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Short-Cut:


Anmerkung von Daisy:











Anmerkung von Rieke:
Daisy & Rieke
ywollmarker@yahoo.de & RiekeX@gmx.de
MSR, Mrs. Scully POV, Post-Epi, Humor
G-6
All die Personen, die hier vorkommen, gehören nicht mir, sondern dem wahnsinnig genialen Chris Carter. Halleluja! Gott segne ihn für seine Genialität!!! *lol*
Alone/Augenlicht. Diese Fic spielt an einem Abend dieser Folge. Und ein kleines bisschen Redux II.
Habt ihr euch denn nie Gedanken gemacht, was zwischen Mulders Wiederauftauchen und der Geburt von William alles hätte passieren können... ach ja, und entgegen der deutschen Übersetzung sind M & S nicht per SIE, logo, oder?
Es könnte ja auch mehr passieren als nur das, was Chris uns in einer Folge zeigt, nicht....
Es war gar nicht so einfach, Mulder plötzlich Fox zu nennen, aber da der Großteil dieser Geschichte von Mrs. Scullys Sicht aus geschrieben ist, musste ich ihn eben Fox nennen. Für alle, die genauso verrückte Ideen haben wir ich! MSR forever!!!!! Ein ganz besonderer Dank geht auch diesmal wieder an Rieke! Sie hat mich auf Knien angefleht, gewisse Dinge in dieser FF NICHT zu schreiben. Da ich lernfähig bin, habe ich mir ihre Worte zu Herzen genommen...... Danke Rieke, ohne deinen Test wäre es nicht das geworden, was es ist! Und... natürlich nicht zu vergessen, XMX, die durch die wenige Zeit, die sie im Moment für mich hat gar nicht so unschuldig an dem Geschreibsel hier ist. Ach ja, und WOD und trustno1 nicht zu vergessen... lang lebe icq Yep es lebe ICQ!
Mein dank geht zurück an Daisy. Danke, dass du mein Flehen erhört hast. Danke, dass du immer wieder so viel vertrauen in mich setzt. Solltest du mal wieder Hilfe brauchen, du kannst jederzeit mit mir rechnen. Auch nicht vergessen möchte ich die ganze Bande aus dem Pro Sieben Forum, die mich immer wieder auf die besten Ideen bringen.

Blickkontakt


Scullys Appartament
18:17 Uhr

Es klopfte und Scully öffnete die Türe. Es war Mulder.
"Hi, fertig?"
"Ja, ich hol nur meine Schlüssel."
"He, vergiss das nicht."
Mulder nahm ein Kissen von der Couch und schob es
sich unter den Pullover.
"Rücken entspannen, einatmen, ausatmen..."
"Wieso weißt du all diese Dinge Mulder?"
"Ich bin arbeitslos, ich hab viel Zeit."
Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: "Oprah. Ich schaue viel Oprah."
Scully lächelte etwas gequält.
"Danke, das du das für mich machst."
"Was ist los?"
"Ich weiß nicht, äh... vielleicht sind es die Hormone... oder... ich bin einfach... es ist nur... ich fühl mich einfach so komisch bei all dem."
"This... having a baby this?" (SORRY, aber dieser Satz MUSSTE jetzt in Englisch sein *g*)
"Nein, nein. Den Job zu verlassen, glaube ich. Ich meine, ich... als ich heute das Büro verlassen habe fühlte ich mich wie ein Deserteur."
"Du hast deine Schuldigkeit dort getan Scully. Bist du besorgt um Agent Doggett?"
Scully nickte.
"Ja, weißt du, die ganze Zeit, die ich dort war, hatte ich jemanden, der mir Rückendeckung gegeben hat."
"Ich wette, Agent Doggett kann auf sich selbst aufpassen. Er ist ein großer Junge. Du solltest Dich jetzt um unseren kleinen Jungen kümmern. Oder das kleine Mädchen? Junge? Oder Mädchen?"
Scully lächelte schwach, sagte aber nichts.

2 Stunden später:

Washington

Lachend kamen Mulder und Scully aus dem Gebäude, wo sie gerade an dem Lamaskurs teilgenommen hatten. Mulder hatte es geschafft, Scully von ihrer miesen Laune zu befreien. Er hatte alle Übungen mit der umsichtigen Genauigkeit eines weisen Mannes gemacht, aber nicht ohne immer wieder kleine, verhaltene und verrückte Wortspiele fallen zu lassen. Scully war es immer schwerer gefallen, nicht einfach laut loszulachen.
Ihr tat der Rücken weh, und der Bauch. Sie war sich selbst nicht sicher, ob das nun an der Schwangerschaft, den Übungen oder dem verhaltenen Lachen lag.
"Hast du Hunger Mulder?"
"Das fragst du noch? Ist nicht jeder werdende Vater am verhungern?"
"Woher soll ich das wissen? Was ist, hast du Lust, zu meiner Mom zu fahren. Sie hat dich noch nicht wieder gesehen, seit du... ähm... seit..."
"Seit ich von den Toten auferstanden bin, ist es das, was du sagen wolltest Scully?"
"Halt die Klappe Mulder und fahr einfach los..."

