Titel                : Bad Rain

Datum            : Die, 14.03.00, 16:42

Autor              : Kimberley Destiny Anderson, Sonja K.

Kontakt          : eternal-flame@gmx.net , dianalesky79@yahoo.de

Kategorie      : MSR, Humor

Spoilers         : Rain King

Rating            : PG

Short – Cut   : Wir klauen bei Bad Blood und lassen es regnen.

Disclaimer     : Die hier erwähnten Charaktere gehören CC, Fox und 1013, aber im

                      Grunde weiß jeder, dass sie bei uns viel besser aufgehoben wären.

 

Autorengelaber:

 

Am Anfang gab es gewissen Anruf, indem Sonni und ich ( nichts ahnend, wie immer ) von zwei quietschenden, lachenden Stimmen begrüßt wurden. Nach 2 ½ Stunden an einem Telefonhörer und um jede Menge Tratsch reicher dachten wir uns nun also, wenn Kitty uns schon anstachelt, soll sie auch was erleben.

Das war der Anfang vom Ende. Also wenn ihr jetzt tot seid, oder irgendwelche Körperteile eingebüßt habt, einfach nur am durchdrehen seid, oder ..., dann beschwert euch bei Kitty oder Sam, nicht bei uns, wir sind nur zwei arme kleine Schäfchen auf der Suche nach Offenbarung ( in Form eines 1.83m großen, braunhaarigen FBI-Agenten ).

 

Vielleicht wäre noch kurz zu sagen, dass wir in die Rollen der Agenten geschlüpft sind. Also Sonja hat Scully ( rosa ) übernommen und ich Mulder ( blau ).  Das schwarze sind die Zwischentexte *lol* Noch was ? NEEEEEEEEEEEEE!

 

Ach ja FEEEEEEEEEEEDBAAAAAAAAAAAAAAACK!

 
  Bad Rain


 

 

 

 

 

 

19:31:33 ( 55 msec für die, die es interessiert )

Mulders Apartment

Arlington

 

 

*klopf klopf klopf*

 

< stöhn >

 

*klopf klopf klopf*

 

< Fuck! Immer, wenn ich ... >

„ Frohike, ich bring‘ dich um. Ich hab‘ dir schon tausendmal gesagt, ich gebe dir Scullys Handynummer nicht.“

 

< Nett von ihm > *smile*

„Sorry, Mulder, aber ich habe meine Telefonnummer selber.“

 

„Em, Scully ...äh < Oh shit! >, em... kleinen Moment!“

< Dummer Reißverschluss, oh shit, shit, shit ... Fernbedienung – genau Fernbedienung suchen, okay, alles in Ordnung. Oh shit! >

 

< Wen hat er denn da in der Wohnung? Wenn das Diana ist ... *knurr* >

„Mulder, lassen sie mich jetzt rein, oder stör ich gerade bei irgendetwas?

 

< Nein, gar nicht, Scully, ich finde es toll, dass Sie mich besuchen, vielleicht können wir mein Video ja zusammen zu Ende gucken!? >

 

Special Agent Fox Mulder stolperte über seine alten ausgetretenen Nike – Turnschuhe, die mit der Lüftung für besseren Tragekomfort beim Joggen, und öffnete mit einem lauten *RUMS* die Tür.

 

„Hi Scully, schön sie zu sehen!“

 

Dana Scully blickte an ihrem Partner auf und ab, zerwühlte Haare, falsch zugeknöpftes Hemd ... Sie war nicht blöd. Sie hatte definitiv gestört.

 

„Hi. Ich denke, das nächste Mal rufe ich besser eine Stunde vorher an, um Sie an unsere VERABREDUNG zu erinnern.“

< Ich will lieber gar nicht so genau wissen, was er gerade gemacht hat. >

 

< Oh shit! Sie weiß es. Sie sieht es mir an. Oh shit! Boden, verschluck‘ mich! >

 

„Soll ich vielleicht lieber morgen wiederkommen?“

< Es ist garantiert Diana. >

 

< Na toll, Scully, stören Sie mich bei meinem Videoabend, zerstören Sie ruhig die Stimmung und lassen Sie den armseligen kleinen Schweinehund ruhig allein mit sich und Righty. >

 

„Also ich geh dann mal. Viele Grüße an Diana!“

 

„Was? Nein, nicht gehen! Ich meine, wo Sie doch schon mal hier sind ... < könnten Sie mir ruhig den Rücken massieren > Warum waren wir gleich verabredet?“

 

