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Short- Cut:

Anmerkung:
Für immer...Für alle Zeit
Blue
bluescully@aol.com
keine
G-6
David/ Gillian- Romance, Gillian- POV/Vignette
David Duchovny, Gillian Anderson, Piper Maru Anderson, Téa Leoni und all die anderen verwendeten oder erwähnten Charaktere gehören nicht mir. Sie gehören ganz allein sich selbst. Mit dieser Geschichte möchte ich niemanden angreifen oder beleidigen. Es ist eine Geschichte eines Shippers und entspringt ganz meiner Phantasie. Es ist alles erfunden. Mulder und Scully gehören auch nicht mir. Sie gehören CC und 1013.
Gillian lebt mit ihrer Tochter Piper in England und sie bekommt unerwartet Besuch. Es kommt wie es kommen musste...
Das ist meine erste David/ Gillian FF. Ich hoffe, sie gefällt euch. Viel Spass beim lesen!



<>*<>*<>Für immer...Für alle Zeit<>*<>*<>



Es war noch früh am Abend und ich war eben erst von einem Auftritt von "What the night is for" nach Hause gekommen. Meine Tochter Piper freute sich mich endlich wiederzusehen, genauso wie mein Hund Cleo. Ich schickte Cindy, das Kindermädchen, nach Hause und schloss Piper und Cleo in die Arme.
"Und, mein Schatz, hast du Hunger?"
Piper nickte.
"Was soll ich uns denn zaubern?"
Piper überlegte kurz und strahlte mich dann an. Ich wusste was das bedeutete. Piper liebte Spagetti über alles.
"Okay, Piper. Willst du mir helfen?"
Natürlich wollte sie das. Sie liebte es zusammen mit mir zu kochen. Ich trug sie auf dem Arm in die Küche. Während wir die Nudeln kochten und die Soße zubereiteten erzählte mir Piper, was sie heute alles erlebt hatte. Sie lachte mich immer an. Sie ist ein so fröhliches Kind. Ich liebe es, sie Lachen zu sehen. Piper hat mir den Umzug nach London wirklich erleichtert. Ich vermisse das alles noch sehr. Immerhin waren es neun Jahre. Manchmal denke ich, es war die falsche Entscheidung aus L.A. wegzugehen und hierhin zu ziehen. Es kommt mir vor, als würde ich weglaufen. Weglaufen vor einer Wahrheit, die mir erst jetzt richtig bewusst wird. Die Wahrheit ist, dass ich die Arbeit am Akte X Set vermisse und ich vermisse David. Ich wusste, dass es komisch sein würde einfach für immer aufzuhören. Mir war klar, dass ich es vermissen werde, denn schließlich war dies ein Teil meines Lebens. Ich habe für diese Arbeit gelebt und nun ist es einfach vorbei. Das ist ein Gefühl, als ob etwas aus meinem Körper gerissen wird. Und ich muss sagen, dass es verdammt weh tut. Diese neun Jahre waren die glücklichsten meines Lebens. In dieser Zeit ist so viel passiert, was mir unendlich viel bedeutet. Und das schönste von all den Dingen ist, dass ich in David einen Freund
gefunden habe, den ich nie missen möchte. Doch nun ist er so schrecklich weit weg von mir. Ich kann nicht mehr mal eben schnell zu ihm rüber gehen, um einfach nur mit ihm zu reden, zu lachen oder wieder irgendwelche Streiche zu planen, um Chris zu ärgern. All das ist vorbei und ich könnte jetzt wirklich anfangen zu heulen.
"Mummy?"
Piper reißt mich aus den Gedanken. Ich muss wohl schon minutenlang so hier stehen und in der Soße rühren.
"Mummy, was hast du?"
Ihr Lachen ist verschwunden.
"Ist schon gut, Piper."
Ich merke, dass sie mir das nicht abkauft.
"Mummy ist nur noch etwas traurig, weißt du?"
Ich sehe Piper auf mich zukommen und sie nimmt mich in den Arm. Sie hält mich nur fest und spricht nicht, aber ich weiß, was sie mir damit sagen will.