20 Minuten später
Mrs. Scullys Haus

"Mom, hier ist jemand, der dich gerne begrüßen würde!"
Mrs. Scully fiel Mulder um den Hals.
"Fox! Gott, ich freu mich so, dich wieder zu sehen! Kommt rein ihr beiden. Hab ihr Hunger?"
Mulder warf Scully einen wissenden Blick zu.
"Was hat dieser Blick zu bedeuten? Könnt ihr mir das verraten?"
"Nein Mom, würdest du doch nicht verstehen..."

Gedanken von Mrs. Scully:

Nachdem wir gegessen hatten und Fox die halbe Lasagne fast alleine verschlungen hatte, ohne auf die anzüglichen Bemerkungen von Dana einzugehen, machten wir drei es uns im Wohnzimmer bequem. Ich setzte mich in den Lehnsessel, während Dana schwerfällig neben Fox auf der Couch Platz nahm, ihre Schuhe auszog und ihre Füße auf Foxs Oberschenkel plazierte. Fox warf ihr einen fragenden Blick zu und erntete dafür einen erklärenden Blick von Dana. Ich hatte die beiden beobachtet und fragte mich wieder einmal, wie es möglich war, dass zwei Menschen, die unterschiedlicher gar nicht sein konnten, sich ohne Worte so gut verständigen konnten. Nachdem ich mich vorhin beim Essen danach erkundigt hatte, wie es denn möglich war, dass Fox noch am Leben war, wo ich doch selbst noch vor kurzem an seinem Grab gestanden hatte und als Antwort wieder nur ausweichende Erklärungen gekriegt hatte, stellte ich mit einem mal fest, wie entspannt meine Dana heute Abend wirkte. Ich war mir bewusst, das dies vor allem an Fox lag. Wusste, wieviel er Dana bedeutete. In meinem Herzen war ich davon überzeugt, dass er der Vater dieses ungeborenen Wesens war, dass Dana unter ihrem Herzen trug. Ich konnte mir zwar nicht erklären, wie dies möglich sein konnte, doch im Grunde genommen, wollte ich darüber auch gar nicht nachdenken. Schon die Arbeit der beiden an diesen X-Akten hatte ich noch nie ganz verstanden, aber bei dieser Schwangerschaft und Fox Rückkehr aus dem Reich der Toten war ich mir nicht einmal sicher, ob ich es überhaupt verstehen wollte.
Mein Sohn Bill missbilligte Danas Lebenswandel aufs äußerste und Fox konnte er überhaupt nicht leiden. Bill gab Fox noch immer die Schuld an all den schlimmen Dingen, die unserer Familie und Dana selbst zugestoßen waren: Melissas Tod, Emilys Tod, Danas Krebs,...
Während mir all diese Gedanken durch den Kopf gingen, beobachtete ich weiterhin Dana und Fox. Dana hatte für einen Moment die Augen geschlossen und als sie diese danach wieder öffnete, sich zu Fox drehte und ihn kurz anblickte, stand dieser auf, nahm eine Decke vom Sessel ihm gegenüber und wickelte Dana darin ein. Dankbar blickte sie ihn mit einem Lächeln im Gesicht an.
"Ist dir kalt Liebes?"
"Nein Mom, wirklich nicht. Ich hatte nur das Bedürfnis, es noch ein wenig gemütlicher zu haben."
Sie hatten es schon wieder getan. Wieder hatten sie sich wortlos, nur mit einem tiefen Blick in die Augen des anderen, verständigt. Ich schweifte mit meinen Gedanken zurück an den Tag, als Dana so schwer an Krebs erkrankt in der Klinik lag. Ich hatte schon fast jede Hoffnung für sie aufgegeben als sie anrief um mir zu sagen, das ihr Krebs sich zurückgebildet hatte und das sie leben würde. Daraufhin hatte ich sofort Bill angerufen um ihm von dem Wunder, was es für mich war, zu berichten. Und wir beschlossen uns im Krankenhaus zu treffen um Dana gemeinsam zu besuchen. Ich fuhr also in die Klinik. Auf dem Gang in dem Danas Zimmer lag angekommen, sah ich einen Mann durch die Tür in ihr Zimmer verschwinden. In dem Glauben es sei Bill wollte ich ihm nacheilen, doch als ich das kleine Sichtfenster erreichte und kurz hindurchspähte sah ich das es nicht Bill sondern Fox war, der bei Dana war. Ich stoppte vor dem Fenster, denn ich hatte plötzlich irgendwie das Gefühl jetzt zu stören, konnte mich aber nicht dazu bringen meine Augen von dem Fenster zu nehmen und das Geschehen darin zu verfolgen. Damals hatte ich es zum ersten Mal gesehen, dieses wortlose Verständnis. Fox war mit einem äußerst besorgtem Gesichtsausdruck zu Dana gekommen. Offenbar hatte sie ihm noch nicht gesagt was los war. Doch als er Dana in die Augen sah, begann er zu lächeln. Sie sagte kein Wort, kein einziges Wort, aber er schien genau zu wissen was sie sagen wollte. Sie setzte sich in ihrem Bett auf und Fox setzte sich neben sie auf die Bettkante. Sie blieben einen Moment so sitzen und sahen sich an. Dann, wie auf ein geheimes Kommando hin, umarmten sie sich. Ich konnte zwar nur das Gesicht von Fox sehen, doch ich erkannte das Dana ihm etwas ins Ohr sagte. Fox lächeln vertiefte sich. Ich weiß natürlich nicht was sie ihm damals gesagt hat, aber ich bin mir sicher, dass es für Fox die Bestätigung war von all dem was er zuvor in ihren Augen gesehen hatte. Damals habe ich zum ersten Mal eine Ahnung davon bekommen was einander wortlos Verstehen heißt.