< Typisch Mulder; ein Gedächtnis wie ein Sieb, der würde glatt seinen Geburtstag vergessen, wenn ich ihm nichts schenken würde. Na ja, er denkt im Moment ja auch kaum mit dem KOPF! >

„ Wir wollten unseren Abschlussbericht über den Mootzfall abgleichen, weil Kersh ihn übermorgen haben will. Also, wenn ich doch lieber morgen ...“

 

„Nein, kommen Sie rein ... Da ist noch etwas kalte Pizza, also, wenn Sie Hunger haben, können Sie es ruhig sagen.“

< Warum trägt sie diese Jeans nicht im Büro? >

 

„Nein danke, ich hab‘ schon gegessen. Lassen Sie uns einfach anfangen.“

< Kalte Pizza? Möchte nicht wissen, wie alt die ist. Hm, Diana scheint doch nicht hier zu sein. Also doch die andere Variante. >

 

„Setzen Sie sich doch, ich verschwinde mal kurz im Bad. Fühlen Sie sich wie zu Hause.“

< ...und schlüpfen Sie in was Bequemes! >

 

< So, so, Badezimmer. Kalte Dusche, oder was? >

 

Scully blickte ihrem Partner hinterher, der hastig das Zimmer verließ, und setzte sich auf die Couch, stand aber schnell wieder auf, als sie etwas knistern hörte, und zog die neuste Ausgabe des Playboy unter einem Sofakissen hervor.

 

< Wieso musste ich mich ausgerechnet in ihn verlieben? Muss irgendeine Art von Komplex sein. Vielleicht sollte ich doch mal mit einem Psychologen darüber sprechen. >

 

Derweil im Badezimmer ...

 

Es war ein harter Tag gewesen, ein sehr harter Tag, und zum krönenden Abschluss blamierte er sich natürlich noch bei seiner ach so perfekten Partnerin. Mrs. Superscully – ich –hatte – habe – und – werde – niemals – Fehler – haben. Es konnte einfach nicht mehr schlimmer kommen.

 

< Oh bullshit, es konnte schlimmer kommen. Mein Playboy! Nein! Wo hab ich ihn liegenlassen? Komm Mulder, alter Junge, streng dein Gehirn an! Die Couch – gut! Nein, nicht gut – oh shit – Ach Scully, warum nehmen Sie nicht Platz, und falls Ihnen langweilig wird, unter Ihrem Hintern liegt mein Playboy. Gut, er ist schon leicht verklebt, aber das stört Sie doch nicht, oder? – Oh Mulder, du bist echt erbärmlich! >

 

Als Mulder wieder ins Wohnzimmer kam, stand Scully neben dem Aquarium und fütterte die Fische, die sicher schon seit zwei Tagen nichts mehr bekommen hatten. Auf dem Tisch lag deutlich sichtbar der Playboy.

 

< Oh yeah! Das ist mein Tag! >

 

*räusper*

 

Keine Reaktion!

 

*räusper*

 

Scully drehte sich um und beschloss, den Playboy mit keinem Wort zu erwähnen.

 

< Soll er doch selbst sehen, wie er da wieder raus kommt. >

„Mulder, Sie sollten sich wirklich besser um Ihr Aquarium kümmern, es ist schon voller Algen. Die Fische können ja gar nicht mehr raus gucken.“

< Ist wahrscheinlich auch besser für die armen Tiere. Was rede ich da eigentlich für einen Scheiß?! >

 

„Die wollen gar nicht raus gucken. Das sind blinde Fische. Also, wollen wir dann?“

 

< Räumen Sie vielleicht erst den Mist vom Tisch, also ich fass das Teil nicht noch mal

an. >

 

( Auffällig unauffälliger Blick in Richtung Tisch. )

 

„Also, wie wäre es, wenn Sie mir einfach mal Ihre Sicht der Dinge schildern?“

 

Nachdem Scully keine Anstalten machte, sich zu bewegen, wurde sich auch Mulder darüber bewusst, was für ein tolles Gefühl es sein musste, sich in den Abfall des anderen zu setzen. Mit zwei gekonnten Griffen fegte er Pizza, Playboy und einige andere Dinge, die den Autoren im Moment zu ekelig sind, um sie zu beschreiben, zur Seite.

