Titel
: Bad Rain
Datum
: Die, 14.03.00, 16:42
Autor
: Kimberley Destiny Anderson, Sonja K.
Kontakt
: eternal-flame@gmx.net
, dianalesky79@yahoo.de
Kategorie :
MSR, Humor
Spoilers
: Rain King
Rating
: PG
Short Cut : Wir klauen
bei Bad Blood und lassen es regnen.
Disclaimer : Die
hier erwähnten Charaktere gehören CC, Fox und 1013, aber im
Grunde weiß jeder, dass sie bei uns viel besser aufgehoben
wären.
Autorengelaber:
Am Anfang gab es gewissen Anruf, indem Sonni und ich ( nichts ahnend, wie immer ) von zwei quietschenden, lachenden Stimmen begrüßt wurden. Nach 2 ½ Stunden an einem Telefonhörer und um jede Menge Tratsch reicher dachten wir uns nun also, wenn Kitty uns schon anstachelt, soll sie auch was erleben.
Das war der Anfang vom Ende. Also wenn ihr
jetzt tot seid, oder irgendwelche Körperteile eingebüßt habt,
einfach nur am durchdrehen seid, oder ..., dann beschwert euch
bei Kitty oder Sam, nicht bei uns, wir sind nur zwei arme kleine
Schäfchen auf der Suche nach Offenbarung ( in Form eines 1.83m
großen, braunhaarigen FBI-Agenten ).
Vielleicht wäre noch kurz zu sagen, dass
wir in die Rollen der Agenten geschlüpft sind. Also Sonja hat
Scully ( rosa ) übernommen und ich Mulder ( blau ). Das
schwarze sind die Zwischentexte *lol* Noch was ?
NEEEEEEEEEEEEE!
Ach ja FEEEEEEEEEEEDBAAAAAAAAAAAAAAACK!
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19:31:33 ( 55 msec für die, die es
interessiert )
Arlington
*klopf klopf klopf*
< stöhn >
*klopf klopf klopf*
< Fuck! Immer, wenn ich ... >
Frohike, ich bring dich um. Ich hab dir schon tausendmal gesagt, ich gebe dir Scullys Handynummer nicht.
< Nett von ihm > *smile*
Sorry, Mulder, aber ich habe meine
Telefonnummer selber.
Em, Scully ...äh < Oh shit! >,
em... kleinen Moment!
< Dummer Reißverschluss, oh shit, shit, shit ... Fernbedienung genau Fernbedienung suchen, okay, alles in Ordnung. Oh shit! >
< Wen hat er denn da in der Wohnung? Wenn
das Diana ist ... *knurr* >
Mulder, lassen sie mich jetzt rein,
oder stör ich gerade bei irgendetwas?
< Nein, gar nicht, Scully, ich finde es
toll, dass Sie mich besuchen, vielleicht können wir mein Video
ja zusammen zu Ende gucken!? >
Special Agent Fox Mulder stolperte über seine alten ausgetretenen Nike Turnschuhe, die mit der Lüftung für besseren Tragekomfort beim Joggen, und öffnete mit einem lauten *RUMS* die Tür.
Hi Scully, schön sie zu sehen!
Dana Scully blickte an ihrem Partner auf und ab, zerwühlte Haare, falsch zugeknöpftes Hemd ... Sie war nicht blöd. Sie hatte definitiv gestört.
Hi. Ich denke, das nächste Mal rufe ich besser eine Stunde vorher an, um Sie an unsere VERABREDUNG zu erinnern.
< Ich will lieber gar nicht so genau
wissen, was er gerade gemacht hat. >
< Oh shit! Sie weiß es. Sie sieht es mir
an. Oh shit! Boden, verschluck mich! >
Soll ich vielleicht lieber morgen
wiederkommen?
< Es ist garantiert Diana. >
< Na toll, Scully, stören Sie mich bei meinem Videoabend, zerstören Sie ruhig die Stimmung und lassen Sie den armseligen kleinen Schweinehund ruhig allein mit sich und Righty. >
Also ich geh dann mal. Viele Grüße
an Diana!
Was? Nein, nicht gehen! Ich meine, wo Sie doch schon mal hier sind ... < könnten Sie mir ruhig den Rücken massieren > Warum waren wir gleich verabredet?
