um Scully an zurufen? Ist es zu spät, um mit ihr zu reden? Um ihr zu erzählen, was ich fühle? Ich denke es ist noch zu früh.
Aber meine Finger machen sich selbständig und wählen ihre Nummer. Als das erste Tuten ertönt, verfluche ich mich. Und ich schwöre mir aufzulegen. Gleich sobald sie sich meldet und ich nur einmal ihre Stimme gehört habe.
Sie meldet sich und ich verfluchter Schweinehund lege nicht auf.
xxxxxxxx
Ich spüre diese Leere. Warum habe ich ihn gebeten zu gehen? Ich kenne die Antwort, möchte sie aber nicht noch einmal hören.
Aber wie kann ich mir über seine Gefühle klar werden, wenn er sie wahrscheinlich nicht einmal selber kennt. Wäre es so schlimm, ihn einfach zu bitten bei mir zu bleiben? Was würde es schon ausmachen?
Ich kenne ihn doch. Auch wenn er sich nicht so gut kennt. Ich würde ihm so gerne helfen, alles zu vergessen und vielleicht durch mich ein Stück von ihm zu finden. Das mindeste, das ich versuchen kann.
Aber wahrscheinlich bereuen wir *es* später. Jedenfalls ich würde mir niemals mehr in die Augen sehen können. Und ich könnte Mulder niemals mehr ansehen.
Ich könnte ihn niemals mehr berühren ohne daran zu denken, dass ich ihn in dieser Situation nur ausgenutzt habe. Aber wäre es nicht einfach ein Versuch von gegenseitigem Trostspenden?
Ich glaube ich sollte aufhören, darüber nachzudenken. In Gedanken sehe ich schon meine Blamage. Er mag dich vielleicht nicht, Dana.
Sonst hätte Mulder mich doch von alleine umarmt oder? Aber da liegt der gottverdammte Punkt.
Ist er wirklich Mulder?
Der Mulder, den ich kennen und lieben gelernt habe?
Ich würde dir so gerne vertrauen. Bitte, gib mir doch einen kleinen Wink, dass du....du über mich....
"Ahhhh. Mulder...."
Und dann klingelt das Telefon.
Nennt es weibliche Intuition, aber ich weiß *wer* anruft. Oder ich hoffe es zumindest. Nein. Nicht ich sondern meine dummen Hormone. Meinen Verstand habe ich vor Jahren an einen Mann verloren....
"Scully."
Habe ich mich geirrt? Ich höre nur ein gepresstes Atmen aus dem Hörer.
"Hallo?"
Stille.
"Mulder, bist du das?"
xxxxxxxxx
Verdammt. Verdammt. Verdammt. Verdammt. VERDAMMT!
Warum lege ich nicht auf?
"Mmmm."
Na, sehr geistreich. Sie wird dich für total bekloppt halten.
"Mulder. Was...was...ist etwas passiert? Kannst....kannst...du dich erinnern?"
Warum habe ich angerufen? Ich höre die Hoffnung in ihrer Stimme. Alle versteckten Fragen und ich weiß, dass ich sie ein weiteres Mal enttäuschen muss. Ich glaube ich muss mich übergeben.
"Um...n...nein Scully. Es...es tut mir leid. Ich war...um...verwirrt."
Gut gesagt. Jetzt ruft sie bestimmt den Notarzt.
"Was ist denn, Mulder?"
Mein Gott, ich kann nicht glauben, dass er mich angerufen hat. Was will er zum Teufel?
"Um...ich weiß nicht. Ich hatte eben plötzlich das Bedürfnis Sonnenblumenkerne zu essen. Und irgendwie....irgendwie wusste ich WO sie waren. Ein Stück Gewohnheit, denke ich. Und jetzt....ich weiß nicht, ich musste einfach anrufen....mache...mache ich das vielleicht immer um diese Zeit?"
Shit. Ich glaube, ich sollte mich wirklich mit dem Telefonhörer erschlagen.
"Das...das ist toll. Mulder...ich glaube du beginnst dich zu erinnern. Es ist zwar nur ein Anfang, aber ich denke dem werden weitere Dinge folgen...Ich freue mich."
Es stimmt. Ich freue mich wirklich, aber dieses Zeichen kann ich noch nicht als....als etwas Hoffnungsvolles nehmen. Wenigstens kann ich ihm einen Strohhalm geben.
Hoffentlich ist er nicht zu kurz.
"Scully?"
Soll ich nicht lieber auflegen? Aber ich kann nicht.
"Jaaa, Mulder?"
Oh shit. Höre ich da so etwas wie eine leise Verärgerung aus Scullys Worten? Egal...
"Scully...um...wie ist es? Hast du heute Abend schon etwas vor? Ich könnte mich revanchieren und etwas kochen...oder...wir könnten in's Kino gehen...bitte...?"
Ja. Das war gut. Die Betteltour zieht meistens.
Moment. Woher weiß ich das?
"Ich glaube du solltest dich lieber ausruhen, Mulder. Oder?"
Bitte sag nein.
"Ach, komm Scully du brauchst keine Angst vor "Spooky" Mulder zu haben. Ich werde dich heute Abend auch ganz betimmt nicht nerven."
Nerven womit?
"Mul...Mulder...was...du hast gerade "Spooky" Mulder gesagt...woher...Oh mein Gott..."
"Um...ich weiß nicht. Ich habe es einfach gesagt. Woher *es* kommt...keine Ahnung. Ehrlich."
"Du erinnerst dich wirklich. Danke. Danke, Mulder."
"Du hast mir dabei geholfen Scully. Also....was ist mit heute Abend. Ich könnte noch eine Therapiestunde gebrauchen."
"Ahhh....Kay. Gut, ich komme. Was kochst du?"
Ich habe es gesagt.
Shit. Sie hat wirklich zu gesagt.
"Wird nicht verraten Scully. Ich erwarte dich also....Bye."
"Bye."
Ich kann es nicht fassen. Ich gehe auf ein *Date* mit Mulder. Okay...eine Verabredung...ein einfaches Essen unter Arbeitskollegen.
Wieso gefällt mir das Wort *Date* besser?
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Soll ich jetzt wirklich zu ihm fahren? Oder lieber noch ein paar Minuten warten.
Als erstes muss ich mir etwas anderes anziehen. In diesen Klamotten sehe ich grauenvoll aus. Ich mache mir Sorgen, worüber ich nachdenke.
Ich setzte mich auf das Sofa und atme ruhig und tief durch. Was erwarte ich von unserer Verabredung?
Ein Bild formt sich.
Na toll. Was erwartet sich Mulder von dieser Verabredung?
Ich weiß es nicht. Er war es, der mich angerufen hat. Nicht ich. Warum mache ich mir also Gedanken? Wahrscheinlich möchte er sich *einfach* unterhalten. Vielleicht so Erinnerungen zurückbekommen.
Meine Zähne kauen nervös auf meiner Unterlippe. Ist er sich dessen bewusst, was er mit mir macht? Merkt er *es*?
Wahrscheinlich macht er es extra deswegen.
Er hatte schon immer diese Vorliebe, mich aus der Reserve locken zu wollen. Ich habe immer gesiegt. Kann ich noch einen Sieg vertragen?
Will ich überhaupt immer noch siegen?
Nach einem letzten kritischen Blick in meinen Spiegel ziehe ich die Türe hinter mir zu. Und schließe ein altes Kapitel der Scullygeschichte hinter mir.
Es wird Zeit, neue Seiten zu beschriften.
Der Verkehr fließt schnell. Die "Rush Hour" ist schon vorbei. Trotzdem kann es mir nicht schnell genug gehen. Mein Magen explodiert fast, als ich in *seine* Straße einbiege und *sein* Haus sehe.
Schräg gegenüber halte ich an und mein Kopf sinkt auf das Lenkrad.
Ich stoße einen langen Atemzug aus. Es war mir nicht bewusst, ihn so lang gehalten zu haben. Mein Blick sucht Mulders Apartment und seine Fenster. Mein Herz schlägt wild und ich beruhige mich.
Geh alles ein bisschen langsamer an, Dana. Lass euch beiden etwas Zeit. Du musst ihm helfen, seine Gefühle selber zu erkennen. Und zwar, wenn er *alles* weiß.
Und nicht nur die Seiten, die du ihm in den letzten Tagen gezeigt hast.
Meine fahrige Hand sucht zitternd die Tür und öffnet sie. Ich stelle meine Füße auf die Straße und steige langsam aus dem Auto aus. Es war mein letzter Hort vor der Wahrheit.
Vor Mulder.
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Ich glaube ich bin nervös. Ich habe eben Scully zu mir eingeladen und habe nicht die leiseste Ahnung was ich mit ihr tun soll.
Sie kommt zu mir, weil ich ihr ein Essen versprochen habe. Shit. Ich habe doch gar nichts, das ich machen könnte.
Scully wird denken ich wäre total bescheuert. Eben "Spooky" Mulder. Ich grinse bei dem Gedanken. Sie hat mir geholfen, mich zu erinnern.
Sie kann mir jetzt wieder helfen.
Aber möchte sie mir helfen? Bis jetzt hatte ich den Eindruck, dass sie alles dafür tat um mir zu helfen. Eigentlich sollte ich mich dabei gut fühlen. Doch tut sie es nur wegen ihren Schuldgefühlen?
Ich möchte nichts falsch interpretieren.
Und Mitleid für Zuneigung halten.
Doch wenn sie mit mir spricht, ist etwas in ihrer Stimme, das mir Hoffnung gibt. Hoffnung auf das, was mich erwartet, wenn ich mich erinnere.