Das Feuer knisterte leise im Kamin und hinterließ leuchtende Schatten auf Danas Gesicht. Sie hatte ihren Kopf an Fox Schulter gelehnt und schien die Wärme, die Ruhe und vor allem Foxs Gegenwart einfach zu genießen. Auch Fox machte den Eindruck, als würde er sich sehr wohl fühlen. Ich hatte fast den Eindruck, als würde Fox endlich am Ende angekommen sein. Am Ende von was? Genau in diesem Moment beugte er sich hinüber zu Dana und legte ihr die Hand auf den Bauch. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und als er zu Dana blickte, erwiderte sie dieses mit der gleichen Intensität und dem gleichen Leuchten in den Augen.

Langsam fragte ich mich, ob ich nun auch schon anfing, an Wahnvorstellungen zu leiden. Wie konnte ich etwas gehört haben, dass gar nicht gesagt worden war?
Plötzlich fiel mir wieder der Test aus diesem Magazin ein, den mir die Nachbarin letzte Woche gebracht hatte und den ich zwar gemacht hatte, jedoch feststellen musste, dass ich alles falsch gemacht hatte. Es war einer dieser Test, wo es darum ging, wie gut man einen anderen Menschen, jemand der einem Nahe stand, wirklich kannte. Ich hatte diesen Test für mich und Bill gemacht.
Als ich jetzt Dana und Fox so vor mir sah, da fiel mir eben genau dieser Test wieder ein. Wäre es möglich....
"Dana, Fox... ich habe da letzte Woche so einen Test gemacht...."
"Mom, alles in Ordnung mit dir?" fragte Scully sofort besorgt. Auch in Mulders Augen lag ein ängstlicher Ausdruck.
"Ja, ja natürlich! Es war... Gott, nicht was ihr denkt! Es war ein Test in einem Magazin, wo es darum ging, wie gut man eine andere Person wirklich kennt."
Erleichtert atmeten Mulder und Scully auf. Sie hatten etwas ganz anderes befürchtet.
"Und was war nun mit diesem Test Mom? Mit wem hast du ihn denn gemacht?" fragte sie neugierig.
"Mit mir und Bill, aber ich muss gestehen, es hat nicht besonders gut funktioniert."
Da, schon wieder! Fox hatte Dana angesehen und wieder vermeinte ich die beiden Sprechen zu hören:
"Mom?"
"Äh, ja... also, ich hab mich gerade gefragt, ob ich diesen Test nicht jetzt einfach mal mit euch machen sollte."
"Mom, bitte..." Dana warf mir einen deutlich genervten Blick zu.
"Ach komm schon Scully, das wird bestimmt lustig. Nur zu..." meinte Fox mit einem Kopfnicken in meine Richtung.
So, hatten die beiden jetzt wirklich gesprochen, oder war es wieder nur meine Einbildung gewesen? Ohne weiter darüber nachzudenken, ging ich zur Kommode und suchte nach dem Magazin. Als ich es gefunden hatte, setzte ich mich mit einem Lächeln wieder zurück in den Sessel.
"Ok, ihr zwei. Es ist ganz einfach. Ich stell euch die Fragen und ihr anwortet."
Um den beiden oder vor allem Dana nicht zuviel Zeit für Proteste zu lassen, stellte ich gleich meine erste Frage:
"Erste Frage an dich Fox: welche Augenfarbe hat Dana?"
"Blau. Ein wunderschönes, klares Blau." Er grinste. "Das war leicht!"
"Gut. Erste Frage an Dana: Hat... nein, warte mal. Schließ zuerst die Augen."
"Was soll ich Mom?" Dana verstand nicht, wozu das gut sein sollte. Wenn sie und Mulder unbedingt diesen Test machen sollten, gut und schön, doch warum musste sie dafür die Augen schließen?
"Schließ einfach die Augen Dana! Gut. Jetzt die Frage: Hat Fox sich heute rasiert?"
"Ja, hat er. Ich würde sagen, heute morgen. Stimmts?"
"Yeap!"
