Titel: Happy new year!
Autor: DAS Sam
Kontakt:
Sam5484@hotmail.com
Archiv: Gib mir ein S, gibt mir ein o, gib mir ein X! SoX!!!
Rating: /
Genre: MSR ( wie sollte es auch anders sein? *g*)
Spoiler: Kleines bissel Arcadia
Short-Cut: Scully und Mulder begrüßen das neue Jahr.

Anm. der Autorin:
Diese Story habe ich in den Untiefen meines Computers wiedergefunden. Das war meine aller erste FF die ich je geschrieben hab. Ich hab sie so gelassen wie sie ist. Also erwartet keine Meisterleistung!



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happy new year!

"Hey, Mulder! Wusstest du, dass im letzten Jahr 6 Teenager spurlos verschwanden, nachdem sie auf dieser Lichtung ihren Schulabschluss feierten? Die Polizei vermutete irgendeinen Irren, der sie alle nacheinander abgemetzelt haben soll, aber..."
"Lass mich raten!" unterbrach ihn Mulder in seiner Tirade. "Aber du weißt es besser."
"Genau!" grinste Langley, machte aber sofort wieder ein todernstes Gesicht. "Sie wurden entführt."
Scully prustete los und selbst Mulder tat es ihr nach.
"Langley, wenn du so weiter machst, wirst du bald den ehrenswerten Namen "Spooky" tragen."
"Dann halt nicht. Ich wollte dich nur warnen. Wer weiß, was heute Nacht noch alles so geschieht?"
Frohike wandte sich an Scully und wackelte mit den Augenbrauen.
"Ja, wer weiß was heute Nacht noch alles so geschieht..."
Scully lachte.
Sonst waren ihr seine Bemerkungen unangenehm, aber nicht heute. Nicht an diesem Abend. Als Mulder ihr erzählte, dass sie von den Lone Gunmen zum Grillen im Wald eingeladen worden waren, befürchtete sie schon das schlimmste. Aber zu ihrer eigenen Verwunderung verlief der Abend äußerst entspannt. Vielleicht lag es ja auch an den paar Flaschen Bier, die sie schon intus hatte. Sonst trank Scully nie. Höchstens mal auf einer Feier, aber heute Abend war sie einfach in der Stimmung dazu gewesen. So war sie einfach lockerer.
Leise drang aus dem tragbarem Radio der Lone Gunmen Chers Song "Walking in Memphis". Im Rausch des Alkohols sprang Scully auf und zerrte Mulder auf die Beine.
" Mulder, das ist unser Lied!"
Sie zog ihn an sich heran und begann, eine Hand um seine Taille, die andere auf seiner Schulter ruhend, sich langsam mit ihm im Takt der Musik zu bewegen.
Schüchtern und überrascht tat es ihr Mulder schließlich nach. Frohike, Byers und Langley kriegten allesamt den Mund nicht zu.
"Erinnern sie sich noch?" hauchte Scully ihm, mit dem Kopf an seiner Brust ruhend, zu.
"Ja!" murmelte Mulder. "Wie könnte ich das vergessen?"
Er fing an, in Erinnerungen zu schwelgen:
Damals hatten Scully und er einem verunstalteten Mann seinen größten Traum erfüllt. Cher live zu sehen! Als sie den Mann schließlich während ihres Songs "Walking in Memphis" auf die Bühne holte, hat Mulder all seinen Mut zusammengenommen und Scully ebenfalls aufgefordert. Seitdem "reagierten" sie jedes Mal sozusagen auf dieses Lied. Mal mit einem Lächeln, mal mit einer flüchtigen Berührung der Hand....aber nie so wie jetzt. Mulder vermutete stark, dass Scullys sonderbares Verhalten vom Alkohol herrührte, sagte jedoch nichts. Als das Lied endete sah Scully lächelnd zu ihm auf, nahm in bei der Hand und führte ihn zurück zu ihrem Platz vor dem Lagerfeuer, wo die Lone Gunmen immer noch fassungslos saßen.
"Wow!" brachte Frohike schließlich hervor.
Munter köpfte Scully im verlaufe des abends 3 weitere Flaschen Bier, während sie den verdatterten Mulder die ganze Zeit über mit Weintrauben und Käse fütterte.
"Besteht für mich auch die Chance gleich gefüttert zu werden?" fragte Frohike so verführerisch wie möglich.
" Ni..nix da!" lallte Scully. "Ich füttere nur mein Foxilein..."
"Scully hat heute wirklich gute Laune."
warf Byers trocken ein.
"Von wegen gute Laune! Stockzu, das ist sie. "Mulder stand auf und zog Scully hoch.
"Kommen Sie. Ich bringe Sie in ihr Zelt."
" Na, Sie gehen ja ran Mulder." Er stütze sie bis zum Zelt, öffnete es, sah zu, wie sie unbeholfen in den Schlaf sack kroch und ihn anschließend mit dem Finger bedeutete näher zu kommen.
"Was ist Scully?" wollte Mulder fragen, doch schon hatte sie ihre Hände um seinen Hals geworfen und begann ihn stürmisch zu küssen.