Ich will mich erinnern.
Langsam trete ich ans Fenster und blicke auf die dunkle Straße. Vereinzelte Autos fahren vorüber. Niemand hält an. Vielleicht hat sie es sich doch noch anders überlegt und kommt doch nicht.
Verstehen kann ich es.
Aber ob ich es auch will?
Ich will mich schon wieder wegdrehen, als ein Auto langsam die Straße herunter fährt. Die Lichter sehen aus wie suchende Augen in der Dunkelheit.
Und ein warmes Gefühl überkommt mich. Dasselbe das ich hatte, als mich das flüchtige Gefühl einer Berührung wieder in diese Welt gebracht hat. Aber in dieser *anderen* Welt habe ich etwas zurück gelassen, was mir nun fehlt.
Das Auto hält tatsächlich an. Die Lichter erlöschen und ich erkenne nichts.
Es ist wieder so, als ich in der tiefen Dunkelheit nach einem Weg nach draußen gesucht habe. Den Weg, den sie mir gezeigt hat.
Ich sehe, wie sich die Türe öffnet. Wie das Licht angeht.
Ich spüre die dunkle Kälte.
Sehe das Auto.
Sehe Scully.
Spüre, wie ihre Hand mir den Weg zu ihr zeigt.
Ich schließe meine Augen, halte dieses Gefühl fest und denke noch einmal an alle Einzelheiten. Und ich sammle meine ganzen Energien, um ihre Hand zu berühren. Ich möchte *alles* mitnehmen in diese neue Welt.
Ich registriere, wie sich die Autotüre schließt und öffne meine Augen.
Scully geht über die Straße und durch das Licht einer Laterne.
Sie ist gekommen.
Und mit ihr die Erinnerungen.
Danke, Scully.
XXXXX
Ich kann *es* nicht beschreiben. Tausend Bilder strömen auf mich ein.
In einer einzigen Sekunde habe ich das Gefühl, als ob ich alles wüsste. Wie das Universum funktioniert. Wo es beginnt und auch wo es endet.
Alle Antworten kenne ich, bevor ich die Frage gestellt habe.
Und ich sehe nicht mehr nur die Oberfläche der Dinge. Jedes Detail, jede noch so unbedeutende Kleinigkeit bemerke ich.
Nicht nur bei den sichtbaren Dingen. Auch jeder Gedanke, jedes meiner Gefühle birgt nun so viel mehr als nur die bloße Existenz.
Ich weiß nun, *warum* diese Empfindungen da sind. Und ich erkenne, was mich zu der Person gemacht hat, die ich bin.
Ein Großteil meiner Gedanken ist noch wirr und scheint keinen Sinn zu ergeben, doch ich habe den Schlüssel zu ihrer Entwirrung in mir. Ich war für mich in den letzten Tagen ein großes Puzzle und nun habe ich die Vorlage nach der ich es zusammensetzen kann.
Da ich nun weiß, was das ganze bedeutet, da ich mich kenne, kann ich auch die Einzelteile von denen ich weiß, wie sie aussehen, zusammensetzen.
In den letzten Tagen sah ich die Frau an, die mich aufgeweckt hatte und ich horchte in mich hinein. Jedesmal hörte ich nichts. Ich habe es mir so gewünscht.
Ich spürte, wie sich tief in mir etwas regte um Informationen aufzurufen.
Vielleicht Gefühle, die ich mit ihr verbinde oder Ereignisse. Ich horchte bis ich das Gefühl hatte, wegen dieser schreienden Stille taub zu werden.
Doch jetzt hoffe ich fast, taub zu werden. Meine gesamten Erinnerungen strömen auf mich ein.
Nein. Sie schlagen in meinem Kopf ein.
Mit einer unbeugsamen Wucht, der ich nichts entgegenzusetzen habe. Ich krümme mich leicht unter diesem fast körperlich zu spürenden Schmerz.
Und ich kann immer noch nicht die Konsequenzen absehen, die sich aus meinem *alten*, aber gleichzeitig auch neuem Wissen ergeben. In den vergangenen Tagen wollte ich manchmal einfach sterben.
Jetzt habe ich Angst zu leben.
Doch dann ist alles vorbei und ich sehe wieder diese Frau, die ich zu mir eingeladen habe. Die Frau, die mein Angebot angenommen hat. Sie ist gerade erst über die Straße.
Für sie waren das vielleicht gerade mal Sekunden, die vorbeigeflogen sind. Aber für mich waren es Stunden eines neuen Lebens. Ein Leben, das ich gerade neu beginne.
Und ich weiß, dass es richtig ist. Dass es alle Opfer wert war, denn ich weiß, dass *dies* mein Leben ist. Und nicht ein Leben einer völlig fremden Person.
Und in diesem Augenblick denke ich nicht, dass *sie* Scully ist.
Ich weiß es. Und ein unbeschreibliches Gefühl erfasst mich.
Ich erkenne Scully. Und ich verbinde Erinnerungen und Gefühle mit ihr. Nicht nur aus der Gegenwart, sondern aus der Vergangenheit.
Und mit einem Mal wird mir etwas bewusst. Noch vor wenigen Minuten hielt ich es für normal, dass Scully zu mir kommt. Oder wenigstens für Glück, dass ich sie überreden konnte.
Vielleicht war mein Weg sie zu fragen etwas verrückt, aber in meiner Situation war es einfach *nur* merkwürdig. Oder im Hinblick auf meine Verfassung auch zu verstehen.
Jetzt nachdem ich die Geschichte unserer Zusammenarbeit kenne, könnte man meinen ich wollte mich umbringen. Scully würde mir doch eher den Arm abreißen als auf ein Date zu gehen.
Mit mir!
Ich spiele hier ein sehr gefährliches Spiel.
Aber kann man nicht auch mit einem Arm leben?
Ich hatte sie so lange gereizt. Ich bin mir sicher, wäre ich nicht krank gewesen, hätte sie mich in jeder anderen Situation mit ihrem *Killerblick* angesehen und ich wäre gestorben.
Aber sie hat es nicht. Sie hat mich sogar gefragt, ob ich sie umarmen kann. Vor so langer Zeit.
Verdammt. Das hatte ich fast vergessen.
Fast.
Damals konnte sie sich aber sicher sein, dass ich unwissend bin. Nun bin ich es nicht mehr. Sie ist diejenige. Was erwartet sie sich von unserer Verabredung? Was erwarte ich mir davon?
Meine Gefühle für sie haben sich nicht verändert. Sie sind stärker geworden. Ich liebe Scully. Und ich brauche ihre Gegenwart. Ihre Gegenwart war es doch, was mich aus der tiefen Dunkelheit gerissen hatte.
Und sie war diejenige, die mir geholfen hat, mich zu erinnern. Sie hat mir geholfen auch meine Gefühle für sie zu erkennen. Aber durch meine Erinnerungen sind sie leichter zu ertragen, denn nun kenne ich die Wahrheit.
Alles ist in meinem Gedächtnis abgespeichert und ist bereit mich an zuspringen. Mich zu quälen. Manchmal sind Erinnerungen nicht sehr hilfreich und gnädig. Sie geben mir viel, doch bin ich bereit, den Preis dafür zu bezahlen?
Denn jetzt weiß ich, wann ich mich in sie verliebt habe.
Und ich kenne jeden Augenblick, den ich damit verbracht habe, sie anzusehen. Wenn sie gerade etwas wirklich Gewagtes anhatte oder einfach *so* in die Gegend sah.
Und ich erinnere mich an jeden Augenblick, in dem sie mir das Gefühl zurück gab, das ich für sie habe.
Niemals.
"MULDER!"
Shit. Ich stehe immer noch am Fenster und starre in die Dunkelheit. Oder in das, was noch vor wenigen Minuten meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisiert hatte.
Wie lange steht sie bloß schon vor meiner Türe und ruft nach mir?
Ich weiß es nicht. Aber es hat auch keine Bedeutung, denn ich bin der Meinung, dass die Dunkelheit vor meinem Fenster weniger bedrohlich und weniger dunkel geworden ist.
xxxxxxxxx
"'tschuldigung."
Ist das einzige, das ich herausbekomme. Aber meine Gedanken sind in so einem Aufruhr, dass ich Mühe habe, überhaupt Worte zu finden.
Ohne mich länger zu beachten geht sie langsam zu meiner Couch. Meidet sie meinen Blick?
Ich habe das Gefühl, als ob ich gleich vor ihr auf die Knie fallen müsste. Um meinen Kopf an ihre Beinen zu pressen und zu weinen. Alle Schmerzen der Vergangenheit vernichten. Fortschicken und ihr danken.
Und ihr alles sagen. Das sagen, das ich ihr schon vor vielen, vielen Monaten hätte sagen sollen. Aber eins hält mich zurück. Ich glaube, wenn sie mich abweisen würde, müsste ich sterben.
Mein Inneres würde auf eine viel umfassendere und endgültigere Weise ausgelöscht als der sinnlose Versuch vor so vielen Tagen. Damals hätte ich aufgegeben. Ohne zu zögern. Da ich von dem gertrennt, was was mich am Leben erhält.
Doch der Fehler war, *sie* zu mir zu lassen. Das Schicksal - oder was auch immer - hatte ihre Macht unterschätzt. Denn sie hat mir geholfen, wieder in eine Welt zu finden, in der das Wort Scully existiert.
Und nicht nur als Wort sondern als eine Person mit der ich etwas Besonderes verbinde.
