Autor: Pat
Kontakt: XMyselfX@t-online.de
Titel: Nur einmal im Leben
Teil: (1/1)
Spoiler: ich gestehe... ein KLEINWENIG "Romeo & Julia" ;)
Rating: MSR, Charakter Death

Disclaimer: Ich hasse es, dass zu tun... aber gut: Dana Scully und Fox Mulder gehören keineswegs mir... und werden es auch NIE tun :( Ich verspreche, diese Art der Vermarktung nicht dazu zu benutzen, um Entgelt zu verdienen... ich schreib halt, weils Spaß macht ;)

Widmung: Ich widme diese Story an erster Stelle Scully 2001... da ich ihr schon seit LANGER Zeit verspreche, mal wieder ne Fic zu schreiben...*g*
Außerdem gebührt mein Dank: Tini, Yasi, Marion, Krümel, Alex und allen anderen GAGS, X-Philes und Shippern ;) !!!
 

Vorwort: Eigentlich bin ich nicht für die Art von Geschichte, die ich jetzt schreiben werde... aber da ich gerade in der Verfassung dazu bin... und einfach mal wieder etwas schreiben möchte... schreibe ich einfach... egal was dabei rauskommt! 

Ach übrigens… Taschentuchwarnung!!
 

Nur einmal im Leben

Ich weiß, dass es jetzt zu spät dazu ist...  Du wirst es nie erfahren... nicht auf die Art und Weise, auf die ich es gerne hätte.
Du wirst es nie erfahren, weil ich zu feige war. Ich hatte Angst, Dich durch diese Offenbarung zu verlieren, obwohl ich jetzt weiß, dass das nie passiert wäre. Wir hätten diese Distanz zwischen uns durchbrechen können, um uns näher zu sein als je zuvor.
Aber stattdessen beging ich einen Fehler nach dem Anderen.
Und jetzt, stehe ich hier, mache mir selbst Vorwürfe und weiß, dass meine Einsicht viel zu spät gekommen ist.

Langsam schreite ich den langen Gang entlang, auf Dich zu. Ich kann mein eigenes Herz schlagen hören und ich weiß, dass es nur für Dich schlägt.
Meine Handflächen sind feucht und ich merke, wie mir langsam Tränen in die Augen steigen. Tränen der Angst, Tränen der Enttäuschung und einfache Tränen der Trauer. Ich weine endlos wegen Dir.
Ich weiß, dass hörte sich eben wie ein Vorwurf an... und indirekt ist es auch einer, aber an mich selbst gerichtet. Du trägst an nichts die Schuld.
Ich habe jetzt die Treppen erreicht, das einzige Hindernis, dass mich jetzt noch von Dir trennt.
Habe ich Dir heute schon gesagt, dass ich Dich liebe?
Ich tue es, und ich habe es IMMER getan.

Ich hatte genug Zeit um mir Gedanken darüber zu machen und ich habe festgestellt, dass ich Dich tatsächlich nicht von Anfang an geliebt habe. Nein... ich hielt Dich für arrogant, besserwisserisch und verrückt. Aber mit der Zeit habe ich festgestellt, dass ich das nur aufgrund der Vorurteile glaubte. Ich lernte Dich besser kennen und ich lernte Dich lieben. Und ich habe Dich so geliebt wie NIE jemanden zuvor... und das tu ich auch jetzt noch.

Ich kann mich an die Geschichte erinnern, die Du mir einmal erzählt hast. Du hast sie mir in unserer ersten, gemeinsamen Nacht erzählt und obwohl ich diese Legende schon kannte, hattest Du es mal wieder geschafft, etwas ganz Besonderes und Einmaliges daraus zu machen.
Früher hatten alle Menschen vier Arme, vier Beine, vier Augen, zwei Flügel und zwei Herzen. Du sagtest, Menschen wären Engel gewesen. Irgendwann kam der Urknall, der alles sprengte. Jeder Mensch wurde in zwei Hälften getrennt und wurde zu dem, was wir heute sind. Unser Instinkt wurde uns genommen, trotzdem suchen wir unbewusst nach unserer Vollständigkeit... nach unserem Seelenverwandten, der uns wieder komplett macht.
Und sobald jeder den passenden Teil zu sich selbst gefunden hat, könnten wir fliegen, wenn wir uns ganz fest umarmen.
Ich bin in jener Nacht geflogen... gemeinsam mit Dir.

Vorsichtig und nervös stelle ich mich auf die erste Stufe, um Dir noch näher zu sein. Die erste Träne rollt nun über meine Wange und ich muss mich zurückhalten, dass ich nicht anfange zu schreien. Vielleicht würde es mir helfen den inneren Druck etwas zu bekämpfen, aber ich möchte Dich nicht wecken.
Ich hole tief Luft, bringe schließlich auch die letzten Stufen hinter mich und sehe Dich. Du bist wunderschön.
Du hast dieses typische Lächeln im Gesicht und ich trete näher an Dich heran, um Dich berühren zu können. Ich greife zaghaft nach Deiner Hand, verstricke sie mit der meinen und sehe Dich einfach nur an.