Entschlossen löste sich Mulder von ihr.
"Was ist Fox? Lass uns unartig sein..."
"Nein!" sagte Mulder entschieden.
"Willst du mich denn nicht?"
Langsam versuchte sie ihre Bluse zu öffnen, doch Mulder hielt sie zurück und schloss den obersten wieder.
"Mehr als alles andere." antwortete er, in der Gewissheit, dass sie es morgen sowieso vergessen haben würde. "Aber ich will dich wenn du wieder bei klarem Verstand bist. Wenn du,...ohne Alkohol, dazu bereit bist."
Sie schaute ihn aus ihren großen blauen Augen verständnislos an.
"Schlaf schön, Scully!"
Er beugte sich zu ihr herunter und hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. Als Mulder wieder aufsah stellte er, nach einem kontrollierendem Blick fest, dass sie schon eingeschlafen war und kletterte langsam aus ihrem Zelt.

Wie Mulder vermutet hatte, konnte sich Scully am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern. Nach seinem Befinden war das auch gut so. Schließlich hatte er in ihrem Zelt offen über seine Gefühle gesprochen.
Die alkoholisierte Scully wollte ihn- aber was war mit der nüchternen?

Nach diesem ereignisreichen Wochenende folgte eine lange und ermüdendende Arbeitswoche. Der einzige Lichtblick waren die Ferien, welche für Mulder und Scully nächste Woche beginnen sollten.

Jetzt war es endlich soweit. Freitag!
Nur noch..." Mulder schaute auf die Uhr."1min..30sek...10sek..1sek...."
Scully kam ins Büro gestürmt: "Ferien, Partner!"
"Gott sei dank..."
"Meine Mutter lässt übrigens fragen, ob Sie nicht Lust hätten mit uns Silvester zu feiern."
"Ich weiß nicht ,Scully..."begann Mulder zögernd. "Bill..."
"Ach was! "Scully machte eine bedeutungslose Geste mit der rechten Hand. "Bill muss sich damit abfinden. Er hat nicht zu entscheiden mit wem ich meine Freizeit verbringe. Und, Mulder.. "sie schaute ihm geradewegs in die Augen. Offen und ehrlich."...ich möchte sie mit Ihnen verbringen."
Mulder schnürte ihr Blick die Kehle zu.
"OK." grinste er schließlich. "Wann geht’s los?"
"Am besten gleich nachdem wir hier raus sind. Es soll heute Abend ein Schneegestöber geben und ehrlich gesagt möchte ich vorher ankommen.
Sie lächelten sich an, als Doggett das Büro betrat, und somit das vertraute Geplänkel unterbrach.
Mulder konnte einfach nicht anders!
Sobald er Doggett sah, musste er immer an Mr.Spock denken. Die Ähnlichkeit der Ohren war, seiner Meinung nach, unverkennbar und diesmal konnte er sich einfach nicht zurückhalten. Lauthals pfiff er die Titelmelodie von "Raumschiff Enterprise".
Scully stieß ihn mit einem geübten Schwung in die Rippen und sah ihn mit gespielter Strenge tadelnd an.
"Na, Sie scheinen ja gut drauf zu sein, Agent Mulder."
"Wundern Sie sich darüber, Agent Doggett? Ich habe frei, fahre mit Scully zu ihrer Mutter..."
"Schön für Sie!" erwiderte Doggett. "Ich bin eh nur hier um ihnen beiden einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. ICH werde nämlich mit Agent Reyes in die Berge fahren ein paar alte Freunde besuchen."
"Na, dann. Viel Spaß."
Ich finde Agent Doggett und Reyes passen gut zusammen." schnitt Scully das Thema während der Autofahrt wieder an. "Ein süßes Paar."
"Wobei ich ein wenig Mitleid für Agent Reyes empfinde..."
"Ach, Mulder. Sie sind gemein!"
"Nein, war bloß ein Scherz. Ich finde auch, dass sie gut zusammenpassen."
Um 20 Uhr erreichten sie endlich das Haus von Scullys Mutter. Mrs.Scully hörte das Auto schon die Auffahrt herauffahre und öffnete die Tür.
"Dana, Liebling!" Sie schloss ihre Tochter in die Arme. Dann wandte sie sich Mulder zu und umarmte ihn ebenfalls.
"Fox, mein Junge. Ich bin so froh, dass ihr es noch vor dem Schneesturm geschafft habt. Kommt rein!"