< Typisch Mulder; ein Gedächtnis wie ein Sieb, der würde glatt seinen Geburtstag vergessen, wenn ich ihm nichts schenken würde. Na ja, er denkt im Moment ja auch kaum mit dem KOPF! >
Wir wollten unseren Abschlussbericht
über den Mootzfall abgleichen, weil Kersh ihn übermorgen haben
will. Also, wenn ich doch lieber morgen ...
Nein, kommen Sie rein ... Da ist noch etwas kalte Pizza, also, wenn Sie Hunger haben, können Sie es ruhig sagen.
< Warum trägt sie diese Jeans nicht im
Büro? >
Nein danke, ich hab schon
gegessen. Lassen Sie uns einfach anfangen.
< Kalte Pizza? Möchte nicht wissen, wie
alt die ist. Hm, Diana scheint doch nicht hier zu sein. Also doch
die andere Variante. >
Setzen Sie sich doch, ich verschwinde
mal kurz im Bad. Fühlen Sie sich wie zu Hause.
< ...und schlüpfen Sie in was Bequemes!
>
< So, so, Badezimmer. Kalte Dusche, oder
was? >
Scully blickte ihrem Partner hinterher, der hastig das Zimmer verließ, und setzte sich auf die Couch, stand aber schnell wieder auf, als sie etwas knistern hörte, und zog die neuste Ausgabe des Playboy unter einem Sofakissen hervor.
< Wieso musste ich mich ausgerechnet in ihn
verlieben? Muss irgendeine Art von Komplex sein. Vielleicht
sollte ich doch mal mit einem Psychologen darüber sprechen. >
Derweil im Badezimmer ...
Es war ein harter Tag gewesen, ein sehr
harter Tag, und zum krönenden Abschluss blamierte er sich
natürlich noch bei seiner ach so perfekten Partnerin. Mrs.
Superscully ich hatte habe und
werde niemals Fehler haben. Es konnte
einfach nicht mehr schlimmer kommen.
< Oh bullshit, es konnte schlimmer
kommen. Mein Playboy! Nein! Wo hab ich ihn liegenlassen? Komm
Mulder, alter Junge, streng dein Gehirn an! Die Couch gut!
Nein, nicht gut oh shit Ach Scully, warum nehmen
Sie nicht Platz, und falls Ihnen langweilig wird, unter Ihrem
Hintern liegt mein Playboy. Gut, er ist schon leicht verklebt,
aber das stört Sie doch nicht, oder? Oh Mulder, du
bist echt erbärmlich! >
Als Mulder wieder ins Wohnzimmer kam, stand Scully neben dem Aquarium und fütterte die Fische, die sicher schon seit zwei Tagen nichts mehr bekommen hatten. Auf dem Tisch lag deutlich sichtbar der Playboy.
< Oh yeah! Das ist mein Tag! >
*räusper*
Keine Reaktion!
*räusper*
Scully drehte sich um und beschloss, den Playboy mit keinem Wort zu erwähnen.
< Soll er doch selbst sehen, wie er da
wieder raus kommt. >
Mulder, Sie sollten sich wirklich
besser um Ihr Aquarium kümmern, es ist schon voller Algen. Die
Fische können ja gar nicht mehr raus gucken.
< Ist wahrscheinlich auch besser für
die armen Tiere. Was rede ich da eigentlich für einen Scheiß?!
>
Die wollen gar nicht raus gucken.
Das sind blinde Fische. Also, wollen wir dann?
< Räumen Sie vielleicht erst den Mist
vom Tisch, also ich fass das Teil nicht noch mal
an. >
( Auffällig unauffälliger Blick in Richtung Tisch. )
Also, wie wäre es, wenn Sie mir
einfach mal Ihre Sicht der Dinge schildern?
Nachdem Scully keine Anstalten machte, sich zu bewegen, wurde sich auch Mulder darüber bewusst, was für ein tolles Gefühl es sein musste, sich in den Abfall des anderen zu setzen. Mit zwei gekonnten Griffen fegte er Pizza, Playboy und einige andere Dinge, die den Autoren im Moment zu ekelig sind, um sie zu beschreiben, zur Seite.
Tadaaaaaaaa! Also, wenn das nicht
sauber ist. Kommen Sie her. Das Sofa ist ganz weich, etwas
zerlegen zwar, aber schließlich sollen Sie mir ja auch nicht
einschlafen.