Gerade das macht es für mich so schwer, in ihre Augen zu sehen. Denn sie zeigen nur Verwirrung. Ich glaube, jemand muss auch ihr den richtigen Weg zeigen. Den Weg aus der Dunkelheit ins Licht.
Bin ich der richtige dafür? Möchte sie, dass ich derjenige bin?
Bitte. Gib mir nur ein Zeichen.
Doch sie scheint meine Verwirrung nicht zu bemerken und sieht an mir vorbei. Ich bemerke, dass ich immer noch in der offenen Türe stehe und mich wie ein pubertierender Teenager benehme. Ich schließe die Türe und sehe sie zum ersten Mal richtig und in vollem Besitz meiner geistigen Denkfähigkeiten an.
Ich glaube draußen war es nicht soo dunkel, dass ich dies übersehen haben könnte.
Ich glaube erst in diesem Augenblick, als ich mir über alles klar werde, öffnen sich meine Augen für die Gegenwart. Und was ich sehe....mein Gott was...mein Gott was um Himmels Willen hat sie an?
Ich muss mich zwingen nicht zu offensichtlich auf ihren Hintern zu starren. Aber was kann ich dafür, dass mein Hirn dies zu allererst registriert?
So hat sie sich noch nie angezogen. Glaubt sie, mir so meine Erinnerungen zurückzugeben? Ich kann nicht fassen, was sie gemacht hat.
Ihre Haare, die sonst immer streng nach unten fallen, hat sie hochgesteckt. Und das allein ist schon die Qualen der letzten Zeit wert. Dazu kommt ein dezentes Make-up, das sie auf keinen Fall nötig gehabt hätte aber....aber sie versteht es, ihre offensichtlichen Vorzüge noch zu unterstreichen.
Ihre enger schwarzer *kurzer* - für meine Nerven zu kurzer - Rock schmiegt sich sanft an die Rundungen ihres perfekten Hinterns.
Dass die Bluse ebenfalls eng anliegt und nichts, aber auch gar nichts von ihrem Po verbirgt, macht die Sache auch nicht weniger gefährlich.
Gefährlich für mich.
Ich habe schwer was durchgemacht und meine Sinne sind überreizt. Aber das!
Fuck. Warum belüge ich mich? Jede Faser meines Körpers ist überreizt, wenn ich sie sehe. Ein Körperteil ganz besonders und ich habe eine verdammt enge, zu enge Jeans an.
Hoffentlich bemerkt sie *es* nicht. Aber ich glaube diese Scully steht auf meiner Liste der "Los komm und zeig's mir Mulder, Scully's" ganz oben.
Wie kann sie sich so anziehen und erwarten, dass ich mich erinnere? Allein ihr Anblick verbrennt all meine Gedanken und lässt mich nur für diesen Moment leben.
Und genau da liegt das Problem, ich erinnere mich.
Und sie weiß es nicht. Und ich habe keine Ahnung, wie ich es ihr sagen soll.
Ich warte auf den richtigen Zeitpunkt. Und in meinem Innersten erkenne ich, dass ich möchte, dass dieser Zeitpunkt erst nach dieser Nacht kommt. Nach einer Nacht, in der sie meint, ich würde vergessen, einer Nacht, in der wir zusammen sind.
xxxxxxxxxx
Mein Gott. Ich fahre den ganzen Weg hierher und stehe stundenlang vor seiner Tür und alles was mich erwartet ist ein ziemlich wortkarger Mulder.
Ich dachte er wäre froh, etwas von seiner Erinnerung zurückbekommen zu haben? Und ich dachte, er wollte dies mit mir feiern.
Und jetzt? Er sieht verwirrter aus als in den ganzen letzten Tagen. Und irgendwie scheint er sich unwohl zu fühlen.
Das kann natürlich auch andere Gründe haben. Verflucht. Ich bereue es jetzt schon, mich so angezogen zu haben. Aber ich dachte....nein, ich wollte mich so anziehen. Irgendetwas in mir hat sogar zweimal überlegt, welche Unterwäsche die beste wäre.
Und nun sieht er mich so an...als ob er....gleich umfallen würde. Vielleicht war das doch ein bisschen viel für ihn.
Ich weiß nichts mehr. Vor seinem Unfall hielt ich mich an genaue Regeln. Was unser Zusammensein betraf. An genaue Regeln, die ich aufgestellt hatte, um mich vor genau diesen Blicken zu schützen.
Es ist lange her, dass ich verliebt war. Aber diese Gefühle, die ich für Mulder empfinde sind mehr als ich irgendwie ertragen kann.
Vielleicht auch nur aus dem Grund, da ich noch niemals vergleichbare hatte. Und so kann ich auch nicht mit meinen Maßstäben messen und nach meinen Regeln handeln. Denn für diesen Fall, für gerade diesen Moment, habe ich keine Regeln.
Und ich hatte alle existierenden gebrochen, als ich mit diesen Klamotten zu Mulder gefahren bin. Hatte ich gehofft, nur weil er nicht *alles* weiß, würde er mich attraktiv finden und mit mir schlafen?
Ich hasse mich für meinen Versuch, Kapital aus seinem Unwissen zu schlagen.
Aber genau mit dieser Absicht bin ich hierher gekommen. Und genau das durfte ich niemals zulassen.
Ich glaube nicht, dass mein Kopf zu einem klaren Gedanken fähig ist. Ich muss mich zwingen, mich nicht an seinen Körper zu werfen und ihn anzubetteln mich zu lieben.
"Um...Mulder? Kann ich mich....setzten?"
Mein Gott. Ich sollte lieber gehen. Sind wir nicht zu vertraut für diese Art von Small Talk?
Waren wir überhaupt jemals vertraut?
"Sicher. Sorry Scully. Ich....ich war gerade etwas.....mit meinen Gedaniken woanders."
Mhh. Eine klare Beschreibung deines Zustandes. Wirklich! Jetzt denkt sie betimmt, ich würde mich in ihrer Gegenwart langweilen oder so.
"Um...willst du lieber....alleine sein?"
Wäre es mir wirklich lieber er würde *ja* sagen?
"Nein! Ich....habe nur gerade nachgedacht."
Oh, Mulder. So scheint es mir auch. Egal. Ich habe mir geschworen, ihm heute Abend alles so einfach wie möglich zu machen und nur für ihn da zu sein.
Ein Bild schleicht sich zum zweiten Mal an diesem Abend in meine Gedanken. Und ich muss schnell meinen Blick senken damit Mulder nicht sieht, wie ich rot werde.
Doch das hätte ich lieber nicht tun sollen. Ich hätte meinen Blick überall hinlenken sollen, aber nicht NICHT! an seinem Körper nach unten.
"Ohhh."
Leise kommt dieser Laut über meine Lippen. Shit, ich verfluche mich innerlich. Was mache ich nur. Ich hatte mir geschworen, mich in der Gewalt zu halten.
Ich spüre, wie mein Gesicht immer röter wird. Und er scheint die Heizung hochgefahren zu haben.
Aber dieses Bild seiner unverkennbaren Erregung werde ich wohl nie mehr vergessen. Und ich bin überzeugt, dass sich dieses Bild heute Nacht in meine Erinerungen schleichen wird. Aber ich kann meinen Blick nicht von seiner Ausbeulung abwenden.
Und meine Phantasie zeigt mir Visionen von dem, was wohl hinter dieser letzten Barriere stecken würde. Ich war schon immer sehr phantasievoll.
Nun sieht er doch tatsächlich verlegen aus. Ob er bemerkt hat, dass ich es gesehen habe?
Natürlich. Und gehört hat er mich warscheinlich auch.
Ich nicke auf den freien Platz neben mir auf der Couch. Meine Stimme muss ich erst zwingen wieder zu funktionieren. Aber er setzt sich wirklich neben mich.
Und ich setzte unseren Small Talk fort. Und zwar nur aus dem Grund mich zu beschäftigen.
Und mich von meiner pulsierenden Mitte abzulenken.
"Und? Ist dir noch irgendein Detail eingefallen? So etwas wie...den "Spooky" Mulder?"
Meine Stimme klingt belegt. Aber kontrolliert. Danke.
"Ähhm....nun nicht...so direkt."
Nicht so direkt? Möchte er nicht darüber reden? Nun gut. Ich werde ihm heute Abend helfen. Und ihn nicht drängen.
"Kay. Um...wie ist es denn nun mit dem Essen?"
Ja. Das war eine sehr gute Idee. *Nur* das verdammte Essen war der Grund, warum ich *eigentlich* hergekommen bin.
"Na ja, ich habe eben in meine Küche gesehen und irgendwie bin ich wohl nicht mehr zum Einkaufen gekommen...."
Ich sehe ganz deutlich, wie etwas in ihren Augen erlischt. Nur eine ganz kleine Flamme, aber doch so deutlich, dass ich es erkennen kann.
"Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen Scully. Ich lade dich heute Abend ein. Lass uns irgendwo raus gehen. Ich halte es hier einfach nicht mehr aus."
Jetzt denkt sie erst recht, dass ich keine Fortschritte gemacht habe.
Scheiße ich kann mich erinnern. Wie soll ich ihr das begreiflich machen? Den *richtigen* Zeitpunkt habe ich wohl verpasst. Sie wird mich umbringen, wenn ich es ihr erzähle.
"Okay, Mulder. Wenn du mich einlädst. Aber wo gehen wir denn hin?"
"Ist es dir auch wirklich recht, Scully?"
"Sicher. Warum nicht?"