"Gut. Fox, würdest du jetzt bitte deine Augen schließen." Er tat sofort was ich verlangte ohne zu protestieren wie Dana.
"Und jetzt sag mir ob Dana heute irgendwelchen Schmuck trägt. Falls ja beschreib ihn."
"Sie trägt nur die Kette mit dem goldenen Kreuz. Darf ich die Augen jetzt wieder aufmachen?"
"Darfs du." Dana griff nach der Kette und präsentierte mir das Kreuz.
"Und noch eine Augenzufrage für Dana."
Mit einem Seufzen schloss sie diesmal auch gleich die Augen.
"Welche Farbe haben die Schnürsenkel von Fox Schuhen?"
"Er hat seine Turnschuhe an. Also weiß. Richtig?"
"Stimmt."
"OK. Fox, du bist wieder dran. Beschreibe die Denkweise des Anderen mit einem Wort!"
"Medizinisch!"
"Dana?"
"Paranoid!"
Für einen Moment begegneten sich die Blicke von Dana und Fox. Ich sah jedoch darin nicht die erwartete Entrüstung, die ich nach der Beantwortung dieser Frage erwartet hatte, sondern sah eine vollkommene Zuneigung, tief und kräftig.
"Okay, lasst mich sehen wie es hier weitergeht." Da die zwei mich etwas aus dem Konzept gebracht hatten musste ich in dem Magazin erst danach suchen, wo ich stehen geblieben war.
"Ah ja, Fox du bist dran. Sag mir doch bitte was Dana deiner Meinung nach am wenigsten kann."
Fox überlegte etwas länger und der Blick den Dana ihm dabei zuwarf war diesmal eindeutig.
hieß er.
"Sie kann nicht singen." Er grinste.
Dana nahm ein Kissen von der Couch, dass neben ihr gelegen hatte und schlug damit auf Fox ein.
"Ist doch so?" Er duckte sich vor ihr, während sie nach mehrmaligem eindreschen mit dem Kissen auf ihn wieder ruhig wurde und nickte.
"Er hat recht."
"Jetzt du Dana. Was kann Fox nicht?"
Sie schielte ihn kurz an und sagte dann ohne zu zögern:
"Gilt es, wenn ich sage, dass er rot von grün nicht unterscheiden kann." Jetzt war sie diejenige die Grinste.
"Ich würde sagen, sie kriegt den Punkt", stimmte Fox zu.
"Nächste Frage: Sie stehen hungrig in einer Konditorei. Sie haben die Auswahl zwischen sämtlichen Kuchensorten. Welche zwei suchen sie sich auf KEINEN Fall aus?"
"Bananencremtörtchen", antwortete Fox wie aus der Pistole geschossen.
"Und Bienenstich", ergänzte Dana.
"Bananencreme und Bienenstich", wiederholten beide einstimmig.
"Seit ihr euch immer gleich so einig?" Es wunderte mich wie sie gerade auf diese Antworten kamen und sich auch noch gegenseitig bestätigten. Es war mir neu, dass Dana keinen Bienenstich mag.
"Nein." kam es im Chor zurück.
Die Reaktion in meinem Kopf darauf wurde wohl an dem äußerst verdutzten Gesichts-ausdruck den ich machte sichtbar. Denn ich merkte wie die beiden darum bemüht waren ihr Lachen zu unterdrücken. Ich beschloss nicht weiter darauf einzugehen, sondern mir gleich die nächsten Frage in dem Magazin vorzunehmen.
"Dana, diese Frage geht an dich. Sie sind durstig und wollen sich etwas zu trinken holen. Dein Partner bittet dich, ihm auch etwas mitzubringen. Für welches Getränk wird er dir ewig Dankbar sein?"
"Eistee." Ich verkniff mir ein Lächeln, als ich Fox Unterkiefer nach unten klappen sah.
"Fox: Der Engländer sagt bei strömendem Regen, es regnet Katzen und Hunde. Wen bzw. was wünscht du dir, dass es für dich mal regnet?
"Schlafsäcke!"
Dana brach in schallendes Gelächter aus und ich schaute verwundert zu den beiden hinüber. Was zum Teufel meinte Fox damit, dass es Schlafsäcke regnen sollte? Dana jedoch hatte diese Antwort anscheinend verstanden, zumindest dem Ausdruck ihrer Augen nach zu schließen.