 

„Tadaaaaaaaa! Also, wenn das nicht sauber ist. Kommen Sie her. Das Sofa ist ganz weich, etwas zerlegen zwar, aber schließlich sollen Sie mir ja auch nicht einschlafen.“

< Hey, die Szene erinnert mich an das Video, das ich gerade gesehen habe. Hat diese Atomblondine dann nicht diesen gutaussehenden, dunkelhaarigen FBI – Agenten ... >

 

< Nein, auf dieser Couch würde ich nie schlafen. Scheint mir heute Abend sowieso zu riskant, in Mulders Gegenwart auch nur für eine Sekunde die Augen zu schließen. Wer weiß, was dem noch einfällt. Ich hab keine Lust, der Star seiner nächtlichen Aktivitäten zu werden. >

 

Scully ging zur Couch und setzte sich, nicht ohne erst unter alle Kissen zu gucken.

 

„Okay, dann mal los.“

< Sieh professionell und kühl aus, Dana! Wer weiß, was sonst noch passiert. Denk dran: er ist dein PARTNER!! >

 

< Mach auf professionell und abgebrüht, Mulder! Sie ist deine PARTNERIN!! Aber diese Bluse ist vielleicht doch etwas zu tief ausgeschnitten. >

„ Okay, Scully, ich höre.“

 

„Also, es fing damit an, dass Sie mich zu einem Fall geschleppt haben und mir absolut nicht sagen wollten, worum es dabei geht. Sie haben in diesem verdammten Flugzeug gesessen, das jeden Moment hätte auseinanderfallen können, und haben mal wieder Mr. Geheimnisvoll gespielt.“

< ... und dabei so verdammt süß ausgesehen ... >

 

„ Ich will Sie ja nicht unterbrechen, aber da gibt es wirklich ein paar Fehler in Ihrer Ausführung. Erst einmal sollten wir wohl erwähnen, was für ein wundervoller Tag mich an diesem Morgen begrüßte. Und wenn ...“

 

„ Seit wann schert es Sie, wie der Tag aussieht?“

 

„Und wenn es den Eindruck gemacht hat, dass ich Sie geschleppt habe, dann nur, weil uns strahlender Sonnenschein bevorstand und Sie in der letzten Zeit so blass waren. Ein bisschen Farbe hätte Ihnen ganz gut getan.“

< Und außerdem sieht diese weiße Spitzenunterwäsche, die Sie immer tragen, auf gebräunter Haut einfach klasse aus. >

„Wo war ich stehen geblieben? Ach, da wären wir auch schon beim Flugzeug. Ich weiß ja nicht, was Sie da durchgeschüttelt haben soll. Ich habe geschlafen wie ein Baby, einer der wundervollsten Flüge überhaupt. Ach und Scully ... danke für das Kompliment.“

 

„Dürfte ich jetzt vielleicht weitermachen? Schließlich will ich heute auch noch mal ins Bett!“

 

< Hab ich schon erwähnt, dass ich seit neustem ein riesiges Wasserbett habe? Wenn Sie nach oben an die Spiegel gucken und ich meine Bettwäsche mit den kleinen Navybooten aufgezogen habe, fühlen Sie sich wie in Pearl Habour. >

 

„Und als wir dann endlich auf dieser gottverlassenen Landebahn mitten im Nirgendwo gelandet waren, hat uns der Bürgermeister mit einer absolut peinlichen Vorstellung eines unschuldigen Kindes empfangen. Er hat Sie begrüßt und mich vollkommen ignoriert.“

 

< Und weil er Sie so ignoriert hat, hatten seine Augen natürlich auch nichts besseres zu tun, als durch Sie hindurch zu starren, genau an der Stelle, an der Ihr Kreuzkettchen endet. >

 

„Sie hatten mal wieder vergessen zu sagen, dass wir zu zweit sind, und er hat mich für Ihre Frau gehalten.“

 

< Tja, Scully, reine Absicht, irgendwie muss ich es doch mal schaffen, nur ein Hotelzimmer zu buchen! >

 

„Das wollte ich Ihnen sowieso noch sagen: Ich fand es unverschämt von Ihnen, dass Sie das nicht richtig gestellt haben. Sie haben uns beide total blamiert!“

< Wenn er es richtig gestellt hätte ... gut, dass er es nicht getan hat. Vielleicht ... – ach, vergiss es! >

 

„Es baut einen doch immer wieder auf, Scully, zu wissen, was für eine Plage es sein würde, mich als Ehemann zu akzeptieren. Halten Sie es mit mir als Partner überhaupt noch aus, oder wollen Sie lieber zu Spender wechseln?“

 

„Könnten wir vielleicht ernst bleiben? Sie hätten mir ruhig etwas früher sagen können, worum es bei dem Fall geht. Sie wissen genau, wie sehr ich es hasse, wenn alle anderen Bescheid wissen und ich nicht.“

 

„Raten Sie mal warum ich im Flugzeug „It never rains in Southern Caloifornia“ gesungen habe. Na, wenn das nichts mit unserem Fall zu tun hatte!“

 

„Erstens habe ich nicht zugehört, weil Sie eh so falsch singen, und zweitens ist Kansas nicht Kalifornien.