"Danke, Maus", sage ich und sie löst sich von mir und schaut mich an. Plötzlich verändert sich ihr Gesichtsausdruck und sie blickt zum Herd.
"Oh nein...", bringe ich nur noch heraus und reiße die Töpfe vom Herd. Piper fängt an zu lachen und schließlich muss ich auch lachen. Alles ist angebrannt und übergekocht.
"Okay, Spätzchen. Ich bestell und was."
"Aber Spagetti!!!"
Sie hüpfte vor mir hin und her.
Ich nehme den Telefonhörer und bestelle etwas bei O´Reillys. Das ist ein Irisch- Italienisches Restaurant. Eine seltsame Mischung, aber das Essen ist super.
Nachdem ich die Bestellung aufgegeben hatte, machte ich Cleos Futternapf voll, denn sie hatte auch Hunger. Ich setzte mich erst mal auf die Couch und legte die Beine hoch. Piper sprang zu mir und kuschelte sich an mich. Ich döste so vor mich hinund plötzlich klingelte es.
"Das wird das Essen sein."
Ich stand auf, sah durch den Spion und erkannte den Lieferanten.
Während ich die Tür öffnete rief ich Piper zu: "Holst du mir das Portemonait?"
Piper eilte sofort los. Sie tat wirklich alles für mich.
"Guten Abend, Miss Anderson."
"Hy...Was kriegen Sie?"
Nachdem er geantwortet hatte drückte ich ihm das Geld in die Hand und bedankte mich. Ich hatte jetzt auch richtigen Hunger. Piper und ich setzten uns auf die Couch und ich packte das Essen aus. Pipers Augen strahlten, als sie den riesigen Berg Spagetti sah. Es ist so einfach sie glücklich zu machen.
Wir fingen an zu essen. Es schmeckte wirklich gut.
Nach einer Weile waren wir fertig. Piper hatte eine ganze Portion verschlungen. Ihr Magen war zwar klein, aber ihr Appetit wirklich groß. Und wenn es auch noch Spagetti gab, war ihr Hunger noch größer.
"Na, bist du satt?"
"Jaaaaa...lecker...," bekam ich als Antwort.
Ich wollte gerade aufstehen und die leeren Schachteln zum Mülleimer bringen, da stoppte meine Tochter mich.
"Mummy, leg dich doch was hin. Du bist doch müde."
Sie nahm mir die Schachteln aus der Hand und ich gab ihr einen Kuss. Sie ist ein richtiger Schatz. Als sie in die Küche ging, machte ich es mir auf der Couch bequem und döste bis ich schließlich einschlief. Piper verschwand in ihrem Zimmer.
Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen habe. Jedenfalls habe ich so tief und fest geschlafen, dass ich gar nicht gehört habe, wie es an der Türe geklingelt hat.
"Mummy! Mummy! Schau mal wer da ist!"
Piper rüttelte mich aus dem Schlaf. Ich blickte verwirrt um mich und als ich dann endlich jemanden sah, zog sich alles in mir zusammen.
"David!?" brachte ich nur heraus. Ich stand langsam auf und sah ihn an. Er sah schlecht aus. Warum war er hier? Was um alles in der Welt war nur geschehen? Seine Augen waren dick und rot. Er musste geweint haben. Er war bleich und sah so verzweifelt aus. Ich ging zu ihm hin und nahm ihn in den Arm und drückte ich an mich. Sein Körper zitterte und er fing an zu weinen. Ich wusste nicht so recht, was ich tun sollte, denn ich wusste ja nicht, was überhaupt passiert war.
"David!? Was ist passiert?", fragte ich vorsichtig nach einer Weile. Ich löste mich von ihm und sah ihm direkt in seine braunen Augen. Ich hatte ihn noch nie so gesehen. Noch nie wirkte er so verzweifelt auf mich. Er versuchte die Fassung wiederzuerlangen.
"Téa...sie...sie hat mich verlassen...ich weiß nicht warum...ich weiß gar nichts mehr..."
