Titel: Die Antike einmal anders
Autor: Kanuna
Kontakt: TheKanuna@gmx.de oder SunshineOnARainyDay@web.de (sucht euch aus, was euch besser gefällt...)
Rating: G
Kategorie: Humor... und noch was Undefinierbares...
Spoiler: nö
Short-Cut: na ja... was soll ich sagen... es ist eben „die Antike“ einmal anders...Disclaimer: Alle Figuren, die sonst in Akte X vorkommen, gehören natürlich nicht mir, sondern Chris Carter und FOX und Ten Thirteen Productions... und die Antike gehört... na ja, wahrscheinlich den Griechen... und die Idee gehört mir, mir ganz allein, und keinem anderen... man muss ja auch was haben...
Die Antike einmal anders
by Kanuna
Anmerkung der Autorin:
Also, wie ich auf diese Geschichte gekommen bin, möchte ich euch ersparen, denn ich weiß es selbst nicht so ganz genau. Natürlich habe ich einiges aus der wirklichen antiken Geschichte umgeschrieben, denn sonst wäre es ja langweilig...
Für alle, die die wirkliche Geschichte, so wie sie überliefert wurde, nicht kennen, wird der nächste Absatz interessant sein, denn ich werde sie noch einmal erzählen:
Im alten Griechenland gab es unter den Göttern einst eine Hochzeit, nämlich die des Peleus und der Göttin Thetis. Da auf dieser Feier keine Streitigkeiten entstehen sollten, wurde die Göttin des Streites und der Zwietracht, Eris, nicht geladen. Diese wurde dadurch aber wütend und wollte nun aus der Ferne für Streit sorgen: Sie warf einen goldenen Apfel in die Menge der Gäste, auf dem die Inschrift „Der Schönsten“ eingelassen war. Die Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite forderten ihn jeweils für sich und da sie sich nicht einig werden konnten, riefen sie Paris herbei, den schönsten Erden-Jüngling, der den Streit schlichten sollte, indem er ein Urteil gab, welche der Göttinnen den Apfel erhalten sollte. Jede der drei bot ihm eine Belohnung zum Dank für den Apfel: Hera bot ihm Größe und Ansehen, Athene bot ihm Kriegsruhm und ihre Unterstützung bei allen Kriegen und Aphrodite bot ihm die schönste Frau der Welt, Helena, zur Ehefrau. Da Paris und Helena sich schon früher ineinander verliebt hatten und er sie begehrte, erkannte er Aphrodite den Apfel zu und entführte so mit ihrer Hilfe Helena. Doch Menelaos, der Mann der Helena, erbat von seinem Bruder, dem großen Feldherrn Agamemnon, Hilfe, um sie zurückzugewinnen. So entstand letztlich der Trojanische Krieg.
So, das ist die wirkliche Geschichte. Also dann, viel Spaß...
~*~
Vor langer, langer Zeit lebte Muldis auf Erden. Er war ein schöner Jüngling, der gleich nach seiner Geburt ausgesetzt wurde, da seine Mutter in der Nacht davor einen schrecklichen Alptraum hatte, der sie vor ihrem Sohn warnte, da er den Untergang Trojoshingtons herbeiführen solle. Sein Vater, Williamos, hat von alledem anscheinend nichts mitbekommen, sonst hätte er wahrscheinlich was gesagt. Doch glücklicherweise wurde er von Schäfern gerettet und auf den Berg Skyland Ida gebracht, wo der junge Muldis das Schafhüten erlernte und eine glückliche Jugend verbrachte. Er wurde mit der Nymphe Dianone verheiratet, was eigentlich das einzig wirklich schlimme in seinem Leben war.
Doch durch einen glücklichen Zufall, den wir hier nicht ausführlich ausführen möchten, weil das zu langweilig ist... na ja, auf jeden Fall, durch einen glücklichen Zufall gelangte er wieder an den Hof des Williamos, wo er an Spielen teilnehmen musste. Seine Schwester, die berühmte Seherin Samandra, erkannte ihn wieder und so wurde er wieder in seine Familie aufgenommen und kam von der bösen Dianone weg, was sein Glück war, wie man sich denken kann.