Jedenfalls hat uns Bürgermeister Gilmore dann erklärt, dass an der Trockenheit in Kroner ein einziger Mann namens Daryl Mootz schuld sein soll, der den Leuten Geld abnimmt, damit er es regnen lässt. Schöner Fall, das muss ich schon sagen: ein Mann, der eine Trockenheit verursacht und dann Regen verkauft.“

 

„Gut, das nächst Mal suchen Sie dann halt den Fall aus, wie wäre es, wenn wir das Verschwinden des Strickzeugs Ihrer Mutter aufklären. Das ist nicht gefährlich und wir müssen noch nicht mal das Haus verlassen!“

 

„Wer sagt Ihnen, dass meine Mutter strickt? Außerdem können Sie dann wenigstens keine Zeugen beeinflussen. Mr.Gilmore schien ja vollkommen von Ihrer Theorie überzeugt zu sein. Den haben Sie am Telefon ganz schön eingewickelt. Wirklich nett von Ihnen, dass Sie mich so haben auflaufen lassen.“

 

„Tut mir leid!“

< Jedenfalls, dass ich diesem Wüstencowboy nicht gleich eine reingehauen habe, als er seine Augen nicht von Ihnen lassen konnte. >

 

„Als wir dann endlich in dieser sogenannten Stadt angekommen waren, wollten Sie mir doch glatt auch weismachen, dass Daryl Mootz das Wetter kontrolliert, und dass das ein Verbrechen ist.“

 

„Wie würden Sie es denn nennen, wenn ein dahergelaufener Typ ihre Lieblingssahneschnittchen aus dem Supermarkt klaut und sie für $100 das Stück in seinem eigenen Laden verkauft? Ich nenne das kriminell, und wir arbeiten immer noch beim FBI, soll heißen, es ist doch tatsächlich unsere Aufgabe, kriminelle Machenschaften zu verfolgen.“

 

„Sie können ja wohl Ladendiebstahl nicht mit der Behauptung vergleichen, jemand würde das Wetter kontrollieren, um Profit zu machen. Aber Sie haben natürlich meine logische Erklärung für die Beschuldigungen ignoriert. Also sind wir dann in das Büro von diesem sogenannten Wettermacher reingeplatzt, um gleich weiter geschickt zu werden.“

 

„Ich hätte es natürlich auch besser gefunden, wenn Sie dort geblieben wären, um bei Fräulein Cindy zu lernen, wie man seinen Mitarbeiter mit Jelly Beans verwöhnt, anstatt ihm andauernd Vorhaltungen zu machen, aber Sie wissen ja, der Job und so ... Sie haben diesen Beruf gewählt, also müssen Sie jetzt eben mit einem verrückten, wenn auch brillanten Partner auskommen.“

 

„Zumindest habe ich keine Faible für Verwechslungskomödien.“

 

< Oh stimmt ja, noch einer meiner tausend Fehler, die Sie so hassen. *grrrr* >

 

< Irgendwie hat es mir ja schon zu denken gegeben, dass uns alle für ein Paar halten, aber das werde ich ihm nicht unter die Nase reiben. >

„Und Ihren blöden Witz hätten Sie sich auch sparen können.“

 

„Hey, Sie wissen doch gar nicht, wie wir in 30 Jahren aussehen. Wollen wir wetten, dass Sie das dann auch so sehen wie ich?“

 

„Wie Sie aussehen, wenn Sie alt sind, habe ich ja schon zu Genüge mitbekommen.“

 

„Oh Mrs. Faltenfrei, höre ich da etwa Enttäuschung darüber, dass ich in ein paar Jahren nicht mehr so knackig bin, wie Sie mich lieben?“

 

„Könnten wir vielleicht den Blödsinn beiseite lassen.“

 

„Weichen Sie mir aus?“

 

„Ich bin nicht diejenige, die hier ablenkt.“

 

„Na gut, dann kommen wir halt wieder zurück nach sexy Kroner, mit seinen ebenso gutaussehenden Meteorologen. Holman hat Ihnen gefallen, oder?“

 