"Hallo, kleine Schwester!" Bill saß im Wohnzimmer und Scully sprang in seine Arme.
"Denk dran, ich bin älter als du..."
Bills Augen wurden kalt, als er den Blick auf Mulder richtete.
"Fox..."
"Hallo, Bill!" versuchte Mulder so höflich wie möglich hervorzubringen.
Doch seine Frau Tara ließ sich nicht beirren. Nachdem sie Dana zur Begrüßung auf die Wange geküsst hatte, tat sie dies auch bei Mulder.
"Abendessen ist fertig. "rief Mrs.Scully, offenbar glücklich über ihr zusammensein, aus der Küche.

Mulder lag im Bett des Gästezimmers und versuchte einzuschlafen, als er ein leises Klopfen an der Wand vernahm, welches von Scully herrühren musste, da sie das Zimmer direkt neben ihm hatte.
Er grinste und klopfte zurück. Das Spielchen ging eine ganze Weile so, bis er, kaum vernehmbar, Scullys Stimme durch den Lüftungsschacht hörte.
"Komm rüber!"
Leise stand Mulder auf und tat wie ihm geheißen. Ihre Tür lehnte nur an und Mulder trat vorsichtig hinein.
"Scully?"
Vorsichtig schloss er die Tür.
"Hey, Scully!"
Blitzschnell kam sie aus einer dunklen Ecke und sprang ihm auf den Rücken, woraufhin Mulder mit ihr zusammen auf dem Bett landete.
"Scully, sind Sie verrückt? Bill wird mich töten, wenn..."
"Nun fangen Sie doch nicht damit wieder an." seufzte Scully. Dann fügte sie mit einem verschmitztem Lächeln hinzu:
"Ich bin schon ein großes Mädchen und kann alleine entscheiden!"
"Na, das glaube ich Ihnen ab jetzt..."
"Ähm...Mulder?"
"Ja?"
"Wissen Sie, was ich jetzt gerne mit Ihnen machen würde?"
"Nein..."
"Wollen Sie, dass ich es Ihnen zeige?"
Mulder starrte sie einen Augenblick lang ungläubig an, doch dann nickte er...

Lachend sprang Scully auf seinen Schoß und fing an ihn durchzukitzeln.
Das ließ Mulder sich nicht gefallen! Er tastete nach ihren Hüften und startete einen Gegenangriff. Scully quietschte und sie fielen beide lachend vom Bett nicht darauf bedacht, wie laut sie waren.
Mulder landete auf Scully und erst langsam kamen sie wieder zu Atem.
Er strich ihr liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
"Sie und ihre Ideen, Scully..."
"Das habe ich früher immer mit meiner Schwester gemacht." erwiderte sie und sah in seine Augen. In die unendliche Tiefe dieser haselnussbraunen Augen...

In diesem Moment stürmte Bill, gefolgt von seiner Frau Tara, das Zimmer.
Mulder schrak auf, doch Scully blieb gelassen und hielt ihn weiter auf sich.
Bill fielen fast die Augen aus dem Kopf.
Dieser Fox Mulder lag auf seiner geliebten Schwester.
"Was tut ihr da?" stieß er hervor. "Mein Gott, was tut ihr da?"
Mulder wollte das ganze Missverständnis aufklären, doch Scully kam ihm zuvor.
"Wonach sieht es denn für dich aus, Bill?"
"Ihr habt...ihr..wolltet...?"Sprachloses Entsetzten spiegelte sich auf Bills Gesicht wieder.
"Bill!" sagte Scully mit fester Stimme. "Du musst einsehen, dass ich erwachsen bin."
Bill hatte sich wieder gefasst.
"Tu ich ja, Dana. Das tu ich ja. Aber doch nicht dieser Kerl. Nicht er. Warum, in Gottes Namen, er?"
Mulder wurde die ganze Sache langsam unangenehm. Scully presste ihn immer noch an sich, währen Bill wutschnaubend wie ein Stier in der Tür stand. Doch sie schien das nicht zu stören.
"Warum nicht er, Bill?"
"Weil...weil du ihm all deine Leiden verdankst."
Scully spürte kalte Wut in sich hoch steigen. "Er ist der einzige, der mich glücklich macht. Der mich meine Probleme vergessen lässt."
Darauf hatte selbst der schlagfertige Bill keine Antwort mehr.
"Lass uns jetzt bitte allen." fügte Scully hinzu.
"Komm schon, Bill." Tara legte ihm beschwichtigend eine Hand auf den Arm. "Lass sie in Frieden."
Verärgert machte Bill auf der Achse kehrt und knallte die Tür ins Schloss. Scully seufzte erleichtert auf.
"Puh, Scully, das war ja Filmreif..."
Sie sah ihn an.
"Es musste sein, Mulder. Er hat nicht verstanden..."
"Was verstanden?"
"Sag ich ein anderes Mal."
Mulder wollte gerade aufstehen und sich in sein Zimmer begeben, als Scully ihn zurückhielt.
"Sie können jetzt nicht gehen! Das will Bill doch nur. Aber die Befriedigung möchte ich ihm nicht geben."
"Aber, Scully.. er denkt das wir..."
Scully lachte, während sie Mulder über die Wange strich.
"Sie machen sich viel zu viele Gedanken. Und wenn schon. Mich stört’s auf jeden Fall nicht."
Also kuschelten sie sich beide ins Bett. Es war eisig kalt. Scully schlang ihre Arme um Mulder und er tat es ihr nach. Bald waren sie ein einziges Knäuel, so dass Scully sich fragte, wie sie es am nächsten Morgen schaffen würden sich zu entknoten. Doch ihre Mühe wurde belohnt, da es schon bald wärmer wurde.
"Gute Nacht, mein Bienchen!" flüsterte Mulder zärtlich.
Scully kicherte.
"Gute Nacht, mein Bärchen."
Der nächste Tag verlief einigermaßen entspannt ab, wenn man davon absah, dass Scully und Bill kein Wort mehr miteinander redeten.
Scully und Mulder gingen händchenhaltend spazieren, trugen eine Schneeballschlacht aus, tranken heiße Schokolade und saßen, in einer Decke eingewickelt, engumschlungen am Kamin.
Die ganzen Berührungen schienen, nach dieser Nacht, auf einmal selbstverständlich.