"Was?!?!" brachte ich fassungslos hervor. Ich konnte einfach nicht glauben, was er da gerade gesagt hatte. Das konnte einfach nicht sein. Es war einfach unmöglich. Ich merkte wie er nach Luft rang. Ich nahm seine Hand und zog ihn zur Couch.
"Komm her", sagte ich als wir uns gesetzt hatten und ich nahm ihn wieder in den Arm, strich ihm über den Rücken.
"Ich hab´s zu Hause nicht mehr ausgehalten...ich wusste nicht, wo ich hin sollte...du warst bis jetzt immer für mich da, doch jetzt lebst du hier...wie du siehst ist das kein Hindernis."
Ich musste leicht lächeln.
"Mummy? Was ist denn los? Warum weint Onkel David?"
"Ich erkläre dir das später...lässt du uns ein paar Minuten allein, Spätzchen?"
Piper verschwand wieder in ihrem Zimmer.
"Danke, dass du mir zuhörst, Gillian."
"Hey...du bist mein bester Freund, David."
Er holte tief Luft.
"Also, willst du mir nicht sagen, was passiert ist?"
Ich war vorsichtig mit dem, was ich sagte. Ich wollte ihn nicht verletzen.
"Sie hat mich rausgeschmissen...die ganze Situation fing an, als ich zu Akte X zurückgekommen bin. Sie hat es mir nicht wirklich gesagt, aber ich habe gemerkt, dass ihr das nicht gepasst hat..."
"Aber wieso?" Ich schüttelte den Kopf. Warum hatte Téa etwas dagegen?
"Sie dachte, ich komme wegen dir zurück. Das war auch ein Grund, aber das habe ich ihr natürlich nicht gesagt, sonst wäre sie noch mehr ausgerastet."
"Du bist wegen mir zurückgekommen? Das wusste ich nicht."
"Ich wollte der Serie ein schönes Ende bieten und das ging
eben nur mit Mulder."
Ich musste lächeln. Er hatte Recht und außerdem hatte er mich mit seiner Rückkehr unendlich glücklich gemacht.
"Téa ist krampfhaft eifersüchtig auf dich. Das war sie schon immer. Aber es war noch nie so extrem wie in letzter Zeit. Aus dem Grund war ich auch nicht auf der Party zum Finale. Als Akte X abgedreht war, dachte ich, es wäre alles wie früher. Ich dachte wir würden zusammen mit der Geburt von Kyd noch mal von vorne anfangen."
"Warum hast du mir das nie gesagt? Ich meine, dass sie so eifersüchtig auf mich ist."
"Ich wollte dich nicht auch noch damit belasten. Du kannst ja
schließlich nichts dafür. Ich dachte wirklich, dass es alles wieder wie früher wird. Aber als sie mitbekommen hat, dass du mich eingeladen hast, um mir dein Stück ansehen zu können, war es vorbei. Wir hatten einen so großen Streit. Wir schrieen uns an. Sie warf mir ein Verhältnis mit dir vor."
Ich hörte ihm aufmerksam zu. Er tat mir so Leid. Dachte Téa das tatsächlich? Je mehr ich darüber nachdachte, desto merkwürdiger wurde das Gefühl in meinem Bauch. Ich wusste nicht, ob es ein schönes oder ein unangenehmes war. Ein schönes konnte es ja nicht sein. Deshalb redete ich mir ein, dass es ein unangenehmes sein musste. Es ging hierbei ja schließlich nicht um mich, sondern es ging um David. Es ging ganz allein um ihn.
"Sie schrie mich an und warf mir an den Kopf, dass ich nur dich lieben würde und da stieg alles in mir auf und ich schrie Ja, du hast Recht! Ich liebe sie! und bin gegangen. Ich habe alles kaputt gemacht. Als ich zurück kam, standen meine Koffer vor unserem Haus. Ich......ich..."