Ich war wieder total verwundert und die beiden hatten mich auch schon wieder aus dem Konzept gebracht. Langsam fing ich an mich zu fragen, ob Bill nicht doch recht hatte und Dana nicht auch schon anfing, sich paranoid zu benehmen. Schlafsäcke! Ich wandte mich der nächsten Frage zu.
Sie sind mit dem Auto unterwegs Richtung Nirgendwo. Ihr Auto bleibt plötzlich stehen, der Motor fällt aus und auch das Radio. Was denkt ihr, ist die Ursache für diesen Ausfall? a) die Zündkerzen b) die Hydraulik, c) Motorschaden
"9 Minuten"
"9 Minuten"
Wieder verwirrt blicke ich von einem zum anderen.
"a,b oder c?"
"9 Minuten"
"9 Minuten"
"Aber das ist doch keine Antwort auf die Frage!"
"Die beste und einzige, die wir ihnen geben können, Mrs. Scully."
Ich verstand das nicht, also verbiss ich mir meinen Kommentar und ging zur nächsten Frage.
"Wenn sie für einen Tag jemand anderer sein könnten wer wäre das?"
"Mrs.Scully, darf ich die Frage für Scully beantworten?" Danas eindeutiges Nicken ersparte mir die Antwort. Also wendete ich mich wieder zu Fox, der grinsend antwortete:
"Eleanor Roosevelt! Stimmts Scully?" Wieder ein Nicken aus Danas Richtung.
"Darf ich dafür für Mulder antworten, ja? Gut... Eddie von Blundht!"
"Scully!"
"Dana! Wer bitte ist denn Eddie van Blundht???
Dana grinste. "Eddie ist jemand, der Mulder zum verwechseln ähnlich ist...ähm, sieht...ähm, wenn er das möchte meine ich."
Der Ausdruck auf Foxs Gesicht in diesem Augenblick wäre wirklich ein Foto wert gewesen!
"Und warum bitte schön sollte Fox jemand sein wollen, der sowieso aussieht wie er? Das ist doch Blödsinn Dana!"
"Glaub es einfach Mom, er würde wie Eddie sein wollen...hihi..zumindest wolle er einmal...früher so sein."
"Lassen sie die Antwort gelten Mrs. Scully. Scully hat schon recht, es gab Zeiten, da wollte ich so sein...wie Eddie...hihi...aber ohne Schwanz!"
Während nun alle beide in schallendes Gelächter ausbrachen, verstand ich gar nichts mehr."
"Wie viele Fragen hast du den noch, Mom?
"Nicht mehr viele. Fox, würdest du mir bitte eine liebenswürdige, aber nervende Eigenart von Dana nennen."
"Wo soll ich da anfangen?" Fox schielte grinsend Dana an, die drohend, aber lächelnd wieder nach dem Kissen neben ihr griff.
"Ihr skeptisches mit-den-Augen-rollen. Wenn sie mich mal wieder für verrückt hält." Fox duckte sich schon mal vorsorglich, bekam aber diesmal das Kissen nicht zu spüren, sondern eben genau diesen Blick den er gemeint hatte.
"Und das selbe für dich Dana. Eine Unart von Fox."
"Seine Dekoration der Zimmerdecke im Büro", antwortete sie trocken.
Ich verstand absolut nicht was Dana damit meinte. Ich war noch nie in ihrem Büro gewesen, aber das die Zimmerdecke dekoriert sein sollte verwunderte mich.
"Eure Bürodecke ist dekoriert?" fragte ich deshalb nochmal nach.
"Nein." Das kam von Fox.
"Aber Dana sagte doch gerade..."
"Natürlich ist sie das", erklärte Dana, nahm das Kissen und Fox bekam den nächsten Hieb. "Mit deinen Bleistiften."
Fox warf Dana einen dieser der mir inzwischen bekannten Blicke zu und beide brachen wieder in Gelächter aus.
Bleistifte? In der Decke? Ich hätte wohl lieber doch nicht nachfragen sollen. Mit einem erneuten Blick in das Heft vor mir stellte ich fest, dass keine Frage mehr offen war.