Ich erinnere mich an unseren letzten, gemeinsamen Abend. Wir haben wieder eines unserer tiefen, intimen Gespräche geführt. Du hast mich sanft auf die Wange geküsst und gesagt, dass Du nur einmal von mir hören möchtest, wie ich Dir meine Gefühle offenbare... ein einziges "Ich liebe Dich"...!
Ich wendete mich von Dir ab, trat an das Fenster, und sah hinaus.
Wieder suchtest Du alle Schuld bei Dir... wie Du es immer getan hast. Ich konnte hören, wie Du nach Deiner Jacke gegriffen hast, doch bevor Du gingst, fragtest Du mich, was ich denn lieben würde.
Ich drehte mich zu Dir, stellte mich direkt vor Dich und antwortete mit "Mein Leben".
Du nicktest enttäuscht, strichst mir das letzte Mal eine Haarsträhne hinter mein Ohr und verließt meine Wohnung.
Ich kam nicht dazu, Dir zu sagen, dass ich mit "Mein Leben" Dich gemeint habe.
Du wirst es nie erfahren....

Ich habe es tatsächlich geschafft, mich neben Dich zu legen... in das, was nun Dein Bett ist. Mein Kopf ruht auf Deiner Brust und ich glaube für einen Moment, dass ich neben meinem, auch den Deinen Herzschlag hören kann.
Deine Hand halte ich noch immer fest in der meinen und ich kann Dich sogar riechen. Ich rieche wahrhaftig DICH und nichts Anderes.
Wie wohl und geborgen ich mich bei Dir fühle... selbst jetzt noch.
Ich schließe meine Augen und möchte für den Rest meines Lebens bei Dir bleiben.

Meine rechte Hand tastet sich langsam an meine rechte Hüfte und fährt über den Halfter. Ich setze mich aufrecht hin, umgreife meine Waffe und ziehe sie hinter meinem Blazer hervor.
Meine Tränen rinnen nun ungestoppt über mein Gesicht, tropfen auf Deine Krawatte, auf Dein Hemd, treffen Deinen Hals und landen schließlich auf Deinen Lippen.
Ich beuge mich über Dich, küsse die einzelne Träne von Dir, berühre Deinen Mund mit meiner Zunge... ein letztes Mal.
Ich streiche über Deine Wange, berühre Deine Haare, atme das letzte Mal Deinen Duft ein und sehe Dich an.
Das Bild, welches die Augen vor dem Tod zuletzt sehen, wird für immer darin erkennbar sein. Ich möchte, dass DU darin zu erkennen bist.

Ich hebe langsam meine Hand an, deute mit dem Lauf direkt an meine rechte Schläfe und taste nach dem Abzug.
Du bist mein Leben... und ohne Dich möchte ich nicht hier sein.
Nur vereint sind wir stark genug um zu fliegen.

Ich drücke ab.

Mit dem Laut des Schusses beginnt die Kirchenorgel eine Melodie zu spielen, und wenig später höre ich Stimmen. Stimmen die singen...

Ich rieche nun neben dem Deinen Duft den Geruch meines Blutes.
Und sehe zu Dir empor. Mein Kopf liegt wie zuvor auf Deiner Brust...
Ich öffne meinen Mund, räuspere mich, geschwächt vom schnellen Verlust meines Blutes und schaffe es, die drei Worte zu Dir zu sagen, die Du einmal im Leben hören wolltest:
"Ich liebe Dich Mulder!"

Danach schließe ich meine Augen, und lausche, die übrig bleibende Zeit meines Lebens, dem Text des Liedes...


 

The lamp is burning low upon my table top
Snow is softly falling
The air is still in the silence of my room
I hear your voice softly calling
If I could only have you near to breathe a sigh or two
I would be happy just to hold the hands I love
On this winter night with you
Smoke is rising in the shadows overhead
my glass is almost empty
I read again between the lines upon each page
the words of love you sent me
If I could know within my heart that you were lonely too
I would be happy just to hold the hands I love upon this winter night with you
The fire is dying,  my lamp is growing dim
shades of night are lifting
The morning light steals across my windowpane where webs of snow are drifting
If I could only have you near to breathe a sigh or two
I would be happy just to hold the hands I love
On this Winter’s night with you
And to be once again with you.

(by Sarah McLachlan & Jewel)

The End


Wer das Lied "Song for a winter's night" kennt... versteht vielleicht, warum ich es in diese Fic mit eingearbeitet habe...!

Oh Gott... wie kann ich nur so grausam sein, und meine beiden Süßen sterben lassen?
Ich verspreche, in meiner nächsten Fic werden sie sich wieder bester Gesundheit erfreuen *bg*


Fortsetzung in Arbeit…