Der Zeiger rückte nun immer mehr auf den Jahreswechsel zu. Bald würde ein neues Jahr anfangen.
Scully, Mulder ,Mrs.Scully und Tara standen schon vor der Tür des Hauses, um pünktlich die Raketen steigen zu lassen, die Bill gerade von drinnen holte. Als Scully verkündete, dass ihr kalt sei ging Mulder zurück ins Haus, um ihr einen Schal zu holen.
Dabei lief er Bill über den Weg.
"Ähm...Fox?"
"Ja?" Mulder drehte sich um und sah ihn fragend an. Bill schaute betreten zu Boden.
"Es tut mir leid. Tara hat mir erst klar gemacht wie blöd ich war und dass ich Sie nicht für alles verantwortlich machen kann was schief läuft. "Er holte einmal tief Luft. "Sie bedeuten meiner Schwester sehr viel und ich habe eingesehen, dass Sie nun mal der Einzige sind, der diesen Sturkopf glücklich machen kann. Also, können...können wir nicht einfach alles was vorgefallen ist vergessen und noch einmal von vorne anfangen?"
Mulder lächelte erleichtert.
"Sicher!"

Als Mulder mit Scullys Schal wieder aus dem Haus kam, war Bill gerade dabei die Raketen in alte Bierflaschen zu stellen, um sie rechtzeitig zünden zu können.
Mulder reichte Scully den Schal und erzählte ihr von seiner Begegnung mit Bill. Zuerst schaute sie verwundert, dann lief sie freudig auf ihren Bruder zu und schloss ihn in die Arme.
"Danke, Bill! Danke, dass du das getan hast. Das du dich mit Mulder vertragen hast. Das...bedeutet mir sehr viel."
"Ich weiß!" antwortete Bill und bückte sich um ihr ins Ohr zu flüstern. "Ich lag falsch. Mulder ist ein prima Kerl. Schmeiß dich ran, kleine Schwester. Werd endlich glücklich."
Scully grinste und kehrte zu Mulder zurück, der sofort einen Arm um ihre Schultern legte.
10,9,8,7,6,5,4,3,2,1...
"HAPPY NEW YEAR!"
"Frohes neues Jahr, Scully."
"Ihnen auch, Mulder!"
Sie umarmten sich glücklich.
"Wollen Sie jetzt wissen, was mein Bruder nicht verstanden hat?"
"Sicher..."
"Er hat nicht verstanden, dass...ich Sie über alles liebe und meine Gefühle seinetwegen nicht abstellen konnte...und es auch nicht wollte."
Mulder fühlte Schmetterlinge in seinem Bauch umherflattern, aber es waren so viele, dass er eher an einen ganzen Schwarm dachte.
"Ich liebe Dich auch, Scully."
Sanft nahm er ihren Kopf in beide Hände führte sie an sich heran.
Scully schlang ihre Arme um seine Taille und sie versanken in einen ersten, zaghaften Kuss.....

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Wow, ihr habt es geschafft euch durch dieses kleine Stück Text zu kämpfen. Hut ab! J