< Hey, die Szene erinnert mich an das
Video, das ich gerade gesehen habe. Hat diese Atomblondine dann
nicht diesen gutaussehenden, dunkelhaarigen FBI Agenten
... >
< Nein, auf dieser Couch würde ich nie
schlafen. Scheint mir heute Abend sowieso zu riskant, in Mulders
Gegenwart auch nur für eine Sekunde die Augen zu schließen. Wer
weiß, was dem noch einfällt. Ich hab keine Lust, der Star
seiner nächtlichen Aktivitäten zu werden. >
Scully ging zur Couch und setzte sich, nicht ohne erst unter alle Kissen zu gucken.
Okay, dann mal los.
< Sieh professionell und kühl aus,
Dana! Wer weiß, was sonst noch passiert. Denk dran: er ist dein
PARTNER!! >
< Mach auf professionell und
abgebrüht, Mulder! Sie ist deine PARTNERIN!! Aber diese Bluse
ist vielleicht doch etwas zu tief ausgeschnitten. >
Okay, Scully, ich höre.
Also, es fing damit an, dass Sie
mich zu einem Fall geschleppt haben und mir absolut nicht sagen
wollten, worum es dabei geht. Sie haben in diesem verdammten
Flugzeug gesessen, das jeden Moment hätte auseinanderfallen
können, und haben mal wieder Mr. Geheimnisvoll gespielt.
< ... und dabei so verdammt süß
ausgesehen ... >
Ich will Sie ja nicht
unterbrechen, aber da gibt es wirklich ein paar Fehler in Ihrer
Ausführung. Erst einmal sollten wir wohl erwähnen, was für ein
wundervoller Tag mich an diesem Morgen begrüßte. Und wenn ...
Seit wann schert es Sie, wie der
Tag aussieht?
Und wenn es den Eindruck gemacht
hat, dass ich Sie geschleppt habe, dann nur, weil uns strahlender
Sonnenschein bevorstand und Sie in der letzten Zeit so blass
waren. Ein bisschen Farbe hätte Ihnen ganz gut getan.
< Und außerdem sieht diese weiße
Spitzenunterwäsche, die Sie immer tragen, auf gebräunter Haut
einfach klasse aus. >
Wo war ich stehen geblieben? Ach,
da wären wir auch schon beim Flugzeug. Ich weiß ja nicht, was
Sie da durchgeschüttelt haben soll. Ich habe geschlafen wie ein
Baby, einer der wundervollsten Flüge überhaupt. Ach und Scully
... danke für das Kompliment.
Dürfte ich jetzt vielleicht
weitermachen? Schließlich will ich heute auch noch mal ins Bett!
< Hab ich schon erwähnt, dass ich
seit neustem ein riesiges Wasserbett habe? Wenn Sie nach oben an
die Spiegel gucken und ich meine Bettwäsche mit den kleinen
Navybooten aufgezogen habe, fühlen Sie sich wie in Pearl Habour.
>
Und als wir dann endlich auf dieser
gottverlassenen Landebahn mitten im Nirgendwo gelandet waren, hat
uns der Bürgermeister mit einer absolut peinlichen Vorstellung
eines unschuldigen Kindes empfangen. Er hat Sie begrüßt und
mich vollkommen ignoriert.
< Und weil er Sie so ignoriert hat,
hatten seine Augen natürlich auch nichts besseres zu tun, als
durch Sie hindurch zu starren, genau an der Stelle, an der Ihr
Kreuzkettchen endet. >
Sie hatten mal wieder vergessen zu
sagen, dass wir zu zweit sind, und er hat mich für Ihre Frau
gehalten.
< Tja, Scully, reine Absicht,
irgendwie muss ich es doch mal schaffen, nur ein Hotelzimmer zu
buchen! >
Das wollte ich Ihnen sowieso noch
sagen: Ich fand es unverschämt von Ihnen, dass Sie das nicht
richtig gestellt haben. Sie haben uns beide total blamiert!
< Wenn er es richtig gestellt
hätte ... gut, dass er es nicht getan hat. Vielleicht ...
ach, vergiss es! >
Es baut einen doch immer wieder
auf, Scully, zu wissen, was für eine Plage es sein würde, mich
als Ehemann zu akzeptieren. Halten Sie es mit mir als Partner
überhaupt noch aus, oder wollen Sie lieber zu Spender wechseln?
Könnten wir vielleicht ernst
bleiben? Sie hätten mir ruhig etwas früher sagen können, worum
es bei dem Fall geht. Sie wissen genau, wie sehr ich es hasse,
wenn alle anderen Bescheid wissen und ich nicht.