Eines Tages musste der junge Muldis wegen einer Mission, die ihm sein Vater aufgegeben hatte, zu Menelaos. Dort verliebte er sich sofort in die schöne Scullena, die die schönste Frau auf Erden war und zudem noch mit Menelaos verheiratet. Doch sie war nicht glücklich und erst, als sie Muldis sah, hellte sich ihr Gemüt auf. Sie überlegte, ob sie noch ein paar Jahre warten sollte, um dem schönen Jüngling ihre Liebe zu gestehen, doch als die beiden wieder einmal sieben Tage nach seiner Ankunft zusammensaßen, entschied sie sich dagegen und sagte ihm, dass sie ihn über alles auf der Welt liebe. Muldis beichtete ihr auch seine Liebe. Doch sie konnten nicht glücklich leben, denn Menelaos merkte es bald und schickte Muldis fort. Muldis sagte Scullena nicht, wohin er ging und so machte sie sich große Sorgen, wie immer...
In der Zwischenzeit ereignete es sich, dass die Hochzeit des irdischen Peleuczek und der Göttin Therita bevorstand. Sie hatten gute Gäste eingeladen, nur Götter, die sich auch gut benehmen konnten. Da sie nicht wollten, dass auf ihrer Hochzeit ein Streit auftrat, entschlossen sie sich, die Göttin des Streites und der Zwietracht, die CSeMeris genannt wurde, nicht auf die Feierlichkeiten zu laden. Doch zu ihrem Unglück sprach sich diese Nachricht schnell herum und CSeMeris hörte einmal, wie sich zwei Götter darüber unterhielten, dass sie nicht zur Hochzeit geladen war. Sie wurde wütend, doch sie sagte nichts und ließ sich nichts anmerken. In ihrem Heim allerdings, von dem niemand weiß, wie es aussieht, ersann sie einen hinterlistigen Plan, der den Frieden auf dem Fest stören sollte: Sie fertigte einen goldenen Apfel und trug auf ihm die Inschrift „Der Schönsten“ ein. Diesen Apfel wollte sie unter die Menge werfen, um Zwietracht zwischen den Göttinnen zu säen.
Endlich kam der große Tag und Peleuczek und Therita standen vor dem Traualtar. Viele Götter weinten, doch am lautsten schluchzte Skinneus, der Therita eigentlich heiraten wollte, weil er sie unsterblich (wie auch sonst, bei Göttern...?) liebte, sie aber nicht heiraten konnte, da einst ein Seher vorausgesagt hatte, dass sie von ihm einen Sohn gebären würde, der mächtiger als er selbst sei, was er nicht zulassen konnte. Die Trauung verlief harmonisch und in Frieden. Doch nach der Vermählung, bei dem großen Fest, welches folgte, sandte CSeMeris den goldenen Apfel, den „Apfel der Zwietracht“, zu ihnen und erlangte sogleich die gewünschte Wirkung: Die drei Göttinnen, die den Apfel als erste sahen, die auch ein wenig eitel waren, beanspruchten den Apfel jeweils für sich. Diese drei Göttinnen waren Herangly, die Gemahlin des Zeus, Athyers, die Kriegsgöttin und Beschützerin der hellenischen Hauptstadt Athyr (sie wurde auch nach der Göttin benannt) und Aphrohike, die Göttin der Liebe. Die drei begannen zu streiten, doch sie konnten sich nicht einig werden. Als Peleuczek und Therita sahen, dass es Streit gab, sahen sie ein, dass das viel lustiger zu sein schien und dass man, wenn man in Geheimnissen lebt, selbst auch zu einem Geheimnis wird. Und da ihnen diese Vorstellung sehr gut gefiel, schlichen sie sich heimlich von den Feierlichkeiten davon und schafften es, ohne gesehen zu werden, zu CSeMeris zu gelangen, für die sie von nun an gemeinsam arbeiteten. Zwar war das ein wenig schwierig, da CSeMeris immer von einer Rauchwolke umfangen war, welche durch die Verbrennung von einer geheimen, selbst zusammengestellten Grasmischung verursacht wurde, doch es ging schon. Somit kamen nicht nur die drei zusammen und schlossen ein Bündnis, sondern auch die antike Zigarette wurde erfunden. Allerdings wurde diese bald wieder verstoßen, erst etwa 2500 Jahre später entdeckte man den Genuss von Neuem.
