Titel: Forbidden Thoughts
Autor: DAS WoD
Kontakt: Marion.Death@t-online.de
Kategorie: DGR
Rating: G-6
Spoiler: niente
Disclaimer: Mal ehrlich, wer würde im Ernst auf die Idee kommen, dass David, Gillian & Co. mir gehören? *gg* Sie gehören natürlich sich selbst…und niemand anders! Oder na ja…Gott vielleicht?
Short-Cut: Es sind bloß Gedanken…dennoch sollten sie nicht sein…
WoD meint: Die ersten paar Sätze dieser, nennen wir es mal Geschichte, sollten ursprünglich der Anfang von Natus ex Amicitia (ebenfalls zu finden auf www.spirit-of-x.de.vu) sein. Doch da Pat und ich uns schließlich entschieden haben, den Anfang doch gemeinsam zu schreiben, blieb dies hier vorerst einfach auf meinem PC liegen. Aber wie ihr seht, ist daraus mittlerweile etwas ganz eigenes geworden. Hoffe, es gefällt euch! Viel Spaß beim Lesen!


Forbidden Thoughts


Ich saß müde auf der Veranda und blickte gen Himmel. Ich wusste selbst nicht was ich in diesem Moment denken sollte. Alles war so seltsam, alles war so verwirrend. Normaler weise bin ich ein Mensch, der alles auf sich zukommen lässt, wie es eben ist. Doch je mehr ich in diese Situation hineingezogen werde, desto mehr bemerke ich Veränderungen an mir. Besonders wenn es um diese eine Sache geht. Es ist eine Sache, die sich in gewisser Weise gut anfühlt, gut weil sie verboten ist. Ich habe immer schon gerne verbotene Dinge getan, Tabus gebrochen, doch wenn ich daran denke dies zu tun, hierbei meinen Willen durchzusetzen, bekomme ich Angst. Fragen wie: Wer bin ich eigentlich, dass ich mir erlauben kann so zu denken? Und Ist es richtig, was ich denke? tauchen in meinem Inneren auf und ich beginne zu zweifeln, an dem zu zweifeln, das ich mir mehr als alles andere auf der Welt wünsche, an meinen Gefühlen zu zweifeln. Doch wie komme ich eigentlich auf solche obskuren Ideen? Habe ich mich tatsächlich ins Negative verändert, wie manche Leute es mir vormachen wollen? Ich schüttelte hastig den Kopf und konzentrierte meinen Blick wieder auf die Sterne. Ich zwang mich zum hundertsten, nein tausendsten Mal in meinem Leben dies zu unterdrücken. Ich war verrückt, es war sinnlos, diese Gedanken waren vollkommen sinnlos. Hätte ich eine Chance, hätte er es mir gezeigt, hätte ich noch Hoffnung würde es zu bemerken sein. Doch das war es nicht und ich musste endlich aufhören Dinge zur Realität zu machen, die nur in meinen Träumen zu bestehen wagten… Unruhig drehte ich meinen Kopf auf die Seite und sah durch das Verandafenster direkt in mein Wohnzimmer, einen großen gut eingerichteten Raum, der zeigte, dass ich mir Dinge leisten konnte, die andere nicht mal zu träumen wagten. Er war noch niemals hier gewesen. Wir treffen uns nie privat, es wäre auch zu schön, würden wir uns statt 16 Stunden 24 Stunden auf die Nerven gehen, hatte ich einmal gedacht, doch jetzt, wo diese 16 Stunden, sich auf kurze Interviews verringert hatten, die wir auf Grund des Finales führten, spürte ich, dass ich falsch gelegen hatte…Wieder sah ich zu den Sternen, wieder zurück zum Wohnzimmer. Ob Piper wohl schlief? Ach, was redete ich da, natürlich schlief sie. Es war ein Uhr in der Nacht und siebenjährige Mädchen zählen es nicht gerade zur Gewohnheit zu dieser Zeit durchs Haus zu toben. Gehörte ich nicht auch längst ins Bett? Was zum Henker machte ich eigentlich hier draußen? Brachte es mir etwas über Fragen nachzudenken, deren Lösung nur das Schicksal kannte, deren Lösungen man nicht vorhersehen konnte? Ich wusste, dass ich mich in diesem Moment nur selbst verrückt machte. Und ich wusste ebenfalls, dass ich dies in meinem Bett fortführen würde, nur meinen Blick auf die Zimmerdecke gerichtet und nicht auf einen klaren Nachthimmel. Ich verdrehte die Augen und lehnte mich zurück. Es war romantisch, irgendwie romantisch hier zu sitzen und in sinnlosen Fragen zu versinken, alles was sich um diese Sache drehte war romantisch, weitgehend jedenfalls…


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Es war dunkel in dieser Nacht, mehr als dunkel hätte ich annehmen können. Ich lag mit offenen Augen in diesem Bett und starrte an die Decke. Der Platz neben mir war leer, kalt, niemand lag dort, der mich erwärmen könnte. Ich wusste nicht wo Téa war und wollte es auch nicht wissen. Ich wollte allein sein, nachdenken über das, was kommen sollte.
Vor gut zwei Tagen hatte ich einen Teil meines Lebens hinter riesigen Türen verschlossen, den riesige Türen eines Filmstudios in L.A. Es war seltsam gewesen, eigentlich hatte ich gehofft es niemals wieder betreten zu müssen. Ich hatte es oft gesehen, zu oft. Doch Dinge, die zur Gewohnheit werden, schmerzen, wenn sie nicht mehr da sind.
Ich hatte ein Werk begonnen, ich hatte es nicht vollendet, obwohl die Vollendung der Dinge mit selbst viel bedeutet. Nur bei wichtigen Momenten kehre ich oft um. Doch warum war ich diesmal zurückgekommen? Ich wusste es selbst nicht.
Téa war ausgerastet, als ich ihr sagte, ich würde zurückkehren, doch nur für so kurze Zeit. Sie hasst es und ich weiß, dass sie es hasst. Vielleicht war dies auch ein Mitgrund. Ich habe es getan, weil sie es hasst. Sie hasst Gillian, das ist der Punkt, um den sich dieses Spie dreht. Frauen können nie begreifen. Ich bin ein Mann, ein Mann, der Freunde haben kann, wann immer er will und der machen kann was immer er will. Doch sie ist einfach nicht fähig dies zu begreifen. Klammern nennt man es wohl, krankhafte Eifersucht könnte man es auch nennen, ich nenne es Hass. Ich frage mich was sie wäre, wenn ich nicht an ihrer Seite stehen würde. Wäre sie dann etwas?
Obwohl es für mich mehr als bloß unsinnig ist, vergleiche ich Téa und Gill oft miteinander. Zwei Menschen, die von anderer Natur sind, die vollkommen andere Charaktere haben, die sich am liebsten niemals sehen würden. Es ist amüsant zu sehen, was ich an ihnen schätze, was sie gemeinsam haben. Vieles ist ähnlich, doch nichts ist wirklich gleich. Darum ist die eine die beste Freundin und die andere die Ehefrau. Doch in wieweit sich beides voneinander trennt, wage ich langsam nicht mehr zu definieren. Die Grenzen verschwimmen und ich frage mich: Dreht sich die Welt noch, wie sie es sollte?


Ende