Raten Sie mal warum ich im Flugzeug
It never rains in Southern Caloifornia gesungen habe.
Na, wenn das nichts mit unserem Fall zu tun hatte!
Erstens habe ich nicht zugehört,
weil Sie eh so falsch singen, und zweitens ist Kansas nicht
Kalifornien.
Jedenfalls hat uns Bürgermeister Gilmore
dann erklärt, dass an der Trockenheit in Kroner ein einziger
Mann namens Daryl Mootz schuld sein soll, der den Leuten Geld
abnimmt, damit er es regnen lässt. Schöner Fall, das muss ich
schon sagen: ein Mann, der eine Trockenheit verursacht und dann
Regen verkauft.
Gut, das nächst Mal suchen Sie
dann halt den Fall aus, wie wäre es, wenn wir das Verschwinden
des Strickzeugs Ihrer Mutter aufklären. Das ist nicht
gefährlich und wir müssen noch nicht mal das Haus verlassen!
Wer sagt Ihnen, dass meine Mutter
strickt? Außerdem können Sie dann wenigstens keine Zeugen
beeinflussen. Mr.Gilmore schien ja vollkommen von Ihrer Theorie
überzeugt zu sein. Den haben Sie am Telefon ganz schön
eingewickelt. Wirklich nett von Ihnen, dass Sie mich so haben
auflaufen lassen.
Tut mir leid!
< Jedenfalls, dass ich diesem
Wüstencowboy nicht gleich eine reingehauen habe, als er seine
Augen nicht von Ihnen lassen konnte. >
Als wir dann endlich in dieser
sogenannten Stadt angekommen waren, wollten Sie mir doch glatt
auch weismachen, dass Daryl Mootz das Wetter kontrolliert, und
dass das ein Verbrechen ist.
Wie würden Sie es denn nennen,
wenn ein dahergelaufener Typ ihre Lieblingssahneschnittchen aus
dem Supermarkt klaut und sie für $100 das Stück in seinem
eigenen Laden verkauft? Ich nenne das kriminell, und wir arbeiten
immer noch beim FBI, soll heißen, es ist doch tatsächlich
unsere Aufgabe, kriminelle Machenschaften zu verfolgen.
Sie können ja wohl Ladendiebstahl
nicht mit der Behauptung vergleichen, jemand würde das Wetter
kontrollieren, um Profit zu machen. Aber Sie haben natürlich
meine logische Erklärung für die Beschuldigungen ignoriert.
Also sind wir dann in das Büro von diesem sogenannten
Wettermacher reingeplatzt, um gleich weiter geschickt zu werden.
Ich hätte es natürlich auch
besser gefunden, wenn Sie dort geblieben wären, um bei Fräulein
Cindy zu lernen, wie man seinen Mitarbeiter mit Jelly Beans
verwöhnt, anstatt ihm andauernd Vorhaltungen zu machen, aber Sie
wissen ja, der Job und so ... Sie haben diesen Beruf gewählt,
also müssen Sie jetzt eben mit einem verrückten, wenn auch
brillanten Partner auskommen.
Zumindest habe ich keine
Faible für Verwechslungskomödien.
< Oh stimmt ja, noch einer meiner
tausend Fehler, die Sie so hassen. *grrrr* >
< Irgendwie hat es mir ja schon zu
denken gegeben, dass uns alle für ein Paar halten, aber das
werde ich ihm nicht unter die Nase reiben. >
Und Ihren blöden Witz hätten Sie
sich auch sparen können.
Hey, Sie wissen doch gar nicht, wie
wir in 30 Jahren aussehen. Wollen wir wetten, dass Sie das dann
auch so sehen wie ich?
Wie Sie aussehen, wenn Sie alt
sind, habe ich ja schon zu Genüge mitbekommen.
Oh Mrs. Faltenfrei, höre ich da
etwa Enttäuschung darüber, dass ich in ein paar Jahren nicht
mehr so knackig bin, wie Sie mich lieben?
Könnten wir vielleicht den
Blödsinn beiseite lassen.
Weichen Sie mir aus?
Ich bin nicht diejenige, die hier
ablenkt.
Na gut, dann kommen wir halt wieder
zurück nach sexy Kroner, mit seinen ebenso gutaussehenden
Meteorologen. Holman hat Ihnen gefallen, oder?
