Nur hier sein, warten.
Auf ihn.
Er wird nicht, kann nicht, darf nicht kommen.
Das Licht nähert sich mir, drängt die Schatten von den Gleisen.
Er wird.
Er kommt, in dem Licht, das dem so ähnlich sieht, was ihn mir einst wegnahm.
Die Flut der Emotionen legt ihren eisernen Griff um mich, lässt mich alles stärker, lauter, intensiver fühlen.
Auch die Angst.
Ich weiss, das ich sie erst wieder ablegen kann, wenn ich sicher in seinen Armen bin.
Sicher...
Er darf nicht kommen, noch nicht, er ist hier nicht sicher.
Unbarmherzig nähert sich der Zug.
Ich kann nichts tun.
Nur warten.
Ein neues, grauenhaftes Gefühl trifft mich wie ein Schlag.
Sie sind hier.
Ich kann sie nicht sehen, aber sie sind hier, und bald wird auch er hier sein...
Nun sehe ich sie.
Alles geschieht ohne das ich einen Einfluss darauf habe.
Und nur ein Gedanke ist in meinem Kopf, manifestiert sich über die Angst und die Hilflosigkeit hinweg, ist die Angst und die Hilflosigkeit.
Es war zu früh.
Wir hätten das nicht tun dürfen, noch nicht.
Und während all das geschieht, ich fast erschossen werde, unmittelbar neben mir ein Menschenleben ausgelöscht wird, eine junge Familie den Vater verliert, geschieht was ich mir wünschte.
Und ich würde alles tun, um es aufzuhalten.
Er fährt vorbei.
Er wird nicht kommen.
Doch selbst wenn es unser beider Ende wäre...
Er muss kommen.