Verschlafen richtete ich mich auf.
"Das war die letzte Frage."
"Und? Was hast du jetzt über uns herausgefunden?"
Nachdem ich kurz zu den Ergebnissen vorgeblättert hatte, legte ich das Magazin auf den Tisch, erhob mich mit einem wissendem Lächeln und ging Richtung Türe.
"Das müsst ihr schon selbst herausfinden"
Damit drehte ich mich um und wollte die Türe hinter mir schließen. Doch irgendetwas hielt mich im letzten Moment davon ab. Ich konnte nicht umhin mich zu fragen, was jetzt wohl weiter geschehen würde. Dana sagte mir so wenig, verschwieg mir soviel. Vielleicht... ja, vielleicht war das hier jetzt die Möglichkeit, etwas in Erfahrung zu bringen, dass Dana mir nicht sagen wollte oder nicht sagen konnte. Also plazierte ich mich vor dem Spalt in der Tür.

"Mulder! Gib mir sofort dieses Magazin! Mach schon, das ist nicht fair. Ich kann mich durch den Umfang meines Bauches nicht so schnell bewegen."
Ich musste nun fast laut loslachen, aber es sah auch zu komisch aus wie meine hochschwangere Tochter versuchte, sich weit genug nach vorne zu beugen um an dieses Magazin zu kommen. Dana versuchte mittlerweile weiter mit Jammern etwas zu erreichen.
"Mulder, gib es mir doch bitte, du kannst es doch auch gleich haben, aber es ist sicherlich nicht gut für das Baby wenn ich mich hier so anstrenge."
Ja ja, meine Tochter nun versuchte sie ihm Schuldgefühle einzureden, doch Fox grinste sie nur an.
"Du könntest es mir auch einfach überlassen und ich geb es dir dann, dann müsstest du dich auch nicht so anstrengen."
Dana versuchte nun aufzustehen worüber ich dann wirklich lachen musste, da ich für einen Moment dachte wir müssten einen Kran bestellen... als sie es dann doch noch geschafft hatte, versuchte sie erneut Fox das Magazin abzujagen. Dieser stand auch auf.
"Komm und hol es dir." Er streckte seinen Arm aus und wedelte mit dem Heft in der Luft rum. Dabei bewegte er sich in die von Dana am weitesten entfernte Ecke des Zimmers. Schwerfällig setzte sie sich in Bewegung und ging langsam auf Fox zu. Gerade als sie noch einen Schritt von ihm entfernt war, entwischte er flink in eine andere Ecke.
"Du bist gemein! Du weißt ganz genau dass ich nicht mehr so schnell kann. Gib es her."
"Nahein." Ein breites Grinsen zog sich über sein Gesicht.
Dana trat diesmal etwas schneller auf ihn zu und bevor er ihr wieder entkam hielt sie ihn am Arm fest. Sie griff nach dem Magazin in seiner anderen Hand, doch er hielt es hoch über seinem Kopf. Er spielte einfach die Überlegenheit seiner Körpergröße gegen Dana aus. Er wusste genau, dass sie viel zu klein war um an das Heft in seiner Hand zu kommen. Er stand nur da und grinste während sie mit beiden Armen nach dem Magazin angelte. Nachdem sie festgestellt hatte, dass es nicht das geringste brachte, wenn sie sich auf die Zehenspitzen stellte, fing sie an an Mulders Arm zu ziehen. Er ließ sie sogar soweit gehen, bis sie mit ihrem ganzem Gewicht an seinem Arm hing. Aber er war stärker als sie. Irgendwann wurde ihm das zu langweilig und er schüttelte sie ab und lief wieder vor ihr davon.
Er lief quer durch das Zimmer, um einige Stühle und den Couchtisch herum. Doch als ihm die Couch in den Weg kam, stolperte er darüber. Der Länge nach fiel er auf die Couch. Da er so für kurze Zeit außer Gefecht gesetzt war, ergriff Dana sofort die Gelegenheit und stürzte sich auf ihn. Sie beugte sich über ihn, um heranzureichen; dabei verlor sie aber das Gleichgewicht und plumpste auf seinen Schoß.
"Uah Scully, ich hatte dich irgendwie leichter in Erinnerung."
Sie ignorierte seine Worte und nahm ihm das Heft aus der Hand, stellte sich wieder hin und fing an zu blättern. Sie glaubte gewonnen zu haben, doch Fox setzte sich auf und noch bevor sie die richtige Seite gefunden hatte, riss er ihr das Papier wieder aus den Händen. Allerdings hatte er so heftig daran gezogen, dass Dana ins wanken geriet, kippte und wieder auf seinem Schoß landete. Fox Grinsen verschwand und beide schienen das Magazin vergessen zu haben. Plötzlich waren ihre Gesichter so nahe beieinander, dass ich unwillkürlich den Atem anhielt. Doch das, von dem ich erwartet hatte das es nun geschehen würde, geschah nicht. Fox beugte sich herunter und legte sein Ohr vorsichtig auf Danas Bauch. Er ließ seinen Kopf dort und schaute lächelnd zu Dana auf, die ihn ebenfalls anlächelte. Wieder war mir als könne ich in ihren Augen lesen. Fox löste seinen Blick wieder von ihren Gesicht und hob seinen Kopf an. Nun waren seine Augen auf ihren Bauch gerichtet. Ich sah wie sich seine Lippen bewegten, konnte aber nicht hören was er dem Baby leise flüsternd erzählte. Nachdem er aufhörte zu reden drückte er einen Kuss auf Danas Bauch. Dann sah er wieder zu ihr hoch. Er lächelte schelmisch, so als hätte er dem Baby gerade ein schmutziges Geheimnis über seine Mutter verraten. Dana nahm seinen Kopf in beide Hände und zog ihn wieder nach oben. Nun konnte ich Danas Gesicht nicht mehr sehen, aber dafür das von Fox. Der Mann, der vor einigen Sekunden noch diesen verschmitzten Ausdruck im Gesicht gehabt hatte, wurde plötzlich ganz sanft. Seine Augen glitzerten und würde ich es nicht besser wissen, würde ich sagen, da lag Verlangen in seinen Augen. Verlangen nach Dana und... unendlich viel Liebe. Ja aber, wusste ich es denn besser?
Ich wusste, eigentlich sollte ich mich jetzt von dieser Türe wegbewegen und den beiden diesen Augenblick der Nähe gönnen. Aber ich konnte mich nicht von der Stelle rühren. Ich war zu neugierig und viel zu wissbegierig, etwas zu erfahren, zu sehen, von dem ich immer gehofft hatte, dass Dana es eines Tages finden würde.
Immer noch den selben Ausdruck in seinen Augen, legte Fox nun seine Arme um Dana. Dana lehnte ihren Kopf an Fox Schulter und für einen Augenblick, es könnten aber auch viel mehr gewesen sein, blieben sie so sitzen, vereint. Dann drehte sich Fox ein wenig zur Seite und mit ihm auch Dana. Nun konnte ich beide Gesichter sehen. Mir schien buchstäblich der Atem zu stocken, als ich Danas Gesichtsausdruck sah. Obwohl sie Tränen in den Augen hatte, war da soviel... soviel, ja... Liebe zu erkennen. Ich glaube, ich habe mein ganzes Leben lang immer nach einer solchen Liebe gesucht. Das was da in Danas Gesicht geschrieben stand, das war so einzigartig und einmalig, dass selbst mir die Tränen in die Augen stiegen. Und wieder waren sie da! Diese unausgesprochenen Worte, die mich den ganzen Abend über verfolgt hatten, ich sah sie in Foxs Augen, ebenso wie in denen von meiner Dana.