Abgesehen davon, dass ich mit Ihnen
nicht meinen Geschmack in Bezug auf Männer diskutieren werde,
fand ich ihn absolut nicht attraktiv.
Hm, schon klar, an mich kommt er
natürlich nicht ran!
Jedenfalls haben Sie gleich wieder
versucht Mr. Hardt Ihre abstruse Theorie unterzujubeln.
Scully, wen finden Sie anziehender?
Mich oder Holman? Also wenn Sie sich entscheiden müssten?
Das muss ich aber nicht, da Holman
liiert ist und Sie absolut nicht zur Debatte stehen. Sie können
sich ja nicht einmal fünf Minuten auf einen Bericht
konzentrieren
< Ich allerdings auch nicht, wenn Sie
mich weiter so ansehen. >
< Deutlicher ging es dann wohl nicht.
Bring den verdammten Bericht zu Ende, Mulder und mach, dass
du sie los wirst, bevor du dich total blamierst! >
Mulder versuchte, seine Enttäuschung zu verbergen, was ihm allerdings nicht besonders gut gelang.
< Mist, das war jetzt wohl doch zu
hart, aber bevor er merkt, was ich wirklich denke ... >
Ich konzentriere mich die ganze
Zeit auf den Fall. Also, was Sie nun aber doch zugeben müssen
ist die Tatsache, dass es wirklich beeindruckend war, als Daryl
angefangen hat zu tanzen, die Wolken aufbrachen und der Regen
begann. Können Sie nicht wenigstens einmal zugeben, dass das
beeindruckend war? Können Sie das Scully? Können nicht auch Sie
mal zugeben, dass es Dinge gibt, die Sie nicht erklären können?
Klar, wir wissen jetzt, wer tatsächlich der Auslöser des Ganzen
war, aber das ist doch nicht weniger faszinierend, ich würde
eher behaupten, es ist noch packender.
Okay, das war eine gute Show, aber
deswegen ist es noch lange nicht glaubwürdig.
Woher hab ich nur gewusst, dass Sie
das jetzt sagen würden. Aber mir fällt da noch etwas ein,
etwas, um das ich Sie bitten möchte. Da ist diese Sache mit der
Kuh. Wir müssen die doch nicht wirklich erwähnen. Ich meine, na
ja, wie steh ich denn dann da, wenn im Bericht steht: Einer
der Höhepunkte des Falls war die Tatsache, das Special Agent Fox
Mulder beinahe von einer fliegenden Kuh in seinem Bett erschlagen
wurde.
Von mir aus können wir die Kuh
vergessen, aber was ist mir dem Bericht des Arztes, der Sie
untersucht hat? Von den Auswirkungen auf Ihren Geisteszustand
ganz zu schweigen. Ich glaube kaum, dass wir das vertuschen
können.
Mit meinem Geist ist alles in
Ordnung. Ich habe mich nicht anders verhalten als sonst,
allerdings war es schon ein lustiger Anblick, Sie als Kupplerin
zu erleben.
So ganz gesund können Sie ja doch
nicht gewesen sein, da Sie nach Daryl gleich seine Exfreundin
verdächtigt und diese auch noch geküsst haben. Aber das sollten
wir wahrscheinlich auch nicht in den Bericht schreiben.
< Auch wenn ich deswegen heute noch
sauer bin >
Ich habe sie nicht geküsst.
Trauen sie mir so wenig Leidenschaft zu? Wenn schon, dann hat sie
mich geküsst und ich habe dieses verdammte Bussi nicht mal
erwidert. Wie lange wollen Sie mir das noch vorhalten? Immerhin
habe ich kein Tattoo als Erinnerung.
< Das Sie mir noch immer nicht gezeigt
haben, wenn ich das anmerken darf. Ich fass es einfach nicht. Hat
sie sich Sheila auch nur einmal angesehen? Hallooooh, sie traut
mir ja einen tollen Geschmack zu. Ich meine, es ist natürlich
toll, einen dicken, roten, nach Lippenstift schmeckenden Mund zu
küssen, dabei von einer 200 Tonnen- Frau gegen die Wand
gequetscht zu werden, um erst wieder zu Atem zu kommen, nachdem
der eigene Brustkorb nicht mehr durch eine mit Wurstfingern
besetzte Hand zusammengedrückt wird.>
Halten Sie einfach den Mund,
Mulder!