Ich soll raus? In die Öffentlickeit? Mit diesen Klamotten? Und mit diesen Gefühlen?
Aber vielleicht wäre dies gar nicht mal so schlecht. Ich brauche unbedingt frische Luft und in Mulder's Apartment ist es einfach zu heiß.
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Die Autofahrt bis zu einem von Mulder ausgesuchtem Restaurant verlief schweigsam. Und hier ist es bestimmt nicht einfacher als in seiner Wohnung. Wir sind in einem kleinen gemütlichen Lokal und sitzen an einem kleinen Tisch.
Ob es Absicht war, dass wir uns so weit in eine Ecke gesetzt haben kann ich nicht sagen. Aber hier sind wir durch viele Pflanzen vor neugierigen Blicken geschützt.
Und niemand kann verstehen, was wir reden, da um uns herum viel Menschen sitzen, die sich unterhalten. In jeder anderen Situation hätte ich mich wohlgefühlt. In jedem anderen Augenblick.
Nur nicht jetzt.
Ich konnte während der ganzen Fahrt einfach nicht über das reden, was ich gerade erst am begreifen bin. Was war dort in seiner Wohnung geschehen?
Seine Reaktion auf meine Erscheinung habe ich deutlich gesehen. Doch galt *es* wirklich mir? Oder dachte er an etwas anderes. Wie er es gesagt hatte?
Bis jetzt habe ich nichts, gar nichts um zu glauben, dass er auch nur irgendetwas für mich empfindet. Und im Moment weiß ich auch nicht, wie ich reagieren soll. Erste Priorität hat seine Genesung. Er bekommt seine Erinnerungen bestimmt nicht wieder, wenn ich ihn so verwirre.
Aber es ist schön zu wissen, ihn verwirren zu können. Und seinem Körper diese Reaktion abgewinnen zu können.
Am erstaunlichsten ist allerdings, wie mein Körper seine Signale auffängt und erwidert. Bei mir berührt es aber auch meine Gedanken. Und bei Mulder kann ich mir nicht sicher sein.
Nun sitzen wir in einem Lokal und sehen uns an. Eben gab es noch die Kellner, die uns geholfen haben, die erdrückende Stille zu überspielen.
"Mulder...ich...ich weiß nicht ob das hier so...so richtig ist."
Meine Hände spielen nervös mit meiner Serviette.
"Warum Scully? Wovor hast du Angst? Wenn du es niemandem sagst, erzähl ich es auch niemandem."
Autsch. Super Witz.
"Darum geht es doch nicht. Ich denke einfach...dass....dass du Ruhe brauchst, um wieder zu dir zu finden. Wenn du dir zuviel zumutest...könnte das einen negativen Effekt haben."
Gut. Das hörte sich cool und gelassen an. Profesionell.
"Und Mulder, ich....ich helfe dir vielleicht nicht gerade dabei. Ich meine wieder....wieder gesund zu werden."
"Um...Scully, ich glaube wir sollten reden. Wirklich reden."
Willst du es ihr *so* sagen? Es ihr so antun? Ich glaube der richtiger Zeitpunkt kommt niemals.
Ich kann nichts anderes als auf meiner Unterlippe kauen und an Mulder vorbeisehen. Bitte sag' nichts, was mich hier herausfordert.
"Also, Scully....sieh mich bitte an."
Oh Gott, Mulder. Bitte nicht. Ich weiß nicht, ob ich das aushalte. Trotzdem hebe ich meinen Blick zu seinen Augen und was ich darin lese erfüllt mich mit einem Bedürfnis was ich lange nicht mehr gespürt habe. Ich möchte ihn in meinen Arm nehmen und ihn trösten.
"Scully....ich...du solltest eines wissen. Für alles was geschehen ist bist du in keiner Weise verantwortlich. Niemals. Und das solltest du mir glauben. Nur durch....durch dich habe ich den Weg zurück gefunden. Damals im Krankenhaus. Ich habe.....deine Hand gespürt und......und konnte meine Augen öffnen. Bitte vergiss niemals, dass du mir geholfen hast. Du allein und....du hast mehr getan....für mich mehr getan als sonst jemand in meinem ganzen Leben."
Versteht sie, was ich ihr sagen will? Nicht nur das offensichtliche. Versteht sie, dass ich mich erinnere? Bitte.
"Mulder.....ich..."
Wie soll ich ihm *hier* erklären was ich fühle? Oder denke?
"Mulder...du weißt nicht, ob ich so viel für dich getan habe. Und weißt du warum?"
Er versteht es einfach nicht. Und ich kann meine Tränen nicht mehr lange zurückhalten.
"Was ist los Scully? Was?"
"Mulder...verstehst du nicht. Was....was ich getan habe.....ich habe dich in ein Leben geholt, das nicht deines ist. Was weißt du schon über dein Leben, dass du so über mich reden kannst. Du erinnerst dich nicht........wie kannst.....du....du...kannst..nicht....Du weißt doch gar nicht, WIE ich bin."
Ich kann nicht mehr. Ich glaube meine letzten Worte hat er nicht einmal verstanden. So leise waren sie.
Aber ich muss meine gesamte Energie darauf verwenden nicht in Tränen auszubrechen. Wie kann es eine gemeinesame Zukunft ohne Vergangenheit geben?
Ich würde so gerne glauben, dass es funktionieren könnte.
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"Scully. Um..ich...es gibt etwas, was..ich nicht gesagt habe. In meiner Wohnung. Etwas, was es mir möglich macht, so zu reden...ich..."
Scheiße, der Kellner. Ich glaube in diesem Augenblick erscheint mir diese Lokal der denkbar schlechtesete Ort zum Reden. Ich werde diesen Kellner umbringen.
Und danach mich. Dafür das ich so lange gewartet habe.
"Bitte sehr. Ich wünsche ihnen einen guten Appetit."
Mit diesen Worten stellt der Kellner ihnen ihr bestelltes Essen auf den Tisch und entfernte sich diskret.
Und mit sich nimmt er die einzige Chance, die ich noch hatte *es* ihr zum best möglichsten Zeitpunkt zu sagen. Ich hatte schon viele letzte Chancen. Eigentlich habe ich sie schon in meiner Wohnung, an meiner gottverdammten Türe vergeben.
Es tut mir leid.
"Mulder. Was möchtest du mir sagen?"
Mit diesen Worten führt sie sich die erste Gabel an ihren wunderbaren Mund. Ich kann nicht einmal erkennen, was sie da eigentlich isst. Über meinen Blick legt sich ein dunkler Schleier.
"Scully....ich.....kann mich wieder erinnern."
Ihre Hand mit der Gabel erstarrt an ihrem Mund. Und die Hoffnung in ihren Augen flammt auf.
Ich habe auf einmal keinen Hunger mehr.
"Mul...Mulder....was...wie...?"
Bitte Scully frag mich nicht!
"Mulder, seit wann kannst du dich wieder erinnern?"
NEIN! Bitte nicht. Ich kann dich nicht anlügen. Bitte mach es mir doch nicht so schwer.
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Ein bodenlose Schlucht tut sich vor mir auf. Er kann sich *wieder* erinnern. Aber eine warme Welle erfasst mich und will mich darüber hinweg tragen. Auf der Hälfte des Weges bekomme ich einen beängstigenden Gedanken.
Seit WANN erinnert er sich denn?
"Mulder seit wann kannst du dich wieder erinnern?"
ich schwebe genau über dieser Schlucht doch die Welle trägt mich noch.
Warum habe ich Angst vor seiner Antwort.
"Ich...ich erinnere mich seit dem Augenblick, in dem ich dich aus dem Auto steigen sah...kurz bevor du....du in mein Apartment kamst. Es...es tut mir so leid, Scully. Es..es gab nie einen passenden Augenblick. Es tut mir leid."
Wenn noch etwas von der Hoffnung, die ich in meiner Wohnung und eben hundertfach verstärkt in ihren Augen sah da war, erlischt sie gerade in diesem Augenblick.
Ich sehe wie sie innerlich zerbricht.
Mulder..bitte nicht. Ich spüre, wie die Welle mich verlässt und wie ich in den bodenlosen Abgrund stürze. So tief, dass ich meine, minutenlang zu fallen. Dann kommt der Aufprall und ich sehe ihn an.
Ich fühle mich fassungslos und betrogen.
"Wieso hast du es mir nicht gesagt? WIESO?"
Ich kann es nicht glauben. Er verschwieg mir, dass er sich erinnert hat. Schon vor so langer Zeit. Nicht erst eben oder.....nein vor einer gottverdammten Ewigkeit.
"Mulder, warum? Kannst du mir so wenig vertrauen?"
Ich fühle mich auf einmal so lächerlich. Wie kann ein Mensch einem gleichzeitig das Herz herausreißen, darauf herumtrampeln und es gleichzeitig wieder heilen? Wie konnte ich *es* nicht bemerken?
"Scully...ich..es tut mir so leid. Ich habe auf einen günstigen Moment gewartet."
"Auf einen günstigen...? Mulder, ich mache mir Sorgen, sterbe fast vor Trauer und....du...du...."
Mein Gott. Mir fehlen die Worte.
Und andere Gäste sehen schon herüber. Ihr könnt mich alle mal. Mein Leben ist gerade gefährlich in Richtung Sinnlosigkeit gerutscht.
"Mulder...weißt du eigentlich, was ich alles durchgemacht habe? Verstehst du....was ich mir für Sorgen gemacht habe?"