Doch um wieder auf die Geschichte zurückzukommen, die drei Göttinnen Herangly, Athyers und Aphrohike konnten sich auch nach Beendigung des Festes nicht einig werden und so stritten sie weiter und weiter, doch sie konnten keine Lösung für ihr Problem finden. Dann entschieden sie, einen Schiedsrichter hinzuzuziehen, der ein Urteil sprechen sollte, wem der Apfel anerkannt würde. Doch auch über einen Schiedsrichter konnten sie sich nicht einigen, denn das wäre ja viel zu einfach gewesen. Herangly wollte ihren Gemahl, Skinneus, als Schiedsrichter erwählen, doch die anderen beiden stimmten eindeutig dagegen, denn er wäre parteiisch gewesen. Obwohl sie sich da auch nicht so sicher waren – Skinneus hatte schon vielen anderen Frauen schönen Augen gemacht, unter anderem auch seiner Gehilfin, die immer im Vorzimmer seines Tempels arbeitete. Athyers war für irgendeinen römischen Gott, denn, so sagte sie, die seien wenigstens weder parteiisch, noch dauerbesoffen oder doof. Doch auch hier wurde gegen das Anliegen gestimmt, denn in diesem Falle müssten sie einer fremden Regierung all ihre Geheimnisse anvertrauen und das wollten sie nicht, wo sie doch noch nicht einmal ihrer eigenen vertrauten. Aphrohike wollte den Spiegel der bösen Hexe aus ‚Schneewittchen’ herbeiholen lassen, doch auch das war schier unmöglich, da es zu der Zeit das Märchen noch nicht gab. Oder zumindest nicht in dieser Form. So berieten sie Tage und Nächte und schließlich konnten sie sich dazu durchringen, mit den beiden Mitstreiterinnen überein zu stimmen und Muldis, den schönsten Jüngling auf Erden hinzuzuziehen und als Schiedsrichter fungieren zu lassen. Gesagt – getan. Kaum waren sie sich einig, stand auch schon der Götterbote Deep Thermes vor ihrer Tür und fragte, was er überbringen solle. Die drei Göttinnen unterrichteten ihn von allem und sogleich flog er mit seinen Flügelschuhen los zu Muldis.
Dieser saß traurig auf seines Vaters Schloss und überlegte, was er tun könne, um Scullena zurückzugewinnen. Er dachte so intensiv darüber nach, dass er erst gar nicht bemerkte, dass Deep Thermes vor ihm stand, mit hochgeschlagenem Mantelkragen, denn er wollte nicht erkannt werden. Doch als der Götterbote Muldis anschrie, er solle endlich zu sich kommen, schreckte der aus seinen Gedanken empor und lächelte den vertrauten Freund flüchtig an. Deep Thermes berichtete, was die drei Göttinnen gewünscht haben. Muldis hörte ihm gespannt zu und wagte nicht, ein Wort dazwischen zu bringen, denn die Mitteilungen, die er erhielt, waren ja von hoher Wichtigkeit. Als der Götterbote seine Nachricht beendet hatte, wartete er kurz ab, ob Muldis alles verstanden hatte und fragte dann, ob er mitkommen möge. Da Muldis schon immer einmal Göttinnen hatte kennen lernen wollen und er außerdem auch gar keine andere Wahl hatte, denn sonst hätte er den Zorn der Götter auf sich geholt, ging er mit Deep Thermes mit.Endlich bei den streitenden Göttinnen angekommen, wurde Muldis sogleich von allen dreien gebeten, sie selbst zu der schönsten Göttin auszuerwählen. Der Jüngling wusste gar nicht so recht, wie ihm geschah, denn alle redeten auf einmal auf ihn ein. So gebot er zuerst einmal Ruhe und war erstaunt darüber, dass die Göttinnen ihm gehorchten. Zwar wollte Herangly noch etwas einwenden, doch Muldis hob die Hand und gab somit zur Kenntnis, dass er gern alles nacheinander anhören würde, um sich mit der Geschichte vertraut zu machen. So erzählten ihm Herangly, Athyers und Aphrohike nacheinander alles über den Apfel und den entstandenen Streit, soviel sie nur berichten konnten. Muldis hörte aufmerksam zu, doch er sagte am Ende, er könne den Streit auch nicht so schnell schlichten, denn er wüsste nicht, wie er sich so schnell entscheiden könne. Alle drei Göttinnen waren hübsch (*RÄUSPER!!!*), doch er wusste nicht, welche am Schönsten war. So zog er sich vorerst zurück, um nachzudenken.