Ach, sind sie jetzt beleidigt? Aber
ich muss mir alles gefallen lassen. Ich werde zusammengeschlagen,
ich kann meinen Kopf bei Kersh hinhalten, ich kann ...
< Ich kann nicht mal die Frau küssen,
die ich liebe! >
Das ist noch lange kein Grund,
anzüglich zu werden. Wenn ich so schwer zu ertragen bin, dann
lassen Sie uns doch den Bericht zu Ende bringen, damit ich gehen
kann.
Fein, also, wo waren wir stehen
geblieben? Ach ja, ich hatte ne Faust im Gesicht, nebenbei hatten
Sie nichts besseres zu tun, als mit Sheila auf dem Klo ein
Schwätzchen zu halten, dann haben wir herausgefunden, dass
Holman hinter alledem steckt, Sie haben sich darüber lustig
gemacht, als ich ihm Tipps für ein Date geben wollte und ... hab
ich was vergessen? Ich glaube nicht. Na, sind Sie jetzt froh,
dass ich Sie aus der Pflicht, noch länger dieses Sofa mit mir zu
teilen, entbunden habe?
Sie waren doch derjenige, der mich
loswerden wollte.
Das hab ich nie gesagt!
Wer hat sich denn die ganze Zeit
über jedes meiner Worte beschwert?
Scully?
Wir sehen uns morgen im Büro!
Wütend stand Dana Scully auf und schnappte sich ihren Mantel, nicht länger gewillt, ihrem arroganten Partner auch nur eine weitere Sekunde zuzuhören.
< Ich würde ja gerne bleiben und ihm
erklären, warum ich so sauer bin, aber dann wüsste er ja alles
>
Scully? Darf ich Sie was fragen?
Was haben Sie Sheila im Waschraum gesagt?
Ich glaube zwar nicht, dass das
für den Bericht relevant ist, aber ich habe ihr gesagt, warum
ich glaube, dass sie und Holman eine Chance haben.
Und warum?
Weil die dauerhafteste Liebe aus
tiefer Freundschaft entspringt und die beiden sehr lange Freunde
waren.
Kommt mir bekannt vor!
< Jetzt bloß nicht rot werden, Dana,
tu ganz unwissend. >
Wie lange sind wir jetzt
befreundet?
< Als ob ich das nicht auswendig
wüsste >
... (Bitte setzen sie Scullys Antwort hier ein! )
Sechs Jahre. Lange genug, oder?
Lang genug wofür?
Lang genug, um mir endlich zu
sagen, dass Sie mich lieben!
Bevor ich so was von mir gebe ...
Wollen Sie es erst von mir hören?
... ( Mal wieder, wenn einer weiß, was man an solch einer Stelle sagt, bitte, der Platz ist frei für Vorschläge )
Ich liebe Sie!
< Vorsicht Glatteis, wenn er das jetzt
nichts ernst meint und ich sag was falsches ... aber wenn er es
doch ernst meint und ich sage gar nichts ... >
Hm, und da sagte Sally zu Harry Ich
hasse dich. Ich hasse dich so sehr. Ich lieb dich auch?...
Scully? Lassen Sie mich jetzt nicht so stehen. Wenigstens ein Tut
mir leid Mulder, Sie sind ein lieber Kerl, aber nur mein Partner
hätte ich schon verdient.
Hätten Sie sich wirklich so weit
vorgewagt, wenn Sie diese Antwort erwartet hätten?
Na ja, mir ist beinahe eine Kuh auf
den Kopf gefallen, da sagt man schon mal Dinge, die man sonst ...
Die man sonst garantiert nicht
gesagt hätte?
Die man sich sonst unter Garantie
nicht zu sagen getraut hätte!
Scully setzte sich wieder zu Mulder auf die Couch, allerdings diesmal nicht so weit weg wie zuvor und vergaß sogar, unter die Kissen zu gucken.
Ich glaube, dann sind Kühe ab heute
meine Lieblingstiere. Auch wenn das arme Tier sterben musste.
Vielleicht sollten wir uns dann etwas
überlegen, damit das Tier nicht umsonst gestorben ist?!
Irgendwelche Vorschläge?
Hunderte, aber dafür sollten wir vielleicht zuerst ein gewisses Lesepublikum ausschließen.
FINI
FEEEEEEEEEEEEEEDBAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAACK!
Bitte, bitte, bitte. Wollt ihr wirklich, dass wir betteln?