"Scully...ich...wusste doch nicht was ich machen sollte. Immerhin habe ich alle meine Erinnerungen auf einmal zurück erhalten. Das war nicht einfach. Besonders als du...du SO vor meiner Tür standest!"
Oho. Pass auf. Sie hat jetzt wieder diesen Killerblick. Aber er wirkt plötzlich nicht mehr so bedrohlich, als sich die ersten Tränen sammeln.
"....ich SO vor deiner Tür stand? Ich weiß auch nicht, warum ich das getan habe. Es war ein dummes Gefühl. Ich dachte ich mache uns beiden eine Freude wenn wir...einfach mal alles *vergessen* können...und ...und nur so zusammen sind. Aber wie kann ich erwarten, dass DU so etwas wie..Liebe oder Zuneigung überhaupt erkennst, selbst wenn man DICH DARAUF STÖSST! Mein Gott, ich habe wirklich gedacht, du hättest wenigstens den Anstand mir so etwas Persönliches zu erzählen."
"Bitte Scully...nicht so laut..."
"Oh nein...ich...lass mich in Ruhe....ich gehe. Danke für diesen "netten" Abend."
Ich will ihn verletzen.
"Danke Mulder!"
Mit diesen Worten steht sie auf und läuft schnell aus dem Raum. Ich will sie zurückhalten, doch etwas lähmt mich. Nicht nur das Erschrecken über so einen Ausbruch...nein, was sie gesagt hat.
*Aber wie kann ich erwarten, dass du so etwas wie Liebe oder Zuneigung überhaupt erkennst...*
Spricht sie von sich.? Oder wollte sie mich nur verletzen?
Ich habe sie verletzt.
Die Tränen in ihren Augen waren ein deutlicher Beweis dafür.
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Ich muss hier raus. Ich weiß nicht, wie Mulder *uns* das antun konnte. Wieso hat er es mir nicht gesagt?
Mir ist es egal, dass ich noch nichts von meinem Essen gegessen habe. Mir ist es egal, dass alle Leute mich angestarrt haben. Mir ist es egal, was Mulder über mich denkt. Ich hasse ihn.
Wieso glaube ich mir nicht einmal selber?
Ich sehe mich einen Augenblick unschlüssig um. Da wir zusammen gekommen sind habe ich kein Auto. Mulder hat *die* Schlüssel.
So gehe ich langsam die dunkle Straße hinunter ohne mein Ziel zu erkennen. Ich will nur weg von der Person, die mich so verändert hat. Ich hatte mir geschworen, die alte Scully zu verbannen, doch nun wünsche ich sie mir fast wieder herbei.
Es ist soviel einfacher zu leben, wenn man eine Mauer um sich herum aufzieht. Niemand kommt an einen heran. Wenigstens nicht an den inneren Kern.
Bis auf eine Ausnahme hat das immer funktioniert. Der Ausnaheme, IHM hatte ich vertraut.
Und wenn ich nun in mich hinein horche, spüre ich etwas ganz genau. Ich habe den alten Mulder geliebt. Den neuen ohne Erinnerung aber auch. Auf die gleiche Weise. Das ist mir klar geworden. Und ich wollte meinen Fehler wieder gut machen.
Ich hatte ihm meine Hand gegeben und gehofft, er würde gleich den ganzen Arm nehmen. Aber als sich unsere Finger schon berührten und ich wieder lebte, schlug er meine Hand zur Seite.
Ich hatte meine Überraschung noch nicht überwunden, da spürte ich seine Hand im Gesicht. Aber nicht sanft, sondern als harten Schlag.
Hatte ich sein Vertauen nicht verdient?
Trotz meiner Gedanken registriere ich, wie ein Auto sich mir langsam von hinten nähert. Es fährt immer ein paar Meter hinter mir. Ich brauche mich nicht umzusehen, ich weiß auch so, *wer* das ist.
Genau derjenige, dem ich blind vertraut hätte.
Derjenige, der mich eben blind gemacht hat.
Er fährt langsam neben mich. Wie jemand, der erst einmal das Terrain sondieren will. Aus Angst?
Vor mir?
Resignierend bleibe ich stehen und drehe mich zur Straße.
Mulder hält und fährt sein Fenster herunter.
"Um...soll ich sie mitnehmen?"
Einen Moment zögere ich und will ihm erklären wie sinnlos alles ist. Das ich einfach keine Kraft mehr habe für einen neuen Streit. Streit? Hatten wir wirklich Streit?
Es hat sich wirklich viel verändert. Nicht nur er.
Und auch ich habe mich verändert. Das wird mir vielleicht gerade erst in diesem Aufgenblick bewusst. Richtig bewusst. Und ich zögere noch einen weiteren Moment.
Die alte Scully würde wohl nicht einsteigen. Aber die alte Scully wäre wohl gar nicht erst in dieser Situation. Verdammt. Wieso habe ich keine Regeln für diesen Fall?
Aber das ist vielleicht der Punkt. Regeln haben uns nur gehindert. In *jeder* Beziehung.
Und so steige ich ein.
"Einmal bitte zu meinem Apartment."
"Aber gerne Ma'am."
Und er fährt los.
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Ich glaube ich sollte versuchen, es ihr zu erklären...
"Scully...es..es tut mir wirklich leid."
"Bitte, Mulder...nicht jetzt."
Gib mir eine Minute Zeit mich zu finden. Nur eine Minute.
Okay Scully. Wenn du nicht darüber reden möchtest...bitte. Aber ich würde es dir gerne erklären. Dir einfach sagen wie leid mir alles tut. Und...und wie gerne ich glauben würde, was du eben gesagt hast.
Aus Wut und Verzweifelung.
Langsam rolle ich vor ihrem Apartment aus und komme zum Stehen. Ich verbinde nicht gerade gute Erinnerungen mit dieser *Straße*. Dennoch steige ich aus und folge ihr langsam. Auch sie scheint sich zu erinnern und sieht sich nervös um.
"Keine Sorge Scully...ich passe auf. Nichts passiert. Wirklich."
Warum klinge ich nur so lächerlich?
Trotzdem folge ich ihr bis zu ihrer Türe. Sie scheint nach den richtigen Worten zu suchen. Sie dreht mir ihren Rücken zu und schweigt. Sanft berühre ich ihre Schulter mit meiner Hand und sie erstarrt noch weiter.
"Scully...."
Was soll ich noch sagen?
"Scully....lass mich dir bitte etwas erklären."
Ich nehme meine Hand NICHT von ihrer Schulter. Dort ist vielleicht mein letzter Halt in der Wirklichkeit.
Einen Moment zögere
ich noch, dann fahre ich fort. Ich hoffe sie versteht mich.
"Es tut mir leid. Scully alles was ich getan habe...ich wollte dich
niemals verletzten. Von Anfang an war ich mir bewusst, wie ich auf dich
wirken musste. Du kanntest mich einmal. Und plötzlich war ich fremd.
Warscheinlich waren wir uns auch *vorher* in irgendeiner Weise fremd. Dir
war ich fremd und auch mir selber. Ich war von dir weiter entfernt als
von irgendetwas anderem.....es hat mich fast....fast umgebracht, dich..so..so
zu sehen. Wie du dich quälst, weil du mir nicht helfen kannst."
Sie schweigt noch immer.
Meine Hand ist immer noch bei ihr.
"Als ich meine Erinnerungen nicht hatte, war...alles...warst du so anders. Du hattest so ein Vertrauen zu mir. Und du hast dich mir geöffnet. Und..und ich wusste nicht, ob es immer schon so war. Ich wusste es einfach nicht. Und dann, als ich mich erinnerte, - das war als ich dich sah - wusste ich, dass du...nur *jetzt* so zu mir warst. Niemals vorher. Und ich...ich weiß nicht, vielleicht wollte ich diesen Zustand noch halten...oder..."
Ich muss hart schlucken, da sie immer noch keine Regung zeigt.
"...ich wollte einfach den perfekten Moment abwarten. Dir alles erzählen. Und dann war es schon zu spät. Ich weiß, ich hätte es direkt tun sollen, aber..aber ich wollte dich nicht verlieren. Denn ich....verdammt Scully, ich liebe dich. Schon so lange und....ich hatte so eine Angst, dich zu verlieren. Dich an die Realität zu verlieren. An mich. An meine Erinnerungen."
Hört sie mir noch zu? WILL sie mir noch zuhören?
"Scully, bitte du bedeutest...mir..alles. Mit und auch ohne meine Erinnerungen war mir eines klar. Ich kann nicht ohne dich leben. Und..umm ich hatte....hatte gehofft..im Restaurant....du..sagtest....."
Meine Stimme versagt, da ihr Körper unter meiner Hand zu zittern beginnt. Ich kann fast körperlich spüren, wie sie anfängt zu weinen.
Scheiße, ich bringe sie in der letzten Zeit entschieden zu oft zum Weinen.
Enttäuscht ziehe ich meine Hand zurück. Und langsam trete ich zwei Schrittre zurück. Wenn ich ihr so weh tue, gehe ich lieber. Das letzte was ich will ist, sie noch mehr zu verletzen. Ich kann warten.
"Es..tut mir leid Scully...ich kann warten. Bis du reden willst."
"Ich kann aber nicht *mehr* warten."
Überrascht drehe ich mich zu ihr um. Sie sieht mich an.
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Wie kann ich ihm erklären, dass ich ihm verzeihe. Dass ich ihm schon so lange verziehen habe. Wenn nur nicht mein Stolz gewesen wäre. Der Stolz, der mich von ihm fern hielt.