Als er aber nach ein paar Tagen immer noch nicht wieder aufgetaucht war, beschlossen die drei Göttinnen, zu ihm zu gehen und ihm ein Ultimatum zu stellen, das er auf jeden Fall einhalten müsse. Als Muldis das hörte, beklagte er sich, dass er sich nicht so einfach entscheiden könne, vor allem wolle er sich auch nicht den Zorn der Götter einhandeln. Nachdem die drei versprochen hatten, ihm nichts zu tun, wenn sie nicht ausgewählt werden würden, war Muldis schon viel glücklicher. Doch konnte er immer noch nicht festsetzen, welche die Schönste war. Er sagte daher, er brauche noch etwas Bedenkzeit. Die Göttinnen ginge wieder, doch heimlich hatte jede von ihnen einen Plan.
Am Mittag kam Herangly zu dem schönen Erden-Jüngling und sagte, sie wolle ihm Größe und Macht verleihen, wenn er ihr den Apfel zugestehen würde. Muldis sagte, er denke darüber nach.
Am Nachmittag kam Athyers zu ihm und bot ihm an, ihm Kriegsruhm zu verleihen, wenn er ihr den Apfel anerkennen würde. Muldis sagte, er denke darüber nach.
Am Abend kam Aphrohike zu ihm und erklärte, sie würde ihm die schönste Frau der Welt zu Frau geben, wenn sie nur den Apfel erhalten würde. Muldis wurde stutzig, denn er wusste, dass seine geliebte Scullena die schönste Frau der Welt war. Er sagte, er werde gleich zu den drei versammelten schönen Göttinnen kommen und sein Urteil verkünden.
So versammelten sich die drei und sogleich kam auch Muldis zu ihnen und sagte:
„Ich habe lange nachgedacht, bis ich eine Entscheidung fällen konnte. Und es war nicht einfach. Zu Beginn meines Nachdenkens hätte ich wohl Herangly den Apfel gegeben. In der Mitte der Zeit hier hätte ich wohl Athyers den Apfel zugestanden. Doch mein Urteil steht nun fest. Ihr alle habt mir wunderbare Dinge geboten, Macht, Kriegsruhm und all das. Doch eine von euch hat mir dasjenige geboten, was ich mir von ganzem Herzen wünsche. Aphrohike, ich ernenne dich zu schönsten Göttin, denn du hast mir meine geliebte Scullena versprochen und ich möchte sie unter allen Umständen zur Frau haben.“
Muldis übergab den goldenen Apfel mit der Inschrift „Der Schönsten“, den er in Gewahrsam gehalten hatte, damit ihn keine stehlen konnte, Aphrohike, auch wenn es ihm schwer fiel, sie als schönste Göttin anzuerkennen. Aphrohike war ganz entzückt und rannte sofort zu ihrem Computer, um ihrem Freundinnen über A-Mail (Ancient-Mail) Bescheid zu geben, dass sie von nun an nicht mehr nur die Göttin der Liebe war, sondern die Göttin der Liebe und der Schönheit.Am nächsten Tag half Aphrohike, den Raub der Scullena zu vollbringen. Die schöne Scullena hatte nichts dagegen, zu ihrem Geliebten hinzugehen und mit ihm glücklich zu leben. Muldis empfing sie in heller Freude und sagte zu ihr, sie beide wollten von nun an glücklich miteinander leben. Scullena wollte das ebenfalls und sie war auch glücklich, von ihrem Ehemann zu entkommen, da sie ihn sowieso nicht hatte leiden können. Die Beiden überlegten, wohin sie fliehen könnten und kamen so auf Muldis’ alte Heimat, Trojoshington, D.H. (District of Hellas).
Beide zusammen gingen glücklich dorthin und man sagt, bis der Trojoshington’sche Krieg ausbrach, lebten sie sehr froh zusammen im schönen Trojoshington und niemand konnte etwas dagegen tun, dass die Beiden zusammen waren, nicht einmal der Urvater aller Götter, Carturanos, der das alles bisher gemanaged hat...Und alle lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende, außer vielleicht Scullena, die irgendwann miterleben musste, wie ihr Geliebter Muldis stirbt... und vielleicht auch Muldis selbst... na ja, und die Göttinnen haben ja kein Lebensende, also können die auch nicht bis dahin glücklich gelebt haben... na ja, wie auch immer, irgendwer wird schon glücklich gelebt haben... vielleicht...
ENDE