Ich nahm ihn wieder in den Arm. Er war so hilflos, so verzweifelt. Aber dennoch spürte ich wie dieses Gefühl in meinem Bauch noch Stärker wurde. Ich versuchte an etwas anderes zu denken, doch es gelang mir irgendwie nicht. Es fühlte sich so gut an, aber dieses Gefühl war falsch. Als er mir eben erzählte, was er Téa gesagt hatte, war ich nicht geschockt. Doch, im ersten Moment war ich geschockt, aber gleich im darauf folgenden kam dieses Gefühl wieder in mir auf. Ich hatte so etwas wirklich noch nie und verstand ja selbst nicht, was mit mir los war. Und jetzt ertappte ich mich schon wieder bei etwas. Ich finde es total schön David in meinen Armen zu halten und ihn so nah zu spüren. Das darf aber nicht sein. Ich darf das nicht fühlen. Ich löse mich von ihm und er schaut mich an. Ich kann ihm nicht in die Augen sehen, obwohl ich es so sehr möchte. Ich habe ein schlechtes Gewissen Téa gegenüber. Das kann doch alles nicht sein. Das darf nicht sein. So langsam begreife ich, was mit mir los ist. Aber es kommt mir so falsch vor. David hat das nicht ernst gemeint, was er zu Téa gesagt hat. Aber ich...ich...ich liebe ihn.
David sieht mich an. Mir wird heiß und kalt. Ich fühle mich so mies. Ich fühle mich schuldig. Es ist nicht so, dass ich das zum ersten Mal empfinde...für ihn empfinde. Das erste Mal geschah es bei unserer ersten Begegnung. Ich habe es immer genossen, wenn Mulder und Scully sich so nah waren. Manchmal habe ich mir vorgestellt, dass es nicht Mulder und Scully sind, sondern, dass es David und ich sind. Aber ich habe das nie so ernst genommen, weil ich wusste, dass es unmöglich ist und es nie soweit kommen würde. Und als David Téa geheiratet hat, habe ich es akzeptiert und der Gedanke an eine gemeinsame Zukunft mit ihm war ganz verschwunden. Ich habe sein Glück akzeptiert und habe mich mit ihm gefreut, dass er endlich jemanden gefunden hatte, auch wenn nicht ich diese Person war. Immerhin gab es noch Mulder und Scully. Doch nun ist es wieder ganz anders und es war auch noch nie so stark wie in diesem Moment. Als ich plötzlich meinen Namen hörte, erschreckte ich mich wahnsinnig. Ich war so mit mir selbst beschäftigt.
"Gillian...während des Fluges hierher hatte ich sehr viel Zeit zum Nachdenken. Und...und ich..."
Ich versuchte ihn anzusehen und ich merkte, dass er zu Boden blickte. Er machte eine Pause, holte tief Luft und sprach weiter.
"...und ich habe die Wahrheit zu meiner Frau gesagt..."
Ich sah ihn an. Er sah zurück. Jetzt wusste ich erst Recht nicht mehr was ich denken sollte. Ich konnte nicht sprechen. Ich merkte wie ich anfing zu zittern, wie mein Herz beschleunigte und wie ich nervös auf der Couch hin und her rutschte. David berührte meine Hand und ich zuckte dabei zusammen. Es fühlte sich noch immer falsch an.
"Gillian...diese ganze Ehe war so falsch...ich hätte Téa nie heiraten dürfen. Ich habe das nur getan, um vor der Wahrheit davon zu laufen. Ich dachte, ich könnte sie für immer lieben, doch das war nicht mehr möglich. In Wirklichkeit habe ich dich geliebt...schon immer...die ganze Zeit."
Er sah mir tief in die Augen. Er sah mich so an, wie Mulder Scully in solch einer Situation ansah.
"Ich weiß, dass ich Téa sehr damit verletzt habe und das ich etwas getan habe, was man nie wieder gut machen kann...etwas, was unverzeihlich ist und ich hasse mich auch selbst dafür, aber...Gillian, ich liebe dich."