Ich will ihn nicht verlieren und ganz betimmt wollte ich nicht noch länger warten.
Denn ich habe Gewissheit. Er liebt mich. Er hat es gerade eben gesagt. Und etwas in mir hat es gewusst. Die Seite, die unter meinem Stolz verborgen war.
WAR. Den Stolz, den er gerade eben mit sich genommen hat. Und ich erlebe gerade wie es sich anfühlt, einfach nur zu *fühlen*. Mit Mulder zu fühlen. Durch ihn zu fühlen. Ich werde niemals mehr stolz sein.
Nicht auf diese Weise.
Ich bin stolz, dass er mich liebt. Ich bin stolz, dass ich ihn liebe.
"Mulder...ich...ich liebe dich und ich kann verdammt nochmal nicht mehr warten."
Wie durch einen tiefen Nebel bemerke ich, wie mir Tränen das Gesicht hinunterlaufen.
Mulder sieht mich an. Mit einem Gesichtsausdruck, den ich nicht deuten kann. Bitte mach doch *etwas*.
Im nächsten Augenblick ist er bei mir und nimmt mein Gesicht in seine Hände. Ich erschauere unter seiner sanften Brührung und sehe ihn erwartungsvoll an.
"Scully. Meinst...meinst du es wirklich ernst? Bitte sag' mir die Wahrheit."
Mein Gott Mulder. Ich stöhne innerlich auf. Wie kannst du an mir zweifeln?
Statt einer Antwort bringe ich meine Hände an sein Gesicht und sehe in an. Er soll die Antwort in meinen Augen lesen.
Und mit einem Mal wird alles andere unwichtig. Wir stehen in einer dunklen Nacht vor der Tür meines Apartments und halten uns fest. Und während wir uns ansehen, verbindet sich etwas in uns. Etwas von ihm stellt eine stumme Frage und ich, oder etwas von mir, gibt ihm die Antwort.
Der Strudel droht mich noch weiter in die Unendlichkeit zu reißen, als er nickt und seinen Mund langsam zu meiner Wange bringt. Seine Lippen öffnen sich leicht, als sie meine Tränen trocknen.
Etwas in meinem Kopf setzt aus und ich erzittere, als seine Zunge sanft über meine Augen fährt.
Und die Tränen stoppen.
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Nachdem wir uns wieder voneinader gelöst haben, schließe ich meine Türe auf. Für diese Aktion brauche ich mehrere Anläufe. Ich kann mich fast nicht mehr erinnern, welcher Schlüssel der richtige ist.
In meiner Wohnung angekommen lasse ich Mulder die Tür schließen. Als ich mich umdrehe, sieht er unentschlossen aus. Ich denke, ich sollte ihm *zeigen*, wie ernst es mir ist.
Und ich sollte ihm zeigen, was ich mit ihm teilen möchte.
Ohne Licht zu machen gehe ich durch den Flur bis zu meinem Schlafzimmer. Alles in meinem Körper ist in höchster Alarmstufe und ich drehe mich hoffnungsvoll um. Mulder ist nicht bei mir!
Ich sehe kurz um die Ecke und erblicke ihn. Er bemerkt mich nicht. Und so sehe ich, was sein Problem ist.
Er tritt von einem Fuß auf den anderen und presst seine Fäuste gegen seine Waden. Ich muss mich beherrschen um nicht laut aufzustöhnen. Ich kann deutlich sehen, wie hart er ist.
Und das nur wegen mir? Ich kann es fast nicht glauben. Aber mein Körper lässt keinen Zweifel darüber, wie ICH auf dieses Bild reagiere. Ich presse unwillkürlich meine Schenkel aneinander und muss mich zwingen, mich nicht zu berühren.
Im nächsten Augenblick komme ich mir selber lächrlich vor. Wir beide wollen *es* so sehr und doch hat keiner den Mut, den Anfang zu machen.
Oder wir haben beide Angst, damit alles zu zerstören. Ich weiß es nicht . Aber was ich weiß ist, dass ich mir noch nie so sicher über etwas war wie bei ihm. Ich bin mir jetzt absolut sicher.
Und ich trete aus der Ecke heraus.
"Mulder? Ich...ich denke, du solltest mit mir kommen."
"Scully...?"
"Um...ja Mulder, ich glaube wirklich du solltest mit mir kommen. Es....es sei denn du......du möchtest...."
Ich ergreife seine Hand und führe ihn hinter mir her. In meinem Schlafzimmer angekommen bleibe ich stehen und drehe mich zu ihm um. Ich mache kein Licht, wir sehen auch so noch genug. Der milde Schein einer Straßenlaterne scheint herein.
Ich stehe so dicht vor Mulder, dass ich seinen schweren Atem auf meiner Stirn spüre.
"Mulder ich wollte dir danken. Danken dafür, dass ich dir helfen konnte dich zu erinnern."
Mehr bekomme ich nicht über meine Lippen.
Sanft lege ich ihm meine Hände auf die Hüften und sie zucken mir entgegen. Ich sehe in seine Augen. Der Hunger und die Überraschung in ihnen machen mich stolz.
Seine Hände kommen hoch und legen sich auf meine Arme. Er streift sie zur Seite und atmet keuchend aus. Er drückt mich leicht nach hinten und ich komme auf meinem Bett zum Sitzen.
Langsam kniet er sich vor mich hin und zieht meine Schuhe aus. Ich sehe ihn verwundert an.
Doch dann greifen meine Hände nach seinem Oberteil. Ich will seine Knöpfe öffnen, doch er hält mich mit einem Kopfschütteln davon ab.
Ich lasse es geschehen, obwohl ich meine Hände nicht von ihm nehmen möchte. Seine Hände umschließen meine nun nackten Füße. Ein Kribbeln durchzieht meinen ganzen Körper.
"Mhhh Mulder."
Dies ist für ihn Aufforderung genug, denn er beginnt mit einer kreisenden Massage. Seine Finger sind wirklich sehr geschickt. Und ich wage es erst gar nicht, sie mir an anderen Stellen vorzustellen.
Ich lege mich entspannt zurück und gebe mich ganz dem Gefühl hin. Jede seiner Bewegungen strahlt sofort in meinen Schoß, der mit einer stetig anwachsenden pulsierenden Reaktion antwortet.
Ich drehe mich unter seinen Bewegungen, als er damit beginnt, seine Hände meine Schenkel hinauf wandern zulassen.
Kurz vor meiner Mitte stoppt er seine Bewegungen und lässt seine Hände ruhen.
"Ja...mhhh. Nicht aufhören."
Doch er lässt seine Hände ruhen. Meinem Körper ist das nicht genug und mein Schoß drängt sich zu seinen Händen. Ich möchte auch dort seine Finger spüren.
Er sieht mich lächelnd an und streift mir mit einer Bewegung meinen *kurzen* Rock von den Hüften.
Mein Gott. Ich kann SIE riechen. Nicht nur ihr Parfüm, nein, sondern ihre Erregung, ihren SEX.
Ich habe keine Ahnung, wie wir soweit gekommen sind, aber ehrlich gesagt will ich es auch gar nicht wissen. Es reicht, dass sie *da* ist. Aber ich weiß nicht, ob ihr das bewusst ist.
Ich werde es ihr zeigen.
Ich ignoriere das stetige Pochen in meinen Lenden und widme mich ganz ihr. Einen Augenblick später lege ich mich neben sie. Sie sieht mich mit den Augen eines Kindes an. Kurz bevor der Bescherung.
Nur Gott sei Dank ist sie kein Kind, sie ist eine Frau und sie ist bei mir. Scully ist bie mir.
"Habe ich dir eigentlich schon mal gesagt, wie hübsch du bist?"
"Neeein. Mulder..."
Seufzt sie auf und zieht meinen Kopf zu ihrem. Einen Augenblick später sind meine Lippen auf ihren. Sie spielt mit mir und ich bin bereit, ihr die Zeit zu geben.
"Scully. ich liebe dich..."
Murmele ich zwischen ihren Lippen. Und jedes meiner Worte scheint sie erzittern zu lassen. Ihre Hüften heben sich mit leichten kreisenden Bewegungen vom Bett.
Als Antwort schiebt sich ihre süße geschickte Zunge in meinen Mund. Sie erforscht alles. Einmal Wissenschaftlerin immer Wissenschaftlerin. Gotte sei Dank ist sie nicht Schlächterin geworden.
Als ich beginne meine Hand über ihre Bluse wandern zu lassen, greift sie in mein Haar und krallt ihre Fingernägel in meine Kopfhaut. Ihr Mund öffnet sich noch mehr und ich habe das Gefühl, sie wollte mich verschlingen. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte.
Aber ich möchte ihr zuerst danken. Für die vielen Dinge, die sie für mich getan hat.
Ihr Mund presst meine Lippen zu den ihren, als ich beginne, die Bluse auf zuknöpfen. Ich beherrsche mich, sie ihr nicht vom Körper zu reißen. Langsam. Langsam. Wiederhole ich immer wieder für mich. Nacheinander öffne ich so jeden Knopf.
Als sie nach beiden Seiten aufklappt und ich meine Hand auf ihren nackten Bauch lege, ist es genug sie in meinen Mund stöhnen zu lassen.
"Meeeehr...Mu...Mulder....meeeehr."
Diesen Wunsch möchte ich ihr gerne erfüllen. Mit Erleichterung stelle ich fest, dass ihr BH vorne zu öffen ist und ich löse meinen Mund von ihrem.