Lange sahen sich die beiden einfach nur in die Augen. Fox hatte seine Hand an Danas Wange gelegt, während Dana ihre Arme um Fox Nacken geschlungen hatte. Dann, und wie mir schien unendlich langsam, kamen sich ihre Gesichter immer näher, immer und immer näher, bis sich ihre Lippen schließlich sanft berührten. Von meiner Position an der Tür aus, sah es fast so aus, als würden ihre Lippen nur ganz leicht übereinander streicheln, sanft wie eine Feder. Noch einmal ließen ihre Lippen voneinander ab, jedoch nur, um sich Sekunden später wieder zu einem Kuss zusammenzufinden. Ihre Lippen lagen aufeinander und mir schien als sei die Zeit angehalten worden. Denn erst eine Ewigkeit später, so kam es mir vor, sah ich an ihren Bewegungen wie sie anfingen ihre Zungen ins Spiel zu bringen. Die Bewegungen wurden immer intensiver. Keiner von beiden schien zu wollen, dass dieser Kuss jemals aufhörte, so als können sie nicht genug vom anderen bekommen.
Ich konnte nicht sagen, wie lange dieser Kuss schon andauerte, konnte nicht einmal sagen, wie lange mir selbst schon die Tränen über die Wangen liefen. Das allererste mal in meinem Leben war ich Zeuge einer ungewöhnlichen, vollkommenen Liebe geworden. Mit einem mal verstand ich so viel von dem, was Dana mir niemals erzählt hatte. Ich hatte das Gefühl, gerade Zeuge der wunderschönsten Sache auf der Welt geworden zu sein. Zeuge einer sehr intensiven, tiefgehenden Liebe, die es ermöglichte, Einsicht in die Seele des anderen zu nehmen. Dann riss ich mich los und begab mich leise auf den Weg nach oben in mein Schlafzimmer. Dieser Augenblick gehörte den beiden Menschen in meinem Wohnzimmer ganz alleine...