„Abgesehen davon, dass ich mit Ihnen nicht meinen Geschmack in Bezug auf Männer diskutieren werde, fand ich ihn absolut nicht attraktiv.“

 

„Hm, schon klar, an mich kommt er natürlich nicht ran!“

 

„Jedenfalls haben Sie gleich wieder versucht Mr. Hardt Ihre abstruse Theorie unterzujubeln.“

 

„Scully, wen finden Sie anziehender? Mich oder Holman? Also wenn Sie sich entscheiden müssten?“

 

„Das muss ich aber nicht, da Holman liiert ist und Sie absolut nicht zur Debatte stehen. Sie können sich ja nicht einmal fünf Minuten auf einen Bericht konzentrieren“

< Ich allerdings auch nicht, wenn Sie mich weiter so ansehen. >

 

< Deutlicher ging es dann wohl nicht. Bring‘ den verdammten Bericht zu Ende, Mulder und mach, dass du sie los wirst, bevor du dich total blamierst! >

 

Mulder versuchte, seine Enttäuschung zu verbergen, was ihm allerdings nicht besonders gut gelang.

 

< Mist, das war jetzt wohl doch zu hart, aber bevor er merkt, was ich wirklich denke ... >

 

„Ich konzentriere mich die ganze Zeit auf den Fall. Also, was Sie nun aber doch zugeben müssen ist die Tatsache, dass es wirklich beeindruckend war, als Daryl angefangen hat zu tanzen, die Wolken aufbrachen und der Regen begann. Können Sie nicht wenigstens einmal zugeben, dass das beeindruckend war? Können Sie das Scully? Können nicht auch Sie mal zugeben, dass es Dinge gibt, die Sie nicht erklären können? Klar, wir wissen jetzt, wer tatsächlich der Auslöser des Ganzen war, aber das ist doch nicht weniger faszinierend, ich würde eher behaupten, es ist noch packender.“

 

„Okay, das war eine gute Show, aber deswegen ist es noch lange nicht glaubwürdig.“

 

„Woher hab ich nur gewusst, dass Sie das jetzt sagen würden. Aber mir fällt da noch etwas ein, etwas, um das ich Sie bitten möchte. Da ist diese Sache mit der Kuh. Wir müssen die doch nicht wirklich erwähnen. Ich meine, na ja, wie steh ich denn dann da, wenn im Bericht steht: Einer der Höhepunkte des Falls war die Tatsache, das Special Agent Fox Mulder beinahe von einer fliegenden Kuh in seinem Bett erschlagen wurde.

 

„Von mir aus können wir die Kuh vergessen, aber was ist mir dem Bericht des Arztes, der Sie untersucht hat? Von den Auswirkungen auf Ihren Geisteszustand ganz zu schweigen. Ich glaube kaum, dass wir das vertuschen können.“

 

„Mit meinem Geist ist alles in Ordnung. Ich habe mich nicht anders verhalten als sonst, allerdings war es schon ein lustiger Anblick, Sie als Kupplerin zu erleben.“

 

„So ganz gesund können Sie ja doch nicht gewesen sein, da Sie nach Daryl gleich seine Exfreundin verdächtigt und diese auch noch geküsst haben. Aber das sollten wir wahrscheinlich auch nicht in den Bericht schreiben.“

< Auch wenn ich deswegen heute noch sauer bin >

 

„Ich habe sie nicht geküsst. Trauen sie mir so wenig Leidenschaft zu? Wenn schon, dann hat sie mich geküsst und ich habe dieses verdammte Bussi nicht mal erwidert. Wie lange wollen Sie mir das noch vorhalten? Immerhin habe ich kein Tattoo als Erinnerung.“

< Das Sie mir noch immer nicht gezeigt haben, wenn ich das anmerken darf. Ich fass es einfach nicht. Hat sie sich Sheila auch nur einmal angesehen? Hallooooh, sie traut mir ja einen tollen Geschmack zu. Ich meine, es ist natürlich toll, einen dicken, roten, nach Lippenstift schmeckenden Mund zu küssen, dabei von einer 200 Tonnen- Frau gegen die Wand gequetscht zu werden, um erst wieder zu Atem zu kommen, nachdem der eigene Brustkorb nicht mehr durch eine mit Wurstfingern besetzte Hand zusammengedrückt wird.>

 

„Halten Sie einfach den Mund, Mulder!“

 

„Ach, sind sie jetzt beleidigt? Aber ich muss mir alles gefallen lassen. Ich werde zusammengeschlagen, ich kann meinen Kopf bei Kersh hinhalten, ich kann ...“