Mein Atem hat sich beschleunigt und ich habe das Gefühl, fast ersticken zu müssen.
Trotzdem rolle ich mich nun über sie, dass ich zwischen ihren gespreizten Beinen zu liegen komme. Meine Erregung drückt hart gegen ihre Klitoris. Sie stöhnt auf und drängt sich gegen mich.
Erst in diesem Augenblick erkenne ich meine eigene Erregung. Wenn sie so weiter macht, komme ich noch in meiner Hose. Und sie sieht nicht so aus als ob sie aufhören wollte. Ihre Augen sind halb geschlossen und ihr Mund ebenso. Nur aus diesem kommen unartikulierte Laute, die ich aber trotzdem verstehe.
"Mmmmm...ah..oul...mm..d..er."
Sie stöhnt meinen Namen während ich zwischen ihren Beinen liege. Nichts mehr zwischen uns als ihr Höschen meine Jeans und Shorts.
Ich verändere die Lage meines Unterkörpers etwas, denn ich kann ihre ununterbrochene Reibung nicht mehr ertragen. Aber ich habe nicht mit ihren *Händen* gerechnet. Sie fallen klatschend hinuter auf meinen Hintern und sie drückt mich erneut gegen sich. In kurzen ruckartigen Bewegungen.
Dass sie dabei laut stöhnt, verbessert meine Lage nicht gerade. Ich will um nichts in der Welt weg von ihrem Schoß, aber DAS ist nun wirklich zu viel für mich. Wenn sie nicht mit diesen verdammten Bewegungen aufhört, komme ich sofort, hier und in meiner Hose.
Irgendwie scheint sie es zu bemerken und hält einen Augenblick inne. Ihre Augen glänzen und sie windet sich unter mir.
"Komm Mulder...ich will dich spüren. Ganz. Hart. Jetzt."
Statt einer Antwort rolle ich mich von ihr weg und ziehe sie in der selben Bewegung auf meinen Schoß. Sie sitzt nun in einer erträglicheren Position auf mir und ihre Brüste sind genau vor meinem Gesicht. Mein Gott, was bin ich doch für ein verdammt glücklicher Schweinehund.
Sie hat es wohl schon länger bemerkt, denn sie drängt sich jetzt an mich. Und ich vergrabe mein Gesicht zwischen ihren Brüsten. Und ich rieche sie wieder.
Mit einem schnellen Handgriff öffne ich ihren BH und sie streift ihn ab. Was darunter zum Vorschein kommt ist schöner und göttlicher als in meinen *besten* Träumen. Sie sieht so wunderschön aus, dass ich mich im ersten Augenblick nicht bewegen kann.
Erst als sie sich wieder an mich drängt, reagiere auch ich. Mit einer schnellen Bewegung nehme ich ihre linke Brustwarze in meinen Mund und sauge daran. Ihre Finger krallen sich erneut in meinen Hinterkopf.
Sie wirft ihren Kopf zurück und ich kann ihre schlanke Halslinie bewundern, Gibt es etwas an ihrem Körper, dass mich nicht anmachen würde? Ich hoffe es, denn ich halte mich gefährlich nahe am Rand auf. Am Rand zu einem alles auslöschenden Orgasmus.
Aber ich will zuerst ihren.
Ich rücke sie von mir herunter und falle fast vom Bett. Sie sieht mich spöttisch an und lächelt *ihr* Scully-Grinsen.
"Wohin Mulder?"
"Nirgendwo hin Scully...nie..nie mehr."
Schaffe ich noch zu murmeln bevor ich meinen Kopf in ihrem Schoß verstecke. Ihr Grinsen verschwindet sofort und macht einem hungrigen Ausdruck Platz. Der gefällt mir genauso gut.
Seufzend lässt sie sich zurücksinken.
Großer Gott. Er fühlt sich so gut an. Er ist so hart. Und das nur für mich. Aber sein Gesicht, seinen Atem da unten zu spüren, ist fast mehr als ich noch ertragen kann. Ich sehe schon Sterne, wenn ich die Augen schließe und bis zu meinem Orgasmus ist es nicht mehr weit.
Eigentlich stehe ich nicht so auf diese oralen Sachen, aber im Momment ist es das einzige, woran ich denken kann.
Und seine Zunge drückt gegen meinen Punkt.
"Wooha..."
Meine Hände liegen wieder auf seinem Kopf und drücken ihn noch fester gegen mich. Doch er zieht ihn von mir weg.
Bitte. Geh nicht weg.
"Mach..mach..weiter...bitte."
Er sieht mich lächelnd an und ich verliebe mich ein weiteres Mal in ihn. Ich kann nicht verstehen, wie oft mir das noch passiert. Ich dachte, ich kenne mich aber *das*...diese Gefühle habe ich noch nie mit einem Mann erlebt. Aber er ist ja auch nicht EIN Mann. Er ist Mulder.
Danke.
"Kann...kann ich die ausziehen?"
Im ersten Augenblick bin ich verwirrt, doch da ich nur noch mein Höschen anhabe ist klar, *was* er meint. Und er scheint wirklich unschlüssig zu sein. Ich fasse es nicht.
"Biiiitte....biiiiitte."
Shit. Ich wollte doch nicht soo betteln.
Mit diesem "Ich-werde-dir-etwas-zeigen-was-du-noch-nie-erlebt-hast" Blick zieht er langsam mein Höschen mit seinen Zähnen herunter. Allein diese flüchtige Berührung seiner Lippe an meinen nackten Schamlippen stößt mich fast über den Rand.
Ich verstehe nicht, wie er das macht. Aber ich habe auch keine Zeit, länger darüber nachzudenken denn nun bin ich völlig nackt. Er hat aber alles an. Kurz bevor ich mich in dieser Richtung äußern kann, ist sein Mund an meinem Eingang und seine wissende Zunge beginnt meinen Punkt zu massieren. Ich vergesse alles.
DAS habe ich noch nie erlebt. Seine Lippen auf mir, in mir und überall. Mulder ist zuviel, ich kann nicht mehr zurück.
Unter Aufbietung all meiner verbliebenden Selbstkontrolle ziehe ich an seinen Haaren. Er löst sich von mir und ich stöhne innerlich auf.
"Mu...lder ich komme gleich."
"Und?"
"Ich...ich.."
Bevor ich auch nur versuchen kann meine Gedanken in Worte zu fassen, ist sein Mund wieder da und nun saugt er an mir. Das gibt mir den Rest. Ich werde mit einer solchen Wucht über den Rand gestoßen, dass es fast schon weh tut.
Diese Welle *rast* durch meinen Körper und löscht alles aus. Jeden Gedanken und alles andere. Zurück bleiben nur Sterne. Abermillionen Strerne und inmitten dieser flimmernden Punkte sehe ich Mulder, der mich ansieht.
Ich bin mir sicher, noch niemals etwas so Schönes gesehen zu haben.
Sein Mund steht offen und er blickt mich verblüfft an. Und ich merke, dass er glücklich ist.
"Scully...das..das war...."
"Der beste Orgasmus, den ich jemals hatte."
Vollende ich seinen Satz.
"....wunderbar."
Okay. Auch akzeptiert. Weil es die Wahrheit ist.
"Aber Mulder.."
Er sieht mich verwirrt an.
Ich deute nur auf seine Jeans und die harte Wölbung. Statt einer Antwort sieht er mich nur einen Moment an und legt dann seinen Kopf auf meine Beine. Und dort bleibt er liegen. Ich streiche ihm über sein Haar bis ich merke, dass er zittert.
Ich hebe seine Kopf an und sehe Tränen auf seinem Gesicht. Wirkliche, echte Tränen.
"Was ist passiert?"
"Scully...ich liebe dich. Du bist einfach so viel. So viel Scully. *Danke*."
"Kein Problem. Aber ich bin jetzt dran!"
"Du...du musst nicht...ich meine.."
"Shhhht, Mulder...ICH bin dran. Und ich will das genauso genießen wie Du."
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"Ich möchte sehen, wieviel Mulder an dir ist."
Langsam springt ein Funke in seinen Augen an und er scheint zu begreifen. Aber genau dieser Funke flammt schon seit einiger Zeit in meinen Augen. Und ich bin glücklich, ihn bei ihm zu sehen. Ich bin nicht allein.
Langsam schiebe ich ihn auf das Bett das von meinem Körper noch warm ist. Er bleibt unschlüssig sitzen und sieht mich an. Ich lege ihm einen Finger auf seine Unterlippe und diesem folgt schließlich auch mein Mund.
Ich schmecke mich. Er schmeckt immer noch nach mir. Und ich trinke gierig von seinen Lippen. Er lässt mich gewähren. Aber ich bemerke, wie er seinen Schoß hin und her bewegt. Er kann nicht mehr weit entfernt sein.
Ich möchte meine Lippen nicht von seinen lösen, muss es aber um ihm sein Shirt abzustreifen. Darunter kommnt sein glatter sehniger Oberkörper zum Vorschein.
In einem Augenblick präge ich mir jedes Detail genau ein. Meine Zunge zuckt nur kurz in sein Ohr und dann seinen Hals hinunter. Doch Mulder zittert unter meinen Berührungen.
Ich lasse meine Finger über seinen Oberkörper wandern und ihnen folgt mein Mund. Ich möchte jeden Fleck küssen. Jeden Fleck bedecken und ihm das geben, das er mir gerade eben gegeben hat.
Seine Haut schmeckt leicht salzig. Während mein Mund noch an seiner Brustwarze saugt, wanderte meine Hand langsam zu seinem Bauchnabel. Er hat sich nicht mehr unter Kontrolle und sein Schoß zuckt meiner Hand unkontrolliert entgegen.