ENDE........

Das wars......
So, ja.... zugegeben, ich liebe diese Folge. Ich liebe vor allem diese letzte Szene im Kranenhaus, also dacht ich mir, da draußen unter euch gibt's ja auch andere, die genauso darüber denken und aus diesem Grund hab ich sie auch ganz einfach hier hinten nochmal drangeschrieben.


WASHINGTON MEMORIAL HOSPITAL
11:34 Uhr

DOGGETT kam gerade aus einem Zimmer. Halb in Gedanken blickte er durch die Glasscheibe in der Tür.
"Agent Doggett?"
Dogget drehte sich nach links. Mulder und Scully kamen auf ihn zu. Doggett deutete auf Scullys Unterleib:
"Ist es soweit?"
Mulder und Scully sahen sich an und begannen zu lächeln.
"Nein."
"Nein."
"Nein." Das war wieder Scully.
"Wir sind nur vorbei gekommen, um Agent Harrison zu besuchen."
"Wie geht es ihr?"
Doggett blickte besorgt.
"Sie erhält die gleiche Behandlung gegen das Gift wie ich auch. Ihr Augenlicht ist mehr oder weniger vollständig wieder da. Die Ärzte sagen, körperlich wird sie in Ordnung kommen."
"Skinner sagte, sie wird nicht zu den X-Akten zurück kehren."
"Das war ihre Entscheidung. Ich werd's eine Weile alleine machen."
Während Scully verlegen zu Boden blickte wandte sich Mulder an Doggett:
"Ich möchte Ihnen etwas zurück geben. Ich glaube, Sie verdienen, es zu behalten."
"Ich schätze die Geste, aber wenn es Ihnen nichts ausmacht - jemand anderes sollte es haben."

Agent Harrison lag in ihrem Krankenhausbett und hielt das Apollo-Medaillon mit beiden Händen und lächelte breit.
"Ist nicht wahr. Das bedeutet... ich kann Ihnen gar nicht sagen, was das für mich bedeutet."
Währen Scully etwas verlegen zu Boden blickte, lächelte Mulder schief.
"Kann ich Sie etwas fragen?"
Unsicher antwortet Mulder: "Sicher."
"Als Sie in der Antarktis waren, um Agent Scully davor zu retten, von diesem Raumschiff entführt zu werden, und als dann Ihr Schneemobil kein Benzin mehr hatte... Wie sind Sie da zurück gekommen?"
Scully guckte fragend zu Mulder, dessen Unterkiefer eine Etage tiefer gerutscht ist. Was folgt, war eine liebenswerte Diskussion zwischen den beiden, typisch und amüsant."
"Nun, also, erst einmal wurde nie eindeutig bewiesen, dass es ein Raumschiff war..."
"Wurde es nicht?"
"Nun, nein, was geschah, war, dass wir heruntergefallen sind von etwas, das..."
"Etwas"?
"... das sich aus dem Eis heraus hob."
"Was war es denn deiner Meinung nach?"
"Also, ich weiß nicht, was es war. Aber wir haben es nie... "
"Es war kein Raumschiff?"
" ...wir haben eigentlich nie ein Raumschiff gesehen."
"Ich kann nicht glauben, dass du sagst, es wäre kein Raumschiff gewesen. Du hast es doch gesehen."
"Nun ja, es konnte gar kein Raumschiff sein..."
"Natürlich war es ein Raumschiff."
"Also, wir wissen nicht, ob es ein Raumschiff war.
Du hast kein Foto oder so etwas in der Art."
"Du weisst, dass es ein Raumschiff war. Du hast es gesehen. Und in meiner Erinnerung..."
"Nein, nein, nein, nein, denk daran, ich war bewusstlos, und als ich aufwachte, habe ich kein Raumschiff gesehen."
"Du bist immer noch bewusstlos. Ach, nun komm schon, Scully, es war ein Raumschiff."
"Mulder, nein, nein, nein!"
"...und warst halb erfroren, und ich habe dich in meinen Armen gehalten und..."
"Nein, DU warst halb erfroren, und ich habe Dich gehalten, und dann warst du nicht mehr halb erfroren und dann..."

Während diese Diskussion weiter ging, stand Doggett vor der Türe und beobachtet die Szene im Zimmer durch das kleine Sichtfenster in der Tür. Mit einem traurig-nachdenklich-müden Gesichtsausdruck nickte er, dann wendete er sich ab und ging den leeren Krankenhausflur hinunter. Langsam fing er an zu verstehen, was das besondere an Mulder und Scully war, Er hatte es gerade mit eigenen Augen sehen dürfen.........

ENDE.........