Meine Kehle war so trocken. Mir blieb die Luft weg. Ich merkte, dass sich in meinen Augen Tränen bildeten. Mir hat noch nie jemand so etwas unbeschreiblich Schönes gesagt. Ich merkte wie David seine Hand weg zog. Ich sah ihm an, dass er dachte, er hätte mir das nicht sagen sollen. Aber ich war froh, dass er es getan hatte. Ich musste ihn schrecklich verunsichert haben, weil ich kein einziges Wort sagte.
Ich merkte, dass er aufstehen wollte. Ich legte meine Hand auf seinen Oberschenkel und hielt ihn zurück.
"Nein...bleib..."
Er setzte sich wieder hin.
"Ich hätte dir das nicht sagen sollen...Ich hätte gar nicht erst her kommen dürfen..."
Ich schüttelte den Kopf.
"Nein...nein, es ist gut, dass du gekommen bist. Es waren nur so viele Informationen auf einmal und ich...mir wurde eben wieder etwas klar."
Er schaute mich fragend an. Er sah genau aus wie Mulder. Seine Augen hatten wieder diesen für Mulder typischen Hundeblick drauf. Er sah damit immer so verdammt gut aus. Am liebsten hätte ich ihn sofort geküsst, aber das konnte ich einfach nicht, bevor ich nicht etwas klar gestellt hatte.
"David, bist du dir hierbei auch völlig sicher? Willst du nicht noch einmal mit Téa reden, bevor du diesen Schlussstrich ziehst?"
"Es bringt nichts. Diese Frau hat sich bereits gegen mich entschieden und ich kann jetzt einfach nicht mehr zurück. Das wäre nicht richtig. Ich würde sie nur noch mehr verletzen und das will ich nicht. Ich bin hierher gekommen, um auch dir die Wahrheit zu sagen. Ich konnte mit dieser Lüge einfach nicht länger leben...Ich sollte jetzt besser gehen."
David war gerade dabei aufzustehen, doch auch diesmal, hielt ich ihn zurück. Ich zog ihn zurück auf die Couch. Er sah mich an und ich blickte zurück. Ich zögerte, doch dann griff ich nach ihm. Meine Hand legte sich um seinen Nacken und ich rutschte etwas näher an ihn heran. Ich sah ihm tief in die Augen. Jetzt wusste ich, dass es richtig war, was ich tat. Seit neun Jahren hatte ich mir nichts mehr gewünscht als ihn zu küssen und jetzt war dieser Moment endlich gekommen. Es war genau wie in der Serie. Jedoch fühlte ich mich ganz und gar nicht wie Agent Dana Scully. Ich fühlte mich wie...ich. Ganz langsam zog ich ihn an mich. Unsere Gesichter näherten sich immer mehr. Auch er griff nach mir. Wir verharrten einen kurzen Moment und dann berührten sich unsere Lippen. Es fühlte sich jetzt so verdammt richtig an. Ich spürte wie erleichtert David jetzt war. Ich ließ meinen Gefühlen freien Lauf. Dieser erste richtige und nicht gespielte Kuss war so intensiv, so liebevoll, so leidenschaftlich. Es war einfach unbeschreiblich. Nach einiger Zeit lösten wir uns voneinander und nahmen uns in die Arme.
Piper stand plötzlich vor mir.
"Mummy, ich bin müde."
Ich hoffte, dass sie den Kuss nicht gesehen hatte. Hecktisch löste ich mich aus Davids Umarmung.
"Ich bring dich ins Bett. Komm, Spätzchen."
Ich glaubte, dass sie nichts gesehen hatte. Piper und ich verschwanden in ihrem Kinderzimmer. Piper sprang in ihr Bett und ich deckte sie zu und setzte mich auf die Bettkante.
"Schlaf schön, Piper."
Ich gab ihr einen Kuss, schaltete ihr Nachtlicht an und ging zur Tür und wollte das große Licht ausschalten.
"Mummy?"
Ich war schon fast zur Türe heraus, als sie mich rief. Ich ging wieder ein Stück ins Zimmer herein und sah sie erwartungsvoll an.
"Bleibt David jetzt für immer bei uns?"