< Ich kann nicht mal die Frau küssen, die ich liebe! >

 

„Das ist noch lange kein Grund, anzüglich zu werden. Wenn ich so schwer zu ertragen bin, dann lassen Sie uns doch den Bericht zu Ende bringen, damit ich gehen kann.“

 

„Fein, also, wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, ich hatte ne Faust im Gesicht, nebenbei hatten Sie nichts besseres zu tun, als mit Sheila auf dem Klo ein Schwätzchen zu halten, dann haben wir herausgefunden, dass Holman hinter alledem steckt, Sie haben sich darüber lustig gemacht, als ich ihm Tipps für ein Date geben wollte und ... hab ich was vergessen? Ich glaube nicht. Na, sind Sie jetzt froh, dass ich Sie aus der Pflicht, noch länger dieses Sofa mit mir zu teilen, entbunden habe?“

 

„Sie waren doch derjenige, der mich loswerden wollte.“

 

„Das hab ich nie gesagt!“

 

„Wer hat sich denn die ganze Zeit über jedes meiner Worte beschwert?“

 

„Scully?“

 

„Wir sehen uns morgen im Büro!“

 

Wütend stand Dana Scully auf und schnappte sich ihren Mantel, nicht länger gewillt, ihrem arroganten Partner auch nur eine weitere Sekunde zuzuhören.

 

< Ich würde ja gerne bleiben und ihm erklären, warum ich so sauer bin, aber dann wüsste er ja alles >

 

„Scully? Darf ich Sie was fragen? Was haben Sie Sheila im Waschraum gesagt?“

 

„Ich glaube zwar nicht, dass das für den Bericht relevant ist, aber ich habe ihr gesagt, warum ich glaube, dass sie und Holman eine Chance haben.“

 

„Und warum?“

 

„Weil die dauerhafteste Liebe aus tiefer Freundschaft entspringt und die beiden sehr lange Freunde waren.“

 

 „Kommt mir bekannt vor!“

 

< Jetzt bloß nicht rot werden, Dana, tu ganz unwissend. >

 

„Wie lange sind wir jetzt befreundet?“

< Als ob ich das nicht auswendig wüsste >

 

„...“ (Bitte setzen sie Scullys Antwort hier ein! )

 

„Sechs Jahre. Lange genug, oder?“

 

„Lang genug wofür?“

 

„Lang genug, um mir endlich zu sagen, dass Sie mich lieben!“

 

„Bevor ich so was von mir gebe ...“

 

„Wollen Sie es erst von mir hören?“

 

„...“ ( Mal wieder, wenn einer weiß, was man an solch einer Stelle sagt, bitte, der Platz ist frei für Vorschläge )

 

„Ich liebe Sie!“

 

< Vorsicht Glatteis, wenn er das jetzt nichts ernst meint und ich sag was falsches ... aber wenn er es doch ernst meint und ich sage gar nichts ... >

 

„Hm, und da sagte Sally zu Harry Ich hasse dich. Ich hasse dich so sehr. Ich lieb dich auch?... Scully? Lassen Sie mich jetzt nicht so stehen. Wenigstens ein Tut mir leid Mulder, Sie sind ein lieber Kerl, aber nur mein Partner hätte ich schon verdient.“

 

„Hätten Sie sich wirklich so weit vorgewagt, wenn Sie diese Antwort erwartet hätten?“

 

„Na ja, mir ist beinahe eine Kuh auf den Kopf gefallen, da sagt man schon mal Dinge, die man sonst ...“

 

„Die man sonst garantiert nicht gesagt hätte?“

 

„Die man sich sonst unter Garantie nicht zu sagen getraut hätte!“

 

Scully setzte sich wieder zu Mulder auf die Couch, allerdings diesmal nicht so weit weg wie zuvor und vergaß sogar, unter die Kissen zu gucken.

 

„Ich glaube, dann sind Kühe ab heute meine Lieblingstiere. Auch wenn das arme Tier sterben musste.“

 

„Vielleicht sollten wir uns dann etwas überlegen, damit das Tier nicht umsonst gestorben ist?!“

 

„Irgendwelche Vorschläge?“

 

„Hunderte, aber dafür sollten wir vielleicht zuerst ein gewisses Lesepublikum ausschließen.“

 

 

 

FINI

 

 

 

FEEEEEEEEEEEEEEDBAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAACK! Bitte, bitte, bitte. Wollt ihr wirklich, dass wir betteln?