Ich lächele und löse mich von ihm.
Sein Augen sind geschlossen und er scheint sich zu konzentrieren. Ich sehe ihn sekundenlang nur an. Meine Hand bleibt an seinem Bauchnabel und zieht kleine Kreise darum. Ich weiß nicht woher *es* kommt, aber ich spüre schon wieder dieses Pulsieren zwischen meinen Schenkeln.
Und ich entschließe mich, meine Hand wandern zu lassen. Langsam gleite ich bis zu seiner Hose hinab. Nun beginnt auch er zu stöhnen und sein Atem beschleunigt sich hörbar.
Meine Finger öffnen den Knopf. Seine Beine fangen an zu zittern. Ich bewege mich nicht weiter.
"Mhhh...ist das so richtig Mulder?"
"Jaaaaaa. Sc..u..lhhhy."
Ich glaube ich verstehe. Und mein Hand öffnet nun auch den Reißverschluss. Und zum ersten Mal gleite ich dabei über seinen Penis. Er schreit laut auf und presst sich in die Kissen.
Er hebt seine Hüften an und ich verstehe wieder. Wir brauchen dafür keine Worte mehr. Schnell ziehe ich ihm seine Jeans herunter und über seine Füße. Von dem Hindernis Schuhe hat er sich wohl schon alleine getrennt.
Nun trennen *nur* noch seine Shorts meinen Blick von seiner Härte. Aber *er* drückt stark dagegen. Ich blicke in seine Augen und sie scheinen mich anzubetteln.
Langsam lasse ich einen Finger unter den Bund seiner Hose gleiten. Mit leichten Bewegungen fahre ich darunter her. Wohlweislich darauf bedacht, nicht zu nahe an IHN heran zukommen.
Doch er zuckt mir wieder hungrig entgegen.
"Sc..ahhh...oullllly...."
Ich lächele in mich hinein. Es macht mich stolz, ihm solche Reaktionen abzugewinnen. Und es erregt mich. Und ich spüre schon wieder, wie ich langsam aber sicher auf den Rand zutreibe. Verdammt. Das kann doch nicht sein.
Ich bin doch *noch* nicht fertig.
Seine Hände sind zu Fäusten geballt und diese presst er gegen seine Oberschenkel. Ich ziehe meine Finger weg und schiebe seine Fäuste auf die Seite.
Er blickt mich zuerst irritiert an, doch als ich seine Shorts nach unten ziehe, kann er nur noch gequält keuchen.
"Ahhhhch..uhh.."
Und nun ist auch er nackt. Und ich erkenne eines.
Ich war in *meinen* Phantasien nicht großzügig genug!
ER ist groß. Keine Frage, aber ER ist wirklich groß. Unbeschreiblich aufrecht und so...so einladend. Ich kann es fast selber nicht glauben, aber alles was ich will ist, meine Lippen um ihn zu schließen und Mulder den besten und schärfsten Blow Job seines Lebens zu geben.
Ich bin mir sicher, dass ich es könnte. Weil ich es will. So wie nichts anderes auf der Welt. Ich will *ihn* schmecken.
Und meine Zunge tippt einmal kurz auf den Kopf. Er zuckt zusammen, beherrscht sich aber nicht gewaltsam in mich zu stoßen. Langsam lasse ich meine Zunge um seinen Penis kreisen und vermeide es, ihn dabei mit meinen Lippen zu berühren.
Eine meiner Hände kommt nach oben und streicht leicht über seinen Hoden.
"Niiiiein...Scuuuuu....ely.."
Sein wiederholtes Zucken und sein Keuchen werfen meinen Plan über den Haufen. Ich bringe mein Gesicht genau über IHN und sehe ihn an. Sein Gesicht ist rot und feine Schweißperlen stehen auf seiner Stirn. Verdammt. Warum muss dieser Mann soo sexy sein?
Ich denke er hat etwas in meinen Augen gelesen, denn ich sehe die Antwort in seinen. Noch bevor mir klar wird, dass ich so leicht zu durchschauen bin.
Ich umfasse ihn mit meinen Lippen und senke langsam meinen Mund um ihn ganz zu umschließen.
In dieser endlosen Abwärtsbewegung habe ich das Gefühl, als ob ich innerlich schemlze. Und er ist ganz in mir.
"Scuuu...uhhllle....icchh..liiie...be...dichhhh."
Ja. Das weiß ich und ich lächele um ihn herum. Ich beginne mit einem stetigen Auf und Ab. *Er* fühlt sich so gut an. Fast zu gut. Und ich spüre seine Hand auf meinem Kopf.
"Ahhh..Scully....ich...ich will...willl..dich spüren....ganz..."
Ich glaube allein dieser Satzt hat ihn seine ganze Beherrschung gekostet. Und das muss belohnt werden.
Mit einem Aufstöhen von Seiten meines Körpers lasse ich seinen Penis aus meinem Mund gleiten und setze mich auf.
Mir tut es leid, ihn gehen zu lassen, aber wir haben ja Zeit...viel Zeit.
Mulder stößt mich auf meinen Rücken und ich befolge bereitwillig seine Forderung. Ich glaube, ich halte meinen Atem an, als er sich langsam auf mich senkt. Und ich will ihn. Jetzt.
"Muulder....bitte..."
Ich flehe schon wieder. Aber das ist nebensächlich.
"Sie mich an Scully..."
Ich blicke ihn an und spüre wie er seinen Penis an meinen Eingang bringt. Meine Feuchtigkeit fließt *fast* schon über meine Schenkel und ich kann es kaum erwarten, ihn endlich zu spüren. In mir.
Und Mulder dringt langsam in mich ein.....
Er macht es mit einem langsamen, sanften, unendlich langem Schub, der ihm wohl alles abverlangt. Alles abverlangt, um nicht wild in mich zu stoßen. Doch er füllt mich nun ganz aus und ER passt. Und ich fühle mich vollkommen. Komplett und so gut.
Meine Augen haben die seinen die ganze Zeit nicht verlassen. Dieser Umstand steigert die ganze Sache um ein Vielfaches. Ich kann richtig sehen, wie er kurz davor steht.
Genau wie ich.
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Und Mulder bewegt sich langsam in mir.
"Ohhh....so...so...gut."
"Muuulder..mehrmehr.."
Mir reicht es nicht. Ich möchte ihn richtig spüren. Nachdem ich mich ihm angepasst habe. Er versteht mich und stößt nun in einem schnellen Rhythmus in mich hinein. In der einen Sekunde ist er ganz draußen und in der nächsten füllt er mich wieder aus.
Ich spüre, wie ich den Boden unter meinen Füßen verliere. Und die ersten Sterne flackern auf.
"Ahhhhh...."
Er wird langsamer.
"Mulder......was?"
"Ich..ich kann nich......mehr....ich...ko..komme.."
Einen Augenblick bin ich verblüfft. Wieso meint er, er müsse sich zurückhalten. Ich bin bestimmt genauso nah dran wie er. Und ich brauche ihn jetzt.
"Mulder...ich..gib es mir schon. Ich will dich spüren...bitte Mulder....härter."
Für meine weiteren Worte muss ich Luft holen.
"Mach es so, wie du dir es immer vooorstellst....bitte."
Das ist auch alles, was ich noch sagen kann. Mulder spannt sich und fährt nun mit so einer Kraft in mich, dass ich das Gefühl habe zu explodiern.
Meine Hände wandern von seinem Rücken zu seinem muskelösem Po und umschließen ihn.
"Scah...he...lley..."
Und mehr brauche ich nicht. Meine Hände verkrampfen sich auf seinem Hintern und schieben ihn weiter, tiefer in mich hinein. Mein ganzer Körper biegt sich ihm entgegen und der Himmel kommt auf die Erde.
"Muu...l..der.."
Mit einem letzten Stoß explodiert er genau in meinen Orgasmus. Ich schwebe in diesem nicht enden wollendem pulsierenden Licht bis sein Samen mich ganz ausgefüllt hat.
Und er fällt auf mich. Sein ganzes Gewicht zu spüren holt mich in die Wirklichkeit zurück.
Verschwitzt und ausgelaugt liegen wir einafch nur da. Wir wollen uns nicht trennen.
Ich möchte ihn niemals mehr los lassen. Ihn für immer spüren. Ich liebe diesen Mann.
Ich möchte sie niemals mehr gehen lassen. Diesen Moment werde ich für immer speichern. Ich liebe diese Frau.
"Ich liebe dich Mulder."
"Ich liebe dich Scully."
Mulder streicht ihr eine rote Strähne aus ihrem entspannten zufriedenen Gesicht und küsst sie sanft.
Dann streckt er seine Hand aus und ihre Finger greifen in seine. Es fühlt sich so gut an. Und beide schließen die Augen.
"Diese Erinnerung kann uns niemand nehmen Scully. Und auch nicht die Zukunft."
"Nein! *Das* kann uns niemand mehr nehmen, Mulder."
Niemand!
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Vielen Dank an alle die bis hierhin ausgehalten haben. Mein Gott was habe ich für schöne Stunden mit Scully & Mulder verbracht. Ich gebe hier etwas zurück.
Ich hoffe euch hat die Story gefallen. Für Feedback bin ich immer dankbar und wie schon gesagt Dinge wie (das geht doch nicht...) werden überlesen.
Vielen Dank an Rachel und Susan für euren Ansporn.
Sabine Sturm