Damit hatte ich nicht gerechnet. Hatte sie es doch gesehen? Ich wusste nicht, was ich ihr als Antwort geben sollte.
"Vielleicht", sagte ich schließlich.
"Schlaf jetzt."
Ich schloss die Tür und ging zurück zur Couch.
David hatte sich die Schuhe ausgezogen und seine Füße ruhten auf dem Couchtisch. Seine Arme lagen ausgestreckt auf der Rückenlehne. Er war eingeschlafen. Der Anblick war einfach überwältigend. Der lange Flug, die Zeitverschiebung und natürlich der ganze Stress hatten ihn müde und schlapp gemacht. Ich musste an Pipers Worte denken und es brachte mich zum schmunzeln. Ich ging langsam rüber zu David, stellte mich vor ihn und sah ihn einfach nur an. Für einen kurzen Augenblick musste ich an Téa und die Kinder denken, aber der Gedanke verflog auch so schnell wieder wie er gekommen war. David sah so süß aus, wenn er schlief. Ich konnte mir aber nicht vorstellen, dass diese Position bequem sein konnte. Es erinnerte mich an den Film "Tage wie dieser". George Clooney saß am Ende des Films genauso auf der Couch und schlief. Michelle Pfeiffer legte sich in seine Arme und kuschelte sich an ihn. Und genau das tat ich jetzt auch. Ganz vorsichtig tapste ich noch näher an ihn heran, setzte mich ganz nah neben ihn und legte meinen Kopf halb auf seine Schulter und halb auf seine Brust. Er atmete sanft und gleichmäßig. Ohne, dass er aufwachte nahm er seinen Arm von der Lehne und legte ihn um mich. Ich kuschelte mich noch näher an ihn, hob den Kopf und küsste ihn auf die Wange. Er schlief so tief und fest, dass er noch nicht mal aufwachen würde, wenn die Welt untergehen würde. Ich genoss es so nah bei ihm zu sein. Ich genoss es nicht Scully zu sein. Es war wirklich ein unbeschreiblich schönes Gefühl. So lange habe ich warten müssen. Irgendwie konnte ich das alles noch gar nicht glauben. Aber es schien wirklich wahr zu sein. Er war hier. David war hier bei mir, hatte mir seine Liebe gestanden und hatte mich geküsst. Und jetzt lag ich hier ganz nah bei ihm in seinen Armen. Ich fühlte mich so unendlich glücklich. Mir schoss so vieles durch den Kopf, doch nach einiger Zeit schlief auch ich ein. Ich träumte von David. Es war wunderschön. Wir mussten die ganze Nacht so da gelegen haben ohne auch nur einmal aufzuwachen. Als ich aufwachte fand ich mich noch immer in seinen Armen wieder. Das erste, was ich sah, als ich aufwachte war David. Ich lächelte. Im zweiten Moment sah ich Piper, die in ihrem Pyjama vor uns stand und bis über beide Ohren grinste. Ich richtete mich ruckartig auf, weil ich so erschrocken war und dadurch riss ich auch David aus dem Schlaf.
"Piper...wie lange stehst du schon hier?"
Meine Tochter grinste spöttisch. David blickte verschlafen um sich. Piper sah David und mich abwechselnd an und ihr grinsen wurde immer stärker.
"Bleibt er denn jetzt für immer bei uns?"
David und ich sahen uns an und blickten dann lächelnd zu Piper. Sie verstand die Nachricht und krabbelte zu uns.
"Cool," sagte sie und ich musste lachen. Ich sah zu David und sagte: "Ich liebe dich."
Er sah mich auch an und sagte: "Ich liebe dich auch."
Danach küssten wir uns und wir wussten beide, dass wir zusammengehörten und uns nichts und niemand mehr trennen konnte. Wir waren jetzt eine Familie. Für immer...Für alle Zeit.



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İby Blue Juni 2002


ENDE


Ich hoffe, diese kleine DAGS Story hat euch gefallen!
Bitte schreibt Feedback an: